Faltkunst

Herzen, Hundepfoten, kurze Wörter, wie Lesen oder Danke, Katzen, Blumen – aus einfachen Buchseiten lassen sich – von leicht bis kniffelig – die schönsten Kunstwerke falten. Dazu braucht es auch gar nicht viel: ausgediente Bücher mit einer angemessenen Seitenzahl; sowie Bleistift, Lineal, Schere und Cuttermesser für die anspruchsvolleren Motive, die nicht nur gefaltet sondern auch ausgeschnitten werden.

In unserer FreitagsKreativReihe „Irgendwas is immer“ bieten wir seit einiger Zeit „Buchfaltkunst“ an. In dieser sind viele wunderbare Exemplare der oben genannten Motive entstanden. Die Vorlagen sucht überwiegend Christine Köhler als Leiterin der Veranstaltung aus. Manchmal bringen die Teilnehmer*innen aber auch eigene Ideen mit oder fragen gezielt nach Vorlagen.
Wie im Fall des Notenschlüssels. So wunderschön er aussieht, wenn er fertig ist, umso friemeliger ist aber der Weg dort hin: Denn die vielen Rundungen haben es in sich. Um diese hinzubekommen werden die einzeln Seiten nicht nur fein säuberlich gefaltet, sondern es wird auch sehr viel ausgeschnitten. Zu all dem Fingerspitzengefühl gehört aber auch noch ein großer Topf Geduld und Ausdauer. Denn auf Grund des Schwierigkeitsgrads ist es nicht gerade ein Projekt, das sich in einem Rutsch herstellen lässt. Rund fünf Stunden reiner Arbeitsaufwand sollten schon eingeplant werden.

Woher wir das wissen? Meine Kollegin Christine Köhler nimmt auch gerne die Herausforderung an und probiert die Ideen und Wünsche der Teilnehmer*innen oft auch selber aus. So war es auch bei dem Notenschlüssel. 🙂

Doch ich finde, Arbeit und Mühen haben sich in jedem Fall gelohnt. Und ein Plätzchen zum Verweilen hat der Notenschlüssel ebenfalls schon gefunden: Er ziert das Büro einer Kollegin und erfreut sie so gleichzeitig mit seiner Anwesenheit. Nur ab und an am Freitag muss er seinen Platz dort für ein paar Stunden verlassen – um sich bei „Irgendwas is immer“ zu präsentieren und vielleicht als Inspiration zu dienen.

 

kte

Coronavirus: Öffnungszeiten, Ausleihfristen & Co

Nun sind die Auswirkungen des Coronavirus auch bei uns angekommen: ab sofort finden bis Ende April keine Veranstaltungen mehr in der Stadtbibliothek am Neumarkt und in den Stadtteilbibliotheken statt. Außerdem sind die ehrenamtlich geführten Bibliotheken in Baumheide, Dornberg, Heepen und Jöllenbeck ab Montag, den 16.03.2020, bis auf Weiteres geschlossen. In der Bibliothek am Neumarkt sowie in Brackwede, Schildesche, Sennestadt und Stieghorst sind wir weiterhin wie gewohnt für euch da.

Wir sind ein bisschen traurig über all die tollen Veranstaltungen, die ausfallen müssen, wollen aber natürlich unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten. Es ist jetzt wichtig, dass sich das Virus langsam ausbreitet, sodass unser Gesundheitssystem bestmöglich damit umgehen kann.

Außerdem haben wir die Leihfristen bis Anfang Mai verlängert. Wer momentan also lieber zuhause bleiben möchte oder sonst immer in den ehrenamtlichen Stadtteilbibliotheken abgibt, braucht sich keine Sorgen um anfallende Gebühren oder dergleichen zu machen.

Weitere Infos rund um das Coronavirus findet ihr zum Beispiel beim Bundesministerium für Gesundheit.

Wir halten euch auf dem Laufenden, falls es neue Entwicklungen bei uns gibt.

Bleibt gesund! 😉

SchreibRaum 2020

eine Schreibwerkstatt für Jugendliche von 14-18 Jahren

Logo SchreibLandNRW 2020

 

Erfindest Du gerne Geschichten?

Geht Deine Fantasie manchmal mit dir durch?

Hast Du Lust mit professioneller Unterstützung Deinen eigenen Schreibstil zu entwickeln?

 

 

In unserer Schreibwerkstatt kannst Du Dein Hobby mit anderen teilen. Hier triffst Du die Autorin Andrea Gehlen und schreibst mit ihrer Unterstützung Deine eigenen Geschichten. Mögliche Themen des Workshops sind u. a.:

      • Wie entwerfe ich Figuren, für die sich der Leser interessiert?
      • Aufbau von Kurzgeschichten und Hollywood-Blockbustern
      • Wie erzeuge ich Spannung?
      • Eine Geschichte so schreiben, dass beim Leser ein Film im Kopf läuft
      • Tipps und Tricks fürs öffentliche Vorlesen

Es entstehen individuelle Texte, die im Rahmen der Abschlussveranstaltung einem Publikum vorgetragen werden.

