Wiedergelesen: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Ich gebe zu, als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, habe ich einiges übersprungen oder nur quer gelesen. Das mache ist meistens bei Sachbüchern so, ich ziehe mir die Informationen heraus, die mich gerade interessieren und überfliege den Text ansonsten nur. Doch der wunderbare Stil von Harari lädt einfach zum gründlichen Lesen ein; wie bei Belletristik wollte ich auch die Sprache, ja, jeden einzelnen Satz genießen. So blieb das Buch vorerst auf dem SUB, dem Stapel der ungelesenen Bücher, in diesem Fall zum Wiederlesen, dann aber richtig.

Es brauchte endlich einen Urlaub. Und wie bei einem spannenden Roman hätte ich fast einige Nächte durchgelesen, wenn die Augen mitgemacht hätten.

Dieses Sachbuch zur Geschichte der Menschheit besticht nicht nur durch seinen ungewöhnlichen inhaltlichen Ansatz, sondern vor allem durch seine Sprache. Es vermögen leider nicht viele Sachbuchautoren, einen komplexen Sachverhalt allgemeinverständlich und gleichzeitig auch schön zu formulieren. Harari kann.

Und das, was er dabei vermittelt, ist wahrlich komplex: die Geschichte der Menschheit von ihren Anfängen bis heute, physikalisch-biologisch, evolutionär, historisch, philosophisch, soziologisch, kulturell. Zum Schluss wagt der Autor auch einen visionären Blick in die Zukunft, denn den Fragen müssen wir uns heute stellen: Wie soll die Geschichte der Menschheit weitergehen, wohin wollen wir uns weiterentwickeln?

Harari schreibt dabei nicht das übliche Geschichtsbuch über all die großen historischen Ereignisse, die Kriege, die Erfindungen. Er löst sich fast ganz von der Chronologie; Geschichtsdaten, Epochen, Dynastien, einzelne historische Persönlichkeiten und ganze Imperien kommen nur als Beispiele vor. Dem Autor geht es um die großen Entwicklungssprünge der Menschheit: dem Homo Sapiens, der zur beherrschenden Spezies auf der Erde wurde, zum Umgestalter und letztlich auch Zerstörer der Ökosysteme dieses Planeten. Harari stellt für einen Historiker ungewöhnliche Fragen: Haben uns all die Errungenschaften und erstaunlichen Leistungen der letzten 100 000 Jahre glücklicher und zufriedener gemacht? Was wollen wir werden und wollen wir überhaupt Verantwortung für die Zukunft übernehmen? Was wollen wir wollen?

Klingt jetzt sehr philosophisch, ist aber gar nicht abgehoben, sondern Harari erläutert gut nachvollziehbar, verständlich und nicht zuletzt mit viel Humor. Man muss sich nicht einmal für Geschichte interessieren, das Werk bietet so viele anregende Gedankengänge und sagt mehr über uns Menschen heute aus als über die alten Völker, mehr über die vielen unbekannten Menschen als über einzelne Eroberer, Religionsgründer und Denker der Geschichte, die sonst so im Vordergrund historischer Abhandlungen stehen.

Das Buch ist ein Bestseller, das heißt ja nicht unbedingt, dass es auch gelesen wird. Vielleicht habt Ihr es geschenkt bekommen so wie ich. Nun, diesem klugen, witzigen und wunderbaren Werk wünsche ich viele Leser. Also fischt es aus dem SUB heraus oder leiht es Euch bei uns. Und natürlich kann man es auch gut ein zweites Mal lesen.

Das Buch findet Ihr in verschiedenen Ausgaben hier in unserer Bibliothek.
Es gibt auch eine Graphic Novel zum 1. Teil des Buches: Sapiens – Der Aufstieg

HilDa

Buchtipp: Nahostkonflikt

Seit einiger Zeit halte ich beim Einstellen immer wieder Bücher der Reihe 33 Fragen – 33 Antworten des Piper-Verlags in der Hand. Die erscheinen seit letztem Jahr und beschäftigen sich kurz und bündig mit verschiedenen Themen wie Klimawandel, Künstliche Intelligenz oder Rechtsextremismus. Nun habe ich mir mal eines davon mit nach Hause genommen und zwar Nahostkonflikt von Wolfram Eberhardt.

