Recherche-Tipps #2

Recherche vorbereiten

Welche Suchstrategie ist effektiv, wenn ich Bibliothekskataloge, Datenbanken und Suchmaschinen durchforsten will?
Wir erleben immer wieder, dass einfach das Thema des Referats oder der Facharbeit als Suchfrage eingegeben wird; selbst in den bekannten Suchmaschinen ist dann das Ergebnis oft ernüchternd, viel zu unspezifisch, führt eher zufällig oder umständlich zu relevanten Quellen.

Eine effiziente Recherche will gut vorbereitet sein. Dazu analysiere ich erst einmal mein Thema:

  • Was interessiert mich daran?
  • Was möchte ich besonders herausarbeiten, was soll meine Leitfrage bei dem Thema sein?
  • Was sind die Kernaspekte, welche Teilaspekte möchte ich noch hinzunehmen? Welche Aspekte lasse ich besser weg, um mich nicht zu verzetteln?
  • Welche Art von Quellen benötige ich überhaupt: Bücher, Aufsätze, Bilder, Karten, Statistiken?

Womöglich muss ich das Thema noch etwas konkreter eingrenzen.

Beispiel: Die weltweiten Auswirkungen der Finanzkrise 1929 – das ist ein Riesenthema;
besser: Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise 1929 auf die deutsche Industrie – natürlich geht das nur in Absprache mit der Lehrerin.

Für die Formulierung der Suchanfragen muss man wissen, dass Suchmaschinen (Kataloge und Datenbanken sowieso) nach Stichworten suchen, das Eingeben von Fragewörtern, Artikeln, Präpositionen usw. kann ich mir also sparen. Ich lege mir besser eine Liste mit Stichworten zu, die ich als Suchbegriffe nutzen kann.
Warum eine ganze Liste?

Beispiel: Das Thema der Facharbeit ist: Welche Auswirkungen hat die globale Erwärmung auf die Tierwelt in der Polarregion?
Der Titel nennt ja schon mal einige Stichworte, die als Suchbegriffe taugen: globale Erwärmung, Tierwelt, Polarregion.
Nun kann ich natürlich nicht damit rechnen, dass andere Autoren exakt die gleichen Stichworte gewählt haben, als sie über ein ähnliches Thema veröffentlicht haben; eine Wissenschaftlerin hat vielleicht einen Aufsatz mit der Überschrift Klimawandel bedroht die Brutstätten der Pinguine geschrieben – das wäre für mein Thema relevant, würde ich aber nur mit meinen drei Stichworten gar nicht finden.
Ich brauche also eine Liste mit Synonymen, mit über- und untergeordneten Begriffen, verwandten Worten usw.

Wir haben da mal was vorbereitet:

Stichwort-Tabelle (Beispiel von H. Habighorst)

Egal ob Tabelle, Stichwortliste oder Mindmap – je mehr ich zum Thema lese, desto mehr neue Suchbegriffe werde ich finden und kann ich ergänzen (um in unserem Beispiel zu bleiben: in die Tabelle könnte ich noch Pinguin hinzufügen etc.). Für den ersten Einstieg helfen außerdem Synonymenlexika oder auch diese Online-Tools:

So, und jetzt könnte es eigentlich losgehen: Mit so vielen spezifischen Suchbegriffen sollte sich schon etwas finden lassen.

HilDa

 

SchreibRaum 2020

eine Schreibwerkstatt für Jugendliche von 14-18 Jahren

Logo SchreibLandNRW 2020

 

Erfindest Du gerne Geschichten?

Geht Deine Fantasie manchmal mit dir durch?

Hast Du Lust mit professioneller Unterstützung Deinen eigenen Schreibstil zu entwickeln?

 

 

In unserer Schreibwerkstatt kannst Du Dein Hobby mit anderen teilen. Hier triffst Du die Autorin Andrea Gehlen und schreibst mit ihrer Unterstützung Deine eigenen Geschichten. Mögliche Themen des Workshops sind u. a.:

      • Wie entwerfe ich Figuren, für die sich der Leser interessiert?
      • Aufbau von Kurzgeschichten und Hollywood-Blockbustern
      • Wie erzeuge ich Spannung?
      • Eine Geschichte so schreiben, dass beim Leser ein Film im Kopf läuft
      • Tipps und Tricks fürs öffentliche Vorlesen

Es entstehen individuelle Texte, die im Rahmen der Abschlussveranstaltung einem Publikum vorgetragen werden.

Der Workshop für 14- bis 18-Jährige beginnt am 28. März um 12 Uhr in der Stadtbibliothek am Neumarkt. Er umfasst insgesamt 10 Termine á 90 Minuten jeweils samstags.
Höhepunkt wird dann die Abschlussveranstaltung am 20.06.2020 in der Stadtbibliothek.

Die Teilnahme am Workshop SchreibRaum 2020 kostet 25,- €.

