Der Welttag des Buches

Habt ihr Lust zu feiern? – Wir auch. Aber mit Abstand und virtuell. Heute ist der Welttag des Buches und ich finde, das können wir ruhig mal zelebrieren.

Wie kam es eigentlich dazu, einen „Welttag des Buches“ auszurufen?

Nun, 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Ganz nebenbei bemerkt ist der Tag der Geburtstag des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness und der (vermutete) Geburts- und Todestag von William Shakespeare sowie der Todestag von Miguel de Cervantes. Wobei- zu dieser Zeit wurde in England noch mit dem julianischen Kalender gerechnet, während in Spanien schon der gregorianische Kalender galt. Somit starb Shakespeare zehn Tage später als Cervantes. Aber egal. 🙂

Außerdem begehen wir heute den Tag des deutschen Bieres. Zwei Events auf einmal, da lohnt sich doch das Feiern, oder? Für alle Statistik-Fans unter euch haben wir noch etwas von „Statista“ für euch:

kwk

Buchtipp: Puls von Stephen King

Kürzlich überkam mich mal wieder die Lust auf einen Stephen King Roman. Ich lese seine Bücher richtig gerne und warte tatsächlich immer noch darauf, dass er mich mit einem seiner Bücher mal enttäuscht.

Anfangs dachte ich, dass er dies mit Puls vielleicht schaffen würde. In Puls begleiten wir Clay Riddell, der geschäftlich in Boston unterwegs ist, als plötzlich jeder, der gerade ein Handy am Ohr hat, wahnsinnig wird. Was sich zum Beispiel darin äußert, dass diese Personen anderen die Kehle durchbeißen oder Hunden die Ohren abkauen. Nett. Zusammen mit Tom und Alice, die er zufällig trifft, verlässt er Boston, um nach Hause zu gelangen und seine Ex-Frau und besonders seinen Sohn zu finden. Der natürlich auch ein Handy hat. (Das Buch ist von 2006, da hatten ja noch nicht alle Menschen ein Handy und so ist es durchaus plausibel, dass eben nicht jeder den Verstand verliert.)

Ich mag ja solche Endzeitgeschichten. Diese ganzen Versionen davon, wie die Menschheit zu Grunde gehen könnte, finde ich immer wieder spannend, gerade weil sie oft Aspekte aus unserem echten Leben nehmen und auf die Spitze treiben, wohin das führen könnte. Das macht das Ganze dann gleich noch gruseliger.

Hier ist es ein Gegenstand, den heute so gut wie jeder in der Tasche hat. So werden die wahnsinnig Gewordenen dann auch Handy-Verrückte genannt. Während sie anfangs noch an Zombies erinnern, entwickeln sie später noch ganz andere Züge (stinknormale Zombies hätte ich King auch nicht zugetraut :)).

Enttäuschend war für mich, dass sich die Geschichte im ersten Drittel ganz schön hingezogen hat. Ich mag ja eigentlich Kings ausschweifende Schreiberei sehr gerne, hier war mir der Anfang aber einfach zu sehr in die Länge gezogen. Zum Glück hat sich das noch geändert und den Rest des Buches über viel es mir sehr schwer dasselbige überhaupt aus der Hand zu legen. Also noch immer keine Enttäuschung. 🙂

Die Katalogdaten zum Buch findet ihr hier. Dort ist ebenfalls die Verfilmung zum Buch verzeichnet. Der Film ist von 2017, ich habe ihn bisher aber noch nicht gesehen. Verfilmungen von Stephen Kings Werken sind ja immer so eine Sache … mal sind es Meisterwerke und dann wieder eher ein Griff ins Klo. Mal sehen in welche Kategorie dieser Film für mich fallen wird. 🙂

lga

Bücher auf Reisen!

