Natürlich Eier färben zu Ostern

Eigentlich überkam es mich, mal wieder Bücher zu falten. Wir vermissen die „Irgendwas is immer“-Veranstaltungen auch sehr! Passend zu Ostern und Frühling habe ich mir eine Vorlage aus diesem Buch herausgesucht.

Passend dazu dachte ich mir, ich könnte doch noch ein paar Eier färben. Zum natürlichen Eierfärben findet man viel Inspiration. Es geht mit Zwiebeln, Gemüse aber auch mit Saft und Tee. Auf YouTube habe ich schließlich dieses gefunden und noch ein weiteres für Tee.

Auf Zwiebeln und Spinat habe ich verzichtet. Dafür habe ich Rotkohl (Glas) und Heidelbeeren verwendet. Als Teesorten habe ich Kurkuma, Rooibos und Mate genommen sowie Rote-Bete-Saft. Einen schönen Grünton soll Matcha-Tee ergeben. Es sollten aber Sorten sein, die ich anschließend verbrauche – einer der Gründe, warum diese Sorte ausschied.

Nun ging es ans Vorbereiten. Etwa 250g Heidelbeeren habe ich mit 1/2l Wasser aufgekocht und anschließend 10 Minuten leicht köcheln lassen. Den Rotkohl habe ich mit Saft und weiteren 1/2l Wasser erwärmt und ebenfalls 10 Minuten köcheln lassen. Beides wird durch ein Sieb in hitzebeständige Gefäße gefüllt. Den Rotkohlsud habe ich auf zwei Gläser verteilt und in eines zusätzlich etwas Backsoda gegeben (das entstandene Gebräu sieht giftig aus, ja). Dadurch soll das Ei eine andere Farbe erhalten. Der Effekt war bei mir aber nicht groß.

Für die Tees habe ich je 4 Teebeutel verwendet und 10 Minuten ziehen lassen. Schließlich fehlte noch der Rote-Bete-Saft. Ich habe einfach fertigen gekauft. Der kommt ebenfalls in ein Glas – hier nicht auf Textilien kleckern 😉 Zum Schluss kommt in jedes Gefäß noch etwas Essig. Vielleicht hätte ich den bei dem Rotkohl weglassen können, um einen stärkeren Soda-Effekt zu erreichen. Schließlich war auf dem Glas bereits Branntweinessig als Zutat angegeben.

In jedes Gefäß kamen zwei Eier. Rote-Beete, Rotkohl und Rotkohl-Soda bekamen jeweils eines. Nach drei Stunden habe ich jeweils ein Ei aus den Tees und dem Heidelbeersud geholt. Auch Rote Bete war fertig. Die anderen habe ich über Nacht stehen lassen. Beim Herausholen war ich etwas faul und habe den Löffel nicht zwischendurch abgewischt. So kam z.B. das Orange vom Rooibos-Tee auch an die gelben Kurkumaeier. Das ergibt aber auch einen schönen Effekt. Rotkohl war nach drei Stunden noch nicht so weit.

Letztlich macht es bei Tee kaum einen Unterschied, ob die Eier ein paar Stunden oder über Nacht stehen. Bei einem ersten Versuch hatten die Eier bereits nach einer halben Stunde gut Farbe. Da es aber helle Pastelltöne sind, können sie ruhig etwas länger stehen. Rote Bete braucht – man kann es sich denken – auch nicht so lang 😉 Heidelbeeren sind nach drei Stunden auch schon in Ordnung, der Ton wird über Nacht aber noch etwas kräftiger. Rotkohl muss über Nacht stehen.

Als ich meiner Oma ein Foto schickte, erzählte sie mir, früher hätten sie mit Bienenwachs gefärbt. Dazu habe ich ebenfalls Anleitungen gesehen. Nicht zum Färben, aber zum Verzieren. Vielleicht nächstes Jahr.

