Die Bibliothek zuhause nutzen: eData

In den letzten Tagen haben wir euch schon vorgestellt, wie ihr die Onleihe und unsere Angebote im Bereich ePaper und eMusic nutzen könnt. Wir haben aber auch ein vielfältiges Angebot im Bereich eData, das für alle Schüler, die momentan von Zuhause aus lernen, aber natürlich auch für alle anderen, sehr hilfreich sein kann.

DigiBib
Zum eine wäre da die DigiBib, über die ihr nach Material für beispielsweise Facharbeiten oder Referate suchen könnt. Normalerweise ist über dieses Portal auch die Bestellung von Fernleihen, also von Medien aus anderen Bibliotheken in Deutschland, möglich. Leider ist die Fernleihe durch die aktuelle Situation aber nicht mehr nutzbar.
Dafür könnt ihr in der DigiBib aber auch gezielt nach Volltexten suchen, die direkt online verfügbar sind.

Duden
Über Basiswissen Duden könnt ihr einige Bücher mit Basiswissen aus verschiedenen Fächern, für die Klassen 5 bis 10 sowie fürs Abitur, online einsehen. Dort kann man sehr gut, bei Verständnisproblemen oder um in neues Thema einzusteigen, nachlesen.
Außerdem könnt ihr noch in den Standardwerken des Duden nach verschiedenen Begriffen suchen, um zum Beispiel eine Definition zu finden.

Munzinger
Die Munzinger Datenbanken bieten euch Informationen aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel zu einzelnen Personen oder Ländern.
Das Gute hieran ist, dass es sich um geprüfte und somit verlässliche und zitierfähige Informationen handelt.
Meine Kollegin hat die Angebote im Munzinger Portal und wie man dort am besten recherchiert vor kurzem hier schon einmal vorgestellt. Schaut dort gerne einmal vorbei.

Statista
Über Statista könnt ihr nach Infografiken und Statistiken zu allen möglichen Themen suchen. Mit eingebundenen Statistiken könnt ihr eine Facharbeit oder ein Referat gleich viel ansprechender gestalten.

Rosetta Stone
Oder vielleicht möchtet ihr die Zeit nutzen, um Sprachkenntnisse aufzufrischen oder eine ganz neue Sprache zu lernen? Dafür haben wir für euch Rosetta Stone im Angebot. Über den Link auf unserer Website gelangt ihr zu Rosetta Stone, wo ihr euch ein eigenes Benutzerkonto anlegen könnt. Wählt dann einfach eine Sprache aus und startet mit dem Programm!

Wenn ihr noch Tipps für das richtige Recherchieren in Datenbanken und Co benötigt, schaut auch gerne in diesen Blogbeitrag rein.

Für alle Angebote gilt wie üblich, dass ihr euch mit Benutzernummer (auf der Rückseite der Bibliothekskarte) und Passwort (voreingestellt das Geburtsdatum tt.mm.jjjj) anmelden könnt. Habt ihr noch keinen Benutzerausweis könnt ihr euch hier über ein Anmeldeformular registrieren.

lga

Die Bibliothek zuhause nutzen: ePaper

Vor kurzen haben wir euch schon vorgestellt, wie ihr trotz unserer momentanen Schließung unsere Online-Angebote, wie Musikstreamingdienste oder die Onleihe OWL, nutzen könnt.
Heute möchte ich euch unsere Angebote im Bereich ePaper vorstellen. So könnt ihr ganz entspannt von Zuhause aus in verschiedene Zeitungen und Zeitschriften reinlesen.

Onleihe OWL
Im Beitrag zur Onleihe konntet ihr schon lesen, dass neben eBooks unter anderem auch ePaper und eMagazines ausgeliehen werden können. EPaper können Stundenweise entliehen werden, eMagazines für einen Tag.
Für die Nutzung der Onleihe und alle weiteren Onlineangebote ist eine gültige Bibliothekskarte nötig. Anmelden könnt ihr euch über die Benutzernummer (auf der Rückseite der Karte) und das Geburtsdatum (voreingestellt euer Geburtsdatum tt.mm.jjjj).
Falls ihr noch keine Benutzerkarte besitzt könnt ihr euch auch über unsere Website anmelden.

