Lesefrühling: Maja Nielsen

Es ist endlich Frühling und der Lese-Frühlings-Duft in der Stadtbibliothek Bielefeld breitet sich aus!

Unsere jüngeren Leserinnen und Lesern freuen sich darauf und erwarten voller Spannung neue Bücher und ihre Autoren kennen zu lernen. Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 12. April mit Maja Nielsen statt, die diesmal bei uns über zwei außergewöhnliche Naturwissenschaftlerinnen erzählt, Jane Goodall und Dian Fossey. Mit  ihnen versetzen wir uns nach Afrika, wo die beiden den größten Teil ihres Lebens der Erforschung der Menschenaffen gewidmet haben. Mit Hingabe und Begeisterung für Tiere, mit außergewöhnlicher Leidenschaft begeben sich die beiden Frauen in den Lebensreich der Schimpansen und Berggorillas und eröffnen der ganzen Welt einen Einblick in das äußere und innere Leben dieser faszinierenden Lebewesen. Freundschaften entwickeln sich, Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Mensch und Tier werden entdeckt, Mensch und Tier lernen, miteinander zu kommunizieren, sich für einander einzusetzen. Jahre und Jahrzehnte verbringen die beiden Forscherinnen im Regenwald, wohnen in einfachen Hütten und folgen ihren Schützlingen, freunden sich mit ihnen an, überstehen Gefahr für Gefahr und dokumentieren das Erlebte, lehren uns Tiere zu verstehen, sie zu lieben, zu beschützen …

Nachdem man das Buch von Maja Nielsen gelesen hat, geht man mit ganz anderen Gedanken in den Zoo, und betrachtet die Tiere mit neuen Augen… Gleichzeitig lernt man zu verstehen und zu schätzen, was eine naturwissenschaftliche Forschung ist und welche Opfer dies kosten kann… Investiert wird viel Energie und Kraft, man lebt mit den Problemen vor Ort und  – so wie es im Fall Dian Fossey war – kann dieses Engagement mit dem eigenen Leben bezahlt werden, nur um die Menschheit etwas besser zu machen.

Für alle Jungen und Mädchen, die sich für die Natur und Tiere interessieren, sind das faszinierende Geschichten, mit Einblicken in eine Welt, die wir Dank der beiden Forscherinnen etwas besser verstehen können.

Die Lesung findet am Donnerstag statt, Beginn um 16:30 Uhr, im Erdgeschoß der Stadtbibliothek am Neumarkt vor der Literaturbühne.

Lesefrühling 2018

Der Lesefrühling ist die größte Kinder-Literaturreihe zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet. Dort treffen Kinder ihre Lieblingsautoren, lernen aktuelle Bücher kennen und erleben die Freude am Lesen gemeinsam. Die Veranstaltungsreihe für neugierige Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren findet in diesem Jahr vom 12. April bis zum 18. Mai statt.

Der Eintritt beträgt 1 Euro für alle Menschen, egal wie groß sie sind.

Karten für die Lesungen gibt es ab dem 01. März in der Kinderbibliothek | Telefonnummer: 0521 51-2457.

Eine Programmübersicht findet ihr hier.

Das Leben hat Platz für alle!

Klara wohnt mit ihrer Mutter in einem Haus, in dem nicht viel passiert. Bis sie eines Tages von der Schule nach Hause kommt, und den ganzen Hausflur voller Umzugskrempel findet…

Denni und sein Vater sind in das Haus Nr. 5 in der Bebelstraße eingezogen und haben die ganze Bewohnerschaft auf den Kopf gestellt. Denni ist ein ganz besonderer Junge, ein wenig mopsig, er spricht komisch und er hat besondere Augen. Irgendwo plemplem und  trotzdem sehr nett, sodass Klara ihm ihre tiefste Geheimnisse anvertrauen kann und sich sicher ist, dass mit Denni zusammen eine besonders spaßige Ferienzeit beginnt. Und es ist auch so geschehen. Wenigstens bis zur großen Katastrophe auf dem Friedhof…