Juliane

Ostereierhühner mit Fliegenholzhasen

Ostern ist ja nun auch nicht mehr lang hin. Dabei hatte ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen, bereits im Januar mit ein paar Basteleien für das Fest anzufangen. – Das hat bisher prima geklappt. Nämlich gar nicht. Ideen hatte ich viele im Kopf – bei denen blieb es dann aber auch.

Dabei weiß ich gar nicht so genau, woran es gehapert hat, mal nicht alles auf den letzten Drücker machen zu müssen. Oder doch: Ich war einfach zu faul den Katalog durchzusehen, die Artikelnummern rauszuschreiben und schlussendlich alles zu bestellen. Da darf ich mich jetzt auch nicht beschweren … 🙂

Aber gut Ding will Weile haben und so sind mittlerweile doch zwei Sachen fertig geworden: Ostereierhühner und Holzhasen mit Fliege (oder Schleife – je nachdem wie man es nimmt). Ich finde, das reicht auch fast schon. Schließlich fuselt die Deko der vergangenen Jahre ebenfalls noch im Schrank herum und möchte selbstverständlich auch aufgestellt und beachtet werden.

Sowohl Ostereierhühner, als auch Holzhasen sind recht schnell gemacht. Gesehen habe ich sie im Lieblingsbastelladen bzw. beim Lieblingsversandhandel. [Unbezahlte Werbung: hier und bei Facebook findet ihr den Bastelladen der Kollegin]

Ostereierhühner

Benötigt werden/wird:
Styroporeier in verschiedenen Größen
Holzspieße
Betonfarbe in grau
Federn
Möhrchen
Wackelaugen oder Tonkarton in weiß und schwarz
Pinsel

Und so werden die Ostereierhühner gebastelt:
Die Styroporeier werden auf die Holzspieße gesteckt und mit der Betonfarbe je nach Belieben ein bis zwei Mal angemalt. Sobald die Farbe getrocknet ist, können die Federn oben auf den „Kopf“ gesteckt oder geklebt werden. Das Stoffmöhrchen (in diesem Fall die Nase), kann ebenfalls schon aufgeklebt werden. Ebenso die Wackelaugen. Wer keine hat, oder Pappaugen schöner findet, muss nur aus dem Tonkarton zwei unterschiedlich große Kreise ausschneiden, diese aufeinander kleben und letztendlich alles zusammen am Kopf befestigen. – Schon sind die Hühner fertig. Sie können nun in einen Eimer mit Moos gesteckt, oder in eine Vase gestellt werden, in ein mit Kies oder Sand gefülltes Glas, oder was einem sonst so einfällt. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Holzhasen mit Fliege

Benötigt werden/wird:
Holzkugeln in zwei verschiedenen Größen (30 mm und 40 mm)
Holzperlen (0,6 mm)
Draht (0,25 mm)
fertige Schleifen oder Schleifenband aus der sich leicht eine Schleife binden lässt (=Fliege)
Filz in verschiedenen Farben
schwarzer Stift (dünner Edding)
Bastelkleber
Ohren(vorlage) (gibt es im Internet oder frei zeichnen)

Und so werden die Häschen gebastelt:
Die Holzkugeln zusammen kleben. Die Bohrungen sollten dabei nach unten bzw. oben gucken. So stehen die Hasen stabiler und die Ohren können später in die Bohrung gesteckt werden.

Die Ohren anhand der Vorlage oder frei auf die farbigen Filzplatten zeichnen. Die Ohren ausschneiden ggfs. unten in den Ecken zusammen kleben und in die Bohrung der kleinen Kugel stecken.

Die Schleife und die kleine Holzperle für die Nase an den Kopf kleben. Bei der Holzperle muss die Bohrung nach links und rechts gucken, damit die Schnurrhaare darin fixiert werden können. Aus dem Kupferdraht zirka 8 cm lange Stücke schneiden. Pro Hase werden drei Schnurrhaare benötigt. Diese werden in die Holzperle geschoben und kurz vor der Bohrung mit Kleber verklebt. Wenn alles getrocknet ist, können die einzelnen Drähte nach Wunsch in Form gebracht werden. Dies geht am besten mit einem dünnen Bambusspieß oder einer Stricknadel – je nachdem, was gerade da ist.

