Basteltipp: Blob Paint

Es war so ziemlich genau vor einem Jahr. Der erste Lockdown war mitten im Gange und der Bestell- und Abholservice bzw. Versandservice war plötzlich und gezwungenermaßen mein bester Freund. 

Statt im Laden nach Ideen zu stöbern oder die selbstgemachten Dinge einfach nur zu bewundern, mussten die Web- oder Facebookseiten verschiedener kreativer Menschen und Einrichtungen herhalten. So entdeckte ich Blob Paint beim Lieblingsbastelladen. In dem Post fielen mir sofort die Blumen mit ihren fröhlichen Farben und den lustigen bunten Kreisen auf.

Die nicht nur einfach, sondern auch hübsch übereinander gemalt oder besser: geblobed waren. Genau das richtige für diese Jahreszeit, dachte ich mir. Denn nicht nur auf der Blumenwiese war Frühling – auch vor der Tür schien die Sonne mit angenehmen Temperaturen. Sie machte das „wir bleiben zuhause“ sicherlich um vieles erträglicher. Aber das nur nebenbei. Ich jedenfalls freute mich erst einmal über meine Neuentdeckung. Und das beste: Die Blob Paint-Blumenwiese – gab es als Paket mit allem Drum und Dran: Farben, Schablone, Leinwand, Pinsel, etc.

Schnell bestellte ich und freute mich schon auf die Lieferung, die auch nicht allzu lange auf sich warten ließ. Als sie ankam packte ich alles aus und legte alles schön geordnet auf meinen Basteltisch. Tatsächlich alles da – bis auf die Anleitung. Aber brauchte ich die überhaupt? Ich meinte nicht. Das Bild war auf der Verpackung mit den Farben gut zu sehen und irgendwo hatte ich auch schon gelesen, dass die Farben für die nächste Schicht länger trocknen mussten. Als ich dann doch noch einmal genauer hinsah, entdeckte ich einen Link zu YouTube. Wunderbar. Was will man mehr?

Und so geht’s:

Zunächst wird mit Acrylfarbe in grün und blau eine Wiese beziehungsweise ein Himmel gemalt. Die Farben können auch mit weiß aufgehellt werden. Je nachdem, wie man es lieber mag. Trocknen lassen. Danach die Schablone auflegen und mit einem dünnen Pinsel oder Schwamm das Motiv in blau aufmalen beziehungsweise auftupfen. Wieder trocknen lassen. Und nun kommt endlich das (für mich) wirklich Spannende: die Blobs. Man kann sie im Grunde hinbloben wo man möchte, in einzelnen Punkte oder als Blumen. Wie viele Schichten übereinander es sein sollen, kann man selbst entscheiden. Man muss nur schauen, dass die erste Fläche groß genug für alle weiteren ist. Durch diese übereinander gelegten Blobs entsteht ein 3D-Effekt. Habe ich zumindest auch irgendwo gelesen. Wichtig ist, dass jeder Blob zirka 24 Stunden trocknet.

Ein Ausschnitt aus dem fertigen Bild – hier sind die Blob-Punkte gut zu erkennen!

So lässt sich also ohne viel Aufwand eine Blumenwiese anfertigen. Aber auch Steine können mit Blobs versehen werden; ebenso wie Bilder auch „nur“ mit Blobs auskommen können. Bei YouTube gibt es dazu ebenfalls ein Video. Es nennt sich „abstract bubble art“. Sicherlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten die Blobs auf Tapet zu bringen. Denke, hier darf die Phantasie gerne machen, was sie möchte.

Hier die Links für euch:
Bastelfix: https://www.bastelfix.de/

Viva Decor DIY Blob Painting Blumenwiese: https://www.youtube.com/watch?v=uUZJfuHyo4A
Oder auch diese tolle Anregung:

katinkasbackofen

Natürlich Eier färben zu Ostern

Eigentlich überkam es mich, mal wieder Bücher zu falten. Wir vermissen die „Irgendwas is immer“-Veranstaltungen auch sehr! Passend zu Ostern und Frühling habe ich mir eine Vorlage aus diesem Buch herausgesucht.

