Recherche-Tipps #2

Recherche vorbereiten

Welche Suchstrategie ist effektiv, wenn ich Bibliothekskataloge, Datenbanken und Suchmaschinen durchforsten will?
Wir erleben immer wieder, dass einfach das Thema des Referats oder der Facharbeit als Suchfrage eingegeben wird; selbst in den bekannten Suchmaschinen ist dann das Ergebnis oft ernüchternd, viel zu unspezifisch, führt eher zufällig oder umständlich zu relevanten Quellen.

Eine effiziente Recherche will gut vorbereitet sein. Dazu analysiere ich erst einmal mein Thema:

  • Was interessiert mich daran?
  • Was möchte ich besonders herausarbeiten, was soll meine Leitfrage bei dem Thema sein?
  • Was sind die Kernaspekte, welche Teilaspekte möchte ich noch hinzunehmen? Welche Aspekte lasse ich besser weg, um mich nicht zu verzetteln?
  • Welche Art von Quellen benötige ich überhaupt: Bücher, Aufsätze, Bilder, Karten, Statistiken?

Womöglich muss ich das Thema noch etwas konkreter eingrenzen.

Beispiel: Die weltweiten Auswirkungen der Finanzkrise 1929 – das ist ein Riesenthema;
besser: Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise 1929 auf die deutsche Industrie – natürlich geht das nur in Absprache mit der Lehrerin.

Für die Formulierung der Suchanfragen muss man wissen, dass Suchmaschinen (Kataloge und Datenbanken sowieso) nach Stichworten suchen, das Eingeben von Fragewörtern, Artikeln, Präpositionen usw. kann ich mir also sparen. Ich lege mir besser eine Liste mit Stichworten zu, die ich als Suchbegriffe nutzen kann.
Warum eine ganze Liste?

Beispiel: Das Thema der Facharbeit ist: Welche Auswirkungen hat die globale Erwärmung auf die Tierwelt in der Polarregion?
Der Titel nennt ja schon mal einige Stichworte, die als Suchbegriffe taugen: globale Erwärmung, Tierwelt, Polarregion.
Nun kann ich natürlich nicht damit rechnen, dass andere Autoren exakt die gleichen Stichworte gewählt haben, als sie über ein ähnliches Thema veröffentlicht haben; eine Wissenschaftlerin hat vielleicht einen Aufsatz mit der Überschrift Klimawandel bedroht die Brutstätten der Pinguine geschrieben – das wäre für mein Thema relevant, würde ich aber nur mit meinen drei Stichworten gar nicht finden.
Ich brauche also eine Liste mit Synonymen, mit über- und untergeordneten Begriffen, verwandten Worten usw.

Wir haben da mal was vorbereitet:

Stichwort-Tabelle (Beispiel von H. Habighorst)

Egal ob Tabelle, Stichwortliste oder Mindmap – je mehr ich zum Thema lese, desto mehr neue Suchbegriffe werde ich finden und kann ich ergänzen (um in unserem Beispiel zu bleiben: in die Tabelle könnte ich noch Pinguin hinzufügen etc.). Für den ersten Einstieg helfen außerdem Synonymenlexika oder auch diese Online-Tools:

So, und jetzt könnte es eigentlich losgehen: Mit so vielen spezifischen Suchbegriffen sollte sich schon etwas finden lassen.

HilDa

 

4 Gedanken zu “Recherche-Tipps #2

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