Wir machen unsere Kinderbibliothek neu

2012 sind wir in den heutigen Räume der Stadtbibliothek am Neumarkt angekommen, auch mit der Kinderbibliothek. Nach 10 Jahren des Lesens, Hörens, Stöberns, Tobens und vielen tollen Veranstaltungen könnte die Kinderbibliothek einen neuen Anstrich vertragen. Das Verständnis von Bibliothek hat sich inzwischen vielleicht auch gewandelt und die Kinder und Familien wünschen sich etwas anderes, zehn Jahre sind heute eine lange Zeit …

Aber was wünscht sich unsere Zielgruppe? Wer ist denn das eigentlich, diese Zielgruppe. Na klar, die Kinder! Und sonst? Hier mussten wir uns erst einmal sortieren und hatten auch eigene Vorstellungen davon, was wir denken, was sich unsere Kund*innen wünschen. Aber entspricht das auch der Realität!? Denken wir zu „bibliothekarisch“? Wäre es nicht schön unsere Kund*innen zu beteiligen?

Da kam die nächste Herausforderung: Wie können wir Kinder in einen Gestaltungsprozess miteinbeziehen, wobei doch eine reine Befragung auf Schriftebene viel zu schwierig bzw. nicht durchführbar ist!? Daher haben wir beschlossen, in einem ersten Schritt die Familien anzusprechen, um einen ersten Kontakt aufzubauen und eine erste Idee davon zu bekommen, was für Vorstellungen vorhanden sind. Die Umsetzung erfolgte im Sommer 2021 in Form eines Online-Fragebogens mit folgender „Einleitung“:

Liebe Familien, liebe Eltern,
derzeit planen wir die Neugestaltung unserer Kinderbibliothek am Neumarkt. Dort möchten wir gemeinsam mit Ihnen und Ihren Kindern einen Raum schaffen, an dem sich Kinder und Familien wohl fühlen, einen Raum, der zum gemeinsamen Entdecken, Erleben, Spielen, Chillen und Kreativsein einlädt und der Zugehörigkeit vermittelt. Wir möchten von Ihnen, liebe Eltern, gerne wissen, welche Räume und Orte Sie und Ihre Kinder als angenehm und einladend erleben. Bitte nehmen Sie sich für die folgenden Fragen Zeit, um gemeinsam einen neuen Raum für Ihre Kinderbibliothek zu gestalten.

Mit dem erstaunlich hohen Rücklauf haben wir nicht gerechten: über 700 Menschen haben uns geantwortet! Ganz kurz und knapp zusammengefasst kam dabei heraus, dass die Kund*innen sich eine wohnliche und gemütliche Atmosphäre, mit Bezug zur Natur wünschen, was u.a. Farben und Material betrifft, hell und freundlich soll es sein, mit der Möglichkeit sich zurück zu ziehen, um zu lesen und zu kuscheln, aber auch zum Spielen.

Bild 1: Design Thinking

Das soll es nun aber nicht gewesen sein mit der Beteiligung „unserer“ Familien. Im Laufe des Jahres möchten wir einige Familien zu einem kreativen Workshop einladen, um gemeinsam den Raum konkreter zu gestalten. Hierfür werden wir die Design-Thinking Methode nutzen und wurden darin auch schon kurz eingeführt – das ist auch für uns das erste Mal (siehe Bild 1). Danach geht es in die konkrete Planungs- und Umsetzungsphase.

Wir werden Euch weiter auf dem Laufenden halten! Hier findet Ihr die detaillierten Ergebnisse der Befragung.

Und was uns noch auf dem Herzen liegt: Vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben. Viele Antworten waren wundervoll ausführlich und erkenntnisreich!
Es gibt da noch etwas, was wir Euch nicht vorenthalten wollen: Eine unserer Fragen rief dazu auf, ein Bild oder Foto vom Lieblingsraum einzusenden. Wir haben mit einem Gutschein gelockt und viele Eindrücke erhalten. Zwei davon möchten wir hier teilen und zwar von Mia und Charlotte, herzlichen Dank an unsere jungen und kreativen Künstlerinnen:

Bild 2: Mia

Viele Bücherregale, ein Sofa, ein Sessel und ein großes Kissen. Der Himmel ein Sternenhimmel und der Eingang war ein Vorhang, der zur Seite geschoben werden kann!

Bild 3: Charlotte

Dieses Bild ihres Lieblingsortes mit gemütlichen Plätzen zum Lesen, Wohlfühlatmosphäre u.a. dank Globuslampe und tollen Spielmöglichkeiten hat Charlotte Morre (6 Jahre) gemalt.
Sie freut sich sehr auf eine „neue“ Kinderbibliothek.

