Fundsache der Woche

Bei der aktuellen Wetterlage ist die Verwendung von Sonnencreme zwar absolut verständlich und echt empfehlenswert. Aber in der Bibliothek fällt es dann doch unter Kuriosum, denn vor Sonnenstrahlen muss man bei uns keine Angst haben 😉

Mittendrin Mittwoch #94

Nachdem das Telefonat beendet war, behielt Christoforo Vacchi den Apparat noch eine Weile auf dem Schoß, während sein Blick in unbestimmte Ferne ging. Er lächelte leise.
Gregorio räusperte sich und zerstörte den Zauber des Augenblicks.
Der Padrone seufzte unhörbar. Junge Leute haben noch keinen Sinn für die subtilen Kräfte, die hinter den Kulissen der scheinbar objektiven Wirklichkeit am Werk sind, dachte er.

Eine Billion Dollar von Andreas Eschbach (Seite 263)

Der 28-jährige John Salvatore Fontanelli lebt in New York, arbeitet als Pizzabote und ist stets knapp bei Kasse. Da wird er von vier Anwälten aus Florenz aufgesucht, den Vacchis, die ihm nach und nach beibringen, dass er ein riesiges Vermögen geerbt hat. Johns italienischer Urahn Giacomo Fontanelli legte in seinem Testament fest, dass der jüngste männliche Nachfahre, der am 23. April 1995 am Leben ist, sein Vermögen erben soll. 500 Jahre hat die Familie Vacchi dieses Vermögen verwaltet, dass durch Zins und Zinseszins über die Jahrhunderte auf die gewaltige Summe von einer Billion Dollar angewachsen ist. John tritt das Erbe an, und damit auch die Prophezeiung aus Giacomos Testament, dass sein Erbe mit dem Vermögen einst der Menschheit die verlorene Zukunft wieder geben werde.

Eine Billion Dollar … man kann sich fast nicht vorstellen, wie viel Geld das tatsächlich ist. Um den Lesern genau das etwas näher zu bringen zählt das Buch die Seiten nicht von 1 bis 887, sondern von 1.000.000.000 $ bis 887.000.000.000 $ und nähert sich der eine Billion damit immerhin an. In Fußnoten gibt es immer mal wieder Informationen, was die Beträge im echten Leben bedeuten. Bruttosozialprodukte und Schulden verschiedener Länder, jährliche Militärausgaben der USA, Kosten eines Flugzeugträgers oder der ISS, Vermögen von Bill Gates. So kann man sich  vorstellen in welcher Größenordnung sich Johns Vermögen tatsächlich bewegt.

Billionär zu sein löst Johns Geldprobleme natürlich auf einen Schlag auf und bedeutet für ihn, dass er sich wirklich alles kaufen kann. Bald nennt er einen Ferrari sein Eigen sowie eine Villa in Italien und eine riesige Jacht und gibt zehntausende Dollar für eine neue Garderobe aus. Er lässt sich immer wieder blenden von dem ganzen Geld, vergisst aber auch nie die Prophezeiung seines Urahns und beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, wie er sein ganzes Geld zum Wohle der Menschheit einsetzen könnte.

Es ist spannend zu beobachten, was das Geld mit John anstellt. Wie er sich selber verändert, wie aber auch das Verhalten anderer ihm gegenüber anders wird.

An dem Punkt in der Geschichte, an dem ich gerade angekommen ist, ist noch vieles unklar. Ein dubioser Anwalt, der schon versucht hat John um sein Erbe zu bringen und der scheinbar noch andere Pläne verfolgt, eine deutsche Journalisten, die man gerade erst kennen gelernt hat und ein geheimnisvoller Anrufer, der sich immer wieder bei John meldet. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird.

Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #93

Der Begriff Phantomschmerzen geistert, wenn das Wortspiel gestattet ist, schon seit geraumer Zeit in der Gesellschaft herum und beschreibt Schmerzen, die auftreten können, wenn etwa ein Teil einer Extremität vom Körper abgetrennt wurde, sei es durch Amputation, sei es durch einen Unfall.

