Literarische Reiseberichte #2: Neuerwerbungen

Ich habe versprochen, dass hier die neuen Reiseerzählungen kurz vorgestellt werden, also gibt es heute den Teil 2 über Literarische Reiseberichte (Teil 1 hier) in der Stadtteilbibliothek; der Schwerpunkt liegt diesmal bei einzelnen Titeln und Empfehlungen. Die Titel sind wirklich ganz frisch, das heißt, ich schreibe, noch während die Bücher für die Ausleihe eingearbeitet werden. Den aktuellen Stand könnt Ihr im Katalog sehen. Bitte bedenkt, dass die hier vorgestellten Bücher nicht die einzigen Medien sind, die sich zurzeit in der Technischen Medienbearbeitung stapeln – bei weitem nicht.

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Baedeker’s Handbuch für Schnellreisende

Ach, reist einfach mit! Geht auch ganz bequem im Lesesessel, auf Balkonien, bei Wind und Wetter oder mal eben am Wochenende: Einmal um die Welt und zurück, bitte sehr.

Zu Beginn keine Erzählung, sondern ein Rückblick auf die Anfänge des Tourismus:

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Rückseite von „Baedekers Handbuch für Schnellreisende“

Der Baedeker ist seit nunmehr fast 200 Jahren Markenname für Reiseführer. In „Baedeker’s Handbuch für Schnellreisende“ versammeln Christian Koch und seine Mitautoren Fundstücke aus den ersten Hundert Jahren des Klassikers. Das hat natürlich heute keinen praktischen Wert für die individuelle Reiseplanung, ist aber ein unterhaltsamer Exkurs in die historische Reiseliteratur und bietet eine Mischung aus skurrilen Anekdoten, exzentrischen Empfehlungen und herrlich veralteten Besichtigungen noch heute beliebter Reiseziele.

„Vogelfrei“ von Noah Strycker

Vogelfrei“ von Noah Strycker könnte auch in der Sachgruppe Naturwissenschaften stehen; der Autor ist ein Birder, ein Vogelbeobachter. Das ganze Jahr 2015 nutzte er zu einer Weltreise, auf der er über 6000 Vogelarten sichtete. Sein Big Year – und ein Weltrekord (im Anhang sind tatsächlich alle Sichtungen aufgezählt). Seine Reise ist geprägt von dieser Leidenschaft für Vögel und die Natur, aber auch von Abenteuer und beeindruckenden Menschen und Begegnungen.

 

„Allein zwischen Fjorden“ von Angelika Wilke und „Mein Sohn und der Berg“ von Torbjorn Ekelund

In diesem Jahr ist Norwegen das Gastland der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Hier zwei sehr unterschiedliche Reiseerzählungen aus diesem faszinierenden Land: Die freie Journalistin Angelika Wilke erfüllte sich einen Traum und radelte „Allein zwischen Fjorden„.
Auch Torbjorn Ekelund ist Journalist, bekannt wurde er schon mit seinen Naturbeobachtungen „Im Wald„. In „Mein Sohn und der Berg“ erzählt er über eine Expedition durch Norwegens Naturschönheit mit seinem siebenjährigen Sohn. Sie folgen dabei den Spuren eines kleinen Jungen, der 122 Jahre zuvor in der Wildnis verschwunden war. Eine berührende Erzählung über die Unerbittlichkeit der Natur und über eine schöne Vater-Sohn-Erfahrung.

„I’ll push you“ von Patrick Gray und Justin Skeesuck

Das Wandern über den Jakobsweg in Nordspanien ist ja nach Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ wieder sehr populär geworden, auch unabhängig vom religiösen Pilgerziel. Für Justin Skeesuck ist die Pilgertour ein Traum, bis sein bester Freund spontan zusagt: „I’ll push you“ – fast 800 Kilometer mit einem Rollstuhl. Beide Freunde erzählen abwechselnd von diesem gemeinsamen Abenteuer, das sie an die Grenzen ihrer Kräfte brachte.

 

Reisen mit einem Kleintransporter erscheint da schon etwas komfortabler.

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„Roadtrip mit Emma“ von Christina Klein

 

 

Christina Klein nennt den alten, umgebauten Van „Emma“ und entflieht zusammen mit ihrem Freund Paul dem Alltag, um ihre Großmutter in einem kleinen Dorf in Sibirien zu besuchen. Natürlich nicht auf dem kürzesten Weg – der „Roadtrip mit Emma“ führt durch halb Europa und Asien.

