Kuchenrezept im Austausch gegen Kilometer …

Im Zuge des diesjährigen Stadtradelns hat ein Teil unseres Teams Stadtbibliothek auf Rädern eine kleine, feine Radtour unternommen. Ein „Reisebericht“ dazu folgt in Kürze.
Um die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Gruppe aufrecht zu erhalten, gab es als kleinen Pausensnack einen Apfelkuchen – schnell zubereitet, erfahrungsgemäß beliebt und hitzeunempfindlich – also perfekt für eine kurze Picknickpause.
Durchaus überraschend war das Feedback für diesen unspektakulären Kuchen, weshalb er nun einen eigenen Blogbeitrag erhält. Allerdings nur im Austausch gegen die geradelten Kilometer der Kolleg*innen. #QuidProQuo 😉

Zutatenliste für eine Gugelhupfform:
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker (kann durchaus reduziert werden)
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 3 EL Kondensmilch (Milch, Sahne o.ä. geht auch)
  • 3-4 Äpfel (gerne unterschiedliche Sorten)
Zubereitung für Backprofis:

Äpfel schälen. Drei davon kleinschneiden und einen Apfel grob reiben. Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig zubereiten, in eine gefettete Form geben und für ca. 60 Minuten bei 175° Grad backen. Ggf. zum Ende der Backzeit abdecken. Auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Zubereitung für Backneulinge:

Abgewogene Butter (am besten zimmerwarm verwenden oder alternativ vor der Verwendung in einem Topf schmelzen und ein wenig abkühlen lassen) in eine große Rührschüssel geben.
Zucker abwiegen und zusammen mit dem Vanillinzucker und der Prise Salz zur Butter hinzufügen. Nun mit den Rührbesen des Mixers die Komponenten gut durchrühren. Eier aufschlagen und hinzufügen. Wieder gut durchmixen. Das Mehl abwiegen, mit Backpulver mischen und in die Schüssel sieben. Danach kommt wieder der Mixer zum Einsatz. Damit der Teig seine flüssige Konsistenz erhält wird noch (Kondens-)Milch oder Sahne – was man gerade zur Verfügung hat – untergemischt.
Zuletzt die Äpfel abwaschen, abtrocknen, in Viertel scheiden, entkernen und schälen. Drei der Äpfel in kleine Stücke schneiden. Einen Apfel auf einer Küchenreibe grob reiben – dadurch wird der Kuchen besonders saftig. Alles zum Teig hinzufügen und mit einem Löffel unterrühren.
Eine Gugelhupf-, Kasten- oder Springform etwas einfetten und anschließend den Teig in die Form füllen. Diese im unteren Drittel des Backofens auf einen Rost stellen und für ca. 60 Minuten (ist immer ein wenig abhängig vom Ofen) bei 175° Grad fertig backen. Stäbchenprobe durchführen!
Tipp: Die Form abdecken sobald man merkt, dass die Zeit noch nicht abgelaufen ist, aber der Kuchen bereits braun wird.
Anschließend den Kuchen in der Form abkühlen lassen, bevor man ihn aus der Form stürzt.

Ra

Cantuccini à la Jutta

Vor ein paar Jahren in Cuxhaven: Nach dem Essen bei unserem Lieblingsitaliener gab es Espresso mit Cantuccini – köstlich. Als wir uns beim Chef in der Küche verabschiedeten, sahen wir, dass er das feine Gebäck selbst buk. Nie wären wir auf die Idee gekommen, dass man das auch selbst machen kann 🙂

Sofort recherchierte ich nach Rezepten, und nach diversen Versuchen mit verschiedenen Zutaten ist „mein“ Rezept entstanden, das ich auch heute immer noch gerne mache und noch lieber genieße. Die Mehlsorten variieren – was halt gerade da ist. Das wunderbare am doppelten Backvorgang ist die aufgesprungene Oberfläche. Und, die selbstgebackenen Cantuccini sind nicht so zahnbrechend hart wie die industriell produzierten. Der Teig kann schon ein bis zwei Tage vorher geknetet werden und im Kühlschrank ruhen – dann geht’s am Backtag ganz fix.

