Mittendrin Mittwoch #14

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

„Der Spatz ist wieder da.“ Mit dem Kopf nickt sie in Richtung Fenster und Baum.
Eve dreht sich um, damit sie ihn sehen kann.
Alles in Ordnung mit der Welt, solange der Spatz in seinem Baum sitzt, was?“, lästert Martha.
„Ich wäre froh wenn das stimmen würde“, erwidert Eve. „Dann wäre das ein Klacks mit dem Weltfrieden, und ich wüsste was tatsächlich zwischen dir und Jackson Paige vorgefallen ist.
Martha lächelt. „Soll ich es Ihnen buchstabieren? Ich habe ihn erschossen.“

Marthas Widerstand von Kerry Drewery, Seite 119

Martha ist angeklagt Jackson Paige, einen beliebten Reality-TV Star ermordet zu haben. Als angeklagte Mörderin wird sie in die erste von sieben Zellen gebracht. Für jeden Tag eine Zelle. In dieser Zeit stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob Martha unschuldig oder schuldig ist. Und somit, ob sie wieder frei gelassen oder ob das Todesurteil über sie verhängt wird. Das Ganze wird von einer TV-Sendung begleitet.

Bisher gefällt mir das Buch ziemlich gut. Es ist spannend geschrieben, die Charaktere sind interessant und die Idee dass es keine Gerichte mehr gibt, sondern alle Menschen per Telefon oder Internet abstimmen können ob jemand schuldig ist oder nicht ist eine ziemlich gruselige Vorstellung. Ich bin jedenfalls gespannt wie es mit Martha weiter gehen wird.

lga

Erdbeer-Crumble

Die Erdbeerernte in unserem Garten neigt sich so langsam dem Ende zu, ein paar gibt es aber immer noch und die wollen natürlich auch noch gegessen werden (ob direkt vom Strauch, als Erdbeerkuchen oder als Erdbeer-Crumble ist den Erdbeeren selber glaube ich ziemlich egal – mir eigentlich auch, das schmeckt nämlich alles sehr gut!).

Die Zutaten:

  • 500 g Erdbeeren
  • 150 g Knuspermüsli (ich habe welches mit Schokostückchen verwendet)
  • 75 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 100 g Weizenmehl
  • Vanilleeis

Die Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen, die Stiele entfernen, vierteln und in eine Auflaufform geben.

Den Backofen vorheizen (Ober-/Unterhitze: 180°C, Heißluft: 160°C).

Für den Streuselteig Müsli, Butter, Zucker und Weizenmehl in eine Rührschüssel geben und mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu Streuseln verarbeiten. Die Streusel auf den Erdbeeren verteilen und die Auflaufform auf einem Rost auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. Die Backzeit beträgt ca. 25 Minuten.

Den Erdbeer-Crumble noch warm servieren. Dazu passt sehr gut eine Kugel Vanille-Eis. 🙂

lga

 

Joachim Meyerhoff: Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Meyerhoff, Joachim : Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Roman

Der dritte Teil von Joachim Meyerhoffs autobiographischem Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“ erzählt von seinen Ausbildungsjahren als Schauspielschüler in München und dem Zusammenleben mit seinen Großeltern, bei denen er während dieser Zeit unterkommt. Skurril bereits der Beginn, als der Abiturient, der vorher keinerlei Theaterleidenschaft oder Faible für dramatische Stoffe verspürt hat, sich spontan für den Beruf des Schauspielers entscheidet und prompt bei der ersten Bewerbung unter Hunderten Konkurrenten von der Otto-Falckenberg-Schule angenommen wird. Was dann folgt, sind drei Jahre schulisch eingeforderte Seelenentblößung, eine Klippe, an der der Erzähler regelmäßig zu scheitern droht. Wie soll man auch Fontanes „Effi Briest“ als Nilpferd darstellen oder mit den Brustwarzen atmen?