Uns erreichte die tolle Nachricht, dass einige unserer makulierten Bücher eine neue Heimat gefunden haben. Lest selbst:

Letzten Sommer hatten wir (Maria Behrens und Laura Relitzki) vom Förderverein der Musikschule Ouagadougou A.M.E.M. e.V. das Glück, bei Ihnen im Archiv der Stadtbibliothek nach geeigneten Kinderbüchern für die Schulbibliothek unserer Musikschule Ouagadougou stöbern zu dürfen.

Im September haben sich diese Bücher dann von Hamburg über Lomé (Togo) auf dem Weg zu uns gemacht und sind letzte Woche bei uns in Ouagadougou angekommen. So haben Ihre Bücherspenden endlich bei uns in der Musikschule ihren Platz gefunden.

Ohne Menschen wie Sie wäre der Aufbau unserer Musikschul-Bibliothek nur schwer möglich, da kaum Bücher in Burkina Faso gedruckt werden und gute Bücher nur schwer zu bekommen sind. Somit sind wir auf Bücherspenden aus Deutschland / Frankreich angewiesen.

Es freut uns sehr, dass Sie sich dazu entschieden haben, Ihren Büchern ein neues Leben an einem Ort zu schenken, der sich so von seiner ursprünglichen Herkunft unterscheidet.

 

Einem Ort, an dem die Sonne so schnell auf und wieder untergeht, als hätte jemand blitzartig ihren Lichtschalter betätigt.

Einem Ort, an dem Gastfreundlichkeit regiert und die Menschen so offen und hilfsbereit sind, dass es einem beizeiten die Sprache verschlägt.

Einem Ort, an dem eine mittlerweile nicht mehr ganz so kleine Musikschule jeden Tag von hellem Kinderlachen gefüllt wird, das sich nun auch in den Seiten Ihrer Kinderbücher verfängt.

Auf dem Bild sehen Sie Faustin, Elie, Ima und Elisée (v.l.n.r.), 4 unserer treuen Schüler*innen, mit denen ich am Wochenende die Pakete zusammen ausgepackt und die Bücherei eingeräumt habe.

 

 

 

 

 

 

 

Jedes Ihrer Bücher wurde mit einem Aufkleber versehen, auf dem der Name der Stadtbibliothek Bielefeld als Unterstützer steht, sodass die Kinder immer an die Spende der Stadtbücherei erinnert werden.

Herzliche Grüße aus der Hauptstadt Burkina Fasos und erneut ein riesiges Dankeschön an Sie!

Maria Behrens

Do you read me?

Ich liebe schöne Buchläden. Egal, ob sie nostalgisch oder modern eingerichtet sind, Hauptsache sie strahlen eine heimelige Atmosphäre aus. Zum Wohlfühlen eben. In vielen Buchhandlungen wird außer Büchern mittlerweile oft auch anderer Kram angeboten. Gegen Lesezeichen habe ich nichts, aber Kekse, Tassen, Tee und anderen Klüngel… ich weiß nicht.

Dieses Buch habe ich mal wieder durch Zufall entdeckt. Die besten Bücher entdeckt man irgendwie zufällig, oder? 😉 Meine Kollegin verriet mir, dass sie das Buch gekauft hat, weil sie das Cover so ansprechend fand. Geht einem ja oft so. In diesem Buch werden Buchläden über die ganze Welt verteilt beleuchtet. Afrika, Indien, USA, Paris, Deutschland, China… die Liste ist lang und fantastisch. Lasst uns eintauchen in die fantastische Welt der Bücher und wo es sie zu kaufen gibt mit „Do you read me?

Besonders angetan war ich von einer Apartment-Buchhandlung aus New York City. Der Inhaber von Brazenhead-Books, Michael Seidenberg, hatte einen eigenen Laden. Doch nach einer Mieterhöhung verlegte er sein Sortiment in seine Wohnung. Daraus wurde quasi ein „Speakeasy“-Buchladen, jeder durfte nach einer kurzen Anmeldung per Telefon vorbei kommen und stöbern. Leider lebt der Inhaber nicht mehr und damit schloss sich 2019  die Tür zu diesem außergewöhnlichen Ort. Hier ein netter Artikel aus dem New Yorker.

