Buchtipp: Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse

Laut der Kartenapp war sie fast da. Charlotte hob die Hand, um ihre Augen abzuschirmen, und als sie es plötzlich direkt vor sich erblickte, wusste sie, dass sie angekommen war.

Es war ein typisch viktorianisches Stadthaus. Der obere Teil war aus Backstein gemauert, der untere mit einer zinnoberroten Fassade versehen, es sah charmant englisch aus. Das Einzige, was das Bild störte, war, dass jemand massenhaft Gerümpel in das überfüllte Schaufenster gestellt hatte. Ansonsten wirkte es sehr ansprechend.

Charlottes Herz machte einen Sprung. Zwar war das Gebäude eher klein und stand etwas eingequetscht zwischen zwei anderen da, dennoch hatte es mit seinen Fensterläden und anderen Blumenkästen einen eigenen Charakter, und aus irgendeinem Grund beschleunigte das ihren Puls.

Ein Taxi hupte wütend, als sie über die Straß ging, ohne sich umzusehen, doch sie konnte den Blick einfach nicht von dem Haus wenden. Über dem vollgestopften Schaufenster prangten vergoldete Buchstaben. The Riverside Bookshop, las Charlotte.

Die kleine Buchhandlung an der Themse / von Frida Skybäck. Seite 27

Als ich das Buch bei uns in der Bibliothek aus dem Rückgabe-Korb fischte, musste ich es mir einfach genauer ansehen. Denn nicht nur der Titel sprach mich sofort an, sondern auch das hübsch gestaltete Buchcover. Nachdem ich schnell noch den Klappentext gelesen hatte, war die Sache beschlossen: Das gute Stück ausleihen und zum Lesen mit nach Hause nehmen. 🙂

Schon nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, war mir klar: das ist so ein nettes Buch, das muss ich einfach auf dem Blog vorstellen. Da ich alles in allem schreiben kann: Es ist nicht nur optisch ansprechend, es ist auch wunderbar zu lesen. Gut geeignet, wenn es mal nichts allzu Aufregendes, Spannendes oder Dramatisches sondern ein wenig gemäßigt sein soll.
Vielleicht kaufe ich es mir sogar noch, nicht nur wegen des adretten Aussehens, sondern weil es sich sicherlich auch gut ein zweites Mal lesen lässt. 🙂

Charlotte lebt in Schweden und ist dort eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Ihr gehört die Kosmetikfirma c/o Charlotte, die sie seit dem Unfalltod ihres Mannes Alex vor etwas mehr als einem Jahr, alleine führt. Da es ihr immer noch schwer fällt seinen Verlust zu akzeptieren, vergräbt sie sich seitdem gerne in ihrer Arbeit und meidet – soweit möglich – den Kontakt zu anderen Menschen. – Bis die junge Witwe eine Buchhandlung in London erbt: den Riverside Bookshop. Zu Verdanken hat Charlotte diese unerwartete Erbschaft ihrer Tante Sara, der Schwester ihrer Mutter Kristina, der sie obendrein kein einziges Mal im Leben begegnet ist.

Es hilft alles nichts, Charlotte muss nach London reisen. Ihr Plan: Den Laden so schnell wie möglich verkaufen, um mindestens genau so schnell wieder nach Schweden zurückzukehren. Doch als Charlotte das erste Mal vor dem Laden steht, geraten ihre Pläne ins Wanken. Denn sie ist vom ersten Augenblick an von dem urigen Geschäft fasziniert. Nichtsdestotrotz hält sie an ihrem Beschluss fest. Bis ihr Vorhaben mehr und mehr durchkreuzt wird: Durch den Laden selbst, der hoch verschuldet ist, was aber niemand wusste – schon gar nicht die Mitarbeiter; durch die mit der Zeit entstehende Freundschaft zu eben jenen; durch Familiengeheimnisse die gelöst werden wollen – in die Gegenwart fließen immer wieder Kapitel aus der Vergangenheit, die die Geschichte von Sara und Kristina erzählen; durch William, ein smarter Autor, der ausgerechnet in einer der beiden Wohnungen über der Buchhandlung wohnt (in der anderen, die Charlotte während ihres Aufenthalts für sich beansprucht, lebte ihre Tante Sara); und nicht zuletzt durch Saras eigenen Kater Tennyson, der sie zu ihrer neuen Freundin auserkoren hat.