Bei unserem nächsten Besuch an der Küste brachten wir unserem Patron und seiner Küchenbrigade eine Kostprobe mit – deliziosa.

einige Cantuccini-Stücke auf einer grünen Arbeitsfläche in Großaufnahme

Zutaten:
  • 150 g blanchierte Mandeln
  • 1 Handvoll Pistazien
  • 1 Handvoll Cranberries
  • 250 g Mehl (Dinkel-, Vollkorn-, Weizenm.)
  • 130 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Salz
  • 1/2 Fläschchen Bittermandelöl
  • 25 g kalte Butter
  • 2 Eier
Zubereitung:

Diverse Mehlsorten mit Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Salz und Bittermandelöl mischen.
Butter und Eier zufügen und mit den Händen rasch zu einem festen Teig kneten. Zum Schluss Mandeln, Pistazien und Cranberries in den Teig einarbeiten. Teig in Folie wickeln und mindestens 30 min. in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Teig in drei gleich große Stücke teilen und zu ca. 25 cm langen Rollen formen (Tipp: Teig in Folie wickeln und rollen => klebt nicht so). Backblech mit Backpapier auslegen. Teigrollen mit etwas Abstand auf das Backblech legen und ca. 10 min. vorbacken. Der Teig läuft auseinander und erhält die typische Form. Teigrollen aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und in fingerdicke schräge Scheiben schneiden.
Cantuccini nun auf ein Kuchengitter legen und weitere 8 – 10 min. auf der mittleren Schiene backen. Cantuccini vollkommen auskühlen lassen, bevor sie in eine Keksdose gefüllt werden.

Tipp:
Mit Vin Santo (Dessertwein) genießen – köstlich.

Sonnige Grüße,
Jutta Ostwaldt

Sauerkraut-Lasagne – aber ohne Lasagne

Ich weiß, blöde Überschrift, aber ich habe keinen knackigen Namen für dieses Gericht, das eben ursprünglich als Lasagne geplant war. Mir war das aber mit der Schichterei zu umständlich für meine Singleküche, also habe ich das Rezept variiert. Okay, ich koche sowieso fast nie nach dem Originalrezept. Natürlich könnt Ihr Nudelplatten nehmen (vorgekocht und abgetropft) und mit der Sauerkrautmasse zu einer Lasagne schichten.

Aber der Reihe nach. Vor vielen Jahren hatte ich in einem Antiquariat ein Kochbuch aus der Reihe Zwergenstübchen erworben. Eigentlich als Geschenk gedacht, war es dann doch bei mir verblieben. Das einzige Rezept, das ich sofort selbst ausprobieren wollte, war die Sauerkraut-Lasagne. Ich werde Sauerkraut wohl nie so kochen können, dass es wie bei Muttern schmeckt, also hab ich das auch gar nicht erst versucht. Statt dessen wollte ich eine eigene Sauerkraut-Variante: als Auflauf mit Käse – hörte sich interessant und ungewöhnlich an und sah auf der Abbildung im Kochbuch auch sehr appetitlich aus. Also wurde das Rezept nachgekocht.

Gläserne Auflaufform, nur noch halb gefüllt mit einem käseüberbackenen Gericht
Sauerkrautauflauf mit Nudeln

Mit den Jahren hab ich wie gesagt einiges verändert; vor allem sind die Nudelplatten weggefallen, ich nehme einfach das, was ich sonst so an Nudeln im Hause habe, allerdings keine Bandnudeln oder andere lange Sorten, nur Kurznudeln (z. B. Penne, Rigatoni oder Fusilli). Schupfnudeln gehen übrigens auch, da habe ich die fertigen aus der Kühltheke genommen und die auch nach Packungsangaben kurz in der Pfanne angebraten, bevor ich sie in die Auflaufform gegeben habe.

