3D-Druck in der Bibliothek?

2017 hat die Stadtbibliothek Bielefeld ihren Bestand um einen 3D-Drucker erweitert. Schon seit längerem entwickeln sich Bibliothek in diese Richtung weiter. Viele betreiben MakerSpaces, in denen den Nutzenden Raum gegeben wird, selbst kreativ zu werden. Do it yourself in der Bibliothek sozusagen. Auch bei uns gibt es verschieden Angebote in diesem Bereich. Von Stricken und Häkeln über BookArt und Nähen bis zu Lichtschwerter basteln. Und eben auch den 3D-Drucker.

Dem einen oder anderen stellt sich vielleicht die Frage: Was genau kann man sich unter 3D-Druck überhaupt vorstellen und wo kommt das Ganze zum Einsatz?
Wir haben vor Ort einen 3D-Drucker von Ultimaker, einer niederländischen Firma. Das ist ein Gerät, das eher für den Hobbybereich konzipiert ist, auch wenn es preislich nicht ganz unerschwinglich ist. Hinten kann man Spulen mit einem Kunststoffmaterial einlegen, die über eine Führung zum Druckkopf geleitet werden. Dort wird das Material erhitzt und nach der Bauanleitung, die man vorher an den Drucker gesandt hat, in die entsprechende Form, Schicht für Schicht, auf die Druckplatte gedruckt. Eigentlich nichts anderes als eine etwas kompliziertere Heißklebepistole. 😊 Man nennt dieses Verfahren FDM (Fused Deposition Modeling), beziehungsweise zu deutsch Schmelzschichtverfahren. Da das Material heiß aufgetragen wird, verschmelzen die einzelnen Schichten miteinander und bilden ein festes Objekt.

Unser Drucker eignet sich wie gesagt eher fürs Tüfteln Zuhause. Man kann damit zum Beispiel  kleine Ersatzteile drucken oder für den Bereich Modellbau oder auch Cosplay Dinge erstellen.

In der Industrie werden 3D-Drucker beispielsweise für die Entwicklung von Prototypen eingesetzt, in der Medizin unter anderem, um individuelle Prothesen herzustellen. Auch wird daran geforscht zukünftig den Druck von Organen zu realisieren. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Anwendungsgebiete und überall werden natürlich auch andere Modelle von 3D-Druckern und andere Verfahren als das Schmelzschichtverfahren eingesetzt. Dagegen erscheint unser 3D-Drucker doch eher schnuckelig.

Ein kleines Team von Kollegen und Kolleginnen kümmert sich bei uns um die Betreuung des Druckers. Der Umgang mit dem Drucker und auch das Drucken selbst war auch für uns ein Learning bei Doing und der Drucker ärgert uns immer noch ab und an mit seinen Allüren. Irgendwann kommt man zwar immer hinter die Probleme, manchmal ist das aber durchaus frustrierend. In dem Zusammenhang waren für uns die Kommentare von RW3D sehr beruhigend. Anfangs haben wir zur Unterstützung eine Kooperation mit dem RW3D Druckwerk aus Bielefeld abgeschlossen, die uns bei Fragen und bei den Einführungsveranstaltungen unterstützt haben. Da war es doch erleichternd zu hören, dass auch die Experten sagten, dass der 3D-Druck, gerade im privaten Sektor, oft nicht so richtig verlässlich ist, man manchmal ziemlich viele Versuche benötigt, bis man den gedruckten Gegenstand perfekt vor sich hat und die Drucker ab und an ohne ersichtlichen Grund etwas spinnen.

Den Drucker haben wir natürlich nicht aus Jux und Dollerei angeschafft (auf jeden Fall nicht nur 😉). Nein, er soll den Bielefeldern oder wer sonst zu uns reisen möchte, zu Verfügung stehen. Es gibt mittlerweile zwar auch gute 3D-Drucker, für die man nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen muss, aber für alle die das Ganze eigentlich nur einmal ausprobieren oder nur selten und unregelmäßig drucken möchten, ist so ein 3D-Drucker dennoch eine ganz schön teure Anschaffung.

