Spiekeroog-Treff ohne Freunde

Wegen der momentanen Situation sollen wir auf soziale Kontakte verzichten und zu Hause bleiben.

Unsere Freunde und wir sind Spiekeroog-Fans, waren auch schon oft zusammen auf der Insel und treffen uns in regelmäßigen Abständen zu unserem „Spiekeroog-Treff“. Bei diesem Beisammensein wird gegrillt, leckerer Salat und Nachtisch serviert, sowie noch Kaffee und Kuchen genascht.

Nun hat Corona uns leider gezwungen, zu Hause zu bleiben und da haben mein Mann und ich kurzerhand unser Treffen zu zweit gemacht. 😊

Grillen und Salat

         

Essen und Nachtisch

         

Kaffee und Kuchen

Es war zwar ein ungewöhnliches Treffen, aber trotzdem ein schöner Sonntag. 😊

A.K.

Deutschlands schönste Insel

Im Mai 2019 wurde die Nordseeinsel Borkum von den Lesern von „Travelbook“ zu Deutschlands schönster Insel gewählt. Borkum gewinnt knapp vor Rügen und Norderney, und mit Vorsprung vor Sylt. Das Ergebnis gibt es übrigens hier: https://www.travelbook.de/ziele/inseln/voting-schoenste-insel-deutschlands. 2018 ist der Borkumer Südstrand bereits zum schönsten Strand gewählt worden.

Neben Langeoog und Norderney ist Borkum nicht von der Tide abhängig. Wer nicht mit dem Auto anreisen möchte fährt mit dem Zug bequem bis an den Anleger. Die Bahnverbindungen sind auf die Fährverbindung abgestimmt – sehr praktisch, sofern die Bahn auch dann ankommt, wenn sie es soll. Die Überfahrt von Emden dauert zwei Stunden mit der Fähre und etwa eine Stunde mit dem Katamaran. Vom Hafen fährt die Inselbahn bis in den Ort.

Vom Bahnhof gelangt man in weniger als 5 Minuten zu einem der Hauptbadestrände, dem Nordbad mit Blick auf die Seehundbank „Hohes Riff“. Den besten Blick auf die Seehunde bekommt man von den Buhnen am Strand aus. Bei Ebbe ist es möglich, zu Fuß bis auf die Sandbank zu gelangen. Natürlich sind mit genügend Abstand zum Ruheplatz Grenzpfähle errichtet, bis zu denen man laufen darf, um die Tiere nicht zu stören. Dabei sollten immer die Zeiten von Hoch- und Niedrigwasser im Blick behalten werden.

Borkums Strände und das Ostland laden zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren ein. Zurück am Nordbad: Richtung Süd-Westen gelangt man nach etwa einem Kilometer auf der Promenade zum Aquarium und weiter zum Südstrand. Richtung Osten wird es nach dem Jugendbad und dem FKK-Strand ruhiger. Man kann noch mehrere Kilometer weiterlaufen, wir nehmen aber den Aufgang zur Aussichtsplattform „Olde Düne“. Das dürfte der erste Aufgang nach dem FKK-Strand sein (Viel zuverlässiger als meine Orientierung am Strand ist ein Inselplan!). Weiter im Inneren der Insel gelangt man zu zwei Cafés im Ostland, in denen man zur Stärkung einkehren kann. Für den Rückweg überqueren wir die Insel und kehren über den Tüskendör-Deich in den Ort zurück. Von hier hat man einen guten Blick aufs Watt und auf die Salzwiesen.

In Borkum Ort darf natürlich ein Besuch des neuen Leuchtturms nicht fehlen. Erbaut wurde der Turm mit der roten Mütze im Jahr 1879 in weniger als 5 Monaten, nachdem der alte Leuchtturm abgebrannt war. Auf dem Weg nach oben finden sich an mehreren Stationen Tafeln zur Geschichte des Turms und zur Funktion der Leuchtfeuer. Oben angekommen gelangt man über eine steile Leiter auf die Aussichtsplattform. Hier oben ist es sehr stürmisch, aber man wird mit einem herrlichen Blick über die Insel belohnt.

