Faltkunst

Herzen, Hundepfoten, kurze Wörter, wie Lesen oder Danke, Katzen, Blumen – aus einfachen Buchseiten lassen sich – von leicht bis kniffelig – die schönsten Kunstwerke falten. Dazu braucht es auch gar nicht viel: ausgediente Bücher mit einer angemessenen Seitenzahl; sowie Bleistift, Lineal, Schere und Cuttermesser für die anspruchsvolleren Motive, die nicht nur gefaltet sondern auch ausgeschnitten werden.

In unserer FreitagsKreativReihe „Irgendwas is immer“ bieten wir seit einiger Zeit „Buchfaltkunst“ an. In dieser sind viele wunderbare Exemplare der oben genannten Motive entstanden. Die Vorlagen sucht überwiegend Christine Köhler als Leiterin der Veranstaltung aus. Manchmal bringen die Teilnehmer*innen aber auch eigene Ideen mit oder fragen gezielt nach Vorlagen.
Wie im Fall des Notenschlüssels. So wunderschön er aussieht, wenn er fertig ist, umso friemeliger ist aber der Weg dort hin: Denn die vielen Rundungen haben es in sich. Um diese hinzubekommen werden die einzeln Seiten nicht nur fein säuberlich gefaltet, sondern es wird auch sehr viel ausgeschnitten. Zu all dem Fingerspitzengefühl gehört aber auch noch ein großer Topf Geduld und Ausdauer. Denn auf Grund des Schwierigkeitsgrads ist es nicht gerade ein Projekt, das sich in einem Rutsch herstellen lässt. Rund fünf Stunden reiner Arbeitsaufwand sollten schon eingeplant werden.

Woher wir das wissen? Meine Kollegin Christine Köhler nimmt auch gerne die Herausforderung an und probiert die Ideen und Wünsche der Teilnehmer*innen oft auch selber aus. So war es auch bei dem Notenschlüssel. 🙂

Doch ich finde, Arbeit und Mühen haben sich in jedem Fall gelohnt. Und ein Plätzchen zum Verweilen hat der Notenschlüssel ebenfalls schon gefunden: Er ziert das Büro einer Kollegin und erfreut sie so gleichzeitig mit seiner Anwesenheit. Nur ab und an am Freitag muss er seinen Platz dort für ein paar Stunden verlassen – um sich bei „Irgendwas is immer“ zu präsentieren und vielleicht als Inspiration zu dienen.

 

kte

Osterhase aus Klopapierrollen basteln

Ob wir sie nun gehamstert haben oder nicht – so oder so fallen regelmäßig Klopapierrollen an. Die kann man wegschmeißen oder man recycelt sie für Bastelaktionen. Für alle, die gerade nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Kinder suchen, möchte ich euch hier eine einfache Bastelanleitung vorstellen, bei der ihr gleichzeitig eure gesammelten Klopapierrollen verwerten könnt. 🙂

Material:

  • Klopapierrollen
  • Wassermalfarbe (o.ä)
  • Pinsel
  • Bastelkarton
  • Schere
  • Kleber
  • schwarzer Stifft

Zuerst bemalt ihr die Klopapierrollen mit Wassermalfarben.

Aus dem Bastelkarton werden die Füße, die Ohren , die Augen und der Bauch ausgeschnitten.

Nun den Bauch und die Augen auf der Klopapierrolle ankleben und mit einem Stift noch Nase, Schnurrbarthaare und Pupillen aufmalen.

Zum Schluss die Ohren und die Füße ankleben.

Und schon ist der Hase fertig! Man kann sogar ein Osterei drin verstecken. 😉

Falls ihr noch mehr Bastelideen sucht, schaut gerne einmal in der Onleihe vorbei. Dort findet ihr auch Bastelbücher als eBook. Und demnächst könnt ihr sie auch wieder bei uns vor Ort ausleihen. 🙂

lga

Osterdeko in letzter Minute

Ostern ist ja mittlerweile doch schon näher als gedacht und der eine oder andere hat sicherlich auch schon alles fleißig fertig dekoriert. Wem das aber noch nicht genug ist und vielleicht noch ein freies Plätzchen am Osterstrauß oder im Fenster frei hat, dem sei „Möhrli“ ans Herz gelegt. Ich habe Möhrli auf der Handmade in Bielefeld am Stand von „Zipfelschick“ entdeckt. Dort gibt es immer so herrlich niedliche Sachen, die relativ schnell und einfach nachzumachen sind.