Daher bieten wir zum einen jeden ersten Mittwoch im Monat eine Einführungsveranstaltung in die Nutzung unseres 3D-Druckers an, die jeder besuchen muss, der den Drucker anschließend nutzen möchte. Es ist aber auch jeder willkommen, der sich nur mal ein bisschen schlau machen und einen 3D-Drucker in Aktion sehen will.

In den Einführungsveranstaltungen geben wir einen kleinen Einblick in den 3D-Druck allgemein, führen unseren 3D-Drucker und wie man damit drucken kann vor und reden kurz über CAD-Programme. Letzteres reißen wir aber nur kurz an. Mit CAD-Programmen ist es möglich, 3D-Objekte zu entwerfen. Wenn man damit gar keine Erfahrung hat, ist das aber nicht ganz einfach. Wir haben uns TinkerCAD angesehen, womit man recht einfach Objekte erstellen kann. Zum Einstieg eine tolle Website, bei der man sich kostenlos registrieren kann. Es gibt aber auch weit komplexere Programme, teilweise ebenfalls kostenfrei, mit denen man zum Beispiel Ersatzteile entwerfen kann. Das ist dann aber doch so umfangreich, dass wir uns in dieses Thema nicht einarbeiten können.

Anstatt ein Objekt selbst zu entwerfen kann man aber natürlich auch das Internet nach 3D-Objekten durchforsten. Wir nutzen gerne die Datenbank Thingiverse. Dort findet man Objekte, wie Ersatzteile, Figuren für den Modellbau, allerlei nette Helferlein, wie Werkzeughalterungen und vieles mehr. Bei Thingiverse sieht man direkt bei jedem Objekt, was man damit eigentlich machen darf. Stichwort Copyright. Viele Objekte sind dort sogar für den kommerziellen Gebrauch freigegeben.

Alle, die die Einführungsveranstaltung besucht haben, können danach unseren 3D-Drucker benutzen. Dafür wird per Mail mit uns ein Termin vereinbart. Was man dabei nicht unterschätzen sollte: So ein Druck kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Schon kleine etwas komplexere Objekte dauern schnell mal 3 Stunden. Wenn man dann noch Vorbereitung und Nachbereitung einrechnet, ist schon fast der ganze Tag vorbei. Wer das also mal ausprobieren möchte, bringt sich am besten Beschäftigung mit (oder greift auf Lesestoff vor Ort zurück, davon haben wir ja genug 🙂 ).

Falls ihr Interesse habt: Termine für die Einführung (der nächste ist am 01.07.) und Anmeldemöglichkeiten dazu findet ihr auf unserer Website. Bei Fragen schreibt uns gerne eine Mail an: stadtbibliothek.makerspace@bielefeld.de.

lga

Kostenlose Bücher und CDs zum Mitnehmen

Seit zwei Wochen steht vor der Stadtbibliothek am Neumarkt ein kleines Regal, das wir regelmäßig mit aussortierten Büchern, Zeitschriften oder CDs bestücken, die umsonst mitgenommen werden können. Zudem bereiten wir kleine Bastelsätze für beispielsweise Brushbots vor, die wir alle paar Tage ebenfalls im Regal deponieren. Platziert haben wir das Regal links neben der Außenrückgabe.
Und um im Bereich MakerSpace nicht ganz aus der Übung zu kommen, haben wir extra noch einen mehr oder weniger schicken Regenschutz gebastelt. Dazu musste eine durchsichtige Tischdecke dienen, die alle Nässe bisher sehr gut abgehalten hat. Auch wenn es davon zugegeben nicht ganz so viel gegeben hat in der letzten Zeit. 🙂

Neben der Stadtteilbibliothek Brackwede steht außerdem schon seit Jahren ein Bücherschrank, also ein echter. Da sind die Bücher auch ohne behelfsmäßiges Regencape gut geschützt.

Wenn ihr also doch mal wieder ein echtes Buch in der Hand haben möchtet, schaut dort gerne einmal vorbei, ansonsten sind unsere elektronischen Angebote natürlich auch 24h – und vor allem von Zuhause aus – zugänglich.

