Mittendrin Mittwoch #98

In Bezug auf meine deutsche Staatsangehörigkeit musste ich jetzt ähnlich denken. Ich konnte sie nicht mehr so einfach wieder loswerden, auch wenn, sagen wir, der Brexit vielleicht doch nicht stattfinden sollte – was ich trotz allem immer noch sehr hoffe.

Exit Brexit : wie ich Deutsche wurde von Kate Connolly, Seite 284

Als ich damals davon erfahren habe, dass die Briten tatsächlich dafür gestimmt haben die EU zu verlassen, war ich einigermaßen schockiert und irritiert über diese Entscheidung. Kate Connolly beschreibt in ihrem Buch immer wieder, dass das eine ziemlich verbreitete Reaktion der ihr bekannten Deutschen war, die ihr auch immer wieder die eine Frage stellten: Warum wollen denn die Briten die EU verlassen?

Ich habe mich damals sehr für dieses Thema interessiert und das Ganze in den Medien verfolgt, vor allem, weil ich im Rahmen meiner Ausbildung ein paar Wochen nach dem Referendum ein Praktikum in der Bibliothek des Goethe Instituts in London gemacht habe. Der Brexit war auch bei den Kollegen dort ständiges Gesprächsthema. Viele der deutschen Kollegen machten sich Sorgen, ob es für sie in der Zukunft noch so einfach sein würde im Vereinigten Königreich zu leben und zu arbeiten, und auch die britischen Kollegen äußerten sich eher weniger begeistert vom Ergebnis des Referendums und fragten sich, was der Austritt aus der EU für Auswirkungen auf ihr Land haben könnte. Dennoch sind alle das Thema mit einer gewissen Gelassenheit und viel Humor angegangen.

Drei Jahre ist das mit dem Referendum nun her, und ich muss zugeben, dass mich das Thema Brexit zunehmend ermüdet hat, da gefühlt nichts vorangeht.
Vor kurzen bin ich dann auf das Buch Exit Brexit aufmerksam geworden. Die in England geborene Journalistin Kate Connolly lebt schon seit einigen Jahren in Deutschland und berichtet unter anderem für den britischen Guardian. In ihrem Buch erzählt sie von ihrer Entscheidung, nach dem Referendum die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen, wie der Brexit sie und ihre Familie im Vereinigten Königreich spaltet und von vielen Begegnungen mit anderen Briten, die ebenfalls im EU-Ausland leben und arbeiten. Das macht das Buch einerseits zu einem sehr persönlichen Bericht über den Brexit, andererseits legt Connolly aber auch die vielfältigen Gründe dar, die zum Brexit führten, und die verschiedenen Ereignisse vor und nach dem Referendum.

Das letzte Kapitel in Connollys Buch fehlt mir noch, die paar Seiten kann ich aber bestimmt heute Abend im Zug noch schaffen. 🙂

Das Buch könnt ihr bei uns vor Ort oder als eBook ausleihen.

Zum Thema Brexit gibt es übrigens mittlerweile noch sehr viel mehr Literatur. Wer andere Bücher zum Thema sucht, hier der Link zu unserem Katalog.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #55

„Nach der Landung in Cork ging Joanna zum Schalter eines Autoverleihers und mietete sich einen Fiesta. Sie besorgte sich eine Straßenkarte und ein paar irische Pfund und folgte der Beschilderung zur N71. Überrascht stellte sie fest, dass die größte Straße, die vom Flughafen weg führte, in Yorkshire eher als Nebenstraße gelten würde.“

Lucinda Riley, „Der verbotene Liebesbrief“, S. 403

Meine Lieben, Lucinda Riley und ich. :-). Wie ich glaube ich schon mal sagte, manchmal braucht man einfach was seichtes, schönes zu lesen. Und L. R. geht immer. Ich befinde mich gerade mit Hauptdarstellerin Joanna in Irland. Sie versucht, von Marcus Abstand zu nehmen, der der Bruder der bekannten Schauspielerin Zoe ist, die ein uneheliches Kind mit jemandem aus dem Königshaus hat und zu allem Überfluss hat sich ihr bester Freund Simon, den sie seit Kindertagen kennt, von Berufswegen her als nicht so ganz langweilig entpuppt, wie sie immer dachte. Da ist was los, ich sag’s euch!