Ich war bislang einige Male auf Borkum und bin dort immer wieder gern. Noch nie aber war ich an der Ostspitze. Die ist beim nächsten Mal dran.

Weitere Infos gibt’s hier.

Natürlich haben wir auch Reiseführer für Borkum im Bestand.

Juliane

Ein Tag im Miniatur-Wunderland

Über Rosenmontag fuhr ich für zwei Tage nach Hamburg. Das Wetter sollte unbeständig werden, wie ein Aushang in meinem Hotel verkündete. Kein Wetter, um sich im Freien aufzuhalten. Ich war aber vorbereitet: Im Falle einer solchen Wetterlage war ein Besuch im MiWuLa angedacht.

Auf zwei Stockwerken in einem Gebäude in der Speicherstadt sind verschiedene „kleine“ Welten aufgebaut. Angefangen von den Regionen Hamburgs und Mitteldeutschlands über Italien, die Schweiz bis hin zu Nordamerika. Mit Knuffingen, gibt es auch eine eigene fiktive Region die irgendwo zwischen Harz und Alpen liegt. Fertig mit Bauen ist man noch lange nicht. Im Moment wird an Monaco und der Provence gearbeitet.

Die Städte, Landschaften und Figuren sind mit sehr viel Detailtreue gearbeitet. Es gibt einiges zu entdecken: Züge, Landschaften, kleine Menschen und Tiere, mit denen viele Alltagssituationen nachgebaut sind: Mittagessen mit der Familie auf einem Balkon, ein Fußballspiel im Stadion, Urlaub am Strand, Wandern und Rast in den Bergen, fotografierende Touristen (Ach was! – Ja, die auch, aber auch kleine, wenige cm große Figuren) und vieles mehr.

Natürlich steht die kleine Welt nicht still: Züge und Autos fahren, auf Knopfdruck lassen sich kleine Aktionen auslösen. In regelmäßigen Abständen findet in allen Regionen ein Tag/Nacht-Wechsel statt. Zum Teil mit simuliertem Sonnenuntergang.

Ein Tag reicht bei weitem nicht aus, um sich alles genau anzusehen. Am besten ist es, sich für mehrere Tage zwei, drei Regionen vorzunehmen. Auch ist zu empfehlen, sich eine Zeit vorab zu reservieren, um Wartezeit zu vermeiden. Das MiWuLa ist nicht nur für Modellbau-Liebhaber interessant. Jeder kann hier etwas entdecken.

Natürlich haben wir auch Medien zum Modellbau in der Bibliothek:

https://www.stadtbibliothek-bielefeld.de/open/Mediensuche/Einfache-Suche?searchhash=OCLC_9575e31d471097f0bc14af2aa6df7b26a3946b98

Darunter auch drei Filme über das MiWuLa:

https://www.stadtbibliothek-bielefeld.de/open/Mediensuche/Einfache-Suche?searchhash=OCLC_9575e31d471097f0bc14af2aa6df7b26a3946b98&top=y&facets=_____2

Auf der Webseite des MiWuLa gibt es weitere interessante Informationen: https://www.miniatur-wunderland.de/

Juliane

Die Toten Hosen

Letzten Samstag waren nach fünf Jahren die Toten Hosen zu Gast im kleinen Minden. Damals dachte ich „ok, die sagen zwar, es hat denen super gefallen, aber ob sie wirklich nochmal wieder kommen…?“. Taten sie. Karten hatten wir keine, aber das machte nichts. Vormittags schlenderten wir schon einmal an der Weser entlang und beobachteten den restlichen Aufbau der Technik am anderen Weserufer. Das Wetter war toll und irgendwie lag ein Hauch von großem Konzertfeeling in der Luft, was man sonst nur aus Berlin, Köln und Co. kennt.