Die Fragen werden meist auf etwa drei bis vier Seiten beantwortet, das Buch ist daher mit seinen 128 Seiten also eher übersichtlich. Ich finde das zum Auffrischen von Wissen beziehungsweise zum Einstieg in ein neues Thema aber sehr geeignet. Wenn man für sich merkt, dass man tiefer in die Materie einsteigen will, kann man dann nach weiterer Literatur recherchieren.

Das Buch gibt einen guten ersten Überblick über die Ursprünge des Nahostkonflikts, definiert, was der Nahe Osten überhaupt ist, wie es zum Arabischen Frühling kam, welche Probleme die Region hat. Bei all den Schwierigkeiten zeigt der Autor aber auch auf, wo Hoffnung besteht und warum ein offener Dialog, zum Beispiel auch bei Reisen in den Nahen Osten, so wichtig ist.

Mir hat das Buch genau das geliefert was ich gesucht habe: einen guten kurzen Überblick über Ursachen und Auswirkungen des Nahostkonflikts. Hinten gibt es noch zwei Seiten mit Literatur- und Internetquellen, da hat man direkt Anreize, wo man sich weiter informieren kann.

Die Katalogdaten findet ihr hier.

lga

Do you read me?

Ich liebe schöne Buchläden. Egal, ob sie nostalgisch oder modern eingerichtet sind, Hauptsache sie strahlen eine heimelige Atmosphäre aus. Zum Wohlfühlen eben. In vielen Buchhandlungen wird außer Büchern mittlerweile oft auch anderer Kram angeboten. Gegen Lesezeichen habe ich nichts, aber Kekse, Tassen, Tee und anderen Klüngel… ich weiß nicht.

Dieses Buch habe ich mal wieder durch Zufall entdeckt. Die besten Bücher entdeckt man irgendwie zufällig, oder? 😉 Meine Kollegin verriet mir, dass sie das Buch gekauft hat, weil sie das Cover so ansprechend fand. Geht einem ja oft so. In diesem Buch werden Buchläden über die ganze Welt verteilt beleuchtet. Afrika, Indien, USA, Paris, Deutschland, China… die Liste ist lang und fantastisch. Lasst uns eintauchen in die fantastische Welt der Bücher und wo es sie zu kaufen gibt mit „Do you read me?

Besonders angetan war ich von einer Apartment-Buchhandlung aus New York City. Der Inhaber von Brazenhead-Books, Michael Seidenberg, hatte einen eigenen Laden. Doch nach einer Mieterhöhung verlegte er sein Sortiment in seine Wohnung. Daraus wurde quasi ein „Speakeasy“-Buchladen, jeder durfte nach einer kurzen Anmeldung per Telefon vorbei kommen und stöbern. Leider lebt der Inhaber nicht mehr und damit schloss sich 2019  die Tür zu diesem außergewöhnlichen Ort. Hier ein netter Artikel aus dem New Yorker.

Nicht fehlen darf natürlich die Livraria Lello in Porto. Wunderschön, von außen wie von innen. Aber mittlerweile leider völlig von Touristen überlaufen. Kein Wunder, dass man nun einen Eintrittspreis zu entrichten hat, wenn man sich die tollen Räumen ansehen möchte.

Kommen wir nun zu einem etwas moderneren Design. in der Cafebrería El Péndulo in Mexiko-Stadt wächst eine Palme. Und zwar eine große. Sieben dieser Buchhandlungen gibt es in der Stadt, ich finde es toll, dass jede das Buch- und Eventangebot individuell auf ihr Viertel zuschneidet.

 

Hörbuchtipp: Die letzten ihrer Art

Nördliches Breitmaulnashorn – steht heute unmittelbar vor dem Aussterben

„Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.“, schreibt Douglas Adams in Die letzten ihrer Art. Dem kann man wohl nur zu stimmen. Während wir Menschen es zwar versuchen, uns bisher aber das Glück der Dummen vor dem Aussterben bewahrt hat, geht es unzähligen Tier- und Pflanzenarten leider ganz anders. Sei es das Breitmaulnashorn oder der Kakapo – überall finden wir Tiere, deren Population besorgniserregend zusammengeschrumpft ist. Douglas Adams und der britische Zoologe Mark Carwardine haben sich auf „eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde“ begeben, wie es der Untertitel treffend benennt.

