Crespelle

Als ich letztes Jahr mit meiner Schwester für einige Tage in London war, sind wir irgendwann in einem kleinen Italiener in der Nähe des British Museum gelandet, nachdem wir uns zuvor einige Stunden lang die Füße platt gelaufen hatten. Wir waren also hinreichend erledigt und froh endlich mal zu sitzen und uns die ganzen Leute, die da so vorbei liefen anzuschauen (wobei wir interessanterweise sowohl Leute aus unserem Flugzeug, als auch von einem Tagesausflug den wir gemacht hatten wieder entdeckt haben).

Während meine Schwester auf Altbewährtes gesetzt und Lasagne bestellt hat, habe ich mich mal an was ganz Unbekanntes herangewagt. Und das hat sich richtig gelohnt! Doof nur, dass ich mir den Namen des Gerichts nicht gemerkt habe …

Zufällig bin ich dann aber vor kurzem über ein Rezept für Crespelle gestolpert – genau das wonach ich schon die ganze Zeit gesucht hatte! Das Rezept wurde dann auch erst einmal direkt nachgekocht:

Crespelle

Die Zutaten:

  • 120 g Mehl
  • 150 ml Milch
  • 3 Eier
  • Salz
  • 500 ml Tomatensauce
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 g TK-Blattspinat (vor Verwendung bitte auftauen lassen)
  • 6 EL Öl
  • 250 g Ricotta
  • 50 g geriebener ital. Hartkäse (z.B. Grana Padano)
  • Pfeffer
  • 1 Kugel Mozzarella

Mit einem Pürierstab Mehl, Milch Eier und 1 Prise Salz in einem hohen Gefäß (damit auch ja nichts verspritz wird) zu einem glatten Teig verarbeiten. Im Anschluss 10 Minuten quellen lassen. Einen Topf hervorholen und die Tomatensauce bei milder Hitze erwärmen (Tomatensauce aus 500 ml passierten Tomaten, etwas Tomatenmark, 1 – 2 frischen Tomaten und Gewürzen (Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum …) zubereiten).

Zwiebeln und Knoblauch fein zerstückeln. Den Spinat ordentlich ausquetschen und ebenfalls zerkleinern. 3 El Öl, Zwiebeln und Knoblauch in eine Pfanne hauen (ne, hauen sagt man nur bei Eiern, oder?), glasig dünsten (also das Öl nicht, das ist ja eigentlich schon glasig …) und anschließend auch den Spinat kurz mitdünsten (wie lange kurz ist muss man schon selber entscheiden). Den Pfanneninhalt, zusammen mit Ricotta und der Hälfte des Hartkäses in einer großen Schüssel mischen (nimmt man zuerst eine Schüssel, die der Beschreibung „groß“ nicht gut genug entspricht, hat man später mehr zu spülen). Das Gemisch kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. 1 kleine Portion des Teigs hineingeben und durch kippen der Pfanne gleichmäßig verteilen. Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze hellbraun backen (und zwar von beiden Seiten). Mit dem restlichen Teig 5 weitere Pfannkuchen backen (und zwischendurch die Pfanne auch mal nachölen).

Mittig auf die Pfannkuchen die Ricotta Masse geben und das Ganze einrollen. Eine Auflaufform hervorkramen, die Hälfte der Tomatensoße hineingeben und darauf die gefüllten Pfannkuchen platzieren. Anschließend die restliche Tomatensoße drauf kippen (oder vielleicht doch lieber vorsichtig darauf verteilen, wie mans lieber macht) und geriebenen Käse drüber streuen. Den Mozzarella abtropfen lassen, in Stücke zupfen (das geht ja sogar … ich habe Mozzarella bisher immer nur mit dem Messer zerkleinert …) und auf den Pfannkuchen verteilen. Die Auflaufform auf einem Rost in den vorgeheizten Ofen schieben (mittlere Schiene, ganz wichtig!) und bei 200 Grad (oder 180 Grad, wenn man lieber Heißluft verwenden möchte) 30 – 35 Minuten backen.

Fazit: Schmeckte zwar irgendwie nicht so gut, wie in meiner Erinnerung (was auch an meinen Kochkünsten liegen könnte) und ich glaube den Knoblauch lasse ich das nächste Mal weg, ist aber trotzdem sehr lecker!

lga

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