Ins Theater stürzen

Bei einem London Besuch in diesem Jahr wollte ich es mir nicht nehmen lassen, dort auch mal ein Musical zu besuchen. Nach einigem hin und her überlegen habe ich mich dann für „Les Misérables“ entschieden. Das Plätze auswählen anschließend hat mir ziemlich viel Zeit geraubt – einerseits wollte ich ja nicht zu viel Geld ausgeben, andererseits hatte ich auch keine Lust auf „eingeschränkte Sicht“, schließlich wollte ich die Darsteller ja nicht nur singen hören, sondern auch sehen. Im Endeffekt habe ich es dann doch drauf ankommen lassen und im obersten Rang, erste Reihe, mittig einen Platz gebucht, der zwar eingeschränkte Sicht hatte, aber laut Erfahrungsberichten, die Google mir auf Anfrage ausgespuckt hat, durchaus einen guten Blick auf die Bühne bieten würde.

Ziemlich gespannt bin ich dann, als es so weit war, ins Theater gestiefelt und litt kurzzeitig unter einem kleinen Schwindelgefühl als ich den obersten Rang betrat – die Sitzreihen erhoben sich nämlich eher wie Steilhänge als seichte Hügel, wie man das aus dem Kino kennt. Ich habe es aber dennoch ohne Absturz zu meinem Platz geschafft und hatte auch tatsächlich eine ganz gute Aussicht. Man musste sich zwar etwas vorlehnen, was für die drei stündige Vorstellung etwas unangenehm für den Rücken war, und Beinfreiheit war auch nicht wirklich vorhanden, aber es hat sich trotzdem gelohnt!

Das Musical, das auf dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo beruht, hat mir vor allem wegen der sehr eingängigen und bewegenden Lieder gefallen. Es geht um Jean Valjean, einen ehemaliger Sträfling, der es schließlich geschafft hat unter einem neuen Namen ein neues Leben aufzubauen. Jedoch wird er immer wieder von seinem Erzfeind Inspektor Javert verfolgt. Die Geschichte spielt in Frankreich, in den Jahren von 1815 bis 1832.

Der Film "Les Miserables" (2012)

Der Film „Les Misérables“ (2012)

Empfehlenswert ist im Übrigen auch die Verfilmung des Musicals „Les Misérables“ aus dem Jahr 2012, unter anderem mit Hugh Jackman, Russel Crowe und Anne Hathaway.

Das Musical hat mich wirklich sehr begeistert – trotzdem war ich am Ende ein kleines bisschen froh, wieder aus dem kleinen, vollen Theater mit Absturzgefahr hinaus zukommen…

 

 

 

lga

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