Nicht nur Klaras Welt ändert sich rasant. Niemals konnte man auch nur eine Billi-Milli-Sekunde lang es für möglich halten, dass Frau Schönegans grinsen lernt, Zauberteerezepte kennt und mit Frau Miera mehr als zwei Worte sprechen kann. Alle Hausbewohner werden irgendwie anders, sie bekommen ganz freundliche Augen, schicken sich gegenseitig Post und veranstalten die allererste Nachbarschaftskonferenz im ganzen Haus. Um den runden Konferenztisch sitzen alle zusammen, Frau Schönegans die ganz plötzlich eine nette Stimme bekommt, Frau Miera mit dem Schal um den Hals, Dennis Vater mit Farbe in den Haaren und traurigen Augen und Klaras Mutter, die müde aussieht. Karl Heinz Krabetzki, der Hausmeister, ist mit dem Hund Lothar auch dabei, und natürlich Klara. Und neben Klara sitzt der Engel, der ihr helfen soll, Denni so schnell wie möglich aus der grauen grauen Wolkenwelt nach Hause zu holen und ein Überraschungs-Willkommens-Freu-und-Wunder-Fest vorzubereiten.

Wie gut, dass das Leben manchmal ganz anders ist als man denkt! Man muss nur den Blickwinkel ändern. Die Geschichte über diese ganz besondere Verwandlung wird von ihrer Autorin Brigitte Werner heute bei uns in der Stadtbibliothek Bielefeld vorgelesen, Beginn um 16:30!

I.C.

Die Reise in die Elfenwelt

Der Lesefrühling läuft bei uns tüchtig weiter, und heute geht es in die bezaubernde, willkürliche Fantasy-Welt, nach Island!

Zwei absolut normale Schüler aus Deutschland, 10 und 13 Jahre alt,  fahren mit ihren Eltern – höchst langweilig! – in den Sommerurlaub, wo der Vater eigentlich weiterhin arbeiten muss und die Mutter ihre vergessenen Talente als Künstlerin zu beleben versucht…  Und dort, auf Island, entdecken die beiden, dass die Isländer vergammelten Haifisch und Schafsaugen als Delikatesse verspeisen, ausbrechende Vulkane für ganz gewöhnlich halten und in ihrer Sprache unmöglich auszusprechende Wörter benutzen.

Das, was als gewöhnlicher Urlaub in einer (vielleicht) weniger gewöhnlichen Umgebung geplant war, ändert sich rasant, als die beiden Jungs das isländische Mädchen kennen lernen, deren wichtigste Gabe zu sein scheint, Erwachsene allzu oft zum Seufzen zu bringen… Das richtige Abenteuer beginnt allerdings, als der ältere Bruder Fabio plötzlich entdeckt, dass er Elfen, Wächter und weitere ähnliche Wesen sehen kann, obwohl die eigentlich für gewöhnliche Menschen unsichtbar bleiben…

Selbstverständlich, wir sind ja auf Island!  Ohne Elfen ist Island ja nicht ganz Island und die uralten Märchen und Sagen werden plötzlich lebendig. Man trifft auf Schritt und Tritt auf herumtreibende Elfen mit spitzen Ohren, von denen einige sogar mit Laptops umherlaufen, Profile auf Facebook haben und Nachrichten auf das Smartphone schicken. Ein kleiner Tribut an die Moderne. Ansonsten, eine faszinierende Geschichte, die einen auf der Stelle mitnimmt, sei es als junger Mensch oder als Erwachsener, der oder die gerne in Fantasy-Welten eintauchen und wieder in den modernen Zeiten auftauchen möchten.

Die Elfen sind ja bekanntlich nicht immer nur lieb, was sie so anstellen können und  wie der Urlaub der  Familie endet, erfährt man in dem Buch von Nina Blazon „Silfur: Die Nacht der silbernen Augen“, aus dem die Autorin heute um 16:30 Uhr bei uns in der Stadtbibliothek am Neumarkt vorlesen wird!

 

 

 

 

I.C.