PressReader
Der PressReader bietet Bibliotheken und ihren Nutzern einen Zugang zu mehr als 7.000 Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften aus aller Welt – in der Bibliothek und – was momentan ganz wichtig ist – von zu Hause aus. Tagesaktuelle Zeitungen und Zeitschriften aus 100 Ländern in über 50 Sprachen, u.a. auch die Neue Westfälische (mit allen Regionalausgaben), Der Tagesspiegel oder die Washington Post könnt ihr online lesen.
Die PressReader-App ermöglicht euch, ganze Zeitungsausgaben auf ein Smartphone oder Tablet herunterzuladen. Eine Anleitung zur Nutzung und Anmeldung in der App findet ihr hier.
Möglich ist natürlich auch das Lesen mit dem Webbrowser auf PC, Laptop und auch auf mobilen Geräten.

Die Angebote im Munzinger Portal
Mit eurer gültigen Bibliothekskarte ist es außerdem möglich auf sämtliche Angebote des Informationsanbieters Munzinger zuzugreifen. Dazu gehören unter anderem diese drei großen Printmedien, welche ihr kostenfrei lesen könnt:

  • Der Spiegel (alle Ausgaben von 1947 bis heute)
  • Die Welt (Ausgaben der letzten 7 Tage + Suche nach älteren Beiträgen über die Erweiterte Suche möglich)
  • Süddeutsche Zeitung (Ausgaben der letzten 7 Tage + Suche nach älteren Beiträgen über die Erweiterte Suche möglich)

Ihr könnt auf die aktuellen Ausgaben von unterwegs und von zuhause aus zugreifen und gezielt nach einzelnen Artikeln suchen. Die Texte können in zwei verschiedenen Ansichten aufgerufen werden: Entweder als Internetversion oder im PDF-Format in Orginalansicht samt Bildern.

lga 

Die Bibliothek Zuhause nutzen: eMusic

Das öffentliche Leben kommt in den letzten Tagen immer mehr zum Stillstand. Viele von euch sind sicherlich im Home Office, gehen nicht mehr zur Schule oder stecken vielleicht sogar in Quarantäne. Falls es euch in dieser Zeit mal zu still zuhause ist oder ihr etwas Abwechslung braucht, probiert doch auch mal unsere Musikstreamingdienste aus. Nutzen könnt ihr diese mit einer gültigen Bibliothekskarte, die Anmeldung erfolgt über den Benutzernamen (Nummer auf der Rückseite der Karte) und das Passwort (voreingestellt euer Geburtsdatum: tt.mm.jjjj). Über unsere Website gelangt ihr zu den einzelnen Portalen.

Freegal music
Der Streamingdienst Freegal music bietet euch Zugang zu mehr als 15 Millionen Titeln, die ihr als Song oder Video streamen könnt. Ihr könnt dort aktuelle Interpreten, Klassiker sowie Titel aus der ganzen Welt finden. Tausende von Künstlern, Zehntausende von Alben und Millionen von Songs von umfangreichen Genres sind vertreten. Die Inhalte stammen aus Verträgen mit über 40.000 Musik-Labels, einschließlich derer von Sony Music Entertainment.
Jeden Tag könnt ihr bis zu drei Stunden Musik im Stream genießen und pro Woche insgesamt bis zu drei Musiktitel herunterladen.
Freegal Music ist auch als kostenlose App für Android und iOS erhältlich. Die App könnt ihr über den Apple App Store oder den Google Play Store herunterladen.
Wenn ihr weitere Fragen rund um den Streamingdienst habt, schaut gerne  hier vorbei.

Naxos Music Library
Die Naxos Music Library (NML) ist die weltweit größte Online-Datenbank für klassische Musik mit integriertem Musikstreamingservice und aktuell über 2 Millionen Titeln von mehr als 132.000 CDs. Ca. 100.000 Werke sind detailliert erfasst und jedes einzelne ist in mindestens einer Einspielung direkt anzuhören. Dazu gehören selbstverständlich die monumentalen Werke der großen und bekannten Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach etc., aber ihr könnt auch die schier endlos anmutenden Seitenpfade der Musikgeschichte erkunden. Bislang sind knapp 70.000 Komponisten über ein A-Z Register direkt aufrufbar.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nutzung der kostenlosen App finde ihr hier.
Ein kleiner Tipp: Die Spracheinstellung solltet ihr nach Möglichkeit bei „English“ belassen, da es ansonsten zu erheblichen Verzögerungen bei den Seitenaufrufen kommt.

