Sauerkraut-Tomatensuppe

Hier eine Rezeptidee, die ich von meinem Vater habe.

Ein Lieblingsessen hat ja oft weniger mit Kulinarik oder gar kunstvoller Gourmetküche zu tun, sondern mehr mit einer persönlichen Geschichte oder einer Erinnerung. Bei diesem Rezept erinnere ich mich gerne an ein alljährliches Treffen mit Freunden: das Pfingstlager gehörte schon in meiner Kindheit zur Tradition eines Vereins, in dem im Laufe der Zeit meine ganze Familie aktiv war. Ursprünglich wurde gezeltet mit Lagerfeuerromantik, selbstgebauter Feuer-Kochstelle, fließendes Wasser zum Waschen gab es am Bach nebenan. Später übernachteten wir in Kleingarten-Hütten, immer noch recht rustikal, aber mit Stromanschluss und sanitären Anlagen in der Nähe.

Zentral waren die gemeinsamen Mahlzeiten und zu Mittag gab es eben Eintopf. Wir hatten einen vereinseigenen großen elektrischen Einkochtopf; in jedem Jahr meldete sich jemand freiwillig und kochte für alle. Mein Vater war, glaube ich, der erste Mann, der sich für diese Aufgabe gemeldet hatte. Alle rätselten, was das wohl für eine Suppe gäbe, doch auf Sauerkraut als Hauptzutat kam niemand.

Ich habe damals meinem Vater etwas geholfen; also eigentlich habe ich wohl nur in dem großen Topf herumgerührt, damit nix anbrennt. Vom Rezept habe ich lediglich behalten, dass Hack, Sauerkraut und Tomaten aus der Dose dazugehörten. Und dass es sinnvoll ist, das Sauerkraut noch mal zu schneiden, bevor es in den Suppentopf kommt, weil lange Krautfäden kaum unfallfrei zu löffeln sind – vor allem nicht bei einer roten, tomatigen Suppe.

Das Rezept, nach dem mein Vater sich gerichtet hatte, ging verloren. Als ich ihm viele Jahre später erzählte, ich hätte eine Sauerkrautsuppe gekocht, die von ihm inspiriert sei, wollte er mein Rezept, nur ich hatte keines, ich koche meist frei Schnauze.

Jetzt koche ich regelmäßig für meinen Vater, da war es naheliegend, auch mal wieder eine Sauerkrautsuppe zu versuchen.

Teller gefüllt mit einer roten Suppe, in der auch Hack, Kraut und anderes Gemüse zu erkennen ist. Der Teller steht mit Löffel auf einem blauen Tischset.

Und diesmal habe ich mitgeschrieben. 🤗

Zutaten:

  • 1-2 EL Öl zum Anbraten
  • ca. 1 Pfund Hack (halb und halb)
  • Suppengrün, fein gewürfelt
  • Zwiebel, gewürfelt
  • Tomatenmark
  • ca. 500g Sauerkraut
  • 1,5 l pürierte Tomaten
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • Ajvar und Senf nach Geschmack
  • Gemüsebrühe, ca. 1 l, evtl. auch mehr
  • Kräftiger Schluck Rotwein
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika, eine Prise Zucker, 1-2 Lorbeerblätter, 3-6 Wacholderbeeren, Chilipulver, … – jeder nach seinem Geschmack

Zubereitung:

In etwas Öl das Hack krümelig braten. Zwiebeln dazu geben. Mit Salz, Pfeffer, Chili und Paprika würzen (ich hab da auch noch so Gewürzmischungen, mit denen ich herumexperimentiere; ich mag es mit kräftiger Würze und auch Schärfe). Tomatenmark etwas mit anbraten. Dann mit einem kräftigen Schuss Rotwein ablöschen – das heißt, den Rotwein in den Topf, bitte! 😉

Das Wurzelgemüse klein gewürfelt eine Weile mitdünsten. Senf und Ajvar irgendwann dazu geben und evtl. noch mal würzen. Dann das Sauerkraut untermischen. Ich schneide es vorher – siehe oben – wenn ich‘s nicht vergesse. Mit Tomatenpürree und Brühe aufgießen, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Ich nehme auch noch gerne stückige Tomaten dazu.

