Imaginäre Linien

Ich liebe es schon seit meiner Kindheit, in den Sternenhimmel zu starren. Da war zum Beispiel der Campingurlaub an der Nordsee vor vielleicht 45 Jahren. Ich sah einen kleinen Lichtpunkt über den Nachthimmel ziehen und habe prompt lauthals verkündet, ich hätte einen Planeten entdeckt – heißen die doch Wandelsterne, weil sie sich im Gegensatz zu den Fixsternen am Himmel bewegen. Hatte ich gelesen. Vielleicht in meinem Lieblingsbuch: „Die Sterne“ aus der Was-Ist-Was-Reihe.
Nun ja, wie sich herausstellte, ist die Planeten-Bewegung nicht ganz so, wie ich sie mir nach meinem theoretischen „Studium“ vorgestellt hatte, jedenfalls nicht so schnell. Mein Vater erklärte mir, das da oben sei ein Sputnik. Allein dieses Wort versöhnte mich: Ich hatte einen Sputnik entdeckt, klingt doch auch toll. Es brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass der erste künstliche Satellit der Menschheit „Sputnik“ hieß und mein Vater den Namen als Synonym für alle Satelliten im Erdorbit nutzte.

Mit ein bisschen Geduld lassen sich erstaunlich viele davon in einer sternklaren Nacht beobachten, allerdings sind die kleinen, rasenden Lichtpunkte nicht immer leicht von hochfliegenden Flugzeugen zu unterscheiden. Für mich wurde es zu einer Lieblingsbeschäftigung, am Lagerfeuer auf Satellitenjagd zu gehen. Selbst heute stehe ich manchmal auf dem Balkon, um nach der ISS (Internationale Raumstation) Ausschau zu halten; die kann man in manchen Nächten als sehr deutlichen Lichtpunkt beobachten, wenn man die genaue Zeit des Überflugs weiß und wenn die Raumstation oben im Orbit noch von der Sonne angestrahlt wird, während es bei uns unten schon dunkel genug ist. Zu meiner Überraschung bin ich nicht die einzige, in den Sozialen Medien werden die ISS-Beobachtungen geteilt und nicht selten mit Fotos dokumentiert; auch wenn nur eine Lichtlinie zu erkennen ist, ein beliebtes Motiv.

Planeten erkenne ich ja bis heute nicht, außer natürlich den Abend-/Morgenstern = Venus, das ist leicht. Aber der Mars hebt sich leider nicht knallrot von all den anderen Lichtpunkten am Himmel ab, Jupiters großer roter Fleck oder die Ringe des Saturn sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen – das sieht im Buch doch alles viel einfacher aus.

 

Übrigens sind auch Sternbilder am echten Himmel nicht mit Linien verbunden wie in den Sternkarten. Als Kind hatte ich mir jedenfalls die Orientierung am Nachthimmel leichter vorgestellt. Und wenn mein Vater mit dem Finger imaginäre Linien zwischen einigen Sternen zog, um mir den Kleinen Wagen und den Polarstern zu zeigen, konnte ich nicht folgen: Da sind einfach zu viele Sterne am Himmel.

Ich wollte tatsächlich einmal Astronomin werden und irgendwann fantastische Entdeckungen in den unendlichen Weiten machen. Oh, und wäre es nicht wunderbar, einmal mit einem Raumschiff unsere Erde aus dem Weltall zu sehen? Oder zwischen den Ringen des Saturn hindurch zu fliegen? Auf einem Kometen zu landen?
Hach ja, Kindheitsträume.
Ich wollte übrigens auch als Archäologin oder Tiefseeforscherin Atlantis entdecken, ein nachhaltiges Bewässerungssystem für die Sahara entwickeln, eine großartige Schriftstellerin und berühmte Schauspielerin werden und bei den nordamerikanischen Indianern leben.

 

 

Wenn ich heute in den Himmel schaue, erkenne ich gerade mal eine Handvoll Sternbilder: den Großen und den Kleinen Wagen (somit finde ich jetzt auch den Polarstern, lieber Papa), dann sind da noch Orion mit seinen drei markanten Gürtelsternen und Cassiopeia, dieses große, etwas windschief wirkende W; und die Plejaden, die für die ersten Bauern in Mitteleuropa eine große Bedeutung gehabt haben müssen, sind sie doch auf der „Himmelsscheibe von Nebra“ dargestellt – wohl der spannendste archäologische Fund in Deutschland während der letzten Jahrzehnte.

