Nacht der Bibliotheken 2019

Am Freitag, dem 15.03.2019 fand wieder die Nacht der Bibliotheken statt. Alle zwei Jahre öffnen Bibliotheken in ganz Nordrhein-Westfalen zu diesem Anlass auch noch bis in die Nacht hinein ihre Türen und haben für ihre Besucher verschiedenste Veranstaltungen im Programm.

Auch wir waren natürlich wieder dabei und hatten passend zum diesjährigen Motto „Mach es!“ ein Programm aufgestellt, das von 18 bis 22 Uhr dauerte.

Zusammen mit einer Kollegin habe ich den Nähworkshop betreut, bei dem wir mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Tragetasche (wahlweise auch zum Büchertransport einsetzbar) genäht haben. Ich muss zugeben, dass bei dem Workshop so viel los war, dass ich von den anderen Veranstaltungen nicht allzu viel mitbekommen habe.

Mit der Zeit sah ich allerdings immer mehr Kinder mit kunstvollen Luftballonkreationen herumlaufen, die unter professioneller Anleitung von Cordula und Rüdiger Paulsen  erstellt wurden.

Außerdem hörten wir bis 20 Uhr aus dem ersten Obergeschoss Musik zu uns herunterschallen. Beim Community Musik Jam konnten kleine und große Besucherinnen und Besucher  mit verschiedenen Instrumenten unter Anleitung von Musiktherapeutin Zainab Lax zusammen musizieren. Ganz ohne Musikvorkenntnisse! Das Ergebnis klang ziemlich gut. 😉

Wer Lust zum Basteln hatte kam ebenfalls auf seine Kosten. Aus alten Büchern und Papieren wurde Frühlingsdeko entworfen und aus Zahn- oder Spülbürsten, kleinen Motoren und buntem Deko-Material entstanden Brushbots, die anschließend über den Boden flitzten.

Auch die Spielwiese konnte viele Besucher anlocken. Immer samstags leiht die Spielwiese im 1. OG der Stadtbibliothek am Neumarkt Brettspiele aus, und veranstalte außerdem einmal im Monat einen Spielenachmittag zusammen mit uns. An diesem Abend durften sie natürlich nicht fehlen und haben Brettspiele zum gemeinsamen Spielen bereitgestellt.

Apropos spielen … wir dachten eigentlich, dass wir bei all den Veranstaltungen dieses mal auf Gaming an Konsolen verzichten, jedoch hatten wir da unsere Rechnung ohne die begeisterten Gamer gemacht, die direkt um 18 Uhr bei uns nachfragten, wo denn das Gaming stattfinden würde. So hat ein Kollege spontan noch eine Konsole heruntergeholt und hatte ebenfalls bis kurz vor 22 Uhr begeisterten Zulauf.

In einem benachbarten Raum, wurde nicht gespielt, sondern übers Gaming gesprochen. Und zwar über das momentan ziemlich erfolgreiche und heiß diskutierte Fortnight. Pädagogen, Eltern und alle Interessierten konnten sich bei einem Vortag von Franz Philipp Dubberke über das Spiel informieren.

Zu meinen Aufgaben für den Abend gehörte eigentlich auch noch zwischendurch etwas auf Instagram und Facebook zu posten. Bis auf einen einsamen Post in der Instagram-Story, bin ich tatsächlich nicht dazu gekommen mich mit den Sozialen Medien zu beschäftigen und so gab es am Ende des Abends nur noch ein Bild von den sehr erschöpften Kollegen bei Facebook.

Auch wenn wir alle ein bisschen froh waren, dass der trubelige Abend vorbei war, waren wir auch sehr zufrieden, dass die Veranstaltungen so gut angenommen wurden und hatten auch viel Spaß diese umzusetzen und zu betreuen.

lga

Unser Viertel rund um den Ostmannturm

Ein Spaziergang als Fortbildung, so könnte der Arbeitstag gerne öfter beginnen – noch dazu wenn das Wetter so wunderbar mitspielt. Aber Lernen darf ja auch Spaß machen – und ist dann auch viel effizienter, wie wir wissen. Nebenbei sollten auf dem Rundgang Fotos entstehen, auf denen wir nicht nur das augenfällig Sehenswerte, sondern auch die Kleinigkeiten am Rande festhalten wollten, später dokumentiert auf unserem Instagram-Account; einen Instawalk nennt man so etwas. Der Quartiersbetreuer Stefan Zollondz führte uns kundig zu den interessanten Ecken, erklärte und erzählte über die Aktionen, Arbeitsgruppen und Initiativen, Veranstaltungen und Stadtteilfeste, Projekte und Planungen.