Eigentlich sollte dies ein deprimierendes Hörerlebnis sein. Berichtet wird von ausgestorbenen Arten und solchen, die teilweise 22 Exemplare vom Aussterben entfernt sind. Doch der Autor dieses Buches ist Douglas Adams. Bisher war er mir vom Anhalter durch die Galaxis bekannt, seinen humorvoll abgedrehten Science Fiction Romanen. Und diesen Humor bringt er auch in Die letzten ihrer Art ein, wodurch das Hörbuch wirklich viel Spaß macht.
Ganz um deprimierende Momente kommt man aber nicht herum. Bei dem Thema ist das auch eigentlich nicht möglich. Zudem ist das Buch 1990 erschienen und seit dem hat sich natürlich einiges getan. Adams und Carwardine reisen zu Tieren die vom Aussterben bedroht sind, es gibt sie aber noch, wenn auch teils in besorgniserregender Zahl. Wenn ich dann beim Hören nach dem Baiji, dem chinesischen Flussdelfin oder dem nördlichen Breitmaulnashorn recherchiere und lese, dass diese mittlerweile wahrscheinlich oder so gut wie ausgestorben sind – da sinkt die Stimmung doch gewaltig.

Neuseeländischer Kakapo – heute gibt es wieder 200 Exemplare

Natürlich geht es auch andersherum. Vom neuseeländischen Kakapo gab es 1986 geschätzt 22 Tiere, heute sind es 200! Ok, das klingt immer noch nach ziemlich wenig, aber es ist auf jeden Fall die richtige Richtung.

Adams berichtet auch von den Menschen, die unermüdlich an der Rettung dieser bedrohten Arten arbeiten. Und wie es andererseits auch der Mensch war, der überhaupt der Grund dafür ist, dass diese Arten bedroht sind. Wir selbst haben es zwar geschafft keine bedrohte Art zu werden – mit anderen Arten ist uns das aber ganz gut gelungen.

lga

Buchtipp: Das Evangelium der Aale

Wie viel kann man eigentlich über einen Aal wissen? Oder über einen Menschen? Das fragt sich Patrik Svensson in Das Evangelium der Aale.
Er erzählt von der Erforschung des Aals, vom Wissen, dass über die Jahre über ihn erlangt wurde – oder eher gesagt all das, was wir noch nicht wissen.

Geboren wird der Aal vermutlich in der Sargassosee im Atlantik, lässt sich von Meeresströmungen tragen, um schließlich vom Salz- ins Süßwasser zu wechseln. Er wandert Flüsse hinauf, bis er einen Platz findet, an dem er sich nieder lässt. Dort bleibt er Jahre, manchmal Jahrzehnte, um dann wieder zur Sargassosee zu wandern und abzulaichen. Dabei durchläuft er erstaunliche Metamorphosen seiner Gestalt. Doch bei all dem gibt es unzählige offene Fragen: Warum schwimmen manche Aale schon im Alter von 7 Jahren und andere wiederum erst nach 20 Jahren zurück ins Meer? Warum hat man in der Sargassosee zwar unzählige Larven, aber bisher noch keine erwachsenen Aale gefunden? Wie findet er überhaupt seinen Weg zurück in die Sargassosee?

Bevor man vor einigen Jahrzehnten die Sargassosee als Geburtsort der Aale ausfindig machte, gab es vielfältige Spekulationen seine Herkunft betreffend. So vermutete Aristoteles, dass der Aal aus dem Schlamm in Seen und Flüssen geboren werde.

Auch auf die Geschichte des Aalfangs und die damit verbundenen Traditionen wirft Svensson einen Blick und geht auch auf das Vorkommen des Aals in der Literatur ein. Und er spricht über die Bedrohung des Aals, der, wie so viele Tierarten, vom Aussterben bedroht ist.