Hier alle Termine: 28.03., 04.04., (kein Termin in den Osterferien), 25.04., 02.05., 09.05., 16.05., 23.05., 30.05., 06.06., 13.06.
Abschlussveranstaltung: 20.06.2020

Der Workshop wird geleitet von der Bielefelder Schriftstellerin Andrea Gehlen.

(c) Andrea Gehlen

Andrea Gehlen lebt in Bielefeld, ist verheiratet, hat drei Kinder und einen kleinen Hund. Sie arbeitet als Autorin von Kinderbüchern, Kurzkrimis, Büchern mit Audioergänzung und als Dozentin für kreatives Schreiben. Bislang hat sie sieben Kinderbücher und zahlreiche Kurzkrimis veröffentlicht. Zwei davon wurden mit einem Preis ausgezeichnet.
Im Internet findet man sie hier.

 

Interessenten an SchreibRaum 2020 können sich hier anmelden:

Ansprechpartner: Dagmar Hillebrand
E-Mail: dagmar.hillebrand@bielefeld.de
oder direkt in der Zentralbibliothek am Neumarkt; Tel.Nr.: 0521/51-5000.
Ihr könnt Euch auch direkt online über unsere Website anmelden hier, dann bitte den Termin 28. März heraussuchen, anklicken und die gewünschten Daten eingeben.

Bitte meldet Euch möglichst bald an, damit wir einschätzen können, ob der Kurs überhaupt stattfinden kann, auch wenn der Bewerbungsschluss erst der 24. März ist.

 

Diese Werkstatt wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von SchreibLand NRW – einer Initiative des Verbands der Bibliotheken des Landes NRW und des Literaturbüros NRW.

HilDa

Recherche-Tipps #1

Ihr benötigt für Euer Referat oder Eure Facharbeit zitierfähiges Material über Länder oder über Personen des Zeitgeschehens? Da empfehlen wir die Munzinger-Datenbanken.

Über unsere Website, Menü-Punkt eBibliothek, Untermenü eData & Lexika kommt Ihr zu den verschiedenen Datenbanken, u.a. sind das:

  • Munzinger Personen (Internationales Biographisches Archiv),
  • Munzinger Pop (Pop-Archiv International),
  • Munzinger Sport (Internationales Sportarchiv),
  • Munzinger Länder (Internationales Handbuch Länder aktuell) und
  • Munzinger Chronik (Internationales Handbuch Zeitarchiv).

Wenn man sich in eine Datenbank einwählt, hat man automatisch auch den Zugriff auf alle anderen des Munzinger Archivs; zusätzlich sind auch die Online-Archive der überregionalen Zeitungen verknüpft:

  • Frankfurter Allgemeine,
  • Süddeutsche Zeitung,
  • Der Spiegel,
  • Die Welt

sowie die literaturwissenschaftlichen Lexika:

  • KLG – Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
  • KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur

und noch einiges mehr.

Diese Datenbanken sind normal kostenpflichtig. Mit gültiger Bibliothekskarte habt Ihr aber einen kostenfreien Zugang; das heißt natürlich, Ihr müsst Euch als Nutzer der Stadtbibliothek Bielefeld mit der Bibliothekskartennummer und Eurem Passwort anmelden.
Probiert es doch einfach mal aus.

HilDa

Weihnachtsgebastele

In der Adventszeit wurde in der Stadtbibliothek viel gebastelt: Es gab Angebote für Kindergruppen (z.B. KiTa-Gruppen oder OGS-Klassen), Makerspace-Workshops und einen Familientag gleich mit mehreren Basteltischen. Da war sicher auch schon das eine oder andere als Weihnachtsgeschenk gedacht, aber jetzt dürfen wir die Fotos sicher zeigen. 😉

Beim vorweihnachtlichen Familientag am 7.12.2019 wurde gehäkelt, Papier zu Skulpturen gefaltet und aus alten Fahrradschläuchen wurden originelle Schlüsselanhänger. Wir hatten an dem Tag Unterstützung von mehreren ehrenamtlichen Helfer*innen.

Einige fertige Beispiele vom Familientag (Fotos: Juliane)

Auch die Stadtteilbibliotheken haben uns Fotos geschickt:

In Sennestadt bastelten Kinder einer Offenen Ganztagsschule (OGS) diese Weihnachtsmänner hauptsächlich aus Papprollen, Wolle und Watte. Die Bartmode setzt bestimmt schon den neuen Trend für das nächste Jahrzehnt: Kein Weihnachtsmann, der auf sich hält, wird in den 20ern ohne seinen rosa Bart durch den Schornstein schlüpfen.

Man beachte die rosa Bärte! (Foto: N.E., Sennestadt)

In Stieghorst hatte die Kollegin Weihnachtssinger vorbereitet, die dann von den Kindern fertig beklebt wurden. Ist eine bunte Schar geworden – und keiner singt schief!