Warum landen Asteroiden immer in Kratern :
Puntigam, Martin; Freistetter, Florian; Jungwirth, Helmut

Im Untertitel verspricht uns dieses Sachbuch 33 Spitzenantworten auf die 33 wichtigsten Fragen der Menschheit. Und wirft man nur einen kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis merkt man direkt, dass es sich hier tatsächlich um ernst zunehmende Fragen von entscheidender Wichtigkeit für uns alle handelt. Es wird zum Beispiel endlich geklärt, warum wir auf dem Weg von einem Zimmer ins andere, vergessen was wir wollten, ob Engel Säugetiere sind, ob Gott den Mond erschaffen hat oder auch, ob man in einem Schwarzen Loch zu spät kommen kann.

Mit viel Witz bekommt der Leser/die Leserin jede Menge Wissen (auf eventuell doch nicht immer ganz so ernste) Fragen. Mit 275 Seiten ist das Buch nicht allzu dick und behandelt die Fragen somit auch stets auf wenigen Seiten kurz, bündig und verständlich.

Ich bin gerade beim Kapitel über Phantomschmerzen angelangt, habe aber auch schon die Antwort auf die Titel gebende Frage erhalten, nämlich warum Asteroiden denn nun immer in Kratern landen. Kurze Antwort: Machen sie gar nicht. (Wer hätte das gedacht 🙂 ).

Bei uns könnt ihr das Buch als eBook in der Onleihe ausleihen.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #91

Öfterblühende Strauchrosen werden maßvoll eingekürzt. Quer wachsende und überalterte Triebe, die über vier Jahre alt sind, sollten Sie an der Basis entnehmen. Dies fördert neue Bodentriebe. Belassen Sie nur fünf Gerüsttriebe und schneiden Sie die verbliebenen um etwa ein Drittel zurück (> Abb. 3).

(Seite 65)

Gartenbuch vor einer Gießkanne aus Blech

Sachbuch „Quickfinder Gartenjahr“ aus dem Verlag Gräfe und Unzer, 2009

Schon wieder ein Gartenbuch. Ich bin halt blutiger Laie, bei meinen Zimmer- und Balkonpflanzen hatte ich immer einen schwarzen Daumen, d.h. kaum eine Pflanze hatte eine Überlebenschance bei mir. Und jetzt ein Garten. Das Frühjahr beginnt, ich möchte einiges umgestalten, aber auch einiges erhalten. Wann und vor allem wie beschneide ich die Rosen? Och, die Johannesbeeren hätte ich direkt nach der Ernte im letzten Jahr schon zurecht schneiden sollen? Tja, nächstes Mal. Ab wann und wie kann ich das Blumenbeet bearbeiten und neu bepflanzen? Und vor allem womit?

Wir haben viele Gartenbücher in unserer Bibliothek, aber dieses scheint mir für mich besonders geeignet. Ich kann mich Monat für Monat durcharbeiten, alles ist einfach und verständlich erklärt, Illustrationen zeigen mir, wo ich z. B. die Schnitte ansetzen muss. Ein gutes Grundlagenbuch, das ich wohl kaufen muss, denn ich benötige es ja für alle Jahreszeiten und sicher nicht nur in diesem Jahr.

OK, bevor ich zur perfekten Hobbygärtnerin werde, muss ich natürlich auch noch all die anderen Gartenbücher aus unserem Bereich Haus und Garten lesen und durcharbeiten. Also werde ich hier immer wieder mal eines vorstellen in den nächsten Monaten, Jahren.

Wenn Ihr auch interessiert seid: die Katalogdaten einschließlich einer neueren Auflage und einer eBook-Ausgabe in der Onleihe hier.

HilDa

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Lernboxen und andere Arbeitsplätze in der Bibliothek

Lernarbeitsplätze in der Bibliothek sind zurzeit sehr begehrt. Unsere drei Lernboxen sind zumindest nachmittags und samstags fast immer belegt, schon Tage oder gar Wochen im Voraus reserviert. An den PC-Arbeitsplätzen und an jedem freien Tisch in der Bibliothek sitzen Schüler und machen ihre Hausaufgaben, schreiben Praktikumsberichte oder Bewerbungen, bereiten in Gruppenarbeit oder alleine Referate vor. Ehrenamtliche treffen sich mit ihren Jugendlichen oder erwachsenen Schülern zur Nachhilfe, zum Sprachtraining, zur Unterstützung bei Behördengängen und dem Ausfüllen von Formularen. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Die drei Lernboxen könnt Ihr unter unserer zentralen Telefonnummer 51-5000 während der Öffnungszeiten für maximal 3 1/2 Stunden reservieren und natürlich auch direkt bei uns am Auskunftsplatz fragen. Vor allem für die große Lernbox 3 haben Gruppen den Vorrang. Aber gerade jetzt vor Abitur und vielen anderen Prüfungsterminen ist – wie schon gesagt – die Nachfrage groß.

