Recherche-Tipps #6: Statista

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist Statista ein umfangreiches Statistikportal mit vielen Möglichkeiten. Es erleichtert die mühsame Suche im Internet nach Daten, die dann auch noch mühsam aufbereitet werden müssten. So findet ihr hier nicht nur einzelne Statistiken, sondern auch gebündelte Marktübersichten zu einzelnen Branchen, Infografiken zu tagesaktuellen Themen, Studien und Dossiers. Ihr könnt zum Beispiel den Pro-Kopf-Verbrauch von Schokolade nach Ländern ermitteln (Deutschland isst am meisten Schoko: 11,9 kg / Person!, die Österreicher gerade mal 0,83 kg) oder gleich ein ganzes Dossier zum Thema Schokoladenwaren herunterladen.

Im Suchfeld kann man die gewünschten Suchbegriffe eingeben, sie lassen sich auch kombinieren. Links der Trefferliste gibt es zusätzliche Filtermöglichkeiten, die Checkboxen und darunter weitere Auswahlmöglichkeiten nach Zeitraum, Regionen und Länder.  Interessant ist in diesem Zusammenhang die Checkbox „Themen“, hier findet man weitere,  zum Thema gehörige Statistiken. Aber Vorsicht, das lädt ein, sich in interessanten Details zu verzetteln… 🙂

Mit eurem Bibliotheksausweis könnt ihr dieses Portal über den Login kostenfrei nutzen, privat muss man für ein Dossier schon mal locker 500,- € hinblättern. Auch die Lizenzkosten, die wir zahlen müssen, sind nicht ganz billig, deshalb freuen wir uns, wenn das Portal rege genutzt wird. In eurer Facharbeit könnt ihr sicherlich punkten, wenn ihr eure Thesen mit gut recherchierten Statistiken oder Infografiken belegt bzw. untermauert. Außerdem macht sie eine Arbeit oder eine Präsentation lebendiger und unterbricht einen theoretischen Text in willkommener Weise.


Beim Aufruf der Statistik sehen wir die Darstellung der Grafik, darunter eine umfangreiche Beschreibung und rechts im Feld den Hinweis auf Downloadmöglichkeiten in allen möglichen Formaten wie PDF, XLS, PNG oder PPT. Auch eine Angabe der Quelle ist vorhanden, woher die Daten stammen und wer sie wann erhoben hat. 

Und noch ein interessantes Detail, das ihr auch schon von unseren anderen Datenbanken kennt: Per Copy & Paste einfach die bibliographischen Angaben übernehmen. Klickt dazu auf die Anführungszeichen rechts der Grafik, so könnt ihr die Zitierweise (vermutlich MLA – das soll die meist genutzte Zitierweise sein) auswählen und sogleich in euer Literaturverzeichnis übernehmen!


Habi

Im Blog-Artikel Informationskompetenz haben wir alle bisher erschienenen Recherche-Tipps verlinkt. Die Tipps sind Teil unserer Workshops zum Thema Facharbeitsrecherche. Informationen dazu und unseren anderen pädagogischen Angeboten findet Ihr hier.

Baumheide bekommt Beine

In der Stadtteilbibliothek Baumheide herrscht seit kurzem gähnende Leere. Keine Regale, keine Bücher. Keine Tische, keine Stühle. Das orange Sofa ist genauso verschwunden wie der Tresen und die Computer Arbeitsplätze. Aber keine Sorge. Alles ist sicher verpackt und eingelagert worden und wartet darauf bald wieder in die Stadtteilbibliothek zurückkehren zu können. Denn die Bibliothek, genauso wie das ganze Freizeitzentrum Baumheide, werden in den nächsten Monaten umgebaut und renoviert.

Wir sind selbst schon richtig gespannt, ob wir die Stadtteilbibliothek nach dem Umbau überhaupt noch wiedererkennen. 🙂

Bis dahin wurden alle in Baumheide entliehenen Medien bis September verlängert. Schaut zur Sicherheit bitte in eurem Bibliothekskonto nach der genauen Leihfrist.

Wer bisher ausschließlich die Stadtteilbibliothek Baumheide genutzt hat, den laden wir ein, in der Schließungszeit unsere anderen Stadtteilbibliotheken, wie etwa die in Heepen oder Schildesche oder auch die Stadtbibliothek am Neumarkt, zu besuchen. Also ein richtig Besuch ist momentan natürlich nicht möglich (danke Corona) aber ihr könnt wie gehabt in allen Standorten Medien bestellen und abholen.

Bei Fragen erreicht ihr uns montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr unter 0521 51-5000 oder per Email an stadtbibliothek.information@bielefeld.de.

Und hier haben wir noch einen kleinen Einblick in die Umzugsarbeiten. Schaut gerne rein. 🙂

lga

Unsere Bibliothek und die freche Corona: Gedanken zu einem ganz außergewöhnlichen Jubiläum…

Gerne schreibt man einen schönen Text zu einem speziellen Anlass. Man feiert 25 Jahre Dienstjubiläum, 50 Jahre Hochzeit, (Schriftsteller feiern) 100 Jahre Einsamkeit, oder auch den 111. Bibliotheksgeburtstag (wie wir es in Bielefeld 2016 gemacht haben). Irgendwie gibt es jedes Jahr hier und überall mehrere Gründe und Anlässe zum Feiern. Da blickt man gerne zurück und redet über Geschehenes, Erreichtes und Schönes. Man bedankt sich und freut sich auf die Zukunft… und auf das nächste Jubiläum.