Wie überall gilt: bitte den Mindestabstand beim Stöbern einhalten! 🙂

Viel Freude beim Lesen und Hören!

lga

Was wir jetzt so machen

Seit Montag, den 16.03.2020, ist die Stadtbibliothek nun geschlossen. Der ein oder andere fragt sich vielleicht, was wir jetzt den lieben langen Tag machen, so ganz ohne Kunden. Darauf möchte ich in diesem Beitrag mal ein bisschen Licht werfen.

Telefondienst
Von montags bis freitags stehen wir euch in der Zeit von 10 bis 16 Uhr für Fragen per Telefon zur Verfügung (0521 51-5000). Dieser Dienst muss besetzt werden, weiterhin beantworten wir natürlich auch Fragen per Mail oder bearbeiten Online-Anmeldungen. Bis zum 30.06.2020 sind Neuanmeldungen über das Formular oder Ausweisverlängerungen übrigens kostenlos. Hier mehr dazu.

Aufräumen!
Tatsächlich fehlt uns im laufenden Betrieb oft die Zeit uns richtig intensiv um unseren Bestand zu kümmern. Morgens werden jeden Tag Bücher zurück in die Regale einsortiert und dabei fallen auch Bücher auf, die falsch stehen und die wir dann natürlich richtig einordnen. Manchmal steht man aber auch vor einer Gruppe, bei der ein kleines Chaos herrscht, hat aber nur noch fünf Minuten Zeit, bis man bei der nächsten Besprechung/beim nächsten Termin sein muss. Gut, dann muss das halt warten, bis mal Zeit da ist – und beim nächsten Mal hat man dann wieder keine.
Daher ist das für uns jetzt eine richtig gute Gelegenheit, mal ans Regal zu gehen und bei jedem Buch zu kontrollieren, ob es auch tatsächlich am richtigen Platz steht. Vereinzelt tauchen hier Bücher auf, die eigentlich in eine Stadtteilbibliothek gehören oder umgekehrt, manchmal ist ein Buch nur mit seinem Nebenmann vertauscht, manchmal steht auch eines komplett falsch.
Außerdem machen wir uns auch ans Makulieren von Medien. Dazu gehen wir Listen mit Titeln durch, die in den letzten zwei Jahren nicht ausgeliehen wurden. Da muss dann auch nochmal geschaut werden, ob das Buch wirklich raus kann oder nicht. Diese Medien müssen dann entsprechend bearbeitet werden. Zuerst werden sie im System gelöscht und je nach dem, wie ihr Zustand ist, müssen sie anschließend entsorgt oder für den Flohmarkt vorbereitet werden.

Bestellen, Katalogisieren, Foliieren…
Außerdem gehen wir natürlich auch weiterhin der Aufgabe nach, neue Medien zu bestellen und einzuarbeiten. Die einen Kolleginn*en entscheiden, welche Bücher bestellt werden sollen, andere bestellen diese und katalogisieren die eintreffenden Medien, wieder andere kümmern sich um die technische Medienbearbeitung, also dass die Medien ein Signaturschildchen bekommen und zum Beispiel Bücher foliiert werden. Auch Zeitschriften treffen weiterhin bei uns ein und müssen wie gehabt bearbeitet werden.

Social Media
Um mit euch in Kontakt zu bleiben, sind wir natürlich auch weiterhin auf unseren Social Media Kanälen aktiv. Auf Twitter, Instagram, Facebook und hier auf dem Blog wollen wir euch über unsere Arbeit, Neuigkeiten und welche Möglichkeiten für eine Onlinenutzung der Bibliothek bestehen auf dem Laufenden halten.
Außerdem haben wir unseren Youtube-Channel aus der Versenkung geholt. Dort werden wir kurze Videos, zum Beispiel zur Nutzung unserer Online-Angebote, hochladen. Gerade wer diese Angebote noch nie genutzt hat, kann sich mit so einer visuellen Anleitung vielleicht besser zurecht finden.

Veranstaltungen
Ja, momentan sieht es in der Veranstaltungslandschaft eher mau aus, dennoch können wir schon mal das ein oder andere vorbereiten. Wir machen uns zum Beispiel schon Gedanken über die Nacht der Bibliotheken 2021. Die Vorbereitungen für die Literaturtage, unsere Lesereihe im Herbst, und andere Veranstaltungen laufen natürlich auch weiter. Außerdem nutzen wir die zusätzliche Zeit, um einfach mal ganz neue Ideen für Veranstaltungsformate zu entwickeln.

