Mittendrin Mittwoch #80

In der Tat fühlt Mia eine Mischung aus Furcht und unsinniger Freude, wie ein Kind am Vorabend der eigenen, groß angelegten Geburtstagsparty. Nur ihr Festkleid hätte sie sich ein wenig komfortabler gewünscht. Sie trägt einen weißen Anzug aus Papier, der bei jeder Bewegung raschelt. Der Arzt nähert sich, um sie zum dritten Mal an diesem Tag mit Desinfektionsmittel einzusprühen. Auf Anweisung eines Beisitzers liest er den Chip in ihrem Oberarm ab.

(Seite 154)

Corpus Delicti von Juli Zeh spielt in der Mitte des 21. Jahrhunderts. Es hat sich eine Gesellschaft entwickelt, in der Gesundheit das Wichtigste von allem ist. Rauchen, Alkohol trinken sind unter Strafe verboten. Es gibt Luftreinigungsanlagen, alles wird so oft es geht desinfiziert und geputzt, Sport ist Pflicht, es gibt in Wäldern genehmigte Wege von denen nicht abzuweichen ist, da nicht kontrollierte Wege als unhygienisch und gefährlich gelten. Dazu ist jedem Bürger ein Chip in den Oberarm eingepflanzt, der ständig gesundheitliche Daten sammelt, das Abwasser der jeweiligen Wohnungen wird auf Unregelmäßigkeiten untersucht, die Menschen dürfen nur noch Partner wählen, die ihrem Immunprofil entsprechen.
Zu Beginn hört sich die Prämisse erst mal noch gut an. Keine Krankheiten mehr, Gesundheit wird großgeschrieben. Aber nach und nach offenbaren sich dann all die Dinge die damit einhergehen. Denn nicht Gesund sein wollen darf es in dieser Gesellschaft nicht geben und zieht Bestrafungen nach sich, im Extremfall wird man auf unbestimmte Zeit eingefroren, was für mich nur nach nett für Todesstrafe klingt.
Mia Holl lebt in dieser Gesellschaft, mit der sie nach dem Selbstmord ihres Bruders aneinander gerät. Ihr Bruder Moritz ist für den Mord und die Vergewaltigung an einer Frau verurteilt worden, beteuerte aber immer unschuldig zu sein und hat sich schließlich im Gefängnis erhangen. Moritz, der ein Freigeist war, von den vorgeschriebenen Wegen abwich und sich nicht an diese Gesellschaft anpassen wollte. Mia trauert um diesen Bruder, vernachlässigt darüber ihre Sportübungen, reicht Blutwerte und Urinproben nicht mehr ein. Sie selbst sieht sich eigentlich als jemanden der das System unterstützt, durch Moritz Tod entfernt sie sich aber Stück für Stück davon.
Ich bin gerade an einer Stelle im Buch, in der Mia verhaftet wurde und nun im Gerichtssaal sitzt. Gleich zu Anfang des Buches stand übrigens schon Mias Urteil. Ich bleibe aber trotzdem gespannt, wie es letztendlich zu diesem Urteil kommt.

Ich lese gerne dystopische Geschichten, da ich es spannend finde, darüber zu lesen, wie sich Aspekte der Gesellschaft oder neue Technologien für uns zum Schlechten wenden könnten. Ich finde es wichtig darüber nachzudenken, was passieren könnte, wenn man wie in diesem Fall zum Beispiel den Gesundheitswahn auf die Spitze treibt.

Hier kommt ihr zu den Büchern von Juli Zeh, die wir in der Bibliothek haben. Für mich ist Corpus Delicti das erste Buch von Juli Zeh, aber ich möchte nun auf jeden Fall noch weitere lesen!