Zum Schluss werden noch die Augen aufgemalt – fertig ist der Holzhase mit Fliege. [Unbezahlte Werbung: hier und bei Facebook findet ihr Bastelladen Nr. 2 für diese putzige Hasen]

katinkasbackofen

Basteltipp: Sticken!

Gestickt habe ich gefühlt schon immer. Tatsächlich habe ich aber das erste Mal in der Grundschule (Klasse weiß ich natürlich nicht mehr) im Textilunterricht meine erste Bekanntschaft mit diesem Hobby gemacht. Ich weiß noch genau, dass wir zunächst verschiedene Stiche gelernt haben und diese auf einem Stück Stoff nach Belieben ausprobieren durften. Von diesen ersten Versuchen tasteten wir uns zu Kreuzstich und einem Motiv vor: Auf einem extra groben Leinenstoff stickten wir unseren Namen, verzierten ihn mit einem Rand und klebten ihn anschließend hübsch zurechtgeschnitten und gekettelt auf ein Stück Pappe. So hatten wir ein wunderbares Namensschild. Ich habe es heute noch.

Jedenfalls habe ich seitdem immer wieder gestickt: Große Osterhasen, kleine Osterhasen, einen riesigen Weihnachtsmann, Blumen, Tiere und was weiß ich nicht alles. Einiges verschönerte Tischdecken, anderes landete im Bilderrahmen an der Wand. Der Reiz daran? – Es ist einfach immer so schön zu sehen, wie aus jedem kleinen Kreuz plötzlich das „Große Ganze“ entsteht. Gerade wenn ich mir ein etwas größeres Motiv ausgesucht habe, kann ich mir anfangs gar nicht vorstellen jemals fertig zu werden.

Aber über all das wollte ich gar nicht so unbedingt schreiben. Doch für den Hintergrund ist es vielleicht ganz interessant. Und auch, wenn ich mich mittlerweile für alle möglichen Basteleien begeistere und gerne neues ausprobiere, ist das Sticken doch immer meine (heimliche) Leidenschaft (geblieben). Mein Gedanke war eigentlich euch zu erzählen, dass es nicht immer das große ausgefallene ultimative Kreativ-Projekt sein muss. –  Sondern dass auch eine Bastelei sehr viel Spaß machen kann, die sich fast in einem Tag fertig stellen lässt. Na gut, vielleicht auch in zwei. Aber höchstens in drei. 🙂
Neulich habe ich in einem Laden ein kleines Katzenbild gesehen, an dem ich einfach  nicht vorbei gehen konnte. In rosa und weiß. Ich denke mal als Anfängerbild für Kinder. Wenn ich schöne Motive sehe, denke ich in dem Moment auch nicht darüber nach, ob ich es wirklich brauche, überhaupt Platz dafür habe oder ob es eben vielleicht eher für die kleine Generation gedacht ist. Hauptsache es kommt mit, ich habe etwas zu fuseln und sieht schön aus, wenn es fertig ist. Selbstverständlich habe ich das Katzenbild mitgenommen und auch recht bald damit angefangen. Als ich es öffnete war der Hintergrund schon aufgezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Varianten: ein farbiger Hintergrund auf dem man genau sieht, welche Farbe benötigt wird, oder man zählt das Muster selber ab. Ich bevorzuge die Letztere. Bei den Farben geht es mir oft so das ich  nicht genau sehe, ob ich jetzt noch weiß nehmen soll, oder doch schon rosa. Die Übergänge sind nicht immer so ganz klar. – Für mich zumindest nicht. Aber egal. Ich stickte munter drauf los und war auch recht zackig fertig. Da es sich um eine „Bastelpackung“ handelte, war auch gleich der Rahmen – bestehend aus weißer Pappe – dabei. Was ja eigentlich auch nicht verkehrt ist. Mir kam er nur ein wenig instabil vor. Also habe ich überlegt, was für ein Rahmen besser geeignet bzw. ein wenig mehr hermachen würde. Mir fiel ein Holzrahmen ein, den ich ursprünglich für Fotos verwenden wollte. Das passte aber nicht so wie ich das wollte und so kam mir der Gedanke, das Katze und Rahmen vielleicht ganz gut miteinander harmonieren könnten. So war es dann auch. Ich strich den Holzrahmen noch in weiß über, klebte anschließend das Stickbild auf und verwendete für die Oberfläche sogar noch den Papierrahmen aus dem Set. So hatte ich zwei Fliegen mit einer Klappe gefangen.