Nun haben wir in dieser Woche auch ein besonderes Jubiläum zu begehen, nämlich ein ganzes Jahr „Zusammenlebens“ unserer Bibliothek mit Corona. Ein ganzes langes Jahr ist vergangen, seitdem unsere Bibliothek ihre Türen komplett schließen musste und seitdem nichts mehr ist, wie es war.

Wollen wir mit einem Rückblick beginnen und schauen was uns dieses Coronajahr gebracht, gelehrt und bedeutet hat?  In diesem ganz besonderen Jahr haben wir geschafft, was man sonst in den 115 Jahren Bestehens unserer Bibliothek nicht schaffte. Wir haben nämlich geschafft, zweimal in einem Jahr unsere Zentralbibliothek und alle unsere Stadtteilbibliotheken komplett zu schließen und wieder zu eröffnen. Vor zwei Jahren nur wäre so was nicht mal als Dystopie vorstellbar gewesen.

Eine komplett geschlossene Bibliothek ist eine Erfahrung für sich und eine mögliche Kulisse für Krimis. Das sind: leere Regale, alleinstehende Stühle und Sessel, verlassene PCs und Kopiergeräte, dunkle Bildschirme, leere Körbe und verstaubte Arbeitsplätze. Wir hatten Zeit für den größten Frühjahrsputz seit Jahren und anschließend genügend Zeit zum Nachdenken darüber, was wir alles vermissen in diesen ruhigen, wartenden und irgendwo traurigen Räumen. Alles was man in den letzten Jahren mit viel Kreativität aufgebaut hat, um unsere Bibliothek als das städtische Wohnzimmer, als den dritten Ort neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz den Bielefelder*innen und Gästen unserer Stadt bereitzustellen, sieht jetzt leer und verlassen aus. Man hört nicht mehr so häufig das Geräusch unserer Rückgabeanlage, das Piepen an den Türen, sogar das Blättern in der Zeitung an dem großen Tisch im Erdgeschoß fehlt uns. Nicht zu sprechen von den ganzen Veranstaltungen, die wir schon seit über einem Jahr nicht mehr so wie früher durchführen können. Ja, über ein Jahr ist es her, dass wir keine Samstagslesung für Kinder mehr anbieten, keinen kunterbunten Bücherspaß am Freitag, keine Strickrunde, keine Spiele-Wiese, keine Makerspace-Veranstaltungen, keine öffentlichen Hausführungen, keine Ausstellungen…

Nun ja. Während die Komplettschließung der Bibliothek relativ unproblematisch ablief, mussten wir für die Wiedereröffnung komplexe und nicht immer selbsterklärende und oft herausfordernde Prozesse und Szenarien durchspielen. Mehrmals haben wir den Eingangsbereich umgestaltet und dekoriert, Stühle und Sessel wurden gezählt, hin und her bewegt und manches auch komplett entfernt (bis heute befinden sich eine Reihe Stühle in „Haft“, in der Lernbox 3, und können dort besichtigt – aber nicht benutzt! – werden). Die verschiedensten Ecken und Sitzmöglichkeiten wurden durch unpassierbare (Bücher-)Mauern und leicht passierbares Flatterband gesperrt, Tresen wurden mit Plexiglas ausgestattet. Mehrmals in diesem Jahr wurde über die Zahl unserer Besucher*innen pro Tag beraten, auch eine Möglichkeit für die Kontrolle musste her. Alles nur damit wir öffnen und unseren Kund*innen eine bestimmte Sicherheit anbieten können. Ob wir uns daran schon gewöhnt haben?

Sogar unser hauseigener Goethe trägt in Zeiten von Corona einen Mundschutz.

Gewöhnen mussten wir uns in dieser Zeit an Vieles. An die Masken, die uns alle irgendwie anders aussehen und manchmal klingen lassen. Nach den Stoffmasken, wo mindestens noch etwas Farbe, Muster und Fantasie vorhanden war, sehen nunmehr unsere unteren Gesichtspartien nur noch gleich, weiß, aus. Das Betreten der Bibliothek – wenn diese nun mal geöffnet ist – verlangt nach einem bestimmten, gar nicht so einfachen Ritual: Maske aufsetzen, Hände desinfizieren, Ausweis suchen, Chip nehmen, sich mit dem Ausweis am Easy Check registrieren lassen und flink durch die Tür, da sie sonst ziemlich schnell wieder zuschlägt. Unser Vorraum im Erdgeschoß erinnert jetzt mehr oder weniger an einen Lagerraum: größere und kleinere Tische wurden aufgestellt, ein Regal steht in der Ecke, Sitzmöglichkeiten für unser nettes Wachpersonal wurden geholt. Man findet Anmeldeformulare, Masken, Stifte, Körbe mit und ohne Chips, Aufsteller, Desinfektionsmittelständer, einen Heizungskörper bei kalten Tagen und einen Ventilator bei der Hitze. Auch ein kleiner Weihnachtsbaum – wirklich ein Hingucker – fand da eine Ecke, ziemlich gedrängt, auf so einem kleinen Platz…

Dieser Text sollte aber, bitte, auf keinen Fall als Nekrolog auf unser ehemaliges Bibliotheksleben klingen.  Er ist als Jubiläumstext gedacht, und normalerweise rundet man einen Jubiläumstext mit einem schönen optimistischen Satz und einem Blick in die Zukunft ab. Gibt es auch etwas Positives an dem ganzen Geschehen, das uns das Jahr 2020 und auch bisher 2021 beschert hat?

