„Open Library“ in Bielefeld

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Öffnungszeiten in Sennestadt

Die Stadtteilbibliothek Sennestadt bietet bereits seit Februar 2017 erweiterte Öffnungszeiten nach dem sogenannten Open-Library-Konzept. Ziel des Konzeptes ist es, die Räume und Medienbestände einer Bibliothek für die Nutzer über die bisherigen Öffnungszeiten hinaus zugänglich zu machen, auch wenn leider nicht mehr Personal zur Verfügung steht. In skandinavischen Ländern hat sich das schon bewährt und wird nun mehr und mehr auch in deutschen Bibliotheken umgesetzt. Sennestadt war eine der ersten, in NRW sogar die erste Bibliothek. Einen Eindruck kann vielleicht dieser Beitrag geben.

Den aus dem Ausland übernommenen Anglizismus Open Library als Fachbegriff für die erweiterten Öffnungszeiten ohne Fachpersonal halte ich für problematisch und missverständlich. Ein Nutzer machte sogar prompt eine Open Air Library daraus – auch eine nette Idee, gerade in diesem trockenen und heißen Sommer, doch das wäre dann noch einmal ein ganz anderes Projekt. Aber in Fachkreisen wird durchaus kontrovers über diesen Begriff diskutiert, trotzdem hat er sich eingebürgert.
Open = offen sind wir sehr wohl in mehrfacher Hinsicht – und das nicht erst jetzt: offen für alle Menschen in ihrer ganzen Vielfalt, offen für Anregungen und Ideen, offen für Wissen, Kunst und Kultur, offen für Neugier und Lehre, für Ernst und Spaß, offen für Tradition und Wandel, … .

Der Wunsch, auch die Türen länger zu öffnen, ist immer wieder geäußert worden. Die moderne Technik macht jetzt vieles möglich: Die Online-Nutzung über das Internet bezeichnen wir schon als unsere digitale Zweigstelle mit 24-Stunden-Öffnungszeit an sieben Tagen in der Woche; RFID-Technik ermöglicht nun eine zusätzliche Öffnung der realen Bibliotheksräume.

Sennestadt war nur der Anfang, weitere Stadtteilbibliotheken werden folgen.
Für die Zentralbibliothek ist die Einführung zusätzlicher Öffnungsstunden eine größere Herausforderung, obwohl hier ja schon Ausleih- und Rückgabeautomaten vorhanden sind. Was für 2018 geplant war, wird jetzt endlich wahr, der Countdown läuft. Am 2. September starten wir: erweiterte Öffnung montagsvormittags, samstagnachmittags und abends bis 20 Uhr; morgens öffnen wir auch wieder bereits ab 10 Uhr.
Ab 17 Uhr ist nur noch wenig, ab 18 Uhr kein Fachpersonal ansprechbar, samstags schon ab 14 Uhr nicht mehr. Aber der Bibliotheksraum steht allen offen, die meisten Medien sind vor Ort nutzbar und ausleihbar, es gibt Internetarbeitsplätze, WLAN, Zugang zu Datenbanken, gemütliche Leseecken, die Hörbar mit CD-Playern (bitte Kopfhörer mitbringen) und vieles mehr.

Am 2. September bieten wir zum Startschuss ab 17 Uhr auch ein kleines Programm: Der Oberbürgermeister Pit Clausen redet kurz „Über Offenheit und Öffnungszeiten“, dann gibt es einen launigen „Kleinen Dialog über neue Zeiten“; wer möchte, kann an einer kurzen Führung teilnehmen und um 18 Uhr starten wir mit einem Countdown in die „Happy Hours“ bis 20 Uhr. Dazu gibt es dezent-jazzige Musik – der Mann am Piano: Nils Rabente.
Das machen wir natürlich nicht an jedem Open-Library-Abend. 😉
Aber wir bleiben für Euch: offen wie nie zuvor.

HilDa

Ein Ferienbesuch in der Stadtteilbibliothek Sennestadt

Mitten in den Sommerferien in eine Stadtteilbibliothek gehen? Aber die sind doch alle geschlossen! Montagnachmittags sowieso! Und es ist sogar schon nach 18:00 Uhr. Tja, Pech, aber da stehst Du wohl vor verschlossener Tür.
Kein Problem in Sennestadt:

Die Stadtteilbibliothek hat erweiterte Öffnungszeiten nach dem sogenannten Open-Library-Konzept. Das bedeutet, erwachsene Nutzer mit gültigem Bibliotheksausweis können die Räume der Stadtteilbibliothek auch dann betreten, wenn gar kein Personal da ist. In Sennestadt ist das an allen Wochentagen (außer an Feiertagen) von 10:00 bis 20:00 Uhr möglich, eben auch dann, wenn das bibliothekarische Personal Pause oder schon Feierabend oder gar Ferien hat.