Joanna, aufstrebende Journalistin, trifft zu Beginn des Buches bei einer Beerdigung eine alte Dame, die ihr auf umständlichen Wegen einen alten Liebesbrief zu kommen lässt. Was Joanna noch nicht ahnen kann- der Großvater von Zoe und Marcus (ebenfalls ein bekannter Schauspieler), scheint nicht der gewesen zu sein, für den ihn die meisten gehalten haben.  Und das MI5 hat auch auf einmal seine Finger im Spiel. Ich kann die Arme jedenfalls gut verstehen- ich wäre auch geflüchtet! Mal sehen, was es nun mit diesem Brief auf sich hat…

 

 

kwk

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #4

„Und so ist die Geschichte Londons auch eine Geschichte des Vergessens. Es gibt in der Stadt so viele Bestrebungen und Tendenzen, die nur für Augenblicke festgehalten werden können, so schnell sich überschlagende Neuigkeiten, Klatschgeschichten und Gerüchte, dass die Aufmerksamkeit jeweils rasch geweckt, aber kurzlebig ist.“

aus „London“ von Peter Ackroyd, S. 414

Ja, ich lese durchaus auch mal gerne Sachbücher und seit einiger Zeit sitze ich an der Biografie von London, ein dicker Wälzer mit über 700 Seiten. Das Buch ist vollgestopft mit Fakten (klar, Sachbuch) und ich denke zu oft „ach, das könnte ich mir ja mal merken“ und tue es dann doch nicht. Voraussetzung ist übrigens, dass man den Stadtplan von London ein bisschen im Kopf hat, denn die Fleet Street, the Strand und viele andere tauchen immer mal wieder auf und es braucht dann einen leichten Orientierungssinn. Also nichts für Anfänger. Was mir sehr gefallen hat, sind die Verweisungen auf Charles Dickens (mit dem habe ich in diesem Umfang nicht gerechnet) und Samuel Pepys (mit dem auf jeden Fall) – ersterer nimmt in vielen seiner Bücher Bezug auf das Geschehen im alten London und plötzlich wird einem klar, weshalb er etwas so und so geschrieben hat und das Tagebuch von Pepys (1660-1669) gehört natürlich zu den wichtigsten Quellen für diese Zeit.

Mittlerweile bin ich über das Ansiedeln der Gewerke in den jeweiligen Straßenzügen, Jack the Ripper, den großen Brand und einiges mehr hinweg und bin ziemlich gespannt, was da noch kommt.2017-04-18 18.48.32

kwk

 

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Londons Straßen

Von London bin ich eigentlich restlos begeistert. Ich mag die Architektur, die Leute dort, die ganzen tollen Museen, das Essen …

Das einzige was mich wirklich verrückt gemacht hat, war der Verkehr dort. Rote Ampeln werden von Fußgängern grundsätzlich nicht beachtet und auch so mancher Autofahrer nimmt es mit dem roten Licht nicht so eng, sodass man selbst als Fußgänger, der brav auf grün wartet und erst dann losgeht, noch Gefahr läuft über den Haufen gefahren zu werden.

Aber nun gut, man kann sich ja an alles gewöhnen, schaut man halt bei jedem Gang über die Straße zwei- oder dreimal mehr nach rechts und links.

Außerdem hatte ich beim Anblick der Straßen auch immer das Gefühl, dass man in England nicht ganz so viel Geld für eben jene ausgibt. Da gab es echt viele kaputte Straßen und auch über die Straßenmarkierungen habe ich mich oft gewundert, weil viele so schluderig aussahen, mit krumm gezogenen Linien und so weiter.