Naxos Music Library Jazz
Die NAXOS Music Library Jazz (NML Jazz) ist ein Musik-Streaming-Service für Jazzmusik. Mehr als 9.000 CDs stehen jederzeit im Streaming-Verfahren zum Anhören zur Verfügung. Über 260 Musiklabels haben Inhalte in der NML Jazz zugänglich gemacht, darunter Blue Note Records, Fantasy Records, Altissimo, oder Enja. Jazzgrößen wie Herbie Hancock, Lee Morgan, Wayne Shorter, John Coltrane, Miles Davis oder Charlie Parker sind im Repertoire der NML Jazz zu finden.
Auch für Naxos Jazz gibt es eine App, mit der ihr den Dienst auch per Smartphone nutzen könnt. Eine Anleitung zur Nutzung der App gibt es hier.
Hinweis: Auch hier empfiehlt es sich, die Spracheinstellung nach Möglichkeit bei „English“ zu belassen, um Verzögerungen bei den Seitenaufrufen zu vermeiden.

Und was versteckt sich da noch?
Neben den drei genannten Streamingdiensten bieten wir euch demnächst auch noch MediciTV, einen Streamingdienst für Videos aus dem Bereich der Klassischen Musik, an. Ihr findet den Dienst auch schon auf unserer Seite verlinkt, wir müssen aber noch ein paar technische Probleme beheben, deshalb kann es sein, dass ihr den Dienst von zuhause aus nur eingeschränkt nutzen könnt. Sobald wir euch MediciTV voll umfänglich zur Verfügung stellen können, werden wir euch informieren.

Viel Spaß beim Musik hören! 🙂

lga

Die Bibliothek zuhause nutzen: Onleihe OWL

Auch wenn wir momentan geschlossen haben und vor Ort keine Ausleihen mehr möglich sind, haben wir dennoch einige Angebote, die euch online zur Verfügung stehen. So zum Beispiel die Onleihe OWL, die ihr mit einem gültigen Bibliotheksausweis nutzen könnt.

Was kann ich in der Onleihe ausleihen?
Dort könnt ihr eBooks und eAudios aus verschiedenen Kategorien ausleihen. Stöbert einfach mal durch die Romane, die Sachbücher oder die Kinder- und Jugendbücher bzw. Hörbücher. Da ist bestimmt für alle Altersgruppen etwas dabei, um Quarantäne- und schulfreie Zeit ohne Langeweile zu überstehen.
Daneben gibt es auch eine Auswahl an ePapers und eMagazines, wie Die Zeit, die FAZ, Brigitte, Finanztest oder GEO Saison.
Des Weiteren gibt es in der Onleihe eVideos, vor allem Sachvideos, Dokumentationen und Kinder-Videos, die online als Stream über einen kompatiblen Internetbrowser an einem PC angesehen werden können.
Über eLearning könnt ihr an digitalen Lernkursen, für die private und berufliche Weiterbildung  teilnehmen. Die Leihdauer beträgt hier 6 Monate, die Kurse sind zudem immer verfügbar.

Wie lange kann ich Medien entleihen?
Hier einmal ein Überblick zu den verschiedenen Leihdauern:

  • eBooks, eAudios: maximal 21 Tage
  • eVideos: maximal 14 Tage
  • eMagazines: 1 Tag
  • ePapers: 1 – 4 Stunden
  • eLerning: 6 Monate

Bei eBooks und eAudios kann die Leihdauer individuell gewählt werden.

Kann ich Medien vorbestellen?
Wenn ihr etwas ausleihen möchtet, das gerade entliehen ist, habt ihr natürlich auch die Möglichkeit vorzubestellen. In der Onleihe ist das auch kostenlos. Zum Vormerken ruft ihr einfach die Detailanzeige des jeweiligen Mediums auf. Ist es ausgeliehen, erscheint rechts statt Ausleihen eine Schaltfläche zum Vormerken.
Über den Reiter Infos unten könnt ihr zudem einsehen, wie viele Exemplare wir im Bestand haben und ob es zur Zeit weitere Vormerkungen gibt.