Ob das Gericht meiner Mutter geschmeckt hätte, werde ich leider nicht mehr erfahren. Aber meinen Vater habe ich damit bereits bekocht. Nun ja, er isst alles und beklagt sich nie. Aber dieser Sauerkraut-Auflauf ist für uns ein Festschmaus ohne viel Aufwand.

Sauerkrautauflauf mit Schupfnudeln

Zutatenliste: (2 Portionen)

  • 1 Zwiebel
  • ca. 500 g Sauerkraut
  • 2 Paprika (rot)
  • Tomatenmark / Ajvar, insgesamt ca. 2 Esslöffel
  • etwas Gemüsebrühe (1/2 bis 1 Tasse)
  • Crème fraîche oder Sauerrahm
  • Nudeln (für 2 Portionen, aber nicht zu viel)
  • etwas Öl
  • Hartkäse, gerieben

Eine fein gehackte Zwiebel in heißem Öl glasig dünsten, Sauerkraut (500 g) und zwei klein geschnittene Paprika dazugeben und dünsten. Ungefähr 2 Esslöffel Tomatenmark und (wer mag) Ajvar einrühren. – Ich gebe gern etwas Schärfe dazu einschließlich einer kleinen Prise Chilipulver oder Chiliflocken. In dem Kinderkochbuch fehlte das natürlich. Beim Würzen geht Ihr einfach nach eigenem Geschmack vor. – Mit ein wenig Gemüsebrühe ablöschen (1/2 bis 1 Tasse). Bei schwacher Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Zuletzt einen Becher Crème fraîche oder Sauerrahm unterziehen.
Die Sauerkrautmasse in einer gefetteten Auflaufform mit den vorgekochten Nudeln oder Schupfnudeln mischen. Zum Schluss Hartkäse drüber streuen (ich nehme meist mittelalten Gouda, gerne auch gemischt mit Cheddar).
Im vorgeheizten Backofen bei 150-160 Grad Umluft solange überbacken, bis alles ordentlich brodelt – der Käse sollte aber nicht verbrennen. 😃 (ca. 30-40 Minuten)

Kochbuch "Nudelzauber" aus der Reihe "Zwergenstübchen"
privates Exemplar

Die Koch- und Backbücher mit den Zwergenillustrationen waren mal Klassiker in der Familienküche und sind seit einigen Jahren auch wieder lieferbar. Aus dem Band „Nudelzauber“ ist das Originalrezept einer Sauerkraut-Lasagne.

HilDa

Rezept: Brownies mit Macadamianüssen

Ich habe neulich beim morgendlichen Einstellen von Medien mal wieder ein Backbuch entdeckt. Nach schnellem Durchblättern habe ich es kurzentschlossen ausgeliehen und Zuhause dann nochmal in Ruhe durchgeschaut. Heute möchte ich euch das erste Rezept vorstellen, das ich ausprobiert habe (Spoiler: es ist sehr schokoladig.. 😉 ).

Die Zutaten:

200 g Butter
200 g Mehl
100 g Macadamianüsse
200 g Zartbitterkuvertüre
175 g Zucker
4 Eier
100 g Sauerrahm
1 Teelöffel Backpulver
etwas Puderzucker für den Schneelook

Die Zubereitung:

Zuerst eine Backform ausbuttern und zusätzlich mit ein wenig Mehl bestäuben. Die Form sollte etwa die Maße 20 x 30 cm haben.

Die Macadamianüsse in eine Pfanne werfen und duftend rösten. Nach dem Abkühlen, die Nüsse grob klein hacken. Anschließend auch die Kuvertüre hacken (oder auch nicht, dann dauert es halt länger bis sie schmilzt – das ist eventuell meine bevorzugte Methode) und zusammen mit der Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen. Das ganze etwas abkühlen lassen.

Zucker und Eier in eine Rührschüssel geben und cremig schlagen. Die leicht abgekühlte Schokoladenmasse nach und nach unterziehen. Den Sauerrahm dazu geben und unterrühren. Zuletzt Mehl, Backpulver und die Nüsse hinzugeben und ebenfalls unterrühren.

