Basteltipp: Sticken!

Gestickt habe ich gefühlt schon immer. Tatsächlich habe ich aber das erste Mal in der Grundschule (Klasse weiß ich natürlich nicht mehr) im Textilunterricht meine erste Bekanntschaft mit diesem Hobby gemacht. Ich weiß noch genau, dass wir zunächst verschiedene Stiche gelernt haben und diese auf einem Stück Stoff nach Belieben ausprobieren durften. Von diesen ersten Versuchen tasteten wir uns zu Kreuzstich und einem Motiv vor: Auf einem extra groben Leinenstoff stickten wir unseren Namen, verzierten ihn mit einem Rand und klebten ihn anschließend hübsch zurechtgeschnitten und gekettelt auf ein Stück Pappe. So hatten wir ein wunderbares Namensschild. Ich habe es heute noch.

Jedenfalls habe ich seitdem immer wieder gestickt: Große Osterhasen, kleine Osterhasen, einen riesigen Weihnachtsmann, Blumen, Tiere und was weiß ich nicht alles. Einiges verschönerte Tischdecken, anderes landete im Bilderrahmen an der Wand. Der Reiz daran? – Es ist einfach immer so schön zu sehen, wie aus jedem kleinen Kreuz plötzlich das „Große Ganze“ entsteht. Gerade wenn ich mir ein etwas größeres Motiv ausgesucht habe, kann ich mir anfangs gar nicht vorstellen jemals fertig zu werden.

Aber über all das wollte ich gar nicht so unbedingt schreiben. Doch für den Hintergrund ist es vielleicht ganz interessant. Und auch, wenn ich mich mittlerweile für alle möglichen Basteleien begeistere und gerne neues ausprobiere, ist das Sticken doch immer meine (heimliche) Leidenschaft (geblieben). Mein Gedanke war eigentlich euch zu erzählen, dass es nicht immer das große ausgefallene ultimative Kreativ-Projekt sein muss. –  Sondern dass auch eine Bastelei sehr viel Spaß machen kann, die sich fast in einem Tag fertig stellen lässt. Na gut, vielleicht auch in zwei. Aber höchstens in drei. 🙂
Neulich habe ich in einem Laden ein kleines Katzenbild gesehen, an dem ich einfach  nicht vorbei gehen konnte. In rosa und weiß. Ich denke mal als Anfängerbild für Kinder. Wenn ich schöne Motive sehe, denke ich in dem Moment auch nicht darüber nach, ob ich es wirklich brauche, überhaupt Platz dafür habe oder ob es eben vielleicht eher für die kleine Generation gedacht ist. Hauptsache es kommt mit, ich habe etwas zu fuseln und sieht schön aus, wenn es fertig ist. Selbstverständlich habe ich das Katzenbild mitgenommen und auch recht bald damit angefangen. Als ich es öffnete war der Hintergrund schon aufgezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Varianten: ein farbiger Hintergrund auf dem man genau sieht, welche Farbe benötigt wird, oder man zählt das Muster selber ab. Ich bevorzuge die Letztere. Bei den Farben geht es mir oft so das ich  nicht genau sehe, ob ich jetzt noch weiß nehmen soll, oder doch schon rosa. Die Übergänge sind nicht immer so ganz klar. – Für mich zumindest nicht. Aber egal. Ich stickte munter drauf los und war auch recht zackig fertig. Da es sich um eine „Bastelpackung“ handelte, war auch gleich der Rahmen – bestehend aus weißer Pappe – dabei. Was ja eigentlich auch nicht verkehrt ist. Mir kam er nur ein wenig instabil vor. Also habe ich überlegt, was für ein Rahmen besser geeignet bzw. ein wenig mehr hermachen würde. Mir fiel ein Holzrahmen ein, den ich ursprünglich für Fotos verwenden wollte. Das passte aber nicht so wie ich das wollte und so kam mir der Gedanke, das Katze und Rahmen vielleicht ganz gut miteinander harmonieren könnten. So war es dann auch. Ich strich den Holzrahmen noch in weiß über, klebte anschließend das Stickbild auf und verwendete für die Oberfläche sogar noch den Papierrahmen aus dem Set. So hatte ich zwei Fliegen mit einer Klappe gefangen.

