Norbert Scheuer: Mutabor

Literaturtage Bielefeld 2022

„Von der Wandelbarkeit des Erinnerns“

Mutabor = Ich werde verwandelt werden

Roman "Mutabor" von Norbert Scheuer auf einem silbergrauen Tuch zusammen mit dem Programmheft der Literaturtage Bielefeld 2022

Die junge, elternlose Nina Plisson weiß nicht, was aus ihrer Mutter geworden ist, auch nicht, wer ihr Vater war. Wissen andere in ihrer kleinen Heimatstadt Kall mehr? Was wird ihr vorenthalten?

Nachdem das vereinsamte und widerspenstige Mädchen lange Zeit große Schwierigkeiten hatte, Lesen und Schreiben zu erlernen, wird sie sich, angeleitet von der pensionierten Lehrerin Sophia Molitor, grundlegend verändern. Sie beginnt, Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit aufzuschreiben, vom Liebhaber ihrer verschollenen Mutter in der Gestalt eines schwarzen Storches, von der Reise mit Großvaters Opel Kapitän ins sagenhafte Byzanz, zum Palast der Störche, später dann von ihrer großen, zunächst vergeblichen Liebe zu Paul Arimond. Für Nina verwandelt sich das Urftland mehr und mehr in einen Ort voller Märchen und Mythen, wie sie auf den Bierdeckeln von Evros, dem griechischen Gastwirt, stehen. Immer näher kommt sie dem Geheimnis, das ihr all die Jahre beharrlich verschwiegen wurde. Einfühlsam und spannend erzählt Norbert Scheuer in seinem neuen Roman mit dem ihm eigenen poetischen Ton von der Suche einer einsamen jungen Frau nach ihrer Geschichte, nach Zugehörigkeit und Glück.

Norbert Scheuer lebt als freier Schriftsteller in der Eifel. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und veröffentlichte zuletzt die Romane «Die Sprache der Vögel» (2015), der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war, «Am Grund des Universums » (2017) und «Winterbienen» (2019), das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, zum Bestseller sowie außerdem in viele Sprachen übersetzt wurde. Er erhielt dafür unter anderem den Wilhelm-Raabe-Preis 2019.

(Text aus dem Programmheft zur Veranstaltungsreihe)


Die Werke von Norbert Scheuer und auch einiges über den Autor findet Ihr in unserem Online-Katalog.

Hier auch eine Literaturliste zum Download oder Ausdruck als PDF [657 KB]:

Eine Auswahl Rezensionen und Gespräche über den Roman haben wir hier verlinkt:

  • Wolfgang Schneider hält den Roman für „eines von Scheuers eindringlichsten und schönsten Erzählwerken“: Audio und Text im SWR.
  • Jörg Magenau nennt das Buch: „ein zauberhafter, zauberischer Roman voller Poesie“; Text und Audio in Deutschlandfunk Kultur.
  • „In Kall in der Eifel spiegelt sich in Norbert Scheuers Romanen das ganze Universum“ – sagt Marie Schmidt in der SZ-Süddeutsche Zeitung.
  • Im Online-Kulturmagazin Perlentaucher finden sich noch Zusammenfassungen von weiteren Rezensionen.

Montag, 10. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Angelika Teller
Musikalische Begleitung: Henning Rice, Klavier und Valentin Katter, Trompete und Gesang
Eintrittspreis: 10,– €, ermäßigt 6,– €, Livestream 5,– €

Zum Online-Ticketverkauf

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