Das verträgt wirklich viel Würze, also abschmecken und evtl. nachwürzen. Außerdem hänge ich einen (Tee)beutel mit Gewürzen wie Wacholderbeeren, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern, evtl. Senfkörner, Nelken in die Suppe und lasse alles eine ganze Weile köcheln. Den Teebeutel kann man am Ende komplett wieder herausfischen und kaut später nicht plötzlich auf einer Wacholderbeere oder einem Senfkorn herum (finde ich unangenehm).☺️

So ein großer Topf ergibt natürlich viele Portionen. Wenn Ihr nicht gerade eine ganze Theatergruppe verköstigen müsst, lässt sich die Suppe sehr gut einfrieren. Wir wurden zu zweit pappsatt und konnten noch drei gute Doppelportionen in die Truhe geben. Der Herbst kann kommen.😊

Nun, für mich ist diese Suppe noch extra gewürzt mit schönen Erinnerungen an Familie und Freunde. Das fehlt Euch natürlich beim Nachkochen. Aber vielleicht schmeckt es Euch ja trotzdem. Oder Ihr entwickelt mit der Zeit eine eigene Variation mit Eurer eigenen Geschichte zum Rezept.

Bon appetit.

HilDa

Salat von Erdäpfeln

Für alle, die nicht so gerne Kartoffelsalat mit Mayonnaise mögen, ist dieser leichte Sommersalat eine leckere Alternative. 🙂 Die Zubereitungszeit beträgt ca. 30 Minuten.

Bitte beachtet, es werden Pellkartoffeln benötigt.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 kg gegarte Pellkartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 4-5 EL Kräuteressig
  • Salz
  • gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Salatgurke
  • 4 Tomaten
  • 1 Bund Schnittlauchröllchen
  • 3 EL Speiseöl, z.B. Rapsöl

Und so wird’s gemacht:

  1. Pellkartoffeln pellen, in Scheiben schneiden und in eine große Salatschüssel geben.
  2. Für die Marinade Zwiebeln abziehen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebelwürfel und Brühe in einem Topf kurz aufkochen. Den Topf von der Kochstelle nehmen. Essig unterrühren. Die Marinade mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und mit den Kartoffelscheiben vermengen. Einige -Minuten durchziehen lassen.
  3. Gurke abspülen und abtrocknen oder evtl. schälen, die Enden abschneiden. Gurke in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden oder auf einem Gemüsehobel in Scheiben hobeln.
  4. Tomaten abspülen, trocken tupfen, halbieren nd die Stängelansätze heruasschneiden. Tomatenhälften in Würfel schneiden. Schnittlauch abspülen, trocken tupfen und klein schneiden.
  5. Speiseöl unter die marinierten Kartoffelscheiben rühren. Gurkenscheiben unterheben. Salat nochmals mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken und mit Tomatenwürfeln und Schnittlauchröllchen anrichten.

Skandinavische Variante: Den Salat mit fein gehacktem Dill und gegarten und geschälten Riesengarnelen anrichten.

Guten Appetit! 🙂

kwk

Kuchenrezept im Austausch gegen Kilometer …

Im Zuge des diesjährigen Stadtradelns hat ein Teil unseres Teams Stadtbibliothek auf Rädern eine kleine, feine Radtour unternommen. Ein „Reisebericht“ dazu folgt in Kürze.
Um die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Gruppe aufrecht zu erhalten, gab es als kleinen Pausensnack einen Apfelkuchen – schnell zubereitet, erfahrungsgemäß beliebt und hitzeunempfindlich – also perfekt für eine kurze Picknickpause.
Durchaus überraschend war das Feedback für diesen unspektakulären Kuchen, weshalb er nun einen eigenen Blogbeitrag erhält. Allerdings nur im Austausch gegen die geradelten Kilometer der Kolleg*innen. #QuidProQuo 😉

Zutatenliste für eine Gugelhupfform:
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker (kann durchaus reduziert werden)
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 3 EL Kondensmilch (Milch, Sahne o.ä. geht auch)
  • 3-4 Äpfel (gerne unterschiedliche Sorten)
Zubereitung für Backprofis:

Äpfel schälen. Drei davon kleinschneiden und einen Apfel grob reiben. Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig zubereiten, in eine gefettete Form geben und für ca. 60 Minuten bei 175° Grad backen. Ggf. zum Ende der Backzeit abdecken. Auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Zubereitung für Backneulinge:

Abgewogene Butter (am besten zimmerwarm verwenden oder alternativ vor der Verwendung in einem Topf schmelzen und ein wenig abkühlen lassen) in eine große Rührschüssel geben.
Zucker abwiegen und zusammen mit dem Vanillinzucker und der Prise Salz zur Butter hinzufügen. Nun mit den Rührbesen des Mixers die Komponenten gut durchrühren. Eier aufschlagen und hinzufügen. Wieder gut durchmixen. Das Mehl abwiegen, mit Backpulver mischen und in die Schüssel sieben. Danach kommt wieder der Mixer zum Einsatz. Damit der Teig seine flüssige Konsistenz erhält wird noch (Kondens-)Milch oder Sahne – was man gerade zur Verfügung hat – untergemischt.
Zuletzt die Äpfel abwaschen, abtrocknen, in Viertel scheiden, entkernen und schälen. Drei der Äpfel in kleine Stücke schneiden. Einen Apfel auf einer Küchenreibe grob reiben – dadurch wird der Kuchen besonders saftig. Alles zum Teig hinzufügen und mit einem Löffel unterrühren.
Eine Gugelhupf-, Kasten- oder Springform etwas einfetten und anschließend den Teig in die Form füllen. Diese im unteren Drittel des Backofens auf einen Rost stellen und für ca. 60 Minuten (ist immer ein wenig abhängig vom Ofen) bei 175° Grad fertig backen. Stäbchenprobe durchführen!
Tipp: Die Form abdecken sobald man merkt, dass die Zeit noch nicht abgelaufen ist, aber der Kuchen bereits braun wird.
Anschließend den Kuchen in der Form abkühlen lassen, bevor man ihn aus der Form stürzt.

Ra

Cantuccini à la Jutta

Vor ein paar Jahren in Cuxhaven: Nach dem Essen bei unserem Lieblingsitaliener gab es Espresso mit Cantuccini – köstlich. Als wir uns beim Chef in der Küche verabschiedeten, sahen wir, dass er das feine Gebäck selbst buk. Nie wären wir auf die Idee gekommen, dass man das auch selbst machen kann 🙂

Sofort recherchierte ich nach Rezepten, und nach diversen Versuchen mit verschiedenen Zutaten ist „mein“ Rezept entstanden, das ich auch heute immer noch gerne mache und noch lieber genieße. Die Mehlsorten variieren – was halt gerade da ist. Das wunderbare am doppelten Backvorgang ist die aufgesprungene Oberfläche. Und, die selbstgebackenen Cantuccini sind nicht so zahnbrechend hart wie die industriell produzierten. Der Teig kann schon ein bis zwei Tage vorher geknetet werden und im Kühlschrank ruhen – dann geht’s am Backtag ganz fix.

Bei unserem nächsten Besuch an der Küste brachten wir unserem Patron und seiner Küchenbrigade eine Kostprobe mit – deliziosa.

einige Cantuccini-Stücke auf einer grünen Arbeitsfläche in Großaufnahme

Zutaten:
  • 150 g blanchierte Mandeln
  • 1 Handvoll Pistazien
  • 1 Handvoll Cranberries
  • 250 g Mehl (Dinkel-, Vollkorn-, Weizenm.)
  • 130 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Salz
  • 1/2 Fläschchen Bittermandelöl
  • 25 g kalte Butter
  • 2 Eier
Zubereitung:

Diverse Mehlsorten mit Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Salz und Bittermandelöl mischen.
Butter und Eier zufügen und mit den Händen rasch zu einem festen Teig kneten. Zum Schluss Mandeln, Pistazien und Cranberries in den Teig einarbeiten. Teig in Folie wickeln und mindestens 30 min. in den Kühlschrank stellen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Teig in drei gleich große Stücke teilen und zu ca. 25 cm langen Rollen formen (Tipp: Teig in Folie wickeln und rollen => klebt nicht so). Backblech mit Backpapier auslegen. Teigrollen mit etwas Abstand auf das Backblech legen und ca. 10 min. vorbacken. Der Teig läuft auseinander und erhält die typische Form. Teigrollen aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und in fingerdicke schräge Scheiben schneiden.
Cantuccini nun auf ein Kuchengitter legen und weitere 8 – 10 min. auf der mittleren Schiene backen. Cantuccini vollkommen auskühlen lassen, bevor sie in eine Keksdose gefüllt werden.

