STADTRADELN in Bielefeld

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Das Fahrrad ist bereit zum Ausritt

Nein, ich schreibe nicht schon wieder eine Glosse über eine fiktive Fundraising-Aktion für unsere Bibliothek. Diesmal meine ich es ernst (wobei Satire ja durchaus auch ernsthaft ist). Ich möchte für STADTRADELN in Bielefeld werben, übrigens eine bundesweite Kampagne, also vielleicht auch in Ihrer Stadt.

Ich bin selbst durch eine ähnliche Aktion vor einigen Jahren motiviert worden, mein altes Fahrrad reparieren zu lassen und endlich wieder zu nutzen. Bielefeld hielt ich für eine reichlich fahrradunfreundliche Stadt, darum war mein Drahtesel erst gar nicht mit in meine neue Heimat gekommen. Der Zustand des Radweges direkt vor meiner Haustür hat diese Ansicht nur bestärkt.

Heute fahre ich trotzdem wieder regelmäßig und gerne; das Fahrrad ist ideal für die kurzen Wege, sei es zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Theater. Ich bin allerdings eher der Schönwetterfahrer, beim ostwestfälischen Dauerregen nutze ich lieber Bus, Straßenbahn oder gehe zu Fuß. Auch bin ich nicht ehrgeizig oder gar sportlich, ich will gar nicht möglichst viele Kilometer herunterreißen. Jetzt, wenn es abends länger hell ist, mache ich aber gerne mal einen Schlenker zusätzlich, durch solche Umwege entdecke ich mein Viertel neu. Oder ich mache kleine Spazierfahrten von gerade mal 10 bis 15 Kilometern, die nach einem Arbeitstag wunderbar entspannend sind, nur ganz selten längere Ausflüge.

Die 21 Stadtradeltage (in Bielefeld zählt die Zeit vom 11. Juni bis 1. Juli 2017) regen natürlich dazu an, die eine oder andere Rundfahrt mehr zu machen. Doch auch wenn das STADTRADELN Wettbewerb heißt, ist am Ende nicht der Kilometerstand wichtig. Die Kampagne hat eine politische Dimension. Nicht umsonst gibt es eine eigene Kategorie für mitfahrende Kommunalpolitiker; und alle Teilnehmer können durch Ihr Feedback auf die Belange der radelnden Verkehrsteilnehmer in ihrer Gemeinde aufmerksam machen. Jeder Stadtradler und jeder gefahrene Kilometer ist eine Demonstration für eine fahrradfreundlichere Stadt und ein Appell an die politisch Verantwortlichen. Das wird die Welt nicht mit einem Schlag verbessern. Aber alle reden von den alarmierenden CO2-, NOx- und Feinstaubwerten, von der Lärmbelastung und den gesundheitlichen Schäden, vom Verkehrsinfarkt mit Straßenschneisen und Parkplatzwüsten. Immer mehr Autos sind gewiss nicht die Lösung, auch wenn es tatsächlich gelingen sollte, sie umweltfreundlicher zu machen (wirklich und nicht nur auf dem Papier) – das Fahrrad können sie nicht schlagen.

Also, liebe Bielefelder, steigt um auf das Fahrrad, wenigstens für ein paar Kilometer mehr als sonst und registriert Euch in einem der Teams. Setzt ein Zeichen für mehr Lebensqualität in Eurer Stadt. Es gibt noch immer viele Holperradwege, aber auch sehr schöne Strecken. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt – aber das ist ja wohl das Mindeste, was die Organisatoren für uns organisieren könnten – ist das Fahren nicht nur gesund und umweltfreundlich, sondern macht auch noch Spaß. Gute Kombination.
Auf geht’s!

Bleibt nur noch eine wichtige Frage offen: Gibt es 2017 wieder ein eigenes Stadtbibliotheksteam?

hilda

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Ein Gedanke zu “STADTRADELN in Bielefeld

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