Von hier wech – für euch da #7

Die Bielefelderin Melanie Busse war im Rahmen unseres Projekts „Von hier wech – für euch da“ bei uns zu ihrer allerersten Lesung überhaupt zu Gast. Eigentlich macht Melanie Busse Spiele für Kinder und Jugendliche. „Zum Donnergrummel“ ist ihr erstes Buch.

Wie funktioniert das eigentlich mit der Wut? Und was kann ich tun, wenn ich geärgert werde? 

In “Zum Donnergrummel“ begleiten wir Janne dabei, wie sie ihre Wut, ihren eigenen „Donnergrummel“, entdeckt und lernt mit ihm umzugehen. Das Buch erzählt eine ebenso phantastische wie alltagsnahe Geschichte für Kinder, die ihre Wut besser verstehen und ihre Schlagfertigkeit trainieren möchten.

Verlagstext

Im Video könnt ihr Melanie Busse beim Erzählen der Geschichte vom Donnergrummel lauschen.

Kinderbücher von Sasa Stanisic

Dass Saša Stanišić ein großartiger Erzähler ist, wissen wir nicht nur von seinen Romanen. Wir durften ihn einige Male in Live-Veranstaltungen auf der Bühne erleben, wie er aus seinen Büchern nicht etwa vorliest, sondern fast frei erzählt und sein Publikum in den Bann zieht. Da kann ich mir auch gut vorstellen, wie er mit seinem Sohn zusammen fabuliert und phantastische Geschichten für ihn und auch mit ihm zusammen erfindet. Nun, er hat einige davon auch für uns aufgeschrieben und zusammen mit der Illustratorin Katja Spitzer ein Kinderbuch zum Vorlesen und Zuhören daraus gemacht.

Buch und Hörbuch "Hey, hey, hey, Taxi!" von Sasa Stanisic, beide stehen auf einer Fensterbank; durch das Fenster sieht man Bäume und Gebäude

„Hey, hey, hey, Taxi!“ ist quitschebunt, nicht nur die Bilder, auch und vor allem die Geschichten. Auf der Suche nach einem Vorlesebuch für unsere Kinderveranstaltungen habe ich mir das Buch gleich gekauft, als ich davon hörte. Und dachte dann beim Lesen des „Vorortes“ (kein Schreibfehler!) etwas enttäuscht: Das ist vielleicht doch nicht das richtige.

Saša Stanišić empfiehlt, seine Geschichten als lose Vorgaben zu nutzen, da er sie ja speziell für seinen Sohn verfasst hat und sie aus seinen Erfahrungen leben; jeder Vorleser möge sie verändern und Variablen aus der eigenen Welt und der seiner Zuhörer daraus machen. Da ich aber normalerweise eine Vorleserin bin, die sehr am vorgegebenen Text klebt, schien dieses Konzept für mich weniger geeignet. Trotzdem habe ich es ausprobiert: Ich habe meinen Vater gebeten, den Zuhörer zu spielen und mir zu sagen, ob meine kleinen Improvisationsversuche ausreichen.

Was soll ich sagen: Ich liebe diese verrückten Geschichten, und meinem Vater gefiel es auch.

Da kommt ein Taxi, um den Ich-Erzähler abzuholen, denn er muss dringend irgendwohin: zum Hafen, zum Bahnhof, ja einmal auch in die Bibliothek. Aber am Ende jeder Geschichte kehrt er zurück: nach Hause zu dir – also zu dem Sohn des Erzählers, der immer wieder direkt angesprochen wird.