Für Möhrli braucht ihr – abgesehen von einer Nähmaschine – nur ein paar Kleinigkeiten:

  • etwas Stoff (je nachdem, wie groß Möhrli werden soll)
  • Garn
  • Nähnadel
  • Holzkugel
  • Bastelkleber
  • schwarzen Stift
  • Pfeifenputzer in weiß
  • eventuell Band zum Aufhängen.

Den Stoff rechts auf rechts legen und die Vorlage aufzeichnen. Die Vorlage hat
die Form eines Trichters oder einer Schultüte, nur dass sie unten nicht spitz
sondern abgerundet ist.

Alles zusammen nähen – oben ist die Wendeöffnung.

Mit einem etwas festeren Garn den Faden einreihen, so dass man Möhrli am
Ende dort oben zusammenziehen kann. Vorher Möhrli mit Watte vollstopfen.

  • Den Faden vernähen.
  • Ein Gesicht auf die Holzkugel malen.

Die Holzkugel auf den Möhrli-Körper kleben, trocknen lassen.

Die Pfeifenputzer zu einem „M“ legen, eventuell zusammen mit einem
Aufhängeband, oben in die Öffnung der Kugel stecken. Wenn alles zu locker sitzt, fest kleben.

Fertig ist Möhrli. 🙂 🙂 🙂

Mehr Inspirationen gibt es auch unter:

http://www.zipfelschick.de/

kte

Natürlich Ostereier färben – ein Versuch

Ostern steht vor der Tür und da ist auch das Färben von Eiern bei vielen ein festes Ritual.
Da ich es persönlich gerne schlicht und natürlich mag, habe ich etwas gestöbert und bin auf dem Blog von Doitbutdoitnow auf eine wunderschöne Anleitung für natürliches Eierfärben (man kann es auch fast Eierkunst nennen – so schön ist ihr Ergebnis geworden 😊) gestoßen und habe es einfach mal ausprobiert.

Man benötigt:

  • Eier
  • natürliche Färbemittel (ich habe rote Zwiebeln, Kaffee und Kurkuma genommen, man kann da aber sehr erfinderisch sein 😉)
  • Essig (der wird später noch eine entscheidende Rolle spielen…)
  • alte Netzstrümpfe
  • Gummibänder
  • Gräser, Blätter aus der Natur

Zuerst habe ich die Eier gekocht und mich danach an die Farben gemacht.

Für die rote Farbe habe ich die Schalen von sieben roten Zwiebeln mit Zugabe von ca. 4 EL Essig circa eine halbe Stunde lang köcheln lassen (für die Nase kein Vergnügen, aber es lohnt sich😉).

Die braune Farbe ist einfacher Filterkaffee und die gelbe Brühe ist Kurkumagewürz, das ich mit kochendem Wasser aufgegossen habe.

Da ich den letzten Rest Essig für die Zwiebeln verwendet habe, musste ich beim Kaffee und Kurkuma leider darauf verzichten – das habe ich später bereut ….

Dann ging es daran, die zuvor gesammelten Blätter und Gräser sanft auf die Eier zu drücken, um dann die Strümpfe so fest wie möglich um die Eier zu ziehen – das erforderte etwas Fingerspitzengefühl, wurde aber mit jedem Ei besser 😉.

Als Blatt und Ei fest im Strumpf waren, habe ich die Strümpfe mit einem Gummi fest zugeknotet und dann in die Farbtöpfe gelegt.

In den Farben badeten meine Eier dann circa 45 Minuten.
Ab und zu habe ich sie probeweise rausgehoben, um zu schauen, wie die Farbe angenommen wurde – leider war die Farbe der Strümpfe kein eindeutiger Hinweis für die Farbe der Eier ….