Vanessa Berges

Romanreihe um Rico und Oskar von Andreas Steinhöfel

Zwischen 2008 und 2020 sind fünf Romane in der Reihe für Kinder ab 10 Jahren erschienen. Der erste Roman – Rico, Oskar und die Tieferschatten – wurde unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Die ersten drei Teile wurden ab 2014 verfilmt. Ich möchte hier nicht nur ein Buch herausnehmen, sondern die gesamte Reihe empfehlen. Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch sowie Rico, Oskar und das Mistverständnis entstanden erst in den letzten Jahren, nachdem es ursprünglich bei einer Trilogie bleiben sollte.

Der 10-jährige Rico lebt zusammen mit seiner Mutter in Berlin. Er bezeichnet sich als tiefbegabt und vergleicht seine Gedanken mit Bingo-Kugeln, die manchmal durcheinandergeraten und ab und zu aus seinem Kopf herausfallen. Zudem verwechselt er häufig links und rechts, so dass er seine gewohnte Umgebung nicht weiter als nötig verlässt. Sein Klassenlehrer erkennt anhand eines Aufsatzes Ricos Potential als Erzähler. Er gibt ihm also den Auftrag, ein Ferientagebuch zu schreiben. Dementsprechend werden die Romane aus Ricos Perspektive erzählt.

Oskar dagegen ist hochbegabt. Sein Kopf ist gefüllt mit Faktenwissen, unter anderem die Anzahl Kinder, die jährlich als Beifahrer, Radfahrer oder Fußgänger verunglücken. Aus Sicherheitsgründen trägt er daher einen Motorradhelm. Er lebt bei seinem Vater, der mit Oskars Hochbegabung nicht umgehen kann. Oskar glaubt daher, er wolle nichts von ihm wissen.

Zwischen den Kindern entwickelt sich eine Freundschaft an der beide wachsen. Rico entwickelt sich im Laufe der Romane zu einem selbstbewussten und mutigen Jungen, der sich auch in für ihn unbekannte Gebiete wagt und sich zu behaupten weis. Oskar, der die Wahrscheinlichkeiten durch einen Unfall ums Leben zu kommen genau kennt, verliert seine Angst und benötigt schließlich keinen Helm mehr.

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Ricos Lebensmittelpunkt liegt hauptsächlich in der Dieffenbachstraße, wo er sich nicht verlaufen kann. Am ersten Ferientag trifft er auf Oskar, mit dem er sich anfreundet. Tagesthema unter den Nachbarn ist eine Serie Kindesentführungen, bei der die Kinder nach Zahlung eines geringen Lösegeldes wieder freigelassen werden. Als schließlich Oskar entführt wird, und die Polizei ihn nicht für voll nimmt, als er glaubt den Täter zu kennen, muss Rico seinen Mut zusammennehmen und seine für ihn sichere Umgebung verlassen.

Rico, Oskar und das Herzgebreche

Oskar darf bei Rico übernachten. Die beiden begleiten Ricos Mutter zum Bingo, wo Oskar bemerkt, dass sie schummelt und die falsch markierten Zahlen bei der Kontrolle nicht auffallen – was sie eigentlich sollten. Es stellt sich heraus, dass die Preise keine Plastikhandtaschen sind wie behauptet wird, sondern teure Ware. Die Jungs finden heraus, dass Ricos Mutter hier nicht freiwillig mitmacht.

Ricos neuen Nachbarn, einen Polizisten, wollen sie auf keinen Fall um Hilfe bitten. Sie erwischen ihn mit einer anderen Frau, was Rico sehr wütend macht. Eigentlich hätte er sich gewünscht, dass der Polizist mit seiner Mutter zusammenkommt und sein neuer Papa wird. Die Freunde müssen den Fall also ohne Hilfe der Polizei lösen.

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Oskar wohnt mittlerweile im selben Haus wie Rico. Beide besuchen den Nachbarn Fitzke, obwohl dieser oftmals unfreundlich und gemein zu den Kindern war. Rico ist fasziniert von dessen Steinzucht, im Gegensatz zu Oskar, der dies für Quatsch hält. Nach Gustav Fitzkes Angaben hat das Züchten aber bereits einmal geklappt. Ganz einfach ist die Steinzucht natürlich nicht. Man muss wohl Geduld mitbringen. Sehr viel Geduld.

