Parthenon der Bücher (Parthenon of books)

Am 10. Juni beginnt in Kassel die 14. Documenta, weltweit größte Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Eines der Kunstwerke ist das „Parthenon der Bücher“ von der argentinischen Künstlerin Marta Minujín.

Auf dem Friedrichsplatz, gegenüber vom Fridericianum, wurden am 19. Mai 1933 bei der „Aktion wider den undeutschen Geist“ etwa 2000 Bücher verbrannt. Hier wurde jetzt das Parthenon der Bücher errichtet. Vorbild ist der Tempel auf der Akropolis, der die erste Demokratie repräsentiert.

Die Installation besteht nach Fertigstellung aus etwa 100.000 verpackten Büchern, die zeitweise verboten und später neu aufgelegt wurden, bzw. welche in manchen Ländern bis heute verboten sind. Dafür wurde zu Bücherspenden aufgerufen. Eine kurze Liste verbotener Werke enthält ca. 170 Einträge. Hier finden sich u. a. Werke von Autoren, die im Nationalsozialismus verboten waren, wie von Bertolt Brecht und Heinrich Heine.

Ebenfalls auf der Liste sind Werke neueren Datums zu finden: Paolo Coelhos „Der Alchimist“ ist wie auch seine anderen Werke im Iran verboten. Die „Harry-Potter“-Bücher wurden aus vielen Amerikanischen Schulen verbannt.
Am Ende der Documenta ist geplant, die Bücher wieder in den Umlauf zu bringen.

 

Juliane

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