Serien-Tipp: The night manager

Ja ich weiß, ganz neu ist die Mini-Serie nicht. Aber gut ist sie allemal. Kurz vorweg: Der Spionageroman (Thriller) „Der Nachtmanager“ von John le Carré erschien bereits 1993, für die Verfilmung wurde das Geschehen in die heutige Zeit gelegt.

Es beginnt in Kairo in einem Luxushotel. Auf den Straßen herrschen die Unruhen des arabischen Frühlings, das Hotel selbst ist eine Oase der Ruhe. Zum Personal zählt der britische Ex-Soldat Jonathan Pine (Tom Hiddleston), er hält als Nachtmanager im Dunkeln die Zügel in der Hand. Entgegen seiner Gewohnheit lässt er sich in private Angelegenheiten einer seiner Gäste verwickeln: Sophie, die Geliebte des ägyptischen Geschäftmanns Freddie Hamid, weiß um dessen Beziehungen zu Richard Roper (Hugh Laurie). Einem undurchsichtigen Waffenhändler wie er im Buche steht. Sie bittet Pine um Hilfe, doch bei dem Versuch Kontakt zum britischen Geheimdienst aufzunehmen, wird Sophie ermordet. Pine fühlt sich mitschuldig an ihrem Tod und lässt sich vom MI6 als Undercover-Agent anwerben um in Ropers Nähe zu gelangen. Ein äußerst gefährlicher Einsatz, denn Ropers bezaubende Frau Jed und sein Handlanger Corcoran (Tom Hollander) machen ihm das Leben nicht einfach.

Der Vorspann, in dem Kristalle, Sektgläser und ein Tee-Service zu Bomben, Granatwerfern und ähnlichem mutieren, lässt die Gedanken zu James Bond aufkommen.
Doch die Serie kommt sehr gut ohne Action-Szenen aus und einen Aston Martin gibt es auch nicht. Die Handlung lebt von den Dialogen zwischen Laurie und Hiddleston. Und nicht zu vergessen: Olivia Colman. Die fungiert als Pine’s MI6-Kontakt und hat den Männerclub in ihrer Behörde gründlich satt.
Great Britain at its finest eben.

Gefilmt wurde vor toller Kulisse unter anderem auf Mallorca und der Türkei. Das lässt trotz manchmal etwas altbacken erscheinender Agentenmethoden (verstecken hinterm Reiseführer) Kinofeeling aufkommen. 🙂

Hier findet ihr die DVD und das Buch in unserem Bestand.

kwk

Imaginäre Linien

Ich liebe es schon seit meiner Kindheit, in den Sternenhimmel zu starren. Da war zum Beispiel der Campingurlaub an der Nordsee vor vielleicht 45 Jahren. Ich sah einen kleinen Lichtpunkt über den Nachthimmel ziehen und habe prompt lauthals verkündet, ich hätte einen Planeten entdeckt – heißen die doch Wandelsterne, weil sie sich im Gegensatz zu den Fixsternen am Himmel bewegen. Hatte ich gelesen. Vielleicht in meinem Lieblingsbuch: „Die Sterne“ aus der Was-Ist-Was-Reihe.
Nun ja, wie sich herausstellte, ist die Planeten-Bewegung nicht ganz so, wie ich sie mir nach meinem theoretischen „Studium“ vorgestellt hatte, jedenfalls nicht so schnell. Mein Vater erklärte mir, das da oben sei ein Sputnik. Allein dieses Wort versöhnte mich: Ich hatte einen Sputnik entdeckt, klingt doch auch toll. Es brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass der erste künstliche Satellit der Menschheit „Sputnik“ hieß und mein Vater den Namen als Synonym für alle Satelliten im Erdorbit nutzte.

