Aus Mauldawien nach Plastikhausen: die Geschichte über die kleine Maulina und den Ernst des Lebens

Das Leben ist ein Pfannekuchen, mal salzig, mal süß, sagt der Großvater zur kleinen Maulina – dem größten Mauler unter der Sonne –  und das ist ernst gemeint. Aus Maulinas Wohnung mit den vier Zimmern, dem Dachboden, dem Garten und der Straße voller Freunde ist ein mickriges Plastikhaus am anderen Ende der Stadt geworden… „Wenn das, was wir hatten, ein Pfannkuchen war,“ meint das Mädchen, „ist davon nur ein fettiger Abdruck auf dem leeren Teller geblieben und ein Rest von Geschmack auf der Zunge.“

Ein junges, tapferes Mädchen, das mit viel Mut, Eigensinn und Humor ihre neue Welt erkundet und ihre neue Familiensituation konfrontiert, gewinnt unsere Hochachtung. Die kommt mit Aufgaben zurecht, die man auch als Erwachsene nicht so leicht hinnimmt und erteilt uns eine Lebenslektion, die gerade zutiefst beeindruckend durch ihre simple Formulierung ist: „Im Regen stehen ist, mit Lachen im Gesicht, auf jeden Fall auch angenehmer als mit Wut im Bauch.“  Und „der Bus, der dir vor der Nase weggefahren ist, der kommt auch nicht zurück, wenn du dich aufregst, da ist es besser, zu lachen und sich zu freuen, dass man noch zehn Minuten in der Sonne stehen darf und Zeit für ein bisschen Nichts hat…“

Kein leichtes Thema, aber auf jeden Fall eine schöne Lektüre: hervorragend geschrieben und von Rán Flygenring herzig illustriert. Wenn man Maulina Schmitt und ihren Autor Finn-Ole Heinrich kennenlernen möchte, ist dies am Samstag, dem 6. Mai bei uns in der Zentralbibliothek am Neumarkt möglich!  Beginn um 14:00 Uhr.

I.C.

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