Den Teig gleichmäßig in der Backform verteilen und im vorgeheizten Backofen (180 °C Ober- und Unterhitze) etwa 30 Minuten backen. Die Brownies sollten zum Schluss immer noch weich und saftig sein.

Nach dem Abkühlen, den Kuchen in Stücke schneiden und nach belieben mit Puderzucker berieseln (wenn es sonst schon nicht schneit, kann man sich ja wenigstens die Illusion von Schnee in die Küche holen).

Das Rezept findet ihr in dem Buch Cookies, Brownies und Brookies, das Buch könnt ihr vor Ort, aber auch in der Onleihe ausleihen. Ich habe schon das nächste Rezept ins Auge gefasst. 🙂

lga

Rezept: Winterliche Windbeutel

Wir haben euch im Blog schon einmal ein Rezept für Windbeutel vorgestellt, letztens reizte es mich aber, mal ein etwas anderes, als mein altbekanntes Rezept auszuprobieren.

Schnell wurde ich auch hier fündig und habe das Rezept ein wenig abgeändert ausprobiert.

Die Zutaten für die Füllung:

600 g Äpfel
2 Esslöffel Zitronensaft
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
250 ml Apfelsaft
1 Teelöffel Zimt (oder mehr … 🙂 )
100 g gehackte Mandeln

Die Zutaten für den Brandteig:

150 ml Wasser
30 g Butter
1 Prise Salz
100 g Mehl
20 g Speisestärke
etwa 4 Eier
1/2 gestrichener Teelöffel Backpulver

Die Zutaten für die Sahnefüllung:

300 ml Schlagsahne
1 Päckchen Bourbon-Vanillearoma
1 Päckchen Vanillezucker

Die Zubereitung:

Zuerst die Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einen Topf geben. Das Ganze etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Währenddessen das Puddingpulver mit dem Apfelsaft vermischen, in den Topf zu den Äpfeln geben und unter Rühren aufkochen. Nun den Topf vom Herd nehmen und Zimt und Mandeln untermischen. Aus dem einen Teelöffel Zimt habe ich ungefähr 3 gemacht. Zimt kann es bei mir nie genug geben. 🙂

Nun widmen wir uns dem Brandteig. Das Mehl mit der Speisestärke mischen. Das Wasser zusammen mit der Butter und Salz in einen Topf geben und aufkochen. Den Topf von der Herdplatte nehmen und das Mehlgemisch in einem Rutsch dazu geben und mit einem Kochlöffel rühren, bis ein glatter Teigkloß entsteht. Den Topf nochmal auf die Herdplatte stellen und unter Rühren etwa 1 Minute erhitzen.
Den Teig in eine Rührschüssel geben und 3 der Eier nacheinander mit den Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschinen unterarbeiten. Das vierte Ei verquirlen und nur so viel zum Teig geben, bis er stark glänzt und am Knethaken Spitzen zieht. Das restliche Ei im Kühlschrank aufbewahren und zum Beispiel fürs nächste Rührei verwenden. Den Teig abkühlen lassen und im Anschluss das Backpulver unterrühren. Mit zwei Löffelchen Teighäufchen (ungefähr 20) auf ein eingemehltes oder mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze: 200 °C, Heißluft: 180 °C) circa 25 Minuten backen. Die Windbeutel anschließend auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Nun wird die Sahnefüllung zubereitet. Dazu die Sahne mit dem Aroma und dem Zucker steif schlagen.

Abschließend die Windbeutel mit einem Messer halbieren. Auf die untere Hälfte zuerst die Apfelfüllung und darauf die Sahne geben. Die obere Windbeutelhälfte aufsetzen und etwas andrücken.

Vor dem Servieren kann noch etwas Puderzucker, für den winterlichen Schneelook darüber gestreut werden.