Auf der Suche nach einem ausgeliehenen eBook, das ich als Beispiel verwenden kann, blieb mein Blick an diesem Titel hängen – Corona was? Gibt es da jetzt schon Bücher drüber? Nein, nur verlesen. Da ist das Virus mittlerweile so präsent, dass mein Gehirn aus Corvus schon Coronavirus machen möchte. 🙂

Welche Endgeräte werden benötigt?
EBooks lassen sich natürlich sehr bequem auf einem eReader lesen. Wer jetzt aber nur die Zeit der geschlossenen Bibliothek überbrücken möchte und sich eigentlich nicht extra einen eReader kaufen will, kann eBooks auch über den PC/Laptop oder ein Tablet/Smartphone lesen. Für Tablet und Smartphone ist eine App nötig, die Ihr im Appstore oder im Playstore unter dem Suchbegriff Onleihe finden könnt. Nach der Anmeldung mit Benutzername (die Nummer auf der Rückseite der Bibliothekskarte) und Passwort (voreingestellt euer Geburtsdatum in dieser Form: tt.mm.jjjj) könnt ihr in der App Medien ausleihen. Probiert einfach mal aus, wo ihr welche Medien am liebsten nutzt. EAudios höre ich zum Beispiel immer über mein Smartphone, eBooks lese ich auf dem Tablet.

Keine Gebühren!
Auch noch ganz wichtig: In der Onleihe können euch keine Gebühren entstehen, bloß weil ihr vergessen habt etwas rechtzeitig abzugeben. Wenn die Leihfrist abläuft, ist das Medium für euch einfach nicht mehr nutzbar.

Noch Fragen?
Falls ihr bei der Nutzung der Onleihe über irgendwelche Probleme stolpert, sind die Hilfeseite der Onleihe und das Userforum zu empfehlen. Oder ihr ruft bei uns an. Von montags bis freitags sind wir momentan von 10 bis 16 Uhr für eure Fragen unter 0521 51-5000 erreichbar. Oder schreibt uns eine Mail an stadtbibliothek.information@bielefeld.de.
Meine Kollegin hat außerdem eine kleine Anleitung für die Onleihe auf Youtube erstellt. Schaut dort gerne mal vorbei.

Viel Spaß beim onleihen! 🙂

lga

Update Coronavirus

Nach den Nachrichten der letzten Tage kommt es nicht wirklich überraschend. Ab sofort haben auch die Stadtbibliothek am Neumarkt und die Stadtteilbibliotheken bis zum 18.04. geschlossen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu entschleunigen und einer Überlastung unseres Gesundheitssystems vorzubeugen, ist das auf jeden Fall der richtige Schritt.

Hier einmal alle Hinweise und Informationen zu unserer Schließung:

  • Alle Tages- und Abendveranstaltungen entfallen bis einschließlich zum 30.04.2020.
  • Bitte gebt bereits erworbene Tickets für Lesungen oder sonstige Abendveranstaltung vorerst nicht zurück. Wir bemühen uns um Alternativtermine und werden euch frühzeitig hierüber informieren.
  • Die Leihfristen für Medien sind mindestens bis zum 30.04.2020 ausgesetzt. Bitte erkundigt euch nach dem genauen Rückgabedatum in eurem Bibliothekskonto.
  • Es werden bis zum 30.04.2020 keine Säumnisgebühren erhoben. Nutzt ggf. auch die Möglichkeit der Online-Verlängerung.
  • Mahnungen werden wir aussetzen. Bücher, für die ihr bereits eine Mahnung erhalten habt, gebt bitte erst zurück, wenn die Bibliothek wieder geöffnet ist. Alternativ könnt ihr wie gehabt die Außenrückgabe der Stadtbibliothek am Neumarkt nutzen.
  • Fernleihbestellungen, Vorbestellungen sowie Medienbestellungen aus den anderen Stadtteilbibliotheken entfallen; etwaige Gebühren werden storniert.
  • Ihr erreicht uns weiterhin per E-Mail unter stadtbibliothek.information@bielefeld.de sowie Mo-Fr zwischen 10:00 und 16:00 Uhr über die Hotline 0521 51-5000.

Aber bitte nicht verzweifeln, dass ihr keine Medien mehr bei uns vor Ort ausleihen könnt. Nicht geschlossen wird nämlich die Onleihe, die Virenverbreitung ist dort eher gering. 🙂
Ihr könnt euch dort also mit eBooks, eAudios usw. gegen die etwaige Langeweile eindecken.

Wir wünschen euch alles gute und genießt den Sonnenschein – zumindest das Wetter macht hier heute gute Laune. 🙂

Update 17.03.2020:

  • Eure Bibliotheksausweise könnt Ihr jetzt auch telefonisch verlängern, anfallende Gebühren online bezahlen. Hotline Mo-Fr 10-16 Uhr 0521 51-5000.