durch dicke Filzwände abgeschirmte Arbeitsplätze

Zwei Workbays im 1. Obergeschoss der Stadtbibliothek am Neumarkt

Um dieser Nachfrage gerechter werden zu können, haben wir vier neue, durch Filzwände abgeschirmte Workbays angeschafft und aufgestellt; damit haben wir jetzt insgesamt acht: sechs 2er- und zwei 4er-Sitzgruppen.
Noch funktionieren nicht in allen Sitzgruppen die Steckdosen, da wir einige Kabel neu verlegen müssen. Aber das wird auch noch, versprochen.

 

 

HilDa

 

Hinter den Kulissen

„Ihre Arbeitszeiten hätte ich gerne!“ – Das ist ein Spruch, den ich durchaus schon öfter gehört habe. Schließlich öffnet unsere Bibliothek ja erst um 11 Uhr, montags sogar erst um 14 Uhr (in den Stadtteilbibliotheken gibt es ähnliche Öffnungszeiten). Aber tatsächlich sind die einzigen Tage, an denen ich selber gegen 11 Uhr anfange zu arbeiten, Tage mit Abendveranstaltungen. Und an allen anderen Tagen beginnt die Arbeitszeit für die meisten Kollegen definitiv früher als 11 Uhr. Denn neben der Arbeit im Publikumsbereich gibt es noch haufenweise andere Dinge, die erledigt werden wollen. Da wären zum einen all die Medien, die Tag für Tag zurückgegeben und natürlich auch wieder in die Regale eingestellt werden wollen. Dabei achten wir auch darauf, ganz allgemein wieder Ordnung in die Räumlichkeiten zu bringen.

Außerdem gibt es eine ganze Menge Aufgaben, die sich hinter den Kulissen abspielen. Fernleihbestellungen wollen bearbeitet, Medien ausgewählt, bestellt und katalogisiert werden. Zeitschriften und Zeitungen werden zur Ausleihe bereitgestellt, der Dienstplan muss erstellt werden, die Onleihe will gepflegt werden, genau wie die zahlreichen weiteren Online-Angebote und Datenbanken oder auch unser Veranstaltungskalender. Medienbestellungen und Vorbestellungen werden bearbeitet und dazu kommen noch all die Veranstaltungen, die bei uns stattfinden. Veranstaltungen mit Kindern in der Kinderbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken, Gaming, Lesungen, Führungen, die Irgendwas is immer Veranstaltungen, Ausstellungen, Trick 17 usw. müssen geplant, vorbereitet und durchgeführt werden. Es gibt eine EDV-Abteilung, Rechnungswesen, Sekretariat, Forderungsmanagement. Und so weiter und so fort.
So gibt es eben auch einige Kollegen, die gar nicht im Publikumsbereich arbeiten und viele Kollegen, die mit unterschiedlichen Stunden dort eingesetzt sind.

Vieles davon ist für unsere Nutzerinnen und Nutzer aber natürlich nicht zu sehen, von daher kann ich die Vermutung, wir würden alle erst um 11 Uhr mit der Arbeit beginnen und um 18 Uhr nach Hause gehen, schon verstehen (auch wenn ich darüber trotzdem leicht verwundert den Kopf schütteln muss 😉 ).

lga

Mittendrin Mittwoch #88

Hier würde er zur Wahl gehen. Zum ersten Mal. Pascal war zweiundvierzig. Als es im Land zum letzten Mal freie Wahlen gegeben hatte, war er ein Jahr alt gewesen. „Ich wähle das Leben“, sagte er, „das Recht aufs Dasein. Es ist ein Neuanfang.“

Kongo : eine Geschichte von David Van Reybrouck

Im vergangenen Jahr habe ich den Thriller Extinction von Kazuaki Takano gelesen, der zum Teil im Kongo spielt. Dabei wurde auch kurz die Geschichte des Kongo angerissen, wobei ich gemerkt habe wie wenig ich über dieses Land weiß. Dass es mal eine belgische Kolonie war und zwischendurch Zaire hieß war auch schon alles.
Daraufhin habe ich mal recherchiert, was wir über den Kongo bei uns so im Bestand haben und bin auf das Buch Kongo : eine Geschichte von David Van Reybrouck gestoßen.