Passend dazu dachte ich mir, ich könnte doch noch ein paar Eier färben. Zum natürlichen Eierfärben findet man viel Inspiration. Es geht mit Zwiebeln, Gemüse aber auch mit Saft und Tee. Auf YouTube habe ich schließlich dieses gefunden und noch ein weiteres für Tee.

Auf Zwiebeln und Spinat habe ich verzichtet. Dafür habe ich Rotkohl (Glas) und Heidelbeeren verwendet. Als Teesorten habe ich Kurkuma, Rooibos und Mate genommen sowie Rote-Bete-Saft. Einen schönen Grünton soll Matcha-Tee ergeben. Es sollten aber Sorten sein, die ich anschließend verbrauche – einer der Gründe, warum diese Sorte ausschied.

Nun ging es ans Vorbereiten. Etwa 250g Heidelbeeren habe ich mit 1/2l Wasser aufgekocht und anschließend 10 Minuten leicht köcheln lassen. Den Rotkohl habe ich mit Saft und weiteren 1/2l Wasser erwärmt und ebenfalls 10 Minuten köcheln lassen. Beides wird durch ein Sieb in hitzebeständige Gefäße gefüllt. Den Rotkohlsud habe ich auf zwei Gläser verteilt und in eines zusätzlich etwas Backsoda gegeben (das entstandene Gebräu sieht giftig aus, ja). Dadurch soll das Ei eine andere Farbe erhalten. Der Effekt war bei mir aber nicht groß.

Für die Tees habe ich je 4 Teebeutel verwendet und 10 Minuten ziehen lassen. Schließlich fehlte noch der Rote-Bete-Saft. Ich habe einfach fertigen gekauft. Der kommt ebenfalls in ein Glas – hier nicht auf Textilien kleckern 😉 Zum Schluss kommt in jedes Gefäß noch etwas Essig. Vielleicht hätte ich den bei dem Rotkohl weglassen können, um einen stärkeren Soda-Effekt zu erreichen. Schließlich war auf dem Glas bereits Branntweinessig als Zutat angegeben.

In jedes Gefäß kamen zwei Eier. Rote-Beete, Rotkohl und Rotkohl-Soda bekamen jeweils eines. Nach drei Stunden habe ich jeweils ein Ei aus den Tees und dem Heidelbeersud geholt. Auch Rote Bete war fertig. Die anderen habe ich über Nacht stehen lassen. Beim Herausholen war ich etwas faul und habe den Löffel nicht zwischendurch abgewischt. So kam z.B. das Orange vom Rooibos-Tee auch an die gelben Kurkumaeier. Das ergibt aber auch einen schönen Effekt. Rotkohl war nach drei Stunden noch nicht so weit.

Letztlich macht es bei Tee kaum einen Unterschied, ob die Eier ein paar Stunden oder über Nacht stehen. Bei einem ersten Versuch hatten die Eier bereits nach einer halben Stunde gut Farbe. Da es aber helle Pastelltöne sind, können sie ruhig etwas länger stehen. Rote Bete braucht – man kann es sich denken – auch nicht so lang 😉 Heidelbeeren sind nach drei Stunden auch schon in Ordnung, der Ton wird über Nacht aber noch etwas kräftiger. Rotkohl muss über Nacht stehen.

Als ich meiner Oma ein Foto schickte, erzählte sie mir, früher hätten sie mit Bienenwachs gefärbt. Dazu habe ich ebenfalls Anleitungen gesehen. Nicht zum Färben, aber zum Verzieren. Vielleicht nächstes Jahr.

Juliane

Ostereierhühner mit Fliegenholzhasen

Ostern ist ja nun auch nicht mehr lang hin. Dabei hatte ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen, bereits im Januar mit ein paar Basteleien für das Fest anzufangen. – Das hat bisher prima geklappt. Nämlich gar nicht. Ideen hatte ich viele im Kopf – bei denen blieb es dann aber auch.