Instawalk-Gruppe vor dem Ostmannturm

Das Ostmannturmviertel ist Teil des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes „Stadtumbau Nördlicher Innenstadtrand Bielefeld“ gefördert mit Städtebauförderungsmitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau West“ sowie aus dem NRW-EU-Ziel-2-Programm (EFRE). Ähm ja. Auch der Umzug der Stadtbibliothek an den Neumarkt ist u.a. durch diese Förderung möglich geworden. Wir sind mit den unterschiedlichen Vereinen, Arbeitskreisen und Gremien des Viertels vernetzt, sind an mehreren Projekten beteiligt – da wurde es sicher auch mal Zeit, dass wir aus unseren Bibliotheksräumen ausschwärmen und das Umfeld erkunden.

Das ehemalige Gewerbegebiet ist heute ein beliebtes Wohnquartier im Zentrum der Stadt, in dem auf engem Raum ca. 10.000 Menschen aus über 80 Nationen zusammenleben. Wir waren überrascht, wie ruhig doch die meisten Wohngebiete sind trotz der vielbefahrenen Straßenschneisen um das Viertel herum (Herforder Straße, Walther-Rathenau-Straße) und mitten durch (August-Bebel-Straße). Und wir fanden überraschend viel Grün: schöne Innenhöfe, Gärten, Bäume; besonders interessierte uns das Urban Gardening Projekt, bei dem Anwohner die Patenschaft von bisher 14 Wabenbeeten übernommen haben.

Unser Rundgang führte uns zu den Schulen, Kindergärten und Tagesstätten, den Begegnungsstätten, verschiedenen Wohnprojekten und Generationenhäusern, wir hörten vom Fassadenprogramm, den verschiedenen Angeboten der Bürgerbeteiligung und nicht zuletzt vom großen Stadtteilfest auf dem Nelson-Mandela-Platz. Natürlich wurden auch Problemfelder benannt, aber insgesamt hatten wir den Eindruck, dass hier die gelebte Nachbarschaft funktioniert.

Wer mehr über die Geschichte des Ostmannturmviertels und seinen Strukturwandel lesen möchte, findet einen kurzen Artikel bei Wikipedia oder kann sich durch die ausführliche Website klicken.

Zurück zur Bibliothek, damit wir pünktlich öffnen können

Den Ostmannturm selbst konnten wir an diesem Tag leider nicht besteigen, aber das werden wir sicher noch nachholen und dann berichten. Alle Bilder von unserem Instawalk findet Ihr auf unserem Instagram-Account mit den Hashtags #Instawalk, #Ostmannturm und #Ostmannturmviertel.

 

hilda

Barcamp, das zweite

Warm war’s… und wir machten uns wieder auf nach Duisburg zur Sportschule Wedau zum Barcamp im Rahmen des Projekts „Lernort Bibliothek“. Nach diversen Irrungen und Wirrungen aufgrund nicht fahrender Verkehrsmittel kamen wir irgendwann an. Die kühlen Getränke fanden reißenden Absatz und mit der Einverständniserklärung zur Veröffentlichung der geknipsten Fotos wurde sich erst mal Luft zugefächelt. Und dann ging es auch schon ans Eingemachte.

Diverse Sessions wurden geplant und vorgeschlagen und das  Orga-Team ordnete sie dann in Raum und Zeit ein. Für alle, die es interessiert- so sieht das dann aus:

Also suchte man sich schnell einen Beitrag aus und auf ging’s. Manche Sessions fanden in der 15. Etage statt (mit der Bedienung der Fahrstühle standen wir alle etwas auf Kriegsfuß), aber von dort oben bot sich ein fabelhafter Ausblick auf das Ruhgebiet bis hin nach Düsseldorf. Diesen Ausblick hätte ich gerne für euch eingefangen, aber leider war die Bildqualität nicht so veröffentlichungswürdig. Deshalb einfach hier das Stadion vom MSV Duisburg. So.

Und warm war es immer noch. Doch auch in den einzelnen Räumen stand ein Kühlschrank mit Wasser, Cola und Co. (Danke!)