Guten Appetit!

lga

Rezept: Kritharaki mit Mett

Ein recht einfallsloser Name, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll. Ein richtiger Auflauf (obwohl das Ganze in eine Auflaufform kommt) ist es für mich nicht, weil kein Käse dazu kommt. Und der gehört für mich in bzw. auf einen Auflauf. 🙂 Wie auch immer, das Gericht ist ziemlich einfach zuzubereiten. Bei uns zuhause schon lange ein Klassiker, ich weiß gar nicht weshalb ich das hier noch gar nicht gepostet habe. 🙂

Zutaten:

  • 1 kg Mett
  • 1 Paket Kritharaki
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 1,5 l Brühe (aus Brühwürfeln)
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Becher Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • Öl

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und klein schneiden.
  2. Mett und die Zwiebel in einem großen Topf in dem Öl anbraten.
  3. Ofen vorheizen, 200°C Umluft.
  4. Die Kritharaki einstreuen.
  5. Die komplette Tube Tomatenmark hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Passt auf, die Brühe kommt noch dazu und die ist ja auch würzig, also lieber später nochmal nachwürzen. 🙂
  6. 1,5 l Wasser und die Brühwürfel hinzufügen, einmal aufkochen lassen, danach auf niedrige Temperatur herunterstellen.
  7. Ab und zu umrühren, sonst bleiben die Kritharaki am Boden kleben. Wenn die Kritharaki dicklich werden, füllt man die ganze Masse in eine Auflaufform.
  8. Die Sahne darüber gießen. (Je nach Größe der Auflaufform eben 1-2 Becher. Oder anderthalb. 🙂 )
  9. Bei 200°C Umluft ca. 30 Minuten in den Backofen.

Je nach Größe der Auflaufform kann man die Masse auch super auf zwei kleinere Formen aufteilen. Dann eben über jede Form Sahne gießen.

Guten Appetit!

kwk

Und jetzt eine schöne Tasse…

„Heiße Schokolade mit Zimt“? oder doch lieber „Würziger Fruchtpunsch“? Entscheidet selbst! 🙂

Zwei Anmerkungen vorweg: Die heiße Schokolade ist für eine Tasse gedacht, der Punsch für 6-8 Personen. Ob das Momentan umsetzbar ist, ist die Frage… (Stichwort „Kontaktbeschränkung“, ihr wisst Bescheid). Aber egal, so habt ihr zumindest das Rezept zum Abspeichern.

Nun zuerst die Schoko-Variante, dafür braucht ihr:

  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 EL Zucker
  • 1/4 TL gemahlener Zimt
  • 1/2TL Vanille-Extrakt
  • 2 EL und 180 ml Kuhmilch oder Mandelmilch

Zum Anrichten (nach Belieben): geschlagene Sahne, Marshmallows, Zimt

  1. Mische in einer Tasse mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen das Kakaopulver mit Zucker und Zimt, Vanille und 2 EL Milch, bis ein dicker Sirup entsteht.
  2. Erwärme die restliche Milch bei mittlerer Hitze, bis sie zu sieden anfängt, dann gieße sie unter kräftigem Rühren in die Tasse mit dem Schokoladensirup.
  3. Wenn du möchtest, kannst du sie mit einem Klacks Sahne, Marshmallows oder Zimt noch aufpeppen.

 

Und nun der würzige Fruchtpunsch:

  • 1 Orange
  • 10 ganze Gewürznelken
  • 5 l ungesüßter Fruchtsaft (mische dazu verschiedene Säfte, z.B. roter Traubensaft, Ananassaft, Apfelsaft und Preiselbeersaft)
  • 250 ml Wasser
  • 1/4 TL gemahlener Zimt
  • 1/4 TL geriebener Muskat
  • 1 Zimtstange (sowie weitere zum Anrichten)
  • 1 Sternanis (sowie weitere zum Anrichten)
  • 1 Apfel
  • eine Handvoll Preiselbeeren
  • Saft einer Zitrone
  1. Halbiere die Orange und stecke die Nelken in die Schale einer Hälfte.
  2. Gieße insgesamt einen Liter der fünf Fruchtsäfte zusammen mit dem Wasser in einen Topf. Rühre den gemahlenen Zimt und den geriebenen Muskat mit einem Holzlöffel hinein.
  3. Füge die Orangenhälfte mit den Nelken, die Zimtstange und den Sternanis dazu. Erhitze die Mischung und gieße sie anschließend durch ein Sieb in eine Schüssel.
  4. Entferne die Orange und die ganzen Gewürze aus dem Sieb. Schneide die andere Orangenhälfte und den Apfel in Scheiben und gib sie in die Schüssel. Füge die Preiselbeeren und den Zitronensaft hinzu.
  5. Verteile den Punsch mit einer Schöpfkelle in Gläser.