MakerSpace
Auch alle MakerSpace Veranstaltungen fallen momentan natürlich aus. Das gibt uns Zeit mal das ein oder andere auszuprobieren. So konnte ein Kollege sich schon intensiv mit unserem 3D-Drucker beschäftigen und herausfinden, warum der manchmal nicht so will wie wir (Problem gelöst: da kann demnächst wieder fröhlich gedruckt werden). Wir haben Zeit uns mal hinzusetzen und für den nächsten Nähworkshop, die nächste Bastelaktion usw. die Beispiele vorzubereiten oder Ideen für kommende Ferienprogramme und Veranstaltungen zu sammeln.

Tag X
So betiteln wir intern den Tag, an dem wir die Bibliothek wieder öffnen können. Dafür muss natürlich auch einiges bedacht und geplant werden, womit sich eine weitere Arbeitsgruppe – die Task Force – befasst. Wir hoffen natürlich, dass dieser Tag so schnell es geht kommt, vordergründig geht es momentan aber immer noch darum, das Coronavirus so gut es geht einzuschränken. Also: falls möglich bleibt zu Hause und nutzt am besten unsere Online-Angebote um Langeweile zu vermeiden. 😉

Was uns sonst noch einfällt
Und dann hat natürlich jeder noch seine eigenen Aufgaben, die normal weiterlaufen oder eigene Projekte. Endlich mal das Materiallager der Kinderbibliothek aufräumen zum Beispiel oder die neuen Postkarten gestalten, über die wir schon ewig reden oder mal intensiv an dem einen Konzept arbeiten oder endlich mal die Präsentation für die eine Veranstaltung umarbeiten oder oder oder.

Langweilig wird uns also erstmal nicht. Die Situation momentan ist natürlich unschön, man fühlt sich oft etwas mulmig und die Nachrichten sind eigentlich nur noch eine Coronaschau und keine Tagesschau mehr. Aber man soll ja auch das Positive sehen und so freuen wir uns, die zusätzliche Zeit für Dinge nutzen zu können, die sonst oft liegen bleiben.

Bei all dem wird der Mindestabstand natürlich stets eingehalten! 😉

lga

Weihnachtsgebastele

In der Adventszeit wurde in der Stadtbibliothek viel gebastelt: Es gab Angebote für Kindergruppen (z.B. KiTa-Gruppen oder OGS-Klassen), Makerspace-Workshops und einen Familientag gleich mit mehreren Basteltischen. Da war sicher auch schon das eine oder andere als Weihnachtsgeschenk gedacht, aber jetzt dürfen wir die Fotos sicher zeigen. 😉

Beim vorweihnachtlichen Familientag am 7.12.2019 wurde gehäkelt, Papier zu Skulpturen gefaltet und aus alten Fahrradschläuchen wurden originelle Schlüsselanhänger. Wir hatten an dem Tag Unterstützung von mehreren ehrenamtlichen Helfer*innen.

Einige fertige Beispiele vom Familientag (Fotos: Juliane)

Auch die Stadtteilbibliotheken haben uns Fotos geschickt:

In Sennestadt bastelten Kinder einer Offenen Ganztagsschule (OGS) diese Weihnachtsmänner hauptsächlich aus Papprollen, Wolle und Watte. Die Bartmode setzt bestimmt schon den neuen Trend für das nächste Jahrzehnt: Kein Weihnachtsmann, der auf sich hält, wird in den 20ern ohne seinen rosa Bart durch den Schornstein schlüpfen.

Man beachte die rosa Bärte! (Foto: N.E., Sennestadt)

In Stieghorst hatte die Kollegin Weihnachtssinger vorbereitet, die dann von den Kindern fertig beklebt wurden. Ist eine bunte Schar geworden – und keiner singt schief!

