Buchtipp: Der letzte Wunsch

Ich mag Geschichte, die sich in Richtung Herr der Ringe oder Game of Thrones bewegen sehr gerne, sowohl in gedruckter Form als auch als Film. Daher stach mir die Serie The Witcher, die seit Dezember 2019 bei Netflix zu sehen ist direkt ins Auge. Die Serie beruht auf Büchern des polnischen Autors Andrzej Sapkowski, die ich vor dem Schauen der Serie zuerst lesen wollte.

Die Serie, wie auch die Bücher handeln von dem Hexer Geralt von Riva. Als Hexer zieht er durch die mittelalterlich anmutenden Lande, um gegen Bezahlung Ungeheuer und allerlei Monstrositäten zu erledigen. Dabei schlägt ihm allerdings oft der Hass der Dorfbewohner, die er vor Monstern rettet, entgegen. Denn Hexer sind Mutanten, die als Kinder so verändert wurden, dass sie zum Beispiel im Dunkeln sehen und Magie wirken können. Geralt hat dazu noch weißes Haar und jeder, der anders ist als die Mehrheit, muss natürlich mit Misstrauen gestraft werden, dass kennen wir ja aus dem echten Leben zur Genüge.

Andrzej Sapkowski hat zum einen eine fünfteilige Reihe rund um Geralt geschrieben. Angefangen hat er aber mit zwei Kurzgeschichten Bänden, die die Vorgeschichte bilden und einige Jahre nach Beendigung der Reihe hat er noch einen Roman geschrieben, der nach der ersten Vorgeschichte Der letzte Wunsch gelesen werden kann (unten findet ihr die Bücher einmal aufgelistet). Und dann gibt es noch eine Anthologie, indem aber nur einige Geschichten von Geralt handeln.
Vielen dürfte die Geschichte zudem wohl auch durch die Videospieladaptionen bekannt sein.

Ich habe nun Der letzte Wunsch und Zeit des Sturms gelesen und bin bisher ziemlich begeistert. Zum einen finde ich es spannend, dass auch Elemente aus der slawischen Mythologie in den Büchern zu finden sind. Zwar gibt es auch Drachen und Elfen und Geschichten, die an Aschenputtel oder Rapunzel erinnern, aber Geralt kämpft eben auch gegen Wesen aus der slawischen Sagenwelt. Baba Yaga sagt mir ja noch was aber von Strigen hatte ich beispielsweise vorher noch nie gehört.

Mir gefällt auch wie Sapkowski an das Fantasygenre herangeht – oft selbstironisch, manchmal wirkt es fast schon wie eine Parodie. Mir hat dieser unterschwellige Humor beim Lesen jedenfalls viel Spaß gemacht.

Zudem mag ich, dass es hier kein Gut und Böse gibt, sondern alle irgendwie grau durch die Gegend laufen. Da ist das blutrünstige Monster auf den zweiten Blick das eigentliche Opfer und die ehrwürdigen Zauberer haben dauernd mit Intrigen untereinander zu kämpfen.

Ich freue mich auf jeden Fall die weiteren Bücher zu lesen und danach dann auch die Serie zu schauen (die mir dann hoffentlich auch gefällt). 🙂

Hier die Übersicht über die gesamte Reihe und wo sie bei uns ausleihbar sind:

Die Vorgeschichte:
Der letzte Wunsch
Zeit des Sturms
Das Schwert der Vorsehung

Die Hexer-Saga 1-5:
Das Erbe der Elfen
Die Zeit der Verachtung
Feuertaufe
Der Schwalbenturm
Die Dame vom See

Die Anthologie, in der auch Geschichten aus der Hexerwelt enthalten sind:
Etwas endet, etwas beginnt

lga

Lesepicknick im Stadtpark Brackwede

Seit Anfang des Jahres plant die Stadtteilbibliothek Brackwede mit vielen weiteren Ehrenamtlichen und Einrichtungen aus Brackwede ein Lesepicknick im Park des Stadtteils.
Am Samstag, den 08.06.2019 um 14 Uhr ist es nun so weit.
Die Organisatoren haben ein Programm mit Spielen, Vorlesen in verschiedenen Sprachen, Basteln, Malen und vielem mehr auf die Beine gestellt:

  • Geschichten auf Plattdeutsch
  • deutsch-türkische Geschichten
  • Lesung der Kinderbuchautorin Jutta Krähling „Die Tellermanns“
  • Malen mit und in der Natur
  • Bücher-Fitnesstraining
  • Büchertauschaktion
  • u.v.m.