 

 

„Immer links der Atlantik“ von Marcus Haid

Marcus Haid und seine Familie fahren in einem VW T2 „Bulli“, Baujahr 1979, mit nur 50 PS und 80 km/h – vier Monate entschleunigtes Reisen von der Südspitze Spaniens bis zum Nordkap: „Immer links der Atlantik„. Marcus Haid ist Fotograf; das Buch enthält aber nicht nur viele schöne Fotos und einen detaillierten Reisebericht, sondern auch viele praktische Tipps und historisches Hintergrundwissen zu den einzelnen Regionen, schön illustriert von Dieter Braun.

Lust auf mehr?
Fortsetzung folgt: Die Reise geht weiter!

HilDa

UnderCover #1

Krimi-Neuerwerbungen im Frühjahr

Ihr sucht zwischen den Buchdeckeln ein bisschen Spannung? Oder darf’s auch gerne etwas mehr thrill sein? Dann zeigen wir hier jetzt einige Neuerwerbungen im Krimi-Regal. Nur eine Auswahl, mit der wir auf Titel aufmerksam machen wollen, die nicht auf der Bestsellerliste stehen, und auf Autor*innen, die (noch) eher unbekannt und zu entdecken sind.

Leonardo Padura gehört allerdings nicht zu den unbekannten: Er gilt als einer der meistgelesenen kubanischen Autoren; mit seiner Krimireihe „Das Havanna-Quartett“ wurde er auch hierzulande bekannt; seine Romane standen immer wieder auf der Krimi-Bestenliste und wurden mit Preisen gewürdigt. Die Figur des Polizeileutnant Mario Conde aus dem Havanna-Quartett und der darauf beruhenden Netflix-Serie „Four Seasons in Havanna“ spielt auch in „Die Durchlässigkeit der Zeit“ die Hauptrolle.
Er arbeitet mittlerweile als Detektiv, doch diesmal hilft er einem Freund, um eine wertvolle gestohlene Schwarze Madonna wieder zu beschaffen. Verdächtigt wird ein ehemaliger Freund des Opfers, doch dann gerät Conde an gerissene Kunsthändler – und in die Unterwelt Havannas.

Für ihre ausgefeilten Romane wird Jeong Yu-jeong auch schon mal als „die koreanische Stephen King“ bezeichnet. „Der gute Sohn“ erwacht blutverschmiert und erinnert sich nicht mehr an den letzten Abend. Als er seinen roten Fußabdrücken folgt, findet er seine ermordete Mutter. Alles deutet auf ihn selbst als Täter … – mehr verrate ich besser nicht.

Melissa Scrivner Love hat eine ungewöhnliche „Heldin“ für ihren Thriller im Gang-Milieu: Die titelgebende Lola ist unscheinbar und offenbar nur eine von den vielen chicas in dieser Latino-Macho-Welt. Tatsächlich ist sie die Chefin einer Gang, die sich bewusst unauffällig verhält. Doch plötzlich gerät sie mitten in einen Krieg zwischen etablierten Großdealern, einem mexikanischen Kartell und Drogen-Großlieferanten. Und Lolas Achillesferse ist ihre Familie … .
Bei Anne Goldmann sind es in „Das größere Verbrechen“ drei sehr unterschiedliche Frauen, die alle ihre Geheimnisse haben. Bei der unsicheren Theres bricht durch einen Anruf das wohl geordnete Familienidyll zusammen, Putzhilfe Ana macht für andere den Dreck weg und interessiert sich nicht für die Probleme dieser Mittelständler, die alte Frau Sudic hat in Bosnien furchtbares überlebt. Reale und imaginäre Bedrohungen eskalieren für die drei plötzlich zu einer tödlichen Achterbahnfahrt.

Bleiben wir doch bei weiblichen Krimi-Hauptfiguren. Kerstin Cantz lässt das „Kriminal-Fräulein“ Zeisig in München ermitteln: „Fräulein Zeisig und der frühe Tod„. Im Schwabing der 60er Jahre liefern sich Studenten Straßenkämpfe mit der Polizei, die Stimmung in der Stadt ist aufgeheizt. Die neue Münchner WKP, die Weibliche Kriminalpolizei, wurde vor allem für die Vernehmung von Frauen und Kindern gegründet. Doch dann werden die Talente von Elke Zeisig für eine Mordermittlung gebraucht. Und sie muss auch noch ihren verschwundenen Bruder suchen.
Die Drehbuch- und Romanautorin verknüpft historisches Zeitgeschehen, Lokalkolorit und Krimihandlung.

