Ein ganz anderes Kochbuch

Heute möchte ich euch kurz ein Kochbuch vorstellen. Aber mal ein ganz anderes. Es geht um „Das Festmahl der Eroberer“ von Drew Smith. Wie der Name schon vermuten lässt, finden sich in dem Buch keine Käsekuchen- oder Salatrezepte. Zwölf Zutaten, die unseren Speiseplan grundlegend verändert haben, wie zum Beispiel Kartoffeln, Mais, und Kakao werden in diesem toll illustrierten Band vorgestellt.

Außerdem werden Themen behandelt, die für uns heute eigentlich gar kein Thema mehr sind. Aber früher war es eben nicht so einfach, das gerade erfundene Speiseeis aufzubewahren oder die Lebensmittel für die langen Überfahrten auf See haltbar zu machen. Diese Lernprozesse, aber auch das Leben der Sklaven auf den Plantagen und den Segelschiffen werden beleuchtet.

Für alle, die gerne ein typisches Rezept „von früher“ nachkochen wollen, gibt es beispielsweise das „Huhn mit 40 Zehen“- ich stutzte zuerst auch, aber es sind Knoblauchzehen gemeint. 😉

21 historische Rezepte laden mitunter zum Schmunzeln, aber auch zum Staunen ein.

Ihr findet das Buch in der Zentralbibliothek am Neumarkt unter der Signatur Xeo Smit.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

kwk

Rezept: Marmorkuchen

Beim Backen bin ich eher für die einfachen Rezepte. Am liebsten habe ich welche, bei denen es heißt: alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und 3 Minuten verrühren. Wozu extra einzeln Eiweiß schlagen, wenn es auch anders geht? Ich habe zum Beispiel einen Biskuitteig gefunden, der auch gut ohne das Eier trennen auskommt.

Aber natürlich gibt es von allen Regeln und Angewohnheiten auch immer Ausnahmen. So zum Beispiel mein Lieblingsrezept für Marmorkuchen. Da müssen nicht nur die Eier getrennt und Zutaten abwechselnd hinzu gegeben werden, da soll der Teig auch noch 15 Minuten am Stück gerührt werden! Naja, in der Zeit kann man zumindest die Küche aufräumen… oder sich verquatschen und den Kuchen vergessen…
Dafür schmeckt der Marmorkuchen dann auch immer wieder absolut lecker und ich bilde mir ein, dass das Eier trennen und minutenlange Rühren dafür verantwortlich sind (der Kuchen gelingt aber auch wirklich jedes mal locker und saftig und richtig lecker).

Das Rezept stammt dann auch noch aus einem Buch, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob das außerhalb unserer Region jemand kennt. Ich spreche von den Letter Landfrauen Büchern (das ist zumindest unser Name dafür, offiziell steht auf den Büchern Rezepte aus dem Münsterland). Lette ist ein kleines Dorf, das zu Oelde gehört. Oelde kennt man vielleicht von einer Fahrt mit dem RE6 von Köln nach Minden, da ist es eine Haltestation. Ich wohne wiederum in Rheda-Wiedenbrück, einer Nachbarstadt von Oelde, aber außerhalb und damit, etwas übertrieben gesagt, schon fast in Oelde und im Münsterland. Wenn ich mich in den Küchen meiner Familienangehörigen umsehe stehen die Letter Landfrauen Bücher dort alle im Kochbuchregal. Doch ob man die in Bielefeld auch kennt? Oder allgemein hier in OWL oder anderswo in Deutschland? Im Bestand haben wir die Bücher jedenfalls nicht. Da muss man schon die Fernleihe befragen, um an die Bücher ran zukommen.

Eigentlich mag ich auch keine Kochbücher ohne Bilder, diese Bücher bilden aber eine Ausnahme. Mir gefällt, dass alle Rezepte mit Hand geschrieben sind. Jede Seite sieht durch die unterschiedlichen Handschriften anders aus, manchmal gibt es auch noch kleine Zeichnungen. Und die Rezepte sind oft nicht so kleinteilig. In was für ein Ofendrittel der Kuchen soll habe ich da glaube ich noch nie gelesen. Das interessiert den Kuchen doch auch bestimmt gar nicht wo genau im Ofen er steht, wenn er nur drin steht.

Aber genug geredet. Eigentlich wollte ich ja nur kurz eins meiner Lieblingsrezepte vorstellen. 🙂

Zutaten:

250 g Butter
350 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Tasse Milch
3 Esslöffel Kakao
2 Esslöffel Zucker
3 Esslöffel Milch

Zubereitung:

Zuerst wird die Butter schaumig gerührt. Anschließend die Eier trennen und die Eigelb sowie den Zucker und Vanillezucker abwechselnd zur Butter dazugeben und unterrühren. Den Teig nun ca. 15 Minuten lang rühren. Mehl und Backpulver vermengen und im Wechsel mit der Milch ebenfalls unter den Teig rühren. Die Eiweiße steif schlagen und den Eischnee anschließend unter den Teig heben. Nun Milch, Kakao und Zucker vermengen und unter etwa ein Drittel des Teigs rühren. Die beiden Teigsorten nun abwechselnd in eine gefettete Form füllen und bei etwa 175 °C ca. 1 Stunde lang backen.