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

 

 

Hörbuchtipp: Unsterblich

Unsterblich von Jens Lubbadeh

Unsterblichkeit ist das Thema, mit dem sich dieser Thriller befasst. Die Firma Immortal hat ein Verfahren entwickelt, um die Unsterblichkeit für jeden möglich zu machen. Fast jeder Mensch trägt mittlerweile einen Lebenstracker, der alles was man sagt oder denkt oder fühlt abspeichert. Aus diesen Daten wird dann nach dem Tod des Menschen ein Ewiger erstellt. Ein digitales Abbild des Menschen, das andere durch Virtual Reality Implantate wahrnehmen aber natürlich nicht anfassen können. Doch auch Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, die zu ihrer Zeit noch keinen Lebenstracker trugen werden zu Ewigen gemacht. Marlene Dietrich erging es so, doch sie ist nun verschwunden. Dass ein Ewiger überhaupt verschwinden kann, war bisher noch nicht bekannt und so geraten nicht wenige Menschen in Panik. Der Versicherungsagent Benjamin Kari wird darauf angesetzt Marlene zu finden, wobei er sich immer mehr in ein undurchsichtiges Spiel verstrickt.

Neben einer actionreichen Handlung mit einigen sehr unerwarteten Wendungen, mochte ich vor allem das Thema, mit dem sich die Geschichte beschäftigt: Ist uns die Unsterblichkeit wirklich so wichtig, dass wir mit digitalen Abbildern von uns und unseren Verstorbenen leben möchten? Und ist das überhaupt echte Unsterblichkeit? Im Roman stimmt der Großteil der Bevölkerung dem zu, was ein sehr beklemmendes Szenario ist. Was macht es zum Beispiel mit einem Kind, wenn die Großmutter, der Vater, die Schwester plötzlich als Ewiger zurückkehrt, man diesen Menschen aber nicht mehr berühren kann, er sich nicht mehr weiter entwickelt und man mit ihm auch nicht mehr über alles reden kann? Denn allen Ewigen ist eine Todessperre einprogrammiert, sodass sie dieses Thema in Gesprächen ignorieren.

Und ist es für die Gesellschaft wirklich erstrebenswert, von einem digitalen Wesen regiert zu werden? Im Buch regieren zum Beispiel schon seit Jahren wieder John F. Kennedy und Helmut Schmidt. Und Michael Jackson bringt wieder neue Alben raus. Ob da viel Fortschritt bei rumkommen kann?

Im Gesamten war es ein wirklich spannendes Hörbuch und auch dem Sprecher konnte man gut zuhören.

Bei uns ist der Roman als eAudio oder eBook in der Onleihe oder als Buch bei uns vor Ort ausleihbar.

Mittendrin Mittwoch #59

Die eiserne Tür glitt zur Seite. Bohrmanns Blick erwanderte die gigantische Konstruktion des Simulators.
Der Tiefseesimulator schien die Natur auf ein menschenverträgliches Maß heruntergestutzt zu haben, ohne sie gleich ins Exil der bloßen Theorie zu schicken. Wenngleich im kleinen Maßstab, war das Meer beherrschbar geworden.

Der Schwarm von Frank Schätzing, Seite 273

Als ich das erste Mal versucht habe den Schwarm zu lesen, bin ich nicht über die ersten 100 Seiten hinaus gekommen, weil ich es fürchterlich langweilig fand und daraufhin stand das Buch dann erst mal wartend im Regal. Irgendwann war meine Biolehrerin im Abi mal ganz entsetzt, dass niemand von uns den Schwarm gelesen hatte, was ich zum Anlass nahm, es doch noch einmal zu versuchen – und ich wusste gar nicht mehr was mich beim ersten Versuch so gestört hat. Das ist jetzt bestimmt schon wieder 5 Jahre her, ich habe vieles vergessen, deshalb macht es gerade richtig Spaß das Buch erneut zu lesen.