Recherche-Tipps #2

Recherche vorbereiten

Welche Suchstrategie ist effektiv, wenn ich Bibliothekskataloge, Datenbanken und Suchmaschinen durchforsten will?
Wir erleben immer wieder, dass einfach das Thema des Referats oder der Facharbeit als Suchfrage eingegeben wird; selbst in den bekannten Suchmaschinen ist dann das Ergebnis oft ernüchternd, viel zu unspezifisch, führt eher zufällig oder umständlich zu relevanten Quellen.

Eine effiziente Recherche will gut vorbereitet sein. Dazu analysiere ich erst einmal mein Thema:

  • Was interessiert mich daran?
  • Was möchte ich besonders herausarbeiten, was soll meine Leitfrage bei dem Thema sein?
  • Was sind die Kernaspekte, welche Teilaspekte möchte ich noch hinzunehmen? Welche Aspekte lasse ich besser weg, um mich nicht zu verzetteln?
  • Welche Art von Quellen benötige ich überhaupt: Bücher, Aufsätze, Bilder, Karten, Statistiken?

Womöglich muss ich das Thema noch etwas konkreter eingrenzen.

Beispiel: Die weltweiten Auswirkungen der Finanzkrise 1929 – das ist ein Riesenthema;
besser: Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise 1929 auf die deutsche Industrie – natürlich geht das nur in Absprache mit der Lehrerin.

Für die Formulierung der Suchanfragen muss man wissen, dass Suchmaschinen (Kataloge und Datenbanken sowieso) nach Stichworten suchen, das Eingeben von Fragewörtern, Artikeln, Präpositionen usw. kann ich mir also sparen. Ich lege mir besser eine Liste mit Stichworten zu, die ich als Suchbegriffe nutzen kann.
Warum eine ganze Liste?

Beispiel: Das Thema der Facharbeit ist: Welche Auswirkungen hat die globale Erwärmung auf die Tierwelt in der Polarregion?
Der Titel nennt ja schon mal einige Stichworte, die als Suchbegriffe taugen: globale Erwärmung, Tierwelt, Polarregion.
Nun kann ich natürlich nicht damit rechnen, dass andere Autoren exakt die gleichen Stichworte gewählt haben, als sie über ein ähnliches Thema veröffentlicht haben; eine Wissenschaftlerin hat vielleicht einen Aufsatz mit der Überschrift Klimawandel bedroht die Brutstätten der Pinguine geschrieben – das wäre für mein Thema relevant, würde ich aber nur mit meinen drei Stichworten gar nicht finden.
Ich brauche also eine Liste mit Synonymen, mit über- und untergeordneten Begriffen, verwandten Worten usw.

Wir haben da mal was vorbereitet:

Stichwort-Tabelle (Beispiel von H. Habighorst)

Egal ob Tabelle, Stichwortliste oder Mindmap – je mehr ich zum Thema lese, desto mehr neue Suchbegriffe werde ich finden und kann ich ergänzen (um in unserem Beispiel zu bleiben: in die Tabelle könnte ich noch Pinguin hinzufügen etc.). Für den ersten Einstieg helfen außerdem Synonymenlexika oder auch diese Online-Tools:

So, und jetzt könnte es eigentlich losgehen: Mit so vielen spezifischen Suchbegriffen sollte sich schon etwas finden lassen.

HilDa

 

Acrylic Pouring

Im letzten Sommer bin ich bei YouTube auf ein Video zum Acrylic Pouring gestoßen. Das bunte Vorschaubildchen fand ich erstmal etwas irritierend. Ging es dabei jetzt wirklich nur darum Acrylfarbe auf Leinwände zu kippen? Nachdem ich das Video tagelang vorgeschlagen bekommen habe, siegte letztendlich meine Neugier. Und tatsächlich geht es dabei darum Acrylfarbe auf Leinwände zu gießen. Je mehr Videos ich dazu gesehen habe, desto mehr wurde aber auch klar, dass schon mehr dabei ist als nur fünf Farben auf eine Leinwand zu kippen und dass es verschiedenste Techniken gibt. Letztendlich sind die Ergebnisse aber dennoch immer zum Teil dem Zufall geschuldet.

