Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt

LITERATURTAGE BIELEFELD 2020
EINE ART VON WAHRHEIT

Roman "Die Unschärfe der Welt" von Iris WolffIn diesem Roman verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen aus vier Generationen, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zu bewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein Roman über Verlust und Neuanfang, Freundschaft und Liebe und das, was wir bereit sind für das Glück eines anderen aufzugeben. Bindeglied ist Samuel, der Ende der 60er Jahre in einem Banater Dorf in Rumänien aufwächst. Am Anfang macht sich seine hochschwangere Mutter mit einem Schlittenwagen auf den Weg ins nächste Krankenhaus. Am Schluss erlebt seine Tochter in Baden-Württemberg ihre ersten Liebeswirren. Dazwischen liegen Flucht, Rückkehr in die Heimat und erneuter Aufbruch. Jede Perspektive bietet einen neuen Blick auf Samuel.

Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.

„Selbst 100 Fernsehsendungen über die Geschichte Siebenbürgens und Europas im 20. und 21. Jahrhundert können nicht das leisten, was die interkulturelle Literatur von Iris Wolff, was ihr dichterischer, spielerischer und bezaubernder Umgang mit Sprache, was ihr genauer, vertrauter, liebender Blick, ihr Sprachrhythmus, ihre so poetische wie präzise Sprache vermögen.“

So Laudator Klaus Hübner vom Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas der Ludwig-Maximilians-Universität München anlässlich der Verleihung des Marieluise-Fleißer-Preises 2019.

Iris Wolff, geboren in Siebenbürgen, lebt in Freiburg im Breisgau. Sie wurde für ihre Romane bereits mehrfach ausgezeichnet und ist Mitglied im internationalen Exil-PEN. „Die Unschärfe der Welt“ steht auf der Longlist der nominierten Titel zum Deutschen Bücherpreis 2020.

(Text aus dem Programmheft zur Veranstaltungsreihe)


Die Katalogdaten zu den Werken von Iris Wolff im Bestand der Stadtbibliothek findet Ihr hier.
Das Literaturverzeichnis zur Lesung gibt es hier als PDF: IrisWolff

Der Roman wurde oft im Feuilleton besprochen, einige Rezensionen haben wir verlinkt:

        • Carsten Hueck im Deutschlandfunk Kultur lobt das Buch als einen intimen, tiefernsten und enorm sinnlichen Roman: hier der ganze Beitrag auch zum Hören.
        • Im WDR 2 gibt Denis Scheck den Buchtipp: „ein schmales Buch, aber doch eines mit Kraft“, kann man hier hören.
        • In der Frankfurter Rundschau rezensiert Cornelia Geißler: „anrührend und aufwühlend“, der ganze Text hier.
        • In der FAZ lobt Andreas Platthaus Autorin und Roman: hier.
        • Und in der Süddeutschen Zeitung nennt Meike Feßmann den Roman ein „Zauberkunststück der Imagination“: hier.

Ein Radio-Interview mit der Autorin findet Ihr z. B. bei SWR 2 (ca. 7 Min.)
Die website von Iris Wolff findet Ihr hier.

Dienstag, 27. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Angelika Teller
Musikalische Begleitung: Nils Rabente, Flügel, Elmar Lappe, Schlagzeug, und Kevin Hemkemeier, Bass
Eintrittspreis: 10,– €, ermäßigt 6,– €, Livestream 2,– €

Die Lesung ist bereits ausverkauft.
Wenn Ihr den Livestream buchen wollt: Hier entlang, bitte – LIVESTREAM

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