Dabei weiß ich gar nicht so genau, woran es gehapert hat, mal nicht alles auf den letzten Drücker machen zu müssen. Oder doch: Ich war einfach zu faul den Katalog durchzusehen, die Artikelnummern rauszuschreiben und schlussendlich alles zu bestellen. Da darf ich mich jetzt auch nicht beschweren … 🙂

Aber gut Ding will Weile haben und so sind mittlerweile doch zwei Sachen fertig geworden: Ostereierhühner und Holzhasen mit Fliege (oder Schleife – je nachdem wie man es nimmt). Ich finde, das reicht auch fast schon. Schließlich fuselt die Deko der vergangenen Jahre ebenfalls noch im Schrank herum und möchte selbstverständlich auch aufgestellt und beachtet werden.

Sowohl Ostereierhühner, als auch Holzhasen sind recht schnell gemacht. Gesehen habe ich sie im Lieblingsbastelladen bzw. beim Lieblingsversandhandel. [Unbezahlte Werbung: hier und bei Facebook findet ihr den Bastelladen der Kollegin]

Ostereierhühner

Benötigt werden/wird:
Styroporeier in verschiedenen Größen
Holzspieße
Betonfarbe in grau
Federn
Möhrchen
Wackelaugen oder Tonkarton in weiß und schwarz
Pinsel

Und so werden die Ostereierhühner gebastelt:
Die Styroporeier werden auf die Holzspieße gesteckt und mit der Betonfarbe je nach Belieben ein bis zwei Mal angemalt. Sobald die Farbe getrocknet ist, können die Federn oben auf den „Kopf“ gesteckt oder geklebt werden. Das Stoffmöhrchen (in diesem Fall die Nase), kann ebenfalls schon aufgeklebt werden. Ebenso die Wackelaugen. Wer keine hat, oder Pappaugen schöner findet, muss nur aus dem Tonkarton zwei unterschiedlich große Kreise ausschneiden, diese aufeinander kleben und letztendlich alles zusammen am Kopf befestigen. – Schon sind die Hühner fertig. Sie können nun in einen Eimer mit Moos gesteckt, oder in eine Vase gestellt werden, in ein mit Kies oder Sand gefülltes Glas, oder was einem sonst so einfällt. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Holzhasen mit Fliege

Benötigt werden/wird:
Holzkugeln in zwei verschiedenen Größen (30 mm und 40 mm)
Holzperlen (0,6 mm)
Draht (0,25 mm)
fertige Schleifen oder Schleifenband aus der sich leicht eine Schleife binden lässt (=Fliege)
Filz in verschiedenen Farben
schwarzer Stift (dünner Edding)
Bastelkleber
Ohren(vorlage) (gibt es im Internet oder frei zeichnen)

Und so werden die Häschen gebastelt:
Die Holzkugeln zusammen kleben. Die Bohrungen sollten dabei nach unten bzw. oben gucken. So stehen die Hasen stabiler und die Ohren können später in die Bohrung gesteckt werden.

Die Ohren anhand der Vorlage oder frei auf die farbigen Filzplatten zeichnen. Die Ohren ausschneiden ggfs. unten in den Ecken zusammen kleben und in die Bohrung der kleinen Kugel stecken.

Die Schleife und die kleine Holzperle für die Nase an den Kopf kleben. Bei der Holzperle muss die Bohrung nach links und rechts gucken, damit die Schnurrhaare darin fixiert werden können. Aus dem Kupferdraht zirka 8 cm lange Stücke schneiden. Pro Hase werden drei Schnurrhaare benötigt. Diese werden in die Holzperle geschoben und kurz vor der Bohrung mit Kleber verklebt. Wenn alles getrocknet ist, können die einzelnen Drähte nach Wunsch in Form gebracht werden. Dies geht am besten mit einem dünnen Bambusspieß oder einer Stricknadel – je nachdem, was gerade da ist.

Zum Schluss werden noch die Augen aufgemalt – fertig ist der Holzhase mit Fliege. [Unbezahlte Werbung: hier und bei Facebook findet ihr Bastelladen Nr. 2 für diese putzige Hasen]

katinkasbackofen

Basteltipp: Sticken!