Lasst uns mal darüber sprechen, was wir alles in dieser Zeit gelernt haben. Wir haben noch einmal bestätigt bekommen, dass wir als Bibliothek wichtig sind und vermisst werden. Unsere Kund*innen haben sich alle riesig über unsere im Voraus bestellten Bücherpakete gefreut, so viel Dankbarkeit – mal versüßt mit einer Tafel Schokolade – haben wir so noch nicht erlebt. Unsere Räume wurden vermisst, unsere Veranstaltungen, die Begegnungen. Wir haben gelernt, dass wir mit dem Aufbau unseres digitalen Angebots auf dem richtigen Weg waren. Ob man ein eBook gut findet oder nicht, in den Zeiten der Pandemie erwies sich unsere Onleihe als eine begehrte und gut benutzte Alternative. Nicht nur Bücher verschiedenster Art kann man bei uns digital lesen, man kann auch in Zeitungen und Zeitschriften aus aller Welt in mehreren Sprachen oder im „Spiegel“-Archiv stöbern, man kann eine oder mehrere Fremdsprachen lernen, Statistiken und Dossiers aufrufen, Musik streamen, eine Oper oder ein Ballettstück bewundern, an mehreren digitalen Kursen teilnehmen, und sogar unsere begehrten Literaturtage gab es im letzten Jahr auch digital per Streaming ganz bequem von zu Hause auf dem Sofa zu sehen.

Wir haben eine neue Art der Kommunikation unter uns und mit unseren Kunden, mit anderen Bibliotheken, mit anderen Institutionen ausprobieren dürfen. Anfangs ungewohnt und zaghaft, zögerlich setzte sich die Methode Videokonferenz langsam durch. Nicht nur für Sitzungen und Konferenzen, auch für kulturelle Veranstaltungen und Bildungsaktivitäten hat uns diese Form als praktische Alternative gute Dienste leisten können und leitest sie weiterhin, auch jetzt. Facharbeitsrecherche, Ferienprogramme oder Makerspace Aktivitäten lassen sich auch ganz gut auf dieser Weise durchführen. Somit können ja auch Menschen daran teilnehmen, die es sonst  nicht zu uns schaffen konnten, warum auch immer. Und wann sonst konnte man sich noch ohne zusätzliche Kosten einen Vortrag in einer Bibliothek in den Niederlanden, den USA oder Australien ganz bequem liegend anhören? Und wie wäre es mit einer Kaffee-Runde digital? Noch nicht ausprobiert?

Dann lasst uns jetzt mal eine Tasse guten Tee oder Kaffee nehmen und nochmal über unsere Zukunft und unsere Rolle in und für die Gesellschaft in diesen, nicht so ganz einfachen, Zeiten nachdenken. Wenn nicht jetzt wann sonst? Wir haben im Herbst 2019 unsere Öffnungszeiten nach dem Open Library Model erweitert und unser Motto las sich „Offen wie nie zuvor“. Wir haben im Frühjahr 2020 unsere Bibliothek komplett geschlossen und unser Motto wurde „Digital wie nie zuvor“. Jetzt befinden wir uns Anfang des Frühjahres 2021, partiell geöffnet und unser Motto lautet „Flexibel wie nie zuvor“. Und kreativ waren wir ja sowieso immer. Trinken wir unsere Tasse aus, und freuen uns auf unsere Zukunft. Wenn wir einen Stein auf eine Palme legen, wächst sie besonders hoch!

I.C.

Allein in der Bibliothek

Unsere leere Bibliothek.

Als ich heute morgen in die Bibliothek komme ist es ganz still. Oft bin ich gegen 8 Uhr in der Bibliothek, so auch heute. Normalerweise brennt da schon das Licht in den Fluren. Bürotüren stehen offen und man ruft ein paar „Morgen!“ in die Büros. Vielleicht kommt einem auch auf dem Flur schon jemand entgegen.

Doch heute ist der 28.12.2020 und ich bin um diese Uhrzeit tatsächlich ganz alleine. Da die Stadt darum gebeten hat, dass in dieser Woche zwischen den Jahren möglichst alle Urlaub nehmen, ist nur eine Notbesetzung von fünf Kolleginnen hier. Wir müssen ja nur das Telefon bedienen, ansonsten ist alles zu.

Nach dem Gang durch den dunklen Flur in mein Büro, wo ich schnell meine Emails checke (war wie zu erwarten nicht viel drin in meinem Postfach), geistere ich nach unten um zuschauen, wie viele Bücher so zurückgekommen sind über die Weihnachtstage. Überraschenderweise: nicht viele. Gut, da hätte ich auch mit rechnen können aber sonst kommt über Weihnachten doch immer so einiges zurück, da war ich mental noch nicht bei Corona und Lockdown.

Die Bins ausräumen geht also verhältnismäßig schnell (zur Erklärung: die Bins sind die Container, in die unsere Rücksortieranlage die Medien schon mal grob vor sortiert). Dann gehe ich ein bisschen Einstellen und irgendwann erschallt dann ein „Guten Morgen“ durch die Bibliothek. Langsam trudeln die anderen Kolleginnen ein, und ich bin nicht mehr ganz allein in der Bibliothek.