Weihnachtssinger (Foto: H.L., Stieghorst)

Das sind nur einige Beispiele. Wer jetzt Lust an Selbstgemachtem bekommen hat und meint, alles verpasst zu haben, der muss nicht auf die nächste Adventszeit warten. Makerspace-Angebote, Workshops, Nähcafés für Jugendliche und Erwachsene gibt es das ganze Jahr über, Vorlesen mit Bastelei für Kinder auch; und der nächste Familientag am Neumarkt kommt bestimmt. Guckt einfach in unseren Online-Kalender, unseren Facebook-Account oder unseren Drei-Monate-Veranstaltungsflyer (gibt es gedruckt und als PDF).
Kindergruppen können direkt bei den Kolleg*innen der Stadtteilbibliotheken oder der Kinderbibliothek (Information Kinderbibliothek: Tel: 0521/51-2457, E-Mail: stadtbibliothek.kinderbibliothek@bielefeld.de) nachfragen und einen Termin ausmachen.

HilDa

Nacht der Bibliotheken 2019

Am Freitag, dem 15.03.2019 fand wieder die Nacht der Bibliotheken statt. Alle zwei Jahre öffnen Bibliotheken in ganz Nordrhein-Westfalen zu diesem Anlass auch noch bis in die Nacht hinein ihre Türen und haben für ihre Besucher verschiedenste Veranstaltungen im Programm.

Auch wir waren natürlich wieder dabei und hatten passend zum diesjährigen Motto „Mach es!“ ein Programm aufgestellt, das von 18 bis 22 Uhr dauerte.

Zusammen mit einer Kollegin habe ich den Nähworkshop betreut, bei dem wir mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Tragetasche (wahlweise auch zum Büchertransport einsetzbar) genäht haben. Ich muss zugeben, dass bei dem Workshop so viel los war, dass ich von den anderen Veranstaltungen nicht allzu viel mitbekommen habe.

Mit der Zeit sah ich allerdings immer mehr Kinder mit kunstvollen Luftballonkreationen herumlaufen, die unter professioneller Anleitung von Cordula und Rüdiger Paulsen  erstellt wurden.

Außerdem hörten wir bis 20 Uhr aus dem ersten Obergeschoss Musik zu uns herunterschallen. Beim Community Musik Jam konnten kleine und große Besucherinnen und Besucher  mit verschiedenen Instrumenten unter Anleitung von Musiktherapeutin Zainab Lax zusammen musizieren. Ganz ohne Musikvorkenntnisse! Das Ergebnis klang ziemlich gut. 😉

Wer Lust zum Basteln hatte kam ebenfalls auf seine Kosten. Aus alten Büchern und Papieren wurde Frühlingsdeko entworfen und aus Zahn- oder Spülbürsten, kleinen Motoren und buntem Deko-Material entstanden Brushbots, die anschließend über den Boden flitzten.

Auch die Spielwiese konnte viele Besucher anlocken. Immer samstags leiht die Spielwiese im 1. OG der Stadtbibliothek am Neumarkt Brettspiele aus, und veranstalte außerdem einmal im Monat einen Spielenachmittag zusammen mit uns. An diesem Abend durften sie natürlich nicht fehlen und haben Brettspiele zum gemeinsamen Spielen bereitgestellt.

Apropos spielen … wir dachten eigentlich, dass wir bei all den Veranstaltungen dieses mal auf Gaming an Konsolen verzichten, jedoch hatten wir da unsere Rechnung ohne die begeisterten Gamer gemacht, die direkt um 18 Uhr bei uns nachfragten, wo denn das Gaming stattfinden würde. So hat ein Kollege spontan noch eine Konsole heruntergeholt und hatte ebenfalls bis kurz vor 22 Uhr begeisterten Zulauf.

In einem benachbarten Raum, wurde nicht gespielt, sondern übers Gaming gesprochen. Und zwar über das momentan ziemlich erfolgreiche und heiß diskutierte Fortnight. Pädagogen, Eltern und alle Interessierten konnten sich bei einem Vortag von Franz Philipp Dubberke über das Spiel informieren.

Zu meinen Aufgaben für den Abend gehörte eigentlich auch noch zwischendurch etwas auf Instagram und Facebook zu posten. Bis auf einen einsamen Post in der Instagram-Story, bin ich tatsächlich nicht dazu gekommen mich mit den Sozialen Medien zu beschäftigen und so gab es am Ende des Abends nur noch ein Bild von den sehr erschöpften Kollegen bei Facebook.

