Mittendrin Mittwoch #74

Die Chimära ist ein seltenes griechisches Monster mit einem Löwenkopf, einem Ziegenleib und einem Drachenschwanz. Von heimtückischer und blutrünstiger Natur, ist die Chimära höchst gefährlich. Unseres Wissens ist es bisher nur einem Zauberer gelungen, eine Chimära zu erlegen, und der Unglückliche stürzte kurz danach zu Tode erschöpft von seinem Geflügelten Pferd (siehe dort) und starb. Chimära-Eier gelten als nicht verkäufliche Güter der Klasse A.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
von Newt Scamander (bzw. Joanne K. Rowling 😉 )

Nachdem ich vor kurzem mal wieder die Harry Potter Bücher gelesen habe, dürfen nun die drei  Zusatzbücher zur eigentlichen Reihe auch nicht fehlen. Quidditch im Wandel der Zeiten, Phantastische Tierwesen und wo sie zufinden sind und Die Märchen von Beedle dem Barden heißen sie. Das Buch über den beliebtesten Sport der Zauberer habe ich schon durchgelesen und momentan stecke ich mitten in den Beschreibungen von phantastischen Tierwesen (der Film, der lose auf dem Buch basiert, ist übrigens auch sehr sehenswert und Teil 2 kommt diese Woche auch endlich in die Kinos! 😀 ).

Die drei Bücher haben jeweils um die 100 Seiten und sind somit ruck zuck durchgelesen und eher ein kurzes Vergnügen. Sie machen dafür aber sehr viel Spaß. Ich mag die Idee, Bücher aus dem Harry Potter Universum zu nehmen und tatsächlich zu schreiben. Quidditch im Wandel der Zeiten steht in der Bibliothek von Hogwarts und enthält somit vorne eine recht bedrohliche Warnung von Madam Pince der Bibliothekarin: „Achtung: Wer dieses Buch zerreißt, zerfetzt, zerschnipselt, verbiegt, faltet, verunstaltet, entstellt, beschmiert, bekleckst, durch die Gegend wirft, fallen lässt oder auf andere Weise beschädigt, misshandelt oder mit mangelndem Respekt behandelt, dem jage ich die schlimmsten Strafen auf den Hals, derer ich fähig bin.“ Vielleicht sollten wir so was auch in unsere Bücher kleben?
In Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind gibt es kleine Kritzeleien von Harry, Ron und Hermine zu entdecken, da es eines ihrer Schulbücher ist (unter die Beschreibung der Chimära hat Harry zum Beispiel „Hagrid hat sicher schon welche bestellt“ geschrieben). Und im Buch von Beedle dem Barden kann man neben dem Märchen von den drei Brüdern, das schon in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes vorkommt, weitere Märchen aus der Zaubererwelt kennen lernen.

Schön finde ich auch, dass J. K. Rowling alle Verkaufserlöse der drei Bücher an gemeinnützige Organisationen spendet. Die Bücher könnt ihr aber natürlich auch bei uns in der Bibliothek ausleihen 😉

lga

Mittendrin Mittwoch #69

„Wollt ihr mir etwa sagen“, knurrte er sie an, „dass dieser Junge – dieser Junge! – nichts von – von NICHTS weiß? […] Hagrid sah aus, als würde er gleich explodieren. „Dursley!“, dröhnte er. Onkel Vernon, der ganz blass geworden war, flüsterte etwas, das sich anhörte wie „Mimbelwimbel“. Hagrid starrte Harry mit wildem Blick an. „Aber du musst doch von Mum und Dad wissen“, sagte er. „Ich meine, sie sind berühmt. Du bist berühmt.“

Harry Potter und der Stein der Weisen, S. 57 und 58

So, das habe ich nun davon. Mal eben einen Mittendrin-Mittwoch schreiben. Über Harry Potter. Kann ja nicht so schwer sein. – Dachte ich mir. Denn Harry ist schließlich berühmt – in der fiktiven bunten Zauber-Welt der Bücher und in unserer realen Welt. Ich behaupte einfach mal, so gut wie jeder kennt ihn und seine wunderbar faszinierend-magisch und immer wieder lesenswerten Abenteuer, die er in den sieben Bänden erlebt. Genau hier liegt die Krux: Wie schreibe ich einen Beitrag über ein Buch, dass alle Welt kennt?

Vielleicht sollte ich einfach über „meinen“ Harry Potter schreiben!