Ich kann euch nur empfehlen sowas auch mal auszuprobieren. Auch wenn es auf den ersten Blick langweilig erscheint, ist es auf den zweiten herrlich entspannend und macht sehr viel Spaß. Ich las sogar auf Instagram, dass Sticken dieses Jahr der Hype schlechthin werden soll. Wir werden es sehen. Vielleicht.

 

Hier findet ihr viele tolle Stickbücher bei uns im Bestand!

katinkasbackofen

Osterhase aus Klopapierrollen basteln

Ob wir sie nun gehamstert haben oder nicht – so oder so fallen regelmäßig Klopapierrollen an. Die kann man wegschmeißen oder man recycelt sie für Bastelaktionen. Für alle, die gerade nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Kinder suchen, möchte ich euch hier eine einfache Bastelanleitung vorstellen, bei der ihr gleichzeitig eure gesammelten Klopapierrollen verwerten könnt. 🙂

Material:

  • Klopapierrollen
  • Wassermalfarbe (o.ä)
  • Pinsel
  • Bastelkarton
  • Schere
  • Kleber
  • schwarzer Stifft

Zuerst bemalt ihr die Klopapierrollen mit Wassermalfarben.

Aus dem Bastelkarton werden die Füße, die Ohren , die Augen und der Bauch ausgeschnitten.

Nun den Bauch und die Augen auf der Klopapierrolle ankleben und mit einem Stift noch Nase, Schnurrbarthaare und Pupillen aufmalen.

Zum Schluss die Ohren und die Füße ankleben.

Und schon ist der Hase fertig! Man kann sogar ein Osterei drin verstecken. 😉

Falls ihr noch mehr Bastelideen sucht, schaut gerne einmal in der Onleihe vorbei. Dort findet ihr auch Bastelbücher als eBook. Und demnächst könnt ihr sie auch wieder bei uns vor Ort ausleihen. 🙂

lga

Osterdeko in letzter Minute

Ostern ist ja mittlerweile doch schon näher als gedacht und der eine oder andere hat sicherlich auch schon alles fleißig fertig dekoriert. Wem das aber noch nicht genug ist und vielleicht noch ein freies Plätzchen am Osterstrauß oder im Fenster frei hat, dem sei „Möhrli“ ans Herz gelegt. Ich habe Möhrli auf der Handmade in Bielefeld am Stand von „Zipfelschick“ entdeckt. Dort gibt es immer so herrlich niedliche Sachen, die relativ schnell und einfach nachzumachen sind.

Für Möhrli braucht ihr – abgesehen von einer Nähmaschine – nur ein paar Kleinigkeiten:

  • etwas Stoff (je nachdem, wie groß Möhrli werden soll)
  • Garn
  • Nähnadel
  • Holzkugel
  • Bastelkleber
  • schwarzen Stift
  • Pfeifenputzer in weiß
  • eventuell Band zum Aufhängen.

Den Stoff rechts auf rechts legen und die Vorlage aufzeichnen. Die Vorlage hat
die Form eines Trichters oder einer Schultüte, nur dass sie unten nicht spitz
sondern abgerundet ist.

Alles zusammen nähen – oben ist die Wendeöffnung.

Mit einem etwas festeren Garn den Faden einreihen, so dass man Möhrli am
Ende dort oben zusammenziehen kann. Vorher Möhrli mit Watte vollstopfen.