Paneel zum Öffnen der Tür mit der Bibliothekskarte

Ich war an diesem Ferienmontag und zu dieser ungewöhnlichen Zeit bei weitem nicht die einzige, die die Stadtteilbibliothek nutzte. Noch während ich nach meiner Bibliothekskarte kramte, kamen mir eine Frau mit Teenager zuvor. Ich habe gewartet, bis die Tür wieder zufiel und dann meine eigene Karte eingescannt (schließlich wollte ich den ganzen Vorgang ja selbst testen); man hört ein Sirren und die Tür lässt sich öffnen. Mutter und Tochter stöberten schon bei den Jugendromanen, später bei den Filmen. Zwischen den Romanregalen war noch jemand. Und in den nächsten fast zwei Stunden gab es ein Kommen und Gehen, man grüßte sich schüchtern, Paare suchten flüsternd nach dem passenden Film für den gemeinsamen Abend, andere frischten ihre Urlaubslektüre auf; einige stöberten etwas länger, andere entschieden kurz und schmerzlos und trugen stolz ihre Lesebeute zum Verbuchungsgerät.

Leseecke und Schrank, in dem sich ein Kaffeeautomat verbirgt

Allzu lange blieb allerdings niemand an diesem Tag, denn es war sehr warm und leider auch stickig in den Räumen – da merkt man dann sofort, dass in den Ferien kein Personal da ist, das täglich durchlüftet. Trotzdem suchte ich nach der Kaffeemaschine. Ich Dummerle. Natürlich muss auch die täglich gereinigt werden, wenn aber doch niemand da ist … – der Schrank ist während der Ferien deswegen leider abgeschlossen. Aber normalerweise steht tatsächlich ein Kaffeeautomat zur Verfügung. Es gibt Sitzecken, PC-Arbeitsplätze, WLAN. Letzteres hielt mich dann doch länger in den Räumlichkeiten als geplant: Gelegenheit zum ausgiebigen Twittern und Recherchieren.

Ausleihautomat

Natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe mir auch noch etwas Ferienlektüre ausgeliehen – Selbstverbuchung, funktioniert wie in der Zentralbibliothek auch.

Ebenso der Rückgabeautomat, nur dass keine komplizierte und platzraubende Sortieranlage dahinter hängt: man bucht zurück und legt das Medium ins entsprechend gekennzeichnete Regal.

Auch wenn erst einmal kein Personal sichtbar ist, so ganz ohne geht es dann doch nicht. Kurz vor 20:00 Uhr kam der Mann vom Wachschutz. Da war ich gerade aus den Bibliotheksräumen heraus und machte nur noch von außen ein paar Fotos.

Ab und zu kommt auch eine Kollegin vorbei und sieht nach dem Rechten, räumt auf, sortiert die zurückgebrachten Medien ein, packt die Kisten für den Fahrdienst, der wiederum auch mehrmals pro Woche Bücherkisten abholt (Medien, die in Sennestadt abgegeben wurden, aber in andere Stadtteilbibliotheken gehören) und Bücherkisten bringt (Medien aus Sennestadt, die in der Zentralbibliothek abgegeben wurden sowie vorgemerkte Medien).

Letztens meinte eine Leserin, in Sennestadt gäbe es ja „diese komischen Öffnungszeiten“; sie meinte wohl die Unterscheidung zwischen Öffnungszeiten mit Fachpersonal und ohne. Das sieht vielleicht wirklich auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aus:

Öffnungszeiten:
Montag:
10 – 20 Uhr (geöffnet)
Dienstag – Freitag:
10 – 13 Uhr (mit Personal)
13 – 15 Uhr (geöffnet)
15 – 18 Uhr (mit Personal)
18 – 20 Uhr (geöffnet)
Samstag:
10 – 13 Uhr (mit Personal)
13 – 20 Uhr (geöffnet)
Sonntag:
10 -20 Uhr (geöffnet)

Feiertags: Geschlossen

Wenn man es zusammenfasst, bleibt schlicht:
            Montag bis Sonntag 10 – 20 Uhr geöffnet (außer an Feiertagen).
Aber nur zu bestimmten Zeiten ist auch Fachpersonal vor Ort (übrigens die gleichen Zeiten wie vor der Open-Library-Ära) und nur dann hat man den vollen Service mit Hilfestellung, Auskunft und Beratung. Auch einige Medien, nämlich Bestseller-Filme und alle Games, stehen ohne Personal nicht zur Verfügung.

Die Sennestädter und so Zugereiste wie ich kommen offensichtlich gut klar mit diesem erweiterten Angebot, die Rückmeldungen sind gut bis begeistert. Aber meine Kolleginnen haben auch gehört, dass einzelne Nutzer es gruselig finden so ganz alleine in der Bibliothek. Nun, bei meinem Testbesuch war alles friedlich und freundlich, bis auf die dicke Luft konnte ich nichts gruseliges entdecken.
Naja, unser Bibliotheksgespenst spukt ja auch in der Zentralbibliothek am Neumarkt. Aber das verrate ich hier lieber nicht, sonst führen wir dort im September die erweiterten Öffnungszeiten ein und Ihr traut Euch nicht. 😉

HilDa


Die Open Library in Sennestadt

Proud to present…

Die erste „Open library“ in NRW !