Zwischen dem Instawalk, Facebook und dem Austausch von sämtlichem anderen Social Media-Wissen wurden kurze Pausen eingeschoben die jeder nutzen konnte, wie sie oder er wollte. Hier ein Beispiel 🙂 :

Wibke Ladwig führte wieder einmal charmant, galant und mit guter Laune durch den Tag. Und wir sagen einfach: „Danke!“ 🙂

kwk

James Bond – 007 Fakten

Im Instagram Countdown zum 111. Geburtstag der Stadtbibliothek Bielefeld ist heute ein Bild passend zum Doppelnullagenten James Bond zusehen. Sieben Tage sind es noch, bis zum Geburtstag – bis dahin könnte man sich die Zeit vielleicht mit ein paar Fakten über James Bond vertreiben:

  1. Der Autor der Romane, Ian Fleming, während des zweiten Weltkriegs selbst Angehöriger des britischen Geheimdienstes, war ein begeisterter Vogelbeobachter. Den Namen seiner berühmten Figur entlieh er sich deshalb von dem Ornithologen James Bond.
  2. Die Filmreihe um James Bond startete im Jahr 1962 mit dem Film Dr. No, der zuletzt erschienene Film ist Spectre aus dem Jahr 2015. Damit ist es in der Filmgeschichte eine der am längsten laufenden und erfolgreichsten Filmreihen.
  3. James Bond wurde bisher von 6 Schauspielern verkörpert: Sean Connery in 6 Filmen, George Lazenby in nur einem Film, Roger Moore in 7 Filmen, Timothy Dalton in 2 Filmen, Pierce Brosnan in 4 Filmen und Daniel Craig in bisher ebenfalls 4 Filmen.
  4. Für den Film Man lebt nur zweimal (1967) mit Sean Connery, produzierte Toyota extra zwei Autos des Typs 2000 GT in einer Cabrio Variante, da Sean Connery für das ursprünglich geplante Modell mit normalem Dach zu groß war.
  5. Mit Auftritten in 17 Bond Filmen, über einen Zeitraum von 36 Jahren war Desmond Llewelyn als Q trotzdem insgesamt nur ca. 30 Minuten zu sehen.
  6. Der Film Goldeneye (1995) war der erste Film der Reihe, der nicht auf einer Romanvorlage von Ian Fleming beruhte. Der Titel kommt trotzdem nicht von ungefähr – Flemings Villa auf Jamaika trug denselben Namen.
  7. Am 5. Oktober 1983 wurde ein Asteroid entdeckt, der zu Ehren Ian Flemings benannt wurde. Sein Name lautet (9007) James Bond.

Und Zum Abschluss wollen wir uns den Agenten mit der Lizenz zum Töten doch mal in einer Bibliothek vorstellen…

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lga

 

Was ist FSK?

Unser Instagram-Countdown zählt heute noch 16 Tage bis zum 111. Geburtstag der Stadtbibliothek Bielefeld am 01.12.2016. Dazu passend gibt es ein Bild eines FSK-16 Aufklebers.

Doch was genau ist FSK eigentlich?fsk

FSK steht zuerst einmal für Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, eine deutsche Einrichtung mit Sitz in Wiesbaden. Die Prüfung der Altersfreigabe von Filmen, DVDs, Blu-Rays, Trailern und auch Werbefilmen ist die Hauptaufgabe der FSK wobei unter anderem das Jugendschutzgesetz als Rechtsgrundlage dient.

An sich ist die Prüfung durch die FSK eine freiwillige Sache, allerdings ist
die Interessenvertretung der gesamten deutschen Film-, Fernseh- und Videowirtschaft, die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), eine Verpflichtung eingegangen, nur solche Produktionen zu veröffentlichen, die von der FSK geprüft wurden.

Eine FSK Kennzeichnung dient natürlich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Deshalb werden Filme auch nur an junge Menschen verkauft oder verliehen die das entsprechende Alter erreicht haben. Die einzige Ausnahme gilt für Kinofilme, die ab 12 Jahren freigegeben sind. Solche dürfen auch schon Kinder ab 6 Jahren im Kino ansehen, wenn sie von einem personensorgeberechtigten Erwachsenen begleitet werden.