Zum 2. Advent… Chocolate-Chip Cookies!

Kekse backen gehört zu Weihnachten einfach dazu. Manche Kekse wie Makronen sind relativ einfach und schnell hergestellt, andere brauchen Zeit und manchmal auch mehrere Personen. So war es mit Spritzgebäck bevor wir eine Küchenmaschine hatten. Die Teigmühle wurde an einen Stuhl geschraubt, davor kam ein Blech. Mein Bruder musste drehen, ich habe den Teig in den Trichter gedrückt. Meine Mutter hat die Teiglinge aufs Blech gelegt, mein Vater hat sie nach dem Backvorgang verkostet – Arbeitsteilung :).

Seit einigen Jahren sind aber andere Kekse der Renner, und Spritzgebäck nur noch auf Platz 2. Ich hatte ein Cookie-Rezept aus den USA mitgebracht. Die krummen Zahlen für Butter und Schokolade entstanden durch das Umrechnen der Einheiten.

Zutaten und Zubereitung:

  • 1 Tasse weißer Zucker
  • 1 Tasse brauner Zucker
  • 226 g Margarine
  • 1 Tasse Öl

Alles 5-10 Minuten rühren.

  • 1 Ei unterrühren
  • 1 EL Milch
  • 1 TL Backsoda
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Vanillezucker
  • 4 Tassen Mehl

Nochmal gut verrühren.

  • 340 g Chocolate Chips oder Schokotröpfchen unterrühren

Kleine Häufchen mit etwas Abstand auf ein Backblech setzen.

Bei 170 bis 180°C 10 Minuten backen. Und fertig!

Plätzchenbacken eignet sich auch gut für gemütliche Adventssonntage. Das Plätzchen Essen natürlich genauso. 😉

jbl

Backe, backe Kekse… Cookies mit Macadamianüssen

Ihr Lieben- es weihnachtet zwar noch nicht, aber Kekse gehen eigentlich immer, oder? 🙂
Ich habe hier ein recht einfaches Rezept für herrliche, leicht matschige (typisch amerikanisch eben) Kekse mit hohem Suchtfaktor für euch. Noch nicht überzeugt? Dann verrate ich euch noch, dass wir zur Zubereitung weiße Schokolade brauchen… ich würde sagen, Küchenschürze umgeschnallt und los geht’s!

Zutaten für 20 Stück:

  • 250g weiche Butter
  • 250g Zucker
  • 350g Mehl (Type 550)
  • 50g Haferflocken
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Eier
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 125g weiße Schokolade, in kleine Stücke gebrochen oder weiße Schokoladensplitter
  • 125 g Macadamianüsse, gehackt

Zubereitung:

Den Teig herstellen: Butter und Zucker cremig aufschlagen. Das Mehl mit Haferflocken, Backpulver und Salz mischen. Eier und Vanilleextrakt kräftig mit dem Schneebesen verrühren. Die Mehl- und Eiermischung abwechselnd unter die Butter-Zuckermischung rühren, bis ein homogener Teig entstanden ist, Schokolade und Nüsse untermischen, den Teig zu einer Kugel formen und mindesten 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Cookies formen und backen: Den Backofen auf 205°C (Umluft 185°C) vorheizen. 20 Kugeln aus dem Teig formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 9 Minuten backen (die Cookies sollten danach noch etwas weich sein). Das Gebäck vor dem Servieren mindesten 10 Minuten abkühlen lassen.