Mit ein bisschen Geduld lassen sich erstaunlich viele davon in einer sternklaren Nacht beobachten, allerdings sind die kleinen, rasenden Lichtpunkte nicht immer leicht von hochfliegenden Flugzeugen zu unterscheiden. Für mich wurde es zu einer Lieblingsbeschäftigung, am Lagerfeuer auf Satellitenjagd zu gehen. Selbst heute stehe ich manchmal auf dem Balkon, um nach der ISS (Internationale Raumstation) Ausschau zu halten; die kann man in manchen Nächten als sehr deutlichen Lichtpunkt beobachten, wenn man die genaue Zeit des Überflugs weiß und wenn die Raumstation oben im Orbit noch von der Sonne angestrahlt wird, während es bei uns unten schon dunkel genug ist. Zu meiner Überraschung bin ich nicht die einzige, in den Sozialen Medien werden die ISS-Beobachtungen geteilt und nicht selten mit Fotos dokumentiert; auch wenn nur eine Lichtlinie zu erkennen ist, ein beliebtes Motiv.

Planeten erkenne ich ja bis heute nicht, außer natürlich den Abend-/Morgenstern = Venus, das ist leicht. Aber der Mars hebt sich leider nicht knallrot von all den anderen Lichtpunkten am Himmel ab, Jupiters großer roter Fleck oder die Ringe des Saturn sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen – das sieht im Buch doch alles viel einfacher aus.

 

Übrigens sind auch Sternbilder am echten Himmel nicht mit Linien verbunden wie in den Sternkarten. Als Kind hatte ich mir jedenfalls die Orientierung am Nachthimmel leichter vorgestellt. Und wenn mein Vater mit dem Finger imaginäre Linien zwischen einigen Sternen zog, um mir den Kleinen Wagen und den Polarstern zu zeigen, konnte ich nicht folgen: Da sind einfach zu viele Sterne am Himmel.

Ich wollte tatsächlich einmal Astronomin werden und irgendwann fantastische Entdeckungen in den unendlichen Weiten machen. Oh, und wäre es nicht wunderbar, einmal mit einem Raumschiff unsere Erde aus dem Weltall zu sehen? Oder zwischen den Ringen des Saturn hindurch zu fliegen? Auf einem Kometen zu landen?
Hach ja, Kindheitsträume.
Ich wollte übrigens auch als Archäologin oder Tiefseeforscherin Atlantis entdecken, ein nachhaltiges Bewässerungssystem für die Sahara entwickeln, eine großartige Schriftstellerin und berühmte Schauspielerin werden und bei den nordamerikanischen Indianern leben.

 

 

Wenn ich heute in den Himmel schaue, erkenne ich gerade mal eine Handvoll Sternbilder: den Großen und den Kleinen Wagen (somit finde ich jetzt auch den Polarstern, lieber Papa), dann sind da noch Orion mit seinen drei markanten Gürtelsternen und Cassiopeia, dieses große, etwas windschief wirkende W; und die Plejaden, die für die ersten Bauern in Mitteleuropa eine große Bedeutung gehabt haben müssen, sind sie doch auf der „Himmelsscheibe von Nebra“ dargestellt – wohl der spannendste archäologische Fund in Deutschland während der letzten Jahrzehnte.

Zu den Ringen des Saturn hat mich das Internet gebracht – da sind die faszinierenden Bilder, die die Raumsonde Cassini von dem Planeten, seinen Monden, seinem wunderbaren Ringsystem aufgenommen hat. Ich war auch live dabei, als die Sonde Rosetta den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko (Tschuri) umkreiste und der Lander Philae leider in einer Spalte verloren ging.
Das Hubble-Teleskop hat Bilder aus den Tiefen des Raums gemacht, soweit ist nicht einmal das Raumschiff Enterprise geflogen. Und der Wissenschaftler und Astronaut Alexander Gerst vermittelt mir die Sicht auf unsere Erdkugel aus dem Orbit heraus. Über ein Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR (Projekt_4D Die Zeitkapsel) sind sogar ein paar Fotos mit Erinnerungen an meinen Bruder und meine Mutter ins All geflogen und haben auf der ISS viele Male unseren Heimatplaneten umrundet. All das hätte sich mein 10jähriges Ich nicht vorstellen können, bei aller Phantasie nicht.