Nicht fehlen darf natürlich die Livraria Lello in Porto. Wunderschön, von außen wie von innen. Aber mittlerweile leider völlig von Touristen überlaufen. Kein Wunder, dass man nun einen Eintrittspreis zu entrichten hat, wenn man sich die tollen Räumen ansehen möchte.

Kommen wir nun zu einem etwas moderneren Design. in der Cafebrería El Péndulo in Mexiko-Stadt wächst eine Palme. Und zwar eine große. Sieben dieser Buchhandlungen gibt es in der Stadt, ich finde es toll, dass jede das Buch- und Eventangebot individuell auf ihr Viertel zuschneidet.

 

Mittendrin Mittwoch #62

Die Arena von Stephen King

Als Linda und Jackie aus der Polizeistation zurückkamen, saßen Rusty und die Mädchen auf den Stufen vor der Haustür und warteten auf sie. Die Little Js trugen noch ihre Nachthemden – aus leichter Baumwolle, nicht aus Flanell wie sonst zu dieser Jahreszeit. Obwohl es noch nicht ganz sieben Uhr war, zeigte das Thermometer vor dem Küchenfenster schon 19 Grad an.

Die Arena von Stephen King, Seite 820

Über die Kleinstadt Chester’s Mill in Maine legt sich plötzlich eine riesige Kuppel. Sie ist durchsichtig aber sehr massiv. Das bekommt nicht nur ein kleines Flugzeug auf fatale Weise zu spüren, sondern auch die ein oder andere Nase, die sich so mancher an der Kuppel blutig schlägt. Chester’s Mill ist also abgeschnitten vom Rest der Welt und jegliche Versuche, die Kuppel zu zerstören oder überhaupt erst mal herauszufinden was sie ist, wie sie entstanden ist oder wer sie erzeugt hat scheitern. Für Chester’s Mill und seine Bewohner ist das natürlich ungünstig. Dramatisch wird das Ganze jedoch vor allem dadurch, dass der Zweite Stadtverordnete Big Jim Rennie, zwar sagt er wolle immer nur das beste für die Stadt aber eigentlich will er Chester’s Mill nur komplett unter seine Kontrolle bringen. Die Polizei hat er schon in der Tasche, wodurch viel mehr Probleme entstehen als gelöst werden. Die Truppe der Leute, die noch Verstand im Kopf haben ist so leider auch hauptsächlich damit beschäftigt Big Jim davon abzuhalten, seine eigene kleine Diktatur einzurichten, anstatt sich zum Beispiel Sorgen um die steigenden Temperaturen oder die Auswirkungen der zunehmenden Verschmutzung der Kuppel zu machen.

Stephen King lese ich immer wieder gerne und Die Arena gefällt mir bisher auch wieder sehr gut. Mit über 1200 Seiten ist das Buch zwar etwas dicker aber dafür ein wahrer Pageturner. Es ist einfach wahnsinnig spannend zu lesen, wie sich die verschiedensten Menschen unter der Kuppel verhalten, wie in machen das Beste und dafür in anderen das Schlechteste zum Vorschein kommt. Ich bin nun wirklich gespannt, was es mit der Kuppel auf sich hat, ob es gelingt sie zu zerstören und was von Chester’s Mill und seinen Bewohnern übrig ist, sollte das wirklich gelingen.

Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Wie die Stadtbibliothek zu einer Neuauflage kam

Mein junger Pudel Buddy sollte die Begleithundeprüfung ablegen – oder besser gesagt ich mit ihm.

Um den Jungspund besser vorzubereiten, lieh ich mir, ergänzend zu meinen eigenen Hundebüchern, auch etliche Bücher aus der Stadtbibliothek aus.