Bitte auf keinen Fall vergessen: Picknickkorb und -decke mitbringen!

Bei Regen findet das Fest übrigens in den Räumlichkeiten des ADD statt: Cheruskerstraße 1, 33647 Bielefeld. Wir drücken aber die Daumen, dass es trocken bleibt! 😉

Organisationsteam: Ehrenamtliche und Einrichtungen aus Brackwede
Kontakt: K. Günter, Stadtteilbibliothek Brackwede, 0521 515238, stadtteilbibliothek.brackwede@bielefeld.de

Mittendrin Mittwoch #93

Der Begriff Phantomschmerzen geistert, wenn das Wortspiel gestattet ist, schon seit geraumer Zeit in der Gesellschaft herum und beschreibt Schmerzen, die auftreten können, wenn etwa ein Teil einer Extremität vom Körper abgetrennt wurde, sei es durch Amputation, sei es durch einen Unfall.

Warum landen Asteroiden immer in Kratern :
Puntigam, Martin; Freistetter, Florian; Jungwirth, Helmut

Im Untertitel verspricht uns dieses Sachbuch 33 Spitzenantworten auf die 33 wichtigsten Fragen der Menschheit. Und wirft man nur einen kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis merkt man direkt, dass es sich hier tatsächlich um ernst zunehmende Fragen von entscheidender Wichtigkeit für uns alle handelt. Es wird zum Beispiel endlich geklärt, warum wir auf dem Weg von einem Zimmer ins andere, vergessen was wir wollten, ob Engel Säugetiere sind, ob Gott den Mond erschaffen hat oder auch, ob man in einem Schwarzen Loch zu spät kommen kann.

Mit viel Witz bekommt der Leser/die Leserin jede Menge Wissen (auf eventuell doch nicht immer ganz so ernste) Fragen. Mit 275 Seiten ist das Buch nicht allzu dick und behandelt die Fragen somit auch stets auf wenigen Seiten kurz, bündig und verständlich.

Ich bin gerade beim Kapitel über Phantomschmerzen angelangt, habe aber auch schon die Antwort auf die Titel gebende Frage erhalten, nämlich warum Asteroiden denn nun immer in Kratern landen. Kurze Antwort: Machen sie gar nicht. (Wer hätte das gedacht 🙂 ).

Bei uns könnt ihr das Buch als eBook in der Onleihe ausleihen.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #92

Keiner sagte etwas. Mir war es, als befänden sich die Wörter noch im Raum, wie die dicken, grünschimmernden Fliegen, die unaufhörlich gegen das Glas der Glühbirne über unserem Tisch stießen.

Die Verteidigung des Paradieses : Thomas von Steinaecker, Seite 103

Vor 11 Jahren hat es eine Katastrophe gegeben. Sechs Überlebende wohnen in einem Resort, dass, von einer riesigen Schutzhülle umgeben, einen ewigen Sommer auf einer bayrischen Alm erzeugt. Während sie in ihrem Resort geschützt leben, Vieh halten, Gemüse anbauen, geht es außerhalb des Resorts nicht so friedlich zu. Was sie am eigenen Leib erfahren, als schließlich das Schutzschild zusammenbricht und mit einem Mal eine sengende Hitze auch im Resort herrscht. Ihr Wasser versiegt, die Vegetation verdorrt. Und keiner scheint eine Idee zu haben, was nun geschehen soll…

Die Geschichte wird uns vom 15-jährigen Heinz erzählt, der die Katastrophe als vierjähriger überlebt hat. Was genau übrigens passiert ist, warum alle Städte, Wohnsiedlungen, soweit unsere Überlebenden sehen können, in Flammen aufgingen, weiß keiner so genau.

Diese Katastrophe hat auf jeden Fall die Zivilisation zerstört, wobei sich nicht nur die Figuren, sondern auch der Leser fragt, ob das in Teilen nicht sogar ganz gut war. Denn im Deutschland vor der Katastrophe werden Kinder von Robotern statt von echten menschlichen Lehrern unterrichtet und von elektrischen Haustieren begleitet. Paare lernen sich nur noch über Perfect Match kennen, eine Software, die für jeden den perfekten Partner findet. Ein anderes Programm analysiert, welche Personen ins Council, also die Regierung, aufgenommen werden. Und die Umwelt ist auch hinüber.