Auch wenn wir alle ein bisschen froh waren, dass der trubelige Abend vorbei war, waren wir auch sehr zufrieden, dass die Veranstaltungen so gut angenommen wurden und hatten auch viel Spaß diese umzusetzen und zu betreuen.

lga

Unser alternativer Weihnachtsbaum

Schon vor ein paar Tagen wunderte ich mich über eine große Holzleiter, die eines morgens in der Poststelle auftauchte. Eine Kollegin klärte mich dann über ihren Zweck auf und am Nikolaustag wurde die knapp 3 m messende Leiter dann auch für ihre Bestimmung von 4 fleißigen Kollegen hergerichtet:

Jetzt steht bei uns also in der Eingangshalle der Stadtbibliothek am Neumarkt ein etwas anderer Weihnachtsbaum, geschmückt mit allerlei Selbstgemachtem. Genähtes, Gestricktes, Gebasteltes, Geklebtes, Gesticktes. Egal was, Hauptsache es ist selbstgemacht. Viele Kollegen haben etwas beigesteuert, es ist aber immer noch Platz am Baum und so ist jeder unserer Besucher eingeladen selbst etwas an den Weihnachtsbaum zu hängen! Die ersten Basteleien sind schon dazu gekommen und wir freuen uns auf alles, was den Baum in den nächsten Wochen noch bereichert!

lga

 

 

Makerspace in Aktion – Offene Werkstatt

Irgendwas is immer – unter diesem Motto steht der Freitagnachmittag in der Stadtbibliothek am Neumarkt. Denn da möchten wir mit Euch kreativ sein, neue Dinge ausprobieren, spielen und noch vieles mehr. Letzte Woche Freitag war das Motto „Offene Werkstatt“. Bastler und Tüftler waren herzlich eingeladen, einfach alles mögliche mal auszuprobieren. Wir haben uns mit hinein geschlichen. Vor allem die Nähmaschinen üben eine Faszination aus. 😉 Die nähen nämlich von allein, wer kein Freund des Pedals ist (so wie ich) braucht einfach nur ein paar Knöpfe drücken und schon geht’s los. 🙂

Eine Kollegin aus einer Stadtteilbibliothek wartete noch mit höchst interessanten Häkel-Variationen auf. Schaut mal:

Wer Lust bekommen hat-  diesen Freitag, 24.08.2018, findet wieder unsere Handarbeitsrunde statt. Dieses Mal werden verschiedene Handarbeiten rund um Wolle und Garne ausprobiert. Gerne dürfen eigene Projekte mitgebracht werden, denn in munterer Runde handarbeitet es sich gleich viel schöner.

Treffpunkt: Literaturbühne im Erdgeschoss, 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr.

kwk

Sommerferienprogramm in der Stadtbibliothek am Neumarkt

Die Sommerferien haben begonnen, und damit auch die obligatorische Zeit der
Ferienspiele. Auch in der Stadtbibliothek war in der 1. Ferienwoche Programm.

Fleißig gebastelt werden konnte an Legotaschenlampen, Brushbots und Flaschenautos, die auch gleich in Rennen erprobt wurden.

In der letzten Ferienwoche ist von Montag bis Mittwoch Gaming und es gibt die Möglichkeit, selbst ein Videospiel mit Bloxels zu erstellen (Anmeldung erforderlich). Wir sind auch sehr gespannt, wie das funktioniert 😉

Natürlich findet auch in den Wochen 2-5 das Gaming am Dienstag (6-15 Jahre) und der GamerSpace jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat (ab 12 Jahre) statt.

Juliane

 

3D-Druck in der Stadtbibliothek am Neumarkt

Der MakerSpace der Stadtbibliothek Bielefeld bietet allen Interessierten ab 12 Jahren die Möglichkeit unseren 3D-Drucker zu nutzen. In der Werkstatt steht der Ultimaker³ jeden Mittwoch von 14:30 bis 17 Uhr allen zur Verfügung, die bei uns den 3D-Druckerführerschein gemacht haben.