Er führt in seinem Buch durch die Geschichte des Landes von den Anfängen der Kolonialzeit bis zu den jüngeren Entwicklungen bis ins Jahr 2010, in dem das Buch auch erschienen ist. Dabei beschreibt er die verschiedenen Etappen in der kongolesischen Geschichte nicht einfach nur, sondern lässt auch immer wieder Aussagen verschiedenster Interviewpartner einfließen, die selbst bei den Ereignissen dabei waren. Hier kommen Anhänger verschiedener Politker zu Wort, Kindersoldaten, Geschäftsfrauen, Musiker, Politiker, Studenten. Vor allem das hat einem die Geschichte dieses Landes sehr nahe gebracht.

Während es auf der einen Seite sehr interessant war über den Kongo zu lesen, hat es mich auf der anderen Seite immer wieder sehr betroffen gemacht. Gefühlt durch das ganze Buch ziehen sich Angaben davon, wie viele Menschen bei verschiedensten Ereignissen gestorben sind.

Freie Wahlen gibt es seit ein paar Jahren also wieder aber das Land ist trotz dessen, dass es eines der fruchtbarsten Länder der Welt ist und totz seines Rohstoffreichtums immer noch eines der ärmsten Länder der Welt. Und die letzten Wahlen wurden mehrfach verschoben, bis sie Ende 2018 unter viel Chaos schließlich doch stattfanden:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-12/kongo-wahlen-auszaehlung-zwischenfaelle, https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-01/kongo-demokratische-republik-felix-tshisekedi-praesident.

lga

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Mittendrin Mittwoch #85

Mit dem Frieden von Lübeck und dem Restitutionsedikt 1629 hatte die kaiserliche Macht Ferdinands II. ihren Zenit erreicht. Ähnlich wie nach dem böhmisch-pfälzischen Krieg gab es einen klaren Sieger und geschwächte, entmutigte Verlierer im In- und Ausland, ähnlich wie damals hätte der Krieg an dieser Stelle enden können.

Der Dreißigjährige Krieg : Zerstörung und Neuanfang in Europa von Frauke Adrians, Seite 71

Im letzten Jahr lag der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 400 Jahre zurück. Dazu gab es bei uns in der Bibliothek auch das ein oder andere neue Buch zum Thema, welche mich mit ihrer Dicke aber eher abgeschreckt haben. Bei Romanen macht es mir ja nichts aus, wenn die auch mal ihre 1000 Seiten haben, bei Sachbüchern fühle ich mich da allerdings eher bedroht.
Letztens entdeckte ich aber ein Buch, das mir schon eher zusagte. Knapp 190 Seiten, das ist auf jeden Fall zu schaffen und für mich als leider Ahnungslose zum Einstieg wohl auch besser geeignet. (Bis heute frage ich mich ja, warum wir den Dreißigjährigen Krieg nie im Geschichtsunterricht behandelt haben).
Die eine oder andere Doku habe ich mal gesehen und worum es im Groben geht, weiß ich zwar, mehr aber auch nicht. Das Buch scheint daher wirklich gut geeignet zu sein, um einfach mal einen Überblick über Ursachen, Verlauf und Ende des Dreißigjährigen Krieges zu bekommen. Wenn ich das Buch ausgelesen und trotzdem noch Lust auf mehr Infos habe, kann ich mich ja immer noch an die etwas ausführlicheren Bücher wagen. 🙂

Katalogdaten zum Buch findet ihr hier.
Und das sind die beiden Bücher, um die ich bisher einen Bogen gemacht habe.

Weitere Medien zum Dreißigjährigen Krieg findet ihr auf unserer Website.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.