Und nachdem ich das jetzt alles so schön aufgeschrieben und die Bilder vom letzten Kuchen ausgewählt und in den Beitrag eingefügt habe, habe ich ganz schön viel Lust auf Marmorkuchen… ich glaube ich weiß, was ich heute Abend nach der Arbeit machen werde. 🙂

lga

Buchtipp „Magnolia Table“ + Rezept

Als bekennender „Fixer Upper“ – Fan (eine Haus-Verschönerungs-Serie aus den USA) habe ich natürlich das Kochbuch „Magnolia Table“ von Joanna Gaines im Regal. Ich war mir erst unsicher, ob alle Maßeinheiten aus dem amerikanischen gut übersetzt sind, aber bislang hatte ich noch kein Problem. Die Rezepte sind wunderbar anders und eine gute Mischung aus Backrezepten und Kochrezepten. Es kommen Zutaten in den Topf (oder in den Ofen), mit denen ich vorher noch nicht gearbeitet habe.

Das Kochbuch/Backbuch ist sehr schön gestaltet, neben allerlei Rezepten findet man zahlreiche Bilder aus dem Privatleben der Familie Gaines und erfährt so manches „aus dem Nähkästchen“-Geplauderte.

Was mich anfangs irritierte war, dass sehr viele süße Gerichte, die für mich zu einem Nachmittagskaffee oder -tee gehören, im Buch beim Frühstück angesiedelt sind. Die Amerikaner essen eben anders als wir. 🙂 Oft kommt so viel Zucker und gesalzene Butter in den Teig das man denkt „das kann nicht gut gehen“. Aber wie schon gesagt, verfrachtet man das Ergebnis in den Nachmittag, ist es kein Problem. Die Portionsangaben sind immens, lasst euch davon nicht abschrecken. Da ich so begeistert bin, habe ich für euch das Rezept „Overnight French Toast“ im Angebot. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Overnight French Toast  (12 Portionen)

  • 110g kalte, gesalzene Butter zzgl. 1 EL gesalzene Butter, zimmerwarm, für die Backform
  • 450g italienisches Weißbrot in ca. 2,5 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 10 große Eier
  • 500 ml Schlagsahne
  • 250 ml Milch
  • 100g Zucker
  • 2 TL Vanille-Extrakt
  • 220g Rohrzucker
  • 125g grob gehackte Pekannüsse (ich habe andere genommen, Haselnüsse oder Walnüsse gehen auch)
  • 70g Mehl
  • 1 Prise koscheres Salz (ich habe normales genommen)
  • Optional: 1-2 EL Puderzucker und Ahornsirup
  1. Eine 23 x 33 x 7,5 cm große Backform mit 1 EL zimmerwarmer Butter fetten. Die Brotscheiben in zwei Reihen in der Backform anordnen, sodass sich die Scheiben überlappen.
  2. Die Eier in einer großen Schüssel schlagen. Sahne, Milch, Zucker und Vanille-Extrakt unterrühren. Das Brot gleichmäßig mit der Mischung übergießen. Zugedeckt über Nacht kalt stellen.
  3. Einen Backrost ins obere Drittel des Backofens schieben und den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Backform aus dem Kühlschrank nehmen und 30 Min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  4. Rohzucker, Pekannüsse, Mehl und Salz in eine mittelgroße Schüssel geben. Die kalte Butter direkt mit in die Schüssel raspeln, dann alle Zutaten zu einer krümeligen Masse vermischen. Die Masse auf das Brot streuen.
  5. Die Backform in den Ofen schieben und 35-40 Minuten backen, bis die Oberfläche braun und das Innere gestockt, aber noch weich ist. Etwas abkühlen lassen.
  6. Mit Puderzucker bestäuben und mit Ahornsirup servieren. (kann ich sehr empfehlen 🙂 )

Am besten schmeckt es, wenn es noch etwas warm ist. Reste können bis zu zwei Tage in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Guten Appetit! 🙂

kwk

Vegetarische Teigtaschen

Zutaten für den Teig:

  • 320 g Mehl
  • ein halber Teelöffel Backpulver
  • 1 Ei
  • etwas Salz
  • 200 g Butter
  • 4 EL Wasser

Alle Zutaten in einer Rührschüssel, mit einem Knetkaken, zu einem gleichmäßigen Teig vermengen. Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur 20 Minuten ruhen lassen.

Zutaten für die Gemüsemischung:

  • 1 Möhre
  • 1 halbe Zucchini
  • 150 g frische Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • Paprikapulver, Salz und Pfeffer

Das geputzte Gemüse in kleine Würfel schneiden und zusammen in eine Pfanne geben. Das Ganze mit etwas Öl andünsten und mit Salz, Pfeffer und Paprikagewürz abschmecken. Anschließend die Füllung etwas abkühlen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und zum Beispiel mit einer Müslischüssel Kreise ausstechen. In die Mitte der Kreise jeweils einen Löffel der Gemüsefüllung geben. Die Kreise in der Mitte umklappen und den Rand mit einer Gabel festdrücken.

Die Teigtaschen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 1 Ei mit 2 EL Sahne mischen und die Teigtaschen damit bestreichen. Anschließend in den vorgeheizten Backofen schieben (Ober- und Unterhitze: 200 Grad, Heißluft: 180 Grad) und ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Mehr Rezepte findet ihr bei uns vor Ort oder in der Onleihe. Guten Appetit!

lga