Ich kann euch nur empfehlen sowas auch mal auszuprobieren. Auch wenn es auf den ersten Blick langweilig erscheint, ist es auf den zweiten herrlich entspannend und macht sehr viel Spaß. Ich las sogar auf Instagram, dass Sticken dieses Jahr der Hype schlechthin werden soll. Wir werden es sehen. Vielleicht.

 

Hier findet ihr viele tolle Stickbücher bei uns im Bestand!

katinkasbackofen

Ein Weihnachtsgruß

Weihnachten wird dieses Jahr ganz anders als sonst. Viele Treffen mit Familie und Freunden finden nicht statt. Vielleicht konnte auch das ein oder andere Geschenk nicht mehr besorgt werden. Kein Weihnachtsmarkt. Und nach weißer Weihnacht sieht es hier gerade auch nicht aus (okay, letzteres ist jetzt nicht untypisch).

Lasst uns dennoch alle das Beste daraus machen und dieses Jahr ein ganz ruhiges und entschleunigtes Weihnachten feiern.

Habt ein schönes Fest und bleibt gesund!

Euer Bibliotheksteam.

Und jetzt eine schöne Tasse…

„Heiße Schokolade mit Zimt“? oder doch lieber „Würziger Fruchtpunsch“? Entscheidet selbst! 🙂

Zwei Anmerkungen vorweg: Die heiße Schokolade ist für eine Tasse gedacht, der Punsch für 6-8 Personen. Ob das Momentan umsetzbar ist, ist die Frage… (Stichwort „Kontaktbeschränkung“, ihr wisst Bescheid). Aber egal, so habt ihr zumindest das Rezept zum Abspeichern.

Nun zuerst die Schoko-Variante, dafür braucht ihr:

  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 EL Zucker
  • 1/4 TL gemahlener Zimt
  • 1/2TL Vanille-Extrakt
  • 2 EL und 180 ml Kuhmilch oder Mandelmilch

Zum Anrichten (nach Belieben): geschlagene Sahne, Marshmallows, Zimt

  1. Mische in einer Tasse mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen das Kakaopulver mit Zucker und Zimt, Vanille und 2 EL Milch, bis ein dicker Sirup entsteht.
  2. Erwärme die restliche Milch bei mittlerer Hitze, bis sie zu sieden anfängt, dann gieße sie unter kräftigem Rühren in die Tasse mit dem Schokoladensirup.
  3. Wenn du möchtest, kannst du sie mit einem Klacks Sahne, Marshmallows oder Zimt noch aufpeppen.

 

Und nun der würzige Fruchtpunsch:

  • 1 Orange
  • 10 ganze Gewürznelken
  • 5 l ungesüßter Fruchtsaft (mische dazu verschiedene Säfte, z.B. roter Traubensaft, Ananassaft, Apfelsaft und Preiselbeersaft)
  • 250 ml Wasser
  • 1/4 TL gemahlener Zimt
  • 1/4 TL geriebener Muskat
  • 1 Zimtstange (sowie weitere zum Anrichten)
  • 1 Sternanis (sowie weitere zum Anrichten)
  • 1 Apfel
  • eine Handvoll Preiselbeeren
  • Saft einer Zitrone
  1. Halbiere die Orange und stecke die Nelken in die Schale einer Hälfte.
  2. Gieße insgesamt einen Liter der fünf Fruchtsäfte zusammen mit dem Wasser in einen Topf. Rühre den gemahlenen Zimt und den geriebenen Muskat mit einem Holzlöffel hinein.
  3. Füge die Orangenhälfte mit den Nelken, die Zimtstange und den Sternanis dazu. Erhitze die Mischung und gieße sie anschließend durch ein Sieb in eine Schüssel.
  4. Entferne die Orange und die ganzen Gewürze aus dem Sieb. Schneide die andere Orangenhälfte und den Apfel in Scheiben und gib sie in die Schüssel. Füge die Preiselbeeren und den Zitronensaft hinzu.
  5. Verteile den Punsch mit einer Schöpfkelle in Gläser.