Als hilfreicher Kontrast stehen dem Protagonisten in dieser Dauerkrise seine Großeltern zur Seite, deren ritualisierter Tagesablauf auf stilvolle Weise vom Alkohol getaktet wird. Die beiden Senioren – sie eine Ehrfurcht gebietende ehemalige Schauspielerin und Diva, die die großen Gesten beherrscht und der Großvater ein emeritierter Philosophieprofessor – leben großbürgerlich in einer Villa mit Haushälterin, Gärtner und geschmackvoll eingerichteten Räumen, die museal unveränderlich gehalten werden. Wie z.B. das rosa Zimmer, in dem der „Lieberling“ genannte Enkel für drei Jahre einquartiert wird. Herrlich, wie der Autor den Tagesablauf und die skurrilen Eigenheiten der Großeltern schildert, satirisch und doch niemals bloßstellend. Frühsport-Exzesse auf dem Balkon, abseitige Methoden, Verlorengegangenes wiederzufinden und natürlich der Alkohol: Zum Aufstehen Gurgeln mit Enzianelixier, vor und nach dem Frühstück je ein Glas Champagner für den Kreislauf, Lunch mit Weißwein, dann der 6-Uhr-Whiskey, Rotwein zum Abendessen, Cointreau zur guten Nacht. Der wohltemperierte und kontrollierte Suff.

Lustig erhebende Anekdoten im Haus der Großeltern wechseln sich mit oft dramatischen Erlebnissen in der Schauspielschule ab; einmal vermischen sich beide Welten sogar, als der Enkel für die ersten Dreharbeiten seines Lebens mit der filmerprobten Großmutter vor der Kamera steht, was für ihn in einem ziemlichen Fiasko endet. Auf die weiteren Bände darf man gespannt sein, nach Aussage des Autors könnten es insgesamt 5 – 6 werden, womöglich sogar mehr.

„Ach diese Lücke … “ in der Stadtbibliothek als Buch, eBook und eAudio.

Alice

Mittendrin Mittwoch #13

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

„We can do all our Christmas shopping there!“ said Hermione. „Mum and Dad would really love those Toothflossing Stringmints from Honeydukes!“ Resigned to the fact that he would be the only third-year staying behind, Harry borrowed a copy of „Which Broomstick“ from Wood, and decided to spend the day reeading up on the different makes.

J. K. Rowling: Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, S. 142

Die meisten haben es bestimmt erkannt- allein die Namen „Hermione“ und „Harry“ sagen eigentlich schon alles aus. Vielleicht wundert ihr euch, weshalb ich es auf englisch lese. Manchmal überkommt es mich, dass ich richtig Lust habe, meine grauen Zellen mal wieder richtig anzustrengen aber dann doch nicht so viel Lust da ist, ein mir unbekanntes Buch auf Englisch zu lesen. Dann greife ich doch oft zur deutschen Alternative, denn das Lesen in der Muttersprache ist doch leichter. Aber irgendwann dachte ich mir, ich könnte doch die Harry- Bücher auf englisch lesen- da weiß ich, was drin vor kommt und es ist nicht so schlimm, wenn man etwas nicht richtig versteht. Und mittlerweile bin ich bei Band drei angekommen 🙂
Hier geht es gerade darum, dass der arme Harry nicht den anderen in das Dörfchen Hogsmeade darf, da die bezaubernden Verwandten die Ausflugserlaubnis nicht unterzeichnet haben. Also leiht er sich von Oliver Wood ein Buch („Welcher Besen“) und schmökert notgedrungen darin herum- aber Harry Potter wäre nicht Harry Potter, wenn es so friedlich weitergehen würde… 😉

kwk

Krimi, Thriller und Co.

Vor einiger Zeit habe ich euch schon einmal das Genre der Fantasyliteratur mit den verschiedenen Subgenres vorgestellt.

Nun werde ich mich heute mit einem anderen Thema bezüglich Genres beschäftigen, nämlich wo genau der Unterschied zwischen einem Krimi und einem Thriller besteht.

Ein Krimi beschäftigt sich in der Regel mit der Aufklärung einer schweren Straftat, wie etwa Erpressung oder Mord. Die Aufklärung wird übernommen von einem Ermittler, das kann sowohl ein Kommissar, ein Detektiv oder auch eine Privatperson sein. Dieser Ermittler findet im Verlauf des Krimis die Hintergründe der Tat und den Täter heraus.