Der Workshop für 14- bis 18-Jährige beginnt am 28. März um 12 Uhr in der Stadtbibliothek am Neumarkt. Er umfasst insgesamt 10 Termine á 90 Minuten jeweils samstags.
Höhepunkt wird dann die Abschlussveranstaltung am 20.06.2020 in der Stadtbibliothek.

Die Teilnahme am Workshop SchreibRaum 2020 kostet 25,- €.

Hier alle Termine: 28.03., 04.04., (kein Termin in den Osterferien), 25.04., 02.05., 09.05., 16.05., 23.05., 30.05., 06.06., 13.06.
Abschlussveranstaltung: 20.06.2020

Der Workshop wird geleitet von der Bielefelder Schriftstellerin Andrea Gehlen.

(c) Andrea Gehlen

Andrea Gehlen lebt in Bielefeld, ist verheiratet, hat drei Kinder und einen kleinen Hund. Sie arbeitet als Autorin von Kinderbüchern, Kurzkrimis, Büchern mit Audioergänzung und als Dozentin für kreatives Schreiben. Bislang hat sie sieben Kinderbücher und zahlreiche Kurzkrimis veröffentlicht. Zwei davon wurden mit einem Preis ausgezeichnet.
Im Internet findet man sie hier.

 

Interessenten an SchreibRaum 2020 können sich hier anmelden:

Ansprechpartner: Dagmar Hillebrand
E-Mail: dagmar.hillebrand@bielefeld.de
oder direkt in der Zentralbibliothek am Neumarkt; Tel.Nr.: 0521/51-5000.
Ihr könnt Euch auch direkt online über unsere Website anmelden hier, dann bitte den Termin 28. März heraussuchen, anklicken und die gewünschten Daten eingeben.

Bitte meldet Euch möglichst bald an, damit wir einschätzen können, ob der Kurs überhaupt stattfinden kann, auch wenn der Bewerbungsschluss erst der 24. März ist.

 

Diese Werkstatt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von SchreibLand NRW – einer Initiative des Verbands der Bibliotheken des Landes NRW und des Literaturbüros NRW.

HilDa

Vorlesen in Leichter und Einfacher Sprache

Der Bundesweite Vorlesetag war bereits Mitte November, aber ich möchte hier noch einen Bericht über eine Veranstaltung nachreichen. Die Stadtbibliothek am Neumarkt war nur Veranstaltungsort und zusammen mit der Volkshochschule Bielefeld Kooperationspartner; hauptverantwortlicher Veranstalter war Alles klar für alle – das Büro für Leichte Sprache.
Ich muss gestehen, bis zu den Vorbereitungen dieser Lese-Veranstaltung wusste ich gar nicht, dass es ein Büro dieser Art in Bielefeld gibt (seit 2018; Träger ist die Diakonische Stiftung Ummeln). Dabei widmen wir uns schon seit vielen Jahren dem Thema Alphabetisierung, bieten Medien zum leichten Lesen für Erwachsene und Jugendliche an und haben auch bereits so einige Lesungen für die Teilnehmer der Alphabetisierungskurse der VHS mitorganisiert.

Es gibt eine EU-Richtlinie über die Barrierefreiheit von Internetangeboten öffentlicher Stellen (mehr dazu hier), das heißt, es gibt bzw. wird bald gesetzliche Vorgaben geben. Angebote in Leichter Sprache dienen der Inklusion und der barrierefreien Information; aus unterschiedlichen Gründen ist das für viele Menschen hilfreich und notwendig. Für Leichte Sprache gilt ein eigenes Regelwerk. Das Büro für Leichte Sprache übernimmt das Übertragen von Texten aus der Standardsprache in Leichte Sprache, z. B. für Flyer, Briefe, Formulare oder Internetseiten, und bietet auch Schulungen an. Wer mehr zu den Angeboten wissen möchte, findet die Webseite hier.

Erzählungen in Leichter und in Einfacher Sprache sollen Geschichten für alle zugänglich machen. „Lesungen sind auch für Menschen mit Einschränkungen oder geringen Deutschkenntnissen eine ganz tolle Sache und finden in Einfacher oder Leichter Sprache noch viel zu selten statt“, erklärte Stephanie Blume von Alles klar für alle. Nicht zuletzt deshalb war der Bundesweite Vorlesetag am 15.11. ideal als Termin – und die Bibliothek als Veranstaltungsort passte natürlich auch wunderbar.