Selbstgebastelte Weihnachtskarte

Wer kennt den Spruch nicht: „Wenn die Zeit da wäre, würde ich viel mehr basteln.“ Eigentlich hasse ich basteln, aber nicht in der Weihnachtszeit. 😉 Ich erinnere mich noch sehr gern an einen Familien-Bastel-Abend vor einigen Jahren. Gemütlich war’s und tolle Sachen sind entstanden. Solche Treffen innerhalb der Familie lässt Corona momentan sogar zu. 🙂 Also los, nehmt euch die Zeit und versucht, am Wochenende Abends nicht vor dem Fernseher zu versumpfen. Man kann sich auch mit Kuscheldecke und -klamotten an den Tisch setzen.

Da man ja bekanntlich öfter man über den Tellerrand hinaus schauen soll, habe ich mir einfach mal ein kunterbuntes Kitsch-Bastelbuch ausgeliehen. Wie ich es mir schon dachte, das meiste ist nicht meins, aber eine Sache gefiel mir dann doch echt gut: eine selbstgebastelte Weihnachtskarte. Nicht so doll aufwändig und vor allem wandelbar. Man muss nicht die vorgeschlagene Schrift aus dem Buch herunterladen und abzeichnen, man kann auch einfach selber was in Schönschrift (oder in seiner normalen Schrift) schreiben. Auch der schwarze Tonkarton muss nicht sein, weiß tut es auch und dann lässt man einfach die weißen Schneeflocken weg  oder macht stattdessen Punkte in einer anderen Farbe… oder oder oder. Seht ihr, so schwer ist das gar nicht. Einziger Knackpunkt: man braucht jemandem im Bekanntenkreis, der Thuja-Pflanzen besitzt. Aber vielleicht kann man auch etwas anderes beglitzern… *denkdenk*

Ihr braucht: 

  • Tonkarton (nehmt die Farbe, die ihr möchtet)
  • einen kleinen Thuja-Zweig
  • Serviettenkleber
  • Glitzerpulver in grün und Petrol
  • Glitzerklebefolienrest in pink (laut Buch, ihr könnt auch etwas anderes verwenden, dann braucht ihr evtl. noche inen normalen Klebestift)
  • Motivlocher Stern (oder ihr schneidet frei Hand aus)
  • Heißkleber
  • weißer Lackstift (oder einen anderen Stift, den man auf eurem Tonkarton gut sieht)

Ihr seht, viele Materialien könnt ihr aus eurem Fundus ersetzen!

So geht’s:

  1. Deckt bitte euer Arbeitsfeld mit alter Zeitung oder ähnlichem ab. Serviettenkleber, Heißkleber und Glitzerpulver sind sooo anhänglich!
  2. Zeichnet eine Klappkarte auf den Tonkarton auf (ich lege meistens zwei Postkarten nebeneinander 😉 )
  3. Den Thuja-Zweig mit Hilfe eines Pinsels mit Serviettenkleber bestreichen und das Glitzerpulver darüber streuen, Zweig gut trocknen lassen.
  4. Stanzt einen Stern aus (Glitzerpapier, Glanzpapier…) oder schneidet frei Hand einen aus.
  5. Klebt den Glitzerzweig mit ein paar Klecksern Heißkleber auf die Karte und klebt den Stern über die Spitze.
  6. Mit dem Lackstift könnt ihr nun noch ein paar Tupfen als Schneeflocken auf die Karte malen und die Karte mit einem Schriftzug versehen.

mal was anderes, oder? – Aus dem Bastelbuch „Happy Christmas“

kwk

In der Weihnachtsbäckerei

Plätzchen backen gehört für mich in der Adventszeit einfach dazu. Die erste Fuhre habe ich vorletztes Wochenende gebacken. Ich habe in meiner Weihnachtsbäckerei drei Rezepte aus einem ganz tollen Weihnachtskoch- und -backbuch ausprobiert, dass mir eine liebe Kollegin empfohlen hat. Und das ich euch hiermit weiterempfehle. Hier geht es zu den Katalogdaten.