Vor der Arbeit machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und las in dem Buch „Hundtraining mit Martin Rütter“, wie man einem Hund gutes Benehmen in Alltagsituationen beibringt. Als ich zur Arbeit aufbrechen musste, legte ich das Buch fix auf dem Sofa ab. Mein Hund darf nicht auf das Sofa. Mein Hund darf auch keine Bücher annagen. Mein Hund sah die Sache anders, machte es sich auf dem Sofa gemütlich und erforschte mit den Zähnen die Qualität meiner Lektüre.

Das Ergebnis war eine fehlende Ecke am Buch und etliche Zahnabrücke auf dem Umschlag.

Ich weiß nicht, was das über die Güte der Erziehungstipps von Martin Rütter aussagt.

Jedenfalls kann das Hundetier nun „Sitz“, „Platz“ und „Fuß“. Die Bibliothek hat die Neuauflage von 2014 von mir als Ersatz bekommen. Ich überlege noch, ob ich es dem Lockenwolf vom Futter abziehe. Obwohl er ja für gute Arbeit auch gute Leckerchen verdient hat. Der Bibliothek und ihren Lesern sei die Neuauflage gegönnt. Meine Empfehlung ist, mal beim Standort Xbp 20 vorbeischauen. Dort gibt es auch noch andere tolle Hundebücher –  zum Beispiel mit praktischen Schnüffelspielen. Mein Senior hat jedenfalls schon mal mein verlorenes Handy im dunklen Wald gefunden. Und das lernt der Junior auf jeden Fall auch noch. Und ich habe gelernt, dass man Bücher auf dem Tisch ablegt und nicht auf dem Sofa. Ich werde das ersetzte Buch wohl doch von meinem Futter abziehen. Ich hätte die Nageattacke vorhersehen müssen. Ich weiß doch, wie junge Hunde sind.

Nun ist der Hund schon 3 Jahre alt. Die Begleithundeprüfung ist bestanden. Ein Suchhund ist Buddy auch geworden und noch dazu ein prima Vorlesehund.

Rieke

Mittendrin Mittwoch #59

Die eiserne Tür glitt zur Seite. Bohrmanns Blick erwanderte die gigantische Konstruktion des Simulators.
Der Tiefseesimulator schien die Natur auf ein menschenverträgliches Maß heruntergestutzt zu haben, ohne sie gleich ins Exil der bloßen Theorie zu schicken. Wenngleich im kleinen Maßstab, war das Meer beherrschbar geworden.

Der Schwarm von Frank Schätzing, Seite 273

Als ich das erste Mal versucht habe den Schwarm zu lesen, bin ich nicht über die ersten 100 Seiten hinaus gekommen, weil ich es fürchterlich langweilig fand und daraufhin stand das Buch dann erst mal wartend im Regal. Irgendwann war meine Biolehrerin im Abi mal ganz entsetzt, dass niemand von uns den Schwarm gelesen hatte, was ich zum Anlass nahm, es doch noch einmal zu versuchen – und ich wusste gar nicht mehr was mich beim ersten Versuch so gestört hat. Das ist jetzt bestimmt schon wieder 5 Jahre her, ich habe vieles vergessen, deshalb macht es gerade richtig Spaß das Buch erneut zu lesen.

Der Mensch leitet Abwässer und Gifte in die Meere, überfischt sie, zerstört Lebensräume – doch nun scheint das Meer zurück zuschlagen. Am norwegischen Kontinentalhang taucht eine unbekannt Wurmart auf, vor Südamerika und Australien ziehen Schwärme von giftigen Quallen die Küsten entlang, Wale greifen plötzlich Schiffe und Menschen an und in Frankreich sorgen Hummer auf den Tellern für unbequeme Nebeneffekte. Hinter all dem steckt natürlich – wir haben es schon vermutet – ein höherer Zusammenhang.

