Hilmar Klute: Oberkampf

Literaturtage Bielefeld 2021
„Vom Wunsch anzukommen“

Hilmar Klute erzählt beeindruckend die Geschichte einer spektakulären Desillusionierung – mit einem Knalleffekt-Ende, das einen lange nicht loslassen wird.  

(Anja Höfer, SWR2)

Roman "Oberkampf" von Hilmar Klute, Galiani-Verlag, Berlin

Der Titel des Buches „Oberkampf“ entlehnt sich dem Namen einer Pariser Metrostation. Gelegen im 11. Arrondissement, einem lebendigen Quartier, in dem sich die Pariser und Touristen zum Feiern treffen. Es gibt zahllose Cafés und Restaurants, Konzerthallen und Museen. Dorthin verschlägt es den Mittvierziger Jonas Becker. Er ist in diese Stadt gekommen, um ein Buch über einen mehr oder minder berühmten Schriftsteller zu schreiben und um aus seinem bisherigen Leben zu flüchten, einem gescheiterten Startup-Unternehmen, einer schon lang erloschenen Liebesbeziehung.

Kurz nach seiner Ankunft wird in diesem Viertel das Attentat auf die Redaktion der Satire Zeitschrift „Charlie Hebdo“ verübt. Dabei werden zwölf Menschen getötet und mehrere verletzt. Paris steht unter Schock. Bei einer spontanen Demonstration sieht er die junge Französin Christine wieder, die er an seinem ersten Abend in der Stadt kennengelernt hat. Sie werden ein Paar und Jonas erlebt, nicht zuletzt durch sie, wie die Menschen versuchen, diese Ungeheuerlichkeit zu bewältigen und sich ihr Leben zurückzuholen.

Gleichzeitig trifft er sich regelmäßig mit dem Autor Richard Stein, der ihn schon früh fasziniert hat. Die Begegnungen mit dem 86jährigen charismatischen, aber auch selbstverliebten Mann werden nach und nach unbehaglich. Denn Stein versteht es, seinen Biographen wie eine Spinne in sein Netz zu locken.

Hilmar Klute ist Streiflicht-Kolumnist der SZ, hat eine Biographie über Joachim Ringelnatz „War einmal ein Bumerang“ geschrieben und 2018 sein vielbeachtetes Romandebüt „Was dann nachher so schön fliegt“ veröffentlicht. Er lebt in Berlin.

(Text aus dem Programmheft zur Veranstaltungsreihe)


Die Katalogdaten zu den Werken von Hilmar Klute im Bestand der Stadtbibliothek findet Ihr hier.

Hier die Literaturliste als PDF:

Einige Rezensionen haben wir hier verlinkt:

  • Anja Höfer, SWR, meint „Klute setzt den schweren Stoff mit Leichtigkeit und Humor um“, hier.
  • Hannes Krauss, literaturkritik.de, lobt Klutes „originelle Milieuschilderungen und präzise Dialoge“, hier.
  • In der ARD-Kultursendung ttt-titel, thesen, temperamente gab es einen Filmbeitrag (ca. 6:20 Min.; nur noch bis zum 23.11.2021 in der Mediathek), hier.
  • Hilmar Klute im Gespräch mit Joachim Scholl im Deutschlandfunk Kultur, hier.

Dienstag, 19. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Angelika Teller
Musikalische Begleitung: Thomas Schweitzer, Saxophon
Eintrittspreis: 10,– €, ermäßigt 6,– €, Livestream 2,– €

Zum Online-Ticketverkauf

Zur Livestream-Buchung

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