Marion Brasch: Lieber woanders

Literaturtage Bielefeld 2019: Wir lesen laut!

Wer wäre nicht manchmal „Lieber woanders“, so der programmatische Titel des neuen Romans von Marion Brasch.
Die junge Toni lebt in einem Dorf unweit von Berlin in einem Wohnwagen und möchte nach Neuseeland auswandern. Alex arbeitet als Roadie, hat eine Frau, eine Tochter und eine Geliebte. Alex und Toni kennen sich nicht, dennoch verbindet sie eine gemeinsame Geschichte, die ihrer beider Leben nachhaltig verändert hat. Nach sieben Jahren, am Ende eines Tages im Oktober, werden sich ihre Wege wieder kreuzen. Wendungsreich und multiperspektivisch erzählt, geht es um Schuld und Sühne sowie die Unverhandelbarkeit des Schicksals und trügerische Erinnerungen, also um das Leben schlechthin. Dabei ist der Ton niemals larmoyant, manchmal komisch, manchmal melancholisch und seinen beiden Protagonisten auf den Leib geschneidert. 

„…ein feines Buch über Zufälle und Gedankenspiele – und das wunderbare Prinzip der Ziellosigkeit.“ dpa

Marion Brasch, 1961 in Berlin geboren, arbeitet als Rundfunkjournalistin und hat bisher vier Bücher veröffentlicht. Ihr Debüt gab sie mit dem autobiographischen Roman „Ab jetzt ist Ruhe“ über ihre berühmte Familie. Braschs jüdische Eltern siedelten nach der Rückkehr aus dem Exil nach Ostberlin über. Der Vater wurde ein von der Sache überzeugter ranghoher Funktionär in der DDR-Nomenklatura, während die drei heranwachsenden Söhne rebellierten. Alle Brüder von Marion Brasch wurden als Dramatiker, Schauspieler oder Autoren berühmt, scheiterten jedoch an ihrer eigenen Zerrissenheit und starben früh. Gerne werden die Braschs auch als die Manns des Ostens bezeichnet.
Marion Brasch hat sich mit den drei folgenden Romanen von dieser Familiengeschichte emanzipiert und ihren ganz eigenen erzählerischen Stil gefunden.

Die Daten zu Marion Braschs Werken findet Ihr in unserem Online-Katalog,
die Literaturliste gibt es auch zum Ausdrucken als PDF: Brasch
Am 3.11. zeigt die Literarische Gesellschaft OWL in Kooperation mit dem Lichtwerk in einer Matinee den 2018 gedrehten Film „Familie Brasch“. Anschließend gibt es ein Gespräch mit Marion Brasch.

Freitag, 11. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Dr. Dagmar Nowitzki
Musikalische Begleitung: Nils Rabente, Bass und Kevin Hemkemeier, Flügel
Eintrittspreis: 8,– €, ermäßigt 6,– €, Dauerkarte 50,– €

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft OWL.

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