Weihnachtssinger (Foto: H.L., Stieghorst)

Das sind nur einige Beispiele. Wer jetzt Lust an Selbstgemachtem bekommen hat und meint, alles verpasst zu haben, der muss nicht auf die nächste Adventszeit warten. Makerspace-Angebote, Workshops, Nähcafés für Jugendliche und Erwachsene gibt es das ganze Jahr über, Vorlesen mit Bastelei für Kinder auch; und der nächste Familientag am Neumarkt kommt bestimmt. Guckt einfach in unseren Online-Kalender, unseren Facebook-Account oder unseren Drei-Monate-Veranstaltungsflyer (gibt es gedruckt und als PDF).
Kindergruppen können direkt bei den Kolleg*innen der Stadtteilbibliotheken oder der Kinderbibliothek (Information Kinderbibliothek: Tel: 0521/51-2457, E-Mail: stadtbibliothek.kinderbibliothek@bielefeld.de) nachfragen und einen Termin ausmachen.

HilDa

15-jähriges Jubiläum der Stadtteilbibliothek Heepen

Am 8. Oktober 2019 war es soweit: vor 15 Jahren gründete sich die ehrenamtliche Stadtteilbibliothek Heepen.  Als die beliebte Bibliothek von der Stadt Bielefeld aus Kostengründen geschlossen werden sollte, stemmten sich Heeper Bürger, Lehrer, Schüler und ortsansässige Politiker erfolgreich dagegen. Was niemand von den Verantwortlichen für möglich hielt, ist eingetreten: seit 15 Jahren versorgen 30 Ehrenamtliche zuverlässig und mit viel Engagement die Leserinnen und Leser mit Büchern, Zeitschriften, Hörbüchern und Filmen.

Wegen der Vielfalt des Angebots steigen nicht nur die Ausleihzahlen stetig an, auch die Möglichkeit, in den Bibliotheksräumen bei einer Tasse Kaffee zu verweilen, den neuen Kinder-Aufenthaltsbereich zum Vorlesen zu entdecken oder die beiden öffentlichen PCs zu nutzen, laden ein länger zu verweilen. All das trägt dazu bei, dass Heepen erklärtermaßen „Lieblingsbibliothek“ geworden ist.

Das wurde am 8. Oktober mit den Ehrenamtlichen, Sponsoren, der Leitung der Stadtbibliothek Bielefeld, Gästen aus Politik und Geschäftswelt sowie Freunden aus der Bücherszene gebührend gefeiert.

Petra Mülller (Förderverein der Stadtteilbibliothek Heepen; Blog der Stadtteilbibliothek Heepen)

Ein Abend mit Olga Tokarczuk

Um kurz nach 13 Uhr am 10. Oktober 2019 war großer Jubel auf den Gängen der Bibliothek zu vernehmen. Auf mehreren Bildschirmen wurde live die Übertragung der Vergabe des Literaturnobelpreises verfolgt. Schwedisch sprechen wir zwar nicht, den Namen Olga Tokarczuk haben wir dann aber doch verstanden. Die Freude über den Preis für Olga Tokarczuk war also groß, auch, weil sie zu dem Zeitpunkt schon im Auto, auf dem Weg nach Bielefeld, saß. Denn am Abend um 20 Uhr war sie für eine Lesung, im Rahmen unserer Literaturtage, bei uns zu Gast.

Schon einige Tage vorher tauchte Olga Tokarczuks Name als Favoritin für den Nobelpreis auf, sodass wir im Voraus schon die ein oder andere Überlegung anstellten. Dass sie den Preis dann aber wirklich gewonnen hat, hat uns doch überrascht. Wer rechnet auch schon mit einem solchen Zufall. 🙂

Mir ist Olga Tokarczuk durch die Vorbereitungszeit auf die Literaturtage nun schon gut bekannt. Auch ein Buch habe ich von ihr schon mit Begeisterung gelesen. Aber allen, die sie noch nicht kennen möchte ich sie und ihr aktuelles Buch einmal in Kürze vorstellen.