Gewürzplätzchen

Die Zutaten
250 g Weizenmehl
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Päckchen Weihnachtsaroma (gibt es zum Beispiel von Dr. Oetker)
120 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
170 g Butter oder Margarine
50 g gemahlene Mandeln
3 – 4 Esslöffel Schlagsahne
  1. Zuerst wird das Mehl mit dem Backpulver gemischt, anschließend werden alle weiteren Zutaten hinzugefügt (ach, solche Rezepte mag ich ja: einfach alles in einen Topf werfen, rühren, fertig! :)) und das ganze mit den Knethaken erst auf niedriger dann auf hoher Stufe zu einem homogenen Teig verarbeitet.
  2. Den Teig nocheinmal per Hand (z.B. auf einer bemehlten Arbeitsfläche) durchkneten. Oder halt irgendwie so in der Rührschüssel nachkneten, dann muss man nicht noch extra irgendwas einmehlen.
  3. Anschließend wird aus dem Teig eine etwa 30 cm lange Rolle geformt – die ich dann noch durchgeschnitten habe, passt ja sonst gar nicht in den Kühlschrank. Dort soll der Teig dann nämlich mindestens drei Stunden oder auch über Nacht vor sich hin kühlen.
  4. Rolle aus dem Kühlschrank holen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Dabei kann die Rolle immer wieder gedreht werden, damit die Scheiben gleichmäßig abgeschnitten werden.
  5. Die Teigscheiben nun auf mit Backpapier belegte Backbleche legen und für etwa 12 Minuten im vorgeheizten Backofen backen (Ober-/Unterhitze: 180°C, Heißluft: 160°C).
  6. Die Plätzchen auf einem Kuchenrost erkalten lassen und abschließend in eine Plätzchendose umpacken.

Vanillekipferl

Die Zutaten …
… für den Knetteig:
200 g Weizenmehl
1 Messerspitze Backpulver
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eigelb
170 g Butter oder Margarine
100 g gemahlene Mandeln
… zum Bestäuben:
etwa 50 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
  1. Wieder so ein schön einfaches Rezept: Mehl und Backpulver mischen, restliche Zutaten für den Knetteig hinzugeben und alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Mixers zu einem Teig verarbeiten. Auch hier wieder kurz mit den Händen nachkneten und den Teig anschließend abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Hier steht im Rezept übrigens die präzise Angabe, den Teig „eine Zeit lang“ im Kühlschrank zu lassen. Kann man sich also aussuchen. 🙂
  2. Wenn man sich entschließt den Teig aus dem Kühlschrank zu entlassen folgt das Vanillekipferlformen. Dazu eine Teigportion zu einer fingerdicken Rolle formen und diese in etwa 6 cm lange Stücke scheiden. Diese an den enden noch etwas dünner rollen und anschließend bogenförmig auf dem Backblech platzieren. Den Sicherheitsabstand zwischen den Plätzchen beachten.
  3. Die Backbleche mit den Plätzchen im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze: 180°C, Heißluft: 160°C) für etwa 10 Minuten je Blech backen.
  4. Nach dem Backen die Vanillekipferl auf den Backpapieren auf Kuchenroste ziehen. Das Puderzucker-Vanillezucker-Gemisch auf die warmen Vanillekipferl streuen und anschließend abkühlen lassen.

Übrigens sollte zwischendurch das Naschen nicht vergessen werden!

Lebkuchensterne. Ne, Lebkuchenvollmonde!

Das Rezept sieht vor aus dem Teig viele kleine Sterne auszustechen, da hatte ich aber in dem Moment keine Lust drauf. Deswegen sind die Plätzchen rund geworden. Um bei dem Himmelsvergleich zu bleiben nenne ich sie nun Vollmondplätzchen.

