Das erste Mal… unverpackt einkaufen

Es ist so weit – Bielefeld hat seinen ersten Unverpackt-Laden. Im Blogbeitrag „die altbewährte Plastiktüte“ hegte ich bereits die vage Hoffnung, dass dieses Ladenformat auch den Weg nach Ostwestfalen findet. Ein Besuch in Verbindung mit einem ersten Einkauf war also unumgänglich.

Der Unverpackt-Bio-Laden* eröffnete bereits im September 2018 und befindet sich am Siggi,  somit ist er für Bus-, Bahn- und Fahrradfahrer bestens erreichbar. Das Sortiment ist komplett aus biologischem Anbau und sofern möglich auch mit regionaler Herkunft.

Aber nun zum Einkauf: Idealerweise weiß man schon vorher, mit was man sich eindecken möchte und nimmt entsprechende Transportgefäße wie Gläser, Flaschen oder Dosen mit.

 

Die mitgebrachten Behältnisse wiegt man auf einer bereitgestellten Waage ab und beschriftet diese mit dem Leergewicht, welches an der Kasse dann wiederum abgezogen wird. Kleiner Tipp: Bei der Beschriftung ggf. daran denken, auch den Inhalt zu notieren, damit es an der Kasse oder Zuhause nicht zu Verwechslungen kommt und die Kokosflocken nicht in der Waschmaschine landen…

Ist dieses erledigt, kann man loslegen.

Der Laden ist grob in drei Bereiche eingeteilt. Rechterhand findet man eine Vielzahl von haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln, Gewürze, Müsli, Getreidesorten, Nüsse, Tee und Kaffee in Spendersystemen, die die Entnahme einer individuellen Menge ermöglichen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum und der Preis stehen jeweils auf den Spendergefäßen. Auch Süßigkeiten wie saure Pommes, Kekse, Schokolade oder Popcornmais gibt es ganz ohne Verpackungsmüll.

In der Ladenmitte ist die Theke samt Kasse und hilfsbereiten Mitarbeitern zu finden, außerdem gibt es eine kleine, feine Auswahl an frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Brot.

Linkerhand ist der Verkaufsraum wie ein Badezimmer eingerichtet, wo man dementsprechend Seifen, Zahnbürsten und Hygieneartikel vorfindet. Besonders gut gefallen hat mir, dass es eine Art Zapfsäule für Reinigungs- und Waschmittel gibt. Für die DIY-ler unter uns, bekommt man die einzelnen Inhaltsstoffe wie Natron oder Waschsoda aber auch zum selbstständig Abfüllen, in großen Metalleimern, angeboten.

Mein Fazit: Für Bielefeld und die Umwelt ist dieser Laden in jedem Fall ein Gewinn, da ein Einkauf ohne Müll ermöglicht wird und die individuelle Mengenentnahme mögliche Lebensmittelverschwendung verhindert.

Beim ersten Besuch sollte man genügend Zeit zum Gucken und Finden einplanen, weil es so viel zu entdecken gibt. Und wenn man sich vielleicht noch ein wenig unbeholfen beim Abfüllen vorkommt, helfen die Mitarbeiter gerne weiter und beantworten auch geduldig jede Frage zur Vorgehensweise.

Ra

* Das Geschäft hat natürlich auch einen Namen, aber als städtische Einrichtung möchten wir ungern Werbung machen. Die Suchmaschine eures Vertrauens hilft euch aber bestimmt zuverlässig weiter. 😉

4 Gedanken zu “Das erste Mal… unverpackt einkaufen

  1. Christoph schreibt:

    Das erinnert mich sehr an die Erfahrungen bei meinem ersten Einkauf im Unverpackt-Laden (in Nürnberg). Ich war erstaunt, wie viel Spaß der Einkauf dort macht, wenn man sich ein wenig vorbereitet und genug Zeit mitbringt.

    Gefällt 1 Person

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