40.000 Leute wurden erwartet und bereits eine Woche vorher stand in unserer kleinen Zeitung, welche Straßen man abends vor und nach dem Konzert meiden sollte. Da Minden ja nicht groß ist, quasi alle. Und den Bahnhof am besten auch wegen der Sonderzüge. Pflichtbewusst nahm ich mir dann Samstag nochmal das Tablet und suchte in sämtlichen vergangenen Online-Ausgaben diesen kleinen Artikel. Gefunden habe ich ihn natürlich nicht. Aber egal, wir haben zumindest vormittags noch einen Parkplatz bekommen und gesperrt war nur ein kleiner Weg zum Gelände.
Abends sind wir dann auch nochmal in die Stadt gefahren weil wir hofften, ein klein wenig mit hören zu können. Da sah das mit dem Parkplatz schon anders aus. ^^‘ In einer Kleinst-Seitenstraße wurden wir dann aber fündig und spazierten Richtung Weserufer. Auf der anderen Seite tobten schon die Massen und die Jungs waren schon fleißig am Singen.

Und was soll ich sagen- wir waren sowas von positiv überrascht. Natürlich war es voll an der Weserpromenade, aber es herrschte eine total tolle Stimmung. Mit Decken und Picknickkörben ausgestattet, hatten es sich ganz viele Leute bequem gemacht. Viele waren mit dem Fahrrad da und blieben einen Moment stehen um zu lauschen. Zwischen zwei Bäumen hindurch hatte man sogar einen guten Blick auf die große Leinwand bei der Bühne. Nach vierzig Minuten sind wir voller Begeisterung wieder gefahren. Da war dann auch mittlerweile die große Weserbrücke gesperrt. Machte nichts, wir kennen uns ja aus. Nur die Parkschilder für die Besucher des Konzertes haben uns verwirrt. Die führten irgendwie an komische Orte und wir fragten uns, wie man von dort aus zum Veranstaltungsgelände kam. Egal, die Zeitung meldete Montag, das es allen gefallen hat. Dem kann ich nur zustimmen. Danke an die Toten Hosen, dass ihr wieder da wart! 🙂

kwk

Einfach mal weg.

Ihr Lieben, wem geht es nicht so- der Gedanke „ach, ich könnte jetzt einfach mal ans Meer fahren“ spukt doch oft in unseren Köpfen herum. In meinem Sommerurlaub haben wir das dann spontan gemacht. Es ging für drei Tage an die Schlei. Mein Babybauch und ich haben uns leider nicht mit dem Bett in der Ferienwohnung anfreunden können, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Ruhe, Wasser und Sonne- mehr wollten wir gar nicht. Und das alles haben wir bekommen. Gottseidank waren wir vor der großen Hitze dort, denn bei 35 Grad mag man sich nichts mehr anschauen und auch am Meer liegen ist dann (insbesondere für mich als Vertreterin der rothaarigen Menschen) nicht mehr schön.

Nach einer endlos langen Autofahrt (Niedersachsen ist momentan herrlich, ich weiß nicht, ob es einen Abschnitt gibt, in dem nicht gebaut wird?) kamen wir am Zielort an. In Sundsacker, direkt dem kleinsten Städtchen Deutschlands, Arnis, gegenüber. Nur auf der anderen Seite der Schlei. Aber macht nichts, die kleine Fähre war zu putzig!

die Schlei

Dort oben gibt es wundervolle kleine Orte, viele Fahrradfahrer und einiges zu sehen. Zum Beispiel Haithabu. Das war mal eine Siedlung dänischer Wikinger. Seit über neun Jahrhunderten ist der Ort Haithabu verlassen und ist gemeinsam mit dem Danewerk (das ist der Befestigungswall der Siedlung) das bedeutendste archäologische Bodendenkmal in Schleswig-Holstein und zählt seit 2018 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Beeindruckend ist das kleineMuseum. Dort werden Originalfunde ausgestellt. Ich finde es immer Wahnsinn, was die Leute früher alles schon gemacht haben. Goldschmuck, bearbeitete

Haithabu

Edelsteine und erste Münzen- viel hat Gottseidank die Zeit überdauert und kann uns so einen kleinen Einblick in das Leben von vor etlichen Jahrhunderten geben.