Danach geht es für mich zum Telefondienst, von 10 bis 13 Uhr, wieder ins Büro. Das Telefon klingelt nicht übermäßig oft, daher habe ich Zeit mich auch noch anderen Sachen zu widmen. Der nächste Geschäftsbericht erscheint schon wieder am Horizont, und dafür gibt es noch so einiges zu tun. Für Facebook soll ich in Vertretung für die Kollegin noch einen Post vorbereiten und für den Blog brauche ich auch noch was. Für meine Bürokollegin, die gleichzeitig auch unsere Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau ist, will ich noch ein paar Aufgaben, für die nächsten beiden Wochen, wenn ich Urlaub habe, zusammen suchen. Gar nicht so einfach, die Veranstaltungslage ist ja gerade recht mau, aber ein paar Sachen gibt es dennoch zu erledigen. Hm, dann wollte ich auch eigentlich noch neue Postkarten, unter anderem für nächste Weihnachten, gestalten. Und den einen Flyer wollten wir doch noch überarbeiten. Und ein paar Emails schreiben und beantworten müsste ich auch noch.

Na, immerhin habe ich noch genug zu tun für die nächste Zeit. Geschlossen haben wir zwar und damit ist es schon entspannter aber die restliche Arbeit läuft dann doch nicht einfach weg. Da fällt mir ein, ich wollte auch noch zum 3D-Drucker. Da hatte doch in der letzten Schulung jemand eine Frage gestellt, die ich nicht beantworten konnte, das muss ich auch noch klären.

Auch die restliche Notbesetzung hat noch genug zu tun. Die eine Kollegin bearbeitet eingegangene Bücher. Die andere Kollegin ist froh, dass sie sich ganz in Ruhe auf ihre neue Stelle vorbereiten kann, auf die sie bald wechseln wird und kümmert sich unter anderem um die eingehenden Zeitschriften. Die Kollegin aus der Fernleihe kommt erst morgen. Da ist zwar auch weniger los, da aber bei diesem Lockdown nicht flächendeckend alle Bibliotheken geschlossen haben, läuft die Fernleihe ganz normal weiter. Naja, fast. Ihr könnt zwar gerne ein Buch per Fernleihe bei uns bestellen aber vorerst nicht abholen. Aber wir heben es auf jeden Fall für euch auf, bis wir wieder öffnen!

Und noch mehr gähnende Leere.

Nach dem Telefondienst mache ich erst mal Mittagspause und gehe dann runter in die Bibliothek. Einmal bei der Rücksortieranlage nach dem Rechten sehen (da sind schon zwei der andere Kolleginnen am Werk und zupfen ein Buch aus der Anlage, das sich verklemmt hat) und dann als Abwechslung zur Büroarbeit, widme ich mich unseren Regalen. Im laufenden Betrieb kommen wir selten dazu wirklich intensiv und überall die Regale zu kontrollieren. Also zu schauen, ob alle Medien richtig stehen und auch mal wieder die Reihen gerade rücken. Steht ein Buch falsch im Regal ist es nämlich im Prinzip wie verschwunden. Oft hat man das Glück und das Buch steht zumindest noch in der Nähe aber wenn es zwei Reihen weiter steht oder gleich in einer ganz anderen Sachgruppe, ist es erstmal nicht zu finden. So viel ist zwar gar nicht falsch, wir haben ja erst im Frühjahr intensiv aufgeräumt, aber besser gar nichts falsch als ein bisschen falsch.

Dabei bin ich zumindest nicht ganz allein, anfangs ist noch eine andere Kollegin zwischen den Regalen unterwegs. Und einmal rufe ich auch einer unserer Reinigungskräfte über die Regale ein Hallo zu und auch den Hausmeister sehe ich einmal von Ferne durch die Bibliothek gehen. Ruhig und leer wirkt die Bibliothek aber trotzdem. Für die drei Tage, in dieser Woche, kann ich die Ruhe hier eigentlich gut genießen. Aber ich werde trotzdem froh sein, wenn wieder mehr los ist. Klar, Bibliothek, da müssen alle schön ruhig sein. Aber bei uns, als Stadtbibliothek, gilt das so ja auch nicht mehr unbedingt. Wir haben zwar auch Ruhearbeitszonen, wo wir dann schon mal darauf hinweisen, dass man bitte leise sein soll, um die anderen nicht zu stören und ab und an benimmt sich der ein oder andere auch wirklich mal lauthals daneben aber ansonsten muss man bei uns eigentlich nicht flüstern. Ich bin manchmal geradezu verwirrt, wenn Leute zu uns kommen und fragen, ob sie in der Bibliothek telefonieren dürfen. Äh, ja, sie dürfen hier auch sprechen. Sie dürfen auch laut Seiten umblättern. Und Kinder dürfen auch durch die Kinderbibliothek toben.

Bibliothek ohne Leute ist halt nicht so ganz das Wahre. Daher freue ich mich schon, wenn demnächst wieder alle zu uns kommen können.