Weitere Neuerwerbungen demnächst.

HilDa

 

Mittendrin Mittwoch #99

In Indien leben fast 1,3 Milliarden Menschen, in Pakistan sind es nur 182 Millionen. Verarmt, instabil und zersplittert, scheint sich Pakistan nur über den Gegensatz zu Indien zu definieren, während Indien sich, trotz dieser Obsession, auf vielerlei Weise definiert, zum Beispiel als aufstrebende Weltmacht mit einer wachsenden Wirtschaft und einer größer werdenden Mittelschicht.

Die Macht der Geographie von Tim Marshall

In zehn Kapiteln widmet sich der Autor zehn verschiedenen Regionen der Welt und erklärt, wie die Geographie die Weltpolitik beeinflusst.
Er zeigt auf, wie Gebirge als natürliche Grenzen fungieren, wie zum Beispiel der Himalaya zwischen Indien und China, oder wie navigierbare Flüsse Länder erfolgreich machen beziehungsweise unnavigierbare Flüsse Verbindungen von Regionen und Handel erschweren. Dabei konzentriert Tim Marshall sich aber nicht ausschließlich auf die Geographie, sondern beschreibt im allgemeinen die wesentlichen Zusammenhänge, die hinter zahlreichen heutigen Konflikten in der Welt stehen.
Ich finde das Buch bisher sehr interessant, nur die Karten waren mir manchmal etwas zu klein. Dafür habe ich mal wieder meinen Diercke Weltatlas aus Schulzeiten herausgekramt, das war für eine bessere Übersicht recht hilfreich zwischendurch auch da hinein mal einen Blick zu werfen.

Das Buch könnt ihr bei uns als eBook oder vor Ort ausleihen (und den Atlas findet ihr bei uns natürlich auch 🙂 ).

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Stadtradeln? STADTRADELN!

Am Samstag, 15. Juni ging es bereits los: drei Wochen Stadtradeln in Bielefeld. Die Stadtbibliothek beteiligt sich in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Team: Stadtbibliothek auf Rädern. Das Team ist offen für alle Freunde der Stadtbibliothek, wer mag, kann sich gerne hier anmelden.

Wir haben schon mehrmals über das Stadtradeln geschrieben, auch über unsere Motive – mal ernst, mal ironisch. Uns geht es weniger um sportliche Höchstleistungen oder rekordverdächtige Kilometerzahlen, es gibt keine Prämien, kein Kilometergeld, keinen Pokal. Der Gewinn liegt einfach im Spaß beim Fahren.

Auf geht‘s!

Es wäre schön, wenn das auch für Euch ein Anreiz wäre, öfter auf das Rad umzusteigen. Und beim Stadtradeln für Eure Stadt mitzufahren. Vielleicht sogar in unserem Team? Auf geht‘s!

HilDa

Gärtnern vor der Bibliothek

Vor kurzem ist der Neumarkt, an dem auch unsere Stadtbibliothek in Bielefeld Mitte liegt, neu gestaltet worden. Mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Bäume und Büsche gibt es jetzt.
Nur direkt vor unserem Eingang befindet sich ein recht steiniges Beet. Wie von Zauberhand sind dort nun aber ein paar grüne Pflanzen aufgetaucht!


Wir hoffen es geht Ihnen dort gut und sie gedeihen fleißig! Und wer weiß, vielleicht vermehren sie sich ja auch noch… 😉

lga

Mittendrin Mittwoch #98

In Bezug auf meine deutsche Staatsangehörigkeit musste ich jetzt ähnlich denken. Ich konnte sie nicht mehr so einfach wieder loswerden, auch wenn, sagen wir, der Brexit vielleicht doch nicht stattfinden sollte – was ich trotz allem immer noch sehr hoffe.

Exit Brexit : wie ich Deutsche wurde von Kate Connolly, Seite 284

Als ich damals davon erfahren habe, dass die Briten tatsächlich dafür gestimmt haben die EU zu verlassen, war ich einigermaßen schockiert und irritiert über diese Entscheidung. Kate Connolly beschreibt in ihrem Buch immer wieder, dass das eine ziemlich verbreitete Reaktion der ihr bekannten Deutschen war, die ihr auch immer wieder die eine Frage stellten: Warum wollen denn die Briten die EU verlassen?