Gestickt habe ich gefühlt schon immer. Tatsächlich habe ich aber das erste Mal in der Grundschule (Klasse weiß ich natürlich nicht mehr) im Textilunterricht meine erste Bekanntschaft mit diesem Hobby gemacht. Ich weiß noch genau, dass wir zunächst verschiedene Stiche gelernt haben und diese auf einem Stück Stoff nach Belieben ausprobieren durften. Von diesen ersten Versuchen tasteten wir uns zu Kreuzstich und einem Motiv vor: Auf einem extra groben Leinenstoff stickten wir unseren Namen, verzierten ihn mit einem Rand und klebten ihn anschließend hübsch zurechtgeschnitten und gekettelt auf ein Stück Pappe. So hatten wir ein wunderbares Namensschild. Ich habe es heute noch.

Jedenfalls habe ich seitdem immer wieder gestickt: Große Osterhasen, kleine Osterhasen, einen riesigen Weihnachtsmann, Blumen, Tiere und was weiß ich nicht alles. Einiges verschönerte Tischdecken, anderes landete im Bilderrahmen an der Wand. Der Reiz daran? – Es ist einfach immer so schön zu sehen, wie aus jedem kleinen Kreuz plötzlich das „Große Ganze“ entsteht. Gerade wenn ich mir ein etwas größeres Motiv ausgesucht habe, kann ich mir anfangs gar nicht vorstellen jemals fertig zu werden.

Aber über all das wollte ich gar nicht so unbedingt schreiben. Doch für den Hintergrund ist es vielleicht ganz interessant. Und auch, wenn ich mich mittlerweile für alle möglichen Basteleien begeistere und gerne neues ausprobiere, ist das Sticken doch immer meine (heimliche) Leidenschaft (geblieben). Mein Gedanke war eigentlich euch zu erzählen, dass es nicht immer das große ausgefallene ultimative Kreativ-Projekt sein muss. –  Sondern dass auch eine Bastelei sehr viel Spaß machen kann, die sich fast in einem Tag fertig stellen lässt. Na gut, vielleicht auch in zwei. Aber höchstens in drei. 🙂
Neulich habe ich in einem Laden ein kleines Katzenbild gesehen, an dem ich einfach  nicht vorbei gehen konnte. In rosa und weiß. Ich denke mal als Anfängerbild für Kinder. Wenn ich schöne Motive sehe, denke ich in dem Moment auch nicht darüber nach, ob ich es wirklich brauche, überhaupt Platz dafür habe oder ob es eben vielleicht eher für die kleine Generation gedacht ist. Hauptsache es kommt mit, ich habe etwas zu fuseln und sieht schön aus, wenn es fertig ist. Selbstverständlich habe ich das Katzenbild mitgenommen und auch recht bald damit angefangen. Als ich es öffnete war der Hintergrund schon aufgezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Varianten: ein farbiger Hintergrund auf dem man genau sieht, welche Farbe benötigt wird, oder man zählt das Muster selber ab. Ich bevorzuge die Letztere. Bei den Farben geht es mir oft so das ich  nicht genau sehe, ob ich jetzt noch weiß nehmen soll, oder doch schon rosa. Die Übergänge sind nicht immer so ganz klar. – Für mich zumindest nicht. Aber egal. Ich stickte munter drauf los und war auch recht zackig fertig. Da es sich um eine „Bastelpackung“ handelte, war auch gleich der Rahmen – bestehend aus weißer Pappe – dabei. Was ja eigentlich auch nicht verkehrt ist. Mir kam er nur ein wenig instabil vor. Also habe ich überlegt, was für ein Rahmen besser geeignet bzw. ein wenig mehr hermachen würde. Mir fiel ein Holzrahmen ein, den ich ursprünglich für Fotos verwenden wollte. Das passte aber nicht so wie ich das wollte und so kam mir der Gedanke, das Katze und Rahmen vielleicht ganz gut miteinander harmonieren könnten. So war es dann auch. Ich strich den Holzrahmen noch in weiß über, klebte anschließend das Stickbild auf und verwendete für die Oberfläche sogar noch den Papierrahmen aus dem Set. So hatte ich zwei Fliegen mit einer Klappe gefangen.

Ich kann euch nur empfehlen sowas auch mal auszuprobieren. Auch wenn es auf den ersten Blick langweilig erscheint, ist es auf den zweiten herrlich entspannend und macht sehr viel Spaß. Ich las sogar auf Instagram, dass Sticken dieses Jahr der Hype schlechthin werden soll. Wir werden es sehen. Vielleicht.