Olga Tokarczuk wurde 1962 geboren, studierte in Warschau Psychologie, lebt im südpolnischen Eulengebirge und ist heute eine bedeutende europäische Schriftstellerin des magischen Realismus. Für Ihren Roman Unrast erhielt sie 2018 den Man Booker International Prize.
Ihr jüngster Roman „Die Jakobsbücher“ erschien am 01.10.2019 auf deutsch, in Polen schon 2014. Der Roman handelt von Jakob Frank, eine der bedeutendsten Figuren, des 18. Jahrhunderts. Den einen galt er als Weiser und Messias, den anderen als Scharlatan und Ketzer. Als Anführer einer mystischen Bewegung, der Frankisten, war Jakob fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, endlich für die Moderne zu öffnen. Olga Tokarczuk zeichnet das schillernde Porträt dieser kontroversen historischen Figur und das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne.
Wegen dieses Romans erhielt Olga Tokarczuk Todesdrohungen von nationalistischen Fanatikern und benötigte einige Zeit lang Leibwächter. „Diese Hass-Reaktion hat sich nicht unmittelbar auf das Buch bezogen, sondern auf meine Aussage im Fernsehen, dass die Polen sich auch den dunklen Kapiteln in ihrer Geschichte stellen müssen. Auch die Polen haben Juden ermordet, sie haben im Osten kolonialisiert, und die Landbevölkerung musste feudalen Frondienst leisten, der sehr an Sklaverei erinnert. So habe ich das auch genannt. Das hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Man hat mir dann vorgeworfen, ich würde lügen und mein Land verraten. Und das Buch widerspricht nun der offiziellen Darstellung eines mono-ethnischen, heldenhaften Polens, in der die Polen immer nur Opfer, aber nie auch Täter sind“, erklärt Olga Tokarczuk.

Auch dieses Buch würde mich reizen zu lesen, auch wenn es mit über 1000 Seiten eine schwere Lektüre im wahrsten Sinne des Wortes ist. Es erscheinen demnächst aber auch noch weitere Bücher von ihr auf deutsch, die ebenfalls interessant klingen.

Auf die Lesung mit Olga Tokarczuk habe ich mich auch schon vor dem ganzen Nobelpreistrubel sehr gefreut. Sie war bereits zweimal in der Stadtbibliothek zu einer Lesung eingeladen. Kollegen sprachen von diesen Lesungen und der Autorin so positiv, dass ich schon ganz gespannt war auf den Abend mit ihr.

Durch den Nobelpreis wurde der Tag für uns etwas hektischer als geplant. Ein Raum wurde hergerichtet für die Pressekonferenz, die stattfinden sollte, sobald Olga Tokarczuk bei uns eintreffen würde. Ein Geschenk wurde für die Nobelpreisträgerin besorgt (allerdings keine Schnittblumen, die mag sie nämlich nicht), vor unserer Literaturbühne mussten wir noch etwas umräumen und anschließend weitere Stühle nachstellen, bei den Kollegen im Publikumsservice klingelte pausenlos das Telefon, da sich viele Leute noch eine Karte zur Lesung sichern wollten, und bei unserem Leiter der Zentralbibliothek stand das Telefon auch nicht still, da alle möglichen Pressevertreter um Auskunft baten.

Der Nachmittag ging jedenfalls, mit allem was noch so zu tun war, sehr schnell rum und gegen halb sechs waren wir tatsächlich mit allem einigermaßen fertig. Danach hieß es erstmal warten bis Olga Tokarczuk bei uns eintreffen würde.
In der Wartezeit war dann Gelegenheit, noch etwas auf Facebook zu posten. Schnell ein Bild von den letzten fünf Karten für die Lesung geknipst und als ich den Facebook-Post endlich fertig geschrieben hatte war er schon nicht mehr aktuell – denn da waren dann auch die letzten Karten weg (aus Brandschutzgründen konnten wir übrigens nicht einfach noch Karten nachdrucken und verkaufen – auch wenn noch Platz gewesen wäre, dürfen wir nur gut 300 Personen bei Lesungen herein lassen).

Unsere Nutzer haben sich bestimmt gewundert, was bei uns Seltsames los ist, da der Eingangsbereich mit Pressevertretern sowie Kollegen aus der Bibliothek und von der Stadt Bielefeld etwas verstopft war. Auch unser Oberbürgermeister Pit Clausen und Kulturdezernent Udo Witthaus gesellten sich zu den Wartenden.

Lothar Quinekstein, Klaus Loest, Olga Tokarczuk und Pit Clausen

Gegen 18 Uhr rollte Olga Tokarczuks Auto dann tatsächlich vor der Bibliothek vor. Kaum hatte sie die Beifahrertür geöffnet wurde sie auch schon von einem Pressepulk belagert, der sie den Weg bis ins 2. Obergeschoss, wo die Pressekonferenz stattfinden sollte, begleitet hat. Ganz viel habe ich von dem Pressegespräch allerdings nicht mitbekommen, da einige Kollegen und ich uns unten im Erdgeschoss dann schon wieder daran machten die Technik für die Lesung aufzubauen.
Die Technik hat uns natürlich ausgerechnet an einem Abend, an dem so viele Leute da waren und überall Kameras standen, ganz schön auf Trab gehalten. Es hat am Ende alles prima geklappt und die Zuschauer haben davon auch zum Glück nicht wirklich was mitbekommen aber uns hat es dann doch etwas gestresst.