Ich habe mich damals sehr für dieses Thema interessiert und das Ganze in den Medien verfolgt, vor allem, weil ich im Rahmen meiner Ausbildung ein paar Wochen nach dem Referendum ein Praktikum in der Bibliothek des Goethe Instituts in London gemacht habe. Der Brexit war auch bei den Kollegen dort ständiges Gesprächsthema. Viele der deutschen Kollegen machten sich Sorgen, ob es für sie in der Zukunft noch so einfach sein würde im Vereinigten Königreich zu leben und zu arbeiten, und auch die britischen Kollegen äußerten sich eher weniger begeistert vom Ergebnis des Referendums und fragten sich, was der Austritt aus der EU für Auswirkungen auf ihr Land haben könnte. Dennoch sind alle das Thema mit einer gewissen Gelassenheit und viel Humor angegangen.

Drei Jahre ist das mit dem Referendum nun her, und ich muss zugeben, dass mich das Thema Brexit zunehmend ermüdet hat, da gefühlt nichts vorangeht.
Vor kurzen bin ich dann auf das Buch Exit Brexit aufmerksam geworden. Die in England geborene Journalistin Kate Connolly lebt schon seit einigen Jahren in Deutschland und berichtet unter anderem für den britischen Guardian. In ihrem Buch erzählt sie von ihrer Entscheidung, nach dem Referendum die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen, wie der Brexit sie und ihre Familie im Vereinigten Königreich spaltet und von vielen Begegnungen mit anderen Briten, die ebenfalls im EU-Ausland leben und arbeiten. Das macht das Buch einerseits zu einem sehr persönlichen Bericht über den Brexit, andererseits legt Connolly aber auch die vielfältigen Gründe dar, die zum Brexit führten, und die verschiedenen Ereignisse vor und nach dem Referendum.

Das letzte Kapitel in Connollys Buch fehlt mir noch, die paar Seiten kann ich aber bestimmt heute Abend im Zug noch schaffen. 🙂

Das Buch könnt ihr bei uns vor Ort oder als eBook ausleihen.

Zum Thema Brexit gibt es übrigens mittlerweile noch sehr viel mehr Literatur. Wer andere Bücher zum Thema sucht, hier der Link zu unserem Katalog.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

GAMES ON!

Am 11.05.2019 fand bei uns im Haus wieder die Games On statt. Zum achten Mal hat das Netzwerk Medienaktiv OWL nun schon zur Games On eingeladen, die nicht nur bei uns, sondern auch in Minden und Paderborn stattfindet. Bielefeld bildete mit den Veranstaltungen am 11.05.2019 den Abschluss.
Im Mittelpunkt der Games On stehen das Spielen, Experimentieren und Kreativwerden. Dabei werden Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Interessierte angesprochen, die an zahlreichen Stationen digitale (aber auch analoge) Spiele testen, mit verschiedenen Medien kreativ werden und aktiv experimentieren, sich aber auch über Medienerziehung, Daten- und Verbraucherschutz informieren konnten.
Koordiniert wird das Ganze von der GMK (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur).

Am Morgen des 11.05.2019 war es zuerst etwas hektisch. Die verschiedenen Stationen mussten aufgebaut werden und trotz genauester Planung, wer wo wie viele Tische, Stellwände, Steckdosenleisten und Sonstiges bekommt, fehlte dann doch plötzlich hier ein Tisch, dort eine Stellwand, da ein Bildschirm. Schließlich hat sich aber doch alles am richtigen Platz wiedergefunden, die Hektik legte sich für einen Moment, bis es dann um 11 Uhr erst richtig losging.
Die Station der Stadtbibliothek füllte sich schnell mit Kindern, die an unseren aufgebauten Konsolen verschiedene Spiele testen konnten. Auch unsere VR-Brille stand zum Ausprobieren bereit. Auf diese waren auch einige Erwachsene neugierig.
Auf der Literaturbühne konnte gegen einen eSportler Rocket League gespielt werden, es gab einen Escape-Room, ein MarioKart- und ein Fifa-Turnier, eine digitale Ralley, Infos zur Datensicherheit und mehr.
Um 14 Uhr schloss die Bibliothek und das Abbauen und Aufräumen ging los. Nur beim Mario Kart Turnier hat es etwas länger gedauert, die haben noch ein halbes Stündchen gebraucht, um ihr Turnier zu Ende zu bringen.