Ich bin nicht Forscherin oder Schriftstellerin geworden, nicht mal Indianerin 😉 . Ich wurde Bibliothekarin – und all meine Interessensgebiete sind für diesen Beruf relevant und nützlich: Von meiner kindlichen Sputnik-Jagd führen für mich Verbindungslinien zur Astronomie, zur Raumfahrtgeschichte, zur Frühgeschichte, Archäologie und Mythologie, auch zur Science Fiction und überhaupt zu Film und Literatur, natürlich zu meinem Beruf und zu meiner Familie – alles hängt irgendwie zusammen. Wenn ich in einer klaren Nacht hinauf in den Sternenhimmel schaue, fühle ich mich für einen Augenblick mit allem verbunden.
Und manchmal habe ich das gleiche Gefühl, wenn ich in der Bibliothek stehe.
Das Leben, das Universum und der ganze Rest.
Ach, Ihr wisst schon.

HilDa

Wer sich auch für das eine oder andere aus diesem Beitrag interessiert, hier ein paar Empfehlungen:

  • Die Sterne  (Was ist was ; Band 6) – der Klassiker und auch heute noch ein guter Einstieg für Sternengucker;
  • Rätsel der Galaxis: wie Wissenschaftler die Milchstraße erforschen – DVD aus der Reihe „Geo kompakt“, tolle Bilder und zusammen mit dem Themenheft Die Milchstraße : Forscher revolutionieren das Bild unserer kosmischen Heimat (Geo kompakt ; Nr. 39), eine gute Einführung in den heutigen Stand der Wissenschaft;
  • Space Tomorrow : Faszination Weltall – Abenteuer Raumstation (DVD) und Mission im All  (DVD) –  ich mag Alexander Gerst und wie er die Welt erklärt; dazu auch hier tolle Bilder;
  • Die Himmelsscheibe von Nebra : der Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas / von  Harald Meller und Kai Michel und  Die Himmelsscheibe von Nebra [DVD];
  • Das Universum: ein Reiseführer – klingt witzig vom Konzept her: Reiseführer der Lonely Planet Reihe sind eigentlich immer empfehlenswert, aber einmal Universum und zurück nur leider ohne Raumschiff? Diesen Titel schaue ich mir demnächst mal genauer an;
  • Nein, Winnetou ist kein Witz. Ich hatte eine ausgeprägte Karl-May-Phase und die Winnetou-Bücher haben meine Neugierde geweckt: auf andere Kulturen (nicht nur Indianer) und ihre Mythen und Geschichten;
  • Das Leben, das Universum und der ganze Rest – der 3. Teil der „Per Anhalter durch die Galaxis“- Romane, wer die noch nicht kennt, sollte das mindestens mit dem ersten Band nachholen, selbst wenn Ihr Science Fiction eigentlich gar nicht mögt. Und auch die anderen Bücher von Douglas Adams sind übrigens lesenswert.

Spieletester: Splatoon 2

Seit einiger Zeit haben wir bei uns im Haus eine Spieletestergruppe. Die Spieletester wurden vom Spieleratgeber NRW ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen werden unter Anleitung aktuelle und interessante Spiele getestet und beurteilt.
Unsere Gruppe haben wir in Kooperation mit dem Bielefelder Jugendring aufgebaut. Sie besteht aus 5 Spieletestern zwischen 13 und 15 Jahren, die sich regelmäßig im Gamingraum der Stadtbibliothek am Neumarkt treffen, um an unseren Konsolen neue Spiele auszuprobieren und Beurteilungen zu schreiben. Ihre Erfahrungen mit den Spiele möchten wir nun auch hier auf dem Blog mit euch teilen.
Zu einem der ersten getesteten Spiele gehört Splatoon 2. Lest hier, wie das Urteil unserer Tester ausfällt. 🙂

Splatoon 2 hat ein gutes Gameplay, es hat weder Fehler in der Steuerung, noch im Spieldesign. Allgemein ist die Grafik des Spiels gut, da sie flüssig läuft und es gibt viele Details, wie zum Beispiel die Tintenflecke, die auch als solche zu erkennen sind. Zudem gibt es keine Gamecrashs. Der Online-Modus macht besonders Spaß, weil man dort gegen abwechslungsreiche Spieler antreten kann.