Zu den Ringen des Saturn hat mich das Internet gebracht – da sind die faszinierenden Bilder, die die Raumsonde Cassini von dem Planeten, seinen Monden, seinem wunderbaren Ringsystem aufgenommen hat. Ich war auch live dabei, als die Sonde Rosetta den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko (Tschuri) umkreiste und der Lander Philae leider in einer Spalte verloren ging.
Das Hubble-Teleskop hat Bilder aus den Tiefen des Raums gemacht, soweit ist nicht einmal das Raumschiff Enterprise geflogen. Und der Wissenschaftler und Astronaut Alexander Gerst vermittelt mir die Sicht auf unsere Erdkugel aus dem Orbit heraus. Über ein Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR (Projekt_4D Die Zeitkapsel) sind sogar ein paar Fotos mit Erinnerungen an meinen Bruder und meine Mutter ins All geflogen und haben auf der ISS viele Male unseren Heimatplaneten umrundet. All das hätte sich mein 10jähriges Ich nicht vorstellen können, bei aller Phantasie nicht.

Ich bin nicht Forscherin oder Schriftstellerin geworden, nicht mal Indianerin 😉 . Ich wurde Bibliothekarin – und all meine Interessensgebiete sind für diesen Beruf relevant und nützlich: Von meiner kindlichen Sputnik-Jagd führen für mich Verbindungslinien zur Astronomie, zur Raumfahrtgeschichte, zur Frühgeschichte, Archäologie und Mythologie, auch zur Science Fiction und überhaupt zu Film und Literatur, natürlich zu meinem Beruf und zu meiner Familie – alles hängt irgendwie zusammen. Wenn ich in einer klaren Nacht hinauf in den Sternenhimmel schaue, fühle ich mich für einen Augenblick mit allem verbunden.
Und manchmal habe ich das gleiche Gefühl, wenn ich in der Bibliothek stehe.
Das Leben, das Universum und der ganze Rest.
Ach, Ihr wisst schon.

HilDa

Wer sich auch für das eine oder andere aus diesem Beitrag interessiert, hier ein paar Empfehlungen:

  • Die Sterne  (Was ist was ; Band 6) – der Klassiker und auch heute noch ein guter Einstieg für Sternengucker;
  • Rätsel der Galaxis: wie Wissenschaftler die Milchstraße erforschen – DVD aus der Reihe „Geo kompakt“, tolle Bilder und zusammen mit dem Themenheft Die Milchstraße : Forscher revolutionieren das Bild unserer kosmischen Heimat (Geo kompakt ; Nr. 39), eine gute Einführung in den heutigen Stand der Wissenschaft;
  • Space Tomorrow : Faszination Weltall – Abenteuer Raumstation (DVD) und Mission im All  (DVD) –  ich mag Alexander Gerst und wie er die Welt erklärt; dazu auch hier tolle Bilder;
  • Die Himmelsscheibe von Nebra : der Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas / von  Harald Meller und Kai Michel und  Die Himmelsscheibe von Nebra [DVD];
  • Das Universum: ein Reiseführer – klingt witzig vom Konzept her: Reiseführer der Lonely Planet Reihe sind eigentlich immer empfehlenswert, aber einmal Universum und zurück nur leider ohne Raumschiff? Diesen Titel schaue ich mir demnächst mal genauer an;
  • Nein, Winnetou ist kein Witz. Ich hatte eine ausgeprägte Karl-May-Phase und die Winnetou-Bücher haben meine Neugierde geweckt: auf andere Kulturen (nicht nur Indianer) und ihre Mythen und Geschichten;
  • Das Leben, das Universum und der ganze Rest – der 3. Teil der „Per Anhalter durch die Galaxis“- Romane, wer die noch nicht kennt, sollte das mindestens mit dem ersten Band nachholen, selbst wenn Ihr Science Fiction eigentlich gar nicht mögt. Und auch die anderen Bücher von Douglas Adams sind übrigens lesenswert.

Buchtipp: Miss Terry

Ich habe hier schon einmal einen Roman von Liza Cody vorgestellt und gerne empfohlen: „Ballade einer vergessenen Toten“. Mit „Miss Terry“ (Katalogdaten hier) habe ich mich anfangs etwas schwer getan; vielleicht lag es ja auch an mir, jedenfalls landete das Buch nach den ersten Seiten erst einmal auf dem Stapel „Später_vielleicht“ – und geriet in Vergessenheit. Vor drei Tagen habe ich es neu angefangen und konnte es kaum wieder zuklappen.

Miss Terry heißt eigentlich Nita Tehri, ist eine junge, engagierte Grundschullehrerin, die ihr Studium noch abzahlen muss, allein lebt und am liebsten unauffällig bleiben will: nett, kompetent, beliebt und respektiert, aber auch selbstbewusst Grenzen setzend – so möchte sie gerne wahrgenommen werden. Ganz normal eigentlich. Doch allzu oft wird sie reduziert auf ihre Hautfarbe, sie bleibt die Exotin, obwohl sie in England geboren ist. Rassismus in Form von unbedachten Äußerungen, die wie feine Nadelstiche wieder und wieder wirken, bis hin zu offenem fremdenfeindlichen Hass und Gewalt – als Leser erleben wir alle Abstufungen des Alltagsrassismus und des strukturellen Rassismus ganz aus der Perspektive der um Selbstbeherrschung bemühten, aber mehr und mehr hilflosen Nita Tehri.