Wie es mit unseren sechs Überlebenden weiter geht, ob sie ihr idyllisches Resort wieder herstellen können oder sich in der im krassen Gegensatz dazu stehenden zerstörten Welt zurecht finden müssen, möchte ich jetzt ganz schnell heraus finden.

Hier geht es zu den Katalogdaten, falls ihr das selber in Erfahrung bringen wollt. 😉

lga

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Mittendrin Mittwoch #89

Und dann gab es Bewegung neben seinem Bett, und etwas landete sanft auf seinen Beinen. Er spürte nichts. Gelbe Augen blickten in die seinen, strahlend wie die Sonne. Das Fenster stand offen, und es war kalt im Zimmer, doch die Wärme, die der Wolf ausstrahlte, umfing ihn wie ein heißes Bad. Sein Welpe, Bran erkannte ihn … oder doch nicht? Er war so groß geworden. Er streckte die Hand aus, um ihn zu streicheln, und sie zitterte wie Espenlaub.
Als sein Bruder Robb ins Zimmer platzte, atemlos von seinem Sturm die Stufen des Turmes hinauf, leckte der Schattenwolf Bran gerade das Gesicht ab. Ruhig sah Bran auf: „Er heißt Sommer“, sagte er.

Die Herren von Winterfell von George R.R. Martin, Seite 209

Vor vielen, vielen Jahren (genau genommen 8 aber es fühlt sich definitiv schon viel länger an) lieh mir meine Tante ein Buch aus, weil sie meinte es könnte mir gefallen. Innerhalb von kürzester Zeit las ich dann die Reihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin durch. Zu meinem Glück erschienen zu dieser Zeit auch Band 9 und 10 (im Original gibt es nur 5 Bände, im Deutschen sind diese jeweils in zwei Bücher aufgeteilt), sodass ich da nicht sehr lange drauf warten musste. Und auch die erste Staffel, der auf den Büchern basierenden Serie Game of Thrones erschien damals.
Naiv wie ich war, dachte ich anfangs, dass die Reihe schon fertig erzählt sei. 10 Bücher mussten ja wohl reichen, um eine Geschichte zu beenden. Das war leider ein Irrtum und seitdem heißt es nun warten. Immer noch. Ich erinnere mich, wie ich letztes Jahr am 1. April einen Artikel las, in dem es hieß Georg R.R. Martin hätte offiziell bekannt gegeben, dass er die Reihe nicht mehr weiter schreiben werde. Da mir das Datum im ersten Moment nicht im Bewusstsein war habe ich das sofort geglaubt. Der letzte Teil erschien 2011, das sind jetzt einige Jahre her und nun ist 2019. Und es ist immer noch nicht klar, wann der nächste Teil erscheint (und danach soll es noch einen geben … der kommt dann wahrscheinlich nicht vor 2033 oder so). Zum Glück war das nur ein Aprilscherz und ich kann weiter warten. Immerhin bin ich erst 2011 in die Reihe eingestiegen. Der erste Band erschien 1996 und ist damit fast so alt wie ich. Da warten also manche Leute schon seit 23 Jahren auf neue Bände.
Ich habe mir jedenfalls immer gesagt, die Reihe erneut zu lesen, sobald das nächste Buch erscheint und jetzt entschieden, dass das wohl eine doofe Entscheidung war. Also lese ich die Bücher jetzt vor der 8. und letzten Staffel der Serie nochmal (denn die hat die Bücher schon lange überholt und kommt tatsächlich auch zu einem Ende … was es nicht alles gibt …).

Mal abgesehen von all der Warterei war es von der ersten Seite an toll, die Reihe erneut zu lesen. Die Kapitel des Buches sind aus der Sicht verschiedenster Personen geschrieben. Es kam bei mir sofort wieder diese Freude auf, wenn bestimmte Personen dran waren, aber auch der Verdruss bei anderen (Das Lied von Eis und Feuer hat einige Figuren, die man von ganzem Herzen so richtig schön hassen kann).
Das Ganze spielt in einer mittelalterlichen Welt hauptsächlich auf dem Kontinent Westeros. Im Zentrum steht der Kampf um den Thron der sieben Königslande und es mangelt im Laufe der Bücher nicht an Intrigen, geköpften Leuten, Kriegen, noch mehr geköpften Leute und Leuten, die auf andere Weise sterben (es sterben aber auch wirklich viele Leute). Dazu kommt der eine oder andere Funken Magie, Drachen, Schattenwölfe, Weiße Wanderer und dreiäugige Krähen.
Mir gefällt die Mischung jedenfalls.
Ich versuche die Warterei jetzt einfach mal zu verdrängen und freue mich darauf die Bücher erneut zu lesen und auf die letzte Staffel der Serie, die ab dem 15.04.2019 ausgestrahlt wird.