Drei Bielefelder Prominente lasen Texte vor:

Regina Kopp-Herr

Regina Kopp-Herr, Mitglied der SPD-Landtagsfraktion in NRW, las einen Auszug aus der Leichte-Sprache Fassung des Erfolgsbuches „Ziemlich beste Freunde“ (nach dem autobiografischen Roman von Philippe Pozzo di Borgo, in einer Bearbeitung von Sonja Markowski).

 

Marion Döbert

Marion Döbert, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. und leitende Mitarbeiterin der VHS Bielefeld, trug eine von ihr verfasste Weihnachtsgeschichte vor.

 

Fabian Kunze, Profi bei Arminia Bielefeld, liest vor

Und als Überraschungsgast kam Fabian Kunze von Arminia Bielefeld. „Lesen verbindet“, meinte der junge Profi-Fußballer zu seinem Engagement; er las passend zum Vorlesetag-Motto „Sport und Bewegung“ eine Geschichte darüber vor, wie ein Arminen-Trikot zwei Menschen glücklich macht. Und nach der Lesung gab er auch noch geduldig Autogramme und beantwortete Fragen. Ein Heimspiel für ihn.

Ungefähr 70 Gäste lauschten den Vorlesern. In den Pausen war Raum für Gespräche, einen kleinen Snack, und man konnte am Büchertisch des Spaß am Lesen Verlags ein Angebot an Büchern in Einfacher Sprache kennen lernen.

Wer selbst Bücher in Einfacher Sprache lesen oder vorlesen möchte, findet bei uns weit über 100 Bücher, die meisten in der Zentralbibliothek am Neumarkt: In der Roman-Abteilung im Erdgeschoss ist ein Regal entsprechend beschriftet, außerdem gibt es leichte Lektüren in der Sprachen-Abteilung im 1. Obergeschoss – in verschiedenen Sprachen und natürlich auch in Deutsch in der Interkulturellen Bibliothek.

HilDa

 

 

Ein Abend mit Olga Tokarczuk

Um kurz nach 13 Uhr am 10. Oktober 2019 war großer Jubel auf den Gängen der Bibliothek zu vernehmen. Auf mehreren Bildschirmen wurde live die Übertragung der Vergabe des Literaturnobelpreises verfolgt. Schwedisch sprechen wir zwar nicht, den Namen Olga Tokarczuk haben wir dann aber doch verstanden. Die Freude über den Preis für Olga Tokarczuk war also groß, auch, weil sie zu dem Zeitpunkt schon im Auto, auf dem Weg nach Bielefeld, saß. Denn am Abend um 20 Uhr war sie für eine Lesung, im Rahmen unserer Literaturtage, bei uns zu Gast.

Schon einige Tage vorher tauchte Olga Tokarczuks Name als Favoritin für den Nobelpreis auf, sodass wir im Voraus schon die ein oder andere Überlegung anstellten. Dass sie den Preis dann aber wirklich gewonnen hat, hat uns doch überrascht. Wer rechnet auch schon mit einem solchen Zufall. 🙂

Mir ist Olga Tokarczuk durch die Vorbereitungszeit auf die Literaturtage nun schon gut bekannt. Auch ein Buch habe ich von ihr schon mit Begeisterung gelesen. Aber allen, die sie noch nicht kennen möchte ich sie und ihr aktuelles Buch einmal in Kürze vorstellen.

Olga Tokarczuk wurde 1962 geboren, studierte in Warschau Psychologie, lebt im südpolnischen Eulengebirge und ist heute eine bedeutende europäische Schriftstellerin des magischen Realismus. Für Ihren Roman Unrast erhielt sie 2018 den Man Booker International Prize.
Ihr jüngster Roman „Die Jakobsbücher“ erschien am 01.10.2019 auf deutsch, in Polen schon 2014. Der Roman handelt von Jakob Frank, eine der bedeutendsten Figuren, des 18. Jahrhunderts. Den einen galt er als Weiser und Messias, den anderen als Scharlatan und Ketzer. Als Anführer einer mystischen Bewegung, der Frankisten, war Jakob fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, endlich für die Moderne zu öffnen. Olga Tokarczuk zeichnet das schillernde Porträt dieser kontroversen historischen Figur und das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne.
Wegen dieses Romans erhielt Olga Tokarczuk Todesdrohungen von nationalistischen Fanatikern und benötigte einige Zeit lang Leibwächter. „Diese Hass-Reaktion hat sich nicht unmittelbar auf das Buch bezogen, sondern auf meine Aussage im Fernsehen, dass die Polen sich auch den dunklen Kapiteln in ihrer Geschichte stellen müssen. Auch die Polen haben Juden ermordet, sie haben im Osten kolonialisiert, und die Landbevölkerung musste feudalen Frondienst leisten, der sehr an Sklaverei erinnert. So habe ich das auch genannt. Das hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Man hat mir dann vorgeworfen, ich würde lügen und mein Land verraten. Und das Buch widerspricht nun der offiziellen Darstellung eines mono-ethnischen, heldenhaften Polens, in der die Polen immer nur Opfer, aber nie auch Täter sind“, erklärt Olga Tokarczuk.