Tja, es ist klar, dass ich dieses Geschichtenende für ein Vorlesen vor vielen Kindern nicht verwenden kann. Dass viele Taxifahrten zu Orten aus Hamburg führen, stört nicht. Warum soll man die Kinder nicht mit auf eine Reise in eine andere Stadt nehmen? Ich würde mir eine kleine Einleitung einfallen lassen, vielleicht in Form einer neuen Rahmenhandlung. Und ich müsste mir die passenden Geschichten aussuchen und so ein Vorleseprogramm für ca. 20-30 Minuten erstellen. Das Einbeziehen der zuhörenden Kinder und das dafür notwendige Improvisieren werde ich üben müssen. Vielleicht hilft mir wieder mein Vater dabei. Aber die fantastisch-skurrilen Abenteuer mit den Schrumpfpiraten oder den auf einer Riesenwelle surfenden Bienen, mit einem kleinen Riesen namens Riesling oder einem Käsetaxi mit Maus als Fahrerin, von der man sich sogar bis zum Mond kutschieren lassen kann – ja, das ist es wert, ich will einmal etwas anderes ausprobieren, als nur Wort für Wort abzulesen.

Meine Kolleginnen haben sich übrigens in das Hörbuch hineingehört und begrüßen mich schon lachend mit „Odjo, odjo!“ – Das ist ein Zitat und gehört zu einer der lustigsten Figuren im Buch – natürlich ein Taxifahrer, einer von vielen. Mehr verrate ich jetzt aber nicht.

Und wenn Ihr glaubt, ich hätte hier schon die verrücktesten Figuren aufgeführt, dann ruft Euch selber ein Taxi und fahrt mit Saša Stanišić und seinem Sohn in alle Richtungen, die die Fantasie so zulässt: Ihr werdet Euch wundern. Hey, hey, hey Taxi! (Katalogdaten hier)

Mittlerweile gibt es schon ein neues Kinderbuch von Saša Stanišić. Prompt sind wir mitten in der Pandamie. 😉 Ha! Nein, wieder kein Schreibfehler. Da sind nämlich Panda-Bären mit ihrer Lieblingsspeise Bambus. Doch ein Panda aus China, der natürlich Nicht-Peter heißt, weil Pandas aus China natürlich nicht Peter heißen, macht die großartige Entdeckung, dass man mit Bambus auch Töne erzeugen kann: Musik. Und mit mehreren zusammen macht das Musizieren richtig Spaß. Also wird eine Panda-BPand gegründet. … – Damit wäre schon mal das Wortspiel im Titel erklärt. In der Geschichte gibt es noch mehr von diesen Sprachspielereien und vom umwerfend-fantasiereichen Humor des Saša Stanišić.
Sicher demnächst auch in der Stadtbibliothek.

Kinderbuch "PandaPand: Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten" von Sasa Stanisic

Nachtrag 30.11.2021: Ja, Buch und Hörbücher der „PandaPand“ sind geliefert,
müssen zum Teil aber noch eingearbeitet werden.
Hier findet Ihr die Katalogdaten.

Am 19. November 2021 ist übrigens der Bundesweite Vorlesetag.

Was auch immer Ihr heute vorlest, ob herrlich verrückt oder knuddelig-verspielt, habt viel Spaß dabei. 😉

HilDa

Logo für den Bundesweiten Vorlesetag

Von hier wech – für euch da #5

Im letzten Jahr haben wir mit einigen Kinderbuchautor*innen aus der Region Videos für YouTube aufgenommen, um die veranstaltungsfreie Coronazeit etwas zu überbrücken.

Heute stelle ich euch die fünfte Lesung aus dieser Reihe vor. Dazu waren Cordula und Rüdiger Paulsen bei uns zu Besuch. Die beiden schreiben – wer kennt sie nicht – Pixi-Bücher. Die kleinen Bilderbüchlein beschäftigen sich mit allen möglich Themen.

In Ritterfrühling liest uns Rüdiger zuerst Pixis Lieblingsgeschichte (der ist natürlich auch dabei) vor. Die handelt von Ritter Rudolph Klapperkarl. Nach einem ereignislosen Winter gibt es für Ritter Rudolph im Frühling endlich wieder etwas zu tun: zum Beispiel Räuber oder Drachen jagen! Sein erstes Abenteuer nimmt dabei für ihn eine überraschende Wendung.