Die Eier lieber etwas länger baden lassen, da lohnt sich die Geduld! 😊

Zum Schluss habe ich die Eier in die Sonne gelegt und gut trocknen lassen.

Als alles gut getrocknet war, wurden die Strümpfe am Gummiband aufgeschnitten, die Eier vorsichtig rausgeholt und die Blätter – ebenfalls sehr vorsichtig – entfernt.

Im besten Fall sollten die Eier die Farbe gut annehmen und nur der Blütenabdruck sollte weiß bleiben … ja, ja, im besten Fall …

Die gelbe Farbe blieb leider nur minimal an den Eiern haften. Die Eier hätte ich vorher mit Essig einreiben oder der Farbe Essig beimischen sollen.

Die Kaffeefarbe hat die Eier erstaunlich gut gefärbt, obwohl der Essig fehlte.

Das intensivste Ergebnis erhielt ich mit dem Gemisch aus roten Zwiebeln und Essig. Auch wenn es eher braun als rot wurde.

Aber man lernt ja aus Fehlern und ich habe nun noch eine Woche, um es erneut zu probieren 😉.

Es hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und sogar die Katzenoma zeigte Interesse an den ungewöhnlichen Ostereiern 😊.

Die Originalanleitung von Doitbutdoitnow findet ihr hier.

C.L.

Weihnachtsgebastele

In der Adventszeit wurde in der Stadtbibliothek viel gebastelt: Es gab Angebote für Kindergruppen (z.B. KiTa-Gruppen oder OGS-Klassen), Makerspace-Workshops und einen Familientag gleich mit mehreren Basteltischen. Da war sicher auch schon das eine oder andere als Weihnachtsgeschenk gedacht, aber jetzt dürfen wir die Fotos sicher zeigen. 😉

Beim vorweihnachtlichen Familientag am 7.12.2019 wurde gehäkelt, Papier zu Skulpturen gefaltet und aus alten Fahrradschläuchen wurden originelle Schlüsselanhänger. Wir hatten an dem Tag Unterstützung von mehreren ehrenamtlichen Helfer*innen.

Einige fertige Beispiele vom Familientag (Fotos: Juliane)

Auch die Stadtteilbibliotheken haben uns Fotos geschickt:

In Sennestadt bastelten Kinder einer Offenen Ganztagsschule (OGS) diese Weihnachtsmänner hauptsächlich aus Papprollen, Wolle und Watte. Die Bartmode setzt bestimmt schon den neuen Trend für das nächste Jahrzehnt: Kein Weihnachtsmann, der auf sich hält, wird in den 20ern ohne seinen rosa Bart durch den Schornstein schlüpfen.

Man beachte die rosa Bärte! (Foto: N.E., Sennestadt)

In Stieghorst hatte die Kollegin Weihnachtssinger vorbereitet, die dann von den Kindern fertig beklebt wurden. Ist eine bunte Schar geworden – und keiner singt schief!

Weihnachtssinger (Foto: H.L., Stieghorst)

Das sind nur einige Beispiele. Wer jetzt Lust an Selbstgemachtem bekommen hat und meint, alles verpasst zu haben, der muss nicht auf die nächste Adventszeit warten. Makerspace-Angebote, Workshops, Nähcafés für Jugendliche und Erwachsene gibt es das ganze Jahr über, Vorlesen mit Bastelei für Kinder auch; und der nächste Familientag am Neumarkt kommt bestimmt. Guckt einfach in unseren Online-Kalender, unseren Facebook-Account oder unseren Drei-Monate-Veranstaltungsflyer (gibt es gedruckt und als PDF).
Kindergruppen können direkt bei den Kolleg*innen der Stadtteilbibliotheken oder der Kinderbibliothek (Information Kinderbibliothek: Tel: 0521/51-2457, E-Mail: stadtbibliothek.kinderbibliothek@bielefeld.de) nachfragen und einen Termin ausmachen.