Bereits seit längerer Zeit möchte ich gerne mal wieder die Geschichten lesen. Aber wie das so ist, immer gibt es neue spannende Bücher, die sich auf der To-read-Buchleseliste vor Harry Potter schieben. Vor ein paar Wochen jedoch ignorierte ich alle neuen ungelesenen Bücher und fischte mir stattdessen den ersten Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ aus dem Regal. Kaum hatte ich die ersten Zeilen gelesen, war ich – wie früher – wieder sofort gefangen in der Zauberwelt: Die Dursleys waren immer noch genauso gemein, wie ich sie in Erinnerung hatte – ich würde sie am liebsten immer noch auf direktem Weg nach Askaban schicken, ohne Rückfahrkarte ; die herzlichen Weasleys, bei denen es nie langweilig wird und die Harry wie ihren sechsten Sohn behandeln ; die clevere Hermine, die zum Staunen von Harry und Ron auch spontan mal Regeln Regeln sein lassen kann ; Hagrid, der Tiere liebt, egal wie gefährlich sie sind ; der weise Professor Dumbledore, der immer alles zu wissen scheint ; der fiese Professor Snape, der keine Gelegenheit auslässt, Harry und dem Haus Gryffindor, dem er angehört, Punkte abzuziehen … Es gibt noch so viele weitere nennenswerte Charaktere und nicht zu vergessen Harry selbst: der mutig ist, liebenswert, selbstbewusst, nie aufgibt und kämpft bis zum Schluss – auch wenn er dabei vom Besen fällt.

Gleichzeitig erinnere ich mich an die Zeit, als ich die Harry Potter-Bände das erste Mal gelesen habe. So hab‘ ich – als mir die Zeit bis zur deutschen Ausgabe zu lang wurde – die englischen gelesen. Ich habe gefühlt das halbe Buch gebraucht, bis ich verstanden habe, was sich hinter dem Privet Drive verbirgt. Noch heute muss ich manchmal über mich selber lachen, wenn ich Ligusterweg lese.

Den Stein der Weisen hab’ ich längst durch, ebenso den zweiten Band „Die Kammer des Schreckens“. Auch im dritten, „Der Gefangene von Askaban“, hab’ ich schon ein wenig gelesen, so bin ich im wahrsten Sinne des Wortes „mittendrin“ angekommen. Ich bin verblüfft, an wie viele Szenen und Inhalte ich mich noch erinnern kann. Auch aus den noch kommenden Büchern. Zumindest meine ich das. Demnach ist Sirius Black Harrys Patenonkel. Der aber angeblich sehr gefährlich ist und seine Eltern an Lord Voldemort verraten haben soll. Wie es „wirklich“ war, werde ich demnächst erfahren. Ich erinnere mich auch, dass Harry ungewollt an einem großen Wettbewerb, dem Trimagischen Turnier teilnimmt, diverse Menschen aus seinem Umfeld sterben, am Ende aber alle glücklich und zufrieden sind.

Und den letzten Band bzw. das Ende fand ich weniger gelungen, weil der Inhalt so „gequetscht“ war.

Es bleibt auf jeden Fall spannend in der Zauberschule Hogwarts. Und ich werde auch nicht eher ein neues Buch beginnen, bis ich alle sieben Bände durchgelesen habe.

Ach ja, warum ist Harry denn nun so berühmt? Harry ist ein Zauberer und Hogwarts ist die berühmte Zauberschule. Von der dürfen Muggel aber nichts wissen. Muggel ??? – Wer mit diesem Begriff nichts anfangen kann, sollte sich jetzt möglichst schnell den ersten Band schnappen, auf Gleis 9 ¾ begeben und sich mit Harry, Ron und Hermine auf den Weg nach Hogwarts machen. Und wer ihn kennt, sollte ihn unbedingt mal wieder rauskramen.

katinkasbackofen

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Harry Potter fällt eine Treppe runter

Aus Zufall stieß ich vor einiger Zeit auf einen Artikel im Internet, der von einem neuen Harry Potter Kapitel berichtete. Harry Potter and the Portrait of what looked like a large Pile of ash (zu deutsch etwa: Harry Potter und das Portrait, das aussah wie ein großer Haufen Asche), heißt das Buch aus dem das Kapitel stammt. Klingt seltsam? Ist es auch. Das Buch wurde nämlich nicht von J. K. Rowling verfasst, sondern von einer künstlichen Intelligenz. Ein Kollektiv von Künstlern, Schriftstellern und Entwicklern (Botnik) hat eine Schreibsoftware entwickelt und sie alle Harry Potter Bücher analysieren lassen. Im Anschluss hat die Software dann eigenständig Sätze geschrieben. Mit Logik hat die Schreibsoftware es allerdings nicht so, der Text ist nämlich absolut sinnlos, eigentlich ein großer Haufen Mist. Allerdings ein sehr amüsanter. Für alle die mal herzlich lachen wollen über diesen grandiosen Unsinn, hier gibt es das dreizehnte Kapitel auf englisch zu lesen.