Dabei kehrt er immer wieder zurück zu seiner eigenen Geschichte mit dem Aal. Wie er in seiner Kindheit mit seinem Vater angeln ging und was sie dabei selbst über den Aal gelernt haben. Welche Rolle der Aal ganz allgemein für ihn und sein Leben spielt und gespielt hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. All die Details über den Aal waren sehr faszinierend und ich habe jede Menge verblüffende Sachen gelernt. Auch die eher literarische Herangehensweise an das Thema mochte ich.

Wenn ihr euch auch einmal mit dem Aal beschäftigen wollt: Ausleihen könnt ihr das Buch bei uns vor Ort. Details zum Standort findet ihr hier.

lga

Hörbuchtipp: Die Deutschen

Auf der Suche nach einem neuen Hörbuch bin ich in der Onleihe über den Titel Die Deutschen: vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert gestolpert. Irgendwie kam mir das Ganze seltsam bekannt vor, die Inhaltsangabe verriet auch wieso. Begleitet wird das Buch nämlich von einer 10-teiligen ZDF-Doku, die ich vor Jahren mal gesehen habe. Es gibt auch ein zweites Buch und 10 weitere Folgen der Dokumentation.

In dem Hörbuch werden nun 10 Persönlichkeiten betrachtet, die an Wendepunkten der deutschen Geschichte stehen. So etwa Otto der Große, Martin Luther oder der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II.
Ich fand es spannend zu betrachten, wie einzelne Persönlichkeiten, ob freiwillig oder unfreiwillig, zur Entstehung Deutschlands beigetragen haben. Natürlich ist es nur ein Schnelldurchlauf durch 1000 Jahre deutsche Geschichte, dafür eignet es sich aber vor allem für Neulinge auf dem Gebiet.

Das Hörbuch könnt ihr bei uns in der Onleihe ausleihen.

Die Fortsetzung Die Deutschen: von Karl dem Großen bis Rosa Luxemburg haben wir zwar nicht als Hörbuch im Bestand, dafür aber als Buch in der Geschichtsabteilung in der Bibliothek am Neumarkt.

Die Folgen der ZDF-Dokumentation finden sich frei verfügbar in der ZDF-Mediathek.

lga

Waldbaden

Es war ein einfacher Sonntagsspaziergang mit Freunden. Eine Freundin hielt es nicht auf dem geteerten Weg, ebenso wie die Kinder lief sie zwischen den Bäumen durch das Unterholz. Plötzlich blieb sie stehen, breitete die Arme aus, reckte das Gesicht nach oben und schloss die Augen dabei, sie holte tief Luft und rief glücklich: „Hach, ist das schön!“

Damals gab es den Begriff „Waldbaden“ noch nicht, aber dieses Bild habe ich sofort wieder vor Augen, wenn ich ihn heute höre. Wir mussten alle unwillkürlich lachen; aber im Stillen habe ich, haben wir wohl alle unsere Freundin ein wenig beneidet: Sie war in den Wald hineingetaucht, genoss ihn mit allen Sinnen und ließ ihrer Freude einfach freien Lauf.
Das mag jetzt nicht der Methode und den bewussten Übungen zum Waldbaden entsprechen, aber das aufmerksame und bewusste Wahrnehmen der Natur ist schon ein erster Schritt – und wirkt.

In Japan zählt Shinrin Yoku = Baden im Wald als anerkannte Stress-Management-Methode zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge. Und mittlerweile hat sich auch bei uns der Begriff etabliert, die Übungen gehören zu den Naturtherapien mit stressreduzierender und immunstärkender Wirkung.

Zwei Beispieltitel zum Thema Waldbaden

 

Wer mehr über die Methode wissen möchte, wir haben natürlich Bücher zum Thema: die Katalog-Trefferliste allein zum Stichwort „Waldbaden“ hier.

 

Zwei Beispieltitel für Waldführer

Und wer einfach die Wälder der Region erwandern möchte, findet bei uns Wander- und Radwanderführer oder auch Bestimmungsbücher zu den Tieren und Pflanzen im Wald, zum Spurenlesen und Federnsammeln, Bücher zu Projekten und Erlebnisstreifzügen mit Kindern im Wald und vieles mehr.
Für Schulen und Kindergärten haben wir auch einige Medienboxen zum Thema vorbereitet.

