Osterhase aus Klopapierrollen basteln

Ob wir sie nun gehamstert haben oder nicht – so oder so fallen regelmäßig Klopapierrollen an. Die kann man wegschmeißen oder man recycelt sie für Bastelaktionen. Für alle, die gerade nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Kinder suchen, möchte ich euch hier eine einfache Bastelanleitung vorstellen, bei der ihr gleichzeitig eure gesammelten Klopapierrollen verwerten könnt. 🙂

Material:

  • Klopapierrollen
  • Wassermalfarbe (o.ä)
  • Pinsel
  • Bastelkarton
  • Schere
  • Kleber
  • schwarzer Stifft

Zuerst bemalt ihr die Klopapierrollen mit Wassermalfarben.

Aus dem Bastelkarton werden die Füße, die Ohren , die Augen und der Bauch ausgeschnitten.

Nun den Bauch und die Augen auf der Klopapierrolle ankleben und mit einem Stift noch Nase, Schnurrbarthaare und Pupillen aufmalen.

Zum Schluss die Ohren und die Füße ankleben.

Und schon ist der Hase fertig! Man kann sogar ein Osterei drin verstecken. 😉

Falls ihr noch mehr Bastelideen sucht, schaut gerne einmal in der Onleihe vorbei. Dort findet ihr auch Bastelbücher als eBook. Und demnächst könnt ihr sie auch wieder bei uns vor Ort ausleihen. 🙂

lga

Osterdeko in letzter Minute

Ostern ist ja mittlerweile doch schon näher als gedacht und der eine oder andere hat sicherlich auch schon alles fleißig fertig dekoriert. Wem das aber noch nicht genug ist und vielleicht noch ein freies Plätzchen am Osterstrauß oder im Fenster frei hat, dem sei „Möhrli“ ans Herz gelegt. Ich habe Möhrli auf der Handmade in Bielefeld am Stand von „Zipfelschick“ entdeckt. Dort gibt es immer so herrlich niedliche Sachen, die relativ schnell und einfach nachzumachen sind.

Für Möhrli braucht ihr – abgesehen von einer Nähmaschine – nur ein paar Kleinigkeiten:

  • etwas Stoff (je nachdem, wie groß Möhrli werden soll)
  • Garn
  • Nähnadel
  • Holzkugel
  • Bastelkleber
  • schwarzen Stift
  • Pfeifenputzer in weiß
  • eventuell Band zum Aufhängen.

Den Stoff rechts auf rechts legen und die Vorlage aufzeichnen. Die Vorlage hat
die Form eines Trichters oder einer Schultüte, nur dass sie unten nicht spitz
sondern abgerundet ist.

Alles zusammen nähen – oben ist die Wendeöffnung.

Mit einem etwas festeren Garn den Faden einreihen, so dass man Möhrli am
Ende dort oben zusammenziehen kann. Vorher Möhrli mit Watte vollstopfen.

  • Den Faden vernähen.
  • Ein Gesicht auf die Holzkugel malen.

Die Holzkugel auf den Möhrli-Körper kleben, trocknen lassen.

Die Pfeifenputzer zu einem „M“ legen, eventuell zusammen mit einem
Aufhängeband, oben in die Öffnung der Kugel stecken. Wenn alles zu locker sitzt, fest kleben.

Fertig ist Möhrli. 🙂 🙂 🙂

Mehr Inspirationen gibt es auch unter:

http://www.zipfelschick.de/

kte

Natürlich Ostereier färben – ein Versuch

Ostern steht vor der Tür und da ist auch das Färben von Eiern bei vielen ein festes Ritual.
Da ich es persönlich gerne schlicht und natürlich mag, habe ich etwas gestöbert und bin auf dem Blog von Doitbutdoitnow auf eine wunderschöne Anleitung für natürliches Eierfärben (man kann es auch fast Eierkunst nennen – so schön ist ihr Ergebnis geworden 😊) gestoßen und habe es einfach mal ausprobiert.

Man benötigt:

  • Eier
  • natürliche Färbemittel (ich habe rote Zwiebeln, Kaffee und Kurkuma genommen, man kann da aber sehr erfinderisch sein 😉)
  • Essig (der wird später noch eine entscheidende Rolle spielen…)
  • alte Netzstrümpfe
  • Gummibänder
  • Gräser, Blätter aus der Natur

Zuerst habe ich die Eier gekocht und mich danach an die Farben gemacht.

Für die rote Farbe habe ich die Schalen von sieben roten Zwiebeln mit Zugabe von ca. 4 EL Essig circa eine halbe Stunde lang köcheln lassen (für die Nase kein Vergnügen, aber es lohnt sich😉).