Der Mensch leitet Abwässer und Gifte in die Meere, überfischt sie, zerstört Lebensräume – doch nun scheint das Meer zurück zuschlagen. Am norwegischen Kontinentalhang taucht eine unbekannt Wurmart auf, vor Südamerika und Australien ziehen Schwärme von giftigen Quallen die Küsten entlang, Wale greifen plötzlich Schiffe und Menschen an und in Frankreich sorgen Hummer auf den Tellern für unbequeme Nebeneffekte. Hinter all dem steckt natürlich – wir haben es schon vermutet – ein höherer Zusammenhang.

Mir gefällt auch jetzt wieder, wie sich beim Lesen immer neue Aspekte des großen Ganzen auftun und sich erst nach und nach zusammenfügen. Darüber hinaus ist das Buch auch einfach richtig spannend. Eine Katastrophe jagt die andere, ständig geraten die Protagonisten in lebensgefährliche Situationen. Bei so viel Spannung ist auch ein fast tausendseitiger Wälzer schnell gelesen. Was ich aber vor allem faszinierend finde, sind all die Informationen, die man über die Meere, deren Geologie, verschiedene Lebensformen oder was wir alles für einen Schmarrn damit anstellen, erhält. Da stecken auch viele wichtige Botschaften drin und man merkt wirklich, wie viel Recherchearbeit Frank Schätzing in dieses Buch gesteckt hat. Er hat tatsächlich so viel recherchiert, dass er auch gleich noch ein Sachbuch, das thematisch an den Schwarm angelehnt ist, geschrieben hat. (Welches übrigens auch sehr zu empfehlen ist.)

Ich freue mich jedenfalls auf den Rest des Buches und darauf im Anschluss auch besagtes Sachbuch (Nachrichten aus einem unbekannten Universum) noch einmal zu lesen.

Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Filmtipp: Blade Runner 2049

Blade Runner ist einer dieser Kultfilme, über den ich schon viel gehört habe und weiß, den ich aber tatsächlich noch nie gesehen habe. Der Film erschien 1982, Regie führte Ridley Scott, in der Hauptrolle ist Harrison Ford zu sehen. Die Grundlage bildet der Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen“ von Philip K. Dick. Den habe ich sogar gelesen, somit bin ich zumindest ansatzweise mit der Story vertraut, auch wenn der Film sich in vielen Punkten vom Roman unterscheiden soll. Den Film gibt es zudem in verschiedenen Fassungen – da wüsste ich nicht mal welche Fassung ich denn nun anschauen soll.

Was ich jedoch gesehen habe, ist die Fortsetzung „Blade Runner 2049“. Regie führt hier Denis Villeneuve (den kenne ich schon von Arrival, ein Film, der mich ebenfalls sehr beeindruckt hat und über den ich hier schon mal berichtet habe), die Hauptrolle hat Ryan Gosling inne aber auch Harrison Ford ist in seiner alten Rolle als Rick Deckard zu sehen.
Vor allem beeindruckt haben mich der Soundtrack und die visuelle Optik. Sie haben viel zu der düsteren und beklemmenden Atmosphäre beigetragen, sodass ich den ganzen Film hindurch unter Spannung stand. Ich mochte sehr, dass das hier nicht so ein typischer Actionfilm war, das Ganze hat auch ohne ewig viele Actionszenen eine wahnsinnige Spannung erzeugt. Gesprochen wird auch nicht wahnsinnig viel. Ryan Gosling schaut zum Beispiel hauptsächlich ziemlich eindringlich und eindrucksvoll durch die Gegend.

Mir hat der Film jedenfalls sehr viel Lust darauf gemacht mir nun auch das Original anzuschauen!