Das Ganze fand ich immer faszinierender und so machte ich mich in einer Mittagspause auf den Weg zum idee Creativmarkt in der Bielefelder Altstadt – und lief dort prompt an einer Warenausstellung genau zum Thema Acrylic Pouring vorüber. Das scheint wohl momentan im Trend zu liegen. Dort waren schon einige der Zutaten versammelt, nur die Farben musste ich noch auswählen.
Am nächsten Morgen in der Bibliothek, beim Rücksortieren der Medien, hatte ich den Wagen mit den Kunstbüchern erwischt. Ich stellte gerade ein Zeichenbuch zurück als ich plötzlich in der Auslage ein Buch mit bunten Farbschlieren auf dem Cover vor Augen hatte. Beim schnellen durchsehen der Gruppe entdeckte ich dann gleich noch ein zweites Buch zum Acryl gießen. Diese beiden wanderten schnell auf mein Ausleihkonto und ich war gewappnet fürs Wochenende, wo ich das Acryl gießen nun selbst ausprobieren wollte.

Das Wochenende war etwas regnerisch, deshalb kam der Garten nicht in Frage (das Haus fiel sowieso schon raus, da wären nachher wahrscheinlich sämtliche Oberflächen mit Farbe bekleckst gewesen). So suchte ich mir ein Plätzchen im Carport und trug alles Nötige herbei.

Tatsächlich habe ich dann einfach ohne großen Plan angefangen, mit den YouTube Videos und den Anleitungen aus den beiden ausgeliehenen Büchern im Hinterkopf. Und war sehr fasziniert, wie vor meinen Augen bunte Bilder entstanden. Farben auswählen, anrühren, zusammengießen, auf die Leinwand stülpen oder gießen – dabei entstand eine unglaubliche Sauerei. Sowohl ich als auch der Boden waren mit bunter Farbe dekoriert. Glücklicherweise ließ sich der Boden wieder sauber schrubben. Abhilfe hätten wohl ein paar Zeitungen auf dem Boden gebracht. Wer keine farbigen Hände bekommen möchte sollte sich vielleicht auch noch Handschuhe besorgen, ohne geht es aber auch (man muss halt nur ein bisschen Zeit fürs Händewaschen einplanen).

Leinwände hatte ich noch genug stehen, und so lagen zum Schluss 6 bunte Bilder im Carport verteilt. So viele hatte ich eigentlich gar nicht machen wollen aber da ich so viel Spaß hatte, fiel mir das Aufhören etwas schwer und ich habe gefühlt den halben Tag mit Farbe um mich geworfen.

Es sind vielleicht nicht ganz so tolle Bilder wie in den Vorlagen gezeigt entstanden, aber im Großen und Ganzen bin ich doch recht zufrieden mit den Ergebnissen. Die Leinwände auf denen nicht ganz so viel los ist, kann ich bestimmt noch etwas aufpeppen. Zum Beispiel als Hintergrund, um Fotos darauf anzubringen (was bestimmt auch eine gute Geschenkidee ist) oder um zum Beispiel einen schönen Spruch drauf zu pinseln.

So viel Spaß das Ganze auch macht – mein neues Hobby kann es wohl nicht werden. Man verbraucht nämlich schon extrem viel Farbe, ich war richtig überrascht, dass meine ganzen Tuben zum Schluss so leer waren. Um das regelmäßig zu machen, wäre mir das schon wieder eine zu große Verschwendung und auch wohl zu teuer. Außerdem muss ich mit den ganzen Bildern ja auch irgendwo bleiben. 🙂

Einen zweiten Versuch habe ich einige Wochen später aber dennoch gewagt und hatte wieder genauso viel Spaß. Sobald draußen wieder wärmeres und schöneres Wetter herrscht werde ich es bestimmt auch noch ein drittes Mal ausprobieren.
Wer übrigens umsichtiger ist als ich, kann das Ganze mit etwas Sorgfalt bestimmt auch im Haus umsetzen, da ich mich aber kenne, möchte ich das lieber nicht riskieren.

Für alle, die jetzt neugierig sind, was man fürs Acryl gießen so braucht, hier eine kleine Liste:

  • verschieden farbige Acrylfarbe
  • Pouringmedium
  • Silikonöl
  • destilliertes Wasser
  • Holzstäbchen
  • Becher (Beim ersten Versuch nahm ich Plastikbecher. Ich hatte die Vorstellung diese am Ende einfach auszuwaschen, habe sie aber wohl in zu heißes Wasser getan, sodass sie alle verformt waren und dann leider doch im Müll landeten. Für Versuch Nr. 2 habe ich einige Zeit Jogurth-Becher und ähnliches gesammelt, mit denen ging es genauso gut.)
  • Küchentücher
  • ggf. Handschuhe
  • Kleidung, die Farbe abbekommen darf
  • Zeitungspapier oder ähnliches, um alles was nicht farbig werden darf auszulegen
  • Spachtel