Alle „diese Umstände“ tragen dazu bei, dass Charlotte sich mehr und mehr wohlfühlt und länger in London bleibt als beabsichtigt. Aber: Wird es ihr gelingen, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen? Gelingt es ihr, herauszufinden, warum Sara die Buchhandlung ausgerechnet ihr vererbt hat? Und vor allem wird Charlotte es wagen, einen Neuanfang zu starten?

Lest selbst nach – ausleihen könnt ihr das Buch vor Ort oder in der Onleihe.

kte

Recherche-Tipps #4: Google, erweiterte Suche

Googeln kann doch jeder.

Nun, nichts für Ungut, aber wir erleben hier in der Praxis etwas anderes. Sobald es um etwas komplexere Recherchen geht, haben allzu viele Nutzer Schwierigkeiten. Und das trifft auch auf viele sogenannte Digital Natives zu, denn die effektive Internetrecherche ist leider nicht unbedingt Teil des Lehrplans.

Wer kennt und nutzt die Erweiterte Suche bei Google?

Hier kann man von vornherein mehrere Suchbegriffe kombinieren, aber auch einzelne Begriffe ausschließen, nach Phrasen oder gezielt nach bestimmten Dateiformaten suchen, man kann die Suche auf einen Zeitrahmen eingrenzen oder auch auf eine Sprache, ein Land, eine bestimmte Lizenz.

 

 

Zur Erweiterten Suche gelangt Ihr, wenn Ihr in der Einfachen Suche eine Suchanfrage startet und dann unter Einstellungen die Erweiterte Suche aufruft. Manchmal ist Einstellungen auch nur mit einem Zahnrad-Icon dargestellt.

 

Wir zeigen hier einmal ein paar Beispiele mit Suchanfragen für eine Facharbeit Welche Auswirkungen hat die globale Erwärmung auf die Tierwelt in der Polarregion? (siehe Recherche-Tipps #2: Recherche vorbereiten)

  • UND-Suche: Seiten suchen, die … alle diese Wörter enthalten:
    In dieses Feld könnt Ihr mehrere Begriffe eingeben, die alle im gesuchten Text an irgendeiner Stelle vorkommen sollen.
  • ODER-Suche: Seiten suchen, die … eines dieser Wörter enthalten:
    In dieses Feld könnt Ihr Begriffe aus Eurer Synonymenliste eintragen, es werden dann Texte gesucht, die mindestens eines der angegebenen Wörter enthalten.
  • Phrasensuche: Seiten suchen, die … genau dieses Wort oder diese Wortgruppe enthalten:
    Hier könnt Ihr zusammenhängende Begriffe eingeben z.B. globale Erwärmung oder auch ganze Textzeilen z.B. von einem Gedicht oder einem Songtext (Leise zieht durch mein Gemüt).
    Probiert dieses Feld mal mit Eurem eigenen vollständigen Namen und vergleicht das Ergebnis mit der Trefferliste, die Ihr bei der einfachen Sucheingabe bekommt.
  • NICHT-Suche: Seiten suchen, die … keines der folgenden Wörter enthalten:
    Hier könnt Ihr Begriffe ausschließen. Sinnvoll, wenn es zu einem Begriff mehrere Bedeutungen gibt, z.B. Ihr sucht etwas über Käfer, gemeint sind die Krabbeltiere, nicht das Auto, also gebt Ihr in dieses Feld Auto ein und erhaltet eine entsprechend bereinigte Trefferliste (nur Werbung wird trotzdem angezeigt).