 

Hier findet ihr viele tolle Stickbücher bei uns im Bestand!

katinkasbackofen

Unsere digitale Nacht der Bibliotheken

Vor ein paar Tagen haben wir euch schon unser Kunstprojekt zur Nacht der Bibliotheken vorgestellt (da könnt ihr gerne noch mitmachen, wir haben die Abgabefrist bis zum 19.03. verlängert 🙂 ). Um 18 Uhr wird die Nacht der Bibliotheken am 19. März dann auch mit der Vorstellung der Ergebnisse aus dem Kunstprojekt beginnen.

MAGISCHES BASTELN

Von 18.30 bis 19.15 Uhr und von 20.00 bis 20.45 Uhr können Kinder ab 6 Jahren jeweils mit uns Zauberstäbe basteln! Die Bastelaktion wird per Zoom stattfinden, eine vorherige Anmeldung ist dafür nötig. Und damit alle Teilnehmer_innen auch das nötige Bastelmaterial zur Hand haben, kann dies ab dem 15.03. in der Stadtbibliothek am Neumarkt abgeholt werden.

GUTE NACHT!

Um 19.30 Uhr wird es eine Gutenachtgeschichte per Video auf YouTube geben. Die Geschichte wird eine Mitarbeiterin aus der Stadtteilbibliothek Schildesche vortragen – aber nicht allein! Begleiten wird sie ihr Hund Buddy, der schon oft bei Veranstaltungen mitgewirkt hat.

PROJEKTE AUS STIEGHORST

Die Kolleginnen aus Stieghorst melden sich um 20.30 Uhr und stellen ihre Geschichtensäckchen und den Glasschneider vor. Damit kann man tolle Upcycling-Projekte aus alten Glasflaschen gestalten. Das Video wird ebenfalls auf YouTube Premiere feiern.

3D-DRUCKER

Per Zoom stellen wir um 21 Uhr unseren 3D-Drucker vor. Wir erzählen kurz etwas über den 3D-Druck allgemein und zeigen euch dann, wie unser Drucker funktioniert. Dafür ist eine Anmeldung hier nötig. Den Zoom-Zugang erhaltet ihr dann ein paar Tage vorher.

IM MAGAZIN

Parallel wird ebenfalls um 21 Uhr ein weiteres Video online gehen. Darin werden wir euch mitnehmen in die Tiefen der Bibliothek. Der ein oder andere hat es vielleicht schon mal erlebt – ein Buch, das ihr gerne ausleihen wolltet, hatte den Standort Magazin und musste erst einmal von dort bestellt werden. Falls ihr euch schon immer mal gefragt habt, wie es dort unten im Magazin aussieht und welche Schätze sich dort verbergen, schaut doch mal rein!

Damit ihr während der Videos mit uns in Kontakt treten könnt, werden wir die Social Media Kanäle von 18 bis 22 Uhr bedienen. Auf Instagram, Facebook, Twitter oder YouTube könnt ihr uns Fragen und Kommentare dalassen. Wir freuen uns auf euch!

Zwei Vorlesetipps: Frösche und Eulen

Die heutigen Vorlesetipps kommen aus unserer Schul- und Stadtteilbibliothek Stieghorst und wurden dort auch schon mehrfach bei Veranstaltungen erprobt:

Zwei Frösche, ein Stock und ein Hund“ von Chris Wormell. Ins Deutsche übersetzt von Andreas Steinhöfel.
Düsseldorf : Sauerländer, 2005.

Katalogdaten hier

In der Mitte eines Seerosenteiches sitzen zwei Frösche auf einem Seerosenblatt. Einer der Frösche hält einen Stock in der Hand. Auf die Frage wozu der gut sein soll, antwortet der Frosch: „Zu unserem Schutz“.

Ist es besser vor jeder Gefahr gewappnet zu sein? Eine humorvolle Diskussion beginnt über die große Frage: Was wäre wenn…? Wer bekommt Recht? Der Optimist oder der Pessimist?