Den Arbeitstisch und alle Flächen in der Nähe mit alten Tischdecken oder Zeitungspapier auslegen.
Die Farben werden jeweils mit dem Pouringmedium und einem Schuss Wasser angerührt. Für das perfekte Mischverhältnis habe ich auch schon verschiedenste Zusammensetzungen gesehen, da heißt es dann testen, was für einen selbst am besten passt. Dazu kann man dann in die verschiedenen Farben noch ein paar Tropfen Silikonöl geben. Das sorgt dafür, dass die Farben Zellen bilden (was bei mir allerdings eher mäßig geklappt hat). Zum umrühren eignen sich Holzspatel sehr gut (wie in einem der Bücher empfohlen, habe ich diese in der Apotheke besorgt).  Anschließend beliebige Farben zusammen in einen Becher gießen und danach auf die Leinwand stülpen (gerade hierfür fand ich die beiden Anleitungsbücher aber auch YouTube sehr hilfreich, da man eine Vorstellung davon bekommt, auf welche unterschiedlichen Arten man die Farben zusammen rühren und auf die Leinwände gießen kann.)

Danach wird die Farbe durch schwenken der Leinwand auf dieser verteilt. Dabei kann man auch noch ein bisschen beeinflussen, wie sich das Bild entwickelt. Und dabei landet ganz viel Farbe auf dem Tisch. Mit einem Spachtel habe ich diese so gut es ging in einem Becher gesammelt. Zum Schluss war jeweils ein ganzer Becher voll mit überschüssiger Farbe, aus der ich dann noch ein letztes Bild gegossen habe. Beim ersten Mal kam dabei ein eher eintöniges Bild heraus, beim zweiten Mal war ich richtig überrascht, wie toll das Ergebnis aussah.

Spannend ist auch, wie manchmal Farben einfach so verschwinden. Bei dem zweiten Restebild habe ich zum Beispiel noch übrig gebliebene orange Farbe mit hinein gegeben. Die hat sich allerdings entschieden unsichtbar zu bleiben, nur an einer kleinen Stelle zeigt sie sich etwas … 🙂

Das erste recht langweilige Restebild

Restebild Nr. 2 sieht viel interessanter aus.

Zum Schluss müssen die Bilder noch trocknen. Das dauert ein paar Tage wegen der vielen Farbe auf den Leinwänden. Nach dem sie vollständig getrocknet waren, habe ich sie vorsichtig gereinigt und dann noch mit einem Sprühlack versehen, der das Bild schützen und die Farben besser zur Geltung bringen soll.

Ich hatte bei der ganzen Sache auf jeden Fall richtig viel Spaß. Wenn ich das weiterhin ab und an mal mache, sollte ich allerdings anfangen zu Weihnachten nur noch bunte Leinwände zu verschenken, sonst stapeln die sich demnächst bei mir… 🙂

Diese Bücher zum Thema gibt es bei uns im Bestand:

Diesen YouTube-Kanal fand ich besonders interessant, man findet aber auch darüber hinaus viele weitere Anleitungen.

lga

Filmtipp: Inception

Ein Film, der mir schon seit dem ersten Mal sehen im Gedächtnis geblieben ist und den ich mir immer wieder ansehen kann ist Inception.

Christopher Nolan inszeniert hier mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle einen sehr vielschichtigen Film, bei dem man als Zuschauer ständig aufmerksam sein muss.

Das vom Militär erfundene Traum-Sharing, bei dem mehrere Träumer denselben Traum miteinander erleben und gestalten können, wird mittlerweile auch genutzt, um Geheimnisse aus dem Unterbewusstsein von Menschen zu extrahieren und zu stehlen. Ein solcher Extractor ist der von DiCaprio verkörperte Dom Cobb. Doch sein neuester Auftrag lautet nicht einen Gedanken auszulesen, sondern einen Gedanken einzupflanzen. Dies gilt als extrem schwierig, doch Cobb lässt sich auf den Deal ein. Mit seinem Team entwirft er einen Plan, wie sie Robert Fischer, dem Erben eines riesigen Konzerns, den Gedanken einpflanzen, diesen Konzern nach dem Tod seines Vaters aufzuteilen. Dieser Plan beinhaltet gleich mehrere Traumebenen. Ein Traum in einem Traum in einem Traum.

