Hörbuchtipp: Die Deutschen

Auf der Suche nach einem neuen Hörbuch bin ich in der Onleihe über den Titel Die Deutschen: vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert gestolpert. Irgendwie kam mir das Ganze seltsam bekannt vor, die Inhaltsangabe verriet auch wieso. Begleitet wird das Buch nämlich von einer 10-teiligen ZDF-Doku, die ich vor Jahren mal gesehen habe. Es gibt auch ein zweites Buch und 10 weitere Folgen der Dokumentation.

In dem Hörbuch werden nun 10 Persönlichkeiten betrachtet, die an Wendepunkten der deutschen Geschichte stehen. So etwa Otto der Große, Martin Luther oder der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II.
Ich fand es spannend zu betrachten, wie einzelne Persönlichkeiten, ob freiwillig oder unfreiwillig, zur Entstehung Deutschlands beigetragen haben. Natürlich ist es nur ein Schnelldurchlauf durch 1000 Jahre deutsche Geschichte, dafür eignet es sich aber vor allem für Neulinge auf dem Gebiet.

Das Hörbuch könnt ihr bei uns in der Onleihe ausleihen.

Die Fortsetzung Die Deutschen: von Karl dem Großen bis Rosa Luxemburg haben wir zwar nicht als Hörbuch im Bestand, dafür aber als Buch in der Geschichtsabteilung in der Bibliothek am Neumarkt.

Die Folgen der ZDF-Dokumentation finden sich frei verfügbar in der ZDF-Mediathek.

lga

Einfach mal weg.

Ihr Lieben, wem geht es nicht so- der Gedanke „ach, ich könnte jetzt einfach mal ans Meer fahren“ spukt doch oft in unseren Köpfen herum. In meinem Sommerurlaub haben wir das dann spontan gemacht. Es ging für drei Tage an die Schlei. Mein Babybauch und ich haben uns leider nicht mit dem Bett in der Ferienwohnung anfreunden können, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Ruhe, Wasser und Sonne- mehr wollten wir gar nicht. Und das alles haben wir bekommen. Gottseidank waren wir vor der großen Hitze dort, denn bei 35 Grad mag man sich nichts mehr anschauen und auch am Meer liegen ist dann (insbesondere für mich als Vertreterin der rothaarigen Menschen) nicht mehr schön.

Nach einer endlos langen Autofahrt (Niedersachsen ist momentan herrlich, ich weiß nicht, ob es einen Abschnitt gibt, in dem nicht gebaut wird?) kamen wir am Zielort an. In Sundsacker, direkt dem kleinsten Städtchen Deutschlands, Arnis, gegenüber. Nur auf der anderen Seite der Schlei. Aber macht nichts, die kleine Fähre war zu putzig!

die Schlei

Dort oben gibt es wundervolle kleine Orte, viele Fahrradfahrer und einiges zu sehen. Zum Beispiel Haithabu. Das war mal eine Siedlung dänischer Wikinger. Seit über neun Jahrhunderten ist der Ort Haithabu verlassen und ist gemeinsam mit dem Danewerk (das ist der Befestigungswall der Siedlung) das bedeutendste archäologische Bodendenkmal in Schleswig-Holstein und zählt seit 2018 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Beeindruckend ist das kleineMuseum. Dort werden Originalfunde ausgestellt. Ich finde es immer Wahnsinn, was die Leute früher alles schon gemacht haben. Goldschmuck, bearbeitete

Haithabu

Edelsteine und erste Münzen- viel hat Gottseidank die Zeit überdauert und kann uns so einen kleinen Einblick in das Leben von vor etlichen Jahrhunderten geben.

 

 

Natürlich durfte der Sprung in die Ostsee nicht fehlen. Herrlich! 🙂

Spontan haben wir beschlossen, Flensburg einen Besuch abzustatten. Wenn man schon mal „da oben“ ist. Ich wusste nicht mehr über Flensburg, als dass es an der Grenze zu Dänemark liegt, kenne die SG Flensburg-Handewitt (Handballverein) und weiß, dass dort die „Punkte in Flensburg“ zu Hause sind.
Was war es für eine Überraschung- Flensburg ist sooooo schön!!! (Das letzte Mal hat mich vor Jahren Helsinki so überrascht. Auch eine kleine Ostsee-Perle^^) Nicht zu groß, einfach angenehm. Der erste Blick auf die Stadt vom Auto aus war direkt der bekannte Blick auf die Flensburger Förde… und es hatte mich gepackt.

Beim Schlendern durch die Innenstadt fiel uns ein Laden auf: „Gandalph“. Ein Paradies für Fantasy-Lektüre-Liebhaber und Spiele- Fans. Ich hab versucht, heimlich ein paar Fotos zu machen. Wenn ihr da seid- stattet dem Geschäft unbedingt einen Besuch ab! Die Verkäufer waren klasse, sie wussten, was sie verkaufen und konnten Familien, die einfach nach netten Gesellschaftsspielen suchten oder Einzelpersonen, die spezielle Fantasy- Games für sich entdeckt hatten, problemlos weiter helfen. Ich liebe solche Läden. Leider werden sie immer seltener. Natürlich haben auch wir unsere Spielesammlung erweitert. 🙂

 

Gegessen haben wir in einem sehr netten Restaurant. Letztens sprach ich mit einer Kollegin darüber, dass man beim schlendern durch Fußgängerzonen in Städten ruhig öfter mal nach oben schauen soll- oft zieren tolle Giebel die Häuser. Aber auch bei Außensitzplätzen von Restaurants kann es sich lohnen:

Die Mädels, die dort bedient haben, wechselten übrigens mühelos von Deutsch ins Dänische und wieder zurück. Richtig nett!