Die Eskalation beginnt mit dem Fund eines toten Babys, die Leiche wurde in einem Müllcontainer entsorgt – direkt vor Miss Tehris Haus. Sofort konzentriert sich die Gerüchteküche auf sie, ebenso die Polizei, die unfreundlich, ja, dreist die Freiheitsrechte verletzend und schikanös mit ihr umspringt. Das ganze wird noch gesteigert durch Frauenfeindlichkeit und Sexismus, Sozialneid und Verachtung für die gebildete Frau. Nita Tehri gerät in eine Mühle, aus der es immer weniger ein Entrinnen zu geben scheint. Selbst der Mord an eine Prostituierte wird mit ihr in Verbindung gebracht.

Manchmal hätte ich Nita gerne geschüttelt und ihr zugerufen: „Geh nicht dorthin! Sei nicht so vertrauensselig!“ oder auch „Jetzt nimm doch diese Hilfe an!“ – wie in einem Horrorfilm, wo man als Zuschauer schon ahnt, dass hinter der Tür etwas lauert. Nita trifft falsche Entscheidungen, aber sie will aus der Opferrolle herauskommen. Doch was da in nur wenigen Tagen über sie hereinbricht, lässt ihr kaum eine Chance und wird sogar zur tödlichen Gefahr.

Liza Cody sprengt mal wieder das Genre. Was wie ein sozialkritischer Gesellschaftsroman beginnt, mit einer authentisch gezeichneten, verunsicherten Frauenfigur im Zentrum, steigert sich erst langsam, dann immer atemloser in einen realen Albtraum.

Ein Thriller, der mich mehr über Rassismus und andere toxische Vorurteile gelehrt hat, als es irgendeine TV-Talkrunde je schaffen könnte. Nitas Verletzlichkeit und Empörung über all die kleinen und großen Respektlosigkeiten: Ist sie überempfindlich, wenn sie sich Unverschämtheiten verbittet? Wenn sie sich durch beleidigende „Witze“ abgestoßen fühlt? Ist es nicht verständlich, dass sie misstrauisch wird gegen jeden, selbst gegen wohlmeinende Nachbarn, weil die die gleichen obszönen Worte nutzen, weil ihr Blick anklagend wirkt, weil einfach jeder ihr Feind zu sein scheint?  Und wenn Rassisten oder Frauenhasser dein Leben bedrohen – wie sinnvoll ist es dann, nett und verständnisvoll zu sein, ihnen zuzuhören, ihnen eine Bühne zu geben? Wie erkennt man in so einer traumatischen Grenzsituation, zumal wenn man allein und „anders“ ist, wer noch Freund, wer Feind ist?
Puh.

Liza Cody konstruiert da nicht nur einen aufregenden Plot (über den ich nicht noch mehr verraten möchte, nur: die Geschichte ist noch viel komplexer). Sie schreibt einfach gut: authentische Figuren und Milieus, voller Mitgefühl (und nicht ohne Humor!) beschrieben, vor allem ohne plumpe Schwarz-Weiß-Zeichnung oder moralisierenden Zeigefinger, dafür mit prägnanten Bildern.

Leseempfehlung!

HilDa

Buchtipp: Das Mädchen im Strom

„Es hatte eine Zeit vor dem Krieg gegeben, und nun gab es eine Zeit nach dem Krieg.
Auch wer ihn ohne Schaden überstanden hatte, würde ihn künftig in sich tragen.“

Eine ebenso nüchterne wie bittere Wahrheit im ersten Roman von Sabine Bode. (Katalogdaten zum Roman – gedruckt, als eBook und eAudio – hier)

Die Kölner Autorin und Journalistin wurde bekannt durch ihre wichtigen Sachbücher über die Traumata und seelischen Spätfolgen des Krieges, die sich von den Kriegskindern über die Nachkriegskinder bis zu den Kriegsenkeln übertragen, und sie hat sich als eine der ersten Autorinnen überhaupt an dieses schwierige und sensible Tabu-Thema herangewagt. (Hier die Katalogdaten zu allen Werken von Sabine Bode)

Ich habe Sabine Bode vor vielen Jahren bei der Vorstellung ihres Sachbuches „Kriegsenkel“ kennengelernt, und ihre Lesung hat mich zutiefst berührt. In vielen Lebensberichten habe ich mich wiedergefunden, hörte dieselben Fragen, die ich mir auch immer gestellt habe – und vieles fiel mir plötzlich wie Schuppen von den Augen. Ich habe das Buch verschlungen.