Auch dieses Buch würde mich reizen zu lesen, auch wenn es mit über 1000 Seiten eine schwere Lektüre im wahrsten Sinne des Wortes ist. Es erscheinen demnächst aber auch noch weitere Bücher von ihr auf deutsch, die ebenfalls interessant klingen.

Auf die Lesung mit Olga Tokarczuk habe ich mich auch schon vor dem ganzen Nobelpreistrubel sehr gefreut. Sie war bereits zweimal in der Stadtbibliothek zu einer Lesung eingeladen. Kollegen sprachen von diesen Lesungen und der Autorin so positiv, dass ich schon ganz gespannt war auf den Abend mit ihr.

Durch den Nobelpreis wurde der Tag für uns etwas hektischer als geplant. Ein Raum wurde hergerichtet für die Pressekonferenz, die stattfinden sollte, sobald Olga Tokarczuk bei uns eintreffen würde. Ein Geschenk wurde für die Nobelpreisträgerin besorgt (allerdings keine Schnittblumen, die mag sie nämlich nicht), vor unserer Literaturbühne mussten wir noch etwas umräumen und anschließend weitere Stühle nachstellen, bei den Kollegen im Publikumsservice klingelte pausenlos das Telefon, da sich viele Leute noch eine Karte zur Lesung sichern wollten, und bei unserem Leiter der Zentralbibliothek stand das Telefon auch nicht still, da alle möglichen Pressevertreter um Auskunft baten.

Der Nachmittag ging jedenfalls, mit allem was noch so zu tun war, sehr schnell rum und gegen halb sechs waren wir tatsächlich mit allem einigermaßen fertig. Danach hieß es erstmal warten bis Olga Tokarczuk bei uns eintreffen würde.
In der Wartezeit war dann Gelegenheit, noch etwas auf Facebook zu posten. Schnell ein Bild von den letzten fünf Karten für die Lesung geknipst und als ich den Facebook-Post endlich fertig geschrieben hatte war er schon nicht mehr aktuell – denn da waren dann auch die letzten Karten weg (aus Brandschutzgründen konnten wir übrigens nicht einfach noch Karten nachdrucken und verkaufen – auch wenn noch Platz gewesen wäre, dürfen wir nur gut 300 Personen bei Lesungen herein lassen).

Unsere Nutzer haben sich bestimmt gewundert, was bei uns Seltsames los ist, da der Eingangsbereich mit Pressevertretern sowie Kollegen aus der Bibliothek und von der Stadt Bielefeld etwas verstopft war. Auch unser Oberbürgermeister Pit Clausen und Kulturdezernent Udo Witthaus gesellten sich zu den Wartenden.

Lothar Quinekstein, Klaus Loest, Olga Tokarczuk und Pit Clausen

Gegen 18 Uhr rollte Olga Tokarczuks Auto dann tatsächlich vor der Bibliothek vor. Kaum hatte sie die Beifahrertür geöffnet wurde sie auch schon von einem Pressepulk belagert, der sie den Weg bis ins 2. Obergeschoss, wo die Pressekonferenz stattfinden sollte, begleitet hat. Ganz viel habe ich von dem Pressegespräch allerdings nicht mitbekommen, da einige Kollegen und ich uns unten im Erdgeschoss dann schon wieder daran machten die Technik für die Lesung aufzubauen.
Die Technik hat uns natürlich ausgerechnet an einem Abend, an dem so viele Leute da waren und überall Kameras standen, ganz schön auf Trab gehalten. Es hat am Ende alles prima geklappt und die Zuschauer haben davon auch zum Glück nicht wirklich was mitbekommen aber uns hat es dann doch etwas gestresst.

Dementsprechend habe ich von der Lesung selber inhaltlich gar nicht richtig etwas aufnehmen können. Auf der Bühne saßen der Leiter unserer Zentralbibliothek, Klaus Loest, Olga Tokarczuk natürlich, Lothar Quinkenstein, einer der Übersetzer der Jakobsbücher und die Theaterwissenschaftlerin Barbara Frey aus Bielefeld. Olga Tokarczuk las Teile aus ihrem Buch im Original auf Polnisch, danach las Barbara Frey, die entsprechenden Abschnitte auf Deutsch. Lothar Quinkenstein übersetzte und Klaus Loest, (übrigens auch derjenige, der Olga Tokarczuk zu uns eingeladen hat) moderierte die Lesung.
Auch wenn ich mich nicht so richtig auf die Lesung konzentrieren konnte, war es trotzdem eine tolle Atmosphäre auf der Bühne.