 

Also, auch wenn jetzt die Blätter fallen und die Temperaturen sinken: Auf geht’s in den Wald, tief Luft holen, alle Sinne und Herzen öffnen und – „Hach, ist das schön!“

HilDa

 

Mittendrin Mittwoch #105

Aber vielleicht besteht, statt tiefgefroren oder geklont zu werden, ein weiterer Weg zu den Sternen darin, den Alterungsprozess zu verlangsamen oder vielleicht sogar zu stoppen.

Abschied von der Erde von Michio Kaku

Michio Kaku beschäftigt sich in seinem Buch mit Überlegungen, wie die Menschheit von der Erde Abschied nehmen und das ganze Universum besiedeln könnte. Dazu wirft er erst einmal einen Blick auf unsere nähere Nachbarschaft. Auf den Mond, der als Basis für Missionen zu unserem roten Nachbarn dienen könnte, zum Mars, zu dem Missionen der NASA geplant sind aber auch Missionen privater Unternehmer, wie Elon Musk. Um das Jahr 2050 ist vielleicht schon ein ständiger Außenposten auf dem Mars errichtet. Das können viele von uns tatsächlich noch miterleben. Aber wie sieht es in 100, 1000, oder 10.000 Jahren aus?

Das Kapitel, das ich gerade lese, beschäftigt sich mit verschiedenen Möglichkeiten, wie wir zu weit entfernten erdähnlichen Planeten gelangen könnten. Bei Reisen, die vielleicht mehrere hundert Jahre dauern, könnten Multi-Generationen-Schiffe zum Einsatz kommen, wir könnten die Astronauten in Tiefkühlschlaf versetzen oder gar die Unsterblichkeit erfinden. Vieles hört sich erst einmal wie reine Science Fiction an, umso erstaunlicher finde ich, dass zu all diesen Themen geforscht wurde und wird.

Vieles ist dabei natürlich trotzdem sehr spekulativ. Beim Lesen wird einem immer wieder bewusst gemacht, dass einige Konzepte vielleicht immer nur in der Theorie existieren werden, weil sie sich als nicht umsetzbar erweisen. Trotzdem ist es spannend darüber zu lesen, wie Roboter und künstliche Intelligenz uns bei der Besiedlung ferner Planeten helfen könnten, welche Arten von Raumschiffantrieben und -modellen schon erdacht wurden oder wie wir mit Hilfe der Stringtheorie, falls sich diese als richtig erweisen sollte, sogar das Ende unseres Universums überleben könnten.

Ich bin gespannt welche Zukunftsvisionen mich auf den letzten 150 Seiten noch erwarten. 🙂

Hier geht es zu den Katalogdaten.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #103

Shepards ruhige Stimme konnte in der Mercury-Kontrollstation laut und deutlich vernommen werden, als er sich in jeder Phase des Fluges meldete und ausführlich über die Reaktion seines Körpers auf Beschleunigung, Schwerelosigkeit und Verlangsamung sowie die Reaktion seiner Kapsel auf all diese Kräfte berichtete.

Apollo 11 : der Wettlauf zum Mond und der Erfolg einer fast unmöglichen Mission
von James Donovan

Heute vor 50 Jahren, am 24. Juli 1969, wasserte das Raumschiff Columbia, mit den Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins an Bord, im Pazifik und beendete damit die Mission, die zum ersten Mal einen Menschen auf den Mond gebracht hatte.

Zum Anlass dieses 50-jährigen Jubiläums konnte man am Wochenende teilweise rund um die Uhr Dokumentationen zum Thema im Fernsehen finden, es sind aber auch schon im Vorfeld einige interessante Bücher über die Mondlandung erschienen.