Kurz darauf verstirbt Fitzke aufgrund einer Herzerkrankung und vererbt Rico seine Sammlung. Vor allem auf den Kalbstein – das Produkt einer erfolgreichen Paarung – soll er gut aufpassen. In der Nacht wird in die leerstehende Wohnung eingebrochen und der Kalbstein ist verschwunden. Die Jungs verfolgen die Diebe bis an die Ostsee. Dabei wird auch ihre Freundschaft auf die Probe gestellt.

Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

Wie der Titel bereits andeutet, spielt die Geschichte an Heiligabend. Ricos Mutter und der Polizist Simon Westbühl sind zusammengezogen und erwarten in wenigen Wochen ein gemeinsames Kind. Neben letzten Vorbereitungen und Einkäufen blickt Rico zurück auf den Sommer. Während Oskar im Urlaub ist, freundet sich Rico mit einer Gruppe von Kindern an, die auf einem vergessenen Spielplatz ihre Freizeit verbringen. Später stößt auch Oskar dazu. Die Freundschaft geht aber aufgrund des Diebstahls von Oskars Schneekugel auseinander.

Heiligabend verläuft nicht wie geplant. Es ist Schneesturm angesagt, so dass Rico nicht wie versprochen den Weihnachtsbaum mit aussuchen kann. Oskar verhält sich ebenfalls komisch. Nach den letzten Einkäufen tauchen zwei Kinder vom Spielplatz auf, die den Weihnachtsabend aufgrund des Sturms bei Rico verbringen müssen. Schließlich kündigt sich Ricos Halbschwester für den selben Abend an, ohne dass die Möglichkeit besteht, in ein Krankenhaus zu kommen.

Oskar gerät schließlich in eine Situation, die selbst den hochbegabten Jungen überfordert. Die Hilfe der Erwachsenen wird benötigt und auch die der Kinder vom Spielplatz.

Rico, Oskar und das Mistverständnis

Der vergessene Spielplatz soll verkauft und bebaut werden. Hinzu kommt, dass Rico und Oskar sich verkracht haben und sich ihre Wege trennen. Der Verkauf kann nur durch den seit 50 Jahren verschollenen Bruder der Besitzerin verhindert werden, der für tot erklärt werden soll. Rico macht sich schließlich mit einem Freund vom Spielplatz auf den Weg in das lebensgefährliche Hessen – hier gibt’s Vulkane – um einen früheren Freund des Verschollenen aufzusuchen.

Ab dem Zeitpunkt der Trennung kann Rico nur seine eigene Geschichte erzählen, aber Oskars nicht kennen. Steinhöfel verlagert seine Geschichte also in einen Roman im Roman in das Berlin von 1907. Oskar findet heraus, dass es bei dem geplanten Verkauf nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit den Freunden vom Spielplatz versucht er Beweise zu sammeln. Lösen können den Fall aber nur alle Freunde gemeinsam.

Die Erzählweise macht es möglich, dass Ricos Begleiter, der nur „der Checker“ genannt wird, ein Smartphone haben kann, in Berlin aber nur 5,5 % der Einwohner einen Telefonanschluss hatten. Aber warum eine solche Zeitverschiebung? Die Handlung enthält nebst Gastauftritt einige Anspielungen an Erich Kästner und weist Parallelen zu Emil und die Detektive auf.

Wie bekommt man aber zwei Handlungsstränge mit über 100 Jahren Zeitverschiebung am Ende wieder zusammen – wenn die Freunde denn wieder zusammenfinden? Das geht ganz einfach. Wie, das erfährt man am Ende des Buches. 🙂

Juliane


Wir haben die Kolleginnen und Kollegen nach ihren Lesetipps für diesen Sommer gefragt und werden diese so nach und nach hier veröffentlichen.


Viel Freude beim Lesen!

Lieblingsraum …

… was macht einen Lieblingsraum eigentlich aus? Mit dieser Frage werden wir uns in den kommenden Monaten eingehend beschäftigen. Denn – wir wollen gerne die Kinderbibliothek in der Stadtbibliothek am Neumarkt umgestalten. Und zwar nicht einfach irgendwie – nein, wir wollen dazu von euch erfahren, wie euer Wohlfühlraum aussieht. Wie sollte die Kinderbibliothek aussehen, welche Atmosphäre sollte sie ausstrahlen, damit sie eurem Lieblingsraum gleich kommt?

Ein Lieblingsraum ist laut Definition „ein Raum, in dem man sich gerne aufhält“. Es kann also jeder Raum sein oder werden, Hauptsache man fühlt sich wohl. Sei es in einem kleinen Lokal in der Stadt, im Geschäft um die Ecke oder das eigene Zuhause.