Freche Frieda Hütchenblau ist die zweite und Cordulas Lieblingsgeschichte. Frieda hat eine ziemlich große Klappe und allerhand drängende Fragen: Können Dreckspatzen auch fliegen? Und warum fällt der Mond nicht runter? Und auch sonst ist in Friedas Leben allerhand los.

Es folgt Rüdiger Lieblingsgeschichte: Drei Monster in der Schule. Die drei kleinen Monster wohnen bei Benni unterm Bett. Normalerweise hören sie sehr gut auf Benni. Doch als der seinen ersten Schultag hat, tauchen die Monster plötzlich vor seinem Klassenzimmer auf. Sie wollen auch zur Schule gehen und schlau werden!

Geschichtenzeit

Die Geschichtenzeit in der Kinderbibliothek startet wieder! Ehrenamtliche lesen Geschichten für 3-6jährige Kinder und ihren Eltern. Es geht los am Samstag, 3.7., wie immer um 11.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird allerdings nicht wie gewohnt im Kinderzimmer stattfinden, sondern auf der Fläche vor der Bühne, dort haben wir ausreichend Platz, um genügend Abstand zu halten.

Vorlesetipp: Lappland

Gerne sei dieser prächtige Bildband allen empfohlen, die Naturfotografie und die fantastische Landschaft im hohen Norden Europas lieben. Aber ein Buch über das Naturparadies Lappland als Vorlesetipp? Nun, dazu wurde es durch meine Besuche bei einem älteren Herrn. Früher ist er viel gereist, besonders gerne in die skandinavischen Länder und nach Finnland, allein oder zu zweit, meist auf eigene Faust mit seinem Bulli. Heute sind seine Erinnerungen etwas verwirrt. Aber wenn er erzählt, ist es doch egal, ob seine großartigen Abenteuer wirklich erlebt oder Phantasie sind, er erzählt gerne über seine Reisen, nur das ist wichtig.

Der Bildband war ein Geschenk seiner Kinder. Damals war er wohl nicht wirklich interessiert an dem Buch, schön, ja, aber es taugte weniger zur Vorbereitung der nächsten Reise und Fotos hatte er selbst genug gemacht. Das Buch wanderte ins Regal.

Wenn er heute gemeinsam mit seiner Tochter in dem Buch blättert, glaubt er alles auf den Bildern wiederzukennen: Jaja, da sei er überall gewesen. Wenn man an diesem Felsen rechts vorbei gehe, so erzählt er voller Überzeugung, könne man das Meer sehen. Und als er bei dem Foto eines Adlers zwei ineinander verschränkte Greifvögel zu erkennen glaubt, wischt er den geäußerten Zweifel mit den Worten fort: „Ich muss es doch wissen, ich habe das Foto ja schließlich gemacht!“ Die Personen auf den Bildern am Ende des Buches kennt er natürlich persönlich, ihm fallen nur die Namen gerade nicht ein.

Und dann erzählt er von langen Wanderungen an der norwegischen Küste entlang, Übernachtungen unter freiem Himmel, den drei Elchen, die beim Aufwachen neben ihm gelegen hätten. Er fährt mit dem Finger über die Landkarte, um den Weg nachzuzeichnen.

Beim etwas hektischen Hin-und-Her-Blättern in dem Buch kommt er natürlich immer wieder auf die selben Bilder und Karten – nur seine Geschichten sind dann plötzlich ganz andere.

Ab und zu tippt er mit dem Finger auf einen Bilduntertitel; weil er gerade keine Brille aufsetzen mag („Ich brauch‘ keine Brille!“), soll die Tochter kurz vorlesen. Dann irritiert ihn der Text vielleicht für einen kurzen Moment (Aha, das ist also doch nur ein Adler? Ja klar, eine optische Täuschung eben!). Aber meist nickt er wissend. Er akzeptiert auch, dass die Menschen auf den Fotos am Ende Fotografin und Autor des Buches sind und sicher keine Reisebekanntschaften.