    Eingrenzen nach der letzten Aktualisierung: hier kann man zwischen verschiedenen Zeitspannen wählen

    Zeiteinschränkung: Ergebnisse eingrenzen … Letzte Aktualisierung
    Nützlich, wenn Ihr nur aktuelle Dokumente haben wollt.

  • Dateiformat: Ergebnisse eingrenzen … Dateityp
    Um an zitierfähiges Material heranzukommen, möchtet Ihr vielleicht gleich Einträge von irgendwelchen Internetquellen wie z.B. Blogeinträge oder Zeitungsmeldungen ausschließen; wenn Ihr hier gezielt nach PDF-Dateien sucht, kommt Ihr zwar auch nicht ausschließlich auf wissenschaftliche Quellen, aber Ihr habt zumindest schon so einiges ausgeschlossen, die Auswahl ist damit leichter.

Probiert zu Eurem Thema verschiedene Kombinationen mit Synonymen und einschränkenden Faktoren aus. Wenn Ihr zu wenig findet mit Eurem Suchweg, dann habt Ihr vielleicht zu sehr eingeschränkt.
Noch ein kleiner Tipp: Um sich doppelte Arbeit zu ersparen, lohnt es sich übrigens, eine Art Rechercheprotokoll zu führen.

Mit Hilfe der sogenannten Booleschen Operatoren könnt Ihr übrigens auch in der Einfachen Google-Suche sehr differenziert recherchieren. Aber das erklären wir vielleicht mal in einem eigenen Artikel.

HilDa

Der Turm der Sparrenburg – wie hoch ist er wirklich?

Vor einiger Zeit wurde der Turm der Sparrenburg von Radio Bielefeld und einem Vermessungsbüro neu vermessen. Dabei stellte sich heraus, dass der Turm nicht wie gedacht 37 m hoch ist, sondern kleiner ist als gedacht. Nur 31,5 m misst der Turm tatsächlich. Die Sparrenburg selbst liegt 60 Meter über der Stadt. Das ist immer noch hoch genug, wie ich finde.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde sie im 13. Jahrhundert, und im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Sie ist die nördlichste Spornburg Deutschlands. Eine Spornburg hat zu mindestens zwei Seiten steil abfallendes Gelände. Außerdem hat man einen sehr guten Überblick über das umliegende Gebiet. Nach dem 30-jährigen Krieg verliert die Sparrenburg ihre Bedeutung als Festung. Sie wird als Gefängnis genutzt und schließlich dem Verfall preisgegeben. Um 1840 gründete sich ein Komitee zur Wiederherstellung des Turmes. 40 Jahre später kaufte die Stadt Bielefeld die Burg vom Staat Preußen für 8.934,90 Mark.

Zurück in das Jahr 2020 vor einigen Wochen auf der Sparrenburg: Ich hatte das schöne Wetter für einen Spaziergang zur Sparrenburg genutzt. Der Weg führte mich in den Burghof und anschließend einmal rum. Als ich den Hof verlassen wollte, wurde dieser von einer Familie betreten. Das etwa 4-jährige Kind sah nun den Turm und rief: „WOW! Ist der hoch!“ Hier hatte sich der Tag also schon mal gelohnt. Auf der anschließenden Runde fiel mir ein etwa 10 bis 12-Jähriger auf (ich kann schlecht schätzen), der – wie man das heute so macht – sein Smartphone in Richtung Turm hielt und andächtig sprach: „Das ist der Turm der Sparrenburg. Wie im Mittelalter. Einfach genial!“ Ob für eine Instagram-Story oder vielleicht doch für eine Schulaufgabe ist nicht überliefert.

Juliane

Buchtipp: Das Evangelium der Aale

Wie viel kann man eigentlich über einen Aal wissen? Oder über einen Menschen? Das fragt sich Patrik Svensson in Das Evangelium der Aale.
Er erzählt von der Erforschung des Aals, vom Wissen, dass über die Jahre über ihn erlangt wurde – oder eher gesagt all das, was wir noch nicht wissen.