Aber weil es einfach zu lustig ist, hier ein paar Sätze aus dem Kapitel (frei von mir übersetzt, muss also nicht unbedingt korrekt sein …):

  • Ron stand dort und führte eine Art seltsamen Stepptanz auf. Er sah Harry und begann auf der Stelle Hermines Familie zu essen.
  • Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie in den Wald. Voldemort schaute mit hochgezogenen Augenbrauen zu Harry, der gerade nichts mehr sehen konnte.
  • „Gar nicht mehr so schön“, dachte Harry als er Hermine in die scharfe Soße tunkte.
  • Die große Halle war gefüllt mit unmöglich stöhnenden Kronleuchtern und einem großen Bibliothekar, der die Waschbecken mit Büchern über Mauerwerk dekoriert hatte.
  • Das Schwein von Hufflepuff schwoll an, wie ein großer Ochsenfrosch. Dumbledore lächelte es an und legte ihm seine Hand auf den Kopf: „Du bist nun Hagrid.“

Und zu guter Letzt:

  • Harry sah sich um und fiel dann für den Rest des Sommers die Wendeltreppe hinunter.

Das klingt nach einer recht seltsamen Beschäftigung für die Sommerferien, aber recht passend als Abschluss für eine seltsam sinnlose Geschichte…

lga

Mittendrin Mittwoch #13

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

„We can do all our Christmas shopping there!“ said Hermione. „Mum and Dad would really love those Toothflossing Stringmints from Honeydukes!“ Resigned to the fact that he would be the only third-year staying behind, Harry borrowed a copy of „Which Broomstick“ from Wood, and decided to spend the day reeading up on the different makes.

J. K. Rowling: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, S. 142

Die meisten haben es bestimmt erkannt- allein die Namen „Hermione“ und „Harry“ sagen eigentlich schon alles aus. Vielleicht wundert ihr euch, weshalb ich es auf englisch lese. Manchmal überkommt es mich, dass ich richtig Lust habe, meine grauen Zellen mal wieder richtig anzustrengen aber dann doch nicht so viel Lust da ist, ein mir unbekanntes Buch auf Englisch zu lesen. Dann greife ich doch oft zur deutschen Alternative, denn das Lesen in der Muttersprache ist doch leichter. Aber irgendwann dachte ich mir, ich könnte doch die Harry- Bücher auf englisch lesen- da weiß ich, was drin vor kommt und es ist nicht so schlimm, wenn man etwas nicht richtig versteht. Und mittlerweile bin ich bei Band drei angekommen 🙂
Hier geht es gerade darum, dass der arme Harry nicht den anderen in das Dörfchen Hogsmeade darf, da die bezaubernden Verwandten die Ausflugserlaubnis nicht unterzeichnet haben. Also leiht er sich von Oliver Wood ein Buch („Welcher Besen“) und schmökert notgedrungen darin herum- aber Harry Potter wäre nicht Harry Potter, wenn es so friedlich weitergehen würde… 😉

kwk

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Wer die Harry Potter Bücher aufmerksam gelesen hat, dem wird „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ schon seit längerem ein Begriff sein. Es handelt sich dabei nämlich um eines der Schulbücher, die Harry und Co. für ihren Unterricht in Hogwarts benötigen. Verfasser dieses Schulbuchs ist Newt Scamander (oder auch Lurch Scamander, wie er in meiner deutschen Ausgabe noch genannt wird – die deutsche Übersetzung von Newt lautet nämlich Wassermolch – und so ist man dann wohl auf den genialen Namen Lurch verfallen …), der auch die Hauptperson des Filmes ist.

Der Film spielt in den 1920ern und beginnt mit Newts Ankunft in New York. Bei sich hat er einen Koffer – für Muggelaugen mit ganz normaler aber auffällig ordentlich gefalteter Kleidung bestückt. Eigentlich befinden sich in diesem Koffer jedoch alle möglichen magischen Tierwesen, die Newt auf seinen Reisen schon erforscht hat. Über all diese Tiere gedenkt er eben jenes Buch zu verfassen, das später zur Grundausstattung für jeden Hogwartsschüler werden soll.