London ist ja wirklich toll, aber der dortige Straßenverkehr ist irgendwie noch ausbaufähig…

lga

Crespelle

Als ich letztes Jahr mit meiner Schwester für einige Tage in London war, sind wir irgendwann in einem kleinen Italiener in der Nähe des British Museum gelandet, nachdem wir uns zuvor einige Stunden lang die Füße platt gelaufen hatten. Wir waren also hinreichend erledigt und froh endlich mal zu sitzen und uns die ganzen Leute, die da so vorbei liefen anzuschauen (wobei wir interessanterweise sowohl Leute aus unserem Flugzeug, als auch von einem Tagesausflug den wir gemacht hatten wieder entdeckt haben).

Während meine Schwester auf Altbewährtes gesetzt und Lasagne bestellt hat, habe ich mich mal an was ganz Unbekanntes herangewagt. Und das hat sich richtig gelohnt! Doof nur, dass ich mir den Namen des Gerichts nicht gemerkt habe …

Zufällig bin ich dann aber vor kurzem über ein Rezept für Crespelle gestolpert – genau das wonach ich schon die ganze Zeit gesucht hatte! Das Rezept wurde dann auch erst einmal direkt nachgekocht:

Crespelle

Die Zutaten:

  • 120 g Mehl
  • 150 ml Milch
  • 3 Eier
  • Salz
  • 500 ml Tomatensauce
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 g TK-Blattspinat (vor Verwendung bitte auftauen lassen)
  • 6 EL Öl
  • 250 g Ricotta
  • 50 g geriebener ital. Hartkäse (z.B. Grana Padano)
  • Pfeffer
  • 1 Kugel Mozzarella

Mit einem Pürierstab Mehl, Milch Eier und 1 Prise Salz in einem hohen Gefäß (damit auch ja nichts verspritz wird) zu einem glatten Teig verarbeiten. Im Anschluss 10 Minuten quellen lassen. Einen Topf hervorholen und die Tomatensauce bei milder Hitze erwärmen (Tomatensauce aus 500 ml passierten Tomaten, etwas Tomatenmark, 1 – 2 frischen Tomaten und Gewürzen (Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum …) zubereiten).

Zwiebeln und Knoblauch fein zerstückeln. Den Spinat ordentlich ausquetschen und ebenfalls zerkleinern. 3 El Öl, Zwiebeln und Knoblauch in eine Pfanne hauen (ne, hauen sagt man nur bei Eiern, oder?), glasig dünsten (also das Öl nicht, das ist ja eigentlich schon glasig …) und anschließend auch den Spinat kurz mitdünsten (wie lange kurz ist muss man schon selber entscheiden). Den Pfanneninhalt, zusammen mit Ricotta und der Hälfte des Hartkäses in einer großen Schüssel mischen (nimmt man zuerst eine Schüssel, die der Beschreibung „groß“ nicht gut genug entspricht, hat man später mehr zu spülen). Das Gemisch kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. 1 kleine Portion des Teigs hineingeben und durch kippen der Pfanne gleichmäßig verteilen. Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze hellbraun backen (und zwar von beiden Seiten). Mit dem restlichen Teig 5 weitere Pfannkuchen backen (und zwischendurch die Pfanne auch mal nachölen).

Mittig auf die Pfannkuchen die Ricotta Masse geben und das Ganze einrollen. Eine Auflaufform hervorkramen, die Hälfte der Tomatensoße hineingeben und darauf die gefüllten Pfannkuchen platzieren. Anschließend die restliche Tomatensoße drauf kippen (oder vielleicht doch lieber vorsichtig darauf verteilen, wie mans lieber macht) und geriebenen Käse drüber streuen. Den Mozzarella abtropfen lassen, in Stücke zupfen (das geht ja sogar … ich habe Mozzarella bisher immer nur mit dem Messer zerkleinert …) und auf den Pfannkuchen verteilen. Die Auflaufform auf einem Rost in den vorgeheizten Ofen schieben (mittlere Schiene, ganz wichtig!) und bei 200 Grad (oder 180 Grad, wenn man lieber Heißluft verwenden möchte) 30 – 35 Minuten backen.

