Literaturtage 2017: Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten – Kristina Pfister

Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten | Roman

Moderation: Angelika Teller

Was fange ich an, wenn ich mit dem Studium fertig bin, aber noch lange nicht fertig für den sogenannten Ernst des Lebens? Alles scheint vorgezeichnet und verlangt nach Anpassung, und auch die Lebensläufe sollten lückenlos und erfolgversprechend sein.

Es waren drei Monate hier, dann drei dort, dann drei woanders, vierzig Wochenstunden und vierhundert Euro, während meine ehemaligen Kommilitonen Fotos von neuen Freunden, die sie auf Auslandssemestern kennengelernt hatten, von ihren neuen Errungenschaften, die sie sich von ihrem ersten Gehalt gekauft hatten, Bildern und Partys zum Studienabschluss ins Internet stellten… Ich wohnte in Wohnblöcken am Rande der Stadt und war ständig erkältet.

Das Leben scheint sinn- und ereignislos an Annika vorüberzuziehen. Sie ist Mitte zwanzig, hat einen Abschluss in Kulturwissenschaften, langweilt sich und ist dabei ziemlich einsam. Ihre gleichaltrige Nachbarin Marie-Louise hingegen verkörpert das genaue Gegenteil. Sie ist draufgängerisch, unvernünftig, leichtsinnig und planlos. Zwischen den beiden ungleichen Frauen entsteht eine enge Freundschaft und gemeinsam verbringen sie einen Sommer voller Dynamik. Für Annika ist es ein Aufbruch.

Musikalische Begleitung: Valentin Katter, Trompete/Flügelhorn und Nils Rabente am Flügel

Am 10.11.2017 | Literaturbühne im Erdgeschoss | Einlass ab 18.30 Uhr

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Dauerkarte 50 Euro.