 

 

Natürlich durfte der Sprung in die Ostsee nicht fehlen. Herrlich! 🙂

Spontan haben wir beschlossen, Flensburg einen Besuch abzustatten. Wenn man schon mal „da oben“ ist. Ich wusste nicht mehr über Flensburg, als dass es an der Grenze zu Dänemark liegt, kenne die SG Flensburg-Handewitt (Handballverein) und weiß, dass dort die „Punkte in Flensburg“ zu Hause sind.
Was war es für eine Überraschung- Flensburg ist sooooo schön!!! (Das letzte Mal hat mich vor Jahren Helsinki so überrascht. Auch eine kleine Ostsee-Perle^^) Nicht zu groß, einfach angenehm. Der erste Blick auf die Stadt vom Auto aus war direkt der bekannte Blick auf die Flensburger Förde… und es hatte mich gepackt.

Beim Schlendern durch die Innenstadt fiel uns ein Laden auf: „Gandalph“. Ein Paradies für Fantasy-Lektüre-Liebhaber und Spiele- Fans. Ich hab versucht, heimlich ein paar Fotos zu machen. Wenn ihr da seid- stattet dem Geschäft unbedingt einen Besuch ab! Die Verkäufer waren klasse, sie wussten, was sie verkaufen und konnten Familien, die einfach nach netten Gesellschaftsspielen suchten oder Einzelpersonen, die spezielle Fantasy- Games für sich entdeckt hatten, problemlos weiter helfen. Ich liebe solche Läden. Leider werden sie immer seltener. Natürlich haben auch wir unsere Spielesammlung erweitert. 🙂

 

Gegessen haben wir in einem sehr netten Restaurant. Letztens sprach ich mit einer Kollegin darüber, dass man beim schlendern durch Fußgängerzonen in Städten ruhig öfter mal nach oben schauen soll- oft zieren tolle Giebel die Häuser. Aber auch bei Außensitzplätzen von Restaurants kann es sich lohnen:

Die Mädels, die dort bedient haben, wechselten übrigens mühelos von Deutsch ins Dänische und wieder zurück. Richtig nett!

Das spontane Entfleuchen aus dem Alltag hat sich sehr gelohnt. Das könnte man eigentlich öfter machen. 🙂

 

kwk

Mallorca

Seit gefühlten Jahrzehnten (na gut, 4 Jahre sind noch lange kein Jahrzehnt aber egal ) hatten ein paar Freunde und ich vor zusammen nach Mallorca zu reisen. Uns kam leider immer der Umstand dazwischen, dass wir fast alle noch in der Ausbildungszeit steckten und ganz unterschiedliche Zeiten hatten, in denen wir Urlaub nehmen konnten. So hat es sich nach langem Warten erst in diesem Jahr ergeben, dass wir eine Woche gefunden haben, in der tatsächlich alle Zeit hatten.

Ohne Probleme hat uns erst der Zug nach Düsseldorf gebracht, dann das Flugzeug nach Mallorca, ein Shuttle zum Mietwagenverleih und dann die Mietwagen zu unserer Finka in Cala Pi. Das Haus sah nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten und 20ten Blick noch sehr toll aus und das Wetter hätte besser nicht sein könne. Der Urlaub konnte also starten!