In den Einführungsveranstaltungen zum 3D-Druck lernt ihr erst mal ganz elementare Dinge, wie das Starten des Druckers oder auch Infos zur Sicherheit und zum Urheberrecht. Aber es soll natürlich nicht nur theoretisch bleiben. Gemeinsam drucken wir ein Bielefeld Logo, sodass ihr den Drucker auch in Aktion erlebt. Ihr erhaltet Informationen zur Software, zu Open Source Druckvorlagen und wie mit dem Programm freeCAD selbst Modelle erstellen kann.
Und zu guter Letzt erhaltet ihr dann natürlich den 3D-Druckerführerschein.

Die nächsten Termine sind am 18.07.2018 und 15.08.2018, jeweils von 16 bis 17:30 Uhr. Sowohl für den Führerschein als auch für die Offene Werkstatt am Mittwoch ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel.: 0521 51.5000 oder unter stadtbibliothek.makerspace@bielefeld.de.
Geleitet werden die beiden Veranstaltungen von Jörg Wiethüchter oder Thomas Rauch von der Firma RW3D Druckwerk Gmbh sowie Mitarbeiter/innen der Stadtbibliothek Bielefeld.

Der Eintritt ist frei.

Upcycling- zuhause und bei der Arbeit

„Upcycling“ ist ja im Moment neben „do it yourself“ der Trend schlechthin.  Ich finde das ziemlich gut, auch wenn ich nicht soo der kreative Mensch bin. Es gibt ja Leute, die gucken sich eine leere Flasche an und haben gleich fünfzig Ideen, was man damit alles anstellen könnte. ^^‘

Ab und zu blätter ich mal durch Wohnzeitschriften und achte in letzter Zeit echt immer mehr darauf, ob ich nicht altes Zug zuhause habe, was vielleicht so ähnlich aussieht wie in dem Magazin oder was man ein bisschen „aufpimpen“ könnte. Und Tatsache- in einer Ausgabe war  ein Upcycling-Projekt verbunden mit etwas „do it yourself“. Eine alte kleine Obstkiste wurde zur Sommerdeko umfunktioniert. Da bei uns so ein kleines Ding schon geraume Zeit schon im Hauswirtschaftsraum so vor sich hin stand (und ich mich in diesem Moment an es erinnerte!), hatte es mich gepackt. Als Werkzeug brauchte man nur noch Acrylfarbe und einen Pinsel. Los ging es. Ich baute das Kistchen auf ein paar Blättern Zeitung auf, holte mir meinen Pinsel…und dann scheiterte es an den Acrylfarben. Ich weiß ganz genau, dass ich zumindest die Grundfarben habe, aber sie waren nicht zu finden. Vermutlich stehen sie beim Schwesterherz, welches aber im momentan im Ausland weilt. Gut, ich wütete innerlich etwas und musste das kleine Projekt verschieben. Ein Wochenende später waren dann die Arbeitsmittel komplett da. In der Zeitschrift war das Teil schön türkis angepinselt, meins ist jetzt königsblau geworden. Nun werde ich im Urlaub das schwedische Möbelhaus beehren und einen Haufen weißer Stumpenkerzen in verschiedenen Größen besorgen, die ich in die kleine Kiste stellen werde. Ich bin noch am überlegen, ob ich außen noch Muscheln und Co. aufkleben soll. Für mich gehört das zur Sommerdeko einfach dazu! 🙂

Übrigens, in der Bibliothek wird auch ganz toll gebastelt und gebaut. In unserer Werkstatt waren viele kleine und große Hände fleißig am werkeln und herausgekommen ist das hier:

Eine Murmelbahn aus vielen Alltagsgegenständen. Ich war ziemlich beeindruckt, wozu man leere Röhrchen und Plastiklöffel so verwenden kann. Ein kleiner Junge trug seine Bahn am Ende der Veranstaltung stolz vor sich her- und wurde prompt vom Personal am Info-Schreibtisch angehalten. Wir mussten uns das erstmal genauer anschauen und mit ihm zusammen ausprobieren. Coole Sache!!! :-). Wir haben uns dann nacheinander in die Werkstatt geschlichen und uns das genauer angesehen. Auch die Erwachsenen haben fleißig aus- und herumprobiert, der Kreativität sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt! 🙂

kwk