Geboren wird der Aal vermutlich in der Sargassosee im Atlantik, lässt sich von Meeresströmungen tragen, um schließlich vom Salz- ins Süßwasser zu wechseln. Er wandert Flüsse hinauf, bis er einen Platz findet, an dem er sich nieder lässt. Dort bleibt er Jahre, manchmal Jahrzehnte, um dann wieder zur Sargassosee zu wandern und abzulaichen. Dabei durchläuft er erstaunliche Metamorphosen seiner Gestalt. Doch bei all dem gibt es unzählige offene Fragen: Warum schwimmen manche Aale schon im Alter von 7 Jahren und andere wiederum erst nach 20 Jahren zurück ins Meer? Warum hat man in der Sargassosee zwar unzählige Larven, aber bisher noch keine erwachsenen Aale gefunden? Wie findet er überhaupt seinen Weg zurück in die Sargassosee?

Bevor man vor einigen Jahrzehnten die Sargassosee als Geburtsort der Aale ausfindig machte, gab es vielfältige Spekulationen seine Herkunft betreffend. So vermutete Aristoteles, dass der Aal aus dem Schlamm in Seen und Flüssen geboren werde.

Auch auf die Geschichte des Aalfangs und die damit verbundenen Traditionen wirft Svensson einen Blick und geht auch auf das Vorkommen des Aals in der Literatur ein. Und er spricht über die Bedrohung des Aals, der, wie so viele Tierarten, vom Aussterben bedroht ist.

Dabei kehrt er immer wieder zurück zu seiner eigenen Geschichte mit dem Aal. Wie er in seiner Kindheit mit seinem Vater angeln ging und was sie dabei selbst über den Aal gelernt haben. Welche Rolle der Aal ganz allgemein für ihn und sein Leben spielt und gespielt hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. All die Details über den Aal waren sehr faszinierend und ich habe jede Menge verblüffende Sachen gelernt. Auch die eher literarische Herangehensweise an das Thema mochte ich.

Wenn ihr euch auch einmal mit dem Aal beschäftigen wollt: Ausleihen könnt ihr das Buch bei uns vor Ort. Details zum Standort findet ihr hier.

lga

Bananenkranz mit Erdnussfüllung

Ich habe letztens Erdnussbutter gekauft, weil ich wissen wollte wie das eigentlich schmeckt. Schlecht eigentlich nicht aber als Brotaufstrich ist es für mich persönlich dennoch durchgefallen. Deshalb habe ich ein Rezept gesucht, bei dem ich dieses exotische Produkt verwerten kann. 🙂

Zutaten für den Teig:

  • 500 g Banenen (etwa 5 Stück)
  • 120 ml Buttermilch
  • 100 ml Bananenlikör (ich habe es mit Walnusslikör probiert, da ich den Zuhause hatte, das schmeckte auch gut)
  • 2 TL Zitronensaft
  • 200 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 2 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • 4 Eier

Zutaten für die Füllung:

  • 152 g dunkle Schokolade
  • 300 g Erdnusscreme ohne Stückchen
  • 50 g Puderzucker

Zutaten für die Glasur:

  • 152 g dunkle Schokolade
  • 80 g Schlagsahne

Für den Teig zuerst die Bananen schälen und zerdrücken. Mit Buttermilch, Likör und Zitronensaft verrühren.
Das Mehl mit Speisestärke, Natron, Backpulver und Salz vermischen.
Die Butter in einer Rührschüssel schön schaumig schlagen, Zucker und Vanillezucker dazugeben. Die Eier nacheinander zum Teig geben und jedes Ei einzeln für mindesten 30 Sekunden unterrühren (oder so … die Mühe dreißig Sekunden abzumessen mache ich mir eigentlich nie … das muss nach Gefühl gehen! 😉 ). Die Bananenmischung und die Mehlmischung nun abwechselnd in den Teig rühren.