Für mich sehr humorvoll geschrieben und illustriert von Chris Wormell. Vielleicht nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet.

 

Wir haben es in der Stadtteilbibliothek Stieghorst mit einer OGS-Gruppe gelesen und anschließend einen Frosch gebastelt.

 

 

 

 

Ein Jahr mit den Eulen“ von Thomas Müller.
Hildesheim : Gerstenberg, 2014.
Katalogdaten hier

Was fliegt da so geheimnisvoll um den alten Kirchturm mitten in der Nacht? Es ist eine Schleiereule auf dem Weg zu ihrem Nistplatz. An einem verborgenen Ort hoch oben in der Spitze des Turms zieht das Eulenpaar seine Jungen auf. Die Kleinen werden liebevoll von den Eltern umsorgt, bis sie schließlich selbst auf Mäusejagd gehen können und sich ein eigenes Revier suchen. Damit beginnt ein neues Eulenjahr!

Ich mag dieses Buch sehr, auch die Kinder waren von dem Buch und den eindrucksvollen Zeichnungen begeistert.

 

 

Im Anschluss des Buches haben wir eine Eule getupft, siehe Bild.

 

Leseziel:  Empathie für Natur und Tiere entwickeln.

Heike Lahme

 

Selbstgebastelte Weihnachtskarte

Wer kennt den Spruch nicht: „Wenn die Zeit da wäre, würde ich viel mehr basteln.“ Eigentlich hasse ich basteln, aber nicht in der Weihnachtszeit. 😉 Ich erinnere mich noch sehr gern an einen Familien-Bastel-Abend vor einigen Jahren. Gemütlich war’s und tolle Sachen sind entstanden. Solche Treffen innerhalb der Familie lässt Corona momentan sogar zu. 🙂 Also los, nehmt euch die Zeit und versucht, am Wochenende Abends nicht vor dem Fernseher zu versumpfen. Man kann sich auch mit Kuscheldecke und -klamotten an den Tisch setzen.

Da man ja bekanntlich öfter man über den Tellerrand hinaus schauen soll, habe ich mir einfach mal ein kunterbuntes Kitsch-Bastelbuch ausgeliehen. Wie ich es mir schon dachte, das meiste ist nicht meins, aber eine Sache gefiel mir dann doch echt gut: eine selbstgebastelte Weihnachtskarte. Nicht so doll aufwändig und vor allem wandelbar. Man muss nicht die vorgeschlagene Schrift aus dem Buch herunterladen und abzeichnen, man kann auch einfach selber was in Schönschrift (oder in seiner normalen Schrift) schreiben. Auch der schwarze Tonkarton muss nicht sein, weiß tut es auch und dann lässt man einfach die weißen Schneeflocken weg  oder macht stattdessen Punkte in einer anderen Farbe… oder oder oder. Seht ihr, so schwer ist das gar nicht. Einziger Knackpunkt: man braucht jemandem im Bekanntenkreis, der Thuja-Pflanzen besitzt. Aber vielleicht kann man auch etwas anderes beglitzern… *denkdenk*

Ihr braucht: 

  • Tonkarton (nehmt die Farbe, die ihr möchtet)
  • einen kleinen Thuja-Zweig
  • Serviettenkleber
  • Glitzerpulver in grün und Petrol
  • Glitzerklebefolienrest in pink (laut Buch, ihr könnt auch etwas anderes verwenden, dann braucht ihr evtl. noche inen normalen Klebestift)
  • Motivlocher Stern (oder ihr schneidet frei Hand aus)
  • Heißkleber
  • weißer Lackstift (oder einen anderen Stift, den man auf eurem Tonkarton gut sieht)

Ihr seht, viele Materialien könnt ihr aus eurem Fundus ersetzen!