In New York bleibt Newt jedoch nicht unbehelligt. Er gerät in die momentanen Unruhen dort hinein, denn die im verborgenen lebende magische Gemeinschaft droht enttarnt zu werden, da eine Gruppe Nomags (Muggel auf Amerikanisch), die Anwesenheit von Zauberern predigt.

Als Harry-Potter-Fan war ich auf den Film nicht nur sehr gespannt, sondern war auch skeptisch, ob er überhaupt was werden würde (vor allem, nachdem das Theaterstück „Das verwunschene Kind“, das ebenfalls im vergangenen Jahr erschien, mir so gar nicht gefallen hat). Zum Glück war der Film meiner Meinung nach aber sehr gelungen.

Newt war mir sofort sehr sympathisch und es war total toll all die magischen Wesen, die man schon aus den Harry Potter Büchern kannte jetzt auch mal „in echt“ zu sehen.

Ziemlich gelungen fand ich es, Newt den Muggel Jacob Kowalski, den er in New York kennen lernt, an die Seite zu stellen. Es war einfach herrlich zu sehen, wie Jacob immer wieder über die magische Welt staunt.

Die Geschichte an sich hat mir ebenfalls sehr gefallen. Einzig das Auftauchen Jonny Depps könnte ich als negativ werten. Für alle die den Film noch nicht kennen, will ich jetzt nicht verraten, wen er spielt. Er taucht auch nur ganz kurz auf, aber irgendwie erschien er mir etwas fehlbesetzt (liegt vielleicht auch daran, dass ich ihn nach den ganzen seltsam verrückten Rollen, die er in den letzten Jahren gespielt hat nicht mehr ganz so ernst nehmen kann). Aber vielleicht täuscht mich mein Eindruck hier ja auch.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, auf die Fortsetzungen 🙂

lga

19 Jahre später

Wer Harry Potter kennt weiß wohl was mit der Überschrift gemeint ist. 19 Jahre später – das ist das letzte Kapitel in der Harry Potter Reihe, in dem Harry, Ron und Hermine auf Gleis 9 ¾ nun ihre eigenen Kinder nach Hogwarts schicken. Und 19 Jahre später – das ist auch dieses Jahr! Genauer gesagt war es am 01. September diesen Jahres, dem ersten Tag im Hogwarts Schuljahr. Vielleicht liegt es daran, dass ausgerechnet in diesem Jahr so viel erscheint, dass das Harry Potter Fan Herz höher schlagen lässt. Am 31. Juli startete offiziell das Theaterstück „Harry Potter and the cursed Child“ in London, das auch schon in Buchform erschienen ist. Außerdem dürfen wir uns ab dem 22. November auf den Film „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ freuen.

Die Wartezeit bis dahin kann man sich gut mit den am 6. September veröffentlichten Kurzgeschichten eBooks von J. K. Rowling vertreiben (Kurzgeschichten aus Hogwarts: Heldentum, Härtefälle und hanebüchene Hobbys; Kurzgeschichten aus Hogwarts: Macht, Politik und nervtötende Poltergeister und Hogwarts: Ein unvollständiger und unzuverlässiger Leitfaden).

Die drei eBooks haben im Schnitt je 80 Seiten, auf denen man viele Hintergrundinformationen erfährt. So gibt es zum Beispiel viele Biografien von aus den Harry Potter Büchern bekannten Personen. Man erfährt, wie Minerva McGonagalls gute Freundschaft zu Dumbledore entstand, warum Dolores Jane Umbridges Name so gut zu ihrem boshaften Charakter passt oder auch wie Sir Cadogan zu seinem dicken Pony gekommen ist. Außerdem gibt es viele spannende Erklärungen und Details, zum Beispiel zur Geschichte Askabans oder wie der Hogwarts Express als Transportmittel nach Hogsmeade eingesetzt wurde.

Obwohl recht kurz erfährt man wirklich sehr Interessantes über die Harry Potter Welt und es wird auch einiges geklärt, was ich mich persönlich schon lange gefragt hatte – zum Beispiel, wie man in den Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs kommt und wie es dort aussieht. Somit hat mir das Lesen viel Freude bereitet und die Vorfreude auf „Fantastische Tierwesen“ noch ein bisschen erhöht.

lga