Tipp:
Mit Vin Santo (Dessertwein) genießen – köstlich.

Sonnige Grüße,
Jutta Ostwaldt

Rezept-Tipp: Bunter Wurstsalat mit Mozzarella-Kugeln

Ein Rezept, drei Varianten. Und einfach ist es obendrein. Auch die Varianten. Besser geht es nicht, oder? 🙂

Zutaten für 4 Portionen

Für den Salat:

  • 300g feine Geflügel-Fleischwurst (im Stück oder als Aufschnitt-Scheiben)
  • 200g Mini-Mozzarella-Kugeln
  • 1 Bund Radieschen
  • 265g abgetropfter Gemüsemais aus der Dose

Für die Vinaigrette:

  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 75 ml Instant-Gemüsebrühe
  • 4 EL Weißweinessig
  • 1 EL körniger Senf
  • Salz
  • 4 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Von der Fleischwurst die Pelle abziehen und in feine Scheiben oder Streifen schneiden. Mozzarella-Kugeln auf einem Sieb antropfen lassen und evtl. halbieren.
  2. Radieschen putzen, abspülen, abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Radieschenscheiben und Mais in eine Salatschüssel geben. Wurstscheiben oder -streifen und Mozarella-Kugeln hinzugeben und untermischen.
  3. Für die Vinaigrette Petersilie und Schnittlauch abspülen und trocken tupfen. Von der Petersilie die Blättchen von den Stängeln zupfen und klein schneiden. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
  4. Gemüsebrühe mit Essig, Senf einer Prise Salz in einer Rührschüssel verrühren. Olivenöl unterschlagen, Petersilie udn Schnittlauch unterrühren. Die Vinaigrette zu den Salatzutaten in die Schüssel geben und untermischen. Alles etwa 10 Minuten durchziehen lassen.

Als Beilage eignen sich Baguette, Vollkornbrot oder Laugenbrezel.

Variante 1:

Einfach fertige Käsestifte (aus dem Kühlregal) unter den Salat mischen.

Variante 2:

Statt der Radieschen 1/2 Salatgurke schälen, in Würfel schneiden und unter den Salat mischen.

Variante 3 (vegetarisch!):

Die Wurst durch 250g Champignons ersetzen. Die Pilze putzen, mit Küchenpapier abreiben und nach Belieben halbieren. 2 EL Speiseöl in einer Pfanne erhitzen, Champignons darin anbraten, herausnehmen, mit etwas Zitronensaft beträufeln und zum Salat geben.

Guten Appetit! 🙂

kwk

Sauerkraut-Lasagne – aber ohne Lasagne

Ich weiß, blöde Überschrift, aber ich habe keinen knackigen Namen für dieses Gericht, das eben ursprünglich als Lasagne geplant war. Mir war das aber mit der Schichterei zu umständlich für meine Singleküche, also habe ich das Rezept variiert. Okay, ich koche sowieso fast nie nach dem Originalrezept. Natürlich könnt Ihr Nudelplatten nehmen (vorgekocht und abgetropft) und mit der Sauerkrautmasse zu einer Lasagne schichten.

Aber der Reihe nach. Vor vielen Jahren hatte ich in einem Antiquariat ein Kochbuch aus der Reihe Zwergenstübchen erworben. Eigentlich als Geschenk gedacht, war es dann doch bei mir verblieben. Das einzige Rezept, das ich sofort selbst ausprobieren wollte, war die Sauerkraut-Lasagne. Ich werde Sauerkraut wohl nie so kochen können, dass es wie bei Muttern schmeckt, also hab ich das auch gar nicht erst versucht. Statt dessen wollte ich eine eigene Sauerkraut-Variante: als Auflauf mit Käse – hörte sich interessant und ungewöhnlich an und sah auf der Abbildung im Kochbuch auch sehr appetitlich aus. Also wurde das Rezept nachgekocht.