Gibt es wirklich und tatsächlich in Bielefeld!

Um genau zu sein in Bielefeld-Sennestadt.

Seit Mitte Februar sind wir stolz auf dieses neue Angebot.

Du hast nur montags Zeit für die Bibliothek? Oder nach 18 Uhr? Oder würdest Du gerne die ruhige Mittagszeit für Recherchen im Internet nutzen?

Kein Problem mehr. Eine gültige Erwachsenenkarte mutiert zum Schlüssel für die Bibliothek und eröffnet damit ungeahnte Möglichkeiten.

Die nur der Bildung dienen sollen? Mitnichten! Auch ein Nickerchen in der Chillzone ist drin und danach ein Kaffee in der neuen Lounge.

Dadurch gestärkt darfst Du körbeweise alles, was das Herz begehrt, am Selbstverbucherautomaten ausleihen. Für die Rückgabe steht auch ein Gerät zur Verfügung.

Wem das zu unpersönlich ist, darf zu den altbekannten Öffnungszeiten die Mitarbeiterinnen wie gewohnt um Rat und Hilfe bitten (die aus ihrem unerschöpflichen Erfahrungsschatz…ähm, das würde zu weit führen) 😉

Ach ja, und kostenloses WLAN gibt es auch in unseren Räumlichkeiten.

Also, testet die neue „Offenheit“. Und sagt uns anschließend Eure Meinung auf den ausgelegten Umfragebögen.

 

Hier die Übersicht:

Personalbesetzte Öffnungszeiten:

Di-Sa 10-13 Uhr

Di-Fr 15-18 Uhr

Erweiterte Zeiten mit gültiger Erwachsenenkarte:

Mo 10-20 Uhr

Di-Fr 13-15 Uhr und 18-20 Uhr

Sa 13-16 Uhr

Habt Ihr Fragen? Dann ruft uns an: 0521-515584.

Oder schreibt uns an stadtteilbibliothek.sennestadt@bielefeld.de

Open Library in Sennestadt

Am Montag den 13.02.2017 begann die Eröffnungswoche der Zweigstelle Sennestadt als Open Library. Jeden Tag gab es deshalb eine andere Motto-Aktion, die unter dem großen O stand:

O wie Oase der Geschichten

Offen für Neues

Optimale Öffnungszeiten

Oh, wie schön!

So wurde am ersten Tag, dem zukünftig personalfreien Montag, Kaffee, Kuchen und Muffins an die lesebegeisterten Kunden und Kundinnen verteilt. Bei dieser Gelegenheit konnte das automatische Ausleih- und Rückgabeverfahren durch die Angestellten erklärt werden.

Am Mittwoch war es dann soweit: Die „offene Stadtbibliothek“ wurde offiziell von Herrn Bibliotheksdirektor Harald Pilzer übergeben. Eine Gruppe von Kindern verfolgte die Lesung von Meike Haas aus dem Buch „Kraffafel – der Drache mit dem ängstlichen Herzen“. Doch nicht nur Frau Haas‘ Vorlesekünste begeisterten die Kindern, sondern auch ihre mitgebrachten Geräuschmacher, die die Geschichte untermalten.

Lesung mit Meike Haas

Lesung mit Meike Haas

Direkt danach bekamen die Kinder die Ballonkunst vom Theaterbüro Paulsen geboten. Ab 15 Uhr folgten Gesellschaftsspiele und Gaming auf der Playstation. Durchweg zeigten die Kunden und Kundinnen reges Interesse an der modernisierten Bibliothek und an den zusätzlichen Angeboten.

Zukünftig können die Kunden und Kundinnen auch außerhalb der Personalzeit im Medienbestand stöbern und ihre gewünschten Medien ausleihen bzw. zurückgeben.

Die Stadtbibliothek img_4912Sennestadt mit dem farbenfrohen, als zentrales Objekt sich befindenden Heißluftballon, der für grenzenlose Freiheit steht, kann sich von nun an die dritte Open Library in ganz Deutschland nennen. Sie ist sogar die erste ihrer Art in NRW! Damit hat sie für unser Bundesland einen mutigen Schritt in die Zukunft gewagt.

 

…irgendwas ist schließlich immer in der Stadtbibliothek Bielefeld.

Neueröffnung der Stadtteilbibliothek Sennestadt

img_4921Die Stadtteilbibliothek Sennestadt feiert in dieser Woche mit vielen Aktionen ihre Neueröffnung. Es wurden dort einige Umbaumaßnahmen vorgenommen, durch die die Stadtteilbibliothek Sennetstadt nun zu einer „Open Library“ wird. Das heißt, es gibt von nun an längere Öffnungszeiten, die jedoch teilweise ohne Personal besetzt sind. Zugang zur Bibliothek kann man sich in solchen Zeiten mit einer Bibliothekskarte für Erwachsene verschaffen.

Am  Montag startete die Eröffnungswoche mit Kuchen sowie Kaffee aus der neuen Kaffeebar. Alle weiteren Informationen und Aktionen, sind im folgenden Flyer aufgeführt: