Familiensamstag / Jubiläum 10 Jahre am Neumarkt

Zusammen mit Euch möchten wir am 11. Juni gern 10 Jahre am Neumarkt feiern!

Von 11:00 bis 15:00 Uhr laden die Stadtbibliothek Bielefeld und das Stadtarchiv Bielefeld zu verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen ein. 

So lange der Vorrat reicht: Leckerer Platenkuchen und Getränke
Wann? Ab 11:00 Uhr | Wo? EG an der Haupttreppe

Unsere Bot-Familie stellt sich vor: Bee-Bots, Dash-Roboter, Ozobots & Co warten auf Euren Besuch. Für alle Neugierigen ab 4 Jahren. Ohne Anmeldung.
Wann? 11:00 – 15:00 Uhr, fortlaufend | Wo? EG vor der Bühne

Zusammen macht das Spielen Spaß: Der Verein Spielwiese lädt ein, neue und alte gute Brettspiele auszuprobieren! Für alle Spielfreudigen ab 4 Jahren. Ohne Anmeldung.
Wann? 11:00 – 15:00 Uhr | Wo? EG, Südlounge

Mal-Tisch für die Kleinen: Jetzt kann es bunt werden! Für alle kleinen Künstlerinnen und Künstler ab 0 Jahren. Ohne Anmeldung.
Wann? 11:00 – 15:00 Uhr | Wo? Kinderbibliothek

Das Bildarchiv Hermann Albrecht Insinger: Ein außergewöhnlicher Fotobestand stellt sich vor und lädt ein zur Zeitreise in die „Belle Époque“. Für alle Interessierten. Ohne Anmeldung.
Wann? 11:00 – 15:00 Uhr | Wo? 1. OG, Seminarraum

Großer Bücherflohmarkt: Romane, Kinderbücher und Sachliteratur. Für alle Lesebegeisterten ab 0 Jahren.
Wann? 11:00 – 15:00 Uhr | Wo? 1. OG, Ausstellungsfläche

Die eigene Familiengeschichte erforschen: Hilfsmittel und Quellen, die bei der Erstellung des eigenen Familienstammbaums helfen. Für alle Interessierten. Ohne Anmeldung.
Wann? 11:00 – 15:00 Uhr | Wo? 1. OG, Lesesaal des Stadtarchivs

Geschichtenzeit: Für alle, die gerne Geschichten lauschen. Ab 3 Jahren. Ohne Anmeldung.
Wann? 11:30 Uhr | Wo? 1. OG, Rotunde

Bibliotheksführung mit Magazinbesichtigung: 10 Jahre im neuen alten Haus am Neumarkt. Für alle Wissbegierigen ab 16 Jahren. Mit Anmeldung
Wann? 11:30 Uhr und 13:00 Uhr | Wo? Treffpunkt Empfangstresen

Die grosse Sauresani-Sause: Der Clown Rudolf gratuliert zum 10-jährigen Jubiläum mit einer Show in der Bibliothek! Für alle Leute von 4 bis 100 Jahren. Ohne Anmeldung.
Wann? 12:30 Uhr | Wo? EG vor der Bühne

Führung Stadtarchiv mit Magazinbesichtigung: Präsentation von Originalquellen zur Bielefelder Stadtgeschichte. Für alle Interessierten ab 12 Jahren. Mit Anmeldung.
Wann? 12:30 Uhr | Wo? 1. OG, vor der Ausstellungsfläche

Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung ist teilweise erforderlich. Für die jeweiligen Veranstaltungen könnt Ihr Euch hier anmelden.

Den Veranstaltungsflyer erhaltet Ihr hier[PDF/1,17 MB].

Es war einmal…

Diese Worte findet man oft als Einleitung für Märchen – uns dienen sie nun als Titel einer Ausstellung. Ab heute könnt ihr diese Ausstellung, in der es 111 historische Märchenbücher aus den Jahren 1800 bis 1950 zu bestaunen gibt, besuchen. Die Bücher stammen aus einer Schenkung des Bielefelders Heinrich Hartmut Stippich. Der ehemalige Schuleiter sowie Kinderbuchsammler schenkte der Stadtbibliothek Bielefeld bereits 2019 rund 13.000 Kinderbücher und erweiterte die Schenkung nun um den Märchenbuchbestand.

Die Ausstellung bereiten wir in Zusammenarbeit mit Heinrich Stippich nun schon seit Sommer 2020 vor. Eine lange Zeit, aber eigentlich sollte die Ausstellung auch schon im Dezember letzten Jahres starten, musste wegen des Lockdowns jedoch verschoben werden. Auch in diesem Jahr klappt nicht alles wie geplant, aber mittlerweile sind wir ja alle krisenerprobt: Die geplante Ausstellungseröffnung heute muss aufgrund der aktuellen Coronamaßnahmen der Stadt entfallen – aber die Ausstellung gibt es trotzdem zu sehen! In der Not geht es auch ohne feierliche Eröffnung. 🙂

Auf der Ausstellungsfläche im 1. Obergeschoss liegen die Märchenbücher in ihren Vitrinen. Da finden sich verschiedenste Ausgaben von Grimms Märchen. Zum Beispiel eine erste Ausgabe des 3. Bandes, der die wichtigsten Anmerkungen zu den Märchen enthält. Interessant ist die Ausgabe auch, weil es sich um ein unbearbeitetes Werk handelt, in welchem die gefalteten Rohbögen nach dem Druck zusammengeheftet und in einem schlichten Kartoneinband ungeschnitten erschienen und so erhalten blieben. Damals war es üblich, dann einen Buchbinder damit zu beauftragen, die Blätter zu beschneiden und sie in einem Einband nach Wahl zu binden.

Zu finden sind in unserer Ausstellung auch Ausgaben von Hans Christian Andersens Märchen. Eine Ausgabe von 1839 trägt sogar eine handschriftliche Widmung Andersens an einen Herrn Otto Warnecke aus Braunschweig. Sie trägt als Datum den 06. September 1869. Bei der Ausgabe handelt es sich um die erste Übersetzung der Andersen-Märchen aus dem Dänischen in eine andere Sprache.

Das waren nur zwei Beispiele, welche Schätze es in der Ausstellung zu entdecken gibt. Darüber hinaus gibt es vieles mehr: Märchenbücher von Ludwig Bechstein oder Wilhelm Hauff, Russische Volksmärchen, Jüdische Märchen oder auch „Auswahl norwegischer Volksmärchen und Waldgeister-Sagen“.

Alle Bücher der Ausstellung sind in unserem Katalog verzeichnet. Ihr findet sie dort unter dem Interessenkreis „Märchen Sammlung Stippich„. Aufgrund des hohen Alters sind die Bücher nicht ausleihbar, können aber zur Einsicht im Lesesaal bestellt werden.

Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 26. Februar 2022. Einen ausführlichen Einblick in die Ausstellung erhaltet ihr in unserer zugehörigen Broschüre:

lga

Lieblingsraum …

… was macht einen Lieblingsraum eigentlich aus? Mit dieser Frage werden wir uns in den kommenden Monaten eingehend beschäftigen. Denn – wir wollen gerne die Kinderbibliothek in der Stadtbibliothek am Neumarkt umgestalten. Und zwar nicht einfach irgendwie – nein, wir wollen dazu von euch erfahren, wie euer Wohlfühlraum aussieht. Wie sollte die Kinderbibliothek aussehen, welche Atmosphäre sollte sie ausstrahlen, damit sie eurem Lieblingsraum gleich kommt?

Ein Lieblingsraum ist laut Definition „ein Raum, in dem man sich gerne aufhält“. Es kann also jeder Raum sein oder werden, Hauptsache man fühlt sich wohl. Sei es in einem kleinen Lokal in der Stadt, im Geschäft um die Ecke oder das eigene Zuhause.

Um unsere Kinderbibliothek zu genau so einem Ort zu machen, möchten wir euch einladen an unserer Umfrage teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Antworten! 🙂

Ein ganz anderes Kochbuch

Heute möchte ich euch kurz ein Kochbuch vorstellen. Aber mal ein ganz anderes. Es geht um „Das Festmahl der Eroberer“ von Drew Smith. Wie der Name schon vermuten lässt, finden sich in dem Buch keine Käsekuchen- oder Salatrezepte. Zwölf Zutaten, die unseren Speiseplan grundlegend verändert haben, wie zum Beispiel Kartoffeln, Mais, und Kakao werden in diesem toll illustrierten Band vorgestellt.

Außerdem werden Themen behandelt, die für uns heute eigentlich gar kein Thema mehr sind. Aber früher war es eben nicht so einfach, das gerade erfundene Speiseeis aufzubewahren oder die Lebensmittel für die langen Überfahrten auf See haltbar zu machen. Diese Lernprozesse, aber auch das Leben der Sklaven auf den Plantagen und den Segelschiffen werden beleuchtet.

Für alle, die gerne ein typisches Rezept „von früher“ nachkochen wollen, gibt es beispielsweise das „Huhn mit 40 Zehen“- ich stutzte zuerst auch, aber es sind Knoblauchzehen gemeint. 😉

21 historische Rezepte laden mitunter zum Schmunzeln, aber auch zum Staunen ein.

Ihr findet das Buch in der Zentralbibliothek am Neumarkt unter der Signatur Xeo Smit.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

kwk

Bibliotheksgeschichte(n) – Das Rechnungsbuch

Zeit für die Bibliotheksgeschichte(n)!

Da wartete doch ein neues Objekt im „Museum“ meines Kollegen auf mich. Ich nenne es mal „das Rechnungsbuch“. Keine Ahnung, ob man das wirklich so genannt hat. Jedenfalls geht es bis 1976, ist also schon etwas älter und mit diesem wunderbar auffälligen Aufkleber versehen, seht selbst:

In diesem Buch wurden damals alles mögliche an Ausgaben verzeichnet, in DM versteht sich. 🙂 Seien es Ausgaben der Fernleihe für den Postversand, Handkassen oder Rechnungen, die Karstadt von uns beglichen haben wollte.

Am Ende des Jahres erfolgte dann die große Rechnerei und es musste natürlich alles gegenzeichnet werden. Ordnung muss sein. Irgendwann hat auch diesen Part die EDV übernommen. Aber ich muss schon sagen, damals wurde viel Wert auf sauberes Schreiben und Ordentlichkeit gelegt. Nicht auszudenken, wenn jemand ein Sternchen hier und ein Sternchen dort eingefügt hätte, man wäre vermutlich mit den Ein- und Ausgaben ganz schön ins Schleudern geraten! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann mir stundenlang schön von Hand geschriebene Seiten anschauen. Auch ohne genau zu wissen, worum es eigentlich geht. 😉

 

kwk

Klare Ansage(n)

Wir erleben ja so einiges. Vieles davon während des Publikumsdienstes. Manchmal seitens der Leser, manchmal schlägt uns die Technik ein Schnippchen, manchmal auch alles zusammen.
Auch die Bücher haben’s drauf, vor allem die älteren Jahrgänge. Auf dem einen klebte etwas, aus einem anderen fiel mir ein Zettel entgegen:

Die Schrift wird zum Ende des Satzes hin wirklich immer kleiner, es liegt nicht an meinem merkwürdigen, „oh-das-ist-interessant-ich-mach-schnell-ein-Foto-im-Vorbeigehen“- Kamerawinkel.

Scheinbar gab es früher auch schon Unholde, die nicht angemessen mit Bibliothekseigentum umgingen und man teilte ihnen schriftlich mit, was sich schickt und was nicht. Auch im Interesse ihres Wohlbefindens, wie folgende besorgte Ermahnung:

kwk

Faltkunst

Herzen, Hundepfoten, kurze Wörter, wie Lesen oder Danke, Katzen, Blumen – aus einfachen Buchseiten lassen sich – von leicht bis kniffelig – die schönsten Kunstwerke falten. Dazu braucht es auch gar nicht viel: ausgediente Bücher mit einer angemessenen Seitenzahl; sowie Bleistift, Lineal, Schere und Cuttermesser für die anspruchsvolleren Motive, die nicht nur gefaltet sondern auch ausgeschnitten werden.

In unserer FreitagsKreativReihe „Irgendwas is immer“ bieten wir seit einiger Zeit „Buchfaltkunst“ an. In dieser sind viele wunderbare Exemplare der oben genannten Motive entstanden. Die Vorlagen sucht überwiegend Christine Köhler als Leiterin der Veranstaltung aus. Manchmal bringen die Teilnehmer*innen aber auch eigene Ideen mit oder fragen gezielt nach Vorlagen.
Wie im Fall des Notenschlüssels. So wunderschön er aussieht, wenn er fertig ist, umso friemeliger ist aber der Weg dort hin: Denn die vielen Rundungen haben es in sich. Um diese hinzubekommen werden die einzeln Seiten nicht nur fein säuberlich gefaltet, sondern es wird auch sehr viel ausgeschnitten. Zu all dem Fingerspitzengefühl gehört aber auch noch ein großer Topf Geduld und Ausdauer. Denn auf Grund des Schwierigkeitsgrads ist es nicht gerade ein Projekt, das sich in einem Rutsch herstellen lässt. Rund fünf Stunden reiner Arbeitsaufwand sollten schon eingeplant werden.

Woher wir das wissen? Meine Kollegin Christine Köhler nimmt auch gerne die Herausforderung an und probiert die Ideen und Wünsche der Teilnehmer*innen oft auch selber aus. So war es auch bei dem Notenschlüssel. 🙂

Doch ich finde, Arbeit und Mühen haben sich in jedem Fall gelohnt. Und ein Plätzchen zum Verweilen hat der Notenschlüssel ebenfalls schon gefunden: Er ziert das Büro einer Kollegin und erfreut sie so gleichzeitig mit seiner Anwesenheit. Nur ab und an am Freitag muss er seinen Platz dort für ein paar Stunden verlassen – um sich bei „Irgendwas is immer“ zu präsentieren und vielleicht als Inspiration zu dienen.

 

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Gärtnern vor der Bibliothek

Vor kurzem ist der Neumarkt, an dem auch unsere Stadtbibliothek in Bielefeld Mitte liegt, neu gestaltet worden. Mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Bäume und Büsche gibt es jetzt.
Nur direkt vor unserem Eingang befindet sich ein recht steiniges Beet. Wie von Zauberhand sind dort nun aber ein paar grüne Pflanzen aufgetaucht!


Wir hoffen es geht Ihnen dort gut und sie gedeihen fleißig! Und wer weiß, vielleicht vermehren sie sich ja auch noch… 😉

lga

Bauarbeiten

Vor einigen Wochen durfte ich aus meinem alten Büro in ein neues umziehen. Die Vorteile überwiegen auf jeden Fall. So sitze ich nun nicht mehr allein, sondern mit einer sehr netten Kollegin im Büro und dieses ist daher auch geräumiger als vorher.

Der einzige Nachteil befindet sich vor meinem Fenster. Während über die Sommermonate der Baustellenlärm nur ein bisschen abgedämpft durch das gegenüberliegende Büro in mein altes Büro herüberwehte, ist die Baustelle nun auf eine andere Gebäudeseite umgezogen, und zwar auf die Seite, wo auch das neue Büro liegt. Ich bin der Baustelle also hinterher gezogen. 🙂

Bei den Bauarbeiten geht es darum, den Platz, den ihr auf dem Bild seht, attraktiver zu gestalten. Mehr Bäume sollen auf den Neumarkt und auch neue Bänke und Spielflächen. Im Endeffekt also sehr gut für mich, da ich dann eine schönere Bürofensteraussicht bekomme und man zum Beispiel die Bänke bestimmt auch gut für eine Mittagspause in der Sonne nutzen kann. Aber bis dahin werde ich mich wohl trotzdem noch das eine oder andere mal über – für die Ohren recht unangenehmes – Pflastersteine-Zurechtschneiden oder ähnliches ärgern. 😉

lga