Den Teig in die eingefette Kranzform geben. Im vorgeheizten Backofen (150 °C Ober-/Unterhitze) für ca. 1 Stunde backen. Nach dem Herausnehmen für 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost vollständig erkalten lassen.

Die Schokolade über einem heißen Wasserbad schmelzen. Währenddessen die Erdnussbutter mit dem Puderzucker verrühren, dann die geschmolzene Schokolade unterziehen.

Den erkalteten Kranz zweimal durchschneiden. Dafür nehme ich immer einen Kuchendurchschneider (offiziell heißt das glaube ich Tortenbodenschneider oder so in der Art), damit gelingt es mir immer gleichmäßiger. Die obere Seite des Bodens zurück in die Kranzform legen und mit der Häfte der Erdnussmasse bestreichen. Den mittleren Boden auflegen und mit der restlichen Creme bestreichen. Zum Schluss den letzten Boden auflegen. Den Kranz für eine Stunde in den Kühlschrank stellen, danach auf eine Kuchenplatte stürzen. Hier darauf achten, dass die rundere Seite des Kuchens oben liegt, sonst kippeln die die Kuchenstücke auf den Tellern nachher hin und her. Das sage ich natürlich überhaupt nicht aus eigener Erfahrung. 😉

Für die Schokoladenglasur die gehackte Schokolade mit der aufgekochten Sahne übergießen und so lange verrühren bis eine homogene Masse ensteht. Danach den Kranz nach Belieben mit der Schokoladenglasur bestreichen.

Und fertig! 🙂 Als Kuchenzutat hat die Erdnussbutter definitiv ihre wahre Bestimmung gefunden. Es schmeckte absolut vorzüglich!

Das Rezept habe ich übrigens in dem Buch Anniks göttlichste Kuchen von Annik Weber gefunden, dass ihr bei uns vor Ort ausleihen könnt.

Guten Appetit! 🙂

lga

Öffnung in Sicht!

Hach, wir freuen uns. Am Montag, den 18.05. werden wir wieder öffnen! Wir waren ja durchaus dankbar für die Zeit, die wir in andere Projekte stecken konnten, aber so ganz ohne euch Nutzer*innen macht die Bibliothek einfach nur halb so viel Spaß. 🙂

Wie üblich wird die Stadtbibliothek am Neumarkt montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr öffnen. Geplant ist ein schrittweiser Beginn des Ausleih- und Beratungsbetriebs unter Einhaltung der geltenden Hygienestandards. So könnt ihr wieder wie gewohnt in den Beständen stöbern, Medien ausleihen und zurückgeben, aber auch vorgemerkte Medien abholen.
Wer sich an der Servicetheke beraten lassen möchte, kann dies gerne montags bis freitags von 13 – 17 Uhr sowie samstags von 10 – 13 Uhr tun.

Nach der CoronaSchutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen müssen wir eine namentliche Registrierung aller Besucher*innen vornehmen. Zugang zur Bibliothek wird daher ausschließlich über das Open-Library-Kartenlesegerät am Eingangsbereich gewährt. Die Karte vor das Lesegerät halten und schon öffnet sich die Tür! Mit ein bisschen Fantasie ist das fast wie Zauberei. 🙂 Dazu wird natürlich eine gültige Bibliothekskarte benötigt. Wer noch keine besitzt kann diese online beantragen.

Um die nötigen Abstandsregeln einhalten zu können, wird nur eine begrenzte Anzahl an Besucher*innen gleichzeitig Zutritt erhalten. Außerdem bitten wir alle Kund*innen ab sieben Jahren, in der Stadtbibliothek einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen sowie die üblichen Abstandsregeln einzuhalten.

Zunächst wird es leider keine Möglichkeit geben, sich in Gruppen in der Bibliothek aufzuhalten. Auch die Beratung durch uns an den Regalen sowie an den technischen Geräten ist im Rahmen der notwendigen Einschränkungen noch nicht möglich.