Dementsprechend habe ich von der Lesung selber inhaltlich gar nicht richtig etwas aufnehmen können. Auf der Bühne saßen der Leiter unserer Zentralbibliothek, Klaus Loest, Olga Tokarczuk natürlich, Lothar Quinkenstein, einer der Übersetzer der Jakobsbücher und die Theaterwissenschaftlerin Barbara Frey aus Bielefeld. Olga Tokarczuk las Teile aus ihrem Buch im Original auf Polnisch, danach las Barbara Frey, die entsprechenden Abschnitte auf Deutsch. Lothar Quinkenstein übersetzte und Klaus Loest, (übrigens auch derjenige, der Olga Tokarczuk zu uns eingeladen hat) moderierte die Lesung.
Auch wenn ich mich nicht so richtig auf die Lesung konzentrieren konnte, war es trotzdem eine tolle Atmosphäre auf der Bühne.

Nach den ersten 20 Minuten gab es dann eine kleine Musikpause, in der die Pressevertreter ihre Kameras wieder einpacken mussten, damit wir für den Rest der Lesung „unter uns“ sein konnten.

Barbara Frey, Lothar Quinkenstein, Olga Tokarczuk und Klaus Loest

Die Pause haben einige aus dem Publikum aber auch zum Anlass genommen, Olga Tokarczuk persönlich zu gratulieren, wobei fast die Literaturbühne gestürmt wurde. Da hatte unser Sicherheitsdienst richtig was zu tun.

Die Lesung fiel dann vielleicht etwas kürzer aus, als üblich, was ich unter den gegebenen Umständen aber auch verständlich fand. Nach der Lesung hat Olga Tokarczuk nämlich noch signiert und dann standen immer noch einige Pressevertreter rum, die noch ein Interview mit ihr führen wollten. Ich glaube es war schon fast zwölf, als sie sich endlich auf den Weg zum Hotel machen konnte.

Zum Schluss waren noch eine Kollegin, ein Kollege und ich übrig. Nachdem alles was noch an dem Abend aufgeräumt werden musste, erledigt war, hatten wir auch endlich Feierabend (bzw. Feiermorgen? Es war schließlich schon 00:30 als ich nach Hause fuhr. Bis nach Mitternacht habe ich auch noch nie gearbeitet). 🙂

Es war auf jeden Fall ein verrückter Tag und ganz sicher ein Ereignis, an das wir uns noch lange erinnern werden. Regelmäßig brauche ich solche Veranstaltungen dann aber doch nicht. Es war schon ein bisschen verrückt, wie eine Unmenge Leute unbedingt ein Selfie mit Olga Tokarczuk haben wollten, sie umarmen, ihr gratulieren, sie sehen wollten und wie gefühlt 100 Pressevertreter wahrscheinlich alle genau dieselben Aufnahmen gemacht haben. Sehr sympathisch wie Olga Tokarczuk bei dem ganzen Rummel durchgehend gelassen und souverän geblieben ist und immer ein Lächeln im Gesicht hatte.

Hoffentlich habe ich irgendwann noch einmal eine Gelegenheit, eine Lesung mit ihr zu besuchen – dann aber bitte ganz in Ruhe und ohne, dass Sie ein paar Stunden vorher einen Nobelpreis verliehen bekommt!

lga

Laut lesen

Naheliegend, dass man bei einer Lesung vor Publikum laut liest. Oder überhaupt wenn man jemandem vorliest. Aber ich lese manchmal auch nur für mich alleine laut, lese also nur mir selber vor.
Nun, die einfachste Erklärung ist: Ich spiele in meiner Freizeit Theater und trainiere mit dem lauten Lesen meine Stimme, meine Aussprache, meine Modulation. Das ist übrigens auch für Nicht-Schauspieler sinnvoll, denn jeder kommt mal in die Verlegenheit, dass er besonders laut, deutlich und ausdrucksstark reden muss – auf einer Bühne, am Rednerpult, in einem Schulungsraum, bei einem Vorstellungsgespräch oder bei einer Bibliotheksführung. 🙂 Da wollen wir dann doch klar, verständlich und vor allem nicht eintönig und verdruckst herüberkommen. Und jeder, der schon mal eine Nacht durchgegrölt hat, weiß, dass eine Stimme auch überanstrengt werden kann. Lautlesen ist wirklich ein gutes Stimmtraining, und eine trainierte Stimme wird nicht so schnell heiser.

Na ja, zumindest waren das die Gründe, warum ich mit dem lauten Lesen nur für mich selbst begonnen habe. Mittlerweile gehört das Lautlesen aber zu meinem Genusslesen dazu. Natürlich gibt es Bücher, bei denen mich einfach nur der Inhalt oder die Story interessiert, ich lese sie schnell, überfliege die Seiten womöglich sogar nur oder lese gar quer, d.h. ich überspringe viel und lese nur das für mich gerade wesentliche. Aber manche Texte zwingen, nein, verführen zum langsamen und aufmerksamen Lesen. Schön konstruierte Sätze, feine Metaphern, wechselnde Perspektiven, Mehrdeutigkeiten und Ironie – das macht das Lesen nicht unbedingt einfach. Aber zum Genuss. Es fordert zum Interpretieren und manchmal auch Experimentieren heraus. Dann spiele ich gerne mit Rhythmus und Geschwindigkeit, mit unterschiedlichen Stimmen bei den Dialogen, ich höre dem Klang der Sprache nach oder teste ihre Doppelbödigkeit. Lesegenuss, den ich mir buchstäblich auf der Zunge zergehen lasse.