Mir gefiel immer schon die durch die verschiedenen Traumschichten in einander verschachtelte Handlung. Nicht alle Teammitglieder steigen auf alle Traumebenen mit hinab, sodass die Handlung zwischen den verschiedenen Traumebenen hin und her wechselt. Auch die visuellen Effekte finde ich beeindruckend. So zum Beispiel, wenn die von Ellen Page verkörperte Ariadne zum ersten Mal einen Traum gestaltet und dabei gleich eine ganze Stadt auf den Kopf stellt.
Auch den Soundtrack von Hans Zimmer finde ich ziemlich gelungen.

Für alle, die den Film noch nicht kennen, ihn mal wieder sehen oder einmal in den Soundtrack hineinhören möchten: Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

DVD-Tipp: Lascaux – Prähistorische Kunst in der Höhle

Der Sachfilm (unsere Katalogdaten hier) gehört zur Reihe „Palettes – Faszinierende Entdeckungsreisen ins Reich der Malerei“ von Alain Jaubert. In der gleichen Hülle leiht man auch den Film „Malerei der Antike: Euphronios, Faijum, Pompeji“ mit aus, auf den ich hier aber nicht weiter eingehe (nur so viel: auch er ist sehenswert).

Ich interessiere mich insgesamt für Vor- und Frühgeschichte, da fasziniert mich die frühe Höhlenmalerei natürlich auch. Denn näher kann man den Menschen aus der frühen Steinzeit nicht kommen als über ihre Kunst. Auch wenn wir wohl nie verstehen werden, was die Menschen vor zigtausend Jahren bewegte, wie sie dachten, was sie wollten. Aber die Vorstellung über Rituale und Feste, die über viele Generationen hinweg von diesen Bildern geprägt waren, die Mythen und Geschichten, die mit ihnen erzählt wurden – da braucht es nicht viel Phantasie, um diese Zeichnungen und Ritzungen wieder lebendig werden zu lassen.

Wirklich beeindruckend ist die Kunstfertigkeit, mit der die Tiere und Symbole an die Höhlenwand gebannt wurden: so viel handwerkliches Know-How, so viel Wissen über die dargestellten Tierarten, ihre Anatomie, ihre Bewegung, dann diese überraschenden Perspektiven, die Abstraktionen, die unterschiedlichen Techniken.

Der Film zeigt auch die Werkzeuge und Farben, die gefunden werden konnten; Wissenschaftler und heutige Künstlerinnen versuchen, die verschiedenen alten Techniken zu rekonstruieren. Doch viele Fragen bleiben offen. Interpretationen und die Schlussfolgerungen über Lebensart und Glauben der Menschen vor ca. 20.000 Jahren bleiben sowieso spekulativ. Aber diese Kunst berührt auch ohne Erklärung.

Die Höhle von Lascaux in der Dordogne wurde 1940 zufällig entdeckt, sie ist bereits recht gut erforscht und dokumentiert. Es gibt Nachbildungen, Bildbände und eben auch filmische Dokumentationen, durch die wir diese Kunst erleben können, denn die Höhlengänge selbst sind natürlich nicht öffentlich zugänglich.

Lascaux ist nur ein Beispiel für die europäische Höhlenmalerei des Jungpaläolithikums. Als nächstes muss ich mir unbedingt den Werner Herzog Film „Die Höhle der vergessenen Träume“ über die Chauvet-Höhle ansehen.

 

In dem großartigen Bildband „Grotte Chauvet“ habe ich schon öfter geblättert, ich kann mich gar nicht satt sehen an den fast 100 Farbtafeln.

 

Von Brian Fagan hoffe ich mehr über den Cro-Magnon-Menschen zu erfahren: Der erste anatomisch moderne Mensch (Homo Sapiens), der vor vielleicht 40.000 Jahren nach Europa einwanderte und dort jahrtausendelang mit dem Neandertaler in mehr oder weniger enger Nachbarschaft lebte – und der unter anderem die Kunst mitbrachte.

HilDa

Bitte, ein Gedicht #7

Verse zum Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane (1819 – 1898)

 

Bitte ein Gedicht – das ist Wunsch und Angebot zugleich. In unregelmäßigen Abständen möchten wir gerne zur Lyrik verführen und präsentieren einzelne Gedichte oder weisen auf besondere Lyrikbände aus unserem Bestand hin.