Der Medienbestell und -Abholservice, der in den letzten drei Wochen aktiv war, wird mit Öffnung der Stadtbibliothek am Neumarkt für diesen Standort eingestellt. Die bis dahin bereits bestellten Medien könnt ihr jedoch noch bis zum 23.05.2020 abholen. In den Stadtteilbibliotheken Brackwede und Sennestadt bleibt es vorerst beim Abholservice. Wendet euch gerne direkt an die Kolleginnen in Sennestadt und Brackwede, wenn ihr dort Medien zur Abholung bestellen wollt:

Die übrigen Stadtteilbibliotheken bleiben vorerst noch geschlossen.

Wer derzeit das Haus nicht verlassen kann, etwa, weil er erkrankt ist, sich in Quarantäne befindet, zu einer Corona-Risikogruppe gehört oder eine sonstige körperliche Beeinträchtigung hat, kann weiterhin über die Solidarische Corona-Hilfe Bielefeld einen Medienlieferservice nach Hause beantragen.

Noch Fragen?

Wir freuen uns auf euch! 🙂

Lesen gegen das Vergessen

Mit der Aktion „Lesen gegen das Vergessen“ wird schon seit einigen Jahren an die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten in Berlin und vielen anderen deutschen Städten am 10. Mai 1933 – in Bielefeld schon am 13. März 1933 – erinnert. Die Veranstaltung findet immer um den 10. Mai herum auf dem Rathausvorplatz statt. Dazu kam in den letzten Jahren noch eine Lesung, die immer Ende April bei uns in der Stadtbibliothek von der Initiative „Lesen gegen das Vergessen“ durchgeführt wurde, um das Interesse an der Lesung auf dem Rathausvorplatz zu wecken.
Die Abende, bei denen die Aktion der Bücherverbrennung und ihre Folgen skizziert, verschiedene damals betroffene und ausgegrenzte Autorinnen von Mitgliedern des Künstlerinnenforums bi-owl e.V. vorgestellt und durch jiddische Volkslieder musikalisch begleitet wurden, sind schon zum festen Bestandteil im jährlichen Veranstaltungskalender der Stadtbibliothek geworden.

Leider musste aber sowohl die Veranstaltung am 23.04. in der Stadtbibliothek als auch die Lesung auf dem Rathausvorplatz am 07.05. aufgrund der Coronaschutzmaßnahmen ausfallen.

Jetzt haben wir von den Organisatorinnen aber die tolle Nachricht erhalten, dass das Lesen gegen das Vergessen digital ausgestrahlt wird! So wichtig die momentanen Beschränkungen sind, so wichtig ist es aber auch, diese Aktion trotzdem durchzuführen, um gegen die historische Demenz anzugehen und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig das Erinnern an die Schrecken des Nationalsozialismus ist.

Die Lesung wird am Dienstag, dem 19. Mai um 16:00 Uhr live  über den Kanal 21 aus dem Studio von Kanal 21 ausgestrahlt.

Wir freuen uns, wenn ihr als Zuschauer*innen dabei sein könnt!

Buchtipp: Das NEINhorn

Muss ich dieses Buch noch empfehlen? In meinem Freundeskreis wird es längst überall herumgereicht, war ein beliebtes Geschenkbuch – und zwar unter Erwachsenen, auch wenn es ein Kinderbilderbuch ist. Ja, natürlich haben auch Kinder ihre Freude am NEINhorn (Katalogdaten zu Buch und Hörbuch hier), aber eben auch die Erwachsenen, egal ob beim Vorlesen, gemeinsam Lesen oder selbst Entdecken. Die herrlichen Sprachspielereien waren bei uns sogar schon Partygespräch.