  • Den Faden vernähen.
  • Ein Gesicht auf die Holzkugel malen.

Die Holzkugel auf den Möhrli-Körper kleben, trocknen lassen.

Die Pfeifenputzer zu einem „M“ legen, eventuell zusammen mit einem
Aufhängeband, oben in die Öffnung der Kugel stecken. Wenn alles zu locker sitzt, fest kleben.

Fertig ist Möhrli. 🙂 🙂 🙂

Mehr Inspirationen gibt es auch unter:

http://www.zipfelschick.de/

kte

Natürlich Ostereier färben – ein Versuch

Ostern steht vor der Tür und da ist auch das Färben von Eiern bei vielen ein festes Ritual.
Da ich es persönlich gerne schlicht und natürlich mag, habe ich etwas gestöbert und bin auf dem Blog von Doitbutdoitnow auf eine wunderschöne Anleitung für natürliches Eierfärben (man kann es auch fast Eierkunst nennen – so schön ist ihr Ergebnis geworden 😊) gestoßen und habe es einfach mal ausprobiert.

Man benötigt:

  • Eier
  • natürliche Färbemittel (ich habe rote Zwiebeln, Kaffee und Kurkuma genommen, man kann da aber sehr erfinderisch sein 😉)
  • Essig (der wird später noch eine entscheidende Rolle spielen…)
  • alte Netzstrümpfe
  • Gummibänder
  • Gräser, Blätter aus der Natur

Zuerst habe ich die Eier gekocht und mich danach an die Farben gemacht.

Für die rote Farbe habe ich die Schalen von sieben roten Zwiebeln mit Zugabe von ca. 4 EL Essig circa eine halbe Stunde lang köcheln lassen (für die Nase kein Vergnügen, aber es lohnt sich😉).

Die braune Farbe ist einfacher Filterkaffee und die gelbe Brühe ist Kurkumagewürz, das ich mit kochendem Wasser aufgegossen habe.

Da ich den letzten Rest Essig für die Zwiebeln verwendet habe, musste ich beim Kaffee und Kurkuma leider darauf verzichten – das habe ich später bereut ….

Dann ging es daran, die zuvor gesammelten Blätter und Gräser sanft auf die Eier zu drücken, um dann die Strümpfe so fest wie möglich um die Eier zu ziehen – das erforderte etwas Fingerspitzengefühl, wurde aber mit jedem Ei besser 😉.

Als Blatt und Ei fest im Strumpf waren, habe ich die Strümpfe mit einem Gummi fest zugeknotet und dann in die Farbtöpfe gelegt.

In den Farben badeten meine Eier dann circa 45 Minuten.
Ab und zu habe ich sie probeweise rausgehoben, um zu schauen, wie die Farbe angenommen wurde – leider war die Farbe der Strümpfe kein eindeutiger Hinweis für die Farbe der Eier ….

Die Eier lieber etwas länger baden lassen, da lohnt sich die Geduld! 😊

Zum Schluss habe ich die Eier in die Sonne gelegt und gut trocknen lassen.

Als alles gut getrocknet war, wurden die Strümpfe am Gummiband aufgeschnitten, die Eier vorsichtig rausgeholt und die Blätter – ebenfalls sehr vorsichtig – entfernt.

Im besten Fall sollten die Eier die Farbe gut annehmen und nur der Blütenabdruck sollte weiß bleiben … ja, ja, im besten Fall …

Die gelbe Farbe blieb leider nur minimal an den Eiern haften. Die Eier hätte ich vorher mit Essig einreiben oder der Farbe Essig beimischen sollen.

Die Kaffeefarbe hat die Eier erstaunlich gut gefärbt, obwohl der Essig fehlte.

Das intensivste Ergebnis erhielt ich mit dem Gemisch aus roten Zwiebeln und Essig. Auch wenn es eher braun als rot wurde.

Aber man lernt ja aus Fehlern und ich habe nun noch eine Woche, um es erneut zu probieren 😉.

Es hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und sogar die Katzenoma zeigte Interesse an den ungewöhnlichen Ostereiern 😊.