Was dem Spiel allerdings fehlt, ist eine klare Story. Das Ziel ist nur ein Vorwand zum Spielen. Auch wenn der Online-Modus Spaß macht, liegt der Fokus zu sehr darauf und es fehlt an Kreativität im Storytelling des Einzelspieler-Modus, weshalb dieser schnell langweilig wird. Zudem sind die Level nicht immer fair gestaltet. Teilweise stehen dem Spieler zu viele Gegner bei zu schwachen Waffen entgegen. Die Altersvorschrift von 6 Jahren trifft zwar auf den Inhalt des Spieles zu, jedoch nicht zu empfehlen, da das Spiel für junge Kinder zu hektisch ist.

Zusammenfassend ist das Spiel für 10 bis 12-Jährige, die an Shooter-Spielen interessiert sind und bereits eine Online-Mitgliedschaft besitzen um die Vorzüge des Online-Modus zu nutzen, gut geeignet.

Faltkunst

Herzen, Hundepfoten, kurze Wörter, wie Lesen oder Danke, Katzen, Blumen – aus einfachen Buchseiten lassen sich – von leicht bis kniffelig – die schönsten Kunstwerke falten. Dazu braucht es auch gar nicht viel: ausgediente Bücher mit einer angemessenen Seitenzahl; sowie Bleistift, Lineal, Schere und Cuttermesser für die anspruchsvolleren Motive, die nicht nur gefaltet sondern auch ausgeschnitten werden.

In unserer FreitagsKreativReihe „Irgendwas is immer“ bieten wir seit einiger Zeit „Buchfaltkunst“ an. In dieser sind viele wunderbare Exemplare der oben genannten Motive entstanden. Die Vorlagen sucht überwiegend Christine Köhler als Leiterin der Veranstaltung aus. Manchmal bringen die Teilnehmer*innen aber auch eigene Ideen mit oder fragen gezielt nach Vorlagen.
Wie im Fall des Notenschlüssels. So wunderschön er aussieht, wenn er fertig ist, umso friemeliger ist aber der Weg dort hin: Denn die vielen Rundungen haben es in sich. Um diese hinzubekommen werden die einzeln Seiten nicht nur fein säuberlich gefaltet, sondern es wird auch sehr viel ausgeschnitten. Zu all dem Fingerspitzengefühl gehört aber auch noch ein großer Topf Geduld und Ausdauer. Denn auf Grund des Schwierigkeitsgrads ist es nicht gerade ein Projekt, das sich in einem Rutsch herstellen lässt. Rund fünf Stunden reiner Arbeitsaufwand sollten schon eingeplant werden.

Woher wir das wissen? Meine Kollegin Christine Köhler nimmt auch gerne die Herausforderung an und probiert die Ideen und Wünsche der Teilnehmer*innen oft auch selber aus. So war es auch bei dem Notenschlüssel. 🙂

Doch ich finde, Arbeit und Mühen haben sich in jedem Fall gelohnt. Und ein Plätzchen zum Verweilen hat der Notenschlüssel ebenfalls schon gefunden: Er ziert das Büro einer Kollegin und erfreut sie so gleichzeitig mit seiner Anwesenheit. Nur ab und an am Freitag muss er seinen Platz dort für ein paar Stunden verlassen – um sich bei „Irgendwas is immer“ zu präsentieren und vielleicht als Inspiration zu dienen.

 

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Der erste Beitrag…

… nach anderthalb Jahren Elternzeit ist ganz schön schwer zu schreiben. Wo fängt man an? Natürlich – Corona veränderte den Einstieg in das Arbeitsleben, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber wie sagt man? „Wir müssen es nehmen, wie es kommt.“ Also, Ärmel hochgekrempelt und los geht’s.