Nach den ersten 20 Minuten gab es dann eine kleine Musikpause, in der die Pressevertreter ihre Kameras wieder einpacken mussten, damit wir für den Rest der Lesung „unter uns“ sein konnten.

Barbara Frey, Lothar Quinkenstein, Olga Tokarczuk und Klaus Loest

Die Pause haben einige aus dem Publikum aber auch zum Anlass genommen, Olga Tokarczuk persönlich zu gratulieren, wobei fast die Literaturbühne gestürmt wurde. Da hatte unser Sicherheitsdienst richtig was zu tun.

Die Lesung fiel dann vielleicht etwas kürzer aus, als üblich, was ich unter den gegebenen Umständen aber auch verständlich fand. Nach der Lesung hat Olga Tokarczuk nämlich noch signiert und dann standen immer noch einige Pressevertreter rum, die noch ein Interview mit ihr führen wollten. Ich glaube es war schon fast zwölf, als sie sich endlich auf den Weg zum Hotel machen konnte.

Zum Schluss waren noch eine Kollegin, ein Kollege und ich übrig. Nachdem alles was noch an dem Abend aufgeräumt werden musste, erledigt war, hatten wir auch endlich Feierabend (bzw. Feiermorgen? Es war schließlich schon 00:30 als ich nach Hause fuhr. Bis nach Mitternacht habe ich auch noch nie gearbeitet). 🙂

Es war auf jeden Fall ein verrückter Tag und ganz sicher ein Ereignis, an das wir uns noch lange erinnern werden. Regelmäßig brauche ich solche Veranstaltungen dann aber doch nicht. Es war schon ein bisschen verrückt, wie eine Unmenge Leute unbedingt ein Selfie mit Olga Tokarczuk haben wollten, sie umarmen, ihr gratulieren, sie sehen wollten und wie gefühlt 100 Pressevertreter wahrscheinlich alle genau dieselben Aufnahmen gemacht haben. Sehr sympathisch wie Olga Tokarczuk bei dem ganzen Rummel durchgehend gelassen und souverän geblieben ist und immer ein Lächeln im Gesicht hatte.

Hoffentlich habe ich irgendwann noch einmal eine Gelegenheit, eine Lesung mit ihr zu besuchen – dann aber bitte ganz in Ruhe und ohne, dass Sie ein paar Stunden vorher einen Nobelpreis verliehen bekommt!

lga

Juliana Kálnay „aufgeschlagen: OWL: Die Stadt ist nicht die Stadt – 80 Feststellungen“

Literaturtage Bielefeld 2019: Wir lesen laut!

„Seitdem der Fluss trocken ist, regnet es in der Stadt“.

In Bielefeld gibt es keinen Fluss, da die nicht standesgemäße Geliebte des Grafen sich mit Steinen in den Rocksäumen in ihm ertränkte. Dieses Unglück mussten Fluss und Wassergräben mit ihrer Trockenlegung büßen.  Die Schriftstellerin Juliana Kálnay hat für eine Auftragsarbeit des Literaturbüros OWL ihr eigenes Kapitel zur „OWL-Metropole“ aufgeschlagen. Im März durchstreifte sie Bielefeld im Dauerregen und mit Notizbuch in der Tasche. Entstanden sind „80 Feststellungen – Die Stadt ist nicht die Stadt“. Es ist eine, so Kálnay, „poetische Verschränkung“, eine prosaische, assoziative Annährung an die Menschen, die Geschichte(n), die Plätze und Straßen der Stadt, in der Reales und Fantastisches ineinanderfließen. In der Stadtbibliothek erlebt der Text seine Urlesung.

Früher sagten die Leute häufiger, man würde jemanden durchhecheln, wenn man schlecht über ihn redete. Aber wir müssen auch nicht alle über einen Kamm scheren. (Juliana Kálnay, Die Stadt ist nicht die Stadt)

Einen anderen Blick auf eine westliche Großstadt, die namenlos bleibt und Bielefeld sein könnte, richtet F. C. Delius mit seinem Roman „Adenauerplatz“. Die Schauspielerin Inka Friedrich geht in ihrer Lesung mit dem deutsch-chilenischen Exilanten Felipe durch die nächtliche Stadt, schaut aus der Distanz des Außenstehenden bis ins Innerste. Inka Friedrich liest an Stelle der kurzfristig verhinderten Schauspielerin Jeanette Hain.

Juliana Kálnay, geboren 1988, wuchs in Köln und Malaga auf. Für ihren 2017 erschienenen Debütroman „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“ wurde sie 2017 mit dem ZDF-aspekte Literaturpreis sowie dem Hebbelpreis 2018 ausgezeichnet.