Bei einem Thriller ist ein Hauptmerkmal, dass er kontinuierlich Spannung erzeugen soll, wie sich auch schon aus der Bezeichnung selbst entnehmen lässt (engl. thrill „Schauer, Erregung, Sensation“). Des Weiteren geht es hier nicht darum ein Verbrechen aufzuklären, sondern eher darum eines zu verhindern. Der Held rettet am Ende sich selbst oder auch andere vor einem Widersacher, wobei es auch vorkommen kann dass der Held dabei stirbt.

Ein bekanntes Subgenre ist der Psychothriller. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Beschreibung der Figuren und deren Psyche, bei einem normalen Thriller wird eher Wert gelegt auf die Beschreibung der Handlung. Thema des Psychothrillers ist häufig ein emotionaler Konflikt zwischen mehreren Personen oder auch innerhalb einer Person. Zudem werden bei Psychothrillern Vorgeschichten häufig ausführlich thematisiert.

Ich muss sagen, dass ich beide Genres sehr gerne lese. Mir gefallen zum Beispiel sehr die Krimis von Simon Becket rund um David Hunter oder auch die Reihe um Carl Morck von Jussi Adler Olsen. Genauso gerne lese ich aber auch all die Psychothriller von Sebastian Fitzek, bei denen ich mir immer wieder aufs Neue die Haare raufen könnte.

lga

Parthenon der Bücher (Parthenon of books)

Am 10. Juni beginnt in Kassel die 14. Documenta, weltweit größte Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Eines der Kunstwerke ist das „Parthenon der Bücher“ von der argentinischen Künstlerin Marta Minujín.

Auf dem Friedrichsplatz, gegenüber vom Fridericianum, wurden am 19. Mai 1933 bei der „Aktion wider den undeutschen Geist“ etwa 2000 Bücher verbrannt. Hier wurde jetzt das Parthenon der Bücher errichtet. Vorbild ist der Tempel auf der Akropolis, der die erste Demokratie repräsentiert.

Die Installation besteht nach Fertigstellung aus etwa 100.000 verpackten Büchern, die zeitweise verboten und später neu aufgelegt wurden, bzw. welche in manchen Ländern bis heute verboten sind. Dafür wurde zu Bücherspenden aufgerufen. Eine kurze Liste verbotener Werke enthält ca. 170 Einträge. Hier finden sich u. a. Werke von Autoren, die im Nationalsozialismus verboten waren, wie von Bertolt Brecht und Heinrich Heine.

Ebenfalls auf der Liste sind Werke neueren Datums zu finden: Paolo Coelhos „Der Alchimist“ ist wie auch seine anderen Werke im Iran verboten. Die „Harry-Potter“-Bücher wurden aus vielen Amerikanischen Schulen verbannt.
Am Ende der Documenta ist geplant, die Bücher wieder in den Umlauf zu bringen.

 

Juliane

Mittendrin Mittwoch #12

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

„Wir müssen also feststellen, dass es derzeit in der Wissenschaft keinen Konsens über die Ursache(n) gibt, die vor etwas mehr als 3000 Jahren zum Zusammenbruch dieser zahlreichen, miteinander in Verbindung stehenden Gesellschaften führte(n) – als Übeltäter wurden in letzter Zeit „Feinde aus dem Ausland, sozial motivierte Aufstände, Naturkatastrophen, ein Zusammenbruch des Systems und Veränderungen in der Kriegsführung“ genannt. So, wie es die Wissenschaft in den vergangenen 80 Jahren getan hat, wollen wir nun also auch über diese möglichen Ursachen spekulieren. Dabei sollten wir die verfügbaren Daten möglichst objektiv betrachten, die diese hypothetischen Möglichkeiten stützen – oder eben nicht.“