Was ist das für ein Gefühl, nach so einer Zeit wieder an der alten Wirkungsstätte zu sein? Vertraut und doch neu trifft es ganz gut. Vertraute, alte Bildschirmmasken (Bibliotheca, WordPress…), neu, auf einmal mit Windows 10 am PC konfrontiert zu sein. 😉 Das Kollegium- vertraut, aber auch neu (neue Leitung, Azubis, FSJler). Die Fahrt zur Arbeit (selbe Strecke, aber neue Züge, Mundschutz). Die Aufgaben – Medien einstellen wie immer, aber huch, da steht ein anderes Regal…

Man selber ist anderthalb Jahre älter, denkt als Neu-Mama anders und beurteilt Situationen anders. Natürlich kann ich nur für mich sprechen, ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht. Diese andere Sicht auf viele Dinge ist nicht das schlechteste.
Und ganz ehrlich- mir tut es gut, aus einer anderen Perspektive das Arbeitsleben zu betrachten. Oft hat man nicht die Gelegenheit, im positiven Sinne seine Sichtweise zu ein bisschen zu ändern bzw. aus Gewohnheiten auszubrechen, oder? Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

kwk

Lesen gegen das Vergessen

Mit der Aktion „Lesen gegen das Vergessen“ wird schon seit einigen Jahren an die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten in Berlin und vielen anderen deutschen Städten am 10. Mai 1933 – in Bielefeld schon am 13. März 1933 – erinnert. Die Veranstaltung findet immer um den 10. Mai herum auf dem Rathausvorplatz statt. Dazu kam in den letzten Jahren noch eine Lesung, die immer Ende April bei uns in der Stadtbibliothek von der Initiative „Lesen gegen das Vergessen“ durchgeführt wurde, um das Interesse an der Lesung auf dem Rathausvorplatz zu wecken.
Die Abende, bei denen die Aktion der Bücherverbrennung und ihre Folgen skizziert, verschiedene damals betroffene und ausgegrenzte Autorinnen von Mitgliedern des Künstlerinnenforums bi-owl e.V. vorgestellt und durch jiddische Volkslieder musikalisch begleitet wurden, sind schon zum festen Bestandteil im jährlichen Veranstaltungskalender der Stadtbibliothek geworden.

Leider musste aber sowohl die Veranstaltung am 23.04. in der Stadtbibliothek als auch die Lesung auf dem Rathausvorplatz am 07.05. aufgrund der Coronaschutzmaßnahmen ausfallen.

Jetzt haben wir von den Organisatorinnen aber die tolle Nachricht erhalten, dass das Lesen gegen das Vergessen digital ausgestrahlt wird! So wichtig die momentanen Beschränkungen sind, so wichtig ist es aber auch, diese Aktion trotzdem durchzuführen, um gegen die historische Demenz anzugehen und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig das Erinnern an die Schrecken des Nationalsozialismus ist.

Die Lesung wird am Dienstag, dem 19. Mai um 16:00 Uhr live  über den Kanal 21 aus dem Studio von Kanal 21 ausgestrahlt.

Wir freuen uns, wenn ihr als Zuschauer*innen dabei sein könnt!

Medici.tv

Im Bereich Musikstreaming bieten wir ja schon verschiedene Dienste an. Freegal music ermöglicht Zugang zu über 15 Millionen Titeln aus allen Genres, während die Naxos Music Library die weltweit größte Online-Datenbank für klassische Musik und Naxos Music Library Jazz ein Streaming-Dienst für (wer hätte es gedacht) Jazzmusik ist.

Mit Medici.tv haben wir nun noch einen weiteren Dienst im Angebot, mit dem Videos aus dem Bereich der klassischen Musik gestreamt werden können. Über 2.500 Konzerte, Opern, Ballette von 1940 bis heute, sowie Meisterklassen und Dokumentationen (in englischer und teilweise in deutscher Sprache) kann man sich anschauen.
Neben dem klassischen Videoabruf auf Anforderung (VoD – Video on Demand) gibt es auch Live-Events, die über den seiteneigenen Kalender von Medici.tv angekündigt werden. Dabei handelt es sich um Aufführungen und Konzerte von Festivals oder Einzelübertragungen aus der ganzen Welt (z.B. Salzburger Festspiele, Verbier Festival, Carnegie Hall New York). Die Live-Übertragungen sind bis 90 Tage nach der Ausstrahlung als „Replay“ bei Medici.tv abspielbar.