Hier kommt ihr zu den Katalogdaten.

lga

Mittendrin Mittwoch #50

„Hinkston, Lustig – ich könnte Ihr Vater sein. Ich bin gerade achtzig geworden, 1950 in Illinois geboren. Durch Gottes Gnade und dank einer Wissenschaft, die es in den letzten fünfzig Jahren fertiggebracht hat, einige alte Männer wieder jung zu machen, bin ich jetzt hier auf dem Mars, kaum erschöpfter als die Übrigen, aber unendlich misstrauischer. Die Stadt da draußen sieht sehr friedlich und kühl aus und ähnelt Green Bluff in Illinois so sehr, dass es mir fast Angst macht. Sie ähnelt Green Bluff viel zu sehr.“ Er wandte sich an den Funker. „Teilen Sie der Erde mit, dass wir gelandet sind. Das ist alles. Sagen die, dass wir morgen einen kompletten Bericht durchgeben.

Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury, Seite 77

Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury thematisieren eine Kolonisierung des Mars. Erschienen ist der Roman 1950 und spiegelt somit Ängste und Vorstellungen der US-Amerikaner zur damaligen Zeit wieder. Ich bin auch kurz über die Beschreibung des Marshimmel als blau gestolpert, habe mich dann vom Impressum aber mal über das Erscheinungsjahr aufklären lassen.

Ansonsten hat mich das Buch direkt in seinen Bann geschlagen. Bisher habe ich über zwei erste Erkundungsmissionen zum Mars gelesen. Es war wahnsinnig spannend, auf welche Art und Weise diese jeweils durch die Interaktion mit den Marsbewohnern gescheitert sind. Ich bin mal gespannt, ob die dritte Mission, bei der ich gerade angelangt bin, mehr Erfolg haben wird.

Insgesamt umspannt das Buch die Jahre 1999 bis 2026. Das Marsbewohner und Menschen über diesen Zeitraum friedlich miteinander auskommen bezweifle ich gerade irgendwie, ich lasse mich mal überraschen, wie das Ganze ausgeht.

Das Buch könnt ihr bei uns auf deutsch oder englisch ausleihen, die genauen Infos findet ihr hier.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich die Blogaktion ausgedacht. Der „Mittendrin Mittwoch“ besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

 

Mittendrin Mittwoch #17

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: den „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Er schaute sich grimmig um. Überall Steine. Ein Planet der milliardenfach von Trümmern getroffen worden war. Und die Meteoriten fielen immer noch. Eines Tages würde eine der Städte einen Treffer erhalten. Er wandte sich um und blickte zurück. Nicosia sah wie ein in der Dämmerung leuchtendes Aquarium aus. Es würde keine Vorwarnung geben, alles würde sofort zertrümmert werden: Wände, Fahrzeuge, Bäume, Körper. Die Azteken hatten geglaubt, dass die Welt auf eine von vier Arten enden würde: Erdbeben, Feuer, Überschwemmung oder vom Himmel fallende Jaguare. Hier wird es kein Feuer geben. Auch kein Erdbeben und keine Flut, dachte er. Die Jaguare werden kommen.

Roter Mars von Kim Stanley Robinson, Seite 28

Während Frank Chalmers im Zitat darüber nachdenkt, wie die Städte des Mars durch Meteoriteneinschläge zerstört werden könnten, merkt man schon auf den ersten Seiten, dass das bei weitem nicht das eigentliche Problem ist. Das eigentliche Problem sind nämlich die Menschen, die dabei sind auf dem Mars eine neue Gesellschaft aufzubauen, ganz anders und natürlich besser als auf der Erde. So preist es zumindest einer der ersten Siedler des Mars in einer Rede an neue Marsbewohner an.

Es sind nur ein paar Seiten, die ich bisher gelesen habe aber die schaffen schon eine interessante Atmosphäre. Ich erwarte ja eher so eine abenteuerliche begeisterte Stimmung wenn ich an eine mögliche Marsbesiedlung denke. Hier wirkt das Ganze eher beklemmend. Die Besiedlung des Mars steht scheinbar noch ganz am Anfang aber schon entspinnen sich Konflikte und Intrigen unter den Siedlern.

