Lieblingsklassiker – Hamlet

„Etwas ist faul im Staate Dänemark.“ // „Sein oder nicht sein; das ist hier die Frage.“ // „Der Rest ist Schweigen.“  Habt ihr es erkannt? Schon wieder ein Lieblingsklassiker – und schon wieder Shakespeare.
In London war ich (vor vielen Jahren) in Notting Hill in einem Buchladen – nein, nicht in dem aus dem Film mit Julia Roberts. 😎 Dieser kleine Buchladen war SO durcheinander und dermaßen voll, dass ich mich nicht traute, etwas aus den höheren Regalen herauszunehmen. Wahrscheinlich hätte ich dann den kompletten Inhalt auf den Füßen liegen gehabt. Also taperte ich einfach mit den Händen in den Hosentaschen an den Regalen entlang, staunte über mannshohe Bücherstapel auf dem Fußboden und ließ mich einfach treiben. Naja und da sah ich eben den „Manga-Hamlet“. Mangas interessieren mich an sich nicht so sehr, aber das Exemplar musste ich einfach haben – schließlich ist Hamlet eine der faszinierendsten Figuren der Weltliteratur und das gleichnamige Stück Shakespeares bekannteste Tragödie. Ich habe es geschafft, das Ding unfallfrei aus dem Regal herauszuziehen und kann ihn euch nun präsentieren:

„Hamlet“ entstand um 1600. Mord, Verdächtigungen, Rache, Wahnsinn, Intrigen, Erdolchungen, Vergiftungen… Würde man die Geschichte heute neu erfinden und verfilmen oder als Roman verfassen, würde sie bestimmt ein Bestseller. Aber nun zum Inhalt:  Der König von Dänemark wird von seinem Bruder ermordet. Kurz darauf erscheint er seinem Sohn (Hamlet) als Geist und fordert ihn auf, Rache zu üben. Hamlet ist jedoch ein Zauderer und schiebt die Tat immer weiter hinaus (wer kann es ihm verübeln??) und bringt nebenbei seine Intellektualität und Zerrissenheit manchmal durchaus mit Witz auf den Punkt. Ist sein Wahnsinn gespielt oder echt? In die Pfanne hauen lässt er sich jedenfalls nicht, muss er doch auch selber tätig werden und den schriftlich in Auftrag gegebenen Mord an seiner Person kurzerhand heimlich umschreiben, sodass leider jemand anders zu Schaden kommt. Doch auch er ist nicht frei von Fehlern. Er ersticht versehentlich den Vater seiner Geliebten Ophelia – die dann wiederum selbst zu Tode kommt. Wenn man meint, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, der irrt. Der letzte Akt endet – typisch Trägödie – in einer Katastrophe…

Neugierig geworden? Traut euch, es muss ja nicht immer die kleine gelbe Reclam-Ausgabe sein.

 

 

 

 

 

 

 

kwk

 

 

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