Auch Playlists zu verschiedenen Themen bietet Medici.tv an.

Wir Mitarbeiter konnten Medici.tv schon im voraus testen, um nun für eventuelle Nachfragen gerüstet zu sein. Ab und an habe ich dann mal ein Konzert bei der Büroarbeit im Hintergrund laufen lassen. Medici.tv ist auf jeden Fall eine einfach zu handhabende Seite, großartig hineinfuchsen muss man sich da nicht.

Für die Nutzung von Medici.tv braucht ihr eine gültige Bibliothekskarte. Um auf die Seite zugreifen zu können, ist eine Anmeldung mit Benutzernummer und Passwort nötig. Über unsere Website oder diesen Link gelangt ihr direkt zur Anmeldung.

Viel Spaß beim austesten!

lga

Informationskompetenz

Informationskompetenz gehört zu den Schlüsselqualifikationen (ähnlich wie Kreativität, kritisches Denken, Teamfähigkeit u. a.). Das heißt, Informationskompetenz ist eine der übergeordneten Fähigkeiten, die es ermöglichen, dass wir uns den sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen anpassen und Problemlösungen finden können.

Dazu müssen wir erst einmal den Informationsbedarf erkennen.
Die Informationen dann auch finden zu können, scheint doch in Zeiten des Internets und mit Hilfe der großen Suchmaschinen einfach, oder? Doch in unserer digitalen Welt sind die Datenmengen riesig und unüberschaubar. Da ist es für Schule, Ausbildung und Arbeitsalltag um so wichtiger, effektiv recherchieren und die gefundenen Daten filtern, bewerten und auswerten zu können.

Schüler üben das Recherchieren und Anwenden von Daten meist zum ersten Mal bei den Vorbereitungen für ein Referat; spätestens mit der Facharbeit in der Oberstufe wird dann der wissenschaftlich korrekte Umgang mit Quellen und Daten vorausgesetzt. Für Studium und Beruf, aber auch in vielen anderen Lebensbereichen ist ein verantwortungsvoller und kompetenter Umgang mit Informationen und Daten relevant – und gerade angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten des Web und der Vernetzung in den Sozialen Medien wächst die Bedeutung noch weiter.

Mit unserer Blog-Reihe Recherche-Tipps wollen wir Hilfestellung beim Umgang mit der Datenflut geben und Wege zu zitierfähigen Quellen für Referat, Facharbeit und wissenschaftliches oder journalistisches Schreiben zeigen.

Bisherige Artikel in diesem Blog:

Die Reihe wird fortgesetzt.
Ich greife dabei auf die Präsentationen zurück, die meine Kollegin für Schulungen erarbeitet hat: Workshop Literaturrecherche für Facharbeiten & Referate – eines unserer pädagogischen Angebote für Schulen.

Literaturtipps:
    • Duden – Die schriftliche Arbeit – kurz gefasst : eine Anleitung zum Schreiben von Arbeiten in Schule und Studium ; Literatursuche, Materialsammlung und Manuskriptgestaltung mit vielen Beispielen / von Jürg Niederhauser.
      Katalog- und Standortdaten (verschiedene Ausgaben) hier
    • Richtig recherchieren im Internet : systematisch, zielgerichtet, kritisch ; Klasse 7 – 10 / von Florian Nohl.
      Katalog- und Standortdaten hier
    • Schlüsselkompetenzen: Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet / von Fabian Franke ; …
      Katalog- und Standortdaten hier
    • Und täglich grüßt die Datenflut : Tipps und Techniken für mehr Effizienz und stressfreien Umgang mit Informationen / von Helgo Bretschneider.
      Katalog- und Standortdaten hier
    • Wie schreibt man wissenschaftliche Arbeiten? : von der Themenfindung bis zur Abgabe / von Ulrike Pospiech in Zusammenarbeit mit der Dudenredaktion.
      Katalog- und Standortdaten hier