Da kann ich mich wohl ziemlich gespannt an die restlichen 800 Seiten machen.

lga

Filmtipp: Arrival

Ein Science Fiction Film wie jeder andere könnte man meinen. Auf der Erde verteilt landen 12 riesige Raumschiffe, die Menschheit gerät zusehens in Panik, ob der Ankunft dieser seltsamen Objekte. Aussteigen tut aber erst einmal niemand.

Das vorrangige Problem ist hier die Verständigung. Um herauszufinden, was die Aliens wollen, wird die Sprachwissenschaftlerin Louise Banks, gespielt von Amy Adams, vom Militär um Hilfe gebeten und zum nächsten Raumschiff, dass lautlos über einer grünen Wiese in Montana schwebt, gebracht. Dort sollen sie und andere, wie der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner), einen Weg finden mit den Aliens zu kommunizieren.

Dass dieser Film kein x-beliebeiger Science Fiction Blockbuster ist, zeigt sich für mich vor allem darin, wie viel Wert hier auf dem Entschlüssen der Sprache der Aliens liegt. Sie kommunizieren mittels Kreisen, die wie zerlaufende Tintenkleckse anmuten. Diese Sprache und vor allem wie Louise Banks nach und nach immer mehr Details davon entschlüsselt ist unglaublich faszinierend und intensiv.

Auch die letztendliche Auflösung lässt einen staunend vor dem Bildschirm zurück und zeigt nocheinmal, dass Science Fiction Filme auch gut ohne großartiges Effektgewitter auskommen können.

Ich war sehr beeindruckt von der komplexen Geschichte und den tollen Schauspielern und keineswegs überrascht, dass bei den letzten Oscars eine Nominierung für den besten Film drin war.

Wo der Film bei uns in der Bibliothek zu finden ist erfahrt ihr hier.

lga

Andy Weir: „Der Marsianer“

Es ist die dritte von mehreren Marsmissionen, genannt Ares 3, die ganz anders verläuft als gedacht. Bereits am sechsten Tag nach der Landung auf dem Mars, muss die sechsköpfige Crew die Mission aufgrund eines sehr heftigen Sandsturms abrechen. Dabei wird einer von ihnen tödlich verletzt. Der Crew bleibt keine Zeit Mark Watneys Leiche zu finden und so starten sie ohne ihn. Doch Mark hat überlebt. Und befindet sich nun ganz allein auf dem Mars, wo er irgendwie versucht zu überleben…

Gut gefallen hat mit, dass man direkt mitten im Geschehen war. Die Geschichte beginnt aber nicht nur spannend, sie bleibt es auch kontinuierlich. Ob man nun Marks Logbucheinträge liest oder aus der Sicht von NASA-Mitarbeitern auf das Geschehen blickt, man klebt die ganze Zeit förmlich am Buch fest.

Ein großer Pluspunkt ist Mark Watney. Der war mir einfach richtig sympathisch. Vor allem, wie er selbst in den ausweglosesten Situationen noch Witze machen konnte war einfach zum Schießen. So gab es nicht nur viel Spannung, sondern auch eine Menge Witz. Des Weiteren war es immer wieder erstaunlich, auf was für verrückte Ideen Mark gekommen ist, um Probleme zu lösen und zu überleben. Auch das war oft herrlich unterhaltsam.

Sehr beeindruckend ist das Szenario an sich. Allein auf dem Mars zurück gelassen zu werden – das ist schon eine krasse Vorstellung. Der Autor hat das sehr authentisch rübergebracht, sodass man sich immer vorstellen konnte, dass das ganz genauso tatsächlich stattfinden könnte.

Alles in allem ist dies eine sehr spannende, beeindruckende und authentische Geschichte, die ich nur weiterempfehlen kann!

(Übrigens ist die Verfilmung mit Matt Damon aus dem Jahr 2015 auch sehr sehenswert!)

Der Film

„Der Marsianer“ (2015)

 

"Der Marsianer" von Andy Weir

„Der Marsianer“ von Andy Weir

 

 

 

 

 

 

 

lga