Um unsere Kinderbibliothek zu genau so einem Ort zu machen, möchten wir euch einladen an unserer Umfrage teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Antworten! 🙂

Geschichtenzeit

Die Geschichtenzeit in der Kinderbibliothek startet wieder! Ehrenamtliche lesen Geschichten für 3-6jährige Kinder und ihren Eltern. Es geht los am Samstag, 3.7., wie immer um 11.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird allerdings nicht wie gewohnt im Kinderzimmer stattfinden, sondern auf der Fläche vor der Bühne, dort haben wir ausreichend Platz, um genügend Abstand zu halten.

Von hier wech – für euch da #4

Der vierte Gast unserer im Frühjahr 2020 in Kooperation mit dem Kulturamt ins Leben gerufenen Videolesereihe „Von hier wech – für euch da“ war Stefan Schwinn.

Der hat uns vom kleinen Ritter Apfelmus berichtet. Apfelmus wohnt auf der Burg von Ritter Rudolph und seiner Bande. Eines Tages kommt Tante Tusnelda mit Tochter Lotta zu Besuch auf die Burg. Kein ganz einfacher Besuch. Und dann häufen sich auch noch die seltsamen Ereignisse. Spukt es etwa auf der Burg?

Die Bücher rund um den kleinen Ritter Apfelmus und andere Geschichten von Stefan Schwinn könnt ihr auch bei uns ausleihen. Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Von hier wech – für euch da #3

Die Video-Lesereihe „Von hier wech – für euch da“ geht weiter mit der Bielefelder Autorin Andrea Gehlen. Sie hat uns aus dem Manuskript ihres noch nicht erschienenen Buchs Mission Monty vorgelesen. Neben Kinderbüchern schreibt Andrea Gehlen auch Krimis und ist als Dozentin für kreatives Schreiben tätig.

In Mission Monty erzählt Andrea Gehlen von der zwölfjährigen Luise. Die hat ein ganz besonderes Talent, denn alles was sie malt wird für kurze Zeit lebendig. Nur ist sie über diese Fähigkeit nicht so erfreut wie man meinen könnte. Als dann auch noch ihr Mischlingshund Monty entführt wird, wird die Lage für Luise richtig schlimm!

Zum Schluss des Videos beantwortet uns Andrea Gehlen noch drei spannende Fragen und berichtet unter anderem was ihre liebsten Geschichten waren als sie selbst noch ein Kind war und singt uns dann sogar noch etwas vor! Schaut selbst:

Die Bücher von Andrea Gehlen (zumindest die, die schon erschienen sind) könnt ihr übrigens auch bei uns ausleihen.

lga

Was wir jetzt so machen

Seit Montag, den 16.03.2020, ist die Stadtbibliothek nun geschlossen. Der ein oder andere fragt sich vielleicht, was wir jetzt den lieben langen Tag machen, so ganz ohne Kunden. Darauf möchte ich in diesem Beitrag mal ein bisschen Licht werfen.

Telefondienst
Von montags bis freitags stehen wir euch in der Zeit von 10 bis 16 Uhr für Fragen per Telefon zur Verfügung (0521 51-5000). Dieser Dienst muss besetzt werden, weiterhin beantworten wir natürlich auch Fragen per Mail oder bearbeiten Online-Anmeldungen. Bis zum 30.06.2020 sind Neuanmeldungen über das Formular oder Ausweisverlängerungen übrigens kostenlos. Hier mehr dazu.

Aufräumen!
Tatsächlich fehlt uns im laufenden Betrieb oft die Zeit uns richtig intensiv um unseren Bestand zu kümmern. Morgens werden jeden Tag Bücher zurück in die Regale einsortiert und dabei fallen auch Bücher auf, die falsch stehen und die wir dann natürlich richtig einordnen. Manchmal steht man aber auch vor einer Gruppe, bei der ein kleines Chaos herrscht, hat aber nur noch fünf Minuten Zeit, bis man bei der nächsten Besprechung/beim nächsten Termin sein muss. Gut, dann muss das halt warten, bis mal Zeit da ist – und beim nächsten Mal hat man dann wieder keine.
Daher ist das für uns jetzt eine richtig gute Gelegenheit, mal ans Regal zu gehen und bei jedem Buch zu kontrollieren, ob es auch tatsächlich am richtigen Platz steht. Vereinzelt tauchen hier Bücher auf, die eigentlich in eine Stadtteilbibliothek gehören oder umgekehrt, manchmal ist ein Buch nur mit seinem Nebenmann vertauscht, manchmal steht auch eines komplett falsch.
Außerdem machen wir uns auch ans Makulieren von Medien. Dazu gehen wir Listen mit Titeln durch, die in den letzten zwei Jahren nicht ausgeliehen wurden. Da muss dann auch nochmal geschaut werden, ob das Buch wirklich raus kann oder nicht. Diese Medien müssen dann entsprechend bearbeitet werden. Zuerst werden sie im System gelöscht und je nach dem, wie ihr Zustand ist, müssen sie anschließend entsorgt oder für den Flohmarkt vorbereitet werden.

