Lena Gorelik: Wer wir sind

Literaturtage Bielefeld 2021
„Vom Wunsch anzukommen“

„Ich erzähle eine Geschichte, die uns allen gehört, ich sammle Geschichten in meiner.“

Roman "Wer wir sind" von Lena Gorelik mit dem Programmheft der Literaturtage Bielefeld 2021

In Lena Goreliks Schreiben spielt die Frage der Identität immer wieder eine wichtige Rolle. In ihrem jüngsten autobiographischen Roman erzählt sie, wie sie als Elfjährige in den frühen 1990er Jahren mit ihren Eltern, ihrem Bruder und der Großmutter Sankt Petersburg verließ, um fortan in Deutschland zu leben. Ob die Familie dort im fremden Ludwigsburg auch eine ‚Heimat‘ gefunden hat, was dies überhaupt bedeuten mag und ob es letztlich auch so etwas, wie ein Ende der Migration geben könnte, all dies beschreibt Lena Gorelik in ihrem hochgelobten Roman «Wer wir sind» (2021). Sie erzählt davon, wie sich Fremdheit anfühlt und wie im fremden ‚Westen‘, dem einstigen Sehnsuchtsort, nun für die Eltern ihre Nostalgie für alles Russische erwächst. Der Roman zeigt Identität dabei als das, was gerade dann besonders drängend wird, wenn sie ihre Selbstverständlichkeit verliert und zugleich als etwas, das immer auch im Zwiespalt zwischen Stolz und Scham, Eigensinn und Anpassung, Fremdsein und allem Dazwischen anzusiedeln ist.

Lena Gorelik, 1981 in Sankt Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman «Hochzeit in Jerusalem» (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, der viel­gelobte Roman «Mehr Schwarz als Lila» (2017) für den Deutschen Jugendbuchpreis. Regel­mäßig schreibt Lena Gorelik Beiträge zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die «Süddeutsche Zeitung» oder «Die Zeit». Sie lebt in München.

(Text aus dem Programmheft zur Veranstaltungsreihe)


Die Katalogdaten zu den Werken von Lena Gorelik im Bestand der Stadtbibliothek findet Ihr hier.

Hier die Literaturliste als PDF:

Einige Rezensionen und Interviews haben wir hier verlinkt:

  • Sigrid Löffler besprach den autobiografischen Roman für den Deutschlandfunk Kultur, hier.
  • Ebenfalls im Deutschlandfunk Kultur ist ein Gespräch mit Christine Watty auf dem Blauen Sofa nachzuhören (ca. 18 Min.), hier.
  • Einen kurzen Filmbeitrag gibt es in der BR Mediathek, Kulturmagazin puzzle: Interview moderiert von Özlem Sarikaya (ca. 10 Min.), hier.
  • Ein „Roman wie ein Webteppich“ mit der Sprache als Hauptfigur – schreibt Franziska Wolffheim für den Tagesspiegel, hier.
  • Holger Moos schrieb für das Goethe-Institut über den Roman, hier.
  • Noch einmal ein Interview auf dem Blauen Sofa: Joachim Dicks interviewte für ARD-Forum, mdr (ca. 25 Min.; Video verfügbar bis 30.05.2022) hier.

Donnerstag, 28. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Saskia Fischer
Musikalische Begleitung: Henning Rice, Flügel und Valentin Katter, Trompete und Gesang
Eintrittspreis: 10,– €, ermäßigt 6,– €, Livestream 2,– €

In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bielefeld

Zum Online-Ticketverkauf

Zur Livestream-Buchung

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