Jetzt bin ich wieder im Büro angekommen. Meinen Beitrag hier werde ich nun fertig machen, mich nochmal dem Geschäftsbericht widmen und dann ist auch schon der Feierabend da und der Arbeitstag vorbei. Und dieses komische Jahr damit auch schon fast. Ob im neuen Jahr wohl wirklich alles besser wird, wenn ich mir das ganz fest vornehme? 🙂

lga

Aus dem „Hygge-Holz-Natur-Deko-Wohlfühl-Buch“

Wie angekündigt, wollen wir es uns im Dezember ganz gemütlich machen und das Jahr ausklingen lassen. Natürlich springe auch ich auf diese ganzen „Hygge-Holz-Natur-Deko-Wohlfühl-Bücher“ an, blättere sie durch, freue mich über die schönen Bilder und denke ok, und was nun? Tatsächlich konnte ich aus diesem Exemplar ein paar Sachen verwenden und die erste findet ihr hier. 2020 war meines Erachtens kompliziert genug, von daher hier eine super simple  Bastelidee. Wobei es eigentlich nicht viel zu basteln gibt, sagen wir lieber Deko-Idee mit winz-bastel-Anteil:

Lichterkette im Glas 

Ihr braucht:

  • 1-3 große Weck- oder Marmeladengläser
  • 1-3 Lichterketten mit Akku
  • Ein Stück Sackleinen oder anderen schönen Stoff um den Akku zu verdecken

Und das war’s auch schon.

Los geht’s:

  1. Nehmt eine Lichterkette und wickelt den Stoff um den Akku. Lasst den Akku behutsam in das Glas gleiten, möglichst mit dem Schalter nach oben damit ihr das Licht einfacher an- und ausschalten könnt.
  2. Drapiert die Lichterkette so im Glas, dass sie das ganze Gefäß ausfüllt.
  3. Deckel drauf.

optional: 4. Das Glas könnt ihr den Deckel noch mit Bändern verzieren oder es einfach so lassen.

Wenn ihr gerade kein Glas zur Hand habt, so wie ich- eine Laterne tut es auch 🙂 Hauptsache, gemütlich!

Wohin damit? Auf Treppenstufen, auf den Kamin, auf ein Tablett und Tannenzapfen, kleine Baumscheiben, Kugeln, Deko-Orangenscheiben, Zimtstangen…drum herum verteilen.

🙂

kwk

Recherche-Tipps #5: Google Scholar

Die Suchmaschine Google kennt jeder. Aber für die Suche nach wissenschaftlicher Literatur ist sie nur bedingt tauglich. Zu viele Treffer, das Ranking bevorzugt kommerzielle Angebote oder besonders häufig aufgerufene Seiten – dazu zählt wissenschaftlich relevante Literatur nun nicht unbedingt. Aber es gibt noch ein weniger bekanntes Google-Angebot: Google Scholar, eine wissenschaftliche Suchmaschine.

Die Optik und Handhabung ist ähnlich der gewohnten Google-Oberfläche, Ihr gebt also Eure Suchstichworte bei Google Scholar ein wie sonst auch. Zur Scholar-Suchseite kommt Ihr z. B. über die einfache Google-Suche, indem Ihr dort als Suchwort „Google Scholar“ eingebt.

Nehmen wir einmal wieder das Facharbeitsthema „Die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Tierwelt der Polarregionen“.

In das Suchfeld bei Google Scholar geben wir die Suchworte Tierwelt, Polarregion und die Phrase „globale Erwärmung“ ein und erhalten als Ergebnis Links hauptsächlich zu PDF-Dateien von Fachorganisationen und Verlagen, zu selbst publizierten Schriften oder Open Access Artikeln; manchmal findet man auch nur die bibliografischen Daten oder den Link auf ein kostenpflichtiges Angebot, oft aber den direkten Zugriff auf die Volltexte. Wer mehr wissen möchte über Funktionsumfang und Suchraum von Google Scholar, findet bei Wikipedia eine ausführliche Beschreibung einschließlich positiver und negativer Kritik.

Die gleiche Recherche über die normale Google-Suchmaschine ergibt ganz andere Ergebnisse: zwar wesentlich mehr Treffer, aber aus der Datenmenge die wirklich relevanten und zitierfähigen Quellen herauszufiltern, ist entsprechend schwierig. Außerdem durchsucht Google Scholar auch Teile des Deep Web, die für die einfache Google-Suchmaschine nicht zugänglich sind.
Wenn Ihr ein Buch nur mit den bibliografischen Angaben angezeigt bekommt, ohne Zugriff auf den Volltext, dann könnt Ihr „Bibliothekssuche“ anklicken und Ihr werdet auf die nächsten Bibliotheken hingewiesen, die den gewünschten Titel im Bestand haben (sofern die Bibliothek mit Google Scholar zusammenarbeitet oder ihre Katalogdaten an WorldCat meldet).

Google Scholar ist zurzeit die größte akademische Suchmaschine weltweit. Aber die einzelnen Dokumente müsst Ihr trotzdem prüfen, denn es werden auch studentische Arbeiten, Präsentationen oder Preprints angezeigt, also Dokumente, die nicht oder noch nicht wissenschaftlich geprüft wurden.

Außerdem gilt für Eure Recherche auch hier: Nicht nur die Stichworte aus Eurem Facharbeitstitel nehmen (wie wir oben in unserem Beispiel), sondern auch noch Synonyme und verwandte Begriffe als Suchworte einsetzen. Aber das wissen wir ja schon (siehe Recherchetipp #2).

HilDa

Im Blog-Artikel Informationskompetenz haben wir alle bisher erschienenen Recherche-Tipps verlinkt. Die Tipps sind Teil unserer Workshops zum Thema Facharbeitsrecherche, Informationen dazu und unseren anderen pädagogischen Angeboten findet Ihr hier.

3D-Druck in der Bibliothek?