Die bisher erschienenen Bücher und Staffel 1 bis 7 der Serie könnt ihr natürlich auch bei uns ausleihen. 🙂

lga

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Mittendrin Mittwoch #87

„Warum waren Sie denn im Gefängnis?“, wollte ich neugierig wissen. „Weil ich Totschlag mache hab.“ ‚Totschlag mache hab‘ hörte sich nicht schön an. Ganz und gar nicht schön. Eigentlich ziemlich kacke. „Ärzte sage, ich haben Impulskontrollstörung. […] Das bedeuten, ich nicht können kontrollieren meine Aggressionen. […] Ich mich aber nun haben besser im Griff.“ […] „Das heißt, Kleinigkeiten lassen sie nicht mehr ausrasten?“, fragte ich ebenso nervös wie hoffnungsvoll. „Kleinigkeiten? Was für Kleinigkeiten?“ „Also, wenn ich jetzt mal einen ganz abwegigen Fall konstruiere… sagen wir mal, jemand zahlt für seine Tour nicht…“

Mieses Karma hoch 2, David Safier, Seite 24

Für die erfolglose Schauspielerin Daisy sieht es nicht gut aus. Sie wird von ihren Mitbewohnern vor ein Ultimatum gestellt, weil sie mit ihren Mietzahlungen in Rückstand ist, dann kann sie einen Taxifahrer – gerade aus dem Gefängnis entlassen, mit sehr niedriger Konflikttoleranz… – nicht bezahlen, weil die am Morgen versprochene Rolle in einem Bond-Film kurzfristig gestrichen wurde. Schließlich stirbt sie (nein, es war nicht der Taxifahrer) und wird gemeinsam mit einem eingebildeten Filmstar als Ameise wiedergeboren. Sie haben zu viel mieses Karma angesammelt. Um ihrem besten Freund Jannis wieder näher zu kommen, muss Daisy in der Karma-Leiter wieder aufsteigen…

Der erste Teil Mieses Karma war sehr lustig und spannend. Dieser 2. Teil ist nach demselben Schema aufgebaut. Allerdings mit 2 Personen, die gleichzeitig sterben und wegen miesen Karmas als Ameisen wiedergeboren werden. Trotzdem lässt es sich gut lesen, ist lustig und spannend. Ich bin gespannt, wohin Daisy dieses Mal aufsteigen muss, bis sie am Ziel ist.

Mieses Karma hoch 2 und andere Werke von David Safier findet ihr hier.

Juliane

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Mittendrin Mittwoch #85

Mit dem Frieden von Lübeck und dem Restitutionsedikt 1629 hatte die kaiserliche Macht Ferdinands II. ihren Zenit erreicht. Ähnlich wie nach dem böhmisch-pfälzischen Krieg gab es einen klaren Sieger und geschwächte, entmutigte Verlierer im In- und Ausland, ähnlich wie damals hätte der Krieg an dieser Stelle enden können.

Der Dreißigjährige Krieg : Zerstörung und Neuanfang in Europa von Frauke Adrians, Seite 71

Im letzten Jahr lag der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 400 Jahre zurück. Dazu gab es bei uns in der Bibliothek auch das ein oder andere neue Buch zum Thema, welche mich mit ihrer Dicke aber eher abgeschreckt haben. Bei Romanen macht es mir ja nichts aus, wenn die auch mal ihre 1000 Seiten haben, bei Sachbüchern fühle ich mich da allerdings eher bedroht.
Letztens entdeckte ich aber ein Buch, das mir schon eher zusagte. Knapp 190 Seiten, das ist auf jeden Fall zu schaffen und für mich als leider Ahnungslose zum Einstieg wohl auch besser geeignet. (Bis heute frage ich mich ja, warum wir den Dreißigjährigen Krieg nie im Geschichtsunterricht behandelt haben).
Die eine oder andere Doku habe ich mal gesehen und worum es im Groben geht, weiß ich zwar, mehr aber auch nicht. Das Buch scheint daher wirklich gut geeignet zu sein, um einfach mal einen Überblick über Ursachen, Verlauf und Ende des Dreißigjährigen Krieges zu bekommen. Wenn ich das Buch ausgelesen und trotzdem noch Lust auf mehr Infos habe, kann ich mich ja immer noch an die etwas ausführlicheren Bücher wagen. 🙂