Als ich nun ihren Roman „Das Mädchen im Strom“ in Händen hielt, war ich einfach neugierig.

Sabine Bode nimmt die Leser*innen mit auf die Flucht und die Lebensgeschichte der Jüdin Gudrun Samuel.  Die Protagonistin ist mutig und selbstbewusst, aber als Tochter einer reichen jüdischen Familie in der Zeit des Nationalsozialismus ist für sie kein normales Leben möglich. Wir erleben ihre erste große Liebe zu Martin, die bereits vom aufkommenden Rassismus der Nazis überschattet wird. Dann Gestapo-Verhöre und Gefängnis, Flucht durch Russland bis nach Shanghai. Ihr Leben ist geprägt von Armut, Demütigung und ständiger Bedrohung, aber sie gibt nie auf und hat einen unerschütterlichen Willen – „Selbstachtung als Überlebensstrategie“, so hat die Autorin es umschrieben.

Die Erzählweise des Romans ist eher nüchtern gehalten, manches fast beiläufig erzählt, und ich musste mich erst mal einlesen in den distanzierten Schreibstil. Ungewöhnlich ist, dass bei der direkten Rede die entsprechende Zeichensetzung fehlt.

Gudrun war mir nicht von Anfang an sympathisch und ist mir auch nicht ans Herz gewachsen, aber gerade durch die emotionale Distanz war es leichter, die aufwühlende und spannende Lebensgeschichte zu verfolgen. Sehr besonders war die Brieffreundschaft zwischen Gudrun und ihrer Jugendfreundin Margot, die nie ganz abriss und die verdeutlichte, wie sehr das Trauma der Überlebenden auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch andauerte.

Hinter der Geschichte von Gudrun Samuel (die sich später Judy nennt) steht übrigens eine wahre Person: es ist die Überlebensgeschichte von Gertrude Meyer-Jörgensen aus Mainz, die Sabine Bode erzählt. Sie hat sieben Tage lang mit der Überlebenden des Nazi-Terrors gesprochen, die 2011 im Alter von 93 Jahren starb.

Alles in allem finde ich das Buch sehr lesenswert: ein Roman mit biographischen Elementen sowie eine geschichtlich sehr interessante und fesselnde Geschichte.

S.Q.

Buchtipp: Space Girls

Maiken Nielsen erzählt in Space Girls die Geschichte der Mercury 13. Es sind Frauen, allesamt Pilotinnen, die in den 1960er Jahren erfolgreich die selben Tests wie zuvor die Mercury-Astronauten durchliefen. Neben den realen Frauen, folgen wir der fiktiven Juni. Sie wächst in den 1950er Jahren in New Orleans auf. Schon früh nimmt ihr Stiefvater Ben sie mit auf den Flughafen und sie ist von Anfang an vom Fliegen begeistert. Sie wird Pilotin und ist Feuer und Flamme, als das Angebot für die Astronautentests kommt.
Wir folgen aber auch Junis Mutter Martha, die mit der kleinen Juni aus Nazideutschland über Frankreich in die USA fliehen musste.

Es war sehr spannend zu verfolgen, welche Hürden den Pilotinnen immer wieder in den Weg gelegt wurden und wie sie viele dieser Hürden trotzdem überwunden haben.
Es tauchten zudem auch immer wieder kurze Kapitel auf, in denen Wernher von Braun zu Wort kommt. Nachdem er in Deutschland während des zweiten Weltkriegs, die V2 Rakete mitentwickelte, mit der unter anderem London bombardiert wurde, holten ihn die Amerikaner nach dem Krieg, seiner Forschung wegen, in die USA. Dort erlangte er immer größere Popularität, da er öffentlich für die Raumfahrt warb und so zu einer prominenten Persönlichkeit auf dem Weg zur Mondlandung wurde.

Es war interessant, in Space Girls von diesen zwei Seiten von Wernher von Braun zu lesen. Einerseits seine absolute Leidenschaft für die Raumfahrt und wie er diese Begeisterung an andere weitergibt. Andererseits seine Vergangenheit, die zeigt, dass er für seinen Traum, ins Weltall zu fliegen, bereit war viel Schreckliches in Kauf zu nehmen. Irgendwie eine sehr ambivalente Persönlichkeit. Ich habe schon geschaut, und natürlich haben wir auch ein paar Biografien zu von Braun, da werde ich mir demnächst mal eine aussuchen. Bisher habe ich immer eher über seine Errungenschaften in der Raumfahrt gelesen, die natürlich nicht abzustreiten sind. Dennoch würde ich gerne erfahren, was er im Nationalsozialismus alles getan hat und ob man ihn nicht kritischer betrachten sollte.