IMG_0230Eric H. Cline ist ein renommierter Archäologe und Kulturanthropologe mit den Forschungsschwerpunkten biblische Archäologie sowie Militärgeschichte und internationale Beziehungen des Mittelmeerraumes. In diesem Buch beschäftigt er sich mit dem Zeitenumbruch von der Spätbronzezeit zur Eisenzeit, ein Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte, der durch den Niedergang oder gar das Ende mehrerer großer Zivilisationen gekennzeichnet ist: Mykener, Hethiter, Ägypter, um nur einige zu nennen.  Auch so sagenhafte Ereignisse wie der Trojanische Krieg oder sogar der Auszug der Israeliten aus Ägypten werden mit dieser Zeit in Verbindung gebracht. Waren es die mysteriösen Seevölker, die marodierend die östlichen Mittelmeerküsten verunsicherten, ganze Landstriche eroberten, verwüsteten oder neu besiedelten? Woher kamen sie? Waren sie Flüchtlinge, die nach Naturkatastrophen eine neue Heimat suchen mussten und nun ihrerseits durch Krieg und Vertreibung eine Völkerwanderung auslösten? Oder war ein Klimawandel der Auslöser für das Ende einer glorreichen Epoche? In der Spätbronzezeit waren die Machtzentren der Ägäis und des Nahen Ostens auf vielfältige Weise miteinander vernetzt und der Handels- und Kulturaustausch hatte zu einer erstaunlichen zivilisatorischen Blüte geführt. Innerhalb weniger Jahrzehnte um 1200 v. Chr. herum kollabierten diese Gesellschaften jedoch und ein „dunkles Zeitalter“ begann.

Cline nennt die verschiedenen Erklärungsansätze und Theorien, die in der derzeitigen Forschung diskutiert werden. Er beginnt in seinem Buch allerdings schon 300 Jahre vor dem Kollaps der Kulturen und zeigt die Stärken und Schwächen des damals hochgradig miteinander vernetzten Wirtschaftsraumes im östlichen Mittelmeer. Im titelgebenden Jahr 1177 v. Chr. fand eine entscheidende (und durch die Ägypter schriftlich überlieferte) Schlacht gegen die sogenannten Seevölker statt, eines der wenigen Ereignisse, die sich klar zeitlich einordnen lassen und damit ein wichtiger Angelpunkt in Clines Argumentation.

Das obige Zitat von Seite 202 steht zu Beginn des letzten Kapitels. Nachdem Cline die unterschiedlichen Theorien aufgeführt, erläutert, z. T. als widerlegt dargestellt hat, nachdem er vor allem immer wieder betont hat, was wir alles nicht wissen können, weil uns jeglicher Beweis fehlt, und was wahrscheinlich für immer ein Menschheitsrätsel bleiben wird, kommt er jetzt auf den letzten Seiten wohl zu seinen eigenen Schlussfolgerungen. Ich bin gespannt.

Cline, Eric H. : 1177 v. Chr. : der erste Untergang der Zivilisation / aus dem Englischen von Cornelius Hartz. – Theiss-Verlag, 2015. – ISBN 978-3-8062-3195-3

Das Sachbuch ist noch nicht im Bestand der Stadtbibliothek. Bitte geben Sie mir noch ein paar Tage, dann gebe ich es zum Einarbeiten weiter.

hilda

Mit dem Fahrrad im Fahrstuhl

Im Keller gibt es für die MitarbeiterInnen von Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Kulturamt einen sicheren und trockenen Fahrradstellplatz. (So etwas sollte übrigens jeder gute Arbeitgeber bieten). Der einfachste Zugang ist der Fahrstuhl zur Tiefgarage. Vor einigen Wochen fuhr ich spät nach einer Abendveranstaltung mit eben diesem Fahrstuhl nach oben, das Fahrrad neben mir, ich bereits fertig kostümiert mit Warnweste und Helm. Die Tür öffnet sich, vor mir steht ein Paar, das offensichtlich in die Garage hinunter möchte. Die beiden schon etwas älteren Herrschaften lassen mich erst aussteigen, wir lächeln uns an. Er kommentiert: „Guck, die haben hier in Bielefeld sogar unterirdische Radwege.“

Ich fahre ja lieber an der frischen Luft. Aber an so Bielefelder Dauerregentagen könnte ich mir schon einen Fahrradtunnel mit direkter Verbindung zwischen meinem heimischen Fahrradkeller und meinem Arbeitsplatz vorstellen.