Aus Mauldawien nach Plastikhausen: die Geschichte über die kleine Maulina und den Ernst des Lebens

Das Leben ist ein Pfannekuchen, mal salzig, mal süß, sagt der Großvater zur kleinen Maulina – dem größten Mauler unter der Sonne –  und das ist ernst gemeint. Aus Maulinas Wohnung mit den vier Zimmern, dem Dachboden, dem Garten und der Straße voller Freunde ist ein mickriges Plastikhaus am anderen Ende der Stadt geworden… „Wenn das, was wir hatten, ein Pfannkuchen war,“ meint das Mädchen, „ist davon nur ein fettiger Abdruck auf dem leeren Teller geblieben und ein Rest von Geschmack auf der Zunge.“

Ein junges, tapferes Mädchen, das mit viel Mut, Eigensinn und Humor ihre neue Welt erkundet und ihre neue Familiensituation konfrontiert, gewinnt unsere Hochachtung. Die kommt mit Aufgaben zurecht, die man auch als Erwachsene nicht so leicht hinnimmt und erteilt uns eine Lebenslektion, die gerade zutiefst beeindruckend durch ihre simple Formulierung ist: „Im Regen stehen ist, mit Lachen im Gesicht, auf jeden Fall auch angenehmer als mit Wut im Bauch.“  Und „der Bus, der dir vor der Nase weggefahren ist, der kommt auch nicht zurück, wenn du dich aufregst, da ist es besser, zu lachen und sich zu freuen, dass man noch zehn Minuten in der Sonne stehen darf und Zeit für ein bisschen Nichts hat…“

Kein leichtes Thema, aber auf jeden Fall eine schöne Lektüre: hervorragend geschrieben und von Rán Flygenring herzig illustriert. Wenn man Maulina Schmitt und ihren Autor Finn-Ole Heinrich kennenlernen möchte, ist dies am Samstag, dem 6. Mai bei uns in der Zentralbibliothek am Neumarkt möglich!  Beginn um 14:00 Uhr.

I.C.

Mit dem Cowboy Klaus und Kaktus Krause in den (Lese-)Frühling starten

Auch wenn der richtige Frühling noch auf sich warten lässt, geht ab nächster Woche bei uns in der Stadtbibliothek der Lesefrühling richtig los! Das Programm liegt überall aus, manche Veranstaltungen sind schon ausverkauft und man wird auf einmal neugierig, was denn so den jungen Besuchern da vorgelesen werden wird…

Zwei bekannte Gestalten schauen uns lustig-verwirrt auf dem Buchumschlag an. Der berühmte Cowboy Klaus mit seiner tierischen Bande und dem unvergesslichen Kaktus Krause dürfen mal unsere Bibliothek besuchen. Vorgetragen von ihren Autoren, Eva Muszynski und Karsten Teich.

Das macht neugierig. Das weckt Fragen. Das wird auf jeden Fall lustig!

Was gibt es Gemeinsames zwischen einem Cowboy und einer Kaktee? Ist doch klar: die beiden können stacheln!  Der Cowboy wenn er gerade mit Stoppelbart herumläuft und der Kaktus fast immer. Wenn man ihn anfasst. Oder auf den Kaktus hinfällt. Oder ihn einfach bei seiner Kontemplation stört…

Kann man einen Wald rasieren? Ob das möglich ist und wie man das macht, erfährt man, wenn man mit dem Cowboys Klaus in den Kakteenwald einzieht um die stacheligen Pflanzen zu rasieren. Da kommt auch der Mann mit dem Rennkuckuck!

Und wozu braucht ein Mann den Rennkuckuck in einem Kakteenwald? Natürlich um Schlangen zu melken! Als ob es auch nicht sofort klar wäre. Der Mann heißt übrigens Denni Knuddeldutt und ist vom Beruf Frisör. In seinen Taschen trägt er seine Frisör-Utensilien und selbstverständlich viel Haarzement!  Was dann weiter passiert werden wir noch nicht verraten… Das kann man alles bei unserer Lesung erfahren!

Wie endet die Geschichte in dem Kakteenwald? Natürlich gut: der Kaktus Krause kriegt eine Dauerwelle und alle sind glücklich!  „Über dem frisch rasierten Kaktuswald schillern Krauses neue Locken im Mondlicht!“…

„Wer Klaus und seine tierische Truppe noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt die Fährte aufnehmen …“, empfiehlt uns Stiftung Lesen. Und wer ihn schon kennt, sollte unbedingt kommen, um seine neue Abenteuer mitzuerleben und seine Autoren kennenzulernen. Wir wünschen allen einen spannenden Nachmittag mit Cowboy Klaus und Kaktus Krause in der Zentralbibliothek am Neumarkt! Beginn um 16:30 am Dienstag, dem 2. Mai.

I.C.