Inka Friedrich (geboren 1965) wurde 1990 vom Magazin Theater heute zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt und ist nach mehreren festen Engagements seit 1998 als freie Schauspielerin an vielen Bühnen im deutschsprachigen Raum tätig. Bekannt ist sie auch durch viele Film- und Fernsehrollen.

Das Werk von Juliana Kálnay in unserem Online-Katalog findet Ihr hier, ebenso den Roman „Adenauerplatz“ von Friedrich Christian Delius;
das Literaturverzeichnis zur Lesung hier als PDF: Kalnay

Der Debütroman von Juliana Kálnay wurde im Feuilleton bei seinem Erscheinen 2017 geradezu hymnisch gelobt, z. B. in der TAZ; der ZDF-Beitrag zum Aspekte-Literaturpreis 2017 ist hier.
Zu den aktuellen Texten gibt es natürlich noch keine Besprechungen, sie werden am 31.10 erstmals vorgestellt.

Donnerstag, 31. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Iris Hennig, Leiterin des Literaturbüros OWL
Musikalische Begleitung: Matthias Kämper, Flügel
Eintrittspreis: 8,– €, ermäßigt 6,– €, Dauerkarte 50,– €

In Kooperation mit dem Literaturbüro OWL und der Literarischen Gesellschaft OWL.

Heinz Helle: Die Überwindung der Schwerkraft

Literaturtage Bielefeld 2019: Wir lesen laut!

Ich fragte mich wieder einmal, ob es denn wirklich so gut sei, dass Menschen sich fortpflanzten, angesichts des Leids, das sie verursachten…

Heinz Helles Buch zu lesen, ist ein intellektuelles Vergnügen, aber es ist keine amüsante Lektüre. Es ist eine philosophische Betrachtung über Sinn und Zweck dieser Welt, über Tod und Geburt, über Gewalt und Sinnlosigkeit. Für Die Zeit ist die „Überwindung der Schwerkraft“ ein eleganter, essayistischer Roman, eine „dichte Meditation über das Universum im Allgemeinen und über Männlichkeit, Frauen und Deutschland im Besonderen“ (Rezension von David Hugendick). Und über die fundamentale Lebensfrage: Kinder in die Welt setzen – ja oder nein.
Zwei Brüder philosophieren eine lange Nacht über den Zustand der Welt. Kurze Zeit nach dieser gemeinsamen Tour durch Münchens Kneipen stirbt der Ältere an den Folgen seiner Alkoholsucht. Übrigens eine Parallele zu Helles Biographie, der ebenfalls einen Bruder an den Alkohol verloren hat.
Den Roman zu lesen ist eine Herausforderung. 200 Seiten ohne einen Absatz, ohne Kapitel, manche Sätze atemlos lang, eine Kette von klugen Gedanken. Ein Lesestoff mit Sogkraft – Konzentration vorausgesetzt.
Der Autor schont seine Leser nicht. Detaillierte Schilderungen der bestialischen Gewalt eines Marc Dutroux, der in Belgien in einem Keller über Jahre Kinder quälte und sexuell missbrauchte. Er ermordete zwei von ihm entführte junge Frauen und ließ zwei Mädchen verhungern. All das kann man nur schwer ertragen. Und trotzdem können wir uns – gemeinsam mit dem Autor – für ein Leben in dieser Welt entscheiden. Und lernen, „das Leben mit Härte und Widersprüchen zu verstehen, ohne vor die Hunde zu gehen“ (Carsten Hueck im Deutschland Funk Kultur).

Es ist das Buch, das mir am meisten Angst macht. Es ist aber das, was ich am liebsten habe. Wahrscheinlich deswegen, weil ich das, was mich selber tief verunsichert und aufwühlt, da ziemlich direkt verarbeitete. (Heinz Helle über sein Buch „Die Überwindung der Schwerkraft“)

Heinz Helle ist promovierter Philosoph, er lebt mit Frau und Kind in Zürich. Für „Die Überwindung der Schwerkraft“ erhielt er in diesem Jahr den Literaturpreis der Stadt Bremen und war 2018 nominiert für den Schweizer Buchpreis.

Die Werke von Heinz Helle in unserem Online-Katalog findet Ihr hier,
das Literaturverzeichnis zur Lesung hier als PDF: Helle

Mittwoch, 30. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Solveig Münstermann, WDR-Journalistin
Musikalische Begleitung: Valentin Katter, Gesang und Trompete; Leon Brames, Schlagzeug; Milan Böse, Bass.
Eintrittspreis: 8,– €, ermäßigt 6,– €, Dauerkarte 50,– €

Norbert Gstrein: Als ich jung war

Literaturtage Bielefeld 2019: Wir lesen laut!

Was wissen wir von den anderen? Was von uns selbst?

