Mittendrin Mittwoch #62

Die Arena von Stephen King

Als Linda und Jackie aus der Polizeistation zurückkamen, saßen Rusty und die Mädchen auf den Stufen vor der Haustür und warteten auf sie. Die Little Js trugen noch ihre Nachthemden – aus leichter Baumwolle, nicht aus Flanell wie sonst zu dieser Jahreszeit. Obwohl es noch nicht ganz sieben Uhr war, zeigte das Thermometer vor dem Küchenfenster schon 19 Grad an.

Die Arena von Stephen King, Seite 820

Über die Kleinstadt Chester’s Mill in Maine legt sich plötzlich eine riesige Kuppel. Sie ist durchsichtig aber sehr massiv. Das bekommt nicht nur ein kleines Flugzeug auf fatale Weise zu spüren, sondern auch die ein oder andere Nase, die sich so mancher an der Kuppel blutig schlägt. Chester’s Mill ist also abgeschnitten vom Rest der Welt und jegliche Versuche, die Kuppel zu zerstören oder überhaupt erst mal herauszufinden was sie ist, wie sie entstanden ist oder wer sie erzeugt hat scheitern. Für Chester’s Mill und seine Bewohner ist das natürlich ungünstig. Dramatisch wird das Ganze jedoch vor allem dadurch, dass der Zweite Stadtverordnete Big Jim Rennie, zwar sagt er wolle immer nur das beste für die Stadt aber eigentlich will er Chester’s Mill nur komplett unter seine Kontrolle bringen. Die Polizei hat er schon in der Tasche, wodurch viel mehr Probleme entstehen als gelöst werden. Die Truppe der Leute, die noch Verstand im Kopf haben ist so leider auch hauptsächlich damit beschäftigt Big Jim davon abzuhalten, seine eigene kleine Diktatur einzurichten, anstatt sich zum Beispiel Sorgen um die steigenden Temperaturen oder die Auswirkungen der zunehmenden Verschmutzung der Kuppel zu machen.

Stephen King lese ich immer wieder gerne und Die Arena gefällt mir bisher auch wieder sehr gut. Mit über 1200 Seiten ist das Buch zwar etwas dicker aber dafür ein wahrer Pageturner. Es ist einfach wahnsinnig spannend zu lesen, wie sich die verschiedensten Menschen unter der Kuppel verhalten, wie in machen das Beste und dafür in anderen das Schlechteste zum Vorschein kommt. Ich bin nun wirklich gespannt, was es mit der Kuppel auf sich hat, ob es gelingt sie zu zerstören und was von Chester’s Mill und seinen Bewohnern übrig ist, sollte das wirklich gelingen.

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lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Wie die Stadtbibliothek zu einer Neuauflage kam

Mein junger Pudel Buddy sollte die Begleithundeprüfung ablegen – oder besser gesagt ich mit ihm.

Um den Jungspund besser vorzubereiten, lieh ich mir, ergänzend zu meinen eigenen Hundebüchern, auch etliche Bücher aus der Stadtbibliothek aus.

Vor der Arbeit machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und las in dem Buch „Hundtraining mit Martin Rütter“, wie man einem Hund gutes Benehmen in Alltagsituationen beibringt. Als ich zur Arbeit aufbrechen musste, legte ich das Buch fix auf dem Sofa ab. Mein Hund darf nicht auf das Sofa. Mein Hund darf auch keine Bücher annagen. Mein Hund sah die Sache anders, machte es sich auf dem Sofa gemütlich und erforschte mit den Zähnen die Qualität meiner Lektüre.

Das Ergebnis war eine fehlende Ecke am Buch und etliche Zahnabrücke auf dem Umschlag.

Ich weiß nicht, was das über die Güte der Erziehungstipps von Martin Rütter aussagt.

Jedenfalls kann das Hundetier nun „Sitz“, „Platz“ und „Fuß“. Die Bibliothek hat die Neuauflage von 2014 von mir als Ersatz bekommen. Ich überlege noch, ob ich es dem Lockenwolf vom Futter abziehe. Obwohl er ja für gute Arbeit auch gute Leckerchen verdient hat. Der Bibliothek und ihren Lesern sei die Neuauflage gegönnt. Meine Empfehlung ist, mal beim Standort Xbp 20 vorbeischauen. Dort gibt es auch noch andere tolle Hundebücher –  zum Beispiel mit praktischen Schnüffelspielen. Mein Senior hat jedenfalls schon mal mein verlorenes Handy im dunklen Wald gefunden. Und das lernt der Junior auf jeden Fall auch noch. Und ich habe gelernt, dass man Bücher auf dem Tisch ablegt und nicht auf dem Sofa. Ich werde das ersetzte Buch wohl doch von meinem Futter abziehen. Ich hätte die Nageattacke vorhersehen müssen. Ich weiß doch, wie junge Hunde sind.