So geht’s:

  1. Deckt bitte euer Arbeitsfeld mit alter Zeitung oder ähnlichem ab. Serviettenkleber, Heißkleber und Glitzerpulver sind sooo anhänglich!
  2. Zeichnet eine Klappkarte auf den Tonkarton auf (ich lege meistens zwei Postkarten nebeneinander 😉 )
  3. Den Thuja-Zweig mit Hilfe eines Pinsels mit Serviettenkleber bestreichen und das Glitzerpulver darüber streuen, Zweig gut trocknen lassen.
  4. Stanzt einen Stern aus (Glitzerpapier, Glanzpapier…) oder schneidet frei Hand einen aus.
  5. Klebt den Glitzerzweig mit ein paar Klecksern Heißkleber auf die Karte und klebt den Stern über die Spitze.
  6. Mit dem Lackstift könnt ihr nun noch ein paar Tupfen als Schneeflocken auf die Karte malen und die Karte mit einem Schriftzug versehen.

mal was anderes, oder? – Aus dem Bastelbuch „Happy Christmas“

kwk

Zum 3. Advent… Weihnachtssterne!

Geschenke gehören zu Weihnachten irgendwie dazu. Es macht Freude jemandem etwas zu schenken und zu sehen, dass die Person sich darüber freut. Schwierig wird es aber, wenn die Großeltern eigentlich alles haben und sich nichts wünschen. Bei meinem Opa weiß ich es sehr genau. Da halte ich jedes Jahr Ausschau nach Pralinen, die auch schön verpackt sind. Einmal hatte ich ein schönes Holzkästchen, im letzten Jahr eine Packung aus Stoff, die sich auch sehr schön als Deko hinstellen ließ und perfekt zum weinroten Bezug der Wohnzimmermöbel passte. In einem Jahr entdeckte ich eine 1 m lange Packung Dominosteine.

Bei den Omas wird es schwieriger. Vor ein paar Jahren habe ich hier angefangen zu basteln. In diesem Jahr soll es je ein großer Aurelio-Stern werden (abgebildet sind Versuche von kleinen Sternen). Insgesamt sind hier 30 einzelne Zacken zu falten, die schließlich miteinander verklebt werden. Der erste Versuch, bevor es ans Bastelpapier ging, war mit dünnem Origami-Papier, welches ich noch in der Schublade hatte. Es geht, der Versuch scheiterte aber daran, dass – obwohl ich überzeugt bin, genau nach Anleitung geklebt zu haben – doch irgendwas nicht passte. Die Anleitung, die ich zuerst fand, war in ihren Abbildungen scheinbar etwas unklar.

Etwas tricky ist der 3. und 4. Ring der Anleitung. Hier werden erst 2 Ringe vorbereitet bevor sie zu Zacken geformt werden. Es ist also ratsam, je einen Zacken aus beiden Ringen zu stecken und dann zu schauen, ob es so richtig sein kann, bevor man klebt. Jeder der gerne bastelt weiß: wenn Kleber halten soll, hält er nicht. Wenn man aber etwas wieder lösen muss, sind zwei Stück Papier zu einem verschmolzen.

Eine Anleitung findet sich z.B. in diesen Büchern:
Faszinierende Aurelia-Sterne
Das große Sternebuch

jbl

Lichterdeko basteln

Zur Adventszeit gehören schöne Lichter einfach dazu. Adventskranz, Lichterketten, Teelichter, da wird einem ganz besinnlich zu mute. Aber auch draußen, wenn es abends dunkel wird, sind Lichter schön anzusehen. An Christkindlmarkt ist zwar dieses Jahr bei mir in Wiedenbrück, unweit von Bielefeld, nicht zu denken, aber die Adventsbeleuchtung wurde trotzdem angeschaltet. Das sieht immer so schön aus, wenn Bäume und die ganzen Fachwerkhäuser und der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz so schön beleuchtet sind.

Außenbeleuchtung gibt es auch für das eigene Zuhause zu kaufen. Hier möchte ich euch eine Idee für selbstgebastelte Lichterdeko vorstellen. Die stammt nicht von mir, sondern von meiner Mama – ich habe ihr nur beim basteln über die Schulter gesehen.

Ihr braucht dafür:
eine (für draußen geeignete) Lichterkette,
5 Zweige/Stöcker,
Draht,
Gartenschere oder ähnliches,
Zollstock.