HilDa

Nacht der Bibliotheken 2019

Am Freitag, dem 15.03.2019 fand wieder die Nacht der Bibliotheken statt. Alle zwei Jahre öffnen Bibliotheken in ganz Nordrhein-Westfalen zu diesem Anlass auch noch bis in die Nacht hinein ihre Türen und haben für ihre Besucher verschiedenste Veranstaltungen im Programm.

Auch wir waren natürlich wieder dabei und hatten passend zum diesjährigen Motto „Mach es!“ ein Programm aufgestellt, das von 18 bis 22 Uhr dauerte.

Zusammen mit einer Kollegin habe ich den Nähworkshop betreut, bei dem wir mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Tragetasche (wahlweise auch zum Büchertransport einsetzbar) genäht haben. Ich muss zugeben, dass bei dem Workshop so viel los war, dass ich von den anderen Veranstaltungen nicht allzu viel mitbekommen habe.

Mit der Zeit sah ich allerdings immer mehr Kinder mit kunstvollen Luftballonkreationen herumlaufen, die unter professioneller Anleitung von Cordula und Rüdiger Paulsen  erstellt wurden.

Außerdem hörten wir bis 20 Uhr aus dem ersten Obergeschoss Musik zu uns herunterschallen. Beim Community Musik Jam konnten kleine und große Besucherinnen und Besucher  mit verschiedenen Instrumenten unter Anleitung von Musiktherapeutin Zainab Lax zusammen musizieren. Ganz ohne Musikvorkenntnisse! Das Ergebnis klang ziemlich gut. 😉

Wer Lust zum Basteln hatte kam ebenfalls auf seine Kosten. Aus alten Büchern und Papieren wurde Frühlingsdeko entworfen und aus Zahn- oder Spülbürsten, kleinen Motoren und buntem Deko-Material entstanden Brushbots, die anschließend über den Boden flitzten.

Auch die Spielwiese konnte viele Besucher anlocken. Immer samstags leiht die Spielwiese im 1. OG der Stadtbibliothek am Neumarkt Brettspiele aus, und veranstalte außerdem einmal im Monat einen Spielenachmittag zusammen mit uns. An diesem Abend durften sie natürlich nicht fehlen und haben Brettspiele zum gemeinsamen Spielen bereitgestellt.

Apropos spielen … wir dachten eigentlich, dass wir bei all den Veranstaltungen dieses mal auf Gaming an Konsolen verzichten, jedoch hatten wir da unsere Rechnung ohne die begeisterten Gamer gemacht, die direkt um 18 Uhr bei uns nachfragten, wo denn das Gaming stattfinden würde. So hat ein Kollege spontan noch eine Konsole heruntergeholt und hatte ebenfalls bis kurz vor 22 Uhr begeisterten Zulauf.

In einem benachbarten Raum, wurde nicht gespielt, sondern übers Gaming gesprochen. Und zwar über das momentan ziemlich erfolgreiche und heiß diskutierte Fortnight. Pädagogen, Eltern und alle Interessierten konnten sich bei einem Vortag von Franz Philipp Dubberke über das Spiel informieren.

Zu meinen Aufgaben für den Abend gehörte eigentlich auch noch zwischendurch etwas auf Instagram und Facebook zu posten. Bis auf einen einsamen Post in der Instagram-Story, bin ich tatsächlich nicht dazu gekommen mich mit den Sozialen Medien zu beschäftigen und so gab es am Ende des Abends nur noch ein Bild von den sehr erschöpften Kollegen bei Facebook.

Auch wenn wir alle ein bisschen froh waren, dass der trubelige Abend vorbei war, waren wir auch sehr zufrieden, dass die Veranstaltungen so gut angenommen wurden und hatten auch viel Spaß diese umzusetzen und zu betreuen.

lga

Unser alternativer Weihnachtsbaum

Schon vor ein paar Tagen wunderte ich mich über eine große Holzleiter, die eines morgens in der Poststelle auftauchte. Eine Kollegin klärte mich dann über ihren Zweck auf und am Nikolaustag wurde die knapp 3 m messende Leiter dann auch für ihre Bestimmung von 4 fleißigen Kollegen hergerichtet:

Jetzt steht bei uns also in der Eingangshalle der Stadtbibliothek am Neumarkt ein etwas anderer Weihnachtsbaum, geschmückt mit allerlei Selbstgemachtem. Genähtes, Gestricktes, Gebasteltes, Geklebtes, Gesticktes. Egal was, Hauptsache es ist selbstgemacht. Viele Kollegen haben etwas beigesteuert, es ist aber immer noch Platz am Baum und so ist jeder unserer Besucher eingeladen selbst etwas an den Weihnachtsbaum zu hängen! Die ersten Basteleien sind schon dazu gekommen und wir freuen uns auf alles, was den Baum in den nächsten Wochen noch bereichert!

lga

 

 

Es weihnachtet (noch nicht so) sehr

Kaum zu glauben nach dem ewigen Sommer, den wir dieses Jahr hatten, aber so langsam ist tatsächlich schon wieder die Vorweihnachtszeit in Sicht. Die Temperaturen haben sich dem ja immerhin auch schon ein wenig angepasst, sodass man durchaus schon darüber nachdenken kann Lebkuchen, Spekulatius und Co. zu kaufen und zu verspeisen.

Bei uns in der Bibliothek fängt es ebenfalls wieder an weihnachtlich zu werden. Die Weihnachtsbücher sind aus dem Keller geholt und stehen zur Ausleihe bereit und für alle die sich schon mal auf Weihnachten und den Advent einstimmen wollen, bieten wir verschiedene Veranstaltungen an:

Vielleicht ist ja etwas für euch dabei? 😉

lga

 

Sommerferienprogramm in der Stadtbibliothek am Neumarkt

Die Sommerferien haben begonnen, und damit auch die obligatorische Zeit der
Ferienspiele. Auch in der Stadtbibliothek war in der 1. Ferienwoche Programm.

Fleißig gebastelt werden konnte an Legotaschenlampen, Brushbots und Flaschenautos, die auch gleich in Rennen erprobt wurden.

In der letzten Ferienwoche ist von Montag bis Mittwoch Gaming und es gibt die Möglichkeit, selbst ein Videospiel mit Bloxels zu erstellen (Anmeldung erforderlich). Wir sind auch sehr gespannt, wie das funktioniert 😉

Natürlich findet auch in den Wochen 2-5 das Gaming am Dienstag (6-15 Jahre) und der GamerSpace jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat (ab 12 Jahre) statt.

Juliane

 

Wir präsentieren: Unsere Werkstatt!

A Makerspace is a space where you can make – nee… DO – (creative) things. Das ist schon mal keine schlechte Formulierung. Aber geht das auch auf Deutsch bitte?

Hm … Ein Makerspace ist ein Ort, an dem jeder kreativ sein und vorhandene Geräte und Werkzeuge nutzen kann. Gleichzeitig wäre es schön, wenn Aktive anderen Interessierten zeigen und erklären, was er oder sie da gerade so treibt. Dann haben die auch einen Nutzen davon und lernen vielleicht sogar noch etwas Neues.

Das ist allerdings keine offizielle Beschreibung. Sicherlich gibt es einige ausführliche aus der Fachwelt und von Institutionen (die erspare ich euch an dieser Stelle aber) – eine richtige, einheitliche Definition gibt es nicht.
Nun hab ich Makerspace aber immer noch nicht eingedeutscht. Da ich hier keine falschen Bedeutungen verbreiten will, frage ich das Online-Wörterbuch „Leo“. „Leo“ kennt den Begriff überhaupt nicht – ob es wohl daran liegt, dass es keine einheitliche Definition gibt?
Ich für mich würde es eins zu eins „Mach-Raum“ übersetzen. Klingt aber total bescheuert, oder? Also dann vielleicht doch lieber Makerspace oder ein Begriff, der dem am nächsten kommt. Wie Hobbyecke, Bastelraum oder Kreatives Labor.