Es gibt zwar auch immer wieder umstrittene Entscheidungen, bei denen Filme vermeintlich falsch eingeschätzt wurden, trotzdem bietet das System eine gute Orientierung, welche Filme für Kinder geeignet sind und welche noch nicht

42 – Die Antwort auf all unsere Fragen

"Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams

„Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams

Heute sind es noch 42 Tage bis zu unserem 111. Geburtstag – und bei dieser Zahl kam uns gleich „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams in den Sinn. Da baut eine außerirdische Kultur einen Super Computer (Deep Thought), der doch bitte für sie die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ berechnen soll. Kein Problem für Deep Thought – er braucht nur leider 7,5 Millionen Jahre Zeit dafür. Die Antwort ist dann auch leider nicht ganz so wie erwartet. Deep Thought verkündet sie laute „42“ – das Problem war wohl die ziemlich ungenau formulierte Frage …

Neben Super Computern und recht unhilfreichen Antworten geht es in dem Buch auch noch um Arthur Dent. Der dachte einen ganz normalen Tag zu verleben als plötzlich ein Bulldozer vor seiner Tür steht, der sein Haus für eine Umgehungsstraße platt machen soll. Und viel schlimmer noch –  kurze Zeit später wird die gesamte Erde zerstört, denn sie steht dem Bau einer Hyperraum-Expressroute im Wege. Arthur wird im letzten Moment von seinem Freund Ford Prefect gerettet, der in Wirklichkeit gar nicht von der Erde stammt. Er bringt sich und Arthur als Anhalter auf ein Raumschiff.

Sehr gefallen haben mir die ganzen Figuren, die einen ziemlich skurrilen Haufen darstellen. Da wäre zum Beispiel Arthur, dem das wichtigste oftmals eine Tasse Tee ist. Oder Marvin ein Roboter, der von furchtbarem Selbstmitleid geplagt wird und so ziemlich das deprimierteste Wesen darstellt, das mir je begegnet ist. Aber auch Zaphod Beeblebrox, zweiköpfig, dreiarmig und ziemlich abgedreht sorgt für viele unterhaltsame Momente.

Außerdem schreibt der Autor in einer sehr schönen, leichten und unterhaltsamen Weise. Alles in allem einfach ein total witziges Buch, voller Quatsch und Unsinn und Abenteuer.

lga

An ABBA Story

All begins in the year 74 with „Waterloo“: “The winner takes it all”! But “Do you know the name of the game”? “Money, money, money” perhaps? “I have a dream” for a “Happy new year”, so please, “Chiquitita”, “Lay all your love on me” like “The way old friends do”!
I remember your “Angeleyes” in the “Summer night city”, “I do I do I do”! It was “Our last summer”, “Honey Honey” and I wished it would go “On an on and on”, my sweet “Dancing Queen”!

But “Knowing me, knowing you” we better said “So long”.

So “One of us” ran “Head over heels” as fast as an “Eagle” in the lights of the “Super Trouper”. There I “Put on my white sombrero” because I was “The Piper” “When I kissed the teacher”… His name was “Fernando”: “Mamma Mia”!!!

Only left to say:

“Thank you for the music”!

abba

ABBA-things I own…

Der Halleysche Komet

Alle 76 Jahre kommt er wieder in Erdnähe. Eine mächtige Erscheinung, die schon vor Jahrhunderten die Menschen erschreckt hatte. Ich las darüber in einem meiner Lieblingsbücher, als ich gerade 9 oder 10 Jahre alt war: das Kindersachbuch „Die Sterne“ aus der Was-ist-was-Reihe. Natürlich wollte ich einmal einen echten Kometen mit bloßem Auge sehen. Das Buch nannte mir sogar das Jahr, in dem „der Halley“ wieder erwartet wurde, und so merkte ich mir: 1986!

Auch 13 Jahre später hatte ich meinen Kindheitstraum nicht vergessen. Ich stand also in einer sternklaren Nacht am Rheinufer bei Köln und starrte in den Sternenhimmel – obwohl wenige Tage zuvor in der Zeitung gestanden hatte, dass der Komet diesmal leider nicht ohne Teleskop erkennbar sei. So viele abertausend helle Lichter und eines davon, womöglich ein ganz schwaches, nicht von den anderen unterscheidbares, war vielleicht tatsächlich mein Komet. Doch für mich blieb er unsichtbar.

Hätte ich doch besser Astronomie studieren sollen und nicht Bibliothekswesen?

Nun, 30 Jahre später bin ich Bibliothekarin in Bielefeld. Das Was-ist-was-Buch Band 6 „Die Sterne“ von Heinz Haber gibt es immer noch – in der soundsovielten Neuauflage. Ich empfehle es gerne weiter, verschenke es auch oft. So können die nächsten Generationen ihre Träume finden, hoffe ich.

Übrigens, 1997 kam ein anderer Komet, wunderschön, den man in vielen Nächten freiäugig betrachten konnte.

Und meine Berufswahl habe ich nie bereut.

Hilda