Katalogdaten zum Buch findet ihr hier.
Und das sind die beiden Bücher, um die ich bisher einen Bogen gemacht habe.

Weitere Medien zum Dreißigjährigen Krieg findet ihr auf unserer Website.

lga

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Mittendrin Mittwoch #84

Die Amerikaner hingegen hatten ein sogenanntes Women in Space  Program ins Leben gerufen, von 1959 bis 1961 konnten 19 Frauen die selben Tests bei der NASA machen, wie ihre männlichen Kollegen. 13 Frauen bestanden mit der Bestnote. Aber keine von ihnen sollte jemals ins All starten. Jeder Pilot muss nämlich eine Kampfpilotenausbildung besitzen, und Frauen durften zu dieser Zeit keinen Kampfpilotenschein machen.

Houston wir haben ein Problem : kuriose Geschichten aus der Raumfahrt /
Ulrike Schmitzer ; Martin Thomas Pesl

Das klingt ja nicht danach, als ob die Amerikaner damals tatsächlich Frauen im Weltraum haben wollten. Bis dann tatsächlich Sally Ride, als erste Amerikanerin ins All flog, hat es dann noch bis zum Jahr 1983 gedauert.
Im Buch sind noch viele weitere solcher kleinen Anekdoten zu finden, meistens nur eine Seite lang, und damit eher dafür da, einen kleinen Einblick zu geben.
Die Geschichten sind chronologisch geordnet und handeln nicht nur von realen Ereignissen in der Raumfahrt, sondern auch von Literatur über die Raumfahrt, so dass an den Seitenrändern auch Jahreszahlen, wie 1516 oder 1657 zu finden sind.
Ich bin jetzt momentan beim Jahr 1963 und damit bei den Anfängen der bemannten Raumfahrt angekommen. Es wird von den verschiedensten Tieren berichtet, die Russen und Amerikaner anfangs ins All schickten, was für die Tiere nicht immer gut ausging, von der Weltraumkrankheit, dem ersten Dummy im Weltall und Katastrophen.
Es sind viele kleine (oftmals tatsächlich kuriose Geschichten), die hier erzählt werden, man darf aber nichts Tiefgehendes erwarten. Trotzdem finde ich das Buch nett gemacht, mit seinen gut 200 Seiten werde ich das Buch wohl auch schnell durchgelesen haben. Die Beschreibungen zu Romanen und Filmen haben mich auch mal wieder an das ein oder andere erinnert, das ich immer schon mal lesen wollte. Von Isaac Asimov muss ich mir demnächst unbedingt mal was bei uns ausleihen, die Bücher gucken mich sowieso immer schon so bittend an, wenn ich an ihrem Regal vorbei laufe…

Auch wenn das Buch eher oberflächlich gehalten ist, habe ich auf jeden Fall das ein oder andere dazu gelernt und bin gespannt, was mich auf den nächsten Seiten noch alles an Kuriositäten aus der Raumfahrt erwartet.

lga

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Bielefeld liest …

… und *schnipps* kommt Farbe in unsere Bibliothek 🌈

Gestern wurde in der 3Sat-Sendung Kulturzeit der Beitrag „Was liest Bielefeld“ gezeigt: drei Leser*innen stellen im Gespräch drei sehr unterschiedliche Bücher vor. Gedreht wurde im Wäschemuseum, in einer Altentagesstätte und in unserer Stadtbibliothek, kurze Szenen auch in einer Bielefelder Buchhandlung, einem Park, einem Café … . Das sind interessante Menschen, sehr lesenswerte Bücher jenseits des Mainstream, und das ist auch noch sehr schön in Szene gesetzt: die Näherin im Hintergrund (was sie da näht, gibt Rätsel auf), die Performance des Seniorenkaffeekränzchens (mehr verrate ich nicht, unbedingt anschauen!) – und dann die Farben der Bibliothek als die Farben des Lebens. Sehr schön, sehr stimmungsvoll (in nur 6 Minuten).