Am Anfang ist da nur ein Kuss. Aber gibt es das überhaupt, nur ein Kuss? Franz wird Jahre brauchen, die Ereignisse einer einzigen Nacht seiner Jugend zu verstehen. Hungrig nach Leben und sehnsüchtig nach Glück, findet er sich auf Wegen, bei denen alle Gewissheiten fraglich werden.
Franz wächst im hintersten Tirol auf und muss dem Vater beim Ausrichten von Hochzeitsfesten helfen. Er fotografiert die Paare »am schönsten Tag ihres Lebens«, bis bei einer Feier die Braut ums Leben kommt. Was hat das mit ihm zu tun? Was damit, dass er nur Wochen zuvor am selben Ort ein Mädchen geküsst hat? Er flieht nach Amerika. Doch dann stirbt auch dort jemand: ein Freund von Franz, in dessen Leben sich ebenfalls mögliche Gewalt und mögliche Unschuld die Waage halten. Was wissen wir von den anderen? Was von uns selbst? Dieser Roman über Liebe und Begehren, Eigenständigkeit und Einsamkeit stellt sich den existentiellen Fragen mit poetischer Genauigkeit. (Verlagstext).

…labyrinthisch, unkorrekt, Vergangenes und Jetziges, Räume und Zeiten gegeneinander schneidend. Ein schillerndes Buch der „unangenehmen Gefühlswahrheiten“, scheinbar einfach erzählt, doch verdammt raffiniert. (Paul Jandl in der Neuen Zürcher Zeitung)

Norbert Gstrein, geboren 1961 in Mils in Tirol, studierte Mathematik in Innsbruck, arbeitete zu sprachphilosophischen Themen in Stanford und Erlangen. Er lebte in Paris, Zürich, London und heute in Hamburg.

Die Werke von Norbert Gstrein in unserem Online-Katalog findet Ihr hier.
Das Literaturverzeichnis zur Lesung gibt es auch als PDF: Gstrein

Im Blog hatte die Kollegin lga den Roman „Als ich jung war“ bereits kurz vorgestellt: MittendrinMittwoch #107.
Christof Schröder ist in seiner Rezension in der ZEIT sehr angetan von dem Unbehagen, das die Lektüre erzeuge – und von der Kunst des Autors.
Ein aufschlussreiches Interview von Carsten Otte mit dem Autor sendete SWR2.

Der Roman steht auf der Shortlist zum Österreichischen Buchpreis 2019, der Gewinner wird am 4.11. bekannt gegeben. Wir drücken die Daumen.

Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Klaus-Georg Loest
Musikalische Begleitung: Henning Rice, Flügel; Valentin Katter, Trompete und Gesang
Eintrittspreis: 8,– €, ermäßigt 6,– €, Dauerkarte 50,– €

Nachtrag vom 5.11.2019: Norbert Gstrein erhält für seinen Roman „Als ich jung war“ den Österreichischen Buchpreis 2019. Wir gratulieren ganz herzlich.

Isabel Bogdan: Laufen

Literaturtage Bielefeld 2019: Wir lesen laut!

„FERTIG. Mit dem Buch. Ich muss das jetzt noch mal hinschreiben, damit ich es glaube:
Der neue Roman ist fertig
Er ist …in Satz gegangen. Und ich übe mich im Loslassen und Ausatmen.“

Isabel Bogdan war erleichtert. Anfang Mai verkündete sie auf ihrer Website, dass ihr neues Werk „Laufen“ in Druck geht. Erscheinungsdatum war der 12. September, rechtzeitig für die Literaturtage in Bielefeld.
Die Autorin ist hauptberuflich hochgeschätzte Übersetzerin, u.a. von Jonathan Safran Foer und Jane Gardam. Sie ist Bloggerin und seit 2016 auch Schriftstellerin. Ihr erster Roman „Der Pfau“ wurde auf der Stelle ein Bestseller – eine unterhaltsame, feinsinnige Komödie mit britischem Charme, angesiedelt in den schottischen Highlands. Der Pfau wird leider verrückt, attackiert alles Blaue und torpediert alle Bemühungen von Investment-Bankern, sich als Team wieder zusammen zu raufen. Das gruppendynamische Chaos nimmt seinen Lauf und der Pfau landet schließlich als Gänsebraten auf dem Tisch. Was für ein Schicksal!
Themenwechsel: Isabel Bogdan wechselt in ihrem neuesten Werk „Laufen“ die literarische Kulisse. Ein Roman über eine Frau, die nach einem schweren Schicksalsschlag quasi um ihr Leben läuft. Erst kurze Strecken, dann immer längere. Sie läuft förmlich ins Leben zurück. Es geht keineswegs nur um Gesundheit und Leichtigkeit, sondern um fundamentalere Fragen: Wie verkraftet man einen solchen Verlust? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Welche Rolle spielt die Zeit? Und der Beruf? Mit jedem Kilometer gewinnt die Läuferin ihre alte Souveränität zurück, ihren Humor und offensichtlich auch ihre Lebensfreude.