Mir gefällt auch jetzt wieder, wie sich beim Lesen immer neue Aspekte des großen Ganzen auftun und sich erst nach und nach zusammenfügen. Darüber hinaus ist das Buch auch einfach richtig spannend. Eine Katastrophe jagt die andere, ständig geraten die Protagonisten in lebensgefährliche Situationen. Bei so viel Spannung ist auch ein fast tausendseitiger Wälzer schnell gelesen. Was ich aber vor allem faszinierend finde, sind all die Informationen, die man über die Meere, deren Geologie, verschiedene Lebensformen oder was wir alles für einen Schmarrn damit anstellen, erhält. Da stecken auch viele wichtige Botschaften drin und man merkt wirklich, wie viel Recherchearbeit Frank Schätzing in dieses Buch gesteckt hat. Er hat tatsächlich so viel recherchiert, dass er auch gleich noch ein Sachbuch, das thematisch an den Schwarm angelehnt ist, geschrieben hat. (Welches übrigens auch sehr zu empfehlen ist.)

Ich freue mich jedenfalls auf den Rest des Buches und darauf im Anschluss auch besagtes Sachbuch (Nachrichten aus einem unbekannten Universum) noch einmal zu lesen.

Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #47

Als der belgische Physiker und Jesuitenpriester Georges Lemaître vor ungefähr einhundert Jahren ein ähnliches imaginäres Uhrwerksuniversum anhand der drei kosmologischen Prinzipien in der Zeit expandieren und sich kontrahieren ließ, kam er zu einer einfachen Schlussfolgerung: Unser Kosmos, der seit Menschengedenken als immer schon existent vorausgesetzt worden war, hatte wahrscheinlich einen Anfang gehabt.
Einsteins Gleichungen hatten Lemaître und viele andere nach ihm rasch auf den sehr verwirrenden Gedanken gebracht, dass unser Universum zwar immer schon seine ganze heutige Energie, aber ursprünglich noch keinerlei Ausdehnung gehabt habe.

Das Universum in deiner Hand von Christophe Galfard, Seite 114

Um solche und ähnlich spannende Dinge geht es in meiner aktuellen Lektüre. Ich lese sehr gerne Bücher über Astrophysik, das Universum und die Raumfahrt, deshalb habe ich direkt zu diesem Buch gegriffen, als ich es bei uns in der Stadtbibliothek  am Neumarkt entdeckt habe. Man erlebt hier wirklich eine „unglaubliche Reise durch die Weiten von Raum und Zeit und zu den Dingen dahinter“, wie der Untertitel verspricht.
Alles wird sehr bildhaft und leicht verständlich beschrieben. So verspricht der Autor direkt am Anfang, dass in seinem Buch, nur eine einzige Formel vorkommen wird, nämlich E=mc². Somit richtet sich das Buch vor allem an alle Neulinge auf diesem Gebiet.

Ich freue mich jedenfalls nun auf die restlichen gut 150 Seiten und darauf, mal wieder etwas über die Raumzeit, die Quantenwelt und anderes zu lesen!

Das Buch steht bei uns hier.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich die Blogaktion ausgedacht. Der „Mittendrin Mittwoch“ besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #43

Das hohle Brausen des Flusses erfüllte seine Ohren. Einen Herzschlag lang kam es Simon vor, als sei das Wasser das Einzige, was sich bewegte – als seien die Bogenschützen am anderen Ufer, Marya, er selber, zu Stein erstarrt. Dann fauchte ein weiterer Schaft an de weißgesichtigen Mädchen vorbei, zersplitterte krachend an einem zerbrochenen Gesims aus glänzendem Stein, und alles war wieder in fieberhafter Bewegung.

Der Drachenbeinthron von Tad Williams, Seite 572

Der Drachenbeinthron ist der erste Teil der Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter.
Von Tad Williams wollte ich schon lange mal was lesen und ich bin froh, dass ich das jetzt auch endlich mal in Angriff genommen habe. Bisher bin ich nämlich ziemlich begeistert von dem Buch. Wir begleiten den zu Anfang des Buches vierzehnjährigen Simon, der auf dem Hochhorst, der Burg des Hochkönigs von Osten Ard, als Küchenjunge lebt. Doch die lange friedliche Regentschaft von König Johan neigt sich dem Ende und nach ihm scheint es nicht so friedlich weiter zu gehen.
Simon, der sich eigentlich immer gewünscht hat mehr zu sein als nur ein Küchenjunge, ist von den Abenteuern, in die er nun stolpert, doch nicht mehr ganz so begeistert, da sie etwas zu sehr sein Leben bedrohen.
Wir treffen in diesem Buch auf allerlei fantastische Wesen, wie die Sithi und Trolle (die hier mal so ganz anders sind, als ich mir die sonst so vorstelle), auf Nornen und Hunen. Und wir begegnen Leuten, von denen ich bisher noch gar keine Ahnung habe, was sie für eine Rolle spiele werden.

Ein sehr sympathischer Protagonist, dunkle Magie, die sich anbahnt, eine spannende Welt (Osten Ard klingt auch einfach schon so cool), viele Geheimnisse – ich glaube mit dieser Buchreihe werde ich noch viel Spaß haben!

Wo ihr das Buch oder auch das Hörbuch bei uns ausleihen könnt erfahrt ihr hier.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich die Blogaktion ausgedacht. Der „Mittendrin Mittwoch“ besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #41

Sie näherten sich ihrem Ziel, der Königsstadt Segovia, in der der König, wie in so vielen Städten seines Reiches, einen Alcazar besaß. Doch der Palast von Segovia war nicht nur irgendeiner unter vielen. Er zählte zu den prächtigsten, in denen sich der König gern aufhielt, und er enthielt die Schatzkammer des Reiches. Schon lange bevor die Stadt vor ihnen auftauchte, erhoben sich die schneebedeckten Berge der Sierra de Guadarrama weit in der Ferne vor ihnen in den blauen Frühlingshimmel. Sie war ein Teil der lang gezogenen Cordellera Central, die das Hochland von Kastilien in Ost-West-Richtung zerschnitt und deren Überquerung für die Zugtiere vor den Karren der Händler viel Mühe und Schweiß bedeutete.

Ulrike Schweikert | Das kastilische Erbe | Roman

Zwei außergewöhnliche Frauen – vom Schicksal vereint

In einem Antiquariat stößt die Münchner Journalistin Isaura auf ein altes Buch, dessen Autorin sich »La Caminata« nennt. Die Worte erscheinen ihr seltsam vertraut, und sie ist fasziniert von der Geschichte der jungen Hofdame Jimena, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte. Isaura begibt sich auf Spurensuche in Spanien, und kommt in dem kleinen Städtchen Tordesillas einem jahrhundertealten Geheimnis auf die Spur, das sie tief in ihre eigene Familiengeschichte führt …

Mir gefällt dieses Buch sehr gut. Die Autorin schafft es durch geschickte Gegenwarts- und Vergangenheitswechsel die Spannung aufrechtzuerhalten bzw. aufzubauen.
In diesem Roman wird überhaupt nicht langweilig über die historischen Ereignisse geschrieben.
Schnell taucht man in das Spanien im 15. Jahrhundert ein, findet sich mitten im Machtgerangel um den Thron von Kastilien und Léon wieder und verfolgt gebannt das aufregende Leben von Jimena und Isabel.

Jimena im 15.Jahrhundert und Isaura im 21.Jahrhundert sind durch die Gabe des „Sehens“ miteinander verbunden. Beide Frauenschicksale werden gekonnt miteinander verknüpft.
Die Handlungsabschnitte, die im 15. Jahrhundert in Spanien spielen, nehmen den größeren Teil des Romans ein, und man lernt Jimena, Teresa und Beatriz kennen, die als Hofdamen im Dienst von Isabel von Kastilien stehen und dieser von Jugend an freundschaftlich verbunden sind

Die Autorin hat sich beim Schreiben dieses Buches so gut es geht an die historischen Fakten gehalten. Der mystische Teil der Geschichte ist natürlich Fikton. Ein gelungener Auftakt der Trilogie, der definitiv Lust auf mehr macht.

Moe