Karl Drais erfand 1817 das Laufrad, das als Vorläufer (hihi) des Fahrrades gilt. Auch Bielefeld feiert 200 Jahre Fahrrad:

  • im Historischen Museum gibt es noch bis zum 9. Juli eine Ausstellung
  • ab dem 11. Juni dann wieder für drei Wochen STADTRADELN.

Jetzt mitten in der Fahrrad-Saison ist allerdings auch vieles ausgeliehen

Wer noch Tipps und Anleitungen zum Radkauf oder für anstehende Reparaturen benötigt: Bücher zum Thema stehen in der Sachgruppe Technik.

 

 

 

hilda

Unser Viertel rund um den Ostmannturm

Ein Spaziergang als Fortbildung, so könnte der Arbeitstag gerne öfter beginnen – noch dazu wenn das Wetter so wunderbar mitspielt. Aber Lernen darf ja auch Spaß machen – und ist dann auch viel effizienter, wie wir wissen. Nebenbei sollten auf dem Rundgang Fotos entstehen, auf denen wir nicht nur das augenfällig Sehenswerte, sondern auch die Kleinigkeiten am Rande festhalten wollten, später dokumentiert auf unserem Instagram-Account; einen Instawalk nennt man so etwas. Der Quartiersbetreuer Stefan Zollondz führte uns kundig zu den interessanten Ecken, erklärte und erzählte über die Aktionen, Arbeitsgruppen und Initiativen, Veranstaltungen und Stadtteilfeste, Projekte und Planungen.

Instawalk-Gruppe vor dem Ostmannturm

Das Ostmannturmviertel ist Teil des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes „Stadtumbau Nördlicher Innenstadtrand Bielefeld“ gefördert mit Städtebauförderungsmitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau West“ sowie aus dem NRW-EU-Ziel-2-Programm (EFRE). Ähm ja. Auch der Umzug der Stadtbibliothek an den Neumarkt ist u.a. durch diese Förderung möglich geworden. Wir sind mit den unterschiedlichen Vereinen, Arbeitskreisen und Gremien des Viertels vernetzt, sind an mehreren Projekten beteiligt – da wurde es sicher auch mal Zeit, dass wir aus unseren Bibliotheksräumen ausschwärmen und das Umfeld erkunden.

Das ehemalige Gewerbegebiet ist heute ein beliebtes Wohnquartier im Zentrum der Stadt, in dem auf engem Raum ca. 10.000 Menschen aus über 80 Nationen zusammenleben. Wir waren überrascht, wie ruhig doch die meisten Wohngebiete sind trotz der vielbefahrenen Straßenschneisen um das Viertel herum (Herforder Straße, Walther-Rathenau-Straße) und mitten durch (August-Bebel-Straße). Und wir fanden überraschend viel Grün: schöne Innenhöfe, Gärten, Bäume; besonders interessierte uns das Urban Gardening Projekt, bei dem Anwohner die Patenschaft von bisher 14 Wabenbeeten übernommen haben.

Unser Rundgang führte uns zu den Schulen, Kindergärten und Tagesstätten, den Begegnungsstätten, verschiedenen Wohnprojekten und Generationenhäusern, wir hörten vom Fassadenprogramm, den verschiedenen Angeboten der Bürgerbeteiligung und nicht zuletzt vom großen Stadtteilfest auf dem Nelson-Mandela-Platz. Natürlich wurden auch Problemfelder benannt, aber insgesamt hatten wir den Eindruck, dass hier die gelebte Nachbarschaft funktioniert.

Wer mehr über die Geschichte des Ostmannturmviertels und seinen Strukturwandel lesen möchte, findet einen kurzen Artikel bei Wikipedia oder kann sich durch die ausführliche Website klicken.

Zurück zur Bibliothek, damit wir pünktlich öffnen können

Den Ostmannturm selbst konnten wir an diesem Tag leider nicht besteigen, aber das werden wir sicher noch nachholen und dann berichten. Alle Bilder von unserem Instawalk findet Ihr auf unserem Instagram-Account mit den Hashtags #Instawalk, #Ostmannturm und #Ostmannturmviertel.

 

hilda