Apollo 11 von James Donovan beschreibt detailliert, wie die Amerikaner auf dem Mond landeten. Er erzählt von Wernher von Braun, vom Sputnikschock, von der Auswahl der ersten sieben Astronauten, die im Rahmen des Mercuryprogramms ins Weltall starten sollten. Dabei blickt er vor allem auf die Menschen, die beim Raumfahrtprogramm der Amerikaner mitgewirkt haben. Auf Ingenieure, Wissenschaftler, auf die Astronauten und Raketenforscher.
Immer wieder lässt er die Fortschritte der Russen einfließen, aber eher um die Reaktionen der Amerikaner darauf zu zeigen. Die russische Seite wird somit nicht eingehender beleuchtet, da es aber nun mal um die amerikanische Raumfahrt geht, finde ich das in Ordnung. (In unserem Bestand habe ich zum Beispiel dieses Buch entdeckt, das sich mit Moskaus Mondprogramm beschäftigt. Das wäre bestimmt interessant, dieses oder ein ähnliches Buch im Anschluss zu lesen.)
Die Geschichte der Mondlandung ist eine spannende Geschichte, in der es von dramatischen Ereignissen wimmelt. Dazu spart sich der Autor jegliches Fachchinesisch, sodass man richtig in die „Geschichte“ eintauchen kann.

Sobald ich das Buch durchgelesen habe (was vermutlich sehr schnell gehen wird) findet ihr es wieder im Regal unter Wko 5 (in der Gruppe stehen auch noch viele weitere Bücher zum Thema Raumfahrt) oder auch in der Onleihe als eBook.

lga

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.

Mittendrin Mittwoch #102

„Abenteurer oder Stubenhocker? Bis ans Ende der Welt fliegen oder auf seinem Zweig bleiben? Jeder Vogel muss eine Antwort auf diese Frage finden. Und alle haben sie unterschiedliche Meinungen …“

(Aus dem Kindersachbuch: Vögel auf Weltreise. Alles über Zugvögel
von Fleur Daugey und Sandrine Thommen; S.12)

Wissenschaftlichen Themen, von denen ich absolut keine Ahnung habe, nähere ich mich gerne auch erstmal an, indem ich schaue, ob es zu der Thematik nicht vielleicht auch ein Jugend- oder Kindersachbuch gibt. Dort wird man nicht gleich von unzähligen Fremdwörtern bzw. Fachbegriffen erschlagen und meistens wird keinerlei Vorwissen vorausgesetzt.

Da die Vogelwelt ein Hobby von mir ist und ich nicht unbedingt bei null anfangen müsste, hat mich bei diesem Kinderbuch allerdings das Cover „gekriegt“. Eine wunderschöne Illustration von heimischen Vögeln wie der Stockente und der Rauchschwalbe, aber auch uns unbekannten Arten wie dem Indigofinken und dem Rubinkehlkolibri.

Machen wir uns nichts vor – bei Büchern kommt es durchaus auch auf das Äußere an. Zumindest auf den ersten Blick.

Diese großartige Bebilderung wird auf allen 53 Seiten fortgeführt und umrandet die seitenweise aufbereiteten Themenkapitel.

Es beginnt damit, wie die Menschen sich den Vogelzug vor dessen Erforschung vorgestellt haben. Im Winterschlaf auf dem Mond oder am Boden der Seen zum Beispiel – wirklich skurril.

Beim Durchblättern sah ich, dass noch Themen wie die Vogelberingung oder der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Vogelzug behandelt werden. Ich bin gespannt, ob ich nicht doch 2-3 neue Dinge lerne.

Auf einen kleinen Fehler bin ich bislang gestoßen (Kranich und Graureiher sehen sich zwar schon recht ähnlich, sind aber vor allem in Bezug auf die Körpergröße enorm unterschiedlich), aber ansonsten finde ich das Buch sehr gelungen, um Groß und Klein das Wunder des Vogelzuges zu erklären. Mit dieser Meinung bin ich wohl nicht alleine, da es mit einem Preis als „Bestes naturkundliches Jugendbuch des Jahres 2015“ (in Frankreich) ausgezeichnet worden ist.

Ra

Katalogdaten zu Buch und Hörbuch hier

Elizzy von read books and fall in love hat sich für alle, die teilnehmen mögen, folgende Blogaktion ausgedacht: der „Mittendrin Mittwoch“. Er besteht aus immer neuen Zeilen aus Büchern, in denen wir aktuell wortwörtlich mittendrin stecken.