Die braune Farbe ist einfacher Filterkaffee und die gelbe Brühe ist Kurkumagewürz, das ich mit kochendem Wasser aufgegossen habe.

Da ich den letzten Rest Essig für die Zwiebeln verwendet habe, musste ich beim Kaffee und Kurkuma leider darauf verzichten – das habe ich später bereut ….

Dann ging es daran, die zuvor gesammelten Blätter und Gräser sanft auf die Eier zu drücken, um dann die Strümpfe so fest wie möglich um die Eier zu ziehen – das erforderte etwas Fingerspitzengefühl, wurde aber mit jedem Ei besser 😉.

Als Blatt und Ei fest im Strumpf waren, habe ich die Strümpfe mit einem Gummi fest zugeknotet und dann in die Farbtöpfe gelegt.

In den Farben badeten meine Eier dann circa 45 Minuten.
Ab und zu habe ich sie probeweise rausgehoben, um zu schauen, wie die Farbe angenommen wurde – leider war die Farbe der Strümpfe kein eindeutiger Hinweis für die Farbe der Eier ….

Die Eier lieber etwas länger baden lassen, da lohnt sich die Geduld! 😊

Zum Schluss habe ich die Eier in die Sonne gelegt und gut trocknen lassen.

Als alles gut getrocknet war, wurden die Strümpfe am Gummiband aufgeschnitten, die Eier vorsichtig rausgeholt und die Blätter – ebenfalls sehr vorsichtig – entfernt.

Im besten Fall sollten die Eier die Farbe gut annehmen und nur der Blütenabdruck sollte weiß bleiben … ja, ja, im besten Fall …

Die gelbe Farbe blieb leider nur minimal an den Eiern haften. Die Eier hätte ich vorher mit Essig einreiben oder der Farbe Essig beimischen sollen.

Die Kaffeefarbe hat die Eier erstaunlich gut gefärbt, obwohl der Essig fehlte.

Das intensivste Ergebnis erhielt ich mit dem Gemisch aus roten Zwiebeln und Essig. Auch wenn es eher braun als rot wurde.

Aber man lernt ja aus Fehlern und ich habe nun noch eine Woche, um es erneut zu probieren 😉.

Es hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und sogar die Katzenoma zeigte Interesse an den ungewöhnlichen Ostereiern 😊.

Die Originalanleitung von Doitbutdoitnow findet ihr hier.

C.L.

Fundsache der Woche

Ab sofort herrscht in unserer Bibliothek absolutes Halteverbot! Wir sind die abgestellte Autos in der Eingangshalle mittlerweile echt leid.

Spaß beiseite. Wir waren auch etwas überrascht, dass gestern morgen ein Absolutes Halteverbot Schild am Empfang lag. Wir wissen leider weder wo es herkommt, noch wem es gehört oder wer es an unseren Empfang gelegt hat. Es wartet jetzt darauf abgeholt zu werden. 😉

 

Goethe in der Bibliothek

Bei uns in der Bibliothek sind wider Erwarten nicht nur Bücher von Goethe entleihbar, er ist auch selbst in der Bibliothek unterwegs. Zugegeben, unterwegs ist etwas übertrieben, da er nur ab der Brust aufwärts vorhanden ist und dazu aus Stein besteht und somit eher unbeweglich ist. Aber wer weiß schon, ob er nicht doch hin und wieder mal durch die Bibliothek schleicht… 😉

Die Büste von Johann Wolfgang von Goethe, die bei uns zwischen den Werken und Dramen angesiedelt steht ist eine Kopie einer Büste von Daniel Rauch von 1820 und stand früher einmal vor dem Stadttheater Bielefeld.

„Die Geschichte der Kamera“

Neu! Ein wunderbares Sachbuch zu o.g. Thema. Die verschiedenen Kameras (z.B. eine Tropenkamera) stammen aus der George Eastman Museum Technology Collection und sind wunderbar großformatig abgebildet. Zudem geben kurze, prägnante Texte dem Betrachter wertvolle Infos zu den einzelnen Geräten.

