Linsen-Curry

Das Rezept habe ich ursprünglich von einer Linsenpackung, aber ich musste es etwas anpassen, weil die Mengenangaben nicht im Verhältnis waren und ich es auch gerne etwas würziger mag.

Das Rezept erforderte z.B. einen halben Blumenkohl – wie unpraktisch. Ich habe einen zwar kleinen, aber ganzen Blumenkohl genommen und dann auch mehr Linsen – ich dachte, Einfrieren geht ja immer; also nicht nur die geforderten 200g, sondern gleich die ganze Packung, 500g, was soll der Geiz.

Nun, selbst das ursprüngliche Rezept sollte schon laut Packungsangabe 6 Portionen ergeben, ich wählte also vorsichtshalber den größten Topf – und sah mich schon eine Woche Linsen-Curry essen, denn zwischendurch hatte ich bemerkt, dass in meiner Kühltruhe kaum noch Platz war.

Nun, keine Gefahr: Zwei Personen sind gut satt geworden, von dem Rest konnte ich eine große Portion einfrieren und hatte dann gerade noch etwas für mich am Folgetag; macht also 4-5 gute Portionen und nicht 6 oder gar mehr.

1 (kleiner) Blumenkohl
500g getrocknete rote Linsen (die müssen nicht vorher eingeweicht werden!)
1 rote Paprika
2 rote Zwiebeln (weiße gehen aber auch)
3 EL Kokosöl (ich hatte nur Rapsöl und bin mit wesentlich weniger ausgekommen)
1 TL grüne Currypaste (könnte m. M. n. auch mehr sein)
1 EL rote Currypaste (auch gerne etwas mehr)
Salz, Pfeffer, Prise Chilipulver nach Geschmack
Ajvar nach Geschmack
ca. 200ml Gemüsebrühe (je nachdem, wie flüssig man es mag)
400 ml Kokosmilch
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
Petersilie

Zwiebeln klein würfeln. Blumenkohl in mundgerechte Röschen und Stücke schneiden und waschen. Paprika waschen und fein würfeln.

Im Öl die Zwiebeln bei mittlerer Hitze anschwitzen. Rote und grüne Currypaste dazugeben und gut 2 Minuten anbraten. Ich habe auch einen ordentlichen Klecks Ajvar dazugegeben, eigentlich weil das Glas eh schon angebrochen war und der Inhalt aufgebraucht werden musste; passte aber auch ganz gut. Ich finde, das Curry hätte ruhig würziger sein können und werde das nächste Mal auch die Currypaste großzügiger einsetzen.
Der Duft, der sich in der Küche ausbreitete, war toll.

Blumenkohlröschen und Paprikawürfel hinzufügen und mit anbraten. Ab und zu umrühren. Nach einigen Minuten auch die Linsen dazugeben und ebenfalls etwas mit anbraten lassen.

Brühe und Kokosmilch angießen und aufkochen lassen. Dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen, laut Originalrezept 10 Minuten. Mit Salz, Pfeffer und evtl. Chili abschmecken.

Nach 10 Minuten hatten die Linsen noch viel Biss. Uns hat‘s geschmeckt, aber das ist ja vielleicht nicht jedermanns Sache. Dann einfach etwas länger kochen. Wie beim Würzen merkt man allein durch Abschmecken, wann es am besten schmeckt und die Konsistenz wie gewünscht ist.

Wenn’s versehentlich zu scharf geworden ist, kann man mit Joghurt abmildern, z. B. indem man Brot und einen Joghurt-Dip zum Curry reicht. Dann ist es aber kein veganes Gericht mehr. Und vielleicht reicht es dann ja doch für 6 und mehr Personen 😉

Zum Servieren noch klein geschnittene Frühlingszwiebeln und Petersilie über das Linsen-Curry streuen.

Warum ich so auf der Würze herumreite? Meinem Vater hätte ich das ganze auch locker als Linseneintopf verkaufen können. Kokosmilch und Currypaste hören sich ja exotisch an, schmeckt man aber kaum heraus. Nun, ich hatte ja auch an den Mengen herumgepfuscht. Also ruhig mutig sein beim Würzen oder eben probieren und abschmecken.

HilDa

2 Gedanken zu “Linsen-Curry

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