Fazit: Schmeckte zwar irgendwie nicht so gut, wie in meiner Erinnerung (was auch an meinen Kochkünsten liegen könnte) und ich glaube den Knoblauch lasse ich das nächste Mal weg, ist aber trotzdem sehr lecker!

lga

Ins Theater stürzen

Bei einem London Besuch in diesem Jahr wollte ich es mir nicht nehmen lassen, dort auch mal ein Musical zu besuchen. Nach einigem hin und her überlegen habe ich mich dann für „Les Misérables“ entschieden. Das Plätze auswählen anschließend hat mir ziemlich viel Zeit geraubt – einerseits wollte ich ja nicht zu viel Geld ausgeben, andererseits hatte ich auch keine Lust auf „eingeschränkte Sicht“, schließlich wollte ich die Darsteller ja nicht nur singen hören, sondern auch sehen. Im Endeffekt habe ich es dann doch drauf ankommen lassen und im obersten Rang, erste Reihe, mittig einen Platz gebucht, der zwar eingeschränkte Sicht hatte, aber laut Erfahrungsberichten, die Google mir auf Anfrage ausgespuckt hat, durchaus einen guten Blick auf die Bühne bieten würde.

Ziemlich gespannt bin ich dann, als es so weit war, ins Theater gestiefelt und litt kurzzeitig unter einem kleinen Schwindelgefühl als ich den obersten Rang betrat – die Sitzreihen erhoben sich nämlich eher wie Steilhänge als seichte Hügel, wie man das aus dem Kino kennt. Ich habe es aber dennoch ohne Absturz zu meinem Platz geschafft und hatte auch tatsächlich eine ganz gute Aussicht. Man musste sich zwar etwas vorlehnen, was für die drei stündige Vorstellung etwas unangenehm für den Rücken war, und Beinfreiheit war auch nicht wirklich vorhanden, aber es hat sich trotzdem gelohnt!

Das Musical, das auf dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo beruht, hat mir vor allem wegen der sehr eingängigen und bewegenden Lieder gefallen. Es geht um Jean Valjean, einen ehemaliger Sträfling, der es schließlich geschafft hat unter einem neuen Namen ein neues Leben aufzubauen. Jedoch wird er immer wieder von seinem Erzfeind Inspektor Javert verfolgt. Die Geschichte spielt in Frankreich, in den Jahren von 1815 bis 1832.

Der Film "Les Miserables" (2012)

Der Film „Les Misérables“ (2012)

Empfehlenswert ist im Übrigen auch die Verfilmung des Musicals „Les Misérables“ aus dem Jahr 2012, unter anderem mit Hugh Jackman, Russel Crowe und Anne Hathaway.

Das Musical hat mich wirklich sehr begeistert – trotzdem war ich am Ende ein kleines bisschen froh, wieder aus dem kleinen, vollen Theater mit Absturzgefahr hinaus zukommen…

 

 

 

lga

Ein Praktikum in London

Als Auszubildende in einer öffentlichen Bibliothek kommt man in den Genuss mehrerer Praktika. Vorgeschrieben sind ein Praktikum im Archiv und eines an einer wissenschaftlichen Bibliothek. Dazu wurde mir noch freigestellt ein drittes Praktikum zu absolvieren und da in der Berufsschule Praktika im Ausland so schön beworben wurden, habe ich einfach mal mein Glück beim Goethe Institut London versucht – und auch eine Zusage für ein dreiwöchiges Praktikum bekommen!

