Schon gesehen? – Inspector Barnaby

… eine zeitlose, alt und doch gleichzeitig modern erscheinende Serie mit einer Ohrwurm-Titelmelodie…

Ich mag keine Thriller. Oder Krimis. Aber ist es draußen regnerisch und bedeckt, habe ich immer Lust auf eine Folge der britischen Krimiserie „Inspector Barnaby“. Es geht um Detective Chief Inspector Tom Barnaby, dessen Wirkungskreis in der fiktiven Grafschaft Midsomer liegt. Kurz gesagt – mit seinem Assistenten klärt er Morde auf. Man muss wissen, die  Geschichten sind keineswegs blutrünstig und die Drehorte durchaus nett anzuschauen. Typisch englisch, ohne ins kitschige abzudriften. Toll ist auch, dass die beiden quasi nie zu einer Tasse Kaffee eingeladen werden, sondern immer eine Tasse Tee angeboten bekommen. Very britisch eben.

Ohje, das Licht spielte mir wieder nicht in die Karten… :-/

Neben Tom und seinem Assistenten (je nach Staffel mit den Nachnamen Troy, Scott oder Jones) spielen Toms Frau Joyce und Tochter Cully mit. Joyce ist oft nörgelig, bekommt Tom doch immer dann die passenden Geistesblitze, wenn die beiden eigentlich gemeinsame Ausflüge machen wollen oder einfach schön essen gehen wollen. Apropos essen gehen – das wird bei der Familie Barnaby recht oft gemacht, Joyce kocht zwar, aber ihre Kochkünste sind nicht so der Hit. 🙂

Tja, und was passiert nun Aufregendes in Midsomer? Es wird erdolcht, erstochen, erhängt, ermistgabelt, erpresst (manchmal auch Menschen in Maschinen gepresst), erschlagen, erschwertet… so ziemlich alles (auch leicht absurdes) ist vorgekommen. Aber bei mittlerweile 21 Staffeln kann man schon mal vergessen, wer nun der Mörder war und sich die Folgen gerne nochmal anschauen. Wie sagte doch die Queen: „Eigentlich dürfte es dort keine Einwohner mehr geben“. Ihre Majestät hat gesprochen.

1997 lief die Serie erstmals in Großbritannien im Fernsehen, bei uns erst ab 2005. Deshalb erscheinen einem die leicht altmodischen Anzüge und Frisuren merkwürdig, aber doch liebenswert. Die Serie hat den Sprung ins digitale Zeitalter mühelos geschafft und stattete die Charaktere irgendwann auch mit Handys, E-Mail und Co. aus. John Nettles, der den liebenswerten Inspector spielt, stieg irgendwann aus der Serie aus (ich glaube in Staffel 13…) und mit ihm seine Frau und Tochter. Den Polizeiausweis übernahm dann sein Cousin John Barnaby, der mit Frau und Hund in ein tolles Landhaus zog und nun die Fäden in der Hand hält. Ein großer Unterschied ist nun, dass seine Frau Sarah keine Hausfrau ist, sondern die Leitung der örtlichen Grundschule übernommen und deshalb beruflich so einiges zu tun hat. So bleibt John oft nur Hund Sykes zum Reden.

Ich kann es drehen und wenden wie ich will, die neuen Folgen sind gut und ich schaue sie gerne, aber für mich bleibt der „alte“ Barnaby eben immer der „richtige“ Barnaby.

kwk

 

Mittendrin Mittwoch #50

„Hinkston, Lustig – ich könnte Ihr Vater sein. Ich bin gerade achtzig geworden, 1950 in Illinois geboren. Durch Gottes Gnade und dank einer Wissenschaft, die es in den letzten fünfzig Jahren fertiggebracht hat, einige alte Männer wieder jung zu machen, bin ich jetzt hier auf dem Mars, kaum erschöpfter als die Übrigen, aber unendlich misstrauischer. Die Stadt da draußen sieht sehr friedlich und kühl aus und ähnelt Green Bluff in Illinois so sehr, dass es mir fast Angst macht. Sie ähnelt Green Bluff viel zu sehr.“ Er wandte sich an den Funker. „Teilen Sie der Erde mit, dass wir gelandet sind. Das ist alles. Sagen die, dass wir morgen einen kompletten Bericht durchgeben.

Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury, Seite 77

Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury thematisieren eine Kolonisierung des Mars. Erschienen ist der Roman 1950 und spiegelt somit Ängste und Vorstellungen der US-Amerikaner zur damaligen Zeit wieder. Ich bin auch kurz über die Beschreibung des Marshimmel als blau gestolpert, habe mich dann vom Impressum aber mal über das Erscheinungsjahr aufklären lassen.

Ansonsten hat mich das Buch direkt in seinen Bann geschlagen. Bisher habe ich über zwei erste Erkundungsmissionen zum Mars gelesen. Es war wahnsinnig spannend, auf welche Art und Weise diese jeweils durch die Interaktion mit den Marsbewohnern gescheitert sind. Ich bin mal gespannt, ob die dritte Mission, bei der ich gerade angelangt bin, mehr Erfolg haben wird.

Insgesamt umspannt das Buch die Jahre 1999 bis 2026. Das Marsbewohner und Menschen über diesen Zeitraum friedlich miteinander auskommen bezweifle ich gerade irgendwie, ich lasse mich mal überraschen, wie das Ganze ausgeht.

Das Buch könnt ihr bei uns auf deutsch oder englisch ausleihen, die genauen Infos findet ihr hier.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich die Blogaktion ausgedacht. Der „Mittendrin Mittwoch“ besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

 

Mittendrin Mittwoch #13

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

„We can do all our Christmas shopping there!“ said Hermione. „Mum and Dad would really love those Toothflossing Stringmints from Honeydukes!“ Resigned to the fact that he would be the only third-year staying behind, Harry borrowed a copy of „Which Broomstick“ from Wood, and decided to spend the day reeading up on the different makes.

J. K. Rowling: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, S. 142

Die meisten haben es bestimmt erkannt- allein die Namen „Hermione“ und „Harry“ sagen eigentlich schon alles aus. Vielleicht wundert ihr euch, weshalb ich es auf englisch lese. Manchmal überkommt es mich, dass ich richtig Lust habe, meine grauen Zellen mal wieder richtig anzustrengen aber dann doch nicht so viel Lust da ist, ein mir unbekanntes Buch auf Englisch zu lesen. Dann greife ich doch oft zur deutschen Alternative, denn das Lesen in der Muttersprache ist doch leichter. Aber irgendwann dachte ich mir, ich könnte doch die Harry- Bücher auf englisch lesen- da weiß ich, was drin vor kommt und es ist nicht so schlimm, wenn man etwas nicht richtig versteht. Und mittlerweile bin ich bei Band drei angekommen 🙂
Hier geht es gerade darum, dass der arme Harry nicht den anderen in das Dörfchen Hogsmeade darf, da die bezaubernden Verwandten die Ausflugserlaubnis nicht unterzeichnet haben. Also leiht er sich von Oliver Wood ein Buch („Welcher Besen“) und schmökert notgedrungen darin herum- aber Harry Potter wäre nicht Harry Potter, wenn es so friedlich weitergehen würde… 😉

kwk