Was aber hat das alles mit uns zu tun? Viele neidische Blicke habe ich oft genug Richtung Stadtbibliothek Köln geworfen, fasziniert den Kollegen-Vorträgen aus Hamburg auf der AIBM (Tagung für alle deutschen Musikbibliotheken) gelauscht und gespannt verfolgt, was die Düsseldorfer in ihrem LibraryLab so treiben. Habe insgeheim von einem eigenen Bastelraum, Nähmaschinen und der neuesten Spielkonsole für unser wöchentliches Gaming geträumt.

Nicht erst seit heute, aber nach diversen Umbauarbeiten, langen Besprechungen, Diskussionen, Haare raufen und was alles zu solchen Planungen neben ganz viel Vorfreude noch dazu gehört, haben wir endlich unseren Makerspace-Werkstatt- Raum. Denn so heißt er ganz offiziell: Die Werkstatt. Zu finden ist sie in der Zentralbibliothek im 1. OG.
Unter dem Motto „Entdecken Entwickeln Erleben“ stehen dort rollbare Werkbänke mit Schneidbrettern bestückt. Es gibt Heißklebepistolen, Verlängerungskabel, Schraubzeugs – einfach alles was das Werkelherz begehrt. Sogar ein 3D-Drucker wartet auf Motivvorlagen und den Startschuss zum fröhlichen Vor-sich-hin-drucken. Er ist zwar nicht der schnellste, aber in der Warteschleife lassen sich andere lustige Sachen machen. Wie vielleicht die Ozobots und MBots ausprobieren. Das sind lustige kleine Robotergesellen, die für den ersten Einstieg in die Roboterbedienung und -programmierung bestens geeignet sind.

Ozobots können wunderschön leuchten und blinken und wenn ihnen eine schwarze Linie unter die Füße kommt, folgen sie der überall hin. Durch den Einbau von Farbreihenfolgen, wie zum Beispiel rot-blau-grün, kann er auch ein Tänzchen einlegen. Oder sich ganz schnell umdrehen und mit high-speed in die andere Richtung flitzen. Das ist dann aber wieder ein neuer Farbbefehl. Noch dazu kann jeder seinen Ozobot hübsch gestalten. Sei es durch einen attraktiven Helm, Hasenohren oder bunte Aufkleber. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
MBots müssen zuallererst zusammengebaut werden. Das allein ist schon aufregend und manchmal auch etwas fisselig. Aber es macht sehr viel Spaß. (Da entdeckt sicherlich so mancher das Kind in sich wieder). Anschließend  können sie anhand einer Software programmiert werden. Blinken kann er nicht ganz so schön wieder Ozobot (meine Ansicht), dafür hat er aber schöne Kulleraugen (auch meine Ansicht). Praktisch veranlagt wie wir Bibliotheksmenschen nun mal sind, haben wir ihm schon beigebracht wie ein Wirbelwind durch die Regale zu flitzen. Nur beim Einstellen der Bücher ist er noch keine große Hilfe. Da versteckt er sich lieber hinterm Bücherwagen. Aber das bringen wir ihm auch noch bei.

Neben der ganzen Bastelei darf auch das Spielen nicht zu kurz kommen. Und so haben auch die Liebhaber von MarioKart, Fifa und Co. ihren GamerSpace (das Wortspiel übersetze ich an dieser Stelle nicht – trotz redlicher Bemühungen klappt das leider auch nicht immer) bekommen. Noch dazu neue Konsolen, wie die Nintendo Switch oder die PS4 inklusive VR-Brillen. Da man damit ja sozusagen direkt in das Spiel eintaucht, kann einem dabei ganz schön schwindelig werden. Also nichts für so anfällige Menschen wie mich, denen schon komisch wird, wenn sie nur den Brummkreisel bei seinen Drehungen verfolgen.

Aber auch analog geht es mit unseren Freitagsrunden weiter: Wir stricken, spielen und basteln und denken uns mit Sicherheit noch viele weitere Dinge aus.

Denn Irgendwas is ja (bekanntlich) immer.

Ermöglicht hat uns das Projekt „Makerspace“ die Fachstelle des Landes NRW in Düsseldorf.  Die Förderung kommt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Vielen Dank dafür. 🙂

katinkasbackofen