Ach, er würde so gerne noch einmal dort hoch fahren und alles wieder selbst sehen und erleben.

Fotos oder eben auch so ein Bildband können wunderbar helfen, einen Menschen mit Demenz zum Erzählen zu bringen. Es geht hier nicht um das Vorlesen im eigentlichen Sinn des Wortes, vielmehr soll ein Anlass zum aktiven Erzählen geboten werden. Das gemeinsame Lesen der Texte kann das unterstützen, die Bilder sind aber der entscheidende Ansatz. Es reicht, wenn man ein Buch auswählt, das den Interessen des alten Herrn entspricht und Erinnerungen wecken kann.

Ausschnitt aus dem Regal „Schaufenster Bielefeld“ des Stadtarchivs

Das kann z. B. auch ein Fotoband über die alte Heimatstadt sein (zum alten Bielefeld und seinen Stadtteilen, aber auch zu anderen Städten und Gemeinden in der Region findet man viel in der Landesgeschichtlichen Bibliothek des Stadtarchivs, ausleihbar mit der Bibliothekskarte). Gerade die Erinnerungen aus Kindheit und Jugend sind bei Menschen mit Demenz noch sehr präsent, sie erkennen die Orte auf den alten Bildern, erzählen über eigene Erlebnisse oder Spielgefährten aus der Vergangenheit, sie wissen, was im Krieg zerstört wurde, wo welches Geschäft war …

Oder man nimmt ein Buch über irgendein Interessengebiet des alten Herrn: VW-Bullis, die Länder, durch die er einst gereist ist, das Handwerk, das er als junger Mann erlernt hat – darüber gibt es Bücher mit Fotos und Zeichnungen, erzählen kann er dann selbst.

Dabei darf man nicht unbedingt eine lineare, wahrhaftige Geschichte erwarten. Man kann schon mal vorsichtig nachfragen, sollte aber möglichst nicht viel korrigieren, egal welche Sprünge der Erzähler macht und wie unglaubwürdig seine Reiseerlebnisse auch werden. Wenn er auf dem Bild einen zweiten Adlerkopf sieht, dann ist das eben so. Wenn er auf seinen Reisen so nebenbei und schon nach wenigen Wochen die Sprache der Samen gelernt haben will, dann ist das eben so. Wenn er ganz allein vom Nordkap bis nach Spanien, zu Fuß! – na, dann lassen wir ihn doch einfach weiter fabulieren.

Und wenn er dann das Buch zuklappt und mit einem zufriedenen Seufzer erklärt, dass er dieses Buch liebe und immer wieder gern darin blättere, dass es nicht zurück ins Regal, sondern für ihn griffbereit liegen solle, ja dann freut sich auch die Tochter, die es ihm einst geschenkt hatte. War also doch genau das richtige.

Die Daten zum National-Geographic-Bildband „Lappland: das Alaska Europas“ von Erlend Haarberg und Orsolya Haarberg findet Ihr hier.

HilDa

Unsere digitale Nacht der Bibliotheken

Vor ein paar Tagen haben wir euch schon unser Kunstprojekt zur Nacht der Bibliotheken vorgestellt (da könnt ihr gerne noch mitmachen, wir haben die Abgabefrist bis zum 19.03. verlängert 🙂 ). Um 18 Uhr wird die Nacht der Bibliotheken am 19. März dann auch mit der Vorstellung der Ergebnisse aus dem Kunstprojekt beginnen.

MAGISCHES BASTELN

Von 18.30 bis 19.15 Uhr und von 20.00 bis 20.45 Uhr können Kinder ab 6 Jahren jeweils mit uns Zauberstäbe basteln! Die Bastelaktion wird per Zoom stattfinden, eine vorherige Anmeldung ist dafür nötig. Und damit alle Teilnehmer_innen auch das nötige Bastelmaterial zur Hand haben, kann dies ab dem 15.03. in der Stadtbibliothek am Neumarkt abgeholt werden.