Die Zutaten …
… für den Teig:
125 g flüssiger Honig
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 g Butter oder Margarine
4 Esslöffel Milch
3 Tropfen Bittermandelaroma (musste ich weglassen, da ich das nicht mehr da hatte)
1 gestrichener Teelöffel Zimt (Hm, Zimt! Mein Lieblingsgewürz!)
400 g Weizenmehl
2 gestrichene Esslöffel Backkakao
100 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
… für den Guss:
200 g Puderzucker
2 – 3 Esslöffel Zitronensaft
  1. Zuerst wird der Honig, zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker, der Butter bzw. Margarine und der Milch langsam in einem Topf erwärmt, bis sich Honig und Zucker aufgelöst haben. Anschließend abkühlen lassen.
  2. Wenn die Masse fast erkaltet ist, Zimt und Aroma hinzufügen und mit den Rührstäben der Küchenmaschine auf höchster Stufe durchrühren. Mehl, Kakao, Stärke und Backpulver mischen und portionsweise zum Teig dazugeben und unterrühren.
  3. Hier könnte nun das Sternchen-Ausstecherförmchen zum Einsatz kommen. Ich habe einfach kleine Kugeln geformt und platt gedrückt. Vielleicht nicht ganz so schön, aber ändert ja nichts am Geschmack. 🙂
  4. Die Plätzchen auf einem mit Backpapier belegten Backblech platzieren und im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze: 180°C, Heißluft: 160°C) für 10 bis 15 Minuten pro Blech backen.
  5. Nach dem erkalten auf einem Kuchenrost können die Plätzchen noch mit dem Zitronenzuckerguss dekoriert werden.

Hach, da bekomme ich gleich wieder selbst Lust Plätzchen zu backen! Ich glaube am nächsten Wochenende eröffne ich erneut meine Weihnachtsbäckerei!

lga

Lichterdeko basteln

Zur Adventszeit gehören schöne Lichter einfach dazu. Adventskranz, Lichterketten, Teelichter, da wird einem ganz besinnlich zu mute. Aber auch draußen, wenn es abends dunkel wird, sind Lichter schön anzusehen. An Christkindlmarkt ist zwar dieses Jahr bei mir in Wiedenbrück, unweit von Bielefeld, nicht zu denken, aber die Adventsbeleuchtung wurde trotzdem angeschaltet. Das sieht immer so schön aus, wenn Bäume und die ganzen Fachwerkhäuser und der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz so schön beleuchtet sind.

Außenbeleuchtung gibt es auch für das eigene Zuhause zu kaufen. Hier möchte ich euch eine Idee für selbstgebastelte Lichterdeko vorstellen. Die stammt nicht von mir, sondern von meiner Mama – ich habe ihr nur beim basteln über die Schulter gesehen.

Ihr braucht dafür:
eine (für draußen geeignete) Lichterkette,
5 Zweige/Stöcker,
Draht,
Gartenschere oder ähnliches,
Zollstock.

Für einen fünfzackigen Stern nehme man 5 Stöcke. Wir haben dafür ein paar Zweige von einem Nusshucht genommen. Die müssen jetzt auf die passende Länge gestutzt werden. Unsere Lichterkette hat eine Länge von 4,5 m (also der Lichtstrang, dazu kommt dann noch die Kabellage). 10 Seiten hat der Stern, der Umfang soll der Länge der Lichterkette entsprechen, also 4,5 m, damit liegen die 10 Seitenlängen bei 45 cm. Jetzt muss noch die Länge des gesamten Stocks berechnet werden.
Kann man natürlich auch durch ein bisschen ausprobieren rausbekommen.  Oder man berechnet das Ganze. Ich wollte das erst hier erklären aber meine Beschreibung war mir etwas zu wirr geraten daher sei in aller Kürze diese Website dafür empfohlen. Dort trägt man die Längen der zwei bekannten Seiten (a und b), die ja gleich sind (bei mir 45 cm) und Winkel Gamma ein. Der beträgt immer 36° Grad (wer wissen will warum, kann das hier beim Menüpunkt „Pentagramm“ nachlesen). Mein Ergebnis: 27,812 cm. Die Länge der Stöcke soll also 45+45+27=117cm betragen (ich hab die 27,812 mal fälschlicherweise abgerundet, lieber die Stöcke etwas kürzer, als das nachher die Lichterkette zu kurz ist).