Neben von Braun waren auch immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht von Michael Collins eingefügt. Collins war zusammen mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin in der Mannschaft für die erste Mondlandung. Während die anderen beiden auf dem Mond landeten, blieb Collins allein im Raumschiff.

Aber vor allem standen natürlich die faszinierenden Geschichten der Pilotinnen im Vordergrund. Dabei spielte Junis Geschichte die wichtigste Rolle. Ihr Leben auf dem Weg zur Pilotin, ihre Vergangenheit, die ihre Mutter jahrelang vor ihr verheimlicht.
Mir hat auch gefallen, wie Maiken Nielsen die Geschichte der Space Girls beginnend mit einer Flucht aus Deutschland, über Junis Kindheit und Erwachsenwerden in New Orleans bis hin zur Mondlandung, ab und an unterbrochen durch Gedanken von Wernher von Braun und Michael Collins, erzählt hat.

Spannend fand ich auch noch Nielsens Nachwort, in dem sie kurz darlegt, wo ihr Roman auf Tatsachen beruht und wo nicht und welche Sachbücher ihr bei diesem Thema empfehlenswert erscheinen (noch mehr Bücher, die ich lesen möchte… 🙂 ).

Hier seht ihr, wo ihr das Buch bei uns ausleihen könnt.

lga

Buchtipp: Dolores

Die 65-jährige Dolores sitzt im Polizeirevier von Little Tall Island, einer Insel, die zum Bundesstaat Maine gehört. Sie ist dort, weil sie ihre Arbeitgeberin Vera Donovan, für die sie Jahrzehnte lang als Haushälterin gearbeitet hat, umgebracht haben soll. Beim Verhör stellt sich heraus, dass Dolores, um den Tod von Vera zu erklären, weit ausholen muss. Sie muss etwas beichten, das jahrelang ihr düsterstes Geheimnis war.

Die Geschichte besteht aus einer langen Erzählung, aus Dolores Aussage beim Polizeiverhör. So gibt es auch keine Kapitel oder dergleichen. Mich hat das beim Lesen tatsächlich gar nicht gestört, weil die Geschichte so fesselnd war. Das hat auch dazu verführt, einfach immer weiter zu lesen, weil ja nie eine Unterbrechung in Form eines neuen Kapitels kam.

Dolores sieht sich aus einem bestimmten Grund mit der Annahme konfrontiert, sie habe Vera umgebracht. Es kursiert seit Jahrzehnten ein Gerücht über sie, das die Wahrheit streift, hinter dem aber natürlich mehr steckt, als die Leute glauben. Stück für Stück enthüllt Dolores die Wahrheiten hinter dem Gerücht und damit die schrecklichen Verhältnisse innerhalb ihrer Familie, die aus Dolores, ihrem Mann Joe und ihren drei Kindern besteht. Und wie das Ganze wiederum mit ihrer Arbeitgeberin Vera zusammen hängt.
Es ist eine Geschichte darüber, zu was Menschen fähig sind, wenn sie keinen anderen Ausweg sehen und glauben, das Richtige zu tun beziehungsweise tun zu müssen.
Es war manchmal tieftraurig, manchmal verstörend, selten zeigten sich Lichtblicke.

Trotz der vielen Tiefen und Schrecken in Dolores Leben bin ich ihr gerne durch diese Geschichte gefolgt, weil sie so sympathisch war und die Geschichte durch ihre Stimme so eindringlich erzählt wurde.

Wie das bei King so üblich ist, taucht auch hier ein übersinnliches Element auf, aber sehr dezent. Es verbindet Dolores mit einem weiteren Roman von King, und zwar Das Spiel. Da habe ich wohl direkt meine nächste Lektüre gefunden. 🙂

Dolores und auch Das Spiel könnt ihr bei uns in der Onleihe als eBook entleihen.

lga

Buchtipp: Der letzte Wunsch

Ich mag Geschichte, die sich in Richtung Herr der Ringe oder Game of Thrones bewegen sehr gerne, sowohl in gedruckter Form als auch als Film. Daher stach mir die Serie The Witcher, die seit Dezember 2019 bei Netflix zu sehen ist direkt ins Auge. Die Serie beruht auf Büchern des polnischen Autors Andrzej Sapkowski, die ich vor dem Schauen der Serie zuerst lesen wollte.