2017 hat die Stadtbibliothek Bielefeld ihren Bestand um einen 3D-Drucker erweitert. Schon seit längerem entwickeln sich Bibliothek in diese Richtung weiter. Viele betreiben MakerSpaces, in denen den Nutzenden Raum gegeben wird, selbst kreativ zu werden. Do it yourself in der Bibliothek sozusagen. Auch bei uns gibt es verschieden Angebote in diesem Bereich. Von Stricken und Häkeln über BookArt und Nähen bis zu Lichtschwerter basteln. Und eben auch den 3D-Drucker.

Dem einen oder anderen stellt sich vielleicht die Frage: Was genau kann man sich unter 3D-Druck überhaupt vorstellen und wo kommt das Ganze zum Einsatz?
Wir haben vor Ort einen 3D-Drucker von Ultimaker, einer niederländischen Firma. Das ist ein Gerät, das eher für den Hobbybereich konzipiert ist, auch wenn es preislich nicht ganz unerschwinglich ist. Hinten kann man Spulen mit einem Kunststoffmaterial einlegen, die über eine Führung zum Druckkopf geleitet werden. Dort wird das Material erhitzt und nach der Bauanleitung, die man vorher an den Drucker gesandt hat, in die entsprechende Form, Schicht für Schicht, auf die Druckplatte gedruckt. Eigentlich nichts anderes als eine etwas kompliziertere Heißklebepistole. 😊 Man nennt dieses Verfahren FDM (Fused Deposition Modeling), beziehungsweise zu deutsch Schmelzschichtverfahren. Da das Material heiß aufgetragen wird, verschmelzen die einzelnen Schichten miteinander und bilden ein festes Objekt.

Unser Drucker eignet sich wie gesagt eher fürs Tüfteln Zuhause. Man kann damit zum Beispiel  kleine Ersatzteile drucken oder für den Bereich Modellbau oder auch Cosplay Dinge erstellen.

In der Industrie werden 3D-Drucker beispielsweise für die Entwicklung von Prototypen eingesetzt, in der Medizin unter anderem, um individuelle Prothesen herzustellen. Auch wird daran geforscht zukünftig den Druck von Organen zu realisieren. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Anwendungsgebiete und überall werden natürlich auch andere Modelle von 3D-Druckern und andere Verfahren als das Schmelzschichtverfahren eingesetzt. Dagegen erscheint unser 3D-Drucker doch eher schnuckelig.

Ein kleines Team von Kollegen und Kolleginnen kümmert sich bei uns um die Betreuung des Druckers. Der Umgang mit dem Drucker und auch das Drucken selbst war auch für uns ein Learning bei Doing und der Drucker ärgert uns immer noch ab und an mit seinen Allüren. Irgendwann kommt man zwar immer hinter die Probleme, manchmal ist das aber durchaus frustrierend. In dem Zusammenhang waren für uns die Kommentare von RW3D sehr beruhigend. Anfangs haben wir zur Unterstützung eine Kooperation mit dem RW3D Druckwerk aus Bielefeld abgeschlossen, die uns bei Fragen und bei den Einführungsveranstaltungen unterstützt haben. Da war es doch erleichternd zu hören, dass auch die Experten sagten, dass der 3D-Druck, gerade im privaten Sektor, oft nicht so richtig verlässlich ist, man manchmal ziemlich viele Versuche benötigt, bis man den gedruckten Gegenstand perfekt vor sich hat und die Drucker ab und an ohne ersichtlichen Grund etwas spinnen.

Den Drucker haben wir natürlich nicht aus Jux und Dollerei angeschafft (auf jeden Fall nicht nur 😉). Nein, er soll den Bielefeldern oder wer sonst zu uns reisen möchte, zu Verfügung stehen. Es gibt mittlerweile zwar auch gute 3D-Drucker, für die man nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen muss, aber für alle die das Ganze eigentlich nur einmal ausprobieren oder nur selten und unregelmäßig drucken möchten, ist so ein 3D-Drucker dennoch eine ganz schön teure Anschaffung.

Daher bieten wir zum einen jeden ersten Mittwoch im Monat eine Einführungsveranstaltung in die Nutzung unseres 3D-Druckers an, die jeder besuchen muss, der den Drucker anschließend nutzen möchte. Es ist aber auch jeder willkommen, der sich nur mal ein bisschen schlau machen und einen 3D-Drucker in Aktion sehen will.

In den Einführungsveranstaltungen geben wir einen kleinen Einblick in den 3D-Druck allgemein, führen unseren 3D-Drucker und wie man damit drucken kann vor und reden kurz über CAD-Programme. Letzteres reißen wir aber nur kurz an. Mit CAD-Programmen ist es möglich, 3D-Objekte zu entwerfen. Wenn man damit gar keine Erfahrung hat, ist das aber nicht ganz einfach. Wir haben uns TinkerCAD angesehen, womit man recht einfach Objekte erstellen kann. Zum Einstieg eine tolle Website, bei der man sich kostenlos registrieren kann. Es gibt aber auch weit komplexere Programme, teilweise ebenfalls kostenfrei, mit denen man zum Beispiel Ersatzteile entwerfen kann. Das ist dann aber doch so umfangreich, dass wir uns in dieses Thema nicht einarbeiten können.

Anstatt ein Objekt selbst zu entwerfen kann man aber natürlich auch das Internet nach 3D-Objekten durchforsten. Wir nutzen gerne die Datenbank Thingiverse. Dort findet man Objekte, wie Ersatzteile, Figuren für den Modellbau, allerlei nette Helferlein, wie Werkzeughalterungen und vieles mehr. Bei Thingiverse sieht man direkt bei jedem Objekt, was man damit eigentlich machen darf. Stichwort Copyright. Viele Objekte sind dort sogar für den kommerziellen Gebrauch freigegeben.