Das könnt ihr, je nach dem wie lang eure Lichterkette ist, variieren. Nun werden die beschnittenen Stöcker in Sternform angeordnet. Die übereinanderliegenden Spitzen werden ebenso wir die Kreuzungspunkte in der Mitte mit Draht umwickelt.

Dann nur noch die Lichterkette, zum Beispiel mit Kabelbindern, am Stern befestigen, einen Platz zum Aufhängen finden, Licht einschalten, warten, bis es dunkel wird und das schöne Sternenlicht bewundern. Fertig!

lga

Zum 2. Advent… Chocolate-Chip Cookies!

Kekse backen gehört zu Weihnachten einfach dazu. Manche Kekse wie Makronen sind relativ einfach und schnell hergestellt, andere brauchen Zeit und manchmal auch mehrere Personen. So war es mit Spritzgebäck bevor wir eine Küchenmaschine hatten. Die Teigmühle wurde an einen Stuhl geschraubt, davor kam ein Blech. Mein Bruder musste drehen, ich habe den Teig in den Trichter gedrückt. Meine Mutter hat die Teiglinge aufs Blech gelegt, mein Vater hat sie nach dem Backvorgang verkostet – Arbeitsteilung :).

Seit einigen Jahren sind aber andere Kekse der Renner, und Spritzgebäck nur noch auf Platz 2. Ich hatte ein Cookie-Rezept aus den USA mitgebracht. Die krummen Zahlen für Butter und Schokolade entstanden durch das Umrechnen der Einheiten.

Zutaten und Zubereitung:

  • 1 Tasse weißer Zucker
  • 1 Tasse brauner Zucker
  • 226 g Margarine
  • 1 Tasse Öl

Alles 5-10 Minuten rühren.

  • 1 Ei unterrühren
  • 1 EL Milch
  • 1 TL Backsoda
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Vanillezucker
  • 4 Tassen Mehl

Nochmal gut verrühren.

  • 340 g Chocolate Chips oder Schokotröpfchen unterrühren

Kleine Häufchen mit etwas Abstand auf ein Backblech setzen.

Bei 170 bis 180°C 10 Minuten backen. Und fertig!

Plätzchenbacken eignet sich auch gut für gemütliche Adventssonntage. Das Plätzchen Essen natürlich genauso. 😉

jbl

Aus dem „Hygge-Holz-Natur-Deko-Wohlfühl-Buch“

Wie angekündigt, wollen wir es uns im Dezember ganz gemütlich machen und das Jahr ausklingen lassen. Natürlich springe auch ich auf diese ganzen „Hygge-Holz-Natur-Deko-Wohlfühl-Bücher“ an, blättere sie durch, freue mich über die schönen Bilder und denke ok, und was nun? Tatsächlich konnte ich aus diesem Exemplar ein paar Sachen verwenden und die erste findet ihr hier. 2020 war meines Erachtens kompliziert genug, von daher hier eine super simple  Bastelidee. Wobei es eigentlich nicht viel zu basteln gibt, sagen wir lieber Deko-Idee mit winz-bastel-Anteil:

Lichterkette im Glas 

Ihr braucht:

  • 1-3 große Weck- oder Marmeladengläser
  • 1-3 Lichterketten mit Akku
  • Ein Stück Sackleinen oder anderen schönen Stoff um den Akku zu verdecken

Und das war’s auch schon.

Los geht’s:

  1. Nehmt eine Lichterkette und wickelt den Stoff um den Akku. Lasst den Akku behutsam in das Glas gleiten, möglichst mit dem Schalter nach oben damit ihr das Licht einfacher an- und ausschalten könnt.
  2. Drapiert die Lichterkette so im Glas, dass sie das ganze Gefäß ausfüllt.
  3. Deckel drauf.

optional: 4. Das Glas könnt ihr den Deckel noch mit Bändern verzieren oder es einfach so lassen.