Aber wen wundert’s, spätestens wenn der Name des Autors fällt, ist alles klar: Marc-Uwe Kling (Katalogdaten zu seinen Werken in der Stadtbibliothek hier) ist längst berühmt für seine Känguru-Chroniken, Bestsellerautor mit „Qualityland“ und jetzt eben ein Kinderbuch, das genauso wenig in ein Schema passt wie sein Känguru – dafür ist es aber schön illustriert von Astrid Henn.

Nun ja, das NEINhorn will ja auch schlichtweg nicht in irgendein Schema passen. Alle rosa und regenbogenbunten Einhörner wissen, was sich für Einhörner gehört. Alle. Nur das NEINhorn tanzt aus der Reihe. Immer. Ja, es ist ein wenig anstrengend. Aber irgendwie kann man es auch verstehen, denn die ewig gut gelaunten, plüschig-langweiligen anderen Einhörner mit ihrem Anspruch, alles müsse immer auf diese eine Art geschehen, können auch nerven. Wie gut, dass es da noch andere Wesen gibt, die auch so ihre Eigenarten haben: der nie richtig zuhörende WASbär zum Beispiel oder der NAhUND, dem einfach alles egal zu sein scheint.

An diesen Namen erkennt man schon, der Autor liebt das Spiel mit Sprache; seine Einfälle wirken nur auf den ersten Blick schlicht – aber die Phantasie kennt keine Grenzen. Und die schönste Stelle im Buch ist sowieso der Aufruf an die kleinen und großen Leser, weitere seltsame Wesen zu erfinden. Das macht nicht nur Kindern Spaß.

Für mich die größte Freude ist aber das laute Lesen, um dabei die kleinen Minidramen zwischen den unterschiedlichen Charakteren mit je eigenen Stimmen und Stimmungen zu interpretieren: Nein! – Waaas? – DOCH! – Na und?

Daraus kann man vielleicht auch ein Spiel entwickeln: Einer stellt Fragen und der andere antwortet motzig mit Variationen von „Nein“; geht auch mit mehreren Mitspielern, die dann die Eigenarten anderer Figuren nachahmen. Das ist so einfach, dass auch Kinder mitmachen; das könnte aber auch zu einem Improvisationsspiel mit Sprache und Betonung für Amateurdarsteller ausgebaut werden.
Oder gar zu einem Partyspiel.
Ach, nur so eine alberne Idee aus dem einsamen HomeOffice zu Coronazeiten. Ich mag nämlich keine Partyspiele.
NEIN!

Damit die Erwachsenen nicht immer das NEINhorn-Bilderbuch aus der Kinderbibliothek für sich blockieren, kaufen wir noch ein Exemplar für den Bereich Comics für Erwachsene. Und wenn Ihr das unpassend findet, ist mir das doch egal!
WAS? – NA UND!

HilDa

Medici.tv

Im Bereich Musikstreaming bieten wir ja schon verschiedene Dienste an. Freegal music ermöglicht Zugang zu über 15 Millionen Titeln aus allen Genres, während die Naxos Music Library die weltweit größte Online-Datenbank für klassische Musik und Naxos Music Library Jazz ein Streaming-Dienst für (wer hätte es gedacht) Jazzmusik ist.

Mit Medici.tv haben wir nun noch einen weiteren Dienst im Angebot, mit dem Videos aus dem Bereich der klassischen Musik gestreamt werden können. Über 2.500 Konzerte, Opern, Ballette von 1940 bis heute, sowie Meisterklassen und Dokumentationen (in englischer und teilweise in deutscher Sprache) kann man sich anschauen.
Neben dem klassischen Videoabruf auf Anforderung (VoD – Video on Demand) gibt es auch Live-Events, die über den seiteneigenen Kalender von Medici.tv angekündigt werden. Dabei handelt es sich um Aufführungen und Konzerte von Festivals oder Einzelübertragungen aus der ganzen Welt (z.B. Salzburger Festspiele, Verbier Festival, Carnegie Hall New York). Die Live-Übertragungen sind bis 90 Tage nach der Ausstrahlung als „Replay“ bei Medici.tv abspielbar.