Die Originalanleitung von Doitbutdoitnow findet ihr hier.

C.L.

Layer-Cake „Zebra-Blutorange“

Zum Familientreff an Ostern wollte ich dieses Jahr mal eine neue Torte ausprobieren. In einem Backbuch hatte ich auch ein Rezept gefunden, dass sich ganz gut anhörte. Ich habe also alle Zutaten besorgt und wollte an Karfreitag schon mal die Kuchenböden backen, als mir auffiel, dass das Rezept für einen Tortenring mit 18 cm Durchmesser ausgelegt war. Weil ich aber nur die ganz normalen Kuchenformen mit 26 cm Durchmesser habe (was ich auch erstmal noch nachmessen musste), habe ich mir überlegt einfach 40% mehr an Zutaten zu nehmen – das war leider blöd überlegt, denn ich hatte dann trotzdem noch zu wenig Teig, sodass ich dann am Samstag noch einmal Kuchenböden gebacken habe …

Das sind jetzt die Zutaten, wie sie im Rezept stehen, also für Spingformen mit 18 cm Durchmesser:

Für den Teig:
170 g Butter oder Margarine
130 g Zucker
5 Eier
200 g Weizenmehl
1 gestrichener TL Backpulver
3 EL Milch
10 g gesiebtes Kakaopulver
Butter oder Margarine mit dem Mixer (Rührstäbe) auf höchster Stufe geschmeidig rühren. Nach und nach den Zucker dazugeben, bis eine gebundene Masse entstanden ist. Anschließend jedes Ei etwa eine halbe Minute unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen und auf mittlerer Stufe kurz unter den Teig rühren. Dann 2 Esslöffel Milch dazugeben.
Die Hälfte des Teiges in eine gefettete Springform geben. Unter die andere Häkfte das Kakaopulver und die restliche Milch rühren. Den dunklen Teig in eine zweite Springform geben. Im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen (Ober-/Unterhitze: 180°C, Heißluft: 160 °C).
Die fertigen Tortenböden auf ein mit Backpapier belegtes Kuchenrost stürzen und erkalten lassen (wobei mir das mit dem Stürzen ehrlich gesagt zu radikal ist… da brechen die mir wahrscheinlich noch kaputt, weshalb ich die einfach vorsichtig aus der Form gelöst habe).

Zutaten für die Füllung:
4 Blatt weiße Gelatine
1 Pck. Puddingpulver mit Vanillegeschmack
50 g Zucker
330 ml Blutorangensaft
1-2 EL Zitronensaft
250 g Schlagsahne
Die Gelatine nach Packungsanleitung einweichen lassen. Währenddessen mit Puddingpulver, Zucker und Säften einen Pudding nach Packungsanleitung zubereiten (nur eben mit den hier angegebenen Zutaten… ich hatte da auch erst schon Milch im Topf bis mir aufgefallen ist, dass ich das ja mit dem Blutorangen- und Zitronensaft machen soll…). Die Gelatine ausdrücken und unter Rühren im heißen Pudding auflösen. Direkt auf den Pudding Frischhaltefolie legen und das Ganze erkalten lassen.
Die Sahne steif schlagen, unter den Pudding heben und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Die Tortenböden jeweils einmal waagerecht durchschneiden (und genau hier haperte es bei mir – zum durchschneiden waren die Böden trotz der etwas erhöten Teigmenge zu dünn, weshalb ich dann halt nochmal zwei gebacken hatte, als einzelne Böden waren sie aber auch fast schon wieder zu dick weshalb die Torte nachher etwas sehr hoch geworden ist … wenn man bei einer Springform mit 26 cm Durchmesser die doppelte Menge nimmt müsste das passen ohne dass die Torte zu groß wird).
Eine Tortenplatte nehmen und darauf einen der dunklen Böden platzieren und mit einem Drittel der Puddingcreme bestreichen. Nun einen hellen Boden auflegen und wieder ein Drittel der Creme darauf geben. Den letzten dunklen Boden drauflegen und mit der restlichen Puddingcreme bestreichen. Den letzten hellen Boden oben auf legen. Anschließend die Torte zugedeckt etwa 1 – 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zutaten zum Verzieren:
150 g Schlagsahne
40 g kleingehackte Zartbitterschokolade
1 TL Sonnenblumenöl
Sahne steif schlagen und die Torte rundhetum damit bestreichen. In einem Topf im heißen Wasserbad Schokolade und Öl unter Rühren schmelzen, dann in einen Gefrierbeutel geben und eine kleine Ecke abschneiden. Die Torte mit der Schokolade im Zebramuster besprenkeln und fest werden lassen (vielleicht gibt es dabei einen Trick den ich nicht kenne, ich hatte nämlich hinterher genauso viel Schokolade auf fer Arbeitsfläche wie auf der Torte).