Unsere Mietwagen haben uns zuverlässig über die Insel gebracht, zum Beispiel auf den Puig de Randa (da hoch fahren war fürchterlich, alle paar Meter Kurven und hinter jeder Kurve ein Haufen Fahrradfahrer, die mir ganz arg im Weg waren – der Ausblick hat dafür aber alle mal entschädigt), zum Platja des Trenc, zur Kathedrale in Palma, nach Sóller…

Für einen Tag hatten wir eine Tour mit dem Speedboot nach Cabrera, der kleinen Insel, die südlich von Mallorca liegt, gebucht. Unser Bootsführer versprach uns erst noch eine ruhige Fahrt, der Wind hatte dann aber doch aufgefrischt, sodass die Fahrt einerseits sehr viel rasanter war, andererseits wurden wir dafür aber auch Literweise mit Salzwasser übersprüht… Bei unserer Rundfahrt konnten wir die Insel von allen Seiten betrachten und zwischendurch auch mal vom Boot hüpfen und eine Runde schwimmen. Das war vor allem in der Cova Blava (kastilisch Cueva Azul, „Blaue Grotte“), sehr eindrucksvoll. Leider hat uns dort zum Schluss eine Qualle aus dem Wasser vertrieben. Auch ein kleiner Landgang gehörte zur Tour, bei dem wir einen ehemaligen Festungsturm besteigen konnten, bei dem man sich durch eine außerordentlich schmale Wendeltreppe nach oben schlängeln musste – Gegenverkehr war da nicht mehr möglich.
Was wir recht nett fanden, war, dass wir erst im Nachhinein erfahren haben, dass am selben Tag bei Cabrera seit 30 Jahren mal wieder ein weißer Hai gesichtet wurde. Auch wenn wir dem natürlich nicht begegnet sind, war es schön, dass er uns nicht beim Meeresaufenthalt im Hinterkopf herumschwamm.

Enttäuschend war einzig das Fußballspiel Deutschlang gegen Südkorea, dass wir uns zuerst noch sehr zuversichtlich auf unserer Terrasse sitzend angeschaut haben angeschaut haben. Aber das Urlaubsfeeling hat ganz gut davon abgelenkt. 🙂

Mallorca ist irgendwann auf jeden Fall noch mal einen weiteren Besuch wert! 🙂

lga

Warum in die Ferne schweifen…

…sieh, das Gute liegt so nah!

Wisst ihr, woher das kommt? Diese Worte sind angelehnt an Goethes „Erinnerung“:

„Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.“

Wir haben diese Zeile oft im Hinterkopf, wenn es um das Reisen oder Urlaub machen geht. Aber auch die unmittelbare Umgebung kann so viel schönes bieten. Die Zeilen aus dem Gedicht sind leichter geschrieben oder gelesen als getan. Wir sind oft schon so abgestumpft für die Dinge, die wir tagtäglich sehen. Wie wäre es mit einem kurzen Innehalten? Und das ganz einfach bei einem Spaziergang oder selbst auf dem Weg zur Arbeit. Schaut mal, meine Kollegin lga hat es probiert und es sind wunderbare Aufnahmen entstanden.

Den Kleinigkeiten (wie das Licht fällt…) schenkt man irgendwie viel zu wenig Beachtung. Ich glaube ich weiß, was ich am Wochenende mache… die Kamera schnappen und auf geht’s! 🙂

Ihr könnt auf die Fotos klicken, dann erscheinen sie größer.

kwk, Fotos: lga

Unter Kollegen

Vorab gesagt: Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, wird dieser Beitrag ein bildgewaltiger. 🙂

Wir waren mal wieder unterwegs. Und zwar ging es nach Düsseldorf zur Besichtigung des „LibraryLab“ der Zentralbibliothek.
Manch einer denkt jetzt bestimmt „Hm, was ist denn bloß ein „LibraryLab“?“ Hier für euch die Düsseldorfer Erklärung:

Bibliothek neu denken! Das LibraryLab in der Zentralbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf will mit euch gemeinsam den Weg in die Zukunft gehen. Probiert digitales Equipment aus, erprobt euch in der virtuellen Welt, messt euch beim Gaming, informiert euch über digitales Leben & Lesen, diskutiert über digitale Themen.

Gefördert vom: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Warum ich die Schrift pink eingefärbt habe- ihr werdet es unten erfahren. 🙂
Das Wetter war perfekt für eine lange Zugfahrt, es regnete fast die ganze Zeit. In Düsseldorf angekommen, fiel man quasi aus dem Hauptbahnhof schon in die Zentralbibliothek- besser geht’s nicht!