Bestellen, Katalogisieren, Foliieren…
Außerdem gehen wir natürlich auch weiterhin der Aufgabe nach, neue Medien zu bestellen und einzuarbeiten. Die einen Kolleginn*en entscheiden, welche Bücher bestellt werden sollen, andere bestellen diese und katalogisieren die eintreffenden Medien, wieder andere kümmern sich um die technische Medienbearbeitung, also dass die Medien ein Signaturschildchen bekommen und zum Beispiel Bücher foliiert werden. Auch Zeitschriften treffen weiterhin bei uns ein und müssen wie gehabt bearbeitet werden.

Social Media
Um mit euch in Kontakt zu bleiben, sind wir natürlich auch weiterhin auf unseren Social Media Kanälen aktiv. Auf Twitter, Instagram, Facebook und hier auf dem Blog wollen wir euch über unsere Arbeit, Neuigkeiten und welche Möglichkeiten für eine Onlinenutzung der Bibliothek bestehen auf dem Laufenden halten.
Außerdem haben wir unseren Youtube-Channel aus der Versenkung geholt. Dort werden wir kurze Videos, zum Beispiel zur Nutzung unserer Online-Angebote, hochladen. Gerade wer diese Angebote noch nie genutzt hat, kann sich mit so einer visuellen Anleitung vielleicht besser zurecht finden.

Veranstaltungen
Ja, momentan sieht es in der Veranstaltungslandschaft eher mau aus, dennoch können wir schon mal das ein oder andere vorbereiten. Wir machen uns zum Beispiel schon Gedanken über die Nacht der Bibliotheken 2021. Die Vorbereitungen für die Literaturtage, unsere Lesereihe im Herbst, und andere Veranstaltungen laufen natürlich auch weiter. Außerdem nutzen wir die zusätzliche Zeit, um einfach mal ganz neue Ideen für Veranstaltungsformate zu entwickeln.

MakerSpace
Auch alle MakerSpace Veranstaltungen fallen momentan natürlich aus. Das gibt uns Zeit mal das ein oder andere auszuprobieren. So konnte ein Kollege sich schon intensiv mit unserem 3D-Drucker beschäftigen und herausfinden, warum der manchmal nicht so will wie wir (Problem gelöst: da kann demnächst wieder fröhlich gedruckt werden). Wir haben Zeit uns mal hinzusetzen und für den nächsten Nähworkshop, die nächste Bastelaktion usw. die Beispiele vorzubereiten oder Ideen für kommende Ferienprogramme und Veranstaltungen zu sammeln.

Tag X
So betiteln wir intern den Tag, an dem wir die Bibliothek wieder öffnen können. Dafür muss natürlich auch einiges bedacht und geplant werden, womit sich eine weitere Arbeitsgruppe – die Task Force – befasst. Wir hoffen natürlich, dass dieser Tag so schnell es geht kommt, vordergründig geht es momentan aber immer noch darum, das Coronavirus so gut es geht einzuschränken. Also: falls möglich bleibt zu Hause und nutzt am besten unsere Online-Angebote um Langeweile zu vermeiden. 😉

Was uns sonst noch einfällt
Und dann hat natürlich jeder noch seine eigenen Aufgaben, die normal weiterlaufen oder eigene Projekte. Endlich mal das Materiallager der Kinderbibliothek aufräumen zum Beispiel oder die neuen Postkarten gestalten, über die wir schon ewig reden oder mal intensiv an dem einen Konzept arbeiten oder endlich mal die Präsentation für die eine Veranstaltung umarbeiten oder oder oder.

Langweilig wird uns also erstmal nicht. Die Situation momentan ist natürlich unschön, man fühlt sich oft etwas mulmig und die Nachrichten sind eigentlich nur noch eine Coronaschau und keine Tagesschau mehr. Aber man soll ja auch das Positive sehen und so freuen wir uns, die zusätzliche Zeit für Dinge nutzen zu können, die sonst oft liegen bleiben.

Bei all dem wird der Mindestabstand natürlich stets eingehalten! 😉

lga