Gläserne Auflaufform, nur noch halb gefüllt mit einem käseüberbackenen Gericht
Sauerkrautauflauf mit Nudeln

Mit den Jahren hab ich wie gesagt einiges verändert; vor allem sind die Nudelplatten weggefallen, ich nehme einfach das, was ich sonst so an Nudeln im Hause habe, allerdings keine Bandnudeln oder andere lange Sorten, nur Kurznudeln (z. B. Penne, Rigatoni oder Fusilli). Schupfnudeln gehen übrigens auch, da habe ich die fertigen aus der Kühltheke genommen und die auch nach Packungsangaben kurz in der Pfanne angebraten, bevor ich sie in die Auflaufform gegeben habe.

Ob das Gericht meiner Mutter geschmeckt hätte, werde ich leider nicht mehr erfahren. Aber meinen Vater habe ich damit bereits bekocht. Nun ja, er isst alles und beklagt sich nie. Aber dieser Sauerkraut-Auflauf ist für uns ein Festschmaus ohne viel Aufwand.

Sauerkrautauflauf mit Schupfnudeln

Zutatenliste: (2 Portionen)

  • 1 Zwiebel
  • ca. 500 g Sauerkraut
  • 2 Paprika (rot)
  • Tomatenmark / Ajvar, insgesamt ca. 2 Esslöffel
  • etwas Gemüsebrühe (1/2 bis 1 Tasse)
  • Crème fraîche oder Sauerrahm
  • Nudeln (für 2 Portionen, aber nicht zu viel)
  • etwas Öl
  • Hartkäse, gerieben

Eine fein gehackte Zwiebel in heißem Öl glasig dünsten, Sauerkraut (500 g) und zwei klein geschnittene Paprika dazugeben und dünsten. Ungefähr 2 Esslöffel Tomatenmark und (wer mag) Ajvar einrühren. – Ich gebe gern etwas Schärfe dazu einschließlich einer kleinen Prise Chilipulver oder Chiliflocken. In dem Kinderkochbuch fehlte das natürlich. Beim Würzen geht Ihr einfach nach eigenem Geschmack vor. – Mit ein wenig Gemüsebrühe ablöschen (1/2 bis 1 Tasse). Bei schwacher Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Zuletzt einen Becher Crème fraîche oder Sauerrahm unterziehen.
Die Sauerkrautmasse in einer gefetteten Auflaufform mit den vorgekochten Nudeln oder Schupfnudeln mischen. Zum Schluss Hartkäse drüber streuen (ich nehme meist mittelalten Gouda, gerne auch gemischt mit Cheddar).
Im vorgeheizten Backofen bei 150-160 Grad Umluft solange überbacken, bis alles ordentlich brodelt – der Käse sollte aber nicht verbrennen. 😃 (ca. 30-40 Minuten)

Kochbuch "Nudelzauber" aus der Reihe "Zwergenstübchen"
privates Exemplar

Die Koch- und Backbücher mit den Zwergenillustrationen waren mal Klassiker in der Familienküche und sind seit einigen Jahren auch wieder lieferbar. Aus dem Band „Nudelzauber“ ist das Originalrezept einer Sauerkraut-Lasagne.

HilDa

Rezept: Brownies mit Macadamianüssen

Ich habe neulich beim morgendlichen Einstellen von Medien mal wieder ein Backbuch entdeckt. Nach schnellem Durchblättern habe ich es kurzentschlossen ausgeliehen und Zuhause dann nochmal in Ruhe durchgeschaut. Heute möchte ich euch das erste Rezept vorstellen, das ich ausprobiert habe (Spoiler: es ist sehr schokoladig.. 😉 ).

Die Zutaten:

200 g Butter
200 g Mehl
100 g Macadamianüsse
200 g Zartbitterkuvertüre
175 g Zucker
4 Eier
100 g Sauerrahm
1 Teelöffel Backpulver
etwas Puderzucker für den Schneelook

Die Zubereitung:

Zuerst eine Backform ausbuttern und zusätzlich mit ein wenig Mehl bestäuben. Die Form sollte etwa die Maße 20 x 30 cm haben.

Die Macadamianüsse in eine Pfanne werfen und duftend rösten. Nach dem Abkühlen, die Nüsse grob klein hacken. Anschließend auch die Kuvertüre hacken (oder auch nicht, dann dauert es halt länger bis sie schmilzt – das ist eventuell meine bevorzugte Methode) und zusammen mit der Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen. Das ganze etwas abkühlen lassen.

Zucker und Eier in eine Rührschüssel geben und cremig schlagen. Die leicht abgekühlte Schokoladenmasse nach und nach unterziehen. Den Sauerrahm dazu geben und unterrühren. Zuletzt Mehl, Backpulver und die Nüsse hinzugeben und ebenfalls unterrühren.

Den Teig gleichmäßig in der Backform verteilen und im vorgeheizten Backofen (180 °C Ober- und Unterhitze) etwa 30 Minuten backen. Die Brownies sollten zum Schluss immer noch weich und saftig sein.

Nach dem Abkühlen, den Kuchen in Stücke schneiden und nach belieben mit Puderzucker berieseln (wenn es sonst schon nicht schneit, kann man sich ja wenigstens die Illusion von Schnee in die Küche holen).

Das Rezept findet ihr in dem Buch Cookies, Brownies und Brookies, das Buch könnt ihr vor Ort, aber auch in der Onleihe ausleihen. Ich habe schon das nächste Rezept ins Auge gefasst. 🙂

lga

Rezept: Winterliche Windbeutel

Wir haben euch im Blog schon einmal ein Rezept für Windbeutel vorgestellt, letztens reizte es mich aber, mal ein etwas anderes, als mein altbekanntes Rezept auszuprobieren.

Schnell wurde ich auch hier fündig und habe das Rezept ein wenig abgeändert ausprobiert.

Die Zutaten für die Füllung:

600 g Äpfel
2 Esslöffel Zitronensaft
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
250 ml Apfelsaft
1 Teelöffel Zimt (oder mehr … 🙂 )
100 g gehackte Mandeln

Die Zutaten für den Brandteig:

150 ml Wasser
30 g Butter
1 Prise Salz
100 g Mehl
20 g Speisestärke
etwa 4 Eier
1/2 gestrichener Teelöffel Backpulver

Die Zutaten für die Sahnefüllung:

300 ml Schlagsahne
1 Päckchen Bourbon-Vanillearoma
1 Päckchen Vanillezucker

Die Zubereitung:

Zuerst die Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einen Topf geben. Das Ganze etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Währenddessen das Puddingpulver mit dem Apfelsaft vermischen, in den Topf zu den Äpfeln geben und unter Rühren aufkochen. Nun den Topf vom Herd nehmen und Zimt und Mandeln untermischen. Aus dem einen Teelöffel Zimt habe ich ungefähr 3 gemacht. Zimt kann es bei mir nie genug geben. 🙂

Nun widmen wir uns dem Brandteig. Das Mehl mit der Speisestärke mischen. Das Wasser zusammen mit der Butter und Salz in einen Topf geben und aufkochen. Den Topf von der Herdplatte nehmen und das Mehlgemisch in einem Rutsch dazu geben und mit einem Kochlöffel rühren, bis ein glatter Teigkloß entsteht. Den Topf nochmal auf die Herdplatte stellen und unter Rühren etwa 1 Minute erhitzen.
Den Teig in eine Rührschüssel geben und 3 der Eier nacheinander mit den Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschinen unterarbeiten. Das vierte Ei verquirlen und nur so viel zum Teig geben, bis er stark glänzt und am Knethaken Spitzen zieht. Das restliche Ei im Kühlschrank aufbewahren und zum Beispiel fürs nächste Rührei verwenden. Den Teig abkühlen lassen und im Anschluss das Backpulver unterrühren. Mit zwei Löffelchen Teighäufchen (ungefähr 20) auf ein eingemehltes oder mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze: 200 °C, Heißluft: 180 °C) circa 25 Minuten backen. Die Windbeutel anschließend auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Nun wird die Sahnefüllung zubereitet. Dazu die Sahne mit dem Aroma und dem Zucker steif schlagen.

Abschließend die Windbeutel mit einem Messer halbieren. Auf die untere Hälfte zuerst die Apfelfüllung und darauf die Sahne geben. Die obere Windbeutelhälfte aufsetzen und etwas andrücken.

Vor dem Servieren kann noch etwas Puderzucker, für den winterlichen Schneelook darüber gestreut werden.

Guten Appetit!

lga

Rezept: Kritharaki mit Mett

Ein recht einfallsloser Name, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll. Ein richtiger Auflauf (obwohl das Ganze in eine Auflaufform kommt) ist es für mich nicht, weil kein Käse dazu kommt. Und der gehört für mich in bzw. auf einen Auflauf. 🙂 Wie auch immer, das Gericht ist ziemlich einfach zuzubereiten. Bei uns zuhause schon lange ein Klassiker, ich weiß gar nicht weshalb ich das hier noch gar nicht gepostet habe. 🙂

Zutaten:

  • 1 kg Mett
  • 1 Paket Kritharaki
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 1,5 l Brühe (aus Brühwürfeln)
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Becher Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • Öl

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und klein schneiden.
  2. Mett und die Zwiebel in einem großen Topf in dem Öl anbraten.
  3. Ofen vorheizen, 200°C Umluft.
  4. Die Kritharaki einstreuen.
  5. Die komplette Tube Tomatenmark hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Passt auf, die Brühe kommt noch dazu und die ist ja auch würzig, also lieber später nochmal nachwürzen. 🙂
  6. 1,5 l Wasser und die Brühwürfel hinzufügen, einmal aufkochen lassen, danach auf niedrige Temperatur herunterstellen.
  7. Ab und zu umrühren, sonst bleiben die Kritharaki am Boden kleben. Wenn die Kritharaki dicklich werden, füllt man die ganze Masse in eine Auflaufform.
  8. Die Sahne darüber gießen. (Je nach Größe der Auflaufform eben 1-2 Becher. Oder anderthalb. 🙂 )
  9. Bei 200°C Umluft ca. 30 Minuten in den Backofen.

Je nach Größe der Auflaufform kann man die Masse auch super auf zwei kleinere Formen aufteilen. Dann eben über jede Form Sahne gießen.

Guten Appetit!

kwk

Milchreiskuchen (mit Kirschen)

Milchreiskuchen… darunter konnte ich mir erst nichts vorstellen. Ich weiß, Milchreis kochen dauert lange und man muss aufpassen, dass er nicht anbrennt. Die Mühe ist es aber wert und der Kuchen ist eine tolle Alternative zum herkömmlichen Milchreis-Dessert! 🙂

Arbeitszeit 60 Min. ;  Backen 45 Min. ; Kühlen 3 Std. ; Ruhen 30 Min. ; Niveau: Mittel

Füllung:

1 Liter Milch

1 Vanilleschote

2 Prisen Zimt

170 g Milchreis

100 g Zucker

80 g kalte Butter  

Knetteig: 

230 g Mehl

Etwas Mehl zum Arbeiten

100 g Puderzucker

1 Prise Salz

120 g kalte Butter  

Außerdem: 

1 Glas Schattenmorellen (Abtropfgewicht ca. 360g)


  1. Für die Füllung Milch in einen Topf geben und aufkochen. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herausschaben. Ausgekratzte Schote und Mark mit dem Zimt zur Milch geben. Milchreis und Zucker in die kochende Milch rühren und unter gelegentlichem Rühren bissfest kochen. Topf beiseite stellen.
  2. Für den Mürbeteig Mehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Kalte Butter in Stücken zugeben, den Teig verkneten und in Folie gewickelt 30 Minuten kühlstellen. Butter in den warmen Milchreis rühren.
  3. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Springformboden (Ø 26 cm) fetten. Kirschen auf einem Sieb abtropfen lassen.
  4. Die Hälfte des Mürbteiges auf den Boden der Springform drücken. Mit dem übrigen Mürbteig einen ca. 4 cm hohen Rand in die Springform drücken. Boden mit einer Gabel einige Male einstechen.
  5. Die Hälfte des noch warmen Milchreises in der Form verstreichen. Kirschen darauf streuen. Restlichen Milchreis esslöffelweise auf den Kirschen verteilen und die Kuchenoberfläche glatt streichen. Kuchen im unteren Drittel ca. 45 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und mind. 3 Stunden auskühlen lassen, erst dann aus der Form nehmen. Der Kuchen ergibt ca. 12 Stücke.

Ich kann mir vorstellen, dass er Kuchen auch im Sommer gut schmeckt, wenn er aus dem Kühlschrank auf den Tisch kommt. 😎

Guten Appetit!

kwk