Bei Dramentexten ist es ganz klar, dass man sie sprechen muss. Bei Lyrik auch, Lyrik muss man laut lesen und jedes Wort und jede Pause, ja jedes Satzzeichen ausprobieren, denn alles hat in einem Gedicht eine Bedeutung und beeinflusst Sprache, Sprechen und Wirkung. Lyrik ist zur Rezitation geschrieben.
Und manchmal überkommt es mich sogar bei gut formulierten Sachtexten und eben bei Erzählungen und Romanen – ich lese sie zumindest passagenweise laut. Das zwingt mich zur Langsamkeit, so manchen Abschnitt oder Satz muss ich sogar mehrfach lesen. Aber es ist eben auch ein intensives Lesen, bei dem ich spontan interpretiere oder verschiedene Interpretationen ausprobiere – und so die Schönheit der Sprache würdige, in der der Text verfasst ist, das Sprach-Kunstwerk.

Wir lesen laut!
Das ist das diesjährige Motto der Literaturtage Bielefeld. Im Vorwort des Programmheftes heißt es: „Die mündliche Überlieferung steht am Anfang aller Literatur. Geschichtenerzähler, Barden, manchmal waren es Schamanen oder gar Heilige, haben in vielen Kulturen ihre Kenntnisse und Phantasien vorgestellt …“. Literatur und Theater haben also durchaus die gleichen Vorläufer. Das geschriebene Wort und die Rezitation gehören zusammen.

Wir lesen laut!
Das Motto hat sogar ein Ausrufezeichen. Da ist nicht nur das Vorlesen während der zwölf Veranstaltung im Oktober gemeint. Das ist auch ein Statement: Wir geben der Kunst des Erzählens eine Stimme und wir wollen die Schönheit der Sprache genießen und feiern – gerne gemeinsam mit Euch.

Das vollständige Programm zu den 24. Bielefelder Literaturtagen findet Ihr hier.

HilDa

„Open Library“ in Bielefeld

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Öffnungszeiten in Sennestadt

Die Stadtteilbibliothek Sennestadt bietet bereits seit Februar 2017 erweiterte Öffnungszeiten nach dem sogenannten Open-Library-Konzept. Ziel des Konzeptes ist es, die Räume und Medienbestände einer Bibliothek für die Nutzer über die bisherigen Öffnungszeiten hinaus zugänglich zu machen, auch wenn leider nicht mehr Personal zur Verfügung steht. In skandinavischen Ländern hat sich das schon bewährt und wird nun mehr und mehr auch in deutschen Bibliotheken umgesetzt. Sennestadt war eine der ersten, in NRW sogar die erste Bibliothek. Einen Eindruck kann vielleicht dieser Beitrag geben.

Den aus dem Ausland übernommenen Anglizismus Open Library als Fachbegriff für die erweiterten Öffnungszeiten ohne Fachpersonal halte ich für problematisch und missverständlich. Ein Nutzer machte sogar prompt eine Open Air Library daraus – auch eine nette Idee, gerade in diesem trockenen und heißen Sommer, doch das wäre dann noch einmal ein ganz anderes Projekt. Aber in Fachkreisen wird durchaus kontrovers über diesen Begriff diskutiert, trotzdem hat er sich eingebürgert.
Open = offen sind wir sehr wohl in mehrfacher Hinsicht – und das nicht erst jetzt: offen für alle Menschen in ihrer ganzen Vielfalt, offen für Anregungen und Ideen, offen für Wissen, Kunst und Kultur, offen für Neugier und Lehre, für Ernst und Spaß, offen für Tradition und Wandel, … .

Der Wunsch, auch die Türen länger zu öffnen, ist immer wieder geäußert worden. Die moderne Technik macht jetzt vieles möglich: Die Online-Nutzung über das Internet bezeichnen wir schon als unsere digitale Zweigstelle mit 24-Stunden-Öffnungszeit an sieben Tagen in der Woche; RFID-Technik ermöglicht nun eine zusätzliche Öffnung der realen Bibliotheksräume.