Anmerkungen: Ich habe das normale, übliche Weizenmehl verwendet und Haselnüsse eignen sich als Macadamia-Ersatz. Außerdem habe ich die Kekse nicht in Kugelform gebacken, sondern sie plattgedrückt. 🙂

Dieses und viele weitere amerikanische Rezepte findet ihr in diesem tollen Buch (man beachte meine Papier-Merker-Schnipsel oben links 😉 ):

 

kwk

Rezept: Mediterrane Gemüsetarte

Rezepte mit viel Zubereitungs- und Schnippelzeit schrecken einen ja meistens ab, weil man lieber schnell etwas auf dem Teller haben möchte –  aber bei diesem Rezept lohnt sich die Arbeit.
Am besten kocht man mit jemandem zusammen mit dem man viel zu besprechen hat – dann vergeht die Zeit wie im Flug. Außerdem kann man ein wenig Zeit sparen, indem man z.B. auf einen fertigen Quiche-Teig aus dem Kühlregal zurückgreift und die Arbeitsschritte parallel erledigt.

Aber nun erstmal zu den leckeren Zutaten:

  • 1 rote und 1 gelbe Paprika
  • Olivenöl
  • 1 Aubergine
  • Salz, Pfeffer
  • 1 kleine Süßkartoffel
  • 1 kleine Zucchini
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 300 g Mürbeteig (oder 300 g Fertig-Quicheteig)
  • 8 Zweige Thymian, Blättchen abzupfen
  • Hülsenfrüchte fürs Blindbacken
  • 120 g Ricotta
  • 120 g Feta
  • 8 Kirschtomaten
  • 2 Eier (Größe M)
  • 200 g Sahne oder Sahne-Ersatz

Zubereitung

Den Backofen auf 230° C vorheizen.

Paprika waschen, die Stielansätze samt Samen entfernen, in eine kleine, ofenfeste Form legen, mit etwas Olivenöl beträufeln und in den Ofen (oberste Einschubleiste) schieben.

Aubergine waschen und würfeln, in eine andere, etwas größere ofenfeste Form legen, mit 4 EL Öl, Salz, Pfeffer vermischen. Die Form neben die Paprika-Form auf den Rost stellen. Nach 12 Minuten die geschälte und gewürfelte Süßkartoffel zu der Aubergine geben und mischen, nach weiteren 12 Minuten die gewürfelte Zucchini zugeben. Das Gemüse weitere 12 Minuten rösten und dann vorsichtig aus dem Ofen nehmen. Paprika mit Folie zudecken und abkühlen lassen, damit sich die Haut gut abziehen lässt, anschließend in nicht zu dünne Streifen schneiden.

Die Hitze des Ofens auf 180° C reduzieren.

Die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden, mit 2 EL Öl und den Lorbeerblättern bei mittlerer Temperatur ca. 25 Minuten in einer Pfanne braten bis sie gut gebräunt sind. Gelegentlich umrühren. Am Ende die Lorbeerblätter herausfischen.

Eine 22 o. 24 cm-Tarteform einfetten. Den Mürbeteig (etwas 3 cm dick) ausrollen. Die Form mit dem Teig auslegen, an den Rändern andrücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier abdecken (auch die Ränder), Hülsenfrüchte drauf und 10 Minuten blind backen. Das Papier und die Hülsenfrüchte entfernen und noch weitere 10 Minuten backen bis der Teig eine goldbraune Farbe angenommen hat. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.

Nun die Zwiebelringe auf dem Boden verteilen, darauf das Gemüse geben und die Hälfte der Thymianblättchen. Ricotta und Feta in kleine Stückchen zerpflücken, vermischen und auf dem Gemüse verteilen. Die kleinen Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auflegen. Die Eier mit Sahne, Salz und Pfeffer verquirlen und über den Belag gießen. Abschließend die restlichen Thymianblättchen darauf streuen. Nun muss die Tarte 30-40 Minuten im Ofen backen bis sie eine goldbraune Farbe angenommen hat.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Genussvoll vegetarisch : mediterran, orientalisch, raffiniert“ von Yotam Ottolenghi. Bei uns zu finden unter Xeo 252 Otto.

Viel Vergnügen bei der Zubereitung und guten Appetit!