Die Serie, wie auch die Bücher handeln von dem Hexer Geralt von Riva. Als Hexer zieht er durch die mittelalterlich anmutenden Lande, um gegen Bezahlung Ungeheuer und allerlei Monstrositäten zu erledigen. Dabei schlägt ihm allerdings oft der Hass der Dorfbewohner, die er vor Monstern rettet, entgegen. Denn Hexer sind Mutanten, die als Kinder so verändert wurden, dass sie zum Beispiel im Dunkeln sehen und Magie wirken können. Geralt hat dazu noch weißes Haar und jeder, der anders ist als die Mehrheit, muss natürlich mit Misstrauen gestraft werden, dass kennen wir ja aus dem echten Leben zur Genüge.

Andrzej Sapkowski hat zum einen eine fünfteilige Reihe rund um Geralt geschrieben. Angefangen hat er aber mit zwei Kurzgeschichten Bänden, die die Vorgeschichte bilden und einige Jahre nach Beendigung der Reihe hat er noch einen Roman geschrieben, der nach der ersten Vorgeschichte Der letzte Wunsch gelesen werden kann (unten findet ihr die Bücher einmal aufgelistet). Und dann gibt es noch eine Anthologie, indem aber nur einige Geschichten von Geralt handeln.
Vielen dürfte die Geschichte zudem wohl auch durch die Videospieladaptionen bekannt sein.

Ich habe nun Der letzte Wunsch und Zeit des Sturms gelesen und bin bisher ziemlich begeistert. Zum einen finde ich es spannend, dass auch Elemente aus der slawischen Mythologie in den Büchern zu finden sind. Zwar gibt es auch Drachen und Elfen und Geschichten, die an Aschenputtel oder Rapunzel erinnern, aber Geralt kämpft eben auch gegen Wesen aus der slawischen Sagenwelt. Baba Yaga sagt mir ja noch was aber von Strigen hatte ich beispielsweise vorher noch nie gehört.

Mir gefällt auch wie Sapkowski an das Fantasygenre herangeht – oft selbstironisch, manchmal wirkt es fast schon wie eine Parodie. Mir hat dieser unterschwellige Humor beim Lesen jedenfalls viel Spaß gemacht.

Zudem mag ich, dass es hier kein Gut und Böse gibt, sondern alle irgendwie grau durch die Gegend laufen. Da ist das blutrünstige Monster auf den zweiten Blick das eigentliche Opfer und die ehrwürdigen Zauberer haben dauernd mit Intrigen untereinander zu kämpfen.

Ich freue mich auf jeden Fall die weiteren Bücher zu lesen und danach dann auch die Serie zu schauen (die mir dann hoffentlich auch gefällt). 🙂

Hier die Übersicht über die gesamte Reihe und wo sie bei uns ausleihbar sind:

Die Vorgeschichte:
Der letzte Wunsch
Zeit des Sturms
Das Schwert der Vorsehung

Die Hexer-Saga 1-5:
Das Erbe der Elfen
Die Zeit der Verachtung
Feuertaufe
Der Schwalbenturm
Die Dame vom See

Die Anthologie, in der auch Geschichten aus der Hexerwelt enthalten sind:
Etwas endet, etwas beginnt

lga

Buchtipp: Der Name des Windes

Der Name des Windes von Patrick Rothfuss handelt von Kvothe, Sohn fahrender Spielleute und der größte Zauberer seiner Zeit. Kvothe, der Blutlose und Kvothe, der Königsmörder wird er genannt, er ist nicht nur ziemlich klug und begabt, sondern besitzt auch ein großes Talent sich in Schwierigkeiten zu bringen. In der Name des Windes erzählt Kvothe von seinem Leben und wie er zu dem wurde, der er ist.

Die Königsmörder-Chroniken, wie sie auch heißen, lese ich nun schon zum wiederholten Male. Der Name des Windes ist der erste Teil, der zweite Band Die Furcht des Weisen ist im Deutschen wegen des großen Umfangs auf zwei Bücher aufgeteilt. Teil drei, der gleichzeitig auch der Abschluss sein soll, wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft erscheinen. Man wartet mittlerweile schon einige Jahre auf dieses letzte Buch. Meine gelegentlichen Internetrecherchen ergeben leider immer wieder, dass es weiterhin keinen offiziellen Erscheinungstermin gibt. Der Autor soll sich natürlich alle Zeit nehmen, das Buch in seinem Sinne zu Ende zu schreiben, trotzdem warte ich doch etwas ungeduldig, den Abschluss endlich lesen zu können.

Der Name des Windes steckt nämlich voller Geheimnisse. Der Chronist, dem Kvothe seine Lebensgeschichte erzählt, findet ihn in einem Wirtshaus in einer kleinen Ortschaft, die er unter dem Namen Kote bewirtschaftet und wo er sich seit einigen Monaten versteckt. Da findet sich schon direkt die erste Frage: wieso steckt unser Held irgendwo im nirgendwo in einem Wirtshaus? Und wie kommt er zu seinem Beinamen „Königsmörder“? Gefühlt alle paar Seiten ergeben sich weitere Fragen, die mich dazu verführt haben, in den letzten Tagen noch öfter nach dem Erscheinungsdatum für Band drei zu suchen … man kann ja auf ein Wunder hoffen. Andererseits machen all diese Geheimnisse ja auch den Reiz dieses Buches aus und das Rätseln und Verdächtigen hat auch etwas für sich.