Die Kolleginnen und Kollegen nahmen uns im Erdgeschoss ganz herzlich in Empfang und wir wurden gleich zum Ort des Geschehens gebracht. „Oh, das ist ja pink hier!“ haben wir synchron gedacht- auffälliger geht es kaum. Natürlich war die Farbe bewusst gewählt, an dem leuchtenden Teppich kann man gar nicht einfach so vorbei gehen. Und auch der Gedanke, das „LibraryLab“ nicht in einem Raum hinter einer Tür zu verstecken, gefiel uns sehr. Denn so kann jeder Besucher der Bibliothek sich einfach umsehen, Fragen stellen und das Equipment ganz unkompliziert testen.

Nachdem Jacken und Rucksäcke sicher verstaut waren konnte es schon los gehen- wir wollten, konnten und durften alles ausprobieren! Die VR-Brillen haben uns unter anderem zum Füttern von Zebras und Affen animiert und der 3D-Drucker druckte munter Einkaufschips und Schneeflocken. 🙂 Den Drucker darf man übrigens nur selbstständig benutzen, wenn man über 16 ist, einen gültigen Bibliotheksausweis besitzt und im Vorfeld mit den Kollegen einen „Führerschein“ dafür gemacht hat.

Zum Abschluss wurden wir von Herrn Schwering durch die Zentralbibliothek geführt. Hui, ist die groß! Und da gibt es soooo viel zu sehen…

🙂

Ein großes „Danke“ an die Kolleginnen und Kollegen aus Düsseldorf für den netten Austausch und wir würden uns sehr freuen, euch bald in unserer neuen Werkstatt begrüßen zu dürfen!

 

 

 

 

 

 

kwk

Maker Faire Hannover

Die Stadtbibliothek Bielefeld bietet mit den freitäglichen Veranstaltungen namens „Irgendwas is immer“ verschiedenste Sachen zum Ausprobieren und Mitmachen an, um das Klischee des staubigen Büchertempels abzuschütteln.

Noch in der Planung sind Mitmach-Aktionen im digital-technischen Bereich. Als Mitglied ebendieser Planungsgruppe bekam ich die Möglichkeit nach Hannover zu reisen, um die „Maker Faire Hannover“ zu besuchen. Dahinter verbirgt sich ein „Festival für Inspiration, Kreativität und Innovation“ – klingt erstmal ziemlich unpräzise. Meine Erwartungen, na gut… eher Vorurteile waren da schon etwas vorgefertigter und gar nicht vage. Ich rechnete mit Robotern, Nerds (auf keinen Fall böse gemeint!), natürlich vorwiegend männlichem Publikum, Technikkram soweit das Auge reicht und um ehrlich zu sein auch mit ein wenig Langeweile, denn oft verbindet man Messen ja mit Schlange-Stehen und geduldigem Warten.

Bei der Ankunft wurde ich in zumindest einer Annahme bestätigt: das Publikum bestand zu 85% aus Männern und/oder deren Bastlernachwuchs. Als „Quotenfrau“ der EDV-Abteilung bin ich das aber schon gewohnt. 😉

Innovationen – wie der Festivaltitel verspricht, wurden 3D-Brillen, Dronen-Flugshows und vielfältigste Makerstände angeboten. Aber auch vermeintliche Old-School-Angebote wie Amateurfunken, C64 spielen, Modellbau oder der „heiße Draht“ waren vor Ort und konnten die Kleinen begeistern während die Großen in Erinnerungen schwelgten.

Parallel zum Messetrubel fanden noch Workshops zum bspw. Löten oder Programmieren statt sowie 40-minütige Vorträge zu verschiedensten Maker-Themen.

