Natürlich Eier färben zu Ostern

Eigentlich überkam es mich, mal wieder Bücher zu falten. Wir vermissen die „Irgendwas is immer“-Veranstaltungen auch sehr! Passend zu Ostern und Frühling habe ich mir eine Vorlage aus diesem Buch herausgesucht.

Passend dazu dachte ich mir, ich könnte doch noch ein paar Eier färben. Zum natürlichen Eierfärben findet man viel Inspiration. Es geht mit Zwiebeln, Gemüse aber auch mit Saft und Tee. Auf YouTube habe ich schließlich dieses gefunden und noch ein weiteres für Tee.

Auf Zwiebeln und Spinat habe ich verzichtet. Dafür habe ich Rotkohl (Glas) und Heidelbeeren verwendet. Als Teesorten habe ich Kurkuma, Rooibos und Mate genommen sowie Rote-Bete-Saft. Einen schönen Grünton soll Matcha-Tee ergeben. Es sollten aber Sorten sein, die ich anschließend verbrauche – einer der Gründe, warum diese Sorte ausschied.

Nun ging es ans Vorbereiten. Etwa 250g Heidelbeeren habe ich mit 1/2l Wasser aufgekocht und anschließend 10 Minuten leicht köcheln lassen. Den Rotkohl habe ich mit Saft und weiteren 1/2l Wasser erwärmt und ebenfalls 10 Minuten köcheln lassen. Beides wird durch ein Sieb in hitzebeständige Gefäße gefüllt. Den Rotkohlsud habe ich auf zwei Gläser verteilt und in eines zusätzlich etwas Backsoda gegeben (das entstandene Gebräu sieht giftig aus, ja). Dadurch soll das Ei eine andere Farbe erhalten. Der Effekt war bei mir aber nicht groß.

Für die Tees habe ich je 4 Teebeutel verwendet und 10 Minuten ziehen lassen. Schließlich fehlte noch der Rote-Bete-Saft. Ich habe einfach fertigen gekauft. Der kommt ebenfalls in ein Glas – hier nicht auf Textilien kleckern 😉 Zum Schluss kommt in jedes Gefäß noch etwas Essig. Vielleicht hätte ich den bei dem Rotkohl weglassen können, um einen stärkeren Soda-Effekt zu erreichen. Schließlich war auf dem Glas bereits Branntweinessig als Zutat angegeben.

In jedes Gefäß kamen zwei Eier. Rote-Beete, Rotkohl und Rotkohl-Soda bekamen jeweils eines. Nach drei Stunden habe ich jeweils ein Ei aus den Tees und dem Heidelbeersud geholt. Auch Rote Bete war fertig. Die anderen habe ich über Nacht stehen lassen. Beim Herausholen war ich etwas faul und habe den Löffel nicht zwischendurch abgewischt. So kam z.B. das Orange vom Rooibos-Tee auch an die gelben Kurkumaeier. Das ergibt aber auch einen schönen Effekt. Rotkohl war nach drei Stunden noch nicht so weit.

Letztlich macht es bei Tee kaum einen Unterschied, ob die Eier ein paar Stunden oder über Nacht stehen. Bei einem ersten Versuch hatten die Eier bereits nach einer halben Stunde gut Farbe. Da es aber helle Pastelltöne sind, können sie ruhig etwas länger stehen. Rote Bete braucht – man kann es sich denken – auch nicht so lang 😉 Heidelbeeren sind nach drei Stunden auch schon in Ordnung, der Ton wird über Nacht aber noch etwas kräftiger. Rotkohl muss über Nacht stehen.

Als ich meiner Oma ein Foto schickte, erzählte sie mir, früher hätten sie mit Bienenwachs gefärbt. Dazu habe ich ebenfalls Anleitungen gesehen. Nicht zum Färben, aber zum Verzieren. Vielleicht nächstes Jahr.

Juliane

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s