Neben der spannenden Geschichte, die mich beim Lesen gar nicht mehr los lässt, mag ich auch den Schreibstil von Patrick Rothfuss sehr gerne. Er nutzt eine fast schon poetische Sprache, die dazu führt, dass ich manche Sätze und Formulierungen auch mal wiederholt lesen muss, weil sie einfach so schön sind.
Faszinierend finde ich auch Rothfuss Beschreibungen von Musik. Kvothe ist Lautenspieler und Sänger und zwar ein ziemlich guter und seine Musik ist ihm sehr wichtig. Dementsprechend nimmt die Musik auch immer wieder viel Platz in der Geschichte ein. Man könnte meinen, das wäre nicht gut durchdacht von Rothfuss. Musik lebt ja schließlich davon, dass man sie hört, aber der Autor beschreibt Musik auf so schöne Weise, dass es dafür entschädigt, sie nicht tatsächlich hören zu können (wobei ich Kvothe trotzdem gerne mal spielen hören würde… 🙂 ).

Der Name des Windes ist für mich ein Buch, dessen Geschichte ich immer wieder gerne besuche. Und wenn ich das nächste mal Lust auf die Bücher habe, habe ich ja vielleicht sogar das Glück, dass dann auch schon der letzte Teil erschienen ist und ich die Geschichte endlich im Ganzen lesen kann. 🙂

Hier gelangt ihr zu den Katalaogdaten des Buches, dass ihr auch als eBook oder Hörbuch bei uns ausleihen könnt.

lga

Buchtipp zum „Neujahr“

Henning setzt sich am Neujahrsmorgen im Lanzaroteurlaub aufs Fahrrad und fährt los, um den Steilaufstieg nach Femés zu bezwingen. Dabei gehen ihm immer neue Gedanken durch den Sinn. Über seine Frau, die am Vorabend ungeniert mit einem Franzosen am Tisch nebenan geflirtet hat, über seine Kinder, die er über alles liebt, bei denen er sich aber dennoch fragt, ob er und seine Frau in der Erziehung nicht irgendetwas falsch machen, über die Schwiegereltern, über seine eigene Mutter, die ihn und seine Schwester als Alleinerziehende zwar mit allem Nötigen versorgt hat, aber auch immer das Gefühl vermittelte, die Kinder seien eine Belastung und Zumutung.
Und über ES denkt er nach. Über seine Panikattacken und Angstzustände, unter denen er seit einer ganzen Weile leidet.

Als er den Pass schließlich völlig erledigt erreicht, trifft ihn eine furchtbare Erkenntnis. Als Kind ist er schon einmal an diesem Ort gewesen. Und er erinnert sich an die schrecklichen Geschehnisse dieses lange zurückliegenden Familienurlaubs, der die Ursache, für seine Angstzustände zu sein scheint.

Hennings Fahrradtour den Berg hinauf fühlt sich an, wie ein Weglaufen vor sich selbst. Immer wieder kommen seine Gedanken auf ES zurück. Er spricht nicht von Panikattacken und Angstzuständen, immer nur von ES. Man spürt, dass etwas dahintersteckt, an das Henning nicht denken will, etwas das er verdrängt. Wenn seine Gedanken zurück zu ES wandern versucht er jedes Mal sie umzulenken, aber alle Themen führen ihn doch wieder dorthin zurück.
Man fragt sich, was Henning erlebt hat. Ist er einfach so unzufrieden mit Job, Familie und seinem ganzen Leben? Was steckt dahinter?
Es war spannend herauszufinden, was Henning als Kleinkind im Urlaub auf Lanzarote erlebt hat, und wie ihn dies bis heute verfolgt.
Am Ende stellte sich mir die Frage, wie es mit Henning weitergehen wird. Wird er sich endlich ärztliche Hilfe holen? Hat es ihm geholfen, sich an das Trauma aus seiner Kindheit zu erinnern?

Sehr gut gefallen hat mir übrigens auch die Inszenierung des Buchs im Theater am Alten Markt in Bielefeld. Das Stück war sehr nah am Buch und die beiden Darsteller vermochten durchgehend zu fesseln. Sehr empfehlenswert!

lga

Mittendrin Mittwoch #108

Erschöpft ließ ich mich auf einer harten Bank am Fenster nieder, der schweigenden Versammlung der Wachsfiguren  gegenüber, und Wogen der Rührung stiegen in mir auf. Welcher Muskel war das, der mir die Kehle zuschnürte, wie war noch sein Name? Wer hat den menschlichen Körper ersonnen – und wer hat auf ihn das Copyright?