Ein Buch, das auch nicht-Kamera-affine Leute einlädt, ein wenig zu schmökern und zu sagen „achja, die kenne ich noch von früher“. 🙂
Von der Camera obscura (ca. 1820) bis zum Phantom 2 Quadcopter mit Hero-3-Kamera (2014) ist alles dabei. Signatur: Wsn 2 Gusta
2017-01-25_15-20-18

kwk

„Führer für Bibliotheksbenutzer“ von Dr. Arnim Graesel aus dem Jahre 1905

Auch im Jahre 1905, als unsere Stadtbibliothek in Bielefeld gerade geboren wurde und in der Wiege lag, brauchte man eine Anleitung für die Benutzer. „An unseren […] Bibliotheken macht man immer wieder die leidige Erfahrung, dass neuhinzukommende Benutzer sich oft schwer zu helfen wissen“ – so der Autor – [und] „dieses Buch hat dazu zu dienen, dass die Benutzer sich leichter orientieren.“
capros-alte-buecher-1-fotoBegonnen wird das Werk erstmal mit einer kurzen Beschreibung von Bibliotheken „im allgemeinen“, deren Gebäude und Verwaltung. So erfahren wir u.a., dass es auch vor 111 Jahren der Verwaltung einer großen Büchersammlung „eines umfangreichen, geschulten Personals, mit einem Bibliotheksdirektor an der Spitze“ bedurfte. Der Beamtenkörper setzt sich zusammen aus den „wissenschaftlichen Beamten (Oberbibliothekaren, Bibliothekaren, Hilfsbibliothekaren, Assistenten und Volontären), den Expedienten und den Dienern“ (was die Aufgaben den letzteren gewesen sein mag, wird nicht erläutert). Sowohl in der Vergangenheit – als auch heutzutage – mussten der Verwaltung „reich bemessene Mittel zur Verfügung stehen, wenn sich eine Bibliothek auf der Höhe halten soll“ (klingt doch bekannt, nicht wahr?).

Was so alles mit den erworbenen Büchern geschah, bis sie in den entsprechenden Sälen aufgestellt wurden, mag ich hier nicht zu beschreiben, dazu fehlt der Platz. Der Zugang zu den Büchersälen – nicht zu verwechseln mit den Lesesälen – war zu der Zeit dem Publikum selbstverständlich untersagt.
Die Sache lag günstiger bei den Katalogen. Der Text berichtet uns, dass viele deutsche Bibliotheken ihren alphabetischen Katalog (einige von uns kennen das noch…) „an bestimmten Tagestunden der allgemeinen Benutzung freigegeben haben“ und „die Einsichtnahme auf besonderes mündliches Ersuchen [und] unter Aufsicht eines Beamten“ gestattet sei.

Um ein Buch aus der Bibliothek zu erhalten, schrieb man am besten auf „einem gedruckten Bestellschein – im Notfall auf einem weißen Zettel von der Größe etwa einer Postkarte – den Titel des gewünschten Buches auf“, unterzeichnete den Schein „in möglichst deutlicher Schrift eigenhändig“ und warf ihn in einen dafür extra „angebrachten Bestellkasten, deren Öffnung mehrmals am Tage geschah“. Auf diese Weise bestellte Bücher wurden „seitens der Verwaltung in der Bücherausgabe niedergelegt“. War ein Buch verliehen, bekam der Benutzer den Zettel mit einem entsprechenden Vermerk zurück. Der Benutzer konnte sich nunmehr das Buch für später „in der Weise sichern, dass er den Titel und seinen Namen in ein aufliegendes Journal eintrug“. Er erhielt dann am nächsten Tage Bescheid, wann die Ausleifrist für den derzeitigen Inhaber ablaufen würde, und wurde, wenn es erwünscht war, nach Rückgabe des Werkes benachrichtigt – eine etwas aufwendigere Vormerkungsaktion!

Interessant ist weiterhin das wir einiges über das unangemessene Benehmen unserer Nutzer und Nutzerinnen vor 111 Jahren erfahren: „…man knickt beim Lesen Blätter, um die betreffende Seite leichter wiederzufinden, man beleckt die Fingerspitzen beim Umwenden und befeuchtet so die Blattränder, man bricht beigegebene Tafeln falsch um, schreibt mit Bleistift oder gar mit TINTE in die Bücher, lässt – [o Horror ! ]– Zigarrenasche auf die Bücher fallen, niest auf die Bücher [pfui!] und dergl.“ Na so was, die Probleme haben wir heute nicht mehr so, und ein E-Book ist ja sowieso nicht mehr so einfach abzulecken, mit Asche zu verschütten, oder anzuniesen …  ein Vorteil der modernen Entwicklungen, oder?

Soweit mit der Reise in die Vergangenheit, ich begebe mich jetzt in den Publikumsbereich, wo unsere Kunden heutzutage direkten Zugang zu den Medien haben, den Katalog auch ohne unserer Aufsicht – tagsüber oder in der Nacht – abfragen können, keine Zettel mehr ausfüllen und nicht mehr bis zum nächsten Tag warten müssen, um die Ausleihfrist des entliehenen Buches zu erfahren. Schade nur, dass wir keine Diener mit goldenen Livreen mehr in den Bibliotheken haben … so hätten wir vielleicht unsere Post auf dem silbernen Tablett geliefert bekommen…

Iulia Capros