Wenn ihr gerade kein Glas zur Hand habt, so wie ich- eine Laterne tut es auch 🙂 Hauptsache, gemütlich!

Wohin damit? Auf Treppenstufen, auf den Kamin, auf ein Tablett und Tannenzapfen, kleine Baumscheiben, Kugeln, Deko-Orangenscheiben, Zimtstangen…drum herum verteilen.

🙂

kwk

Zum 1. Advent…Das Sams!

Der 1. Advent naht- warum es sich nicht einfach mit einem Kinderbuch auf dem Sofa gemütlich machen?

„Eine Woche voller Samstage“ – so heißt der 1973 erschienene erste von bislang 10 Bänden aus der Reihe um das Sams von Paul Maar. Zu meiner Grundschulzeit war es ein beliebtes Vorlesebuch. Auch Jahre später, als ich als Teil meiner Ausbildung in der Stadtteilbibliothek Brackwede arbeitete, wurde es als Vorlesebuch eingesetzt.

Einer der Hauptcharaktere ist Herr Taschenbier, der bis zum Beginn der Haupthandlung ein unscheinbares Leben führt. Die Geschichte beginnt an einem Samstag nach einer ungewöhnlichen Woche. Ein sonniger Sonntag und Besuch des Schulfreundes Herrn Mon ist nicht ungewöhnlich, sofern man einen Herrn Mon kennt. Auch ein Arbeitstag und ein darauffolgender Wochenteiler ist nicht ungewöhnlich. Nachdem es aber am Donnerstag gewitterte und Herr Taschenbier – der Vorname wird erst später eingeführt – am Freitag frei bekam, war er gespannt, was ihn am Samstag erwarten würde. Bei einem Spaziergang fällt ihm ein vermeintliches Kind auf, welches aufgrund seines Aussehens und seiner frechen Gedichte die Aufmerksamkeit mehrerer Erwachsener auf sich zieht. Mit der Bemerkung, dass es sich bei dem Wesen um ein Sams handeln muss, unterzeichnet Herr Taschenbier die mündlich bereitliegenden Adoptionspapiere und ist von nun an dessen Papa.

Das Sams ähnelt einem Kind, ist aber keins. Es hat eine Rüsselnase, blaue Wunschpunkte im Gesicht und gewisse Probleme mit den hiesigen Kleidergrößen, so dass es in einem mit Herrn Taschenbier gekauften Taucheranzug herumläuft. Im Gegensatz zu Herrn Taschenbier lässt es sich von schimpfenden Menschen nicht einschüchtern. Es kontert mit frechen Sprüchen und stellt das Leben seines „Papas“ im Verlauf der kommenden Woche gehörig auf den Kopf.

„Das Sams feiert Weihnachten“ ist der 9. Band. Zeitlich spielt die Geschichte irgendwo zwischen den ersten Bänden. Das Sams lebt dauerhaft bei Herrn Taschenbier, hat aber keine Wunschpunkte mehr. Adventszeit und Weihnachten ist neu für ihn. In der Samswelt gibt es zwar auch Feste, aber kein Weihnachten. So lernt es das Fest nun kennen und stiftet auch hier allerhand Chaos. Es werden Kekse gebacken, ein Backblech wird zum Schlitten und das Sams springt als Weihnachtswerbefigur im Kaufhaus und als Nikolaus ein. Natürlich dürfen auch Weihnachtsgäste nicht fehlen. Aber nicht jeder freut sich auf die Zeit.

Die Geschichte enthält zwar nicht ganz so viel Chaos wie Band 1, dennoch ist es eine sehr lustige und auch schöne Geschichte.

In der Reihe sind die folgenden Bände erschienen und sowohl in der Kinderbibliothek als auch in den Stadtteilbibliotheken unter ab 6 J. Maar verfügbar. „ab 6 J.“ ist dabei keineswegs als eine Altersbeschränkung nach oben zu verstehen.

 

jbl