Nun ist der Hund schon 3 Jahre alt. Die Begleithundeprüfung ist bestanden. Ein Suchhund ist Buddy auch geworden und noch dazu ein prima Vorlesehund.

Rieke

Mittendrin Mittwoch #59

Die eiserne Tür glitt zur Seite. Bohrmanns Blick erwanderte die gigantische Konstruktion des Simulators.
Der Tiefseesimulator schien die Natur auf ein menschenverträgliches Maß heruntergestutzt zu haben, ohne sie gleich ins Exil der bloßen Theorie zu schicken. Wenngleich im kleinen Maßstab, war das Meer beherrschbar geworden.

Der Schwarm von Frank Schätzing, Seite 273

Als ich das erste Mal versucht habe den Schwarm zu lesen, bin ich nicht über die ersten 100 Seiten hinaus gekommen, weil ich es fürchterlich langweilig fand und daraufhin stand das Buch dann erst mal wartend im Regal. Irgendwann war meine Biolehrerin im Abi mal ganz entsetzt, dass niemand von uns den Schwarm gelesen hatte, was ich zum Anlass nahm, es doch noch einmal zu versuchen – und ich wusste gar nicht mehr was mich beim ersten Versuch so gestört hat. Das ist jetzt bestimmt schon wieder 5 Jahre her, ich habe vieles vergessen, deshalb macht es gerade richtig Spaß das Buch erneut zu lesen.

Der Mensch leitet Abwässer und Gifte in die Meere, überfischt sie, zerstört Lebensräume – doch nun scheint das Meer zurück zuschlagen. Am norwegischen Kontinentalhang taucht eine unbekannt Wurmart auf, vor Südamerika und Australien ziehen Schwärme von giftigen Quallen die Küsten entlang, Wale greifen plötzlich Schiffe und Menschen an und in Frankreich sorgen Hummer auf den Tellern für unbequeme Nebeneffekte. Hinter all dem steckt natürlich – wir haben es schon vermutet – ein höherer Zusammenhang.

Mir gefällt auch jetzt wieder, wie sich beim Lesen immer neue Aspekte des großen Ganzen auftun und sich erst nach und nach zusammenfügen. Darüber hinaus ist das Buch auch einfach richtig spannend. Eine Katastrophe jagt die andere, ständig geraten die Protagonisten in lebensgefährliche Situationen. Bei so viel Spannung ist auch ein fast tausendseitiger Wälzer schnell gelesen. Was ich aber vor allem faszinierend finde, sind all die Informationen, die man über die Meere, deren Geologie, verschiedene Lebensformen oder was wir alles für einen Schmarrn damit anstellen, erhält. Da stecken auch viele wichtige Botschaften drin und man merkt wirklich, wie viel Recherchearbeit Frank Schätzing in dieses Buch gesteckt hat. Er hat tatsächlich so viel recherchiert, dass er auch gleich noch ein Sachbuch, das thematisch an den Schwarm angelehnt ist, geschrieben hat. (Welches übrigens auch sehr zu empfehlen ist.)

Ich freue mich jedenfalls auf den Rest des Buches und darauf im Anschluss auch besagtes Sachbuch (Nachrichten aus einem unbekannten Universum) noch einmal zu lesen.

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lga

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Mittendrin Mittwoch #47

Als der belgische Physiker und Jesuitenpriester Georges Lemaître vor ungefähr einhundert Jahren ein ähnliches imaginäres Uhrwerksuniversum anhand der drei kosmologischen Prinzipien in der Zeit expandieren und sich kontrahieren ließ, kam er zu einer einfachen Schlussfolgerung: Unser Kosmos, der seit Menschengedenken als immer schon existent vorausgesetzt worden war, hatte wahrscheinlich einen Anfang gehabt.
Einsteins Gleichungen hatten Lemaître und viele andere nach ihm rasch auf den sehr verwirrenden Gedanken gebracht, dass unser Universum zwar immer schon seine ganze heutige Energie, aber ursprünglich noch keinerlei Ausdehnung gehabt habe.