Damit ist die Torte auch schon fertig. Bei mir war sie wie gesagt etwas sehr hoch geraten, sodass es schwer fiel ein ganzes Stück der Torte zu essen (geschmeckt hat sie mir auch und den anderen scheinbar ebenfalls, denn drei Viertel der Torte waren nach dem Kaffetrinken am Ostersonntag verputzt).

lga

Fastenzeit – 40 Tage oder eine gefühlte Ewigkeit..

Sofern das Fasten keinen religiösen Hintergrund hat, scheint diese freiwillige Abstinenz entweder ein erneuter Versuch zu sein, seinen guten Vorsatz, den man sich an Silvester im Eifer des bevorstehenden Jahreswechsels auferlegt, aber kläglicher Weise schon nach 3 Wochen aufgegeben hat, umzusetzen. Oder es ist der vorsichtige Versuch seine Gewohnheiten umzustellen, wobei man sich das Hintertürchen mit der Aufschrift „Eh, doch nicht.“ offen hält.

Natürlich dient das Fasten auch der bewussteren Wahrnehmung bspw. des Geschmackssinnes oder auch als Fingerzeig auf gesellschaftliche Missstände und beim Heilfasten, der Reinigung des Körpers.

40 Tage also? Pah, ein Kinderspiel!

Und wer weiß, vielleicht braucht man die Zigarette, den Zucker oder das Zweitauto nach vierzig Tagen gar nicht mehr. Der Verzicht auf Fleisch hat sich problemlos in den Alltag integriert. Und Plastik erzeugt bereits eine innere Abstoßreaktion. Die Wadenmuskulatur ist gestärkt, der Zuckerspiegel gesenkt und der Schweinehund bezwungen – Selbstdisziplin und Körperkontrolle sind zurück erlangt. Klingt hervorragend! So die Hoffnung und die Theorie.

Die Realität sieht manchmal anders aus. Zumindest bei mir:

2015: Fleischverzicht = keine besondere Herausforderung. 2016: Kein Fertigessen – sei es Essen gehen oder daheim = situationsabhängig schwierig, aber nicht unmöglich. 2017: Süßigkeiten (von Schokolade über Fruchtjoghurt bis hin zum Apfelsaft, alles tabu) = gescheitert. Somit faste ich ab jetzt gute Vorsätze. Das klappt ziemlich gut.

Fazit: Fasten – schwerer als gedacht!

Wer noch Ideen für mögliche Fastenziele im nächsten Jahr braucht oder noch ein schnelles quasi „Fast-Fasten“ einlegen möchte, findet vielleicht ein paar Anregungen:

Die Klassiker:

  • Süßigkeiten
  • Alkohol/ Nikotin
  • Fleisch/Fisch

Für die Herausforderung:

Für den Körper:

  • Fast Food
  • Auto/Straßenbahn
  • Rolltreppen & Aufzüge
  • Zu-spät-ins-Bett-gehen

Für die Seele:

  • Stress
  • Schlechte Laune
  • Internet / Smartphone
  • Fernsehen

Für die Umwelt:

  • CO2-fasten
  • Klima-fasten
  • Tierische Produkte