Stadtpflanzen und die Dürre

Nachdem es Mitte Juli einige Tage in Bielefeld geregnet hatte, erholte sich der Rasen vor meinem Haus recht schnell, und verschiedene Blumen kamen zum Vorschein. Zum Glück hatte die Hausverwaltung besseres zu tun, als jemanden zum Rasenmähen zu schicken 😉

Glockenblume im Steinbeet

Im Moment ist es leider wieder zu trocken, aber vor unserer Bibliothek hält sich derzeit wacker eine Glockenblume in einem der Steinbeete.

Juliane

Urban GArdening

Ich gebe zu, die Bepflanzung meines Balkons war in der Vergangenheit eher trostlos. Das hat sich aber geändert: in mehreren Balkonkästen blüht es, zwei sind (hoffentlich) winterhart bepflanzt und meine Erdbeerpflänzchen, die im Frühjahr überraschend neu ausgeschlagen haben, brachten zwar kaum süße Früchte in diesem Jahr, aber immerhin sattes Grün. Auch schön.

Balkon-Bohnen

Etwas stolz bin ich auf meine Buschbohnen, die mittlerweile blühen und auch schon die ersten kleinen Früchte zeigen. Die Hülsen werden im reifen Zustand lila und sehen dann genau wie jetzt die Blüten hübsch aus am Strauch; gekocht nehmen sie wieder grüne Farbe an und schmecken wie ganz normale Gartenbohnen. Im letzten Jahr habe ich immerhin dreimal eine gute Portion für mein Abendessen ernten können plus einige einzelne Schoten, die in einer Gemüsepfanne oder einem Auflauf mit verwertet wurden.

Urban Gardening nennt sich das Neudeutsch, also urbaner Gartenbau – auf meinem Balkon wirklich nur in ganz kleinem Format. Im Ostmannturmviertel findet man mehrere Beete im öffentlichen Raum, die von den Bewohnern ringsum (Beetpaten) bepflanzt und gepflegt werden. Wenn ich allein sehe, wie viel Wasser meine wenigen Balkonpflanzen benötigen, ich muss zurzeit morgens und abends gießen, dann werden für diese Beete sicher so manche Kannen Wasser geschleppt. Respekt.

Urban Gardening kann auch einfach heißen, Mitverantwortung für das öffentliche Grün in der Stadt zu übernehmen. Gießen ist in dieser Dürre-Zeit das große Thema. Eine Kollegin gießt regelmäßig die neu angelegten Beete vor unserer Bibliothek am Neumarkt, damit uns der Blick auf ein kleines bisschen Grün erhalten bleibt. Selbst das kahle Steinbeet direkt vor unserer Tür wurde von irgendjemandem bepflanzt (wir berichteten bereits) und wird jetzt mit gepflegt. So hat diese kleine Glockenblume im Bild oben vielleicht eine Chance.

Wer mehr darüber wissen möchte, wie man Stadtbäumen durch die Trockenheit helfen kann, findet beim BUND einige Tipps. Besonders junge Bäume und Flachwurzler benötigen unseren Einsatz.

HilDa

Gärtnern vor der Bibliothek

Vor kurzem ist der Neumarkt, an dem auch unsere Stadtbibliothek in Bielefeld Mitte liegt, neu gestaltet worden. Mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Bäume und Büsche gibt es jetzt.
Nur direkt vor unserem Eingang befindet sich ein recht steiniges Beet. Wie von Zauberhand sind dort nun aber ein paar grüne Pflanzen aufgetaucht!


Wir hoffen es geht Ihnen dort gut und sie gedeihen fleißig! Und wer weiß, vielleicht vermehren sie sich ja auch noch… 😉

lga

Bauarbeiten

Vor einigen Wochen durfte ich aus meinem alten Büro in ein neues umziehen. Die Vorteile überwiegen auf jeden Fall. So sitze ich nun nicht mehr allein, sondern mit einer sehr netten Kollegin im Büro und dieses ist daher auch geräumiger als vorher.

Der einzige Nachteil befindet sich vor meinem Fenster. Während über die Sommermonate der Baustellenlärm nur ein bisschen abgedämpft durch das gegenüberliegende Büro in mein altes Büro herüberwehte, ist die Baustelle nun auf eine andere Gebäudeseite umgezogen, und zwar auf die Seite, wo auch das neue Büro liegt. Ich bin der Baustelle also hinterher gezogen. 🙂

Bei den Bauarbeiten geht es darum, den Platz, den ihr auf dem Bild seht, attraktiver zu gestalten. Mehr Bäume sollen auf den Neumarkt und auch neue Bänke und Spielflächen. Im Endeffekt also sehr gut für mich, da ich dann eine schönere Bürofensteraussicht bekomme und man zum Beispiel die Bänke bestimmt auch gut für eine Mittagspause in der Sonne nutzen kann. Aber bis dahin werde ich mich wohl trotzdem noch das eine oder andere mal über – für die Ohren recht unangenehmes – Pflastersteine-Zurechtschneiden oder ähnliches ärgern. 😉

lga

Fundsache der Woche

Es ist wieder Freitag… Fundsachen-Freitag. 😉

Hier haben wir noch etwas nettes für euch. Jemand hat den Löffel abgegeben. Und das nicht im negativen Sinn. Es passierte wohl außerhalb der Öffnungszeiten. Die Rückgabeanlage dachte sich aber wahrscheinlich „oh fein, es glänzt“, war dann doch leicht verwirrt und schmiss ihn in einen Rückgabe-Bin ihrer Wahl. Und wir staunten nicht schlecht. 🙂 Hier ist das gute Stück:

 

 

Einsichten Teil drei :)

Wir haben es oft nicht leicht. Auch wenn viele das denken. Standardmäßig wird unser Beruf nämlich erstmal wie folgt abgestempelt: „Du arbeitest in einer Bibliothek? Dann kannst du ja immer schön lesen während der Arbeit.“
Hrrrmm. 😡
Ich weiß nicht, ob es mal so war, dass man das konnte, aber wenn man in der Zentralbibliothek eines Großstädtischen Bibliothekssystems oder einer ihrer Zweigstellen arbeitet, ist das nicht sooo ganz richtig. Unsere Bibliothek besteht nun mal nicht nur aus Büchern und Ruhe, sondern aus Datenbanken, Online-Angeboten, CDs, DVDs, Konsolenspielen, der Artothek, Technik zum Anfassen und natürlich unseren Lesern.

So manches haben wir schon einmal in Beiträge verpackt, zum Beispiel die herrliche Begegnung mit dem fossiliensuchenden Jungen oder die schwierige Entscheidung, welches Buch denn nun als Urlaubslektüre taugt.

Wir haben ein paar neue Anekdötchen aus unserem Arbeitsalltag für euch:

  • Manchmal brauchen auch wir Nervennahrung. Wir sind auch nur Menschen. Kein Leser zu sehen, alles ist ruhig -nach reiflicher Überlegung hat man sich für das kleinste Gummibärchen aus der Packung entschieden, da kommt prompt der Anruf… also: *kauen, kauen, schluck, mpf* „Schönen guten Tag, Stadtbibliothek Bielefeld…“
  • Das selbe passiert übrigens auch gerne, wenn man sich dazu entschließt, endlich einen Schluck Wasser zu trinken.
  • Der Klassiker zu Beginn der ebook-Ausleihe: „Wo haben sie denn hier die ebooks stehen?“  (Jaaa, ganz geheime Sache.)
  • „Ich suche das Buch xy.“ – „Das ist leider entliehen.“ – „Haben Sie nicht von jedem Buch, was hier steht, eine Kopie im Keller?“ (Hm, könnte man mal als „Beschäftigung-falls-sonst-nichts-anderes-zu-tun-ist“ an die Lektoren weitergeben.)
  • „Ich möchte das Buch xy aus der Zweigstelle … herbestellen.“ – „Das ist momentan leider nicht möglich, weil die Zweigstellen jetzt geschlossen haben, sie öffnen erst wieder am Ende der Sommerferien.“ – „Kann da nicht wer mit einem Schlüssel hinfahren und mir das Buch gerade rausholen?“ (Öhm, nö.)
  • „Ich würde gern mein Auto anmelden.“ (Supi, hat’s einen Personalausweis?). Immer wieder. Die Kfz-Zulassungsstelle ist bei uns um die Ecke.
  • Papa zur Tochter: „Jetzt gehen wir erstmal nach Hause und essen zu Mittag. Dann kommen wir nochmal wieder, bringen deine Karte mit, und leihen was aus. Was hältst du davon?“ Tochter strahlt: „Großartige Idee!“ (Finden wir auch 🙂 )
  • Anderer Papa zu seinem kleinen Sohn: „Was essen wir denn heute Mittag?“ Der Kleine überlegt kurz, lächelt und sagt begeistert: „Brokkoli!!!“ (Mist, wir haben auf Nudeln getippt 😉 )
  • „Haben Sie eine Schere? / Büroklammern? / Tacker? / einen !schwarz! schreibenden Kugelschreiber? / Kugelschreiber allgemein? / Locher? / Taschentücher? / Zettel-aber bitte Din- A4 und weiß?/ einen kleineren Zettel? /  Stift UND Zettel? / Lineal? / Geodreieck?…“ Naja, durch die Frage nach Büromaterial to go kommt man auch ins Gespräch. Nix mit „Haben sie Literatur zum Thema….“ 😉
  • „Sie stellen IMMER das Internet aus, wenn ich hier bei Ihnen vorm Schreibtisch stehe und die Nachrichten lesen will!“ (zur Erklärung: hinter dem Empfang läuft ein Screen mit den  Schlagzeilen von N24. Wenn die durch sind, erscheint kurz unser Logo und dann geht’s auch schon weiter. Besagte Person wollte davon allerdings nichts wissen. Gut, dann bleiben wir bei der Variante mit dem Ausschalt-Knöpfchen unterm Schreibtisch.)
  • Desweiteren hängen öfter mal Bibliothekskarten in der Einzugvorrichtung für Geldscheine beim Kassenautomaten fest (kein Problem, die Pinzette hat schon einen festen Platz in der Schreibtisschublade), man versucht sich immer wieder an den Kopierern „ja also, ich möchte das gerne vergrößert kopieren, aber bitte nur diiiesen Ausschnitt und dann soll das mit dem auch noch doppelseitig ausgedruckt werden…“  (es gibt immer wieder Varianten, die wir noch nicht ausprobiert haben!

Die Sätze in den Klammern sind übrigens unsere spontanen Gedankengänge 😉 Jubel, Trubel, Heiterkeit, aber wir geben immer unser Bestes. 🙂 🙂 🙂

kwk