Rund ums Thema Gaming gibt es bei uns übrigens auch über das ganze Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen. Jeden Dienstagnachmittag finden zum Beispiel von 15 bis 17:45 Uhr Gaming-Nachmittage für Kinder und Jugendliche von sechs bis fünfzehn Jahren statt. Dort können verschiedene Konsolen und Spiele ausprobiert werden. Minecraft, Mario Kart oder Fifa zum Beispiel. Und wer schon immer mal eine VR-Brille aufsetzen wollte, kann das immer am vierten Donnerstag im Monat um 16 Uhr im GamerSpace ausprobieren und zum Beispiel mit EagleFly als Adler durch Paris fliegen.
Wer eher aufs analoge Spielen steht, dem sei die immer freitags stattfindende Veranstaltungsreihe Irgendwas is immer empfohlen. Neben anderen Aktivitäten findet da einmal im Monat ein Spielenachmittag statt, den wir gemeinsam mit der Spielwiese organisieren.
Auch ein Blick in die Stadtteilbibliotheken darf nicht vergessen werden. Dort finden ebenfalls Gaming- und Brettspielnachmittage statt.

Lesetipp: Die Seiten der Welt – Trilogie

Furia Faerfax lebt gemeinsam mit ihrem Vater und Bruder Pip auf einem entlegenen Landsitz mit einer scheinbar endlosen und lebendigen Bibliothek. Furia und ihr Vater sind Bibliomanten. Das heißt, sie können die Magie von Büchern nutzen. Natürlich strahlt diese Magie auch in die Umgebung aus. In der Bibliothek leben kleine Origami-Vögel, die den Staub von den Büchern und Regalen wischen (sowas könnten wir auch gut gebrauchen), in Furias Zimmer können Sessel und Leselampe sprechen und sich fortbewegen.

Diese Welt hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Furias Vater ist auf der Jagd nach den leeren Büchern, um eine Entschreibung aller Bücher zu verhindern, die zur Folge hätte, dass neben allen existierenden Büchern auch die bibliomantische Welt ausgelöscht werden würde.

Zu Beginn der Trilogie darf Furia ihren Vater zum ersten Mal auf dem Weg zu einem leeren Buch begleiten. Dabei wird ihr Vater angeschossen und stirbt. Zur selben Zeit wird der Landsitz überfallen und Furia muss nach Libropolis fliehen, einem bibliomantischen Refugium (eine Parallelwelt von vielen) in London. Dort freundet sie sich mit der Diebin Cat und dem Rebellen Finnian an, die sie bei der Suche nach den verbleibenden leeren Büchern unterstützen. Die Gefahr der leeren Bücher soll aber nicht das einzige Problem bleiben. Zwischen den Seiten der Welt breiten sich sogenannte Ideen aus, die ein Refugium nach dem anderen verschlucken…

Kai Meyer entführt den Leser in eine phantastische Parallelwelt innerhalb der realen Welt. Lebende Origami-Vögel, Romanfiguren, die aus ihren Büchern gefallen in den Gettos der Refugien leben, und verschiedene Welten zwischen den Seiten der Welt. Daneben aber auch die Gefahren durch eine Entschreibung aller Bücher und die Bedrohung der Welt durch die sogenannten Ideen. Die Trilogie ist sehr spannend geschrieben und man kann sich die Welt sehr gut vorstellen.

Reihenfolge der Bände:

  1. Die Seiten der Welt
  2. Die Seiten der Welt – Nachtland
  3. Die Seiten der Welt – Blutbuch

JB

Lesepicknick im Stadtpark Brackwede

Seit Anfang des Jahres plant die Stadtteilbibliothek Brackwede mit vielen weiteren Ehrenamtlichen und Einrichtungen aus Brackwede ein Lesepicknick im Park des Stadtteils.
Am Samstag, den 08.06.2019 um 14 Uhr ist es nun so weit.
Die Organisatoren haben ein Programm mit Spielen, Vorlesen in verschiedenen Sprachen, Basteln, Malen und vielem mehr auf die Beine gestellt:

  • Geschichten auf Plattdeutsch
  • deutsch-türkische Geschichten
  • Lesung der Kinderbuchautorin Jutta Krähling „Die Tellermanns“
  • Malen mit und in der Natur
  • Bücher-Fitnesstraining
  • Büchertauschaktion
  • u.v.m.

Bitte auf keinen Fall vergessen: Picknickkorb und -decke mitbringen!

Bei Regen findet das Fest übrigens in den Räumlichkeiten des ADD statt: Cheruskerstraße 1, 33647 Bielefeld. Wir drücken aber die Daumen, dass es trocken bleibt! 😉

Organisationsteam: Ehrenamtliche und Einrichtungen aus Brackwede
Kontakt: K. Günter, Stadtteilbibliothek Brackwede, 0521 515238, stadtteilbibliothek.brackwede@bielefeld.de