Unrast von Olga Tokarczuk, Seite 146

Eine namenlose Ich-Erzählerin, die ständig rastlos unterwegs ist, berichtet episodenhaft von Erlebnissen auf Flughäfen, in Museen, von Gesprächen, die sie mit anhört, von Begegnungen mit Fremden.
Im Griechenlandurlaub verschwinden Frau und Tochter eines Mannes spurlos.
Und Eryk lenkt seine Fähre eines Tages, statt zur gegenüberliegenden Küste, einfach hinaus aufs Meer.

Die vielen Geschichten verbindet, dass sie alle vom Reisen handeln, von Menschen, die auf der Suche, auf Wanderschaft sind, denen eine Unrast anzumerken ist. Immer neue Menschen und Orte bereist man selbst beim Lesen. Die Ich-Erzählerin und Erzählungen anderer Menschen wechseln sich ab. Bisher scheinen die Geschichten noch kaum zusammenzuhängen, da ich aber noch relativ am Anfang des Romans stehe, bin ich gespannt, ob sich noch ein roter Faden zeigt.

Im Rahmen der Literaturtage der Stadtbibliothek Bielefeld wird Olga Tokarczuk am 10.10.2019 um 20 Uhr bei uns zu Gast sein und aus ihrem neuen Buch Die Jakobsbücher lesen. Dieses erscheint nächste Woche am 01.10.2019 in der deutschen Übersetzung.
Hier gelangt ihr zu den Büchern von Olga Tokarczuk, die wir bei uns in der Bibliothek zur Ausleihe vorrätig haben. Die Jakobsbücher werdet ihr in Kürze dann auch bei uns finden.

Das gesamte Programm der Literaturtage und weitere Informationen findet ihr hier.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #107

Gstrein_Als ich jung warGenau zwei Tage vor seinem Tod hatte der Professor zu mir gesagt, er sei überzeugt, dass jeder Mensch wenigstens eine Geschichte in seinem Leben habe, von der er nicht wolle, dass jemand anderer sie zu hören bekomme, es gebe bei jedem ein Zentrum des Schweigens, ein Zentrum der Scham, an das er sich selbst kaum heranwage.

Als ich jung war von Norbert Gstrein, Seite 297

In Als ich jung war begleiten wir den Österreicher Franz. Die Kapitel wechseln zwischen seinen zwei Lebensschauplätzen. Dem Restaurant in Tirol, das früher seine Eltern betrieben haben und das nun sein Bruder wieder neu eröffnet hat. Und dem verschlafenen Nest in Wyoming in Amerika, in dem er 13 Jahre als Skilehrer arbeitete.

Im Restaurant seines Vaters wurden in seiner Jugend jeden Sommer zahlreiche Hochzeiten ausgerichtet, bei denen Franz von seinem Vater als Fotograf verpflichtet, die Brautleute ablichtete. Bei seiner letzten Hochzeit wird die Braut am nächsten Morgen mit gebrochenem Genick am Fuße eines Abhangs gefunden. Franz Aufbruch nach Amerika kurz darauf erscheint fast wie eine Flucht.

Nach und nach ergründet man zwar, wie Franz die Hochzeit der toten Braut erlebt hat, wie sein Leben in Wyoming aussah und wie er wieder nach Tirol zurückkehrt, dabei bleibt Franz aber stetig ein eher unzuverlässiger Erzähler, der vor sich selbst auf der Flucht zu sein scheint und sich mit vielem aus seiner Vergangenheit nicht beschäftigen will. Man weiß nie so ganz, ob das, was er dem Leser erzählt, die Wahrheit ist, ihr nur nahe kommt oder gar nicht stimmt. Sowohl in Amerika als auch in Tirol sieht Franz sich Gerüchten und Verdächtigungen ausgesetzt. Ob ich noch erfahre welche dieser Gerüchte tatsächlich stimmen, werde ich wohl auf den letzten Seiten sehen.

Wer sich übrigens lieber vom Autor als von mir überzeugen lassen möchte das Buch zu lesen: am 25. Oktober wird Norbert Gstrein im Rahmen der Literaturtage bei uns zu Gast sein, aus seinem Buch lesen und darüber sprechen.

Die Literaturtage starten dieses Jahr am 01. Oktober und bis zum 31. Oktober wird es insgesamt 12 Lesungen geben. Das gesamte Programm könnt ihr hier einsehen.

In Kürze könnt ihr das Buch auch bei uns in der Bibliothek ausleihen. Es durchläuft zur Zeit noch den Bestell- und Einarbeitungsprozess. 🙂

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.