Für einen fünfzackigen Stern nehme man 5 Stöcke. Wir haben dafür ein paar Zweige von einem Nusshucht genommen. Die müssen jetzt auf die passende Länge gestutzt werden. Unsere Lichterkette hat eine Länge von 4,5 m (also der Lichtstrang, dazu kommt dann noch die Kabellage). 10 Seiten hat der Stern, der Umfang soll der Länge der Lichterkette entsprechen, also 4,5 m, damit liegen die 10 Seitenlängen bei 45 cm. Jetzt muss noch die Länge des gesamten Stocks berechnet werden.
Kann man natürlich auch durch ein bisschen ausprobieren rausbekommen.  Oder man berechnet das Ganze. Ich wollte das erst hier erklären aber meine Beschreibung war mir etwas zu wirr geraten daher sei in aller Kürze diese Website dafür empfohlen. Dort trägt man die Längen der zwei bekannten Seiten (a und b), die ja gleich sind (bei mir 45 cm) und Winkel Gamma ein. Der beträgt immer 36° Grad (wer wissen will warum, kann das hier beim Menüpunkt „Pentagramm“ nachlesen). Mein Ergebnis: 27,812 cm. Die Länge der Stöcke soll also 45+45+27=117cm betragen (ich hab die 27,812 mal fälschlicherweise abgerundet, lieber die Stöcke etwas kürzer, als das nachher die Lichterkette zu kurz ist).

Das könnt ihr, je nach dem wie lang eure Lichterkette ist, variieren. Nun werden die beschnittenen Stöcker in Sternform angeordnet. Die übereinanderliegenden Spitzen werden ebenso wir die Kreuzungspunkte in der Mitte mit Draht umwickelt.

Dann nur noch die Lichterkette, zum Beispiel mit Kabelbindern, am Stern befestigen, einen Platz zum Aufhängen finden, Licht einschalten, warten, bis es dunkel wird und das schöne Sternenlicht bewundern. Fertig!

lga

Faltkunst

Herzen, Hundepfoten, kurze Wörter, wie Lesen oder Danke, Katzen, Blumen – aus einfachen Buchseiten lassen sich – von leicht bis kniffelig – die schönsten Kunstwerke falten. Dazu braucht es auch gar nicht viel: ausgediente Bücher mit einer angemessenen Seitenzahl; sowie Bleistift, Lineal, Schere und Cuttermesser für die anspruchsvolleren Motive, die nicht nur gefaltet sondern auch ausgeschnitten werden.

In unserer FreitagsKreativReihe „Irgendwas is immer“ bieten wir seit einiger Zeit „Buchfaltkunst“ an. In dieser sind viele wunderbare Exemplare der oben genannten Motive entstanden. Die Vorlagen sucht überwiegend Christine Köhler als Leiterin der Veranstaltung aus. Manchmal bringen die Teilnehmer*innen aber auch eigene Ideen mit oder fragen gezielt nach Vorlagen.
Wie im Fall des Notenschlüssels. So wunderschön er aussieht, wenn er fertig ist, umso friemeliger ist aber der Weg dort hin: Denn die vielen Rundungen haben es in sich. Um diese hinzubekommen werden die einzeln Seiten nicht nur fein säuberlich gefaltet, sondern es wird auch sehr viel ausgeschnitten. Zu all dem Fingerspitzengefühl gehört aber auch noch ein großer Topf Geduld und Ausdauer. Denn auf Grund des Schwierigkeitsgrads ist es nicht gerade ein Projekt, das sich in einem Rutsch herstellen lässt. Rund fünf Stunden reiner Arbeitsaufwand sollten schon eingeplant werden.

Woher wir das wissen? Meine Kollegin Christine Köhler nimmt auch gerne die Herausforderung an und probiert die Ideen und Wünsche der Teilnehmer*innen oft auch selber aus. So war es auch bei dem Notenschlüssel. 🙂

Doch ich finde, Arbeit und Mühen haben sich in jedem Fall gelohnt. Und ein Plätzchen zum Verweilen hat der Notenschlüssel ebenfalls schon gefunden: Er ziert das Büro einer Kollegin und erfreut sie so gleichzeitig mit seiner Anwesenheit. Nur ab und an am Freitag muss er seinen Platz dort für ein paar Stunden verlassen – um sich bei „Irgendwas is immer“ zu präsentieren und vielleicht als Inspiration zu dienen.

 

kte