Das Universum in deiner Hand von Christophe Galfard, Seite 114

Um solche und ähnlich spannende Dinge geht es in meiner aktuellen Lektüre. Ich lese sehr gerne Bücher über Astrophysik, das Universum und die Raumfahrt, deshalb habe ich direkt zu diesem Buch gegriffen, als ich es bei uns in der Stadtbibliothek  am Neumarkt entdeckt habe. Man erlebt hier wirklich eine „unglaubliche Reise durch die Weiten von Raum und Zeit und zu den Dingen dahinter“, wie der Untertitel verspricht.
Alles wird sehr bildhaft und leicht verständlich beschrieben. So verspricht der Autor direkt am Anfang, dass in seinem Buch, nur eine einzige Formel vorkommen wird, nämlich E=mc². Somit richtet sich das Buch vor allem an alle Neulinge auf diesem Gebiet.

Ich freue mich jedenfalls nun auf die restlichen gut 150 Seiten und darauf, mal wieder etwas über die Raumzeit, die Quantenwelt und anderes zu lesen!

Das Buch steht bei uns hier.

lga

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Mittendrin Mittwoch #43

Das hohle Brausen des Flusses erfüllte seine Ohren. Einen Herzschlag lang kam es Simon vor, als sei das Wasser das Einzige, was sich bewegte – als seien die Bogenschützen am anderen Ufer, Marya, er selber, zu Stein erstarrt. Dann fauchte ein weiterer Schaft an de weißgesichtigen Mädchen vorbei, zersplitterte krachend an einem zerbrochenen Gesims aus glänzendem Stein, und alles war wieder in fieberhafter Bewegung.

Der Drachenbeinthron von Tad Williams, Seite 572

Der Drachenbeinthron ist der erste Teil der Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter.
Von Tad Williams wollte ich schon lange mal was lesen und ich bin froh, dass ich das jetzt auch endlich mal in Angriff genommen habe. Bisher bin ich nämlich ziemlich begeistert von dem Buch. Wir begleiten den zu Anfang des Buches vierzehnjährigen Simon, der auf dem Hochhorst, der Burg des Hochkönigs von Osten Ard, als Küchenjunge lebt. Doch die lange friedliche Regentschaft von König Johan neigt sich dem Ende und nach ihm scheint es nicht so friedlich weiter zu gehen.
Simon, der sich eigentlich immer gewünscht hat mehr zu sein als nur ein Küchenjunge, ist von den Abenteuern, in die er nun stolpert, doch nicht mehr ganz so begeistert, da sie etwas zu sehr sein Leben bedrohen.
Wir treffen in diesem Buch auf allerlei fantastische Wesen, wie die Sithi und Trolle (die hier mal so ganz anders sind, als ich mir die sonst so vorstelle), auf Nornen und Hunen. Und wir begegnen Leuten, von denen ich bisher noch gar keine Ahnung habe, was sie für eine Rolle spiele werden.

Ein sehr sympathischer Protagonist, dunkle Magie, die sich anbahnt, eine spannende Welt (Osten Ard klingt auch einfach schon so cool), viele Geheimnisse – ich glaube mit dieser Buchreihe werde ich noch viel Spaß haben!

Wo ihr das Buch oder auch das Hörbuch bei uns ausleihen könnt erfahrt ihr hier.

lga

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Mittendrin Mittwoch #41

Sie näherten sich ihrem Ziel, der Königsstadt Segovia, in der der König, wie in so vielen Städten seines Reiches, einen Alcazar besaß. Doch der Palast von Segovia war nicht nur irgendeiner unter vielen. Er zählte zu den prächtigsten, in denen sich der König gern aufhielt, und er enthielt die Schatzkammer des Reiches. Schon lange bevor die Stadt vor ihnen auftauchte, erhoben sich die schneebedeckten Berge der Sierra de Guadarrama weit in der Ferne vor ihnen in den blauen Frühlingshimmel. Sie war ein Teil der lang gezogenen Cordellera Central, die das Hochland von Kastilien in Ost-West-Richtung zerschnitt und deren Überquerung für die Zugtiere vor den Karren der Händler viel Mühe und Schweiß bedeutete.