Alle, die die Einführungsveranstaltung besucht haben, können danach unseren 3D-Drucker benutzen. Dafür wird per Mail mit uns ein Termin vereinbart. Was man dabei nicht unterschätzen sollte: So ein Druck kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Schon kleine etwas komplexere Objekte dauern schnell mal 3 Stunden. Wenn man dann noch Vorbereitung und Nachbereitung einrechnet, ist schon fast der ganze Tag vorbei. Wer das also mal ausprobieren möchte, bringt sich am besten Beschäftigung mit (oder greift auf Lesestoff vor Ort zurück, davon haben wir ja genug 🙂 ).

Falls ihr Interesse habt: Termine für die Einführung (der nächste ist am 01.07.) und Anmeldemöglichkeiten dazu findet ihr auf unserer Website. Bei Fragen schreibt uns gerne eine Mail an: stadtbibliothek.makerspace@bielefeld.de.

lga

Nachhaltigkeit und Bibliothek – passt das zusammen?

In der Stadtteilbibliothek Brackwede sehr wohl!

Begonnen hat es 2011, aus Anlass der 100 Jährigen Feier der Stadtteilbibliothek. Damals wurde der erste Offene Bücherschrank Bielefelds aufgestellt. Der kam so gut an, dass es mehrere Nachfragen gab, als nach der Feier der Schrank abgebaut wurde. Deshalb wurde er nach einer kurzen Sommerpause wieder aufgebaut.

Seit ca. 1,5 bis 2 Jahren gibt es den Verschenke-Schrank/das Tauschregal im Eingang der Bibliothek. Das Tauschregal ist für Gegenstände gedacht und funktioniert nach dem Prinzip eines offenen Bücherschranks: auch ohne Tausch darf jeder Gegenstände ins Regal stellen und/oder mitnehmen.

Das Angebot umfasst meistens Haushaltsgeräte, Spielzeug, Modeschmuck, Bastelartikel. Nicht erlaubt sind Bücher, Lebensmittel und Kleidung. Außerdem sollten die Sachen sauber und funktionstüchtig sein. Einer freut sich Zuhause entrümpelt und aufgeräumt zu haben, der Andere ist glücklich über den gefundenen Wasserkocher, schöne Bilder oder die perfekte Vase. Sehr selten bleiben die Sachen länger als ein paar Tage im Schrank stehen.

Weil der Offene Bücherschrank und der Verschenke-Schrank so gut angenommen wurden, überlegte das Bibliotheks-Team, das Tauschprinzip auch für Stofftaschen anzubieten.

Stofftaschen sind nützliche Helfer und spielen im Alltag im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle. Für uns war es besonders wichtig, dass sie mehrfach verwendet werden können, nicht aus Plastik und nachhaltig sind.

Jeder kann sie jederzeit kostenfrei mitnehmen, und bei Gelegenheit dieselbe Tasche oder eine andere zurückgeben. Damit vermeidet jeder Plastikmüll und trägt etwas zur Nachhaltigkeit bei.

Das Bibliotheks-Team findet, dass es gelungene Aktionen sind, die die Stadtteilbibliothek Brackwede ins Gespräch bringen und weiter im Ortsteil verankern.

K.G.

Wir sind wieder für euch da!

Vor einigen Wochen mussten wir dauernd schlechte Neuigkeiten bekannt geben. Stadtbibliothek am Neumarkt geschlossen, Stadtteilbibliotheken geschlossen, Veranstaltungen fallen aus… Es macht richtig Spaß, nun nach und nach die gegenteiligen Nachrichten verkünden zu können. Nach dem schon die Zentralbibliothek am Neumarkt wieder erfolgreich öffnen konnte, folgen ab Dienstag, den 02.06.2020, nun auch die Stadtteilbibliotheken.

Die Stadtbibliothek am Neumarkt ist ja wie gehabt montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Servicezeiten sind montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.

Die Stadtteilbibliotheken sind nun zu folgenden, teilweise etwas geänderten Zeiten für euch da:

Stadtteilbibliotheken Brackwede und Sennestadt
Dienstag bis Freitag 10.00 – 13.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 13.00 Uhr

Stadtteilbibliothek Stieghorst und Schildesche
Montag 10 – 14 Uhr
Dienstag bis Freitag 10 Uhr – 13 Uhr und 15 Uhr – 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Jöllenbeck
Dienstag 10 – 13 und 15 – 18 Uhr
Mittwoch 10 – 13 Uhr
Donnerstag 15 – 18 Uhr
Freitag 15 – 18 Uhr

Stadtteilbibliothek Baumheide
Dienstag 10.00 – 13.00 Uhr
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 15.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 13.00 Uhr

Stadtteilbibliothek Dornberg
Dienstag 10.00 – 12.00 Uhr, 15.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag 15.00 – 17.00 Uhr
Freitag 15.00 – 17.00 Uhr

Stadtteilbibliothek Heepen
Mittwoch 15.00 – 18.00 Uhr
Freitag 15.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 13.00 Uhr

Nach wie vor gelten aber auch noch einige Einschränkungen. Zum einen bitten wir alle Besucher*innen in den Bibliotheken einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Um die nötigen Abstandsregeln einhalten zu können, wird außerdem nur eine begrenzte Anzahl an Besucher*innen gleichzeitig Zutritt erhalten. Ein Aufenthalt in Gruppen ist noch nicht möglich.