Das spontane Entfleuchen aus dem Alltag hat sich sehr gelohnt. Das könnte man eigentlich öfter machen. 🙂

 

kwk

Wenn unsere Bücher auf Reisen gehen

In den Sommerferien werden bei uns Massen an Büchern ausgeliehen. Anhand der Reiseführer, die dann schwungweise zurückkommen können wir immer ganz gut sehen, in welchen Ländern unsere Bücher dann so unterwegs waren.

Wir wurden von euch schon einige Male gefragt, was wir denn so an Fundsachen bei uns finden (hört sich witzig an). Da gibt es einiges und die folgende Geschichte möchten wir euch nicht vorenthalten. Einfach weil sie zeigt, dass doch noch kleine Wunder geschehen. Wir sind uns  zwar nicht sicher, ob es überhaupt unter „Fundsachen“ eingeordnet werden kann- aber irgendwie schon.

Uns erreichte nämlich ein „Findelbuch“. 🙂

Zuerst guckten wir natürlich etwas ratlos, aber in einem beigelegten Brief erklärten uns die ehrlichen Finder, warum wir nun ein Päckchen aus Berlin bekommen haben:

Unser Buch hat mit seinem Leser Urlaub in Polen gemacht, um genau zu sein in der schönen Stadt Krakau. Auf dem Wawel-Hügel wurde es allerdings im Touristen-Postamt vergessen.

Zum Glück kamen nette Menschen aus Berlin vorbei, die nach der Hügel-Erklimmung eigentlich nur schnell noch Briefmarken kaufen wollten… Ihnen fiel das Buch auf, welches einsam am Tresen lag- die polnische Postangestellte hatte nicht wirklich Interesse an dem guten Stück. Sie entdeckten unseren Besitzstempel und nahmen es kurzentschlossen mit in ihre Heimat, nach Berlin. Kurz nach ihrer Rückkehr verpackten sie es und schickten es uns ins Haus mit der Bitte, den Entleiher ausfindig zu machen und ihr oder ihm mitzuteilen, dass das Buch gefunden wurde und schon wieder bei uns ist.

Der Leser war erleichtert, wir auch und vielleicht ist auch das Buch froh, nach dieser spannenden Reise wieder bei uns zu sein. 🙂

kwk

Mittendrin Mittwoch #19

„Noch schneller, als von Katharina erwartet, begann der Krieg. Ihre Machtdemonstration auf der Krim veranlasste die Türken, umgehend den russischen Botschafter in Konstantinopel zu verhaften und somit bewusst die Kriegshandlungen auszulösen.“

aus: Carolly Erickson: „Katharina die Große„, S. 403

Ich stecke mitten in einer Biografie über die russische Zarin. Auf dem Flohmarkt gekauft, entpuppt es sich gerade als kleiner Schatz- es ist nämlich so geschrieben, dass man immer weiter lesen möchte. Bei einer Biografie passiert das ja nicht immer. 😉
Die Lebensgeschichte von Katharina II., genannt Kathrina die Große, wird von ihrer Kindheit als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst über die Heirat mit Peter III. und ihre darauffolgende Machtübernahme spannend erzählt. Wie man vielleicht vermutet, wird es wohl im folgenden Kapitel zum Krieg kommen…?

 

 

 

kwk

Elizzy von read books and fall in love hat sich die Blogaktion ausgedacht. Der „Mittendrin Mittwoch“ besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Neulich im sagenumwobenen Harz…

Es muss nicht immer der sonnige Süden sein – unsere schöne Heimat hat so viel zu bieten!

So z.B. den Harz, und diesmal hat es mich zum Wandern ins Bodetal verschlagen.

128Aufgrund der Vielzahl an mystischen und sagenhaften Geschichten trägt die Region auch den Namen „Sagenharz“. Die Landschaft hat bereits ihr schönstes Herbstkleid umgehängtund die Felsplateaus des Hexentanzplatzes und der Roßtrappe sind voller Faszination und Geheimnisse – ganz besonders mystisch ist die Stimmung in den Abendstunden.

Hexen:  sie gibt es hier in allen Variationen –  aber wieso nur werden sie immer alt und runzlig dargestellt?

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Auf dem Hexentanzplatz, dort wo die Hexen in der Walpurgisnacht feiern, bevor sie zum Brocken fliegen, um sich dort mit dem Teufel zu vermählen, sehen sie interessanterweise ganz anders aus… 😉

 

 

In Thale, am Fuße der sagenumwobenen Felsen und dem Ausgangspunkt der Bodetalschlucht, da trifft man sie überall, die germanischen Götter, die von Künstlern visualisiert wurden:

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Wotan, den Gott des Sturms und der Weisheit, oder Ägir, den Wasserriesen, oder die Nornen, die drei unseren Lebensfaden spinnenden Frauen.

 

 

 

Mein persönliches Highlight war die Wanderung durch die wildromantische Schlucht des Bodetals von Thale bis Treseburg: ein phantastischer, fast schon mystischer Ort, der nicht nur atemberaubend, sondern auch eines der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland ist. Am Ausgang des Bodetals zwischen den Granitfelsen der Roßtrappe und des Hexentanzplatzes ragen einige Felsen fast senkrecht bis zu 230m in die Höhe.

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Oder Werningerode: eine einzige Puppenstube voller bunter, liebevoll restaurierter Fachwerkhäuser, die sich malerisch aneinanderreihen – es macht einfach Spaß, durch die bunten Gassen zu bummeln!

 

 

Und wem das alles noch nicht spannend genug ist, den erwartet an der Rappbodetalsperre ein Kilometer pures Adrenalin: 120 m über dem Abgrund fliegt man mit der größten Doppelseilrutsche Europas (Megazipline) über die Talsperre – mir wurde schon beim Zuschauen schlecht, aber mein Freund hat sich getraut!

S. Quermann