Ein Publikumsmagnet und mein persönliches Highlight waren die Roboterkämpfe. Gehört hatte ich schon davon, aber direkt an der Arena zu stehen und zuzusehen, wie sich 2 bis 3 Roboter gegenseitig vermöbeln ist dann doch nochmal was anderes und ziemlich faszinierend.
Selbstgebaute Roboter festgelegter Gewichtsklassen werden in den Ring geschickt und müssen innerhalb einer vorgegebenen Zeit versuchen den Gegner in ein Loch im Boden oder in die Banden zu befördern. Wem es gelingt den Kontrahenten vor Ablauf der Zeit bewegungsunfähig zu machen, hat natürlich auch gewonnen.
Klingt martialisch – ist es auch. Aber da nur Metall zu Schaden kommt und kein Blut fließt, kann man sich das wirklich gut anschauen. Die notwendige Taktik und Fingerfertigkeit bei der Bewegungssteuerung und die Kreativität beim Bau der Roboter sind nicht zu unterschätzen und machen dieses Hobby anspruchsvoller als man auf den ersten Blick vielleicht denkt.

Mein Fazit der Messe: In jedem Fall einen Besuch wert – auch für vorurteilsbehaftete Technikmuffel mit der Offenheit, sich begeistern zu lassen und Inspirationen zu sammeln.

Ra

Der Ostmannturm

Am 09.06.2017 machten sich einige Kolleginnen und Kollegen auf, um unter fachkundiger Leitung das Ostmannturmviertel zu erkunden. Wir berichteten. Unsere Kollegin hat es auf twitter schon sehr treffend formuliert- es war eine „Fortbildung mit Weitblick.“

Mit Herrn Andreas Kämper vom Büro für Integrierte Sozialplanung und Prävention, Bereich Quartierentwicklung der Stadt Bielefeld konnten wir am Dienstag den Turm erklimmen.

Gespanntes Warten… wann geht es endlich loooos?

Der Ostmannturm, 34 Meter hoch, wurde 1912 als Wasserreservoir für eine vom Bielefelder Konsumverein betriebene Schlachterei erbaut. Während des Nationalsozialismus gelangte das Gebäude in den Besitz des Bielefelder Unternehmens „Ostmann Gewürze“. Von 1938 bis 1978 betrieb die Firma Ostmann in dem Turm Gewürzmühlen- in der obersten Etage, die noch komplett aus Holz besteht, riecht es sogar noch nach Zimt! 🙂 Heute findet man in dem Turm und im Anbau Studentenwohnungen.

 

 

 

 

 

 

 

Kameras, Handys und iPads wurden gezückt und los ging es.

Na dann- „Fröhliche Weihnachten“. Wenigstens ist das iPad gut verpackt.

Ein Teil des Treppenaufgangs- das sah toll aus mit den Fliesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Höhenangst  wurde tapfer getrotzt („Ich bin heute mutig!“). Es war leicht diesig, trotzdem hatten wir einen tollen Ausblick in alle Himmelsrichtungen über ganz Bielefeld.

 

Passend zu unserem Ausflug möchten wir zum Schluss eine kleine Anekdote einer Kollegin aus der Zeit „damals“ aufgreifen:

„Mein Bibliothekseinstieg fing seinerzeit in der Stadtteilbibliothek  „Am Brodhagen“ an. Lang, lang ist es her! 🙂

Die ausgeschiedenen Bücher wurden damals in Säcke verpackt, die durch unseren eigenen Bullifahrer in die Zentrale transportiert und hier entsorgt wurden. Das ist eigentlich nichts Ungewöhnliches, jedoch waren die Säcke von Ostmann Gewürze gespendet worden. Mann/Frau roch den Pfeffer noch und immer, wenn wir diese „Pfeffersäcke“ mit Büchern bestückten, mussten wir niesen.“

A.K.

Da haben wir es mit dem Zimtgeruch deutlich angenehmer getroffen, oder? 😉

Hiermit möchten wir ganz herzlich „Danke“ sagen –  von uns allen an Frau Dr. Capros und Herrn Kämper für die Organisation und die tolle Führung! 🙂

kwk