GUTE NACHT!

Um 19.30 Uhr wird es eine Gutenachtgeschichte per Video auf YouTube geben. Die Geschichte wird eine Mitarbeiterin aus der Stadtteilbibliothek Schildesche vortragen – aber nicht allein! Begleiten wird sie ihr Hund Buddy, der schon oft bei Veranstaltungen mitgewirkt hat.

PROJEKTE AUS STIEGHORST

Die Kolleginnen aus Stieghorst melden sich um 20.30 Uhr und stellen ihre Geschichtensäckchen und den Glasschneider vor. Damit kann man tolle Upcycling-Projekte aus alten Glasflaschen gestalten. Das Video wird ebenfalls auf YouTube Premiere feiern.

3D-DRUCKER

Per Zoom stellen wir um 21 Uhr unseren 3D-Drucker vor. Wir erzählen kurz etwas über den 3D-Druck allgemein und zeigen euch dann, wie unser Drucker funktioniert. Dafür ist eine Anmeldung hier nötig. Den Zoom-Zugang erhaltet ihr dann ein paar Tage vorher.

IM MAGAZIN

Parallel wird ebenfalls um 21 Uhr ein weiteres Video online gehen. Darin werden wir euch mitnehmen in die Tiefen der Bibliothek. Der ein oder andere hat es vielleicht schon mal erlebt – ein Buch, das ihr gerne ausleihen wolltet, hatte den Standort Magazin und musste erst einmal von dort bestellt werden. Falls ihr euch schon immer mal gefragt habt, wie es dort unten im Magazin aussieht und welche Schätze sich dort verbergen, schaut doch mal rein!

Damit ihr während der Videos mit uns in Kontakt treten könnt, werden wir die Social Media Kanäle von 18 bis 22 Uhr bedienen. Auf Instagram, Facebook, Twitter oder YouTube könnt ihr uns Fragen und Kommentare dalassen. Wir freuen uns auf euch!

Von hier wech – für euch da #4

Der vierte Gast unserer im Frühjahr 2020 in Kooperation mit dem Kulturamt ins Leben gerufenen Videolesereihe „Von hier wech – für euch da“ war Stefan Schwinn.

Der hat uns vom kleinen Ritter Apfelmus berichtet. Apfelmus wohnt auf der Burg von Ritter Rudolph und seiner Bande. Eines Tages kommt Tante Tusnelda mit Tochter Lotta zu Besuch auf die Burg. Kein ganz einfacher Besuch. Und dann häufen sich auch noch die seltsamen Ereignisse. Spukt es etwa auf der Burg?

Die Bücher rund um den kleinen Ritter Apfelmus und andere Geschichten von Stefan Schwinn könnt ihr auch bei uns ausleihen. Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Von hier wech – für euch da #3

Die Video-Lesereihe „Von hier wech – für euch da“ geht weiter mit der Bielefelder Autorin Andrea Gehlen. Sie hat uns aus dem Manuskript ihres noch nicht erschienenen Buchs Mission Monty vorgelesen. Neben Kinderbüchern schreibt Andrea Gehlen auch Krimis und ist als Dozentin für kreatives Schreiben tätig.

In Mission Monty erzählt Andrea Gehlen von der zwölfjährigen Luise. Die hat ein ganz besonderes Talent, denn alles was sie malt wird für kurze Zeit lebendig. Nur ist sie über diese Fähigkeit nicht so erfreut wie man meinen könnte. Als dann auch noch ihr Mischlingshund Monty entführt wird, wird die Lage für Luise richtig schlimm!