Auch Playlists zu verschiedenen Themen bietet Medici.tv an.

Wir Mitarbeiter konnten Medici.tv schon im voraus testen, um nun für eventuelle Nachfragen gerüstet zu sein. Ab und an habe ich dann mal ein Konzert bei der Büroarbeit im Hintergrund laufen lassen. Medici.tv ist auf jeden Fall eine einfach zu handhabende Seite, großartig hineinfuchsen muss man sich da nicht.

Für die Nutzung von Medici.tv braucht ihr eine gültige Bibliothekskarte. Um auf die Seite zugreifen zu können, ist eine Anmeldung mit Benutzernummer und Passwort nötig. Über unsere Website oder diesen Link gelangt ihr direkt zur Anmeldung.

Viel Spaß beim austesten!

lga

Informationskompetenz

Informationskompetenz gehört zu den Schlüsselqualifikationen (ähnlich wie Kreativität, kritisches Denken, Teamfähigkeit u. a.). Das heißt, Informationskompetenz ist eine der übergeordneten Fähigkeiten, die es ermöglichen, dass wir uns den sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen anpassen und Problemlösungen finden können.

Dazu müssen wir erst einmal den Informationsbedarf erkennen.
Die Informationen dann auch finden zu können, scheint doch in Zeiten des Internets und mit Hilfe der großen Suchmaschinen einfach, oder? Doch in unserer digitalen Welt sind die Datenmengen riesig und unüberschaubar. Da ist es für Schule, Ausbildung und Arbeitsalltag um so wichtiger, effektiv recherchieren und die gefundenen Daten filtern, bewerten und auswerten zu können.

Schüler üben das Recherchieren und Anwenden von Daten meist zum ersten Mal bei den Vorbereitungen für ein Referat; spätestens mit der Facharbeit in der Oberstufe wird dann der wissenschaftlich korrekte Umgang mit Quellen und Daten vorausgesetzt. Für Studium und Beruf, aber auch in vielen anderen Lebensbereichen ist ein verantwortungsvoller und kompetenter Umgang mit Informationen und Daten relevant – und gerade angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten des Web und der Vernetzung in den Sozialen Medien wächst die Bedeutung noch weiter.

Mit unserer Blog-Reihe Recherche-Tipps wollen wir Hilfestellung beim Umgang mit der Datenflut geben und Wege zu zitierfähigen Quellen für Referat, Facharbeit und wissenschaftliches oder journalistisches Schreiben zeigen.

Bisherige Artikel in diesem Blog:

Die Reihe wird fortgesetzt.
Ich greife dabei auf die Präsentationen zurück, die meine Kollegin für Schulungen erarbeitet hat: Workshop Literaturrecherche für Facharbeiten & Referate – eines unserer pädagogischen Angebote für Schulen.

Literaturtipps:
    • Duden – Die schriftliche Arbeit – kurz gefasst : eine Anleitung zum Schreiben von Arbeiten in Schule und Studium ; Literatursuche, Materialsammlung und Manuskriptgestaltung mit vielen Beispielen / von Jürg Niederhauser.
      Katalog- und Standortdaten (verschiedene Ausgaben) hier
    • Richtig recherchieren im Internet : systematisch, zielgerichtet, kritisch ; Klasse 7 – 10 / von Florian Nohl.
      Katalog- und Standortdaten hier
    • Schlüsselkompetenzen: Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet / von Fabian Franke ; …
      Katalog- und Standortdaten hier
    • Und täglich grüßt die Datenflut : Tipps und Techniken für mehr Effizienz und stressfreien Umgang mit Informationen / von Helgo Bretschneider.
      Katalog- und Standortdaten hier
    • Wie schreibt man wissenschaftliche Arbeiten? : von der Themenfindung bis zur Abgabe / von Ulrike Pospiech in Zusammenarbeit mit der Dudenredaktion.
      Katalog- und Standortdaten hier

HilDa