Sennestadt war nur der Anfang, weitere Stadtteilbibliotheken werden folgen.
Für die Zentralbibliothek ist die Einführung zusätzlicher Öffnungsstunden eine größere Herausforderung, obwohl hier ja schon Ausleih- und Rückgabeautomaten vorhanden sind. Was für 2018 geplant war, wird jetzt endlich wahr, der Countdown läuft. Am 2. September starten wir: erweiterte Öffnung montagsvormittags, samstagnachmittags und abends bis 20 Uhr; morgens öffnen wir auch wieder bereits ab 10 Uhr.
Ab 17 Uhr ist nur noch wenig, ab 18 Uhr kein Fachpersonal ansprechbar, samstags schon ab 14 Uhr nicht mehr. Aber der Bibliotheksraum steht allen offen, die meisten Medien sind vor Ort nutzbar und ausleihbar, es gibt Internetarbeitsplätze, WLAN, Zugang zu Datenbanken, gemütliche Leseecken, die Hörbar mit CD-Playern (bitte Kopfhörer mitbringen) und vieles mehr.

Am 2. September bieten wir zum Startschuss ab 17 Uhr auch ein kleines Programm: Der Oberbürgermeister Pit Clausen redet kurz „Über Offenheit und Öffnungszeiten“, dann gibt es einen launigen „Kleinen Dialog über neue Zeiten“; wer möchte, kann an einer kurzen Führung teilnehmen und um 18 Uhr starten wir mit einem Countdown in die „Happy Hours“ bis 20 Uhr. Dazu gibt es dezent-jazzige Musik – der Mann am Piano: Nils Rabente.
Das machen wir natürlich nicht an jedem Open-Library-Abend. 😉
Aber wir bleiben für Euch: offen wie nie zuvor.

HilDa

Ausgediente Bücher

Die Medien, die in unseren Regalen stehen, gehen durch viele Hände. Man kennt das vielleicht vom eigenen Lieblingsbuch, das man über die Jahre immer wieder liest und irgendwann ziemlich zerfleddert aussieht. Und was dann einfach kaputt ist, wo Seiten raus fallen, der Einband eingerissen ist, das landet in der Mülltonne.

Auch Bücher, die einfach nicht mehr ausgeliehen werden, kommen weg – was noch gut erhalten ist, landet im Keller, so dass wir es bei unserem hin und wieder stattfindenden Flohmarkt anbieten können. Momentan findet zum Beispiel unser Sommerflohmarkt auf der Ausstellungsfläche im 1. OG der Stadtbibliothek am Neumarkt statt. Noch bis zum 14.09.2019 könnt ihr dort Romane, Krimis, Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Filme ergattern.

Das Aussortieren macht auf jeden Fall Sinn. Was nicht mehr ausgeliehen wird, nimmt auf den Regalen nur Platz für neue Bücher weg, und was halb auseinander fällt oder durch fehlende Seiten nicht mehr vollständig ist, will verständlicherweise auch keiner mehr ausleihen.
Trotzdem war ich minimal verstört, als ich ganz am Anfang meiner Ausbildung das erste Mal Bücher makulieren, also aus dem Bestand aussortieren sollte. Bücher wegwerfen, das geht? Nach einer kleinen Überwindung landeten die kaputten Bücher dann also im Müll. Wenn ein Buch 100-mal oder mehr ausgeliehen wurde, hat es seinen Dienst ja auch erfüllt. 😉

Einige der Bücher haben aber auch das Glück noch ein zweites Leben als Dekoobjekt anzutreten. Wir bieten schon seit ein paar Jahren Veranstaltungen an, bei denen man in die Kunst des Buchfaltens einsteigen kann.

Dabei entstehen dann richtige Kunstwerke. Nur ein wenig Geduld braucht man, wenn man zwei-, dreihundert Buchseiten zu falten hat. 🙂

Die nächste Veranstaltung zum Buchfalten findet  am 20.09.2019 von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr statt. Eine frühzeitige Anmeldung ist durchaus zu empfehlen, da die Veranstaltungen immer gut ausgebucht sind. 🙂

lga

Ein Ferienbesuch in der Stadtteilbibliothek Sennestadt

Mitten in den Sommerferien in eine Stadtteilbibliothek gehen? Aber die sind doch alle geschlossen! Montagnachmittags sowieso! Und es ist sogar schon nach 18:00 Uhr. Tja, Pech, aber da stehst Du wohl vor verschlossener Tür.
Kein Problem in Sennestadt:

Die Stadtteilbibliothek hat erweiterte Öffnungszeiten nach dem sogenannten Open-Library-Konzept. Das bedeutet, erwachsene Nutzer mit gültigem Bibliotheksausweis können die Räume der Stadtteilbibliothek auch dann betreten, wenn gar kein Personal da ist. In Sennestadt ist das an allen Wochentagen (außer an Feiertagen) von 10:00 bis 20:00 Uhr möglich, eben auch dann, wenn das bibliothekarische Personal Pause oder schon Feierabend oder gar Ferien hat.