„Ein Buch zu schreiben ist eine Kunst. Es zu übersetzen, ist eine andere, ganz eigene Kunst.“ Isabel Bogdan.

Isabel Bogdan erhielt 2006 den Förderpreis für literarische Übersetzung, fünf Jahre später den für Literatur. 2013 war sie für einen Monat Artist in Residence an der Universität in Nanjing. Ihr erster Roman „Der Pfau“ stand im Erscheinungsjahr auf der Shortlist zum „Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels“ und wurde außerdem mit dem deutschen Hörfunkpreis „Hörkules“ ausgezeichnet.

Die Angaben zu den Romanen und einigen Übersetzungen von Isabel Bogdan im Bestand der Stadtbibliothek findet Ihr hier in unserem Online-Katalog.
Das Literaturverzeichnis zur Lesung gibt es hier als PDF: Bogdan

Über den Roman „Laufen“ wird zurzeit viel berichtet, hier nur ein paar Beispiele:
Daniel Kaiser stellt „Laufen“ ausführlich im NDR Kulturjournal als Buch des Monats vor:
Carsten Otte lobt den Roman in der ZEIT – und traut der Autorin in der Zukunft noch weitere große Werke zu, wiederum ganz anders und überraschend.
Ein Interview mit Isabel Bogdan auf der Frankfurter Buchmesse findet man in der 3Sat-Mediathek.

Sehr empfehlenswert auch ihr Blog: is a Blog

Donnerstag, 24. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Solveig Münstermann, WDR-Journalistin
Musikalische Begleitung: Henning Rice, Flügel und Ismail Özgentürk, Saxophon
Eintrittspreis: 8,– €, ermäßigt 6,– €, Dauerkarte 50,– €

Prof. Dr. Ute Frevert: Scham, Beschämung, Demütigung

Literaturtage Bielefeld 2019: Wir lesen laut!

Haben Gefühle eine Geschichte? Und: Machen Gefühle Geschichte?

Wie lässt sich erklären, dass geschorene Haare, besonders bei Frauen, der Einsatz von Schandmützen und andere Praktiken der Beschämung in Europa bis in die Nachkriegszeit durchgeführt wurden? Inwiefern ist Scham ein „Gefühl von ungeheurer Wucht und Wirkmächtigkeit“, wobei die Zeugenschaft Dritter von größter Bedeutung ist? Und weshalb sind Praktiken der politischen Demütigung eine Strategie, Macht zu demonstrieren und durchzusetzen?
Für „das Drama von Macht und Ohnmacht, Scham und Schande, Täter und Opfer“, Beschämung und Demütigung, das stets auf öffentlichen Schauplätzen stattfindet, liefert die moderne Geschichte vielfaches Anschauungsmaterial, das Ute Frevert in ihrem Vortrag präsentiert. Er bezieht sich auf ihr 2017 erschienenes Buch „Die Politik der Demütigung. Schauplätze von Macht und Ohnmacht“.

Prof. Dr. Ute Frevert, geb. 1954, zählt zu den wichtigsten deutschen Historikerinnen und Historikern. Nach ihrer Habilitation – „Das Duell. Ehrenmänner in der bürgerlichen Gesellschaft“ (erschienen 1991) – lehrte sie Neuere Deutsche Geschichte in Berlin, Konstanz und Bielefeld. Von 2003 bis 2007 war sie Professorin an der Yale University, seit 2008 leitet sie den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. 1998 wurde sie von der DFG mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet und erhielt 2016 das deutsche Verdienstkreuz 1. Klasse. Zuletzt erschienen: Vertrauensfragen. Eine Obsession der Moderne (2013), Vergängliche Gefühle (2013), Die Politik der Demütigung. Schauplätze von Macht und Ohnmacht (2017) und Kapitalismus, Märkte und Moral (2019).

Die Daten zu Prof. Dr. Ute Freverts Werken in unserer Bibliothek findet Ihr in unserem Online-Katalog.
Die Literaturliste zum Ausdrucken als PDF: Frevert
Den Flyer zur Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19|19“ findet Ihr hier als PDF

Mittwoch, 16. Oktober, 20 Uhr
Stadtbibliothek, Neumarkt 1
Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Moderation: Dr. Maria Kublitz-Kramer
Musikalische Begleitung: Matthias Klause-Gauster, Flügel
Eintrittspreis: 8,– €, ermäßigt 6,– €, Dauerkarte 50,– €

Bereits um 19 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung:
Die Macht der Gefühle. Deutschland 19|19“, von Prof. Dr. Ute und Bettina Frevert
im Auftrag der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) erstellt,
im 1. Obergeschoss statt.