Zum Schluss des Videos beantwortet uns Andrea Gehlen noch drei spannende Fragen und berichtet unter anderem was ihre liebsten Geschichten waren als sie selbst noch ein Kind war und singt uns dann sogar noch etwas vor! Schaut selbst:

Die Bücher von Andrea Gehlen (zumindest die, die schon erschienen sind) könnt ihr übrigens auch bei uns ausleihen.

lga

Von hier wech – für euch da #2

Während des ersten Lockdowns haben wir in Kooperation mit dem Kulturamt eine Lesereihe unter dem Titel „Von hier wech – für auch da“ gestartet. Wir luden KinderbuchautorInnen aus der Region ein, und baten Sie um eine Lesung vor der Kamera. Diese Lesungen möchten wir euch in nächster Zeit genauer vorstellen, denn auch jetzt haben wir wieder keine Möglichkeit live einem Autoren oder einer Autorin zu lauschen. Die erste Lesung mit Sabine Lipan haben wir euch bereits auf dem Blog vorgestellt und hier findet ihr die Lesung um ein geklautes Hühnerei bei YouTube zum Anschauen.

Heute soll es aber um die Lesung von Christian Tielmann gehen. Er hat uns sein Buch Der Tag, an dem wir Papa umprogrammierten, für Kinder ab 7 Jahre, mitgebracht. Darin entdecken Jolante und Carlo, dass der Papa, der während Mamas Abwesenheit auf sie aufpassen soll, gar nicht ihr echter Papa, sondern ein Roboter ist! Und nachdem sie den An- und Aus-Schalter gefunden haben, bekommen sie auch schnell heraus, wie man den Roboter-Papa neu programmieren kann. Das kann lustig werden!

Schaut doch mal rein in die Geschichte um den programmierbaren Papa, die Christian Tielmann mit viel Leben und Witz füllt!

Der Tag an dem wir Papa umprogrammierten und andere Bücher von Christian Tielmann findet ihr auch zur Ausleihe bei uns vor Ort oder in der Onleihe.

lga

Vorlesetipp: Onkel Tobi

Darf ich vorstellen ?  Das ist „Onkel Tobi“!

Dies ist ein Kinderbuch, das mitten in der Angebotsvielfalt auf dem Kinderbuchmarkt ganz außergewöhnlich ist, so ganz normal altmodisch und gleichzeitig ungewöhnlich nett.

Es geht um einen Onkel, dessen Alter wir auch nach sechzigmal Vorlesen nicht herausgefunden haben, sagen wir mal er ist 50+…  Und er lebt in einer ganz normalen und schön gemütlichen Welt, wo man noch mit dem Pferdewagen in die Stadt einkaufen fährt und über die Straßenpflaster rattert, zum Geburtstag das Zimmer renoviert und aus Möbeln einen Parcours baut, eine Landpartie nach Bullerau unternimmt und sehr viel Zeit mit den Kindern aus der Nachbarschaft verbringt…
Und dabei entstehen viele nette lustige Abenteuer in Vers-Form.

Zum Vorlesen ganz wunderbar: schöne Melodie, schöner Text und ein ganz netter Onkel, der uns alle zurück in die Kindheit mitnimmt.

Hier als kleine Vorkost dazu, passend zu der Jahreszeit und mit einer Empfehlung zur Kinderbeschäftigung, falls mal die Kita wieder geschlossen hat:

Weil man, wenn es draußen regnet,
nur im Zimmer spielen kann,
zeigt der Onkel auch den Kindern,
was man alles malen kann.

Pinsel, Farben und Papier
hat der Onkel immer hier.
Sonne, Wolken, Mond und Sterne
malt er ganz besonders gerne,
(…)

Viele sonderbare Sachen
gibt’s in Onkel Tobis Haus,
hier packt er soeben seine
alte Puppenkiste aus:

(…)

Iulia Capros

Die Geschichten mit Onkel Tobi sind Vorleseklassiker aus den 60er- und 70er-Jahren, geschrieben von Hans Georg Lenzen, illustriert von Sigrid Hanck. In unserem Magazin sind noch zwei alte Bände vorhanden und ausleihbar.
Die Ausgabe mit allen Onkel-Tobi-Geschichten in einem Band ist gerade neu eingearbeitet und steht bei den Vorlese-Bilderbüchern in der Kinderbibliothek.
Die Katalogdaten hier.