Paneel zum Öffnen der Tür mit der Bibliothekskarte

Ich war an diesem Ferienmontag und zu dieser ungewöhnlichen Zeit bei weitem nicht die einzige, die die Stadtteilbibliothek nutzte. Noch während ich nach meiner Bibliothekskarte kramte, kamen mir eine Frau mit Teenager zuvor. Ich habe gewartet, bis die Tür wieder zufiel und dann meine eigene Karte eingescannt (schließlich wollte ich den ganzen Vorgang ja selbst testen); man hört ein Sirren und die Tür lässt sich öffnen. Mutter und Tochter stöberten schon bei den Jugendromanen, später bei den Filmen. Zwischen den Romanregalen war noch jemand. Und in den nächsten fast zwei Stunden gab es ein Kommen und Gehen, man grüßte sich schüchtern, Paare suchten flüsternd nach dem passenden Film für den gemeinsamen Abend, andere frischten ihre Urlaubslektüre auf; einige stöberten etwas länger, andere entschieden kurz und schmerzlos und trugen stolz ihre Lesebeute zum Verbuchungsgerät.

Leseecke und Schrank, in dem sich ein Kaffeeautomat verbirgt

Allzu lange blieb allerdings niemand an diesem Tag, denn es war sehr warm und leider auch stickig in den Räumen – da merkt man dann sofort, dass in den Ferien kein Personal da ist, das täglich durchlüftet. Trotzdem suchte ich nach der Kaffeemaschine. Ich Dummerle. Natürlich muss auch die täglich gereinigt werden, wenn aber doch niemand da ist … – der Schrank ist während der Ferien deswegen leider abgeschlossen. Aber normalerweise steht tatsächlich ein Kaffeeautomat zur Verfügung. Es gibt Sitzecken, PC-Arbeitsplätze, WLAN. Letzteres hielt mich dann doch länger in den Räumlichkeiten als geplant: Gelegenheit zum ausgiebigen Twittern und Recherchieren.

Ausleihautomat

Natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe mir auch noch etwas Ferienlektüre ausgeliehen – Selbstverbuchung, funktioniert wie in der Zentralbibliothek auch.

Ebenso der Rückgabeautomat, nur dass keine komplizierte und platzraubende Sortieranlage dahinter hängt: man bucht zurück und legt das Medium ins entsprechend gekennzeichnete Regal.

Auch wenn erst einmal kein Personal sichtbar ist, so ganz ohne geht es dann doch nicht. Kurz vor 20:00 Uhr kam der Mann vom Wachschutz. Da war ich gerade aus den Bibliotheksräumen heraus und machte nur noch von außen ein paar Fotos.

Ab und zu kommt auch eine Kollegin vorbei und sieht nach dem Rechten, räumt auf, sortiert die zurückgebrachten Medien ein, packt die Kisten für den Fahrdienst, der wiederum auch mehrmals pro Woche Bücherkisten abholt (Medien, die in Sennestadt abgegeben wurden, aber in andere Stadtteilbibliotheken gehören) und Bücherkisten bringt (Medien aus Sennestadt, die in der Zentralbibliothek abgegeben wurden sowie vorgemerkte Medien).

Letztens meinte eine Leserin, in Sennestadt gäbe es ja „diese komischen Öffnungszeiten“; sie meinte wohl die Unterscheidung zwischen Öffnungszeiten mit Fachpersonal und ohne. Das sieht vielleicht wirklich auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aus:

Öffnungszeiten:
Montag:
10 – 20 Uhr (geöffnet)
Dienstag – Freitag:
10 – 13 Uhr (mit Personal)
13 – 15 Uhr (geöffnet)
15 – 18 Uhr (mit Personal)
18 – 20 Uhr (geöffnet)
Samstag:
10 – 13 Uhr (mit Personal)
13 – 20 Uhr (geöffnet)
Sonntag:
10 -20 Uhr (geöffnet)

Feiertags: Geschlossen

Wenn man es zusammenfasst, bleibt schlicht:
            Montag bis Sonntag 10 – 20 Uhr geöffnet (außer an Feiertagen).
Aber nur zu bestimmten Zeiten ist auch Fachpersonal vor Ort (übrigens die gleichen Zeiten wie vor der Open-Library-Ära) und nur dann hat man den vollen Service mit Hilfestellung, Auskunft und Beratung. Auch einige Medien, nämlich Bestseller-Filme und alle Games, stehen ohne Personal nicht zur Verfügung.

Die Sennestädter und so Zugereiste wie ich kommen offensichtlich gut klar mit diesem erweiterten Angebot, die Rückmeldungen sind gut bis begeistert. Aber meine Kolleginnen haben auch gehört, dass einzelne Nutzer es gruselig finden so ganz alleine in der Bibliothek. Nun, bei meinem Testbesuch war alles friedlich und freundlich, bis auf die dicke Luft konnte ich nichts gruseliges entdecken.
Naja, unser Bibliotheksgespenst spukt ja auch in der Zentralbibliothek am Neumarkt. Aber das verrate ich hier lieber nicht, sonst führen wir dort im September die erweiterten Öffnungszeiten ein und Ihr traut Euch nicht. 😉

HilDa