Goethe Institute fördern weltweit die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, sowie internationale kulturelle Zusammenarbeit. Für diese Zwecke haben viele der Goethe Institute auch Bibliotheken und so auch das in London.
Die Bibliothek beherbergt 18.000 Medien (zum Vergleich: in der Stadtbibliothek am Neumarkt in Bielefeld stehen ungefähr 300.000 Medien), sowie Fläche für Veranstaltungen und einen Raum, der Platz für Sprachunterricht bietet.

Interiors: Library, Training Room, Goethe-Institut London, April 2016

Die Bibliothek des Goethe Instituts London

Die Arbeit dort beinhaltet ganz typische Aspekte einer Bibliothek, die mir schon bestens bekannt sind, wie etwa Bestandspflege oder Beratung von Nutzern. Daneben konnte ich aber auch noch ganz neue Eindrücke gewinnen. Sehr spannend war zum Beispiel die Mitarbeit bei der Vorbereitung von Lesungen und anderen Veranstaltungen. Darüber hinaus war auch der Bereich Social Media oder auch die Arbeit mit Kulturinstituten anderer Länder sehr interessant.

Aussicht auf die Tower Bridge

Der Sky Garden: Aussicht auf die Tower Bridge

Ein weitere großer Pluspunkt waren außerdem die tollen Kollegen, die mir auch viele gute Tipps gegeben haben, was in London sehenswert ist. (Ich hatte selber zum Beispiel noch nie vom Sky Garden gehört – der liegt in den obersten Stockwerken des Walkie Talkie, einem Wolkenkratzer, mit ästhetisch gesehen eher fragwürdigem Aussehen, der aber eine wirklich fabelhafte Aussicht über London bietet!)
Neben dem Praktikum galt es natürlich auch, London zu erkunden. Und das hat meine Freizeit auch eigentlich komplett in Anspruch genommen – ist halt eine große Stadt (vor allem im Vergleich zu meinem Dörfchen mit schnuckeligen 1300 Einwohnern). Neben Buckingham Palace, Big Ben und der Tower Bridge habe ich mir auch einige Museen, wie das British Museum und das Victoria & Albert Museum angeschaut. Auch St. Paul’s Cathedral und die vielen schönen Londoner Parks, zum Beispiel Hyde Park und Regent‘s Park, standen auf dem Programm. Als Harry Potter Fan war ich natürlich auch noch bei King’s Cross und Gleis 9 3/4 (wo mir aber leider weder Zauberer noch Eulen oder ein Zug nach Hogwarts begegnet sind).

Auch wenn ich in England war habe ich tatsächlich erstaunlich wenig Englisch gesprochen. Im Goethe Institut zum Beispiel spricht man fast nur Deutsch, was ja eigentlich auch logisch ist – ist ja immerhin ein deutsches Kulturinstitut und die meisten Mitarbeiter kommen somit selber auch aus Deutschland. Es gab aber auch die eine oder andere Kollegin, mit der auf Englisch geredet wurde und auch auf einer Ausstellungseröffnung, die zusammen mit Kulturinstituten anderer Länder organisiert wurde konnte ich mein Englisch mal ausführlicher testen (und feststellen, dass da noch Luft nach oben ist …).

Am Ende waren die drei Wochen dann doch sehr schnell vorbei. Es war für mich auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung. London Fan bin ich jetzt wohl auf Lebenszeit (auch wenn ich mir momentan nicht vorstellen könnte jemals dort zu leben – ich bin es einfach seit 21 Jahren gewohnt, dass die nächsten Nachbarn mindestens in 500m Entfernung wohnen, weshalb mir da teilweise viel zu viele Menschen herum liefen) und auch aus dem Praktikum konnte ich viel mitnehmen.
Jetzt bleibt nur noch die Frage, wo es als nächstes hin geht – ich bin nämlich irgendwie auf den Geschmack gekommen und es wird bestimmt irgendwann nochmal eine Möglichkeit geben für ein paar Wochen oder Monate ins Ausland zu gehen!

Abends an der Themse

Abends an der Themse

lga