HilDa

Bullet Journal

Eure Kinder sind schon einige Wochen zu Hause und so langsam macht sich die Langeweile breit? Meine Tochter hat zum Glück eine super schöne Beschäftigung gefunden: Sie ist fleißig dabei ihr „Buju“ zu gestalten.
Buju bedeutet Bullet Journal und ist im Prinzip nichts anderes als ein selbst gestalteter Jahreskalender.

Alles was man braucht ist ein leeres Heft oder es gibt auch schon vorgefertigte Bujus (Notizbücher mit gepunkteten oder neudeutsch „gedotteten“ Linien) zu kaufen.
Das Buju lässt sich frei und auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt gestalten.
Losgelegt wird dann mit der ersten Seite, die meist als Inhaltsverzeichnis dient und in schönster Schrift gestaltet wird.
Danach folgt der Jahresüberblick in Kurzform, wo man wichtige Termine eintragen kann, bei meiner Tochter war das die Glow am 5. April, die aber jetzt leider abgesagt wurde (da wird ihr Moodtracker gleich mal um einiges schlechter ausfallen 🙂 ).

Meine Tochter hat dann mit Februar begonnen (das Jahr war halt schon etwas fortgeschrittener). Nach dem diesjährigen 29 !!! Februar folgte dann ein „Moodtracker“ (so eine Art Stimmungskalender … also wie man sich an dem Tag gefühlt hat – wie oben schon gesagt der 5. April wird rabenschwarz angemalt 🙂 ).
Danach geht es dann mit den anderen Monaten weiter.

Außerdem werden ganz viele To-Do-Listen geschrieben (sehr beliebt bei meiner Tochter ist die To-Do-Liste Homework). Wichtig ist aber, nicht zu viel, und vor allen Dingen zu lange zu schreiben, dass schreckt doch ziemlich ab, man sollte es auch schaffen können.

Wir hier in der Bibliothek haben einige Bücher dazu (leider nur keins in der Onleihe 😦 ), aber stöbert gerne mal im Internet da gibt es wunderschöne Ideen. Oder seid einfach selber kreativ. Viel Spaß dabei! 🙂

K.M.

Die Bibliothek zuhause nutzen: Kostenlos!

Bis zum 30. Juni 2020 stellen wir euch unsere elektronischen Angebote ab sofort kostenlos zur Verfügung. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr euch neu anmelden oder in dieser Zeit die abgelaufene Bibliothekskarte verlängern wollt. Es entstehen euch also keine Gebühren.
Euren Ausweis könnt ihr telefonisch montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0521 51-5000 kostenfrei verlängern. Bei einer Neuanmeldung füllt bitte das Anmeldeformular vollständig am Computer aus (nicht handschriftlich!) und sendet es anschließend als pdf-Datei per E-Mail an stadtbibliothek.information@bielefeld.de. Wir teilen euch dann anschließend die Anmeldedaten per E-Mail mit.

In den letzten Tagen haben wir euch unsere elektronischen Angebote schon im Detail vorgestellt. Lest gerne noch einmal nach, was wir in der Onleihe OWL oder in den Bereichen ePaper, eMusic und eData alles anbieten.

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Angebot helfen können noch besser durch die Zeit des Zuhausebleibens und Social Dinstancings zukommen.
Und falls ihr gerade unbedingt ein Buch lesen wollt, an dass ihr bei uns nicht ran kommt und dass auch nicht in der Onleihe verfügbar ist, und dass ihr dann notgedrungen beschließt euch zu kaufen: denkt unbedingt daran lokal zu kaufen! Die meisten Buchhandlungen haben sowieso schon einen Onlineshop oder bieten – auch momentan – eine Bestellung per Telefon oder E-Mail an.

Bleibt gesund! 🙂