Der Beitrag ist noch in der Mediathek von 3Sat zu finden.

Und hier die empfohlenen Bücher:

  • Süden und Westen / von Joan Didion (Katalogdaten)
  • Arthur und die Farben des Lebens / von Jean-Gabriel Causse (Katalogdaten)
  • Es könnte auch schön werden / von Martina Hefter (Katalogdaten)

HilDa

Mittendrin Mittwoch #82

Aber irgendwie hatte nichts jemals das Schreiben verdorben. Es konnte verdorben werden, das wusste er, aber trotz der angeblichen Empfindsamkeit kreativer Tätigkeit war sie stets das zäheste und beständigste Ding in seinem Leben gewesen – nichts hatte diesen verrückten Brunnen der Träume jemals vergiften können: kein Alkohol, keine Drogen, keine Schmerzen. Zu diesem Brunnen floh er jetzt wie ein durstendes Tier, das in der Dämmerung ein Wasserloch gefunden hat, und er trank daraus; was bedeutete, er fand das Loch im Papier und fiel voller Dankbarkeit hindurch. Als Annie um viertel vor sechs zurückkam, hatte er fast fünf Seiten geschrieben.

Sie von Stephen King, Seite 252

In diesem Buch treffen wir – wie das in Büchern von Stephen King des Öfteren der Fall ist – auf einen Schriftsteller. Paul Sheldon ist bekannt für seine kitschigen Bücher über Misery Chastain (daher auch der Originalbuchtitel Misery). Die er im letzten Buch endlich hat sterben lassen. Auch wenn er mit Misery bekannt geworden ist und gutes Geld verdient, schreibt er eigentlich lieber andere Geschichten. So wie Schnelle Autos, das er eines schönen Wintertages endlich fertig stellt und dies mit ein, zwei Flaschen Champagner feiert. Um anschließend auf die grandiose Idee zu kommen ins Auto zu steigen. Bei einem aufziehenden Sturm, der alles unter Massen von Schnee begraben wird. Um schließlich unter Schmerzen, mit zerschmetterten Beinen im Gästezimmer von Annie Wilkes, seinem größten Fan aufzuwachen.

Annie denkt gar nicht daran, Paul nach seinem Autounfall in ein Krankenhaus zubringen, sondern versorgt ihn selbst. Sie ist zwar ehemalige Krankenschwester, aber mit ein paar Aluleisten und Klebeband lassen sich zerschmetterte Beine eher schlecht als recht wieder gerade biegen.

Die Situation wird auch nicht besser, als Annie endlich den letzten Misery-Band liest. Dass ihre Lieblingsheldin tot sein soll, kommt für sie nicht in Frage und ist natürlich Pauls Schuld, was er auch zu spüren bekommt. Schließlich kauft sie Paul eine Schreibmaschine. Er soll ein neues Buch schreiben und Misery zurückbringen.

Und da ich das Buch schneller durchgelesen habe, als ich den Mittendrin Mittwoch Beitrag schreiben konnte, kann ich jetzt schon berichten, dass das Buch nicht nur bis zur Hälfte ziemlich düster ist, sondern es auch bis zum Ende bleibt. Der Horror kommt hier nicht in gruseligen Clowns oder wiederauferstandenen Katzen oder anderen übernatürlichen Dingen daher, die sich Stephen King sonst so ausdenkt, sondern in Gestalt von Annie Wilkes. Deren Geisteszustand ist labil und sie neigt zu Wutanfällen, die in ziemlich drastischen Maßnahmen enden können. Und an verdammt allem, was ihr jemals passiert ist, ist natürlich nicht sie Schuld, sondern immer die anderen. Irgendwann erfährt man zusammen mit Paul auch, wie genau Annies düstere Vergangenheit aussieht und ich habe mich zum Ende hin immer mehr gefürchtet, dass das Buch kein Happy End haben wird (ob meine Befürchtung eintraf oder nicht, will ich euch an dieser Stelle natürlich nicht verraten). Und ich habe Annie im Verlauf der Geschichte immer öfter einen qualvollen Tod gewünscht.

Mir hat die bis zur letzten Seite spannende Geschichte wirklich gut gefallen!

Das Buch könnt ihr bei uns als eBook in der Onleihe ausleihen.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.