Generalprobe in der Stadtteilbibliothek Brackwede – das Abstand halten wurde erfolgreich geprobt!

Des Weiteren sind wir laut der CoronaSchutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen verpflichtet eine namentliche Registrierung aller Besucher*innen durchzuführen. In der Stadtbibliothek am Neumarkt erfolgt die Registrierung mittels Bibliothekskarte über ein Lesegerät. Wer noch keine Bibliothekskarte besitzt oder eine Stadtteilbibliothek besucht registriert sich vor Ort über ein Formular.

Wir freuen uns auf jeden Fall, dass wir nun an allen Standorten wieder für euch da sein können! Und auf die nächsten guten Nachrichten. Denn auch auf unsere Veranstaltungen müsst ihr nicht mehr lange verzichten – aber dazu in Kürze mehr. 🙂

Recherche-Tipps #4: Google, erweiterte Suche

Googeln kann doch jeder.

Nun, nichts für Ungut, aber wir erleben hier in der Praxis etwas anderes. Sobald es um etwas komplexere Recherchen geht, haben allzu viele Nutzer Schwierigkeiten. Und das trifft auch auf viele sogenannte Digital Natives zu, denn die effektive Internetrecherche ist leider nicht unbedingt Teil des Lehrplans.

Wer kennt und nutzt die Erweiterte Suche bei Google?

Hier kann man von vornherein mehrere Suchbegriffe kombinieren, aber auch einzelne Begriffe ausschließen, nach Phrasen oder gezielt nach bestimmten Dateiformaten suchen, man kann die Suche auf einen Zeitrahmen eingrenzen oder auch auf eine Sprache, ein Land, eine bestimmte Lizenz.

 

 

Zur Erweiterten Suche gelangt Ihr, wenn Ihr in der Einfachen Suche eine Suchanfrage startet und dann unter Einstellungen die Erweiterte Suche aufruft. Manchmal ist Einstellungen auch nur mit einem Zahnrad-Icon dargestellt.

 

Wir zeigen hier einmal ein paar Beispiele mit Suchanfragen für eine Facharbeit Welche Auswirkungen hat die globale Erwärmung auf die Tierwelt in der Polarregion? (siehe Recherche-Tipps #2: Recherche vorbereiten)

  • UND-Suche: Seiten suchen, die … alle diese Wörter enthalten:
    In dieses Feld könnt Ihr mehrere Begriffe eingeben, die alle im gesuchten Text an irgendeiner Stelle vorkommen sollen.
  • ODER-Suche: Seiten suchen, die … eines dieser Wörter enthalten:
    In dieses Feld könnt Ihr Begriffe aus Eurer Synonymenliste eintragen, es werden dann Texte gesucht, die mindestens eines der angegebenen Wörter enthalten.
  • Phrasensuche: Seiten suchen, die … genau dieses Wort oder diese Wortgruppe enthalten:
    Hier könnt Ihr zusammenhängende Begriffe eingeben z.B. globale Erwärmung oder auch ganze Textzeilen z.B. von einem Gedicht oder einem Songtext (Leise zieht durch mein Gemüt).
    Probiert dieses Feld mal mit Eurem eigenen vollständigen Namen und vergleicht das Ergebnis mit der Trefferliste, die Ihr bei der einfachen Sucheingabe bekommt.
  • NICHT-Suche: Seiten suchen, die … keines der folgenden Wörter enthalten:
    Hier könnt Ihr Begriffe ausschließen. Sinnvoll, wenn es zu einem Begriff mehrere Bedeutungen gibt, z.B. Ihr sucht etwas über Käfer, gemeint sind die Krabbeltiere, nicht das Auto, also gebt Ihr in dieses Feld Auto ein und erhaltet eine entsprechend bereinigte Trefferliste (nur Werbung wird trotzdem angezeigt).

    Eingrenzen nach der letzten Aktualisierung: hier kann man zwischen verschiedenen Zeitspannen wählen

    Zeiteinschränkung: Ergebnisse eingrenzen … Letzte Aktualisierung
    Nützlich, wenn Ihr nur aktuelle Dokumente haben wollt.

  • Dateiformat: Ergebnisse eingrenzen … Dateityp
    Um an zitierfähiges Material heranzukommen, möchtet Ihr vielleicht gleich Einträge von irgendwelchen Internetquellen wie z.B. Blogeinträge oder Zeitungsmeldungen ausschließen; wenn Ihr hier gezielt nach PDF-Dateien sucht, kommt Ihr zwar auch nicht ausschließlich auf wissenschaftliche Quellen, aber Ihr habt zumindest schon so einiges ausgeschlossen, die Auswahl ist damit leichter.

Probiert zu Eurem Thema verschiedene Kombinationen mit Synonymen und einschränkenden Faktoren aus. Wenn Ihr zu wenig findet mit Eurem Suchweg, dann habt Ihr vielleicht zu sehr eingeschränkt.
Noch ein kleiner Tipp: Um sich doppelte Arbeit zu ersparen, lohnt es sich übrigens, eine Art Rechercheprotokoll zu führen.

Mit Hilfe der sogenannten Booleschen Operatoren könnt Ihr übrigens auch in der Einfachen Google-Suche sehr differenziert recherchieren. Aber das erklären wir vielleicht mal in einem eigenen Artikel.

HilDa