Ulrike Schweikert | Das kastilische Erbe | Roman

Zwei außergewöhnliche Frauen – vom Schicksal vereint

In einem Antiquariat stößt die Münchner Journalistin Isaura auf ein altes Buch, dessen Autorin sich »La Caminata« nennt. Die Worte erscheinen ihr seltsam vertraut, und sie ist fasziniert von der Geschichte der jungen Hofdame Jimena, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte. Isaura begibt sich auf Spurensuche in Spanien, und kommt in dem kleinen Städtchen Tordesillas einem jahrhundertealten Geheimnis auf die Spur, das sie tief in ihre eigene Familiengeschichte führt …

Mir gefällt dieses Buch sehr gut. Die Autorin schafft es durch geschickte Gegenwarts- und Vergangenheitswechsel die Spannung aufrechtzuerhalten bzw. aufzubauen.
In diesem Roman wird überhaupt nicht langweilig über die historischen Ereignisse geschrieben.
Schnell taucht man in das Spanien im 15. Jahrhundert ein, findet sich mitten im Machtgerangel um den Thron von Kastilien und Léon wieder und verfolgt gebannt das aufregende Leben von Jimena und Isabel.

Jimena im 15.Jahrhundert und Isaura im 21.Jahrhundert sind durch die Gabe des „Sehens“ miteinander verbunden. Beide Frauenschicksale werden gekonnt miteinander verknüpft.
Die Handlungsabschnitte, die im 15. Jahrhundert in Spanien spielen, nehmen den größeren Teil des Romans ein, und man lernt Jimena, Teresa und Beatriz kennen, die als Hofdamen im Dienst von Isabel von Kastilien stehen und dieser von Jugend an freundschaftlich verbunden sind

Die Autorin hat sich beim Schreiben dieses Buches so gut es geht an die historischen Fakten gehalten. Der mystische Teil der Geschichte ist natürlich Fikton. Ein gelungener Auftakt der Trilogie, der definitiv Lust auf mehr macht.

Moe

Harry Potter fällt eine Treppe runter

Aus Zufall stieß ich vor einiger Zeit auf einen Artikel im Internet, der von einem neuen Harry Potter Kapitel berichtete. Harry Potter and the Portrait of what looked like a large Pile of ash (zu deutsch etwa: Harry Potter und das Portrait von etwas, das aussah wie ein großer Haufen Asche), heißt das Buch aus dem das Kapitel stammt. Klingt seltsam? Ist es auch. Das Buch wurde nämlich nicht von J. K. Rowling verfasst, sondern von einer künstlichen Intelligenz. Ein Kollektiv von Künstlern, Schriftstellern und Entwicklern (Botnik) hat eine Schreibsoftware entwickelt und sie alle Harry Potter Bücher analysieren lassen. Im Anschluss hat die Software dann eigenständig Sätze geschrieben. Mit Logik hat die Schreibsoftware es allerdings nicht so, der Text ist nämlich absolut sinnlos, eigentlich ein großer Haufen Mist. Allerdings ein sehr amüsanter. Für alle die mal herzlich lachen wollen über diesen grandiosen Unsinn, hier gibt es das dreizehnte Kapitel auf englisch zu lesen.

Aber weil es einfach zu lustig ist, hier ein paar Sätze aus dem Kapitel (frei von mir übersetzt, muss also nicht unbedingt korrekt sein …):

  • Ron stand dort und führte eine Art seltsamen Stepptanz auf. Er sah Harry und begann auf der Stelle Hermines Familie zu essen.
  • Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie in den Wald. Voldemort schaute mit hochgezogenen Augenbrauen zu Harry, der gerade nichts mehr sehen konnte.
  • „Gar nicht mehr so schön“, dachte Harry als er Hermine in die scharfe Soße tunkte.
  • Die große Halle war gefüllt mit unmöglich stöhnenden Kronleuchtern und einem großen Bibliothekar, der die Waschbecken mit Büchern über Mauerwerk dekoriert hatte.
  • Das Schwein von Hufflepuff schwoll an, wie ein großer Ochsenfrosch. Dumbledore lächelte es an und legte ihm seine Hand auf den Kopf: „Du bist nun Hagrid.“

Und zu guter Letzt:

  • Harry sah sich um und fiel dann für den Rest des Sommers die Wendeltreppe hinunter.

Das klingt nach einer recht seltsamen Beschäftigung für die Sommerferien, aber recht passend als Abschluss für eine seltsam sinnlose Geschichte…

lga

MittendrinMittwoch #34

„Begraben Sie Ihr Tier“, sagte er. „Ich rauche inzwischen eine Zigarette. Ich würde Ihnen helfen, aber Sie müssen es selber tun. Jeder begräbt seine eigenen Toten. So wurde es immer gehalten.“
„Jud, was soll das alles? Warum haben Sie mich hier her gebracht?“

Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King, Seite 199

Ja Jud, warum hast du uns hier hergeführt? Warum hast du uns zu dieser alten indianischen Grabstätte gebracht (der Klappentext weist darauf hin, dass sie verwünscht ist), die eindeutig ganz gruselig ist und auf der man ganz eindeutig nicht mal seinen Goldfisch begraben sollte.
Naja, ich werde es wohl noch erfahren, wenn ich weiter lese. Das Buch gefällt mir bisher jedenfalls sehr gut. Das Buch fing direkt gut an mit einem Vorwort von Stephen King. Seine Vor- und Nachwörter lese ich immer wieder sehr gerne.
Die Geschichte hatte bisher durchhaus schon ihre etwas gruseligen Momente, aber ich habe das ungute Gefühl, dass sich das noch steigern wird.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es weiter geht, und wo die Geschichte noch hinführt.

Das Buch findet ihr bei uns in der Onleihe OWL als eBook.

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lga

MittendrinMittwoch #31

Papa hatte also festgestellt, dass das kleine Mädchen, das an einem Dezembertag im Jahre 1948 aus einem Kaufhaus verschwunden war, wirklich Elisabet Hansen hieß. Elisabet Hansen hieß aber auch das Mädchen, über das Joachim im magischen Adventskalender las. Sie wanderte quer durch Europa, aber auch zurück durch zweitausend Jahre Geschichte.

Das Weihnachtsgeheimnis von Jostein Gaarder, Seite 133

 

Joachim und sein Vater sind noch am 30. November auf der Suche nach einem Adventskalender. Sie befürchten schon keinen mehr zu finden, als Joachim einen ganz besonderen Adventskalender in einem kleinen Buchladen entdeckt. Denn als Joachim am nächsten Morgen das erste Türchen öffnet, befindet sich nicht nur ein Bild, sondern auch ein kleiner Zettel hinter dem Türchen, auf dem der erste Teil einer Geschichte steht. Und jeden Tag kann man einen neuen Teil dieser Geschichte erfahren.

Mir hat es als Kind immer sehr gefallen, dieses Buch in der Adventszeit mit meiner Familie zu lesen. Das Buch eignet sich wirklich sehr gut zum Vorlesen und man hat eben auch längere Zeit etwas davon, da es für jeden Tag der Adventszeit ein Kapitel gibt. Es ist also wie ein Adventskalender gemacht. Auch diese Geschichte in der Geschichte, also die Geschichte um Joachim und die Geschichte, die in Joachims Adventskalender erzählt wir, ist eine schöne Idee.

lga

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Mittendrin Mittwoch #28

Er sieht, wie Willem erstarrt. „Nein, Jude“, sagt er. „Harold war gar nicht da. Du hast im Fieber halluziniert; es ist überhaupt nichts passiert.“
Er ist sowohl erleichtert, das zu hören, als auch erschrocken. Erleichtert zu hören, dass es nicht wahr gewesen ist; erschrocken, weil es sich so real, so echt angefühlt hat. Erschrocken darüber, was es über ihn, über seine Denkweise und Ängste aussagt, dass er selbst Harold so etwas zutraut. Wie grausam kann sein eigener Verstand sein, dass er ihn dazu zu bringen versucht, sich gegen jemanden zu wenden, zu dem er mühsam Vertrauen aufgebaut hat, jemanden, der immer nur liebenswürdig zu ihm gewesen ist?

„Ein Wenig Leben“ von Hanya Yanagihara, Seite 782

Ich bin schon nicht mehr mittendrin, sondern recht weit am Ende. Von den knapp 1000 Seiten bin ich jetzt auf Seite 782.

Und was ich festgestellt habe bisher, ist vor allem eines: das hier ist kein Buch für den Zug. Es gibt hier so viele Szenen bei denen man am liebsten im Sitz versinken würde, sich die Hände vor die Augen halten möchte, weil einfach viele schwer zu ertragende Sachen passieren oder erzählt werden.

Aber nun erst einmal zum Inhalt. Es geht in dem Buch um die vier College Freunde Jude, JB, Malcom und Willem, die später alle in New York wohnen. So schreibt es jedenfalls der Klappentext, was wie ich finde etwas irreleitend ist. Hauptsächlich geht es nämlich um Jude, der eine grauenvolle Kindheit hinter sich hat. Was genau da passiert ist, erfährt der Leser erst nach und nach. Alles auf einmal wäre auch kaum zu ertragen gewesen. Daneben geht es dann aber auch immer wieder um die anderen drei. Die Geschichte umspannt dabei viele Jahrzehnte der Leben unserer Charaktere. Gar nicht mal so wenig Leben.

Wenn ich ehrlich bin fürchte ich mich nun etwas vor dem Ende und warte auf das nächste Schreckensereignis…