Mittendrin Mittwoch #101

Meggie blickte auf die Buchstaben, schwarz und schön. Sie suchte den Geschmack der ersten Silben auf ihrer Zunge, versuchte sie sich vorzustellen, die Welt, von der die Wörter flüsterten, die Bäume, die Vögel, den fremden Himmel…

Tintenblut von Cornelia Funke

Momentan lese ich die Tintenwelt-Bücher von Cornelia Funke. Seit der Grundschule habe ich die Bücher oft erneut zur Hand genommen, das letzte Mal ist jetzt aber sicherlich schon sechs Jahre her.

Tintenherz handelt von der 12-jährigen Meggie, die zusammen mir ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, lebt. Eines nachts steht plötzlich im strömenden Regen ein merkwürdiger Fremder mit einem ebenso merkwürdigen Namen vor ihrer Tür. Staubfinger warnt Meggies Vater vor einem Mann namens Capricorn. So viel Meggie auch nachfragt, ihr Vater will ihr nichts über diesen Mann verraten. Überstürzt reisen sie am nächsten Morgen zu Meggies Tante Elinor, einer streng wirkenden Dame, deren riesiges Haus von oben bis unten gefüllt ist mit Büchern. Dort versteckt Mo ein Buch, das bald finstere Gestalten zu Elinors Haus führt. Nach und nach deckt  Meggie auf, wer Capricorn ist, was passiert, wenn Mo vorliest und wo Staubfinger herkommt.

Mir macht es richtig Spaß die Bücher wieder einmal zu lesen. Ich mag diese Geschichte über die Macht der Worte und des Vorlesens und die Idee, Menschen, Tiere und Gegenstände aus Büchern herauszulesen – oder sich selber in eine Geschichte hineinzulesen.

Was mir schon immer gefallen hat, ist, dass jedes Kapitel der drei Bücher mit einem Zitat aus einem anderen Buch startet, dass in irgendeiner Weise mit dem Inhalt des kommenden Kapitels zu tun hat. Durch diese Zitate habe ich auch schon andere Bücher für mich entdeckt, wie zum Beispiel Die Brautprinzessin von William Goldman.

Und was ich allgemein an allen Büchern von Cornelia Funke liebe, ist, dass sie diese oft selbst illustriert. Bei den Tintenwelt-Büchern stammen die Illustrationen auf dem Einband und die Illustrationen im Innenteil, die am Ende der meisten Kapitel zu finden sind, von der Autorin. Die Illustrationen zeigen meistens irgendeine Situation, eine Person oder einen Gegenstand aus dem jeweiligen Kapitel. Wenn ich Bücher von Cornelia Funke lese, denke ich mir immer, dass es eigentlich schade ist, dass es nicht in viel mehr Romanen Illustrationen zu sehen gibt.

Vor einiger Zeit habe ich übrigens auf der Website von Cornelia Funke gelesen, dass sie schon seit längerem an einer Fortsetzung der Tintenwelt arbeitet, die fünf Jahre nach den Geschehnissen von Tintentod spielen soll. Wann dieses Buch veröffentlicht werden wird, dazu gibt es noch keine Informationen – da heißt es wohl gespannt zu warten. 🙂

Hier könnt ihr die